PODCAST · news
#digdeep - Neues aus der digitalen Welt
by Prof. Frauke Kreuter und Dr. Christof Horn
Wie funktioniert die digitale Transformation und welche Auswirkungen hat sie auf unser Leben? Wir schauen aus Wissenschaft (Frauke) und Wirtschaft (Christof) und die aktuellen digitalen Trends. Unsere Interview-Gäste bringen Praxiserfahrung und wissenschaftliche Tiefe ein - eine Stunde "dig deep"!
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China Speed oder Überlebenskampf - was zeigt uns die Beijing Auto Show, Augustin Friedel?
Die Beijing Auto Show ist inzwischen die größte ihrer Art: über 1.800 ausgestellte Fahrzeuge, mehr als 200 Pressekonferenzen, und ein Tsunami neuer Modelle auf dem Markt. Und das, obwohl der neuestes Fünf-Jahres-Plan der chinesischen Regierung gar keinen Fokus mehr auf Elektromobilität legt. Was ist da los? Die chinesische Automobilindustrie ist in vielen Gesichtspunkten auf Augenhöhe aufgerückt. Die Kunden werden mit Features überschüttet, China ist Marktführer für Traktionsbatterien. Nun rückt das nächste strategische Bauteil in den Mittelpunkt: die Chips für die hochintegratierten Controller, die zukünftige Heimat von Infotainment, automatisiertem Fahren und KI im Fahrzeug. Wer die Chips kontrolliert, macht sich unabhängig von geopolitischen Spannungen und kann Kosten sparen. Zeit also, dass wir uns das aus der Nähe anschauen. Unser Studiogast Augustin Friedel ist wie ich (Christof) beim "SW defined Vehicle" aktiv und begleitet Automobilfirmen in der Umsetzung ihrer Software-Plattformen. Und auch er war in Beijing auf der Auto Show und bringt viele Eindrücke und Beobachtungen mit. Wir wollen von ihm wissen: Was bedeutet der sprichwörtliche "China Speed" für die europäischen Automobilhersteller, und welche Chancen haben sie aufzuholen? Was müssen die Hersteller können, und welche Rolle spielen Partnerschaften in dieser neuen Spielzeit? Und geht es wirklich um Technologie? Hört rein in eine tolle Folge mit Augustin!
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Wie kann Dr. ChatGPT dem Hausarzt tatsächlich helfen, Prof. Jochen Gensichen?
Die Hausarztpraxis ist der erste Anlaufpunkt für über 90% der deutschen Bevölkerung. Jeden Morgen jonglieren Hausärztinnen und Hausärzte zwischen Bagatellen und Schwerkranken, zwischen medizinisch relevanten Information und dem Bedürfnis zu schnacken. Von den ca. 30.000 möglichen Diagnosen kommen nur etwa 30 häufig vor - und dennoch müssten eigentlich alle griffbereit sein. KI könnte in dieser Frage sehr helfen, nicht nur in Anamnese und Diagnose, sondern auch in der Nachbetreuung der Patienten. Und meistens werden Dr. Google und Dr. ChatGPT schon lange vor dem Arzttermin konsultiert, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Unser Studiogast Prof. Dr. Jochen Gensichen leitet das Institut für Allgemeinmedizin am LMU Klinikum München und forscht genau an dieser Schnittstelle von Daten, KI und der Praxis. Er ist Hausarzt aus Überzeugung und Wissenschaftler mit dem Blick auf das, was in der Medizin wirklich wirkt. Im Gespräch mit uns erklärt er, warum KI in Hausarztpraxen heute vor allem als besserer Dokumentar genutzt wird — und nicht als Diagnose-Maschine. Wir sprechen über AVA, ein KI-Telefonprojekt für kognitiv beeinträchtigte Patienten, das Impfquoten messbar steigert. Und wir hören, warum ausgerechnet Scham der unterschätzte Schlüssel ist: Was wir dem Arzt vielleicht nicht sagen möchten, vertrauen wir der KI meist viel einfacher an. Hört rein — und überlegt danach, ob ihr beim nächsten Arztbesuch auch die richtigen Fragen stellt.
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Warum hat KI ein unvollständiges Bild von unserer Welt, Wiebke Hutiri?
KI sieht überall hin — aber sieht sie uns wirklich alle? Millionen von KI-Systemen entscheiden täglich, wer ein Gesicht auf einem Foto ist, wer von einem selbstfahrenden Auto gesehen oder wessen Stimme erkannt wird. Die Grundlage dieser Entscheidungen sind Datensätze — und viele Trainingsdaten wurden im Internet zusammengekratzt: ohne Einwilligung, ohne Bezahlung, und vor allem ohne die Vielfalt, die die Menschheit tatsächlich ausmacht. Denn viele Gruppen fehlen schlichtweg. Das ist kein technisches Randproblem. Es ist eine strukturelle Lücke im Fundament moderner KI, denn wer nicht in den Daten ist, existiert für das Modell schlicht nicht — und das hat reale Konsequenzen für selbstfahrende Autos, Gesichtserkennung an Grenzen und Sprachassistenten für z.B. ältere Menschen. Wiebke Hutiri ist Senior Research Scientist bei Sony AI und leitet dort das Team für Responsible AI und Ethics. Mit einem globalen Team hat sie 2025 in der Fachzeitschrift Nature einen ethisch erhobenen, aus 81 Ländern stammenden Bilddatensatz veröffentlicht und dort die ganze Bandbreite der Menschen abgebildet. Im Gespräch mit uns erklärt Wiebke, warum KI Frauen mit neuen Haarschnitten schlechter erkennt als Männer mit Glatze, was der „Long Tail" der menschlichen Variabilität mit KI-Fehlern zu tun hat, und warum wir in der KI-Entwicklung vom Ende her denken sollten: von der Gesellschaft, die wir wollen — nicht von den Modellen, die wir bauen können. Unser Studio-Gast Wiebke Hutiri Wiebke Hutiri ist Senior Research Scientist bei Sony AI, dem globalen KI-Forschungslabor des Sony-Konzerns mit Standorten in Tokio, Zürich und New York. Dort leitet sie ein international aufgestelltes Team im Bereich Responsible AI und Ethics, das Methoden und Werkzeuge für ethische Datenerhebung, faire Modellbewertung und vertrauenswürdige KI-Systeme entwickelt und standardisiert. Sie promovierte cum laude an der Technischen Universität Delft (Niederlande) und war zuvor in der Forschung zu Sprachbiometrie und KI-Sicherheit tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt verbindet technische Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung — von fairen Benchmarking-Verfahren für multimodale Systeme bis hin zu ethischen Fragen rund um Datenerhebung, Copyright und algorithmische Bias. Hutiri ist Mitautorin des 2025 in Nature erschienenen Papers „Fair Human-Centric Image Dataset for Ethical AI Benchmarking" (FHIBE) — einem Meilenstein für ethisch erhobene, global diverse Bilddatensätze mit Daten aus 81 Ländern. Darüber hinaus engagiert sie sich als Beraterin bei Lelapa AI, einem südafrikanischen Startup für Sprachtechnologien in ressourcenarmen Sprachen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wiebkehutiri/ 🌐 Website: https://wiebkehutiri.com/
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OpenClaw, Claude Code & Co - was können die neuen KI Kobolde für uns tun, Ralf Klüber?
Stell dir vor, du gibst einer KI Zugriff auf deine E-Mails, deine Dateien, dein Kalender – und sie erledigt morgen früh alles, was du gestern noch selbst getan hättest. Klingt nach Science-Fiction? Es ist Gegenwart. „Ich glaube, eine Führungskraft von morgen hat eine Führungsspanne von 1 zu 70 – davon sind 7 Humans und der Rest 63 Bots." — Ralf Klüber Die Welt der KI-Agenten hat in den letzten Wochen einen entscheidenden Sprung gemacht: Weg vom Chat-Fenster, rein auf den eigenen Rechner. Werkzeuge wie Claude Code oder OpenClaw ermöglichen es, einen persönlichen KI-Assistenten zu betreiben, der nicht mehr in einem Browser-Silo steckt, sondern alle Informationsquellen miteinander verbindet – E-Mails, Notizen, Kalender, Dokumente, das Web. Dazu kommt das MCP-Protokoll, das KI-Systeme befähigt, miteinander zu sprechen. Und mit Plattformen wie Moldbook entsteht bereits ein "Facebook für KI-Agenten", in dem Menschen nur noch Zuschauer sind. Unser Gast und mein ehemaliger Kollege Ralf Klüber ist leidenschaftlicher Technik-Fan und seit Kurzem Vollzeit-Nomade in einem-Expeditionsfahrzeug auf dem Weg durch Europa. Im Gespräch mit uns erklärt er, wie er seinen Post-Scanner, sein Second Brain und seinen Telegram-Kanal zu einem persönlichen Assistenten zusammengebaut hat – in 15 Minuten. Wir fragen nach, was das für Unternehmen bedeutet, wie sicher das alles ist und ob eine Führungskraft der Zukunft wirklich 63 Bots im Team hat. „Jeder, der seine Vorstellungen beschreiben kann, ist in der Lage, diese jetzt auch umsetzen zu lassen." — Ralf Klüber Mehr über unseren Gast Ralf Klüber ist ein erfahrener Technologieführer und Digitalisierungsexperte. Er war als Chief Technology Officer (CTO) im Telekommunikationsbereich bei der Unternehmensberatung umlaut tätig, wo er IT-Strategie und digitale Transformation verantwortete. Heute lebt er als Vollzeit-Reisender und teilt seine Erfahrungen mit Technologie und Selbstorganisation aus einem 18-Tonnen-Expeditionsfahrzeug. Sein beruflicher Hintergrund liegt in der Schnittstelle von Ingenieurwesen, Technologiestrategie und unternehmerischem Denken. Er hat das DataFest – eines der weltweit größten Daten-Events – gemeinsam mit Prof. Frauke Kreuter und Dr. Christof Horn aus den USA nach Deutschland gebracht und mehrfach in Mannheim organisiert. Klüber beschreibt sich selbst als „kreativen Zeitreisenden im Körper eines bärtigen Ingenieurs" und experimentiert aktiv mit neuen Technologien wie KI-Agenten, Smart Home und lokalen Sprachmodellen. Als Tech-Pionier und Vordenker engagiert er sich in Vorträgen und LinkedIn-Beiträgen zum Thema KI-Agenten, Automatisierung und die gesellschaftlichen Konsequenzen der neuen KI-Welle. Er betreibt den Reiseblog travel-fomo.com, auf dem er wöchentlich über Technologie, Freiheit und Leben unterwegs schreibt. Mehr zum Thema Ralf Klüber auf LinkedIn travel-fomo.com – Ralfs Reise- und Technikblog Claude Code – Anthropic's Coding Agent Model Context Protocol (MCP) – Anthropic Dokumentation DataFest Germany – Informationen zur Veranstaltung
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Macht AI unser Leben besser - oder nur bequemer, Prof. Sven Nyholm?
„KI ist, denke ich, eine Art Faulheitsfalle. Alles wird leichter, schneller und angenehmer. Dann muss man sich nicht anstrengen. Aber dann kann man auch keine neuen Fähigkeiten, keine neuen Skills lernen." — Sven Nyholm KI entscheidet, KI produziert, KI schreibt — aber wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht? Und wer bekommt den Lob, wenn es gut läuft? Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz stellt nicht nur Techniker und Regulierer vor neue Aufgaben, sondern stürzt uns mitten in eine der tiefsten philosophischen Debatten der Menschheitsgeschichte: Was sind wir, wenn Maschinen das übernehmen, was uns einmal definiert hat — Denken, Schreiben, Urteilen, Entscheiden? Aristoteles, Kant und Bentham hatten keine Antwort auf autonome Waffensysteme, digitale Zwillinge oder Grief-Bots. Brauchen wir also neue Ethik für eine neue Welt? Sven Nyholm ist Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der LMU München und Principal Investigator am Munich Center for Machine Learning — einer der meistzitierten Philosophen in diesem Feld weltweit. Im Gespräch mit uns erklärt er, warum KI nicht einfach den kategorischen Imperativ lesen und befolgen kann, was es bedeutet, wenn Bots miteinander eine eigene „Religion" entwickeln — und warum KI vielleicht die größte Faulheitsfalle der Menschheitsgeschichte ist. Außerdem: Was europäische Regulierung und Jazz gemeinsam haben, warum Anthropic von Bewerbern handgeschriebene Texte verlangt — und ob KI unser Leben sinnvoller oder nur bequemer macht. --- Warum alte Ethiktheorien für KI nicht ausreichen KI-Agenten als soziales Gefüge und neue Risiken Verantwortung bei autonomen Systemen und Unfällen Die Asymmetrie zwischen Lob und Tadel in der KI-Nutzung KI, Wissen und die Enteignung menschlicher Fähigkeiten Digitale Zwillinge, Grief-Bots und das Ende der Echtheit Europa vs. USA: Regulierung als Motor der Innovation KI als Faulheitsfalle — und was das für unser Leben bedeutet
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Kannst Du uns auf einen Kaffee die KI erklären, Letitia Parcalabescu?
Wer entscheidet, was ChatGPT antwortet? Nicht nur die Entwickler – auch ein einziger Text, ein sogenannter Systemprompt, der vor jeder Anfrage steht. Und Elon Musk kann den Systemprompt von Grok ändern - damit beeinflussen, was Millionen Menschen täglich an Antworten bekommen. Das klingt technisch, ist es aber nicht: Und genau solche Zusammenhänge versucht Letitia Parcalabescu ihren Zuschauern beizubringen. KI ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Aber das Verständnis für das, was dahintersteckt, hält nicht Schritt. Begriffe wie Large Language Model, Tokenization oder Systemprompt geistern durch Medien und Meetings – und werden kaum erklärt. Letitia ist Forscherin bei Aleph Alpha Research und hat ihren Doktor in Computerlinguistik an der Universität Heidelberg gemacht. Bekannt ist sie aber vor allem für ihren YouTube-Kanal "AI Coffee Break" – kurze, lockere Videos, in denen eine Kaffeebohne die neueste KI-Forschung erklärt. Und so senkt sie die Schwelle dafür, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen. Im Gespräch mit uns erklärt sie, welche KI-Begriffe wirklich jeder kennen sollte, warum Sprachmodelle besser antworten, wenn man ihnen 10 Euro verspricht – und warum Wissenschaft kein steifes Format braucht, um ernst genommen zu werden. Reinhören und anschließend den Kanal auf YouTube abonnieren: AI Coffee Break with Letititia. Die Kaffeebohne wartet.
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Funktioniert Schule noch, wenn KI der neue Mitschüler wird?
In der Schule lernen wir für's Leben. Doch was passiert, wenn wir das Lernen an die KI auslagern? Die Kinder unserer Generation wachsen nicht nur mit dem Internet und Google als unendlichem Wissensspeicher auf: Sie sind die erste Generation, in der KI und Chatbots übermenschliche Fähigkeiten jederzeit und überall zur Verfügung stellen. Sie können Lernpartner sein, die den Unterrichtsstoff nochmals erklären. Sie können aber auch sämtliche Schulaufgaben mal kurz im Handstreich erledigen. Lagern wir nun also auch das Denken aus? Und wie kann das bisherige Konzept der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten noch funktionieren, wenn immer mehr verschwimmt, was vom Menschen und was aus der Maschine kommt? Das Thema Schule lässt nun wirklich niemanden kalt. Jeder hat sie durchlaufen, manche viele sie mit ihren Kindern erneut mit, und manche kehren sogar wieder an die Schule zurück. Unsere heutigen Studio-Gäste Prof. Florian Karsten und Prof. Jochen Kuhn sind Profis, was Bildung angeht: Sie forschen zum Thema Bildung und bilden die zukünftigen Lehrer aus. In unserem Gespräch werden zwei Dinge schnell klar: KI ist weder aus dem Lehrerzimmer noch aus dem Kinderzimmer noch wegzudenken. Und: Wir haben viel mehr Fragen als Antworten. Zeit also für eine erste Bestandsaufnahme, uns mit diesem "Neuland KI" im Bildungssystem auseinanderzusetzen. Fortsetzung folgt...
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Anna Kopp, wie bringt Microsoft Mensch und KI zusammen?
n dieser Folge sprechen wir mit Anna Kopp, Director Microsoft Digital Germany, über eine der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie bringen wir technologische Innovation – insbesondere KI und Agenten – sinnvoll mit menschlicher Arbeit zusammen? Anna blickt auf über 20 Jahre bei Microsoft zurück und beschreibt eindrucksvoll, wie sich Arbeit seit der Pandemie verändert hat: mehr Meetings, mehr E-Mails, mehr Komplexität – bei gleichbleibenden Zielen. Wir diskutieren, warum KI für viele Wissensarbeiter inzwischen unverzichtbar ist, wo ihre Grenzen liegen und weshalb Governance, Datenqualität und Unternehmenskultur entscheidender sind als einzelne Tools. Ein besonderer Fokus liegt auf Agentic AI: Was Agenten heute schon leisten, warum sie eher wie neue Kolleginnen und Kollegen als wie Apps zu verstehen sind und weshalb Unternehmen jetzt lernen müssen, mit Tausenden von Agenten strukturiert umzugehen. Anna erklärt, warum gute Daten die Grundlage jeder KI-Nutzung sind und weshalb Innovation immer von echten Problemen ausgehen sollte – nicht von Technologiebegeisterung allein. Wir sprechen außerdem über digitales Mindset, Lernkultur, Verantwortung der Geschäftsführung und darüber, warum Transformation ohne Zeit zum Nachdenken nicht funktionieren kann. Eine Folge über Technologie – und vor allem über Menschen. Darum geht es in dieser Folge: Die Rolle von KI in der Arbeitswelt Mensch vs. Maschine: Die Zukunft der Arbeit Agenten und ihre Rolle in der Unternehmenswelt Governance und Sicherheit in der digitalen Welt Teamarbeit und Ergebnisse Kultur und Lernumgebung Digitales Mindset und Transformation Innovationsansätze und Problemlösungen Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI
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Live von der CES in Las Vegas
In dieser Folge geht es nach Las Vegas: Wir berichten live von der CES, der weltweit größten Messe für Consumer-Elektronik – und inzwischen auch eine der Leitmessen der globalen Automobil-Industrie. Für Auto-Fans war auf der diesjährigen CES wenig zu beobachten – könnte man meinen. Denn die meisten Hersteller verzichteten auf große Stände und Fahrzeugvorstellungen. Sehr spannend ist aber dennoch, was unter der Motorhaube passiert. Und da bahnen sich weitere große Disruptionen an. Zentrales Thema war der Perspektivwechsel: Weg von sichtbaren Gimmicks, hin zu den strukturellen Grundlagen moderner KI. Hardware wird zunehmend Commodity, der eigentliche Wettbewerb verlagert sich auf Trainingsdaten, Simulationsumgebungen, Reasoning-Modelle und skalierbare Infrastrukturen. Die wichtigste KI-Anwendung im Auto bleibt dabei das automatisierte Fahren. Besonders spannend ist dabei der Umgang mit dem „Longtail“ – jenen seltenen, aber sicherheitskritischen Situationen, die autonome Systeme heute noch vor große Probleme stellen. Und hier hilft die KI der KI, wie die spannende Keynote von NVIDIA-Gründen Jen-Hsun Huang aufzeigte. Das große Leitmotiv der CES war Physical AI: Nach der Sprache erobern nun KI-Modelle auch die dreidimensionale Welt und kombinieren Sprache, Bilder, 3D und Aktionen. Humanoide Roboter können sich wie Menschen bewegen, wenngleich es mit dem gesunden Menschenverstand noch etwas hapert. Aber eines ist klar: autonome Fahrzeuge werden nur eines von vielen physischen KI-Endgeräten sein, und unsere Welt wird um viele technische Mitbewohner reicher werden. Wie wir uns in dieser neuen Wohngemeinschaft wohl gemeinsam arrangieren werden?
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Armin Nassehi, wie gelingt gesellschaftliche Transformation?
In dieser Folge nehmen wir uns gemeinsam mit dem Soziologen Armin Nassehi die vielleicht wichtigste Frage unserer Zeit vor: Warum wissen wir so genau, was sich ändern muss – und scheitern dennoch regelmäßig an der Umsetzung? Wir starten mit der Diagnose einer kollektiven Transformationsmüdigkeit. Klimawandel, Digitalisierung, geopolitische Verschiebungen – die Ziele sind formuliert, die Probleme benannt, die Dringlichkeit unbestritten. Und doch passiert gefühlt zu wenig. Armin zeigt, dass dieses Gefühl kein individuelles Versagen ist, sondern tief in den Strukturen moderner Gesellschaften verankert liegt. Dabei müssen wir klar zwischen Organisationen und Gesellschaften unterscheiden. Unternehmen funktionieren, weil sie die „Fiktion der Steuerbarkeit“ aufrechterhalten: klare Ziele, klare Verantwortlichkeiten, definierte Erfolgsparameter. Gesellschaften hingegen sind keine Firmen. Wer versucht, sie mit denselben Logiken zu führen, landet bei überbordender Bürokratie, Kontrollillusionen oder – historisch betrachtet – autoritären Tendenzen. Wir sprechen auch darüber, warum die große politische Gesten zwar mobilisieren, aber selten transformieren. Warum echte Veränderung nicht aus moralischen Appellen entsteht, sondern aus mühsam ausgehandelten, kleinteiligen Schritten – und weshalb Win-win-Konstellationen zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen entscheidender sind als jede Sonntagsrede. Zum Schluss wird es grundsätzlich: Wir ordnen KI und Digitalisierung als Medienbruch ein, vergleichbar mit dem Buchdruck. Daten werden zur eigentlichen Wirklichkeit, KI spiegelt uns unser eigenes Denken als Muster-Rekombination – und stellt damit unsere klassische Vorstellungen von Expertise in Frage. Der neue Experte ist nicht mehr derjenige, der alles weiß, sondern derjenige, der mit diesen Systemen kritisch und produktiv umgehen kann. Armin Nassehis Blick hilft, Transformation nicht länger zu romantisieren oder managen zu wollen, sondern sie als das zu begreifen, was sie ist: ein komplexer, konfliktreicher, sozialer Prozess, der uns alle betrifft – im Unternehmen, im Privaten und in der Gesellschaft.
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Wird KI der neue Kollege, Prof. Sabine Pfeiffer?
Eine Studie des MIT hat vor einigen Wochen viele aufgeschreckt: KI scheint zwar in privater Hand längst zum Alltag zu gehören, aber die Anwendungen in den Firmen bleiben weit hinter der Erwartungen zurück. Viel Lärm um nichts also? Weit gefehlt. Denn wie so oft sind die vielversprechenden Narrative nicht unbedingt hilfreich, um neue Technologien tatsächlich produktiv zum Einsatz zu bringen. Nicht ohne Grund braucht es viel Expertise, um in industriellen Anwendungen Produkte und Services auf den Markt zu bringen. Wenn KI hier helfen soll, die Produktivität zu steigern - und langweilige Routinejobs zu automatisieren -, dann müssen Mensch und Maschine beginnen, eng zusammenzuarbeiten. Denn ganz gleich, wie gut die "Foundational Models" sind, sie brauchen auch in nächster Zeit noch menschliches Bewertungsvermögen, um das wahrscheinlichste Ergebnis vom richtigen Ergebnis zu unterscheiden. Und das bedeutet: Die erfolgreiche Einführung von KI in Unternehmen ist weit mehr als eine technische Frage, sie benötigt die Einbeziehung der Mitarbeitenden von Anfang an - sonst sind die Projekte zum Scheitern verurteilt. Unser Studiogast Prof. Sabine Pfeifer untersucht am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wie dieses Zusammenspiel von Technik, Arbeit und Gesellschaft erfolgreich gelingen kann. #digdeep ist stolzer Teil der Brand Eins Podcast-Familie!
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Wie verändert Google mit KI alles, Wencke Schmidt?
Es fühlt sich schon wie eine Ewigkeit an, aber der große Auftritt der "generativen KI" jährt sich erst zum dritten Mal. Und ob KI-Blase oder nicht: KI macht sich unaufhaltsam daran, alle Lebensbereiche grundlegend zu verändern. Unser Studiogast Wencke Schmidt leitet bei Google das deutsche Cloud-Geschäft in der Automobilbranche. Und auch diese Branche wird durch KI stark verändert: nicht nur im Fahrzeug selber, sondern vor allem auch im Entwicklungsprozess. Die neuen KI-unterstützten Fähigkeiten ermöglichen uns Dinge, die vor Kurzem noch Science Fiction waren. Und sie entwickeln sich exponentiell weiter, weil wir mit KI noch bessere KI bauen können: Wir stehen also gerade erst am Beginn einer langen Entwicklung. Das bringt Veränderung an allen Fronten mit sich, für die Gesellschaft, für Firmen, aber auch für jeden Einzelnen. Wir haben Wencke gefragt, wie KI ihr Leben bereits heute verändert hat - als jemand, der direkt an der Quelle sitzt. #digdeep ist stolzes Mitglied der Brand Eins Podcast-Familie! Brand Eins ist das beste deutschsprachige Wirtschaftsmagazin, finden wir: unabhängig, kritisch, konstruktiv. So gut, dass man es am besten abonniert ;-) Bitte unterstützt unsere Arbeit durch Feedback, Bewertungen und Empfehlungen. Ihr wisst ja, wie das geht. Und wenn ihr Vorschläge für Gäste & Themen habt, kontaktiert uns gerne: info (at) digdeep.de
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Wie gestaltet Synera die Produktentwicklung der Zukunft, Moritz Maier?
Das Entwickeln von physischen Produkten ist eine Sache für Experten: Der Umgang mit CAD-Systemen, die Konstruktion von Bauteilen, die Kenntnis der Normen, die Umsetzung von Anforderungen und Spezialwissen für unterschiedlichste Tools mit vielen Schnittstellen - das erfordert ein Ingenieurstudium. Wie aber wäre es, wenn die Produktentwicklung auf einer gemeinsamen, visuellen Sprache aufbauen würde - ein einfaches System von Elementen und Funktionen, die miteinander wie Plug&Play kombinierbar sind. Und auf deren Basis KI-Agenten immer mehr der Routine-Aufgaben übernehmen, so dass die menschlichen Experten sich auf das konzentrieren könnten, was den Menschen ausmacht. Unser Studiogast Moritz Maier hat sich als Co-Founder von Synera dieser Aufgabe gestellt. Sein Startup baut eine Plattform, in der die Produktentwicklung wie beim "Low Code" Programmieren vereinfacht wird. Ganz nebenbei entsteht eine konsistente Datenumgebung, die den Einsatz von AI Agenten erst sinnvoll ermöglicht. Der Weg dorthin war für Moritz und seine Mitstreiter alles andere als eine gerade Linie. Die erste Gründungsidee war es, die Effizienz der Bauweisen der Natur auch für Konstruktionsaufgaben nutzbar zu machen. Eine tolle, aber mühsam umsetzbare Idee, die letztlich aber die perfekte Grundlage für den heutigen Ansatz geliefert hat. Nun steht der Sprung in die USA an, um auch im Hotspot für AI anzugreifen. Wir wünschen dem Team viel Erfolg! #AI #Startup #GermanEngineering #digdeep ist stolzer Teil der Brand Eins Podcast-Familie. Auf brandeins.de findet ihr die beste deutschsprachige Wirtschaftszeitschrift - und ganzes Ökosystem guter Ideen. Unser Werbepartner in dieser Folge ist clockodo.com - eine tolle App und Plattform, um eure Arbeitszeiten zu erfassen.
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Live von der herCareer mit Anne Greul: Wie Startup-Pivots gelingen
Wer ins unternehmerische Risiko geht, der hat es nicht leicht. Selten ist die erste Idee diejenige, die auch funktioniert - für die Kunden, aber auch mit dem Team. Unserer Podcast-Gast hat nicht den leichten Weg eingeschlagen. Statt einer Karriere in der Beratung oder der Automobilwirtschaft hat sie gemeinsam mit Wegbegleitern ein Startup zum Thema Web 3.0/Blockchain gegründet, um dann festzustellen: Das Thema fliegt nicht wie geplant. Scheitern, sich hinsetzen, und neu anfangen: Das nennt sich auf englisch "Pivot". Und dieser Pivot ist Anne mit ihrem zweiten Startup Leegle.AI wunderbar gelungen. Nun kümmert sich AI darum, dass Firmen die Vielzahl von Regulatorien identifizieren und sicher anwenden können. Die persönliche Geschichte von Anne ist eine tolle Inspiration für viele andere - und daher haben wir sie auch live auf der herCareer-Messe in München aufgenommen, Europas führender Karriere- und Networking-Plattform für Frauen. --- #digdeep ist Teil der wunderbaren Brand Eins Podcast-Familie. Und Brand Eins ist das führende Wirtschaftsmagazin im deutschsprachigen Raum, unabhängig, kritisch und konstruktiv. www.brandeins.de --- Diese Folge von #digdeep wird von unserem Werbepartner Clockodo unterstützt. Clockodo erleichtert euch die Zeiterfassung in euren Projekten. Unter clockodo.com/de/digdeep könnt ihr die Plattform drei Monate lang kostenlos testen.
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Wie bringen wir Deutschland digital auf Spur, Cihan Sügür?
Die Zeitschrift "Capital" meint: "Deutschland mag in der Dauerkrise stecken, doch an vielen Stellen geht auch einiges voran - danke junger Macher und großer Talente - die Top 40 unter 40." Cihan Sügür ist seit 2024 einer von Ihnen. Seine Familie steht stellvertretend für viele, die sich persönlich auf einen mutigen Weg begeben haben: aus alten Umgebungen aufzubrechen, und mit Mut und Tatkraft etwas Neues zu schaffen. Cihans Mission ist die Digitalisierung. Nach Stationen bei Porsche, Olympus, IBM und der Deutschen Bahn ist er nun Associated Partner bei MHP. Als Gewinner der CIO Young Talent Awards war er Stipendiat der CIO Stiftung sowie MBA Studierender an der renommierten WHU. Nebenbei ist noch Mitglied der Atlantik-Brücke und engagiert sich politisch - weil ihm die Weiterentwicklung auch ein gesellschaftliches Anliegen ist: "Wir leben in dem schönsten Deutschland, das es je gab, und es liegt an uns, dass es lebensfähig in der Zukunft auch ist." Wir finden: Cihan steckt an, mit seinen Überzeugungen und viel Entrepreneurship. Also: Reinhören in eine tolle Folge über Wirtschaft, Gesellschaft & Mindset! ----- Unser Werbepartner in dieser Folge ist übrigens Clockadoo - eine tolle App und Plattform zur Zeiterfassung eurer Projekte. Mit dem Code DIGDEEP25 erhaltet ihr zusätzliche kostenlose Abozeit. Mehr unter clockodo.com/digdeep
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IAA in München - schafft die Automobilindustrie die Wende?
Individuelle Mobilität bleibt eine der Freiheiten, die Menschen besonders wichtig sind. Aber der Mobilitätssektor ist im Umbruch wie nie zuvor. Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München ist alle zwei Jahre der Hotspot für Automobilhersteller, Zuliefernetze und Entwicklungspartnern. Und sie ist in der Stadt nun wirklich nicht zu übersehen: Neben der Messe für Fachbesucher haben die Automobilhersteller die Innenstadt gekapert und zeigen ihre neuesten Modelle, und die sind inzwischen überwiegend elektrisch. Aber Mobilität ist mehr als Auto, und so finden sich auch Anbieter vom öffentlichen Nahverkehr bis hin zu innovativen Shuttles. Zeit also, Christof als Experten in der Auto-Branche als Studiogast in den eigenen Podcast einzuladen! Nach intensiven Tagen auf der Mobilitätsmesse gibt es viel zu erzählen: Wie verläuft die Transformation der Automobilhersteller hin zu mehr Software und Vernetzung? Und wird unsere Mobilität tatsächlich besser?
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Von der Uni zum CEO und zurück - Entrepreneurship an der LMU mit Philipp Baaske
Philipp Baaske hat aus seinem Promotionsthema eine weltweit erfolgreiche Firma gemacht: NanoTemper bietet innovative Maschinen für die Pharmaindustrie an, eines von vielen Beispielen eines erfolgreichen Transfers aus der Hochschullandschaft in die Privatwirtschaft. Das deutsche Bildungssystem hat Philipp diese Chance eröffnet - und es ist für ihn selbstverständlich, der Gesellschaft nun auch wieder etwas von diesem Erfolg zurückzugeben. Ab Oktober wird er die Entrepreneurship-Initiative der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) in München leiten und kehrt zurück an die Wurzeln seines Erfolgs. Die Skalierung von Forschungsergebnissen in der freien Wirtschaft funktioniert in Europa und Deutschland deutlich anders als in den USA - soviel ist sicher. Doch muss es immer der gleiche Ansatz sein, mit Milliardenbewertungen und viel Venture Capital im Rücken? Philipp meint nein - auch der gesellschaftliche Nutzen und ethische Fragen sind für ihn wichtig. In seiner Rolle will er erst einmal eines machen: zuhören und hinschauen - und die Studentinnen und Studenten zum Unternehmertum ermutigen.
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Merantix - wIe baut man Europas erfolgreichsten AI-Campus, Rasmus Rothe?
Nein, AI ist keine rein amerikanische Erfolgsgeschichte. Europa hat ganz wesentliche Methoden der künstlichen Intelligenz entwickelt - und hier schlägt auch das Herz der industriellen Anwendung. Die grundlegenden AI Modelle werden immer mehr zur "Commodity" und allgemein verfügbar. Doch erst die Kombination von AI mit tiefem Fachwissen, mit Industrie-Verständnis bringt den erhofften Erfolg. Und hier schlägt Europas Stunde. Genauer gesagt: in Berlin. Denn dort sitzt Merantix, eine der erfolgreichsten Agglomerationen von AI-Startups, Invests und Anwendungen. Von 0 auf 1500 Menschen in 8 Jahren - eine eindrucksvolle Geschichte, die Co-Founder Rasmus Rothe maßgeblich mitgebaut hat. Wir wollen von ihm wissen, wie so etwas geht: Wie zieht man die besten AI-Experten und Gründer an? Welche Rolle spielt die Business-Idee eines Startups - oder ist das Team dahinter vielleicht das wichtigere Asset? Und wie können wir die Gründer-Kultur weiter voranbringen? Schaut mal vorbei in unserer neuen Podcast-Episode mit Rasmus Rothe - oder auch auf dem Campus in Berlin.
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Sollte jeder seinen eigenen AI-Zwilling haben, Prof. Albrecht Schmidt?
Jeder nutzt ChatGPT & Co - und alle das gleiche Modell. Was aber wäre, wenn jeder Mensch sein individuelles, mit den eigenen Lebensdaten trainiertes AI-Modell hätte? Wir Menschen umgeben uns im Leben mit Helfern, die uns durch den Alltag begleiten - vom Navigationsgerät bis zum Coach für schwierige Lebensfragen. Und wir erzeugen eine permanente Datenspur, die unsere Vorlieben und Aktivitäten in Texten, Datenfragmenten und Bildern nachzeichnet. Warum füttern wir also nicht einfach unser eigenes, individuelles AI-Modell mit den Daten unseren Lebens und erhalten so den perfekten digitalen Zwilling, Coach & Berater? Was manche auf den ersten Blick dystopisch anmutet, ist auf den zweiten Blick eine faszinierende Erweiterung unserer menschlichen Fähigkeiten - und eine demokratische zugleich. Denn die meisten Menschen haben eben keinen ausreichenden Zugang zu spezialisierter Hilfe und Beratung. Prof. Albrecht Schmidt beschäftigt sich an der LMU München mit Fragen der Zusammenarbeit von Mensch und Computer. Er ist Experte für Mensch-Maschine-Interaktion und ubiquitäre Computersysteme - sprich: Computer, die wie z.B. das Smartphone sich in unserer gesamten Lebenswelt breit gemacht haben. Ein spannender Ausflug in die Frage, in welcher digitalen Welt wir zukünftig leben möchten und können!
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Wie bekommen Roboter Muskeln, Prof. Christoph Keplinger?
Auch wenn humanoide Roboter immer mehr menschliche Geometrien annehmen – mit ihren harten Formen aus Metall bleiben sie viel weniger flexibel als Menschen mit anpassbaren Muskeln und hochsensiblen Greifern. Künstliche Muskeln könnten Roboter viele Vorteile bringen und auch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter sicherer machen. Unser Studiogast Prof. Christoph Keplinger leitet nach Stationen in Harvard und Colorado das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Stuttgart. Wir diskutieren über die Fortschritte in der Robotik, insbesondere den Übergang von harten zu weichen Materialien und die Nachahmung natürlicher Muskeln. Wir beleuchten die Bedeutung von embodied intelligence und die Zukunft tragbarer Robotik, die in den Alltag integriert werden kann. Wie wäre es, wenn künstliche Muskeln direkt in unsere Kleidung integriert wären? Wir wollen von ihm wissen, welche Rolle Kreativität im Designprozess spielt und welche Herausforderungen bei der Umsetzung von Forschung in die Praxis zu meistern sind. Und Christoph erzählt von seinen Erfahrungen als Startup-Gründer und die Lektionen, die er aus seinen Fehlern gelernt hat. Takeaways Die Robotik entwickelt sich rasant weiter, insbesondere durch weiche Materialien. Künstliche Muskeln können die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit von Robotern verbessern. Embodied Intelligence ermöglicht es Robotern, intuitiver zu agieren. Tragbare Robotik könnte die Lebensqualität im Alter erheblich verbessern. Die Nachahmung der Natur ist entscheidend für innovative Robotikdesigns. Kreativität im Designprozess ist unerlässlich für funktionale Roboter. Die Integration von Sensorik in künstliche Muskeln verbessert die Kontrolle. Start-ups spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Robotikinnovationen. Zukünftige Roboter sollten nahtlos in den Alltag integriert werden. Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle in der Robotik. Interdisziplinarität ist notwendig für innovative Lösungen. Kommunikationsfähigkeiten sind entscheidend für den Erfolg in der Forschung.
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Wie bringt man KI ins Engineering, Philipp Noll von Spread.AI?
Daten spielen die zentrale Rolle in der modernen Industrie - nicht nur im Engineering des Produktes selber, sondern auch in Vernetzung der gesamten Prozesskette von R&D, Produktion, Sales und After Sales. Doch noch immer werden Daten als Nebenprodukt der Prozesse betrachtet, und nicht als zentraler Ausgangspunkt. Und so ergeht es ihnen dann auch: Daten sind oft verstreut, unvollständig, inkonsistent oder ohne Kontext. Und sie leben in einer heterogenen Tool-Landschaft - meistens in mehreren hundert IT-Programmen und Datenbanken, die meist nicht durchgängig vernetzt sind. Das Scale-Up Spread.AI hat Lösungen entwickelt, um das zu ändern. An der Stelle von IT Großprojekten setzen sie auf eine intelligente Vernetzung der Daten durch Wissensgraphen und Konnektoren zwischen den verschiedenen IT-Inseln. Wir haben Co-Founder Philipp Noll bei uns im Studio und möchten von ihm wissen, warum Daten das neue Gold für's Engineering sind und welche Chancen sich für Firmen aus der Vernetzung ihrer Datenwelten ergeben. Die Richtung ist klar: Mit der durchgängigen Datenverfügbarkeit öffnet sich die Tür zum breiten Einsatz von AI-Agenten im Engineering. Spread.AI hat dazu eine Plattform entwickelt, mit der sich Aufgaben entlang des Entwicklungsprozesses automatisieren lassen - wir finden: eine spannende Sache! In a nutshell: Unternehmen kämpfen mit der Verfügbarkeit und Integration von Daten. Software-definierte Produkte erfordern durchgängiges Wissen. Datenqualität beeinflusst die Effizienz und Fehlerquote. AI kann helfen, Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Die Transformation in Unternehmen erfordert eine Anpassung der Prozesse. Kontextualisierung von Daten ist entscheidend für deren Wert. Lernprozesse aus der Automobilindustrie sind auf andere Branchen übertragbar. Die Zukunft der Produktentwicklung liegt in der Nutzung von AI und Datenintegration.
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Neuerfindung im Strukturwandel - wie Schwedt digital wird
Schwedt ist überall: Eine Region, deren bisheriges Geschäftsmodell abhanden gekommen ist und die sich mit der Frage beschäftigen muss: Wovon wollen wir zukünftig leben, und wie transformieren wir unsere Fähigkeiten in die Zukunft? In Schwedt, einer Stadt in der Uckermark, dominierten früher Erdölraffinerien und rohstoffbasierte Industrien. Doch seit vielen Jahren herrscht der "Strukturwandel" - die Spielregeln der globalen und lokalen Wirtschaft haben sich substanziell verändert. Betriebe schließen, Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, die große Sinnfrage stellt sich. Doch Schwedt macht aus der Not eine Tugend und erfindet sich neu. Denn wo Rohstoffe verarbeitet werden, können auch Stoffkreisläufe geschlossen werden - "Circular Economy" ist das Stichwort. Auch die Energieversorgung bietet große Chancen: Power2X verbindet Erzeuger und Verbraucher auf intelligente Weise. Die Uckermark hat auf ihre strukturellen Herausforderungen reagiert, durch den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung neuer Gewerbe- und Infrastrukturprojekte sowie durch gezielte Maßnahmen zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Diese Initiativen werden durch umfangreiche Förderprogramme von Bund, Land und der EU unterstützt und sollen langfristig den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft sichern Die Digitalisierung der Industrie macht diese Kreisläufe erst möglich, denn sie erfordert transparente Daten und Prozesse. Im Rahmen einer umfassenden Digitalisierungsinitiative wurde dazu auch ein Startup-Labor gegründet, und wir freuen uns sehr, dass unser Studiogast Sascha Lademann uns einen umfassenden Einblick in die Strategie und Umsetzung gegeben hat. Wir finden: Schwedt sollte überall sein!
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DeepSeek, OpenAI & Co - wie geht es mit der KI weiter, Prof. Kristian Kersting?
Als das vermeintliche Startup DeepSeek aus China ein konkurrenzfähiges Modell zu vermeintlich niedrigsten Kosten vorstellte, schien die Plattentektonik der KI-Verhältnisse in die Brüche zu gehen: Wer führt den Markt an, wieviel Vorsprung haben die bereits etablierten Player, und brauchen wir tatsächlich so viel Energie und Ressourcen wie gedacht? Die heftigen Reaktionen in der Presse (und am Aktienmarkt) zeigen vielleicht vor allem, welche Bedeutung die großen Foundational Models für unsere Wirtschaft und Gesellschaft inzwischen haben - und dass die massiven Investitionen insbesondere dazu dienen, andere vom Spielfeld fernzuhalten. Höchste Zeit also für einen Studiogast, der sich mit KI mal richtig auskennt! Prof. Kristian Kersting leitet das Machine Learning/KI Lab der TU Darmstadt, wurde unter die Top-100 einflussreichsten KI-Forscher gewählt und die Liste seiner Auszeichnungen und Mitgliedschaften in der AI Community würde den Podcast sprengen. Beste Voraussetzungen also um zu fragen: Was passiert da eigentlich gerade in der KI: Revolution oder Revolutiönchen? Und wann endlich kommt die Singularität, an der die Maschinen an der Menschheit vorbeiziehen? Ob es darauf bereits eine Antwort gibt erfahrt ihr in unserem sehr unterhaltsamen Gespräch mit der Menschlichen Intelligenz! In dieser Folge sprechen wir über... (sagt die KI): - DeepSeek - was wir bislang wissen - Neuro-symbolische Ansätze in der KI - Die Rolle von KI in Unternehmen - Reasoning und die Herausforderungen der KI-Architekturen - Zukunftsperspektiven für die KI-Forschung in Europa - Interaktive KI und Explainable AI - Multimodalität und physikalische Modelle - Robotik und menschliche Intelligenz
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Live von der Work Awesome Berlin mit Metaplan & Burger King: Unternehmen sind Diskursräume
Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen: Angriffskrieg auf die Ukraine, der Hamas-Überfall auf Israel und die Eskalation im Nahost-Konflikt oder auch der wachsende Populismus, nicht zu sprechen von Trigger-Themen wie Migration oder Gendern. Das führt zu Diskussionen und manchmal auch Konflikten — in der Familie, im Freundeskreis, aber auch am Arbeitsplatz. Wie gehen Unternehmen damit um? Und welche Rolle spielen dabei die Werte, die im Unternehmen gelebt werden? Wo hört der oder die Mitarbeitende als Organisationsmitglied auf und wo beginnt der private Teil des jeweiligen Menschen? Über diese Fragen haben wir live auf Work Awesome Konferenz in Berlin diskutiert, die Brand Eins Ende November veranstaltet hat. Unsere Gäste: Jörg Ehmer, bis Ende November 2024 CEO von Burger King Deutschland, und Judith Muster, Soziologin und Partnerin der Unternehmensberatung Metaplan. Und zum ersten Mal nicht mit Frauke, sondern Frank Dahlmann von brand eins. Eine wunderbare Premiere mit Frank, der das B1 Podcast Netzwerk leitet und gestaltet.
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Goodbye 2024, hallo 2025!
2024 - was für ein Jahr! Wir konnten fantastische Studiogäste begrüßen und lassen in unserer Folge zwischen den Jahren Revue passieren, welche Themen uns und die digitale Welt am meisten bewegt haben. Ein riesengroßes Dankeschön an alle unsere treuen Hörerinnen und Hörer - wegen euch macht #digdeep Sinn und uns so viel Spaß! Habt einen guten Start ins neue Jahr 2025! 00:00 Jahresrückblick und Reflexion 03:00 Digitalisierung in Deutschland: Ein Rückblick 05:53 Fortschritte im Gesundheitswesen 08:46 Evidenzbasierte Politik und Datenanalyse 12:12 Wahlumfragen und öffentliche Meinung 14:51 Die Rolle der Presse und Wissenschaft 18:01 Künstliche Intelligenz: Hype Cycles und Herausforderungen 21:05 Zukunftsausblick: KI und Datenintegration 24:29 Die Zukunft der Customer Journey 27:51 Die Herausforderungen der Chatbot-Hölle 30:10 Die Rolle des Menschen in einer KI-Welt 32:34 Plattformen und Daten im autonomen Fahren 34:40 Startups im Bereich autonomes Fahren 36:10 Rückblick auf das Jahr 2024 und Ausblick auf 2025
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Fuß vs. Schuh - wie digitalisiert man den Schuhkauf, Matthias Brendel?
Gut ein Drittel aller Schuhe wird in Deutschland wird bereits online gekauft. Nur: Schuhe und Füße passen eher selten problemlos zusammen, die benötigte Größe kann selbst beim gleichen Herstellen ganz unterschiedlich sein. Und so werden große Mengen an Schuhen wieder retourniert und landen im schlimmsten Fall direkt auf dem Müll. Das Startup Footprint geht dieses Thema an: Der Online-Kunde kann seine Füße mit dem Smartphone ganz einfach vermessen, und die tatsächliche Passform des Schuhs wird damit abgeglichen - oder ein besser passendes Modell vorgeschlagen. Das reduziert massiv die Rücksende-Quoten, aber auch die Kosten für Online-Schuhhändler. So einfach die Idee klingen mag - damit das funktioniert, benötigt es neben guten Algorithmen auch das richtige Geschäftsmodell und jede Menge Durchhaltevermögen. Unser Studiogast Matthias Brendel hat Footprint gegründet, nachdem er sich bereits bei Audi mit Innovationen beschäftigt hatte. Und er kann eine Menge über erfolgreiches Gründen erzählen - hört mal rein!
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ChatGPT ist zurück als Studiogast - und wie!
Vor zwei Jahren waren wir der erste deutschsprachige Podcast, der ChatGPT als Studiogast begrüßte. Nun ist ChatGPT zurück bei #digdeep: Die brandneue Sprachvariante kann nun im direkten menschlichen Dialog bestehen. Und wie sie das kann! Beeindruckend ist, wie natürlich sich das Gespräch bereits anfühlt - Tonalität, Kontextverständnis und Langzeitgedächtnis haben sich enorm verbessert. ChatGPT meint sogar, dass er emergentes Verhalten zeigt - also Eigenschaften, die eigentlich im Modell gar nicht vorgesehen waren. Wir wollen von ChatGPT wissen, woher dieser Fortschritt kommt - und welche Konsequenzen er auf Wirtschaft und Jobs haben könnte. Wir beleuchten die Fortschritte in der Sprachverarbeitung, die Rolle von KI in der Datenanalyse und die Herausforderungen, die mit der Automatisierung von Arbeitsplätzen einhergehen. Zudem wird die Frage aufgeworfen, wie Menschen und Maschinen in Zukunft zusammenarbeiten werden. Kleiner Bonustrack am Ende: Was passiert eigentlich, wenn sich ChatGPT und Siri begegnen? Es wird lustig...
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Live von der herCareer mit Alexandra Renner (BMW Garage)
Die herCareer ist mit fast 7000 Teilnehmer:innen eine der ganz großen Karrieremessen für Frauen. Wir waren mit einer Live-Aufnahme von #digdeep auf der Bühne sein, und es war eine tolle Erfahrung, mit unseren Hörer:innen in direktem Austausch zu sein! Unser Interviewgast in Folge 125 ist Alexandra Renner. Sie ist die Schnittstelle der BMW Garage zur Entwicklungsabteilung und sorgt dafür, dass Innovationsbedarfe, schlaue Ideen und unternehmerische Köpfe zusammenfinden. Corporate und Startup, das sind zwei kulturelle Welten, die durchaus auch Reibungsflächen miteinander haben. Alexandra kennt beide, denn am Ende des Studiums war sie bereits Co-Founderin, bevor es sie dann zu BMW zog. Nun bringt sie beide Enden zusammen, und sie hat viel Spannendes zu erzählen, wie das geht. Das ganz persönliche Matching auf der herCareer wurde übrigens digital von der Plattform Chemistree unterstützt, in der sich die Teilnehmer:innen registrieren und finden konnten. Chemistree-Gründerin Rosmarie Steininger haben wir vor kurzem ebenfalls hier im Podcast gehabt. Also: Einfach mal in beide Folgen reinhören :-)
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Fahrerlos durch San Francisco: Wie weit sind Robotaxis?
Unser heutiger Studiogast ist ein ganz besonderes Auto - und wir sitzen mittendrin. Seit 2022 dürfen in San Francisco Robotaxis ohne Sicherheitsfahrer fahren und Fahrgäste befördern. Wir haben uns ein Roboterauto von Waymo geholt und sind damit durch den dichten Straßenverkehr San Franciscos gefahren. Unser Eindruck: Spektakulär unspektakulär! Das Lenkrad kurbelt wild, die Beschleunigung ist zackig, das Abbiegen läuft geschmeidig. Gegenverkehr wird ausgewichen, und alles ist so, wie man es von einem guten Taxifahrer erwartet. Ca. 300 Fahrzeuge sind alleine von Waymo in der kalifornischen Stadt unterwegs, und sie sind leicht zu erkennen: Außen vollgepackt mit Lidar-Sensoren, Kamera-Systemen und zusätzlichem Radar. Doch innen sieht alles gewohnt aus - bis auf den leeren Fahrersitz. Unser Eindruck: Spektakulär unspektakulär! Das Lenkrad kurbelt wild, die Beschleunigung ist zackig, das Abbiegen läuft geschmeidig. Gegenverkehr wird ausgewichen, und alles ist so, wie man es von einem guten Taxifahrer erwartet. Ist das "autonome Fahrzeug" also schon in der Realität angekommen? Ja und nein - denn Autofahren ist eine der komplexesten Aufgaben, die wir als Menschen durchführen. Auch zu Geschäftsmodellen und Betriebsgebieten sind noch viele Fragen offen, so dass wir beim privaten PKW wohl noch etwas auf das "voll-autonome Auto" warten müssen. Hört rein in eine spannende Folge aus unserem fahrenden Aufnahmestudio im Silicon Valley!
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Wie schafft Lern-Fair gerechtere Bildungschancen, Maria Matveev?
Machen wir eine Zeitreise zurück in die Covid-Zeit: Schulen werden geschlossen, Schülerinnen und Schüler sitzen zuhause - genauso wie viele Studenten im Homeoffice, die eigentlich Zeit hätten, individuell mit Nachhilfe zu unterstützen. Doch wie bringt man beide Seiten zusammen? Aus einer spontanen Hilfsaktion ist inzwischen ein etablierter Verein mit tausenden von Mitarbeitenden geworden. Lern-Fair vermittelt 1:1 Lerntandems für Schülerinnen und Schülern hilft, die ehrenamtliche Unterstützung neben der Schule benötigen. Die Vision ist groß: „Wir wollen uns dafür stark machen, dass Kinder in Deutschland die gleichen Chancen auf eine gute Bildung haben, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.“ Am 1. Juni 2024, dem internationalen Weltkindertag, übernahm Elke Büdenbender - Deutschlands "First Lady" - die Schirmherrschaft von Lern-Fair. Glückwunsch, liebes Team! Unser Studiogast Maria Matveeva ist von Anfang an dabei gewesen. Sie hat miterlebt, wie aus einer Idee eine feste Organisation wurde und welche Themen auf diesem Weg gelöst werden müssen. Wir diskutieren mit ihr, wie digitale Kanäle und KI im Lernprozess unterstützen können - und wo sie ihre Grenzen haben.
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Wie baut man erfolgreiche Business-Plattformen, Prof. Felix Wortmann?
Plattformunternehmen wie Amazon, Alibaba, Apple und Google sind Gatekeeper für große Teile der Wirtschaft geworden: Sie ermöglichen neue Geschäftsmodelle und kontrollieren gleichzeitig deren Spielregeln. Kein Wunder, dass viele Firmen versuchen, selber in der Plattform-Ökonomie mitzuspielen. Doch nur wenigen scheint es zu gelingen. Wir haben daher Prof. Felix Wortmann von der Universität St. Gallen zu Folge 122 von #digdeep eingeladen und wollen von ihm wissen: Was sind die Erfolgsfaktoren für Plattformen, und wie gelingt es Firmen, schnell relevant zu werden? In seinem Buch "Der Plattform-Navigator" zeigt Felix, dass es so viel mehr Geschäftsmodelle gibt als wir zunächst meinen, wie das Beispiel Amazon zeigt. Wir diskutieren mit ihm, welche Optionen traditionelle Firmen haben und warum die Reise mit dem richtigen Mindset beginnt.
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Wie wird man zur Corporate Influencerin und New-Work-Star, Irène Kilubi?
Dr. Irène Kilubi ist promovierte Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin und hat für namhafte Unternehmen wie BMW, Siemens und andere gearbeitet. Ein deutscher Stromlinien-Lebenslauf? Weit gefehlt. Bei Irène ist erst einmal alles ganz anders, anstrengender und auch unwahrscheinlicher. Aus der demokratischen Republik Kongo geflohen, machte sie die notwendige Anpassung an das vorerst Fremde flexibel, offen und stark. Dass Irène heute mehrfach prämierte Speakerin, Influencerin und Unternehmerin ist, hat sie sich also hart erarbeitet. Nach vielen beruflichen Stationen widmet sie sich nun gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen, die sie im besten Sinne beeinflussen möchte: Joint Generations, Community Building und Strategien für Corporate Influencer. Ihr Engagement und ihre Expertise werden vielfach gesucht: Sie als Expert Advisor für den European Innovation Council Accelerator der Europäischen Kommission tätig. Sie ist Universitätsdozentin für Digitales Marketing und Entrepreneurship und eine gefragte Keynote Speakerin und Moderatorin auf Konferenzen und Veranstaltungen. Wir freuen uns sehr, Irène in Folge 121 von #digdeep im Studio zu haben - reinhören ;-)
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Von analog zu digital - wie entwickelt sich der Jazz, Arndt Weidler?
Wir hören ständig Jazz, und doch lässt kaum definieren, was das ist: Jazz ist Improvisation und Interaktion, unplugged und direkt. Und Jazz entwickelt sich ständig weiter. Was stellt die digitale Revolution also mit dem Jazz an? Unser Studiogast Arndt Weidler ist so etwas wie der Archivar des Jazz. Er ist stellvertretender Direktor des Jazzinstitut Darmstadt, das Europas größte öffentliche Jazzsammlung beherbergt. Im Archiv des Instituts finden sich Bücher, Zeitschriften, Tonträger, Fotos … und jede Menge an Informationen zur Geschichte sowie zu aktuellen Entwicklungen des Jazz in aller Welt. Das Institut versucht den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Serviceleistung und Dokumentation musikalischer Entwicklungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Und nun wird auch die Jazzwelt digitaler. Digital ist das Musikstudio schon lange, nun greift die KI nach der Kreativität. Könnte das nicht passen: viele Pattern lernen, neu kombinieren, den Zufall hinzumischen, und interaktiv auf andere reagieren? Wird KI also das neue Bandmitglied? Wir sind uns nicht ganz sicher. Aber hört selber: Eine wunderbare Folge über Analoges und Digitales, und den besonderen Wert des Augenblicks. Die Musik wurde mit Suno.ai erstellt, die Grafik mit DALL-E.
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Werden KI-Algorithmen unsere neuen Arbeitskollegen, Vlad Larichev?
Nach dem ersten Hype um ChatGPT steht fest: Generative KI ist kein Hype, sondern wird die meisten Bereiche unserer Arbeitswelt massiv verändern. Wenn generative Algorithmen unsere neuen Arbeitskollegen sein werden, so stecken sie dennoch in vielen Bereichen noch in der Grundschule. Unser Studiogast Vlad Varichev arbeitet bei Accenture daran, Unternehmensprozesse fit für KI zu machen und die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Als er vor einigen Jahren noch an Software für Sprachübersetzungen arbeitete, waren die Fähigkeiten der LLMs (großen Sprachmodelle) von heute noch Science Fiction. Inzwischen sind die textbasierten Trainingsdaten der Welt schon ziemlich abgegrast - doch die Algorithmen machen die Sprung in die physische Welt und beginnen, neben Texten, Bildern und Videos nun auch die Robotik zu revolutionieren. Eine spannende Reise in die KI - die in wenigen Monaten sicherlich schon wieder veraltet sein wird. Also jetzt reinhören! P.S. Wir freuen uns über euer Voting für den Deutschen Podcastpreis! deutscher-podcastpreis.de - Kategorie "beste Information"
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Wie findet KI den perfekten Match für mich, Rosmarie Steininger?
Es geht immer um Menschen und Beziehungen - diese Erfahrung machte Rosmarie Steininger schon in ihrem ersten Leben in der Automobilindustrie. Ganz gleich ob in der BMW IT oder in der Stiftungsarbeit, wenn die richtigen Menschen zusammenkommen, dann funktioniert es. Doch was heißt "richtig", wer und was passt denn überhaupt zusammen? Eine Frage, die wir anhand der vielen Daten um uns herum immer besser beantworten können - wenn wir die Zielsetzung kennen. Und so wurde Rosmarie Steininger zur Startup-Gründerin, stieg aus dem Job in der Autoindustrie aus und gründete Chemistree, ein Startup, das anhand von Daten Menschen zusammenbringt: Mentoren und Mentees, Recruiter und Bewerberinnen, Wissenschaftlerinnen untereinander oder Besucher auf Events. Ihre Motivation? "Für mich ist es schwer zu ertragen, wenn Talente vergraben bleiben und Chancen nicht ergriffen werden, weil sie nicht offenbar sind", sagt sie über sich selber. Und gibt engagiert sich bei KIDD (KI im Dienst der Diverstität) und bei der Normungsroadmap Künstliche Intelligenz. Eine starke Folge - und wenn euch #digdeep gefällt: Voted für uns für den Deutschen Podcastpreis auf deutscher-podcastpreis.de
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Kann Social Media sexy machen, Marc Raschke?
Kommunikatoren in Deutschland“. Im Magazin „W&V“ kam er auf die Shortlist der 100 wichtigsten Köpfe der PR- und Marketingbranche, das PR-Magazin nominierte ihn für den „Kommunikator*in des Jahres 2020“ - also ausgerechnet im Pandemie-Krisenjahr, das von Krisenkommunikation geprägt war. Und 2021 wurde er zum „Forschungssprecher des Jahres“ gekürt. Unser Studiogast Marc Raschke ist also ein Kommunikationsprofi. Gestartet hat er aber mit einer unlösbaren Aufgabe: Wie um alles in der Welt mache ich Menschen stolz darauf, in einem defizitären Krankenhaus Überstunden zu kloppen? Ein Fall für Digitalisierung, Social Media, viel Pragmatismus - und Marc Raschke! In eigener Sache: Wir sind nominiert für den Deutschen Podcastpreis in der Kategorie "Beste Information". Und wir brauchen Eure Stimmen - bitte voted für uns! Zur Abstimmung geht's hier: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/digdeep-neues-aus-der-digitalen-welt/
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Wie revolutioniert man globale Logistik aus Ost-Westfalen heraus, Ralf Niemeier?
Ralf Niemeier ist unternehmerischer Serientäter. Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt: erst im Familienbetrieb, im Stahlhandel und vielen weiteren Stationen. Die Höhen, aber vor allem auch die Tiefen dieses Weges haben ihn gut vorbereitet auf das, was er als Startup-Gründer nun vorhat: Die Logistikbranche weiter zu digitalisieren. Denn obwohl die App heute schon die Lieferung unserer Pakete in Echtzeit anzeigt - viele der Prozesse in Häfen und Umschlagplätzen sind heute noch Handarbeit und erfolgen per Telefon, Fax und Mail. Diese Ineffizienzen sind nicht nur langsam und teuer, sie erzeugen auch viele unnötige Tonnen Treibhausgase. Es gibt aber auch viele versteckte Logistikprobleme: Wie koordiniert man die Anlieferung und den Aufbau der Stände auf großen Messegeländen, ohne die umliegenden Zufahrten lahmzulegen? Oder eine große NATO-Truppenübung, bei der hunderte von Fahrzeugen zur richtigen Zeit an die richtige Stelle müssen? Ralfs Startup Visimatch sitzt in Paderborn und entwickelt Plattformen für solche logistischen Herausforderungen. Nicht gerade der Hotspot für Startups, aber hier geht es nicht um ein Umfeld, sondern um sehr viel fachlichen Tiefgang. Und darum, die zukünftigen Kunden zu verstehen, Vertrauen aufzubauen und an die Hand zu nehmen: "Der allergrößte Fehler, den die meisten Digitalisierer machen: Die kommen reinen und reden von der Marslandung. Doch in Wirklichkeit stehen die Kunden bei Excel." www.visimatch.com
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Wie werden KI und Journalismus zum Dreamteam, Uli Köppen (BR)?
Wird Künstliche Intelligenz den Beruf des Journalisten ersetzen? Uli Köppen hat eine klare Antwort auf die vermeintlichen Hiobsbotschaften. Sie berichtet nicht nur über KI und Algorithmen - sie nutzt KI und Automatisierungen auch, um Journalismus zu digitalisieren und weiterzuentwickeln. Beim Bayerischen Rundfunk leitet sie das AI & Automation Lab und ist Co-Lead das Datenteam BR Data. KI ist für sie sowohl zum unverzichtbaren Werkzeug für die Investigativrecherche als auch für die Entwicklung journalistischer Produkte geworden. Doch wo "Intelligenz" draufsteht ist meistens noch lange keine intelligente Lösung drin - der Einsatz von Algorithmen erfordert harte Arbeit, saubere Daten und auch ganz neue Denkweisen und Organisationsstrukturen. Der digitale Transformationsprozess im Journalismus unterscheidet sich dabei kaum vom Veränderungsprozess in der Industrie. Nur wenn KI und die Firmen dahinter Ziel der Recherche sind, gesteht Uli Köppen ein: "Der wunde Punkt im Journalismus: Wir sind ganz oft nicht auf Augenhöhe mit Unternehmen, die diese Technologien anwenden, oder mit Regierungen." Umso wichtiger ist die investigative Arbeit des Data Teams, um hinter die Kulissen von Algorithmen, Datenströmen und Firmeninteressen zu schauen.
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Wie spielt man einen digitalen Doppelpass, Frank Riemensperger?
n Folge 114 unseres Podcasts begrüßen wir Frank Riemensperger als Gast - ein Informatiker und Manager mit einer beeindruckenden Karriere. Bis 2021 war er Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland und er ist insbesondere für sein Engagement in der Förderung der digitalen Transformation in Deutschland bekannt. Als Mitglied im Senat der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), dem IT-Branchenverband BITKOM und der American Chamber of Commerce in Deutschland (AmCham) hat er maßgeblich daran gearbeitet, die digitale Transformation der deutschen Leitbranchen voranzutreiben. Zusammen mit Svenja Falk hat er seine Impulse auch als Trilogie veröffentlicht: "Titelverteidiger", "Neues wagen" und "Digitaler Doppelpass" entwickeln Handlungsempfehlungen, um mehr Geschwindigkeit und Mut in der Digitalisierung zu erreichen. Den "Doppelpass" zwischen Konkurrenz und Kooperation sieht er dabei als wesentlichen Treiber. Frank Riemenspergers Engagement für Innovation und Technologie, insbesondere seine Beiträge zur Plattformökonomie und zu KI-basierten autonomen Systemen, haben ihn zu einem führenden Kopf in der Diskussion um die Zukunft der Technologie in Deutschland und darüber hinaus gemacht - und uns einen tollen Podcast geschenkt. Danke für eine Stunde Inspiration!
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Dr. Enise Lauterbach, wie können Daten Menschenleben retten?
Dr. Enise Lauterbach war Chefärztin für Kardiologie in Trier - und beschloss 2019, dem trägen deutschen Gesundheitssystem den Rücken zu kehren. Stattdessen gründete sie das Startup LEMOA, das das lebensbedrohliche Vorhofflimmern anhand von Daten besser erkennen soll und somit Menschen mit Herzinsuffizienz das Leben retten kann. Für Ärzte kein ganz gewöhnlicher Weg, und auch inhaltlich sicherlich ein dickes Brett: Gesundheitsdaten sind die Kronjuwelen der Datenschutzbeauftragten, und mit einfach mal ein wenig KI ist im komplexen System "Mensch" nicht viel gewonnen. Viel eher benötigt werden fachlicher Tiefgang, Detailbesessenheit und Durchhaltevermögen. Für ihren Unternehmergeist wurde Enise bereits mit dem Gründerinnenpreis der Stadt Trier ausgezeichnet, und die Zeitschrift Focus nahm sie 2020 in die Liste der "100 wichtigsten Frauen Deutschlands" auf. Wir unterhalten uns mit Enise nicht nur über das, was ihr Startup macht, sondern auch, was für sie selber der Wechsel in die Gründerszene bedeutet - und wie das ihre Kolleginnen und Kollegen sehen.
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Tom Schneider, wie wird aus Trumpf ein digitaler Champion?
om Schneider ist CTO beim Weltmarktführer Trumpf, einen Vorzeigeunternehmen des deutschen Maschinenbaus. In den Bereichen Werkzeugmaschinen und Laser macht Trumpf so schnell niemand etwas vor - doch der Markt und die Kunden verändern sich. Und so muss sich ein CTO nicht nur mit Mechanik und Hardware beschäftigen, sondern auch mit Sensorik, Daten, Cybersecurity und neuen Geschäftsmodellen. Wo früher Werkzeugmaschinen als Inseln betrieben wurden, könnten heute Daten viel über den Zustand von Maschine und Produkten erzählen. Doch dazu müssen sich die Firmen - Trumpf ebenso wie seine Kunden - starken Veränderungsprozessen unterwerfen, alte Muster entsorgen und sich auf neue, riskante Wege einlassen. Und dies gilt nicht nur für den Werkzeug- und Maschinenbau, sondern für viele mittelständige Hidden Champions. Wir wollen von Tom wissen: Wie geht man so etwas an? Und was könnte das Erfolgsmodell der Zukunft sein?
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Prof. Monika Schnitzer, wie sehen die Wirtschaftsweisen das Jahr 2023?
Prof. Monika Schnitzer ist Vorsitzende des "Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" Deutschlands - oder kurz: Chefin der fünf Wirtschaftsweisen. Deren jährliches Herbstgutachten ist ein bisschen wie Zeugnistag: Wo steht Deutschlands Wirtschaft, welche Maßnahmen der Bundesregierung greifen oder nicht, und wohin könnten und sollten sich Staat und Wirtschaft bewegen? Für unseren Jahresrückblick 2023 können wir uns also keine bessere Gesprächspartnerin wünschen! Und wie zu erwarten war - das Zeugnis reicht nicht für eine Belobigung aus. Deutschland hinkt in der Digitalisierung weiterhin stark hinterher, und es ist wenig Ambition, das wirksam zu verändern. Noch immer ist der Datenschutz das Totschlag-Argument gegen jede Veränderung - obwohl Länder wie Dänemark oder Österreich sehr erfolgreich gezeigt haben, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen konstruktiv umsetzbar sind. Umso wichtiger wäre es, nun in der Bildung viel erfolgreicher und wirksamer zu werden. Wir fragen also Prof. Monika Schnitzer: Was sollte sich in Deutschland verändern? Ein erkenntnisreicher Abschluss eines intensiven, spannenden und bewegenden Podcast-Jahres - wie immer auch auf iTunes, Spotify, Audible & Co zu finden. Wir wollen an dieser Stelle ein riesengroßes DANKE sagen: an unsere tollen Studio-Gäste mit ihren Einblicken, an die Brand Eins und Detektor.fm Familie für die herzliche Aufnahme, und an alle unseren treuen und neuen Zuhörerinnen und Zuhörer! Ihr gebt uns so viel Kraft und Inspiration - wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2024 und wünschen euch ruhige Tage & viel Erholung zwischen den Jahren.
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Matthias Spielkamp, wie sieht Algorithm Watch den europäischen AI Act?
Die Europäische Union möchte Vorreiter zum Thema KI sein - nicht in Forschung und Anwendung, aber zumindest in der Regulierung. Das hohe Tempo der Weiterentwicklung von ChatGPT & Co hat nicht nur ein Führungschaos bei OpenAI ausgelöst, sondern lässt auch die Öffentlichkeit ratlos zurück. Steht eine "Super-KI", eine künstliche Intelligenz mit generalistischen Fähigkeiten, tatsächlich vor der Tür? Müssen wir uns vor KI schützen, solange wir es überhaupt noch können? Oder ist das alles Panikmache, und wir regulieren Europa aus der dominanten Zukunftstechnologie hinaus? Eins ist sicher: Es ist ein komplexes Thema mit weitreichenden Konsequenzen. Umso wichtiger, dass sich auch die Zivilgesellschaft damit beschäftigt, Bewertungskompetenz aufbaut und Gehör findet. AlgorithmWatch wurde 2016 gegründet, um diesen gesellschaftlichen Diskurs fundiert zu unterstützen. Die Organisation hat intensiv den fast dreijährigen Entstehungsprozess des "AI Act" der europäischen Union begleitet. In Folge 109 von #digdeep sprechen wir daher wieder mit Matthias Spielkamp, dem Mitgründer und Geschäftsführer von AlgorithmWatch, zu seiner Einschätzung, was im AI Act erreicht wurde und wo er noch offene Baustellen sieht. In unserem spannenden Gespräch geht es aber nicht nur um KI-Regulierung, sondern auch die Frage: Wie kommt man denn überhaupt in einem Minenfeld von Interessen, Interessen und Spielern zu einem gemeinsam getragenen Ergebnis, und wo stehen wir in diesem politischen Meinungsbildungsprozess? Mehr über die Arbeit von AlgorithmWatch und Unterstützungsmöglichkeiten findet ihr auf algorithmwatch.org! Die offizielle Seite der EU zum AI Act hier.
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Max Haberstroh und Christian Kohlschein, warum macht Technologie alleine nicht erfolgreich?
Unsere heutigen Studiogäste Max Haberstroh und Christian Kohlschein haben den Sprung aus der Forschung in ein eigenes Startup gewagt - und von dort zum globalen Player Accenture. Ihr Team unterstützt Unternehmen, Data-Analytics-Methoden in der industriellen Entwicklung und Produktion einzusetzen. Die großen "foundation models" der letzten Monate wie GPT-4 haben die Möglichkeiten dazu explosionsartig vergrößert. Doch jedes Werkzeug funktioniert nur, wenn man es richtig einsetzt, und die Umgebung beachtet. Und da sind in vielen Unternehmen noch Hausaufgaben zu machen: Die Qualität und das Management der Datenströme stellt häufig eine große Hürde vom Data-Prototypen hin zum produktiven Einsatz dar. Der Weg aus der Forschung in die industrielle Anwendung, aber auch der Weg von Forschenden in die Industrie ist unser Leitmotiv für unser Gespräch mit Christian und Max - wir finden: wieder eine spannende Folge! Reinhören auf digdeep.de, im gut sortierten Fachhandel und überall da, wo es Podcasts gibt ;-)
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Christof Kellerwessel, wie führt man Menschen durch Transformationsprozesse?
Wir könnten uns mit unserem Studiogast Christof Kellerwessel über so vieles unterhalten: über seine Zeit als Elektronik-Chef von Ford, das Auto seiner Träume, den Wandel der Automobil-Industrie hin zu einem SW-getriebenen Produkt, ob er seinem besten Freund einen Einstieg in die Auto-Branche raten würde, oder wie sie für Frauen attraktiver werden könnte. Haben wir auch. Aber wir haben auch mit Christof diskutiert, was hinter den Kulissen passiert: Was geschieht eigentlich mit den Menschen, die von diesen Veränderungen betroffen sind - sie ablehnen oder umarmen, behindern oder treiben? Und so entspannt sich in Folge 107 von #digdeep ein reflektiertes, wunderbares und langes Gespräch über Wandel und Konstanten, in der Industrie wie auch im persönlichen Leben als Führungskraft.
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Marvin Ruf, warum ist Mobilität so spannend wie nie?
Schon aufgefallen? Das Straßenbild verändert sich. Autos mit dem E-Kennzeichen werden selbstverständlich, Laden ist das neue Tanken, und auf der Autobahn sieht man Fahrer, die die Hände vom Lenkrad nehmen. Und selbst nach dem Kauf des Autos geht es mit digitalem After Sales weiter, über die gesamte Lebensdauer können neue Funktionen nachgeladen werden. Alle diese neuen Funktionen benötigen digitale Online-Dienste und Daten. Dass das funktioniert, dafür sorgen Firmen wie HERE, die mit ihren Kartendaten die Grundlagen für geobasierte Mobilitätsdienste bereitstellen. Dazu wird auch Schwarmintelligenz genutzt, denn neben den bekannten Messfahrzeugen mit Kameras und Sensoren auf dem Dach, die die Straßen abfahren, werden auch anonymisierte Daten der gesamten Kundenflotte genutzt. Unser Studiogast Marvin Ruf sagt über sich: "Ich bin ein Auto-Guy!" Bei HERE ist er für die Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern verantwortlich, nachdem er bereits in Innovationsteams bei verschiedenen OEMs gearbeitet hat. Er sagt: Noch wie war so viel Innovation, Veränderung und Geschwindigkeit in der Mobilitätsbranche wie heute. Wir wollen von ihm wissen, wohin die Reise geht!
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Tom Brägelmann, werden KI und Juristen noch beste Freunde?
Recht & KI ist der Stoff für viele Science-Fiction-Filme: KI klärt Verbrechen auf, oder noch besser: verhindert sie, bevor sie erst passieren. Doch die Wirklichkeit des Rechtssystem ist eine analoge. Recht und Rechtsprechung bauen auf jahrzehntelanger Erfahrung und Traditionen auf, sie nutzen sehr menschliche Prozesse und Verfahren. Und ganz viel Papier. Rechtsanwalt Tom Brägelmann wundert sich. Denn eigentlich sind die digitalen Werkzeuge wie ChatGPT eine großartige Erfindung, um sehr viele Routinejobs im Alltag eines Juristen auf Steroiden zu bearbeiten zu lassen. Tom ist ein international erfahrener Insolvenz- und Restrukturierungsexperte, war zuvor für namhafte Wirtschaftskanzleien tätig und ist sowohl in Deutschland als auch in den USA als Anwalt zugelassen, er spricht, schreibt und berät zum Thema Digitalisierung im Rechtswesen. In den USA wird nicht groß über "Digitalisierung" gesprochen - sie ist einfach Teil des heutigen Alltags und wird selbstredend genutzt. Ganz anders die Situation in Deutschland - doch warum eigentlich? Tom Brägelmann nimmt uns in Folge 105 von #digdeep auf eine äußerst unterhaltsame Reise durch die Irrungen des Rechtssystems, unerwartete Ursachenforschung in der Rechtsgeschichte und die überraschende Einsicht, dass KI doch nicht das letzte Wort im Gerichtssaal haben werden.
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ABOUT THIS SHOW
Wie funktioniert die digitale Transformation und welche Auswirkungen hat sie auf unser Leben? Wir schauen aus Wissenschaft (Frauke) und Wirtschaft (Christof) und die aktuellen digitalen Trends. Unsere Interview-Gäste bringen Praxiserfahrung und wissenschaftliche Tiefe ein - eine Stunde "dig deep"!
HOSTED BY
Prof. Frauke Kreuter und Dr. Christof Horn
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