eGender Video Episodes

PODCAST · education

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Gender und eLearning ExpertInnenlectures im Rahmen des Projektes „Delta 3“ Kooperation der Akademie der bildenden Künste Wien, TU Wien & Universität für Bodenkultur Im Rahmen des Projektes „Delta 3“ bemühen sich die drei kooperierenden Universitäten um die Weiterentwicklung von Strategien im Umgang mit digitalen Medien. Im Kontext einer angestrebten Qualitätssteigerung von/durch „eLearning“ ist es zentraler Bestandteil des Projektes die mit Gender Mainstreaming verknüpften Wissensbestände, Werte und Handlungsorientierungen zu thematisieren und in sämtliche Projektarbeitsfelder zu integrieren. Im Webblog eGender http://egender.akbild.ac.at werden sämtliche Aktivitäten im Kontext von Gender und „eLearning/eEducation“ (Lectures, Ringvorlesung etc.) dokumentiert und diskutiert. Neben den Pod- und Videocasts werden hier auch weitere Materialien (Texte, kommentierte Links) zu diesem weiten Themenfeld gebündelt. Die hier dokumentierten ExpertInnenlectures im Rahmen von Delta 3 (http://egender

  1. 32

    Bente Knoll: Vermittlung von „gender“

    Vermittlung von „gender“ im ingenieurwissenschaftlich-technischen Feld Feministische Wissenschaften und Genderforschung gehen ganz allgemein gesehen davon aus, dass es keine so genannten geschlechterneutralen Bereiche gibt. Geschlecht/er und auch Geschlechterverhältnisse sind keine „natürlichen“ Gegebenheiten oder biologischen Determinierungen, sondern sie sind vielmehr als soziale Konstrukte und konstruierte Kategorien zu verstehen. Gender ist in die kognitiven, sozialen und technischen Strukturen der Gesellschaft eingeschrieben und beeinflusst damit wissenschaftliche Denkansätze und Methoden wie auch das konkrete Handeln. Während es in den feministischen Wissenschaften und der Genderforschung unumstritten ist, dass Geschlecht in vielen Bereichen des Lebens eine wesentliche Rolle spielt, so ist es den AkteurInnen im ingenieurwissenschaftlich-technischen Feld keineswegs sofort einsichtig, dass „gender“ auch in den sogenannten „harten Wissenschaften“ - eben in den Ingenieursfächern und Naturwissenschaften – Relevanz hat. Wie können Geschlechterverhältnisse im ingenieurwissenschaftlich-technischen Feld sichtbar gemacht werden – ohne gleichzeitig bestehende Geschlechterstereotypen zu verfestigen? Wie kann „gender“ als Strukturkategorie adäquat thematisiert werden? Wie können gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung Geschlechtergerechtigkeit initiiert werden? Der Vortrag beschäftigt sich mit diesen Fragestellungen und zeigt auf, wie die „Vermittlung von ‚gender’ im ingenieurwissenschaftlich-technischen Feld“ „funktioniert“ und welche Möglichkeiten bzw. welche Grenzen sich in der Praxis auftun.

  2. 31

    Andrea Sick: Eine Frage des Stils

    Die Frage des Stils – das bedeutet immer ein Abwägen, ein Prüfen eines „spitzen Gegenstands“. Wenn wir nun nach dem Verhältnis und der Vermittlung von Subjekten und „Dingen“ fragen, ist es auch eine Stilfrage ihre Ausformungen zu beschreiben. So schafft auch der Stil allererst „wissenschaftliche Fakten“ bzw. „Transzendenzen“. Er ist das Instrumentarium, welches im Zuge der Vermittlungsarbeit zur „Vulgarisierung der Wissenschaft“ beitragen kann. Exemplarische Stileffekte des wissenschaftlichen Feldes einer „Robotik“ stehen hier im Fokus des Interesses: populäre Artikulationen wie die RoboCup mit ihren Sony-Roboterhunden und Honda-Humanoiden, kuschelnde Kissenroboter (kurz: The Hug), historische Geschöpfe wie die in den 1950er Jahren populäre Schildkröte von dem Neurophysiologen William Grey Walter sowie einige der vielen weiteren ewig sich reproduzierenden Vorstellungen einer Service Robotik. Inwiefern in solchen Artikulationen die Begriffspaare Natur und „Künstlich“ sowie Maschine und Mensch nicht überwunden sondern umgangen oder gar umgarnt werden, steht zur Disposition. Ebenso inwiefern sich hier Fragen der Geschlechterkonstruktion einschreiben und selbst vulgarisiert werden – im Zuge des Stils.

  3. 30

    Sylvia Eckermann: Im virtuellen Wissensraum

    Im virtuellen Wissensraum der Empirie: Empirische Beobachtungen und Geschichten rund um die Produktion von interaktiven Wissensräumen als Kunstprojekte, die Wissensvermittlung im 3D-Environment ermöglichen Mein Vortrag erzählt von fünf interaktiven, medialen Arbeiten, die auf eine spielerische, assoziative Weise, Wissen erfahrbar machen. Durch Navigation und Interaktion im virtuellen 3D-Environment werden Gedankenketten erzeugt – Inhalte kontextualisiert – eine semantische Matrix erkennbar. Unterstützt wird dies durch Klang, Licht, Sprache, Text, Objekte und andere architekturale Elemente. Mein Werkzeug für die Erzeugung künstlerischer und wissenschaftlicher Darstellungen im 3-dimensionalen Raum ist die Unreal Game Engine (Leveleditor UnrealEd.) – meine PartnerInnen: WissenschaftlerInnen, SkripterInnen, KlangkünstlerInnen und 3D-DesignerInnen. Inwieweit der Genderaspekt bei diesen Arbeiten eine Rolle spielt, überlasse ich den ExpertInnen – ich gehe davon aus, dass durch meine soziale Geschlechtsrolle und meine intensive Einflussnahme auf das Endprodukt, dieser weithin berücksichtigt wird. Anhand von Dokumentationsmaterial werden Arbeiten vorgestellt und diskutiert. Abschließend hat das Publikum die Möglichkeit, den virtuellen Wissensraum „n o w h e r e“ – eine interaktive 3D Collage zur Gedankenwelt utopischer Architekturideen, beschrieben in der „Gläsernen Kette“ – zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen. siehe dazu: http://syl-eckermann.net

  4. 29

    Barbara U. Schmidt: Bereit für den Erfolg?

    Bereit für den Erfolg? Zur Verknüpfung von Kompetenzdiskursen und Körperkonzepten in der Technologiewerbung Mit der Entwicklung und Verbreitung neuer Technologien ist eine tief greifende Neustrukturierung und Bewertung von Arbeit verbunden. Geht damit auch ein Aufweichen traditioneller Zuordnungen von beruflichen Kompetenzen einher? Auf den entsprechenden Werbebildern sind in vielen Männerdomänen inzwischen aktive, selbstbewusste Frauen zu sehen, was auf Prozesse der Öffnung und Verschiebung hindeutet. Oft sind in diesen Bildern die Diskurse von Kompetenz so mit den Repräsentationsmustern der Körper verknüpft, dass professionelle Mediennutzerinnen auch weiterhin primär über ihre Geschlechtszugehörigkeit definiert werden, während sich die berufstätigen Männer über ihre Expertise auszeichnen. Im Vortrag wird dieser Ambivalenz nachgegangen, um die generativen Muster und Regeln aufzudecken, die professionelle Mediennutzerinnen zwar zulassen, sie aber deutlich anders positionieren als ihre Kollegen.

  5. 28

    Verena Kuni: „Subversive Stitching“

    „Subversive Stitching“ und „Revolutionary Knitting Circles“. Zwischen Kunst, D.I.Y.-Kultur und Aktivismus: Nähen, Sticken und Stricken im Zeitalter von Web 2.0 Mit Handarbeiten assoziieren die Wenigsten feministische Politik: Schließlich wurden die Nadelkünste traditionell nicht nur den „weiblich“ identifizierten Hausarbeiten zugeschlagen, sondern gehörten zudem zu einem Erziehungskomplex, mit dem es ein entsprechendes Rollenverständnis „learning by doing“ einzuüben galt. Dass Handarbeitszirkel schon früh als Ort nicht nur sozialer, sondern auch politischer Kommunikation fungierten, hat an dieser Perspektive lange Zeit ebenso wenig ändern können wie Vorstöße insbesondere seitens der feministischen Kunstwissenschaft, den ästhetischen Eigenwert von Werkstücken wider eine auch geschlechterspezifisch konfigurierte Hierarchie der Künste stark zu machen. In jüngerer Zeit scheint sich das Blatt jedoch zu wenden – wie sich insbesondere im Radius elektronischer Medien und Netzwerke feststellen lässt. Hier erwacht nicht nur die Tradition der „Revolutionary Knitting Circles“ zu neuem Leben. Auch über D.I.Y.-Gemeinschaften, die weidlich von den Potenzialen diverser Web-Applikationen Gebrauch machen, erfahren neben Selbstgebasteltem die klassischen Handarbeitstechniken eine regelrechte Renaissance. Damit nicht genug: Während „Craftivism“ und „subversives Sticken“ den einen bereits als Kulturtechniken einer digital vernetzten, aber im Realraum agierenden Culture Jamming-Avantgarde gelten, forschen andere, inwieweit Maschenwerk geeignet ist, als „philosophisches Spielzeug“ das Denken zu trainieren und inwieweit über seine Verfertigung – „learning by doing“ – Modelle für komplexe Konzepte der Mathematik und theoretischen Physik erstellt werden können. Bedeutet dies nun, dass die traditionelle Verortung von Handarbeit in einem von Geschlechterdichotomien geprägten Wahrnehmungs- und Wertungsraster nicht mehr greift? Wer und was sind die treibenden Kräfte bei einer etwaigen Umkodierung? Und welche Rolle kommt dabei den elektronischen Medien und Netzwerken zu?

  6. 27

    Dorit Margreiter und Anette Baldauf: The She Zone

    Im Jahr 2004, während US-amerikanische Zeitschriften die befreienden Auswirkungen verschiedener frauenspezifischer Einkaufsräume im Mittleren Osten priesen, schloss eines davon, das Einkaufszentrum She Zone, in Abu Dhabi (UAE) aufgrund mangelnden Interesses. Das Scheitern der She Zone ermöglicht eine Erforschung des Verhältnisses von Geschlecht und Shopping sowie des Status frauenspezifischer Räume im Kontext aktueller neoliberaler Ökonomien. Es bietet einen produktiven Ausgangspunkt, von dem aus die Stadt Dubai analysiert werden kann, die allgemein als Expertin für spektakuläre Verkaufsräume und als Laboratorium zukünftiger Stadtformationen bekannt ist.

  7. 26

    Christiane Funken: Digitale Körperszenarien. Überlegungen zu einer (Neu-)Erfindung des Geschlechts

    Die Begegnung der Geschlechter, die üblicherweise in sozial anerkannte Kontexte eingebettet ist, welche als Garant sozialer Ordnung gelten, kann im Internet inszenatorisch überhöht oder ersatzlos gestrichen werden. An die Stelle der Geschlechtskörper treten Gebilde, die sich mithilfe einer hochentwickelten Technik hervorbringen lassen. Eine solche Umschrift des ‚natürlichen’ Körpers in ein mediales Konstrukt lässt die leiblichen Indikatoren des Geschlechts bis zur Bedeutungslosigkeit verblassen und (v)erklärt Sexualität zu einer symbolischen Arena, in der es möglich ist, anti-, inter-, trans- oder auch hypersexuelle Identitätsmuster zu erschaffen und zu spielen. Der „echte“ Mann und die „wirkliche“ Frau stehen nicht als Ausdruck für ‚ursprüngliche’ Sexualität, sondern für gelungene Performanz. Was aber macht Geschlecht dann aus? Lässt sich der Körper durch die technisch erzeugten Welten tatsächlich überwinden, weil die Leiblichkeit digital hergestellter Körper rein künstlich ist und keiner realen Sinneserfahrung entspricht? Oder – so könnte man einwenden – affizieren die medialisierten Bilder reale Selbstwahrnehmungen, die in der radikalen Verfremdung oder gar Überzeichnung klassischer Rollenstereotype nur scheinbar das reale Substrat aushöhlen?

  8. 25

    Claudia Reiche: Zur „Digitalen Szene“ von Schlachtfeldsimulationen des US-Militärs. Urszene der eEducation?

    Der Terminus ,Digitale Szene' bezeichnet den umfassenden Medienwandel zum Digitalen als einen nachträglich erscheinenden Wendepunkt in Anlehnung an die ,Urszene' der individuellen psychosexuellen Entwicklung. Dieser nachträglich theoretisierte medienhistorische Wendepunkt wird so auch in einen geschlechtsbezogenen Zusammenhang gestellt, exemplarisch an frühen bis heutigen digital basierten US- Schlachtfeldszenarien. Dass dieser Fall sich mehr als andere dazu anbietet, ja geradezu von sich aus mit sexuellen und religiösen Bezugnahmen aufwartet, möchte der Vortrag zeigen und zu Schlussfolgerungen einladen.

  9. 24

    Marina Grzinic: (Former) Eastern Europe, Feminism and Politics

    I would like to put forward some points that will help us in rearticulating the situation we have in social, theoretical and political terms in the present moment in Europe, regarding the former Eastern European space and gender histories and struggles. Gianni Vattimo, when thinking about New Europe talks about the gene of socialism that can be seen as something specific to Europe as a whole. In doing so he simply suggests that we have to put into parenthesis the real socialist histories of horrors of Europe. But the history of socialism cannot be evacuated from its Eastern European legacy. The gene of socialism as proposed by Vattimo is a process of swallowing up, or better, of evacuating several decades of East Europe's history. This means to evacuate precisely those conditions of impossibility that would normally prevent to see socialism to be seen only as a process of humanization and prosperity. In short, it would be possible to subtitle this second part of my text the following: "To whom does the gene of Socialism belong to?" Talking about genes then means to underline the gene of oppressions and wars exported from the nucleus of Europe toward its East/South borders or out of Europe. These genes produced millions of refugees, immigrants, people without papers, trafficking of bodies and minds, slavery of millions, etc. The gene of inclusion and exclusion from or within Europe is to be seen today according to Gail Lewis, the British theoretician, also in the form of the black female body, the body in constant processes of trafficking, exploitation and being subsumed within different stories of contemporary racism. Alison M. Jaggar, in an interview published in Zarez, Zagreb said that on a global neoliberal scale contemporary democracy has the face of white men! And, she added, what is to be heard from the other part of the gender divide is only the wealthy academic white women elite.

  10. 23

    Einleitung

    Andreas Spiegl, Bettina Henkel und Jakob Krameritsch

  11. 22

    Karin Harrasser: Cyberfeminismus: Endstation Sehnsucht?

    Endstation Sehnsucht? Die Politik des Cyberfeminismus Wenn es ein Gründungsdokument des Cyberfeminismus gibt, dann ist es Donna Haraways erstmals 1985 publiziertes Manifest für Cyborgs, das mit Rückbezug auf Werke feministischer Science Fiction-AutorInnen die Cyborg als eine Leitfigur des Feminismus im Zeitalter der Technowissenschaften zu installieren suchte. Das Manifest verstand sich als Dekonstruktion androzentrischer Technik- und Wissenschaftserzählungen und als eine sozialistisch-feministische Intervention im Symbolhaushalt der sich formierenden „Informationsgesellschaft“. Das Manifest operierte ganz im Trend der Zeit mit Strategien der Mehrstimmigkeit und der Hybridität. Die Figur der Cyborg versprach klassen-, rassen- oder geschlechtsbedingte Widersprüche aufzusprengen und wurde zum Leitbild eines Cyberfeminismus, der auf eine Politik der Vernetzung, der partiellen und temporären Affinitäten und nicht zuletzt auf die Aneignung digitaler Technologien durch Frauen setzte. Tatsächliche Entwicklungen im IT-Sektor und ökonomische wie politische Trends scheinen ein Scheitern dieser Politik anzuzeigen. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern dies mit der Logik cyberfeministischen Denkens selbst zu tun hat, fragt aber auch danach, welche Strategien auch heute noch eine Wirksamkeit entfalten könnten.

  12. 21

    Gabriele Winker: Der Internet-Hype ist vorbei – was ist geblieben?

    Der Internet-Hype ist vorbei – was ist geblieben? Auf der Suche nach feministischen Gegenöffentlichkeiten Nachdem sich mit der zügigen Verbreitung des Internets in der BRD weder, wie erhofft, die politische Kommunikation über feministische Anliegen deutlich verbreitert hat, noch die befürchtete weitere Ausgrenzung von Frauen aus demokratischen Prozessen eingetreten ist, wird in diesem Vortrag dargelegt, wie – weit weniger spektakulär – zahlreiche frauenpolitische Netze das Medium Internet in ihre politische Arbeit integrieren. Es wird analysiert, wie unterschiedliche Frauenorganisationen mit ihren Webauftritten versuchen, feministische Gegenöffentlichkeiten auszubauen und kritisch auf hegemoniale Öffentlichkeiten Einfluss zu nehmen.

  13. 20

    Christina Buder: Frauen und Kommunikations - Technologien im globalen Süden

    Frauen und Informations- und Kommunikationstechnologien im globalen Süden: Chancen und Grenzen für ein Empowerment Der Vortrag umfasst eine Auseinandersetzung mit Informations- und Kommunikationstechnologien und ihrer Bedeutung für Frauen des globalen Südens. Die ungleiche Verteilung von Wissen und Information aus entwicklungspolitischer Genderperspektive sowie der Umgang der Frauenbewegungen mit den neuen Technologien und deren Potenziale zur Verbesserung der Stellung der Frauen in ihren Gesellschaften stehen im Mittelpunkt.

  14. 19

    eGender: Einführung: sechste Lecture

    Andreas Spiegl, Bettina Henkel und Ana Hoffner sprechen einleitende Wort und unreissen den Rahmen der Lecturereihe "Gender und eLearning".

  15. 18

    eGender: Einführung: fünfte Lecture

    Einleitung zum Vortrag von Gill Kirkup durch Brigitte Kossek (Projektzentrum Lehrentwicklung der Universität Wien) und Marlen Bidwell-Steiner (Referat Genderfoschung der Universität Wien).

  16. 17

    Heike Wiesner: Lecture im Rahmen von eGender

    Der Vortrag geht der Frage nach, inwieweit die Kategorie „Geschlecht“ sich auf Aufbau, Struktur und Durchführung von virtuellen Lern- und Lehrumgebungen auswirkt. Er bietet einen Einblick in das Konzept Gender und zeigt auf, wie es gelingen kann, Erfolgskriterien für Chancengleichheit im Bereich multimedialen Lehrens und Lernens zu entwickeln und umzusetzen. Die Kategorie „Geschlecht“ in virtuelle Lehr- und Lernumgebungen systematisch einzuführen, beinhaltet somit das Anliegen geschlechterbewusste Sichtweisen in alle Lernmodule und Lerneinheiten einzubeziehen. Was sind Kriterien für eine gendersensible virtuelle Lehre? Wie lassen sich Gender-Themen in eine Fachdisziplin integrieren, deren inhaltliche Ausrichtung auch auf technische Handlungsfelder trifft, die ohne sichtbare Bezugnahme zur Kategorie Gender entwickelt wurden?

  17. 16

    Gill Kirkup: Lecture im Rahmen von eGender

    In Universities we are busy dealing with the impact of elearning tools and pedagogies on our students and our staff and our knowledge domains. We know that elearning can create opportunities; we worry that it also creates barriers. But who benefits and who is disadvantaged is not yet clear. In this new higher education landscape the complexities of gender can be overlooked because our attention is fully occupied with new structures, technologies, practices, markets, and too few resources. Women students, on the other hand, don’t cause us worry; overall they appear to be performing well. However, it is possible to lose the gender equality gains that have been achieved in the last thirty years in the complexities of change. In this lecture I will argue that the new elearning landscape needs to be examined through the lens of gender. I will review what is known about women’s access to, and use of the technologies of elearning, and relate this to what we know about gender and higher education. I will discuss how gender mainstreaming principles can be integrated into good practices in the design and delivery of elearning, to increase the opportunities for all.

  18. 15

    Einleitung: vierte Lecture

    Andreas Spiegl, Bettina Henkel und Jakob Krameritsch sprechen einleitende Worte.

  19. 14

    Corinna Bath: Lecture im Rahmen von eGender

    Die Frage, ob Benutzungsschnittstellen vergeschlechtlicht sind, ruft zumeist zwei Reaktionen hervor. Entweder wird Technik prinzipiell als neutral deklariert oder es werden signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede bei Nutzung von Schnittstellen unterstellt. Während die erste Position auf einem Wissenschaftsideal von rationaler, objektiver und wertfreier Forschung basiert, greift die zweite häufig auf vermeintlich körperlich begründete Differenzen zwischen Frauen und Männern zurück. Beide Auffassungen wurden von der Wissenschafts- und Technikforschung, Gesellschaftstheorie und den Gender Studies widerlegt. Es gibt kein „Design from nowhere“, wie die Wissenschaftsforscherin Lucy Suchman betont. Artefakte sind nicht „unschuldig“, sondern stets in gesellschaftlich-hierarchischen Machtstrukturen verortet. Subjektivität, politische Interessen oder vermeintliche Selbstverständnisse durchdringen soziale und wissenschaftliche Realitätskonstruktionen ebenso wie die ingenieurwissenschaftliche Konstruktion der Artefakte. So scheint auch die „Sichtbarkeit“ der gegenwärtig populär diskutierten Geschlechterdifferenzen (z.B. bei der Raumnavigation, bei sprachlichen Fähigkeiten oder der Nutzung verschiedener Hirnareale) stärker von zuvor festgesetzten Kriterien, Grenzwerten und Algorithmen abzuhängen als von den erzielten Messwerten selbst.

  20. 13

    Birgit Buchinger und Ulrike Gschwandtner

    Wir trauern um Ulrike Gschwandtner, die am 3. Juli 2007 völlig unerwartet in Pakistan gestorben ist. Gender Mainstreaming als Organisations-Entwicklungs-Prozess Die Implementierung von Gender Mainstreaming als umfassende Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter stellt für viele Organisationen eine Herausforderung dar. Der Top-Down-Beschluss, Gender Mainstreaming in der eigenen Organisation umsetzen zu wollen, hat meist viele Fragen und offene Punkte zur Folge. Die Referentinnen Birgit Buchinger und Ulrike Gschwandtner plädieren dafür, Gender Mainstreaming als OE-Prozess anzulegen, um nicht bei der Abhaltung von Gender Trainings für Führungskräfte stecken zu bleiben, was viele Organisationen als unbefriedigend erleben.

  21. 12

    Bente Knoll: Lecture im Rahmen von eGender

    Das Projekt „Gender in die Lehre“ (GiL) an der TU Wien ist ein Projekt der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies TU Wien in Kooperation mit Dipl. Ing.in Sonja Hnilica und Knoll Szalai Technisches Büro für Landschaftsplanung und Unternehmensberatung. GiL (Okt. 2005 – Dez. 2007) ist das erste Projekt in Österreich, das sich konkret mit dem Zusammenhang von Gender und zwei ausgewählten Studienrichtungen – nämlich Elektrotechnik und Technische Physik – an einer Technischen Universität umfassend auseinander setzt, für eine Sensibilisierung auf unterschiedlichen Ebenen sorgt sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Implementierung von Gender in die Lehre entwickelt. Eine quantitative Genderanalyse, mit der sich die Situation von StudienanfängerInnen, AbbrecherInnen, AbsolventInnen, dem wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Personal zumindest zahlenmäßig besser einschätzten lässt, stand am Beginn des Projektes. Ausgehend von dieser Basis werden nun Handlungsempfehlungen entwickelt und Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt, auf denen Gender wirksam wird und ist.

  22. 11

    Podiumsdisskussion: eGender: Lecture

    Die Vortragenden Birgit Buchinger, Ulrike Gschwandtner und Bente Knoll diskutieren mit Andreas Spiegl.

  23. 10

    Podiumsdisskussion: eGender: Lecture: Gender in User Interfaces?

    Heike Wiesner und Corinna Bath nehmen zu Fragen aus dem Publikum Stellung; moderiert von Andreas Spiegl.

  24. 9

    Einleitung: zweite Lecture

    Johannes Fröhlich (TU Wien), Bettina Henkel und Jakob Krameritsch (beide: Akademie der bildenden Künste Wien) erläutern Ziele des Projektes „Delta 3“ (www.delta3.at) und den Rahmen der ExpertInnenlectures "Gender und eLearning".

  25. 8

    Film über Web 2.0

    Video des amerikanischen Kultur-Anthropologen Michael Wesch zur Frage “Was ist/bedeutet Web 2.0?”. Siehe dazu auch den Weblog-Eintrag des Schweizer Historikers Jan Hodel.

  26. 7

    Einführung: dritte Lecture

    Anhand eines Forschungsprojektes über Collaboratives Blended Learning gibt Barbara Buchegger Kriterien für eine hohe Lernzielerreichung und Anregungen für TutorInnen.

  27. 6

    Vortrag Ursula Seethaler

    Ursula Seethaler beschäftigt sich mit der Frage, wie Nachteile von Kommunikationsmustern zwischen Männern und Frauen durch Undoing-Gender-Maßnahmen aufgehoben werden können.

  28. 5
  29. 4

    Vortrag Marc Jelitto

    Marc Jelitto hält fest, dass es sich bei Gender Mainstreaming nicht um Frauenförderung handelt und weist darauf hin dass es Bereiche gibt in denen Männer gefördert müssen.

  30. 3

    Vortrag Angela Wroblewski

    Angela Wroblewski geht der Frage nach wie Implementierung von Gender Mainstreaming aus der Perspektive der Evaluation erfolgen kann bzw was „gendern“ von Projekten bedeuten kann.

  31. 2

    Podiumsdisskussion

    In der von Andreas Spiegl moderierten Abschlussdiskussion werden einzelne Aspekte der Inputs der ReferentInnen (Angela Wroblewski und Marc Jelitto) nochmals genauer unter die Lupe genommen.

  32. 1

    Einführung

    Johannes Fröhlich (TU Wien), Andreas Spiegl, Bettina Henkel und Jakob Krameritsch (alle: Akademie der bildenden Künste Wien) erläutern den Kontext und inhaltlichen Rahmen der Lecturereihe "Gender und eLearning" im Rahmen des Projektes "Delta 3".

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