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Was wäre gewesen?Der Podcast über Kontrafaktische Geschichte

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

  1. 19

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Großbritannien ist nicht das Mutterland der Industriellen Revolution

    Die Industrielle Revolution, in deren Zuge ganze Gesellschaten umgestaltet wurden und neue Gesellschaftsformationen entstanden, ist von Großbritannien ausgegangen. England, so liest man es in allen Geschichtsbüchern, ist das Mutterland der Industriellen Revolution. Die Ursachen für Englands Stellung als Ursprungsland sind vielfältig und historisch begründet. Ebenso auch die Folgen, die mit dieser Vorreiterrolle verbunden sind - für Großbritannien selbst, aber auch für Europa und die gesamte Welt. Was aber wäre gewesen, wenn die Industrielle Revolution nicht in England ihren Ausgangspunkt gehabt hätte, sondern in einem anderen Land oder einer anderen Weltregion? Boten nicht auch Länder wie die Niederlande oder beispielsweise Japan seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts viele ähnliche Voraussetzungen, um Mutterland der Industriellen Revolution zu werden? Wir haben einige kontrafaktische Szenarien mit der Historikerin Prof. Dr. Angela Schwarz von der Universität Siegen durchgespielt und diskutiert. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_angelaschwarz_industriellerevolution

  2. 18

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Barzel gewinnt das Misstrauensvotum

    Es ist der 24. April 1972. Ein Novum in der noch keine dreißig Jahre alten Bundesrepublik: Der Oppositionsführer reicht einen Misstrauensantrag gegen den amtierenden Regierungschef ein. Der damalige Vorsitzende der CDU in Partei und Bundestag, Rainer Barzel, war sich drei Tage später sicher, das konstruktive Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt zu gewinnen und zum fünften Bundeskanzler der Bundesrepublik gewählt zu werden. Tatsächlich kam es vor 50 Jahren anders. Am Ende fehlten Barzel zwei Stimmen. Was aber wäre gewesen, wenn Barzel die Abstimmung gewonnen und eine neue Regierung gebildet hätte? Was wäre aus Brandts "Mehr Demokratie wagen" geworden, was aus der Deutschland- und Ostpolitik? Ein entsprechendes kontrafaktisches Szenario hat der Historiker Prof. Dr. Eckart Conze von der Universität Marburg entwickelt und dieses mit uns in einer neuen Ausgabe von "Was wäre gewesen?" diskutiert. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_eckartconze_brandtbarzel

  3. 17

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Hitler erklärt den USA nicht den Krieg

    Der Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den Zweiten Weltkrieg verschob das Gewicht zugunsten der Anti-Hitler-Koalition noch einmal deutlich. Und das, obwohl die USA gleich zwei Gegner und Fronten gleichzeitig hatten: das Deutsche Reich vor allem in Europa und das Kaiserreich Japan im ostasiatischen und pazifischen Raum. Am Ende des Krieges waren das Deutsche Reich und das Kaiserreich Japan besiegt. Angesichts der gewaltigen Ressourcen, die von den USA in den Krieg eingebracht werden konnten und auch in Erinnerung an die Folgen des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg, stellt sich die Frage, warum Hitler im Dezember 1941 auch noch den Vereinigten Staaten den Krieg erklärte. Was hat ihn dazu bewogen? Und: Was wäre gewesen, wenn Hitler den USA nicht den Krieg erklärt hätte? Diese Frage haben wir dem Historiker Prof. Dr. Brendan Simms vom Centre of International Studies der Universität Cambridge gestellt. Der Podcast erfolgt in englischer Sprache. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_brendansimms_hitlerusa

  4. 16

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Der Deutsche Herbst ist ein anderer

    Namen wie Stammheim, Hanns-Martin Schleyer sowie Landshut und Mogadischu. Am Ende setzte sich der Staat gegen die Forderungen der RAF durch. Er befreite die Geiseln in der Lufthansa-Maschine in Somalia, musste dafür aber die Ermordung des entführten Arbeitgeberpräsidenten und Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hanns-Martin Schleyer, in Kauf nehmen. Kurz zuvor hatten sich im Hochsicherheitstrakt der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim drei der vier inhaftierten RAF-Mitglieder umgebracht. Heute wird das Festhalten des Staates an seiner Nichterpressbarkeit durch Terroristen als richtig bewertet. Die Bundesrepublik habe sich als Demokratie bewährt. Was aber wäre gewesen, wenn beispielsweise der Zugriff auf das entführte Flugzeug in Mogadischu nicht gelungen wäre? Was, wenn die Entführer die Maschine in die Luft gesprengt hätten? Was wäre dann aus der Bundesrepublik geworden? Wir haben diese Fragen dem Historiker Kevin Lenk von der Universität Münster gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_kevinlenk_deutscherherbst

  5. 15

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Kein NATO-Doppelbeschluss

    "Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin!", war eine der populärsten Parolen der deutschen Friedensbewegung in den 1980er Jahren. So nah schien den damaligen Aktivisten ein bevorstehender militärischer Konflikt zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt. Hintergrund war das nukleare Wettrüsten in den 1970er Jahren, bei dem die Sowjetunion und die USA jeweils atomar bestückte Mittelstreckenrakten in Europa aufstellen wollten. In diesem Zusammenhang fiel Ende 1979 der NATO-Doppelbeschluss, in dem Moskau aufgefordert wurde, die in Ost- und Ostmitteleuropa aufgestellen SS-20-Raketen innerhalb von fünf Jahren wieder abzubauen, sonst würde man Westeuropa mit Mittelstreckenraketen des Typs Pershing II sowie mit Marschflugkörpern, sogenannten Cruise Missiles, aufrüsten. Dieser doppelte Beschluss der NATO war in der Bundesrepublik stark umstritten und führte unter anderem zum Bruch der sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Die SPD solidarisierte sich seither mit der deutschen Friedensbewegung, der es gelang, im Herbst 1983 rund 500.000 Menschen auf die Hofgartenwiese in Bonn zu mobilisieren. Wir fragen die Historikerin Prof. Dr. Reinhild Kreis (Universität Siegen) sowie den Historiker Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim): Was wäre gewesen, wenn sich die Friedensbewegung mit ihrer Forderung nach Aussetzen des NATO-Doppelbeschlusses durchgesetzt hätte? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_gassertkreis_natodoppelbeschluss

  6. 14

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Keine Städte in der Antike

    Babylon, Memphis, Theben, Troja, Athen, Korinth, Alexandria, Rom, Karthago - alles Städte, die mit der Geschichte der Antike untrennbar verbunden sind. Viele weitere könnte man noch aufzählen. Städte waren Dreh- und Angelpunkt von Politik, Macht, Herrschaft, aber auch von Handel, Kultur und Wissenschaft. Bauliche Überreste und Zeitzeugenberichte legen ein beredtes Zeugnis davon ab. Die Antike ohne Städte ist undenkbar. Wirklich? Was wäre denn gewesen, wenn es in der Antike nicht die Tendenz zu Stadtbildungen gegeben hätte, wenn Städte wie Theben, Athen oder Rom nie entstanden wären? Diese Frage haben wir in einer neuen Ausgabe unseres Podcasts über Kontrafaktische Geschichte "Was wäre gewesen?" dem Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann von der LMU München gestellt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_martinzimmermann_stadt

  7. 13

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Mandela stirbt auf Robben Island

    Nelson Mandela ist nicht nur die Ikone seines Landes Südafrika gewesen, sondern für viele Menschen die Verkörperung des Kampfes gegen Rassismus und Kolonialismus weltweit. Das war er nicht von Anfang an. Er wurde dazu erst während seiner 27-jährigen Haftzeit auf der Gefängnisinsel Robben Island. Als ihm schließlich 1990 die Freiheit zurückgegeben wurde, scheint es aus heutiger Perspektive beinahe zwingend, dass Mandela vier Jahre später der erste freigewählte Präsident der Republik Südafrika wurde. Seine Amtszeit stellte er unter die Leitmotive Gerechtigkeit und Versöhnung - möglicherweise wichtige Pfeiler für den insgesamt gewaltlosen Übergang von einer Apartheidsgesellschaft zur politischen und rechtlichen Gleichheit. Was aber wäre gewesen, wenn Nelson Mandela im Gefängnis gestorben wäre? Wäre er heute längst vergessen oder eher ein nationaler Märtyrer geworden? Mi welchen Folgen für die jüngste Geschichte Südafrikas? Diese und ähnliche Fragen haben wir in unserer Podcast-Reihe "Was wäre gewesen?" mit dem Afrikahistoriker Prof. Dr. Andreas Eckert von der Humboldt-Universität zu Berlin besprochen und ihn um ein alternatives Szenario gebeten. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_andreaseckert_mandela

  8. 12

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Jan Hus wird nicht verbrannt

    Die politische Gemengelage Anfang des 15. Jahrhunderts war im abendländischen Europa kompliziert. Es gab im Heiligen Römischen Reich keinen Kaiser - die jeweils amtierenden römisch-deutschen Könige griffen nicht wie ihre Vorgänger nach der Kaiserwürde. Hinzu kam, dass sich drei Päpste - in Rom, in Avignon und in Pisa - um die Herrschaft in der Kirche bekriegten. Kurzum: Es waren unruhige Zeiten. Um wieder etwas mehr Ordnung in das Gefüge aus weltlicher und geistlicher Macht zu bringen und das Abendländische Schisma zu beenden, berief König Sigismund von Luxemburg für 1414 das Konstanzer Konzil ein. Dabei sollte es auch um die Wiederherstellung der reinen christlichen Lehre gehen, Abweichungen vom Dogma der katholischen Kirchen, wie sie unter anderen Jan Hus vertrat, unterbunden werden. Der exkommunizierte Prediger Jan Hus reiste aus Böhmen an, um sich zu erklären. König Sigismund sicherte ihm freies Geleit zu. Doch das sollte ihn nicht retten und seine Gegner nicht hindern, Jan Hus der Häresie anzuklagen und am 6. Juli 1415 in Konstanz öffentlich als Ketzter zu verbrennen. Wir haben die Mittelalterhistorikerin Prof. Dr. Eva Schlotheuber von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gefragt, was gewesen wäre, wenn Jan Hus nicht verbrannt worden wäre. Hätte sich die politische Geschichte in Europa, aber auch die Religionsgeschichte ganz anders entwickelt? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_evaschlotheuber_janhus

  9. 11

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Schabowski, der Zettel und ein Unsatz

    "Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich", so der Erste Sekretär der SED-Bezirksleitung von Ost-Berlin, Günter Schabowski, am Abend des 9. Novembers 1989. In der Hand hält er einen Zettel. Dieser Unsatz - weil kein vollständiger Satz - hatte Folgen. Kurz nachdem er über die Medien verbreitet wurde, strömten tausende Ost-Berliner zur Mauer und belagerten die Grenzübergänge. Das Ende der Mauer und letztlich der DDR war damit besiegelt, so die gängige Erzählung. Was aber wäre gewesen, wenn Günter Schabowski einen anderen Zettel verlesen hätte, auf dem beispielsweise gestanden hätte, dass die neue Reiseregelung der DDR ab dem 1. Dezember 1989 oder dem 1. Januar 1990 in Kraft trete? Wäre dann alles ganz anders gekommen? Diese Fragen haben wir der Historikerin Dr. Anna Lux von der Universtät Freiburg gestellt und sie dabei gebeten, einen anderen Ausgang der Geschichte zu erzählen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_annalux_mauerfall

  10. 10

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? No President Andrew Jackson

    Andrew Jackson brachte nicht die besten Voraussetzungen mit, um Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden. Er entstammte einfachen Verhältnissen und hatte zunächst keinen Anschluss an die Eliten der USA. Entsprechend scheiterte 1824 sein erster Versuch, zum Präsidenten des Landes gewählt zu werden. Doch im zweiten Anlauf sollte es gelingen. 1828 setzte er sich gegen den Amtsinhaber John Quincy Adams durch und zog 1829 ins Weiße Haus ein. Was folgte, war eine Reihe von Umbaumaßnahmen an Staat und Gesellschaft sowie die gewaltsame Vertreibung der sogenannten fünf zivilisierten Indianernationen, denen zahlreiche Angehörige der indigenen Völker zum Opfer fielen. Zu all dem wäre es möglicherweise nicht gekommen, wenn Andrew Jackson 1806 ein Pistolenduell verloren hätte und seiner Verwundung erlegen wäre. Vom Historiker Prof. Dr. Michael Hochgeschwender vom Amerika-Institut der LMU München wollten wir wissen, was denn gewesen wäre, wenn Andrew Jackson dieses Duell nicht überlebt hätte und damit nicht der siebte Präsident der USA geworden wäre? Welche Folgen hätte das für das Land und seine Bevölkerung haben können? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_michaelhochgeschwender_andrewjackson

  11. 9

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Bismarck ertrinkt vor Biarritz

    Es war im Sommer 1862, als Otto von Bismarck im mondänen Biarritz seinen Badeurlaub verbrachte. Gemeinsam mit seiner heimlichen Geliebten, der russischen Fürstin Jekaterina Orlowa, stieg er am Freitag, den 22. August, in die Fluten der Biscaya. Eine starke Strömung trieb die Badenden so weit ab, dass sie in höchster Not vor dem Ertrinken gerettet werden mussten. Gut einen Monat später wurde Bismarck, der damals noch preußischer Diplomat in Sankt Petersburg und Paris war, zum Ministerpäsidenten Preußens ernannt. Noch einmal gut zehn Jahre später entstand mit dem Deutschen Kaiserreich der erste deutsche Nationalstaat. Bismarck gilt gemeinhin als derjenige, der dieses mit Blut und Eisen geschmiedet habe. Was aber wäre gewesen, wenn Bismarck 1862 im Golf von Biscaya ertrunken wäre? Hätte es die deutsche Einheit dann noch gegeben? Hing alles an der Person Bismarck? Was wäre möglicherweise anders gekommen? Diesen Fragen sind wir in einer neuen Ausgabe unseres Podcasts Was wäre gewesen? mit dem Historiker und Bismarck-Biographen Prof. Dr. Christoph Nonn von der Universität Düsseldorf durchgegangen. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_christophnonn_bismarck

  12. 8

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Der König nimmt die Kaiserkrone an

    In den deutschen Landen sind die Fürsten gestützt, die Initiative nach der Märzrevolution von 1848 liegt bei der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Diese erarbeitet eine neue Reichsverfassung, die eine konstitutionelle Monarchie vorsieht, an deren Spitze der Kaiser des Deutschen Reiches stehen soll. Kurz darauf - im April 1849 - reisen 32 Abgeordnete der Nationalversammlung nach Berlin, treffen dort den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und bieten ihm die Kaiserkrone an. Doch dieser lehnt brüsk ab, denn diese Krone ist unter seiner Würde - Kaiser von Gottes Gnaden oder gar nicht. Damit ist nicht nur das Schicksal der Kaiserdeputation besiegelt, sondern auch das der Revolution und bis auf Weiters auch der Traum der Revolutionäre vom deutschen Nationalstaat. Was aber wäre gewesen, wenn der Preußenkönig die Kaiserkrone angenommen hätte? Was hätte das für Deutschland, Habsburg und für Europa bedeutet? Diesen kontrafaktischen Fragestellungen geht in einer neuen Folge von Was wäre gewesen? der Historiker Dr. Ziko van Dijk nach. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_zikovandijk_kaiserkrone

  13. 7

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Der Rassentheoretiker, den es nicht gab

    Eine mit der Moderne aufkommende Angst ganzer Gesellschaften ist die Angst vor Degeneration. Diese Sorge galt vor allem dem Verfall des Menschen, die insbesondere jene teilten, die sich für besser als andere hielten - sowohl mit Blick auf körperliche Merkmale als auch die geistige Ausstattung sowie die kulturelle Prägung. Es begann die Blütezeit für die Rassenlehre sowie für Rassenanthropologen und Rassentheoretiker, die noch bis in die 1980er Jahre hineinwirkten. Ihre Gedankengebäude und Theorien heute noch nachzuvollziehen, fällt nicht leicht. Woher stammte dieses Denken? In welchen Kontexten konnte es sich entfallten? Was für Typen waren ihre Protagonisten? Der Historiker Prof. Dr. Thomas Etzemüller von der Universität Oldenburg hat sich diese Fragen auch gestellt und Antworten mit Hilfe eines doku-fiktionalen Ansatz gesucht: der Erfindung des Rassenanthroplogen Henning von Rittersdorf. Wir haben Professor Etzemüller gefragt, was gewesen wäre, wenn es Henning von Rittersdorf tatsächlich gegeben hätte? Welchen Erkenntniswert hat eine doku-fiktionale Erzählung? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_thomasetzemueller_rassenanthropologie

  14. 6

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Beim Vulkanausbruch von 1783 live dabei

    Im Sommer des Jahres 1783 machte sich in Europa ein ungewöhnlicher und merkwürdig hartnäckiger Nebel breit. Er hatte einen leichten Schwefelgeruch, war trocken und verzog sich lange nicht. Wo kam dieser Nebel her? Die Menschen zerbrachen sich darüber die Köpfe und entwickelten verschiedene Theorien. Lag es am besonders heißen Sommer, waren schwere Erdbeben in Süditalien die Ursache oder Veränderungen im Inneren der Erde oder entzog gar die neue Erfindung des Blitzableiters der Luft gute Elektrizität? Die Leute damals wussten es nicht. Denn 1783 gab es noch keine Liveberichterstattung, wie wir sie heute kennen. Keine Echtzeit-Bilder, keine Videoschalten, keine Live-Reportagen, die über Radio, Fernsehen oder Social Media über den Ausbruch der Laki-Vulkanspalte auf Island hätten berichten können. Was aber wäre gewesen, wenn Live-Berichterstattung damals möglich gewesen wäre? Mit welchen möglichen Konsequenzen für die politische und soziale Geschichte Europas, aber auch für die Wissenschaftsgeschichte? Die Historikerin und Geologin Dr. Katrin Kleemann vom Deutschen Schifffahrtsmuseum Leibniz-Institut für Maritime Geschichte hat diese Fragen mit Dr. Charlotte Lerg und Georgios Chatzoudis durchgespielt und diskutiert. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_katrinkleemann_vulkanausbruch

  15. 5

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Das Attentat am Niederwalddenkmal

    Es ist der 28. September 1883 - das Ende des Deutsch-Französischen Krieges liegt mehr als zwei Jahre zurück. Zur Erinnerung an den Sieg über Frankreich wurde in Rüdesheim am Rhein ein Denkmal errichtet, das an jenem Tag von Kaiser Wilhelm I. feierlich eröffnet werden soll: das Niederwalddenkmal. Die Anwesenheit des Kaiser sowie der höchsten politischen Prominenz des Deutschen Reiches nahm eine Gruppe von Anarchisten um August Reinsdorf zum Anlass, ein Attentat anlässlich der Einweihung des Niederwalddenkmals zu planen. Das Attentat misslang aus mehreren Gründen, es wurde nicht einmal bemerkt, dass eines geplant war. Was aber wäre gewesen, wenn das Attentat gelungen wäre? Was, wenn Kaiser und die wichtigsten politischen Repräsentaten des noch jungen Deutschen Reiches dem Anschlag zum Opfer gefallen wären? Diese kontrafaktische Geschichte erzählt im Folgenden die Historikern Prof. Dr. Sylvia Schraut. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_sylviaschraut_niederwalddenkmal

  16. 4

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Ford begnadigt Nixon nicht

    Richard Nixon trat am 9. August 1974 vom Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zurück. Die Gründe dafür sind bekannt - vor 50 Jahren, am 17. Juni 1972, brachen Unbekannte in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington ein und lösten damit einen der größten Politskandale in der Geschichte der USA aus. Kurz: die Watergate-Affäre. Nixons Nachfolger als US-Präsident, Gerald Ford, hatte die Möglichkeit, ein Ermittlungsverfahren gegen seinen Vorgänger einzuleiten. Tatsächlich aber begnadigte er Nixon, der damit kein juristisches Nachspiel befürchten musste. Fords Entscheidung war 1974 stark umstritten. Grund genug für uns, in unserem Podcast über kontrafaktische Geschichte folgende Fragen zu stellen: Was wäre gewesen, wenn Ford Nixon nicht begnadigt hätte? Antworten darauf hat uns der Historiker Dr. Torsten Kathke von der Universität Mainz gegeben. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_torstenkathke_nixon

  17. 3

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Keine Jesuiten in Japan

    Mit dem Zeitalter der weltumspannenden Seefahrten und Landnahmen setzte eine neue Epoche der Kolonialisierung ein. Verbunden war damit die christliche Missionierung der neuen Besitzungen und deren Bewohner. So sandte 1539 der portugiesische König Johann III. an Papst Paul III. die Bitte, Missionare für die neuen Herrschaftsbereiche in Ostindien zur Verfügung zu stellen. Zu jenen Missionaren gehörte auch Francisco de Javier SJ (1506-1552), der als Apostolischer Nuntius für ganz Asien zum Wegbereiter der christlichen Mission in Ostasien und zum Mitbegründer der Gesellschaft Jesu werden sollte. Nach mehreren Stationen in Indien und Ostasien brach er 1549 mit einem Schiff nach Japan auf, um auch dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Unterwegs geriet das Schiff in einen schweren Sturm, nur knapp entging die Besatzung dem Untergang und erreichte schließlich doch noch Japan. Was aber wäre gewesen, wenn das Schiff den Sturm nicht überstanden hätte? Was würde das einerseits auf einer globalgeschichtlichen und andererseits auf einer ideengeschichtlichen Ebene bedeuten? Diese Fragen haben wir dem Historiker PD Dr. Tobias Winnerling von der Universität Düsseldorf gestellt, der daraus ein kontrafaktisches und sehr interessantes Szenario entwickelt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_tobiaswinnerling_jesuitenjapan

  18. 2

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Herodot lässt die Monarchie über die Demokratie siegen

    Mit den Perserkriegen sind die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Persern und Griechen im Zeitraum von 490 und 480/79 v. Chr. gemeint. Überliefert sind uns die Ereignisse vom antiken griechischen Geschichtsschreiber Herodot von Halikarnassos aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Heutige Leser seines Werks Historien erfahren aber nicht nur von der Abfolge kriegerischer Handlungen, sondern finden darin auch die erste schriftlich fixierte Verfassungsdebatte. Monarchie oder Demokratie? Das ist Herodots Frage. Eingeschliffen hat sich seitdem eine stereotype Lesart, in der die Perser und damit der Orient als Verfechter des monarchischen Prinzips und die Griechen und damit der Okzident als Vorkämpfer für die Demokratie gelten. Entsprechend hat der Ausgang der Perserkriege eine sehr einfache Botschaft: Demokratie und Freiheit siegen über Monarchie und Sklaverei. Was aber wäre gewesen, wenn Herodot die Geschichte der Perserkriege als Sieg der Monarchie über die Demokratie erzählt hätte? Eine narratologische kontrafaktische Fragestellung, die Prof. Dr. Angela Ganter, Althistorikerin der Universität Regensburg, erzählt und im Gespräch mit PD Dr. Charlotte Lerg und Georgios Chatzoudis erklärt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_angelaganter_herodot

  19. 1

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Bundeskanzler Kurt Schumacher

    Die erste Bundestagswahl im Jahr 1949 wird heute als die entscheidende Richtungswahl für die damals gegründete Bundesrepublik betrachtet. Zur Wahl für das Amt des Bundeskanzlers standen die Kandidaten Konrad Adenauer (CDU/CSU) und Kurt Schumacher (SPD). Zur Wahl standen aber auch so grundsätzliche Fragen wie: Marktwirtschaft oder Planwirtschaft? Eine kleine bürgerliche Koalition oder eine Große Rechts-Links-Koalition? Die Wählerinnen und Wähler gaben schließlich Konrad Adenauer den Auftrag, eine Regierung zu bilden, die bei der entscheidenden Abstimmung im Bundestag die denkbar knappste Mehrheit erhielt. In unserer Podcast-Reihe Was wäre gewesen? wollten wir, PD Dr. Charlotte Lerg und Georgios Chatzoudis, von Prof. Dr. Frank Bösch wissen, was denn gewesen wäre, wenn statt Konrad Adenauer der Sozialdemokrat Kurt Schumacher die erste Bundestagswahl gewonnen hätte. Wäre dann alles anders gekommen? Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_frankboesch_1949

  20. 0

    L.I.S.A. - Was wäre gewesen? Die Idee hinter dem Podcast über Kontrafaktische Geschichte

    Wir starten eine neue L.I.S.A.Reihe: "Was wäre gewesen? Der Podcast über Kontrafaktische Geschichte". Darin spielen wir mit Historikerinnen und Historikern jeweils eine kontrafaktische Überlegung zu einem konkreten historischen Ereignis durch. Und das nach einem festen Schema: Zunächst wird in unseren einzelnen Folgen die realhistorische Situation erzählt, danach dazu ein kontrafaktisches Szenario entwickelt und in einem dritten Schritt eine kritische Analyse des Potentials der kontrafaktischen Erzählung vollzogen. Wie das genau aussehen soll, wie es überhaupt zu der Idee kam, diese Reihe gemeinsam in Gang zu bringen und durchzuführen, das erklären die Initiatoren des Projekts, die Historikerin PD Dr. Charlotte Lerg vom Amerika-Institut der LMU München und Redaktionsleiter Georgios Chatzoudis, im folgenden Videogespräch. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/waswaeregewesen_podcastkontrafaktischegeschichte

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