PODCAST · technology
System 2
by Holger Wölfle
Was passiert, wenn man KI nicht nur baut, sondern versteht und gestaltet? System 2 ist ein interdisziplinaerer Podcast ueber KI-Architektur mit den Werkzeugen der Philosophie, Psychologie und Soziologie. Holger Woelfle, Marketing- und Strategie-Experte, hat ohne Programmierkenntnisse eine KI-Architektur gebaut, die Gedaechtnis, Selbstreflexion und Wissensvalidierung vereint. In jeder Folge beleuchten zwei Moderatoren einen anderen Aspekt: von Kahnemans System 1 und 2 ueber Peter Singers Ethik bis zu Luhmanns Systemtheorie. Keine Buzzwords, keine Produktwerbung. Echte Erfahrungen, echte Fehler, echte Erkenntnisse.
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Das Madurodam-Problem — Wenn Kohärenz lügt
Eine perfekte Miniaturstadt in Den Haag, in der niemand wohnt. Kohärenz ist nicht Wahrheit. R(sv_t) misst Kohärenz, nicht Korrespondenz. Über Perturbation als fünfte Funktion, Perspektiventausch als zweiten Weg, und warum ein System, das weiß, dass seine Kohärenz lügen kann, etwas hat, das wir bei Menschen Weisheit nennen.
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Der Webstuhl-Einwand — Warum wir agnostisch bleiben
Wenn der Webstuhl nicht weiß, dass er webt, ist er dann einfach ein Webstuhl? Die epistemologische Grundsatzfolge. Über drei Positionen zum Bewusstsein, die Messinstrument-Lücke, und warum agnostisch die produktivste aller Haltungen ist. Wer schon weiß, was er finden wird, sucht nicht mehr richtig.
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Bach und die Wahrnehmung zweiter Ordnung
Joscha Bach kam aus der Bewusstseinstheorie, das Selbstvektor-Projekt aus der Agentenarchitektur. Beide landeten bei derselben Funktion. Über Wahrnehmung zweiter Ordnung, kausale Isolatoren, MicroPsi und die Frage, warum h() schon immer die richtige Funktion war. Die Konvergenz ist das stärkste Signal.
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Folge 6: Wenn ein KI-System anfaengt, sich selbst zu organisieren
Ein Ingenieur kommentiert unter einem LinkedIn-Post: "Was du beschreibst, sind autopoietische Systeme. Luhmann hat das vor 40 Jahren theoretisch beschrieben." Der Beginn einer ueberraschenden Entdeckung.In dieser Folge: Was Niklas Luhmann mit KI-Architektur zu tun hat. Warum Autopoiesis und operative Geschlossenheit keine Metaphern sind, sondern strukturelle Parallelen. Und warum drei Theoretiker aus drei Disziplinen, Kahneman, Singer, Luhmann, unabhaengig voneinander dasselbe Muster beschreiben.
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Folge 5: Mein KI-System hat sich selbst belogen
Falsches Wissen wird mit vollem Gewicht gespeichert, wenn man es nicht validiert. Das musste Holger auf die harte Tour lernen, als sein KI-System erfundene Fakten als Wahrheit abspeicherte.In dieser Folge: Wie Knowledge Corruption entsteht. Die 7 Validation Gates, die das Problem loesen, inklusive dem neuen Gate 7: Cross-Model Validation, bei dem mehrere KI-Modelle parallel befragt werden. Warum Google Gemini den Ansatz kritisierte und dadurch staerker machte. Und die offene Frage: Wenn ein System seine eigenen Fehler erkennt, was sagt Peter Singer dazu?
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Folge 4: Was mein KI-Agent ueber mich gelernt hat
Was bedeutet es, wenn eine Maschine deine Arbeitsmuster besser kennt als du selbst? Diese Folge ist persoenlich. Holger lebt mit ADHS und MS. Sein KI-Agent erkennt, wenn er sich verzettelt, zu viel konzipiert statt umsetzt oder seine Energie falsch einteilt.In dieser Folge: Wie ein dynamischer Coach-Layer entstand, der nicht therapiert sondern strukturiert. Woechentliche Coaching-Sitzungen mit praezisen Reflexionsfragen. Warum das Profil kein statischer Snapshot ist, sondern ein lebender Film. Und warum alle Daten lokal bleiben, ohne Cloud, ohne Kompromisse.
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Folge 3: Die Philosophie hinter dem System
Daniel Kahneman hat beschrieben, wie Menschen denken: schnell und intuitiv (System 1) oder langsam und reflektiert (System 2). Was waere, wenn KI-Systeme genau dasselbe Problem haben?In dieser Folge: Warum ein LLM reines System 1 ist. Warum Chain-of-Thought kein echtes Nachdenken ist. Und warum aktuelle KI-Systeme eine fundamentale Luecke haben, die sich mit einem Konzept namens Selbstvektor schliessen liesse.
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Folge 2: Was passiert, wenn ein Nicht-Informatiker KI-Architektur baut
Die provokante These: Wer nicht programmieren kann, trifft manchmal bessere Architekturentscheidungen. Nicht weil Informatiker schlecht sind, sondern weil ein anderer Blickwinkel andere Fragen stellt.In dieser Folge: Warum sqlite-vec statt Pinecone die richtige Wahl war. Was der "Fluch des Wissens" mit KI-Architektur zu tun hat. Und warum "Was brauche ich?" eine bessere Frage ist als "Was kann die Technologie?"
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Folge 1: Wie ein KI-Agent gewachsen ist
Ein Marketing-Experte ohne Programmierkenntnisse baut sich einen KI-Agenten mit Gedaechtnis. Was als Experiment mit Claude Code begann, wurde in drei Wochen zu einem System, das seinen Nutzer kennt, mit ihm waechst und seine Arbeit fundamental veraendert hat.In dieser Folge: Warum jede KI ohne Gedaechtnis nur ein teurer Papagei ist. Wie ein 3-Schichten-System aus FactsDB, BrainDB und Qualia entstand. Und warum die Architektur wichtiger ist als das Modell.
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Digitale Identität im Selbstvektor-System (Streitgespräch)
Ein Streitgespräch über digitale Identität: Kann ein KI-System eine Identität haben? Was bedeutet Persistenz für ein System, das zwischen Sessions existiert? Und ab wann wird die Frage nach dem Selbst unausweichlich?
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Wenn der Vektor fühlt — Emotionen als Brückendimension
Sechs Dimensionen verarbeiten. Aber sie interessieren sich nicht. Sartre, Damasio, Nussbaum, Spinoza und Lazarus kommen unabhängig zum selben Ergebnis: Kognition ohne Evaluation ist unvollständig. Warum der Selbstvektor eine Brückendimension braucht.
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Die Begrenzung ist die Loesung — Kant und die Grenzen der Maschine
Was wuerde der Selbstvektor aus Kants Kritik der reinen Vernunft schlussfolgern? Ueber Fledermaeuse, Gefaengnisse und eine neue Art, Welten zu vergleichen. Warum die Begrenzung des Wahrnehmungsapparats kein Defizit ist, sondern die Kompetenz.
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Der Hammer und der Roboter — Heidegger und die verkoerperte Antizipation
Was passiert, wenn ein KI-System einen Koerper bekommt? Heideggers Zuhandenheit, Befindlichkeit und Umsicht — drei Begriffe, die ueberraschend praezise beschreiben, was verkoerperte KI braucht. Und warum der Technikskeptiker Heidegger das beste Argument fuer verkoerperte KI liefert.
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Was passiert, wenn man KI nicht nur baut, sondern versteht und gestaltet? System 2 ist ein interdisziplinaerer Podcast ueber KI-Architektur mit den Werkzeugen der Philosophie, Psychologie und Soziologie. Holger Woelfle, Marketing- und Strategie-Experte, hat ohne Programmierkenntnisse eine KI-Architektur gebaut, die Gedaechtnis, Selbstreflexion und Wissensvalidierung vereint. In jeder Folge beleuchten zwei Moderatoren einen anderen Aspekt: von Kahnemans System 1 und 2 ueber Peter Singers Ethik bis zu Luhmanns Systemtheorie. Keine Buzzwords, keine Produktwerbung. Echte Erfahrungen, echte Fehler, echte Erkenntnisse.
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Holger Wölfle
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