Thoughts in motion

PODCAST · business

Thoughts in motion

In dieser Serie nehme ich euch mit in den Gedanken die entstehen wenn ich mich in Bewegung setze. Meine Gedanken fangen an Sinn zu ergeben sobald ich mich in Bewegung setze. Egal ob zu Fuss, auf dem Rad oder im Auto. Sobald ich mich bewege sortieren sich die Dinge und Muster entstehen. Wenn diese Gedanken dann zu Erkenntnissen werden und etwas damit zu tun haben wie wir arbeite, wie wir führen, wie wir Produktorganisationen skalieren dann teile ich sie hier mit euch

  1. 11

    Wusstet Ihr, dass jede Schneeflocke einzigartig ist?

    Schneeflocken haben mich schon immer fasziniert. Ich freue mich bis heute wie ein kleines Kind über den ersten Schnee des Jahres und am besten ist es, wenn es so richtig dicke Flocken schneit. Dicke Flocken, deren unterschiedliche Formen man bewundern kann, wenn sie auf der Jacke landen.

  2. 10

    Was ich beim Gleitschirm fliegen über Vertrauen gelernt habe

    Ich habe im vergangenen Jahr meinen Gleitschirmschein gemacht. Das läuft in etwa so ab. Man startet ein paar mal auf einem sogenannten Übungshang. Meist ein grüner Hügel irgendwo im Voralpenland wo man maximal ein paar Meter vom Boden abhebt. Man folgt akribisch den Anweisungen des Fluglehrers und es funktioniert so ca. jedes 2. Mal. Wenn alles glücklich zusammen läuft bekommt man den Schirm gerade hochgezogen, läuft im richtigen Moment mit der richtigen Geschwindigkeit los und hebt wenn der Hang steiler wird kurzfristig ab. Mega Gefühl wenn es hinhaut. Aber die andere Hälfte der Versuche endet normalerweise mit den Hang hinunter stolpern oder hektisch abbremsen und auf dem Hosenboden landen.

  3. 9

    Gruppenentscheidungen

    Anfang Dezember kam wie so oft um diese Jahreszeit der erste Schnee. Diese Magie, wenn der Schneeregen zum ersten mal in dicke weiße Flocken übergeht und alles ganz ruhig wird. Es kam viel Schnee, mit Wind, ohne viel Unterlage in den Bergen und die Skiverrückten sind heiß nach dem langen Sommer. Der Lawinenlagebericht gab einen 4er aus. In Worten ist das große Lawinengefahr. Es hieß also sich zusammenreißen und sich dem Gruppendruck entziehen. Gruppendynamiken sind in der Lawinenkunde mittlerweile ein anerkanntes Feld der Forschung, so groß ist ihr Einfluss. Oftmals geht es hier um Gruppendruck. Darum sich von der Entscheidung des lautesten und risikobereitesten nicht mitziehen zu lassen. Aber es geht auch um die Frage, wie man die gesammelte Erfahrung in der Gruppe nutzt,, um hierdurch zu besseren Entscheidungen zu kommen. Wisdom of Crowds: Senkt eine Gruppe das Lawinenrisiko? Gefahren einzuschätzen, ist für Einzelne schwierig. Doch ist es in einer Gruppe einfacher? Wie fällen wir gute Gruppenentscheidungen am Berg?  Das fragt ein aktueller Artikel in der Berg und Steigen. Und kommt zu dem Schluss: Unter den richtigen Bedingungen sind Gruppen fähig, deutlich bessere Entscheidungen zu treffen als die Individuen alleine. Über Critical Choice Theorie nähert sich Autor Benjamin Zweifel der Frage welche Bedingungen erfüllt seien müssen damit eine Gruppenentscheidung tatsächlich besser seien kann als eine individuelle. Er führt hierbei aus, dass davon ausgehend, dass jeder einzelne in der Gruppe über die notwendige Ausbildung und Erfahrung verfügt und bereits individuell eine gute Entscheidung treffen kann, die Treffgenauigkeit steigt wenn zum Beispiel eine 5er Gruppe gemeinsam entscheidet, da eventuelle Ausreißer in der Entscheidung abgefedert werden. Damit das funktioniert sind allerdings einige Voraussetzungen zu erfüllen. Ist die Entscheidung klar abgegrenzt? Also wir entscheiden ob dieser konkrete Hang sicher genug ist um befahren zu werden. Die Entscheidenden müssen einzeln über die notwendige Entscheidungskompetenz verfügen. Lägen alle Beteiligten individuell bei einer Trefferquote unter 50%, wäre ihre gemeinsame Trefferquote noch schlechter. Statt positiver Verstärkung hätten wir also negative. Der 3. und wichtigste Faktor ist das alle Beteiligten ihre Einschätzung unabhängig und unbeeinflusst voneinander äußern können. Hierin liegt in der Realität die größte Crux. Es muss einerseits ein offener Austausch der Fakten und ihrer Interpretation sichergestellt werden und andererseits die finale Entscheidung idealerweise „blind“ und zeitgleich, also voneinander unbeeinflusst getroffen werden. Werden Entscheidungen der Reihe nach getroffen ist nicht auszuschließen, dass der Herdeninstinkt einsetzt und diejenigen die sich später äußern, sich instinktiv jenen anschließen die sich bereits geäußert haben. Klaffen Entscheidungen dann auseinander sollte analysiert werden warum. Wurden Fakten unterschiedlich bewertet, besteht eine unterschiedliche Risikotoleranz? All die beschriebenen Faktoren lassen sich wunderschön auf Businessentscheidungen übertragen. Wer sind die Entscheidenden? Was qualifiziert sie Teil der Entscheidungsgruppe zu sein? Wurden alle Fakten gehört und die unterschiedlichen Interpretationen von allen verstanden? Sind wir uns klar was genau wir entscheiden, was die Konsequenz ist? Und welche Methoden können wir anwenden, um Herdeneffekte zu vermeiden? Happy decision making!

  4. 8

    Weihnachtsfolge - Rauhnächte und der Glaube an Rituale

    Ihr Lieben von draus vom Walde komm ich her und ich muss euch sagen es weihnachtet gar sehr. Nach Weihnachten beginnt diese spezielle Zeit. Wir sagen auch "zwischen den Jahren" als wären wir in einem Raum in dem die Zeit kurz still steht. Kürzlich überhörte ich im Fitnessstudio ein Gespräch von 2 Herren, die darüber schimpften, dass es ja so bescheuert sei sich ausgerechnet zum Jahresübergang Dinge vorzunehmen, dass man wenn man mehr Sport machen möchte das ja auch am nächsten Dienstag beginnen könne. Dienstag ist schließlich auch ein neuer Tag. So Recht sie damit haben, so sehr hat der Jahresübergang doch für viele eine Bedeutung. Im Alpenraum heißt diese Zeit auch die Rauhnächte. Ihre Herkunft ist nicht hundertprozentig geklärt. Aber sowohl die Kelten wie auch die Germanen zelebrierten sie bereits und auch aus dem asiatischen Raum gibt Überlieferungen von Feiern in dieser speziellen Zeit des Jahres. In manchen Regionen beginnen sie mit der Wintersonnwende am 21. Dezember wenn die Nächte endlich anfangen wieder länger zu werden. In den meisten Regionen mit dem 24. Dezember. Was wissen wir aber: sie sind der Versuch einer Erklärung oder ein Versuch des Umgangs mit der Diskrepanz zwischen Sonnen- und Mondkalender. Der Volksmund glaubt in diesen Tagen, die weder so recht zu dem einen wie auch zum anderen System gehören, haben die Geister leichtes Spiel. Der Zugang zur Unterwelt scheint ein klein wenig näher und die Geister ziehen des Nächtens um die Häuser. So entstanden Rituale um Haus und Hof zu schützen. Traditionell wird zu dieser Zeit geräuchert. Unterschiedliche Kräutermischungen werden verbrannt. Jede mit ihrer eigenen Bedeutung. Erst reinigend, dann harmonisierend und dann schützend - Weihrauch. Nun bin ich persönlich dem Aberglauben nicht zugänglich, aber dennoch kann ich mir gut vorstellen wie in den dunkelsten Nächten des Jahres wenn draußen die Naturgewalten toben einem Dinge zwischen Himmeln und Erde zu seien scheinen, die nicht rational erklärbar sind. Und neben der Wirkung einer solchen Atmosphäre, glaube ich vor allem an die Kraft von Ritualen. Und im Vergleich zum Aberglauben, ist deren Wirkung wissenschaftlich erwiesen. Schaffen es Patienten sich genau vorzustellen wie es seien wird, wieder gesund zu sein und visualisieren die Dinge die sie beispielsweise mit der wieder genesenen Hand alle tuen können, beschleunigt das die Heilung. Umso emotionaler und detaillierter die Visualisierung umso besser. Und so mache ich mir die Kraft von Ritualen zunutze um das vergangene Jahr zu reflektieren, das ein oder andere bewusst zurück zu lassen und den Ton für das kommende zu setzen. In Tirol gibt es in den Rauhnächten das Ritual der Wunschzettelchen. Man schreibt 13 Wünsche für das kommende Jahr auf Zettel. In jeder Rauhnacht übergibt man nun einen der Zettel an eine höhere Macht indem man ihn ungeöffnet in einer Feuerschale verbrennt. Am 6. Januar ist dann nur mehr ein Zettel übrig, den man nun öffnet und für dessen Wunscherfüllung man dann selbst verantwortlich ist. Es macht diesen 13. Wunsch so viel greifbarer und konkreter wenn er so in meine Hände gelegt wird. Aber auch die anderen 12 gebe ich nicht blind an unsichtbare Mächte. Ich habe mich spürbar damit auseinander gesetzt und sie sind mir bewusster, präsenter und alleine das hilft schon damit sie in Erfüllung gehen können.

  5. 7

    The stretch zone

    Burn out und Bore out, nicht geschlossene fight or flight Zyklen, Dauerstress, Dopamindepletion. Artikel über die moderne Arbeitswelt lesen sich gelegentlich wie Psychotherapielehrbücher.Wir scheinen nur noch in Extremen zu existieren zu viel oder zu wenig nie passend.Dabei ist nichts für unsere Entwicklung so wichtig wie passend. Erscheint logisch und dennoch scheinen wir es verlernt zu haben.Was einfach klingt aber manchmal schier unerreichbar ist, ist heute gut erforscht. Flow State heißt der Zustand in dem sich alles effortless anfühlt. In

  6. 6

    Principles instead of process obsession

    Wenn Marty Cagan Slilicon Valley Produktweisheiten spricht dann lauscht die europäische Produktgemeinde.So auch kürzlich auf der just product in München.Und wenn er dann über die process obsession der Europäer rantet kommen wir aus dem nicken nicht mehr heraus. Jeder der es in einem mittelgroß bis großen deutschen Unternehmen gewagt hat Produktentwicklungsprozesse zu transformieren kennt das Phänomen. Ohne Prozessbeschreibung geht gar nichts.

  7. 5

    Bewusst delegieren, an Menschen oder an die KI

    Die wunderbare Alena Buyx ihres Zeichnes Vorsitzende des deutschen Ethinkrats sagt im Alles gesagt Podcast der Zeit viele schlaue Dinge aber was bei mir hängen geblieben ist, ist die Klarheit mit der sie über den Umgang mit künstlicher Intelligenz spricht. Sie spricht hier davon bewusst zu entscheiden welche Aufgaben wir der KI überlassen wollen, welche wir ihr überlassen wollen nach einer langen und gründlichen Kontrollphase wo der Mensch als letzte Entscheidungsinstanz im Prozess verbleibt und welche wir keineswegs aus der Hand geben wollen weil sie zu wichtig sind, weil sie uns als Menschen ausmachen.

  8. 4

    Führungsherausforderungen

    Ich war die Tage in einem Webinar zu neurosozialer Führung des Leadership Institut Münchens - spannender Ansatz aber was ich persönlich noch spannender fand waren die Führungsherausforderungen der Teilnehmenden.

  9. 3

    Did your day pass Bechdel test?

    Hat deine heutiger Arbeitstag den Bechdel Test bestanden? Warum das bei mir in letzter Zeit öfter mal nicht der Fall ist und wie wir unser Gehirn austricksen müssen um daran etwas zu ändern.

  10. 2

    How Co-Leadership improves alignment

    Wenn mich jemand fragt was das eine Merkmal ist was erfolgreiche Organisationen von weniger erfolgreichen unterscheidet ist meine Antwort immer Alignment.

  11. 1

    Thoughts in Motion - der Beginn

    Warum “Thoughts in motion”?Für mich werden Gedanken gut und wertvoll wenn sie Raum haben um durchdacht zu werden. Und das passiert bei mir automatisch dann wenn ich mich in Bewegung setze. Die Art der Bewegung ist hierbei zweitrangig. Zu Fuss, auf dem Rad, im Auto ganz egal Hauptsache die Welt bewegt sich. Und Gedanken werden dann besser wenn sie aufeinander aufbauen können. Wenn Inspiration entsteht. Das kann etwas seien was ich gelesen habe, einer Begegnung oder was im Arbeitsalltag geschehen ist. Das ist die zweite Art der Bewegung. Gedanken brauchen einen Anstoß damit sie in Bewegung kommen. Und diesen möchte ich euch geben - deswegen teile ich mit euch die Gedanken die für mich zu Erkenntnissen geführt haben oder einen neuen Gedanken angestossen haben.

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Laura Dietze

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