PODCAST · history
Gedichte aus der Geschichte
by Franziska und Sophie Vogt
Jeden Monat stellen wir euch ein Gedicht vor, das sich auf ein spezielles historisches Ereignis bezieht oder von besonderer historischer Relevanz ist. Wir, das sind Sophie und Franziska, zwei Deutsch- und Geschichtslehrerinnen.Unter diesem Link findet ihr Arbeitsblätter zu jeder Folge, falls ihr unseren Podcast im Unterricht einsetzen wollt. https://www.mediafire.com/folder/yf04v123i3x6u/Arbeitsblätter_GedichteAusDerGeschichte
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Tand, Tand / Ist das Gebilde von Menschenhand
Am 28. Dezember 1879 stürzte der Mittelteil der erst im Jahr zuvor fertiggestellten Brücke über den schottischen Firth of Tay mitsamt eines Personenzugs auf seinem Weg von Edinburgh nach Dundee in den Fjord. Dieses Unglück verarbeitet Theodor Fontane in seiner Ballade „Die Brück‘ am Tay“, die nur wenige Tage später entstand. Sie spiegelt den Widerstreit zwischen der menschengemachten Technik und den Kräften der Natur.
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29
Das letzte Gold verfallener Sterne
Alle niedersächsischen 12. Klässler:innen kennen Elis aus E.T.A. Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“. Aber von welcher historischen Person wurde Elis inspiriert und wie beeinflusste wiederum Hoffmanns Figur Georg Trakl bei seinem Gedicht „An den Knaben Elis“? Diesen Fragen gehen wir heute in unserer Folge über den Untergang der Poesie nach.
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28
Beil und Scheit und Würgerluft
Der SPD-Reichstagsabgeordnete Hermann Tempel musste vor den Nazis ins Exil flüchten, stellte sich nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande jedoch selbst, als die Gestapo auf der Suche nach ihm seinen ehemaligen Vermieter ins Visier nahm. Während seiner Haft im Strafgefängnis Wolfenbüttel schrieb er sein Gedicht „Unter dem Beil“, das neben Tempels Biographie Gegenstand unserer heutigen Folge sein wird. Wenn ihr mehr über das Strafgefängnis Wolfenbüttel erfahren möchtet, besucht die Ausstellung der @gedenkstaettewolfenbuettel – eine sehr lohnenswerte, interessante und vielseitige Ausstellung!
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27
Zum Erhabenen muss man geboren sein
Die heutige Folge widmet sich dem einzig bekannten Gedicht Albert Einsteins „Zu Spinozas Ethik“, in dem er sich mit dem Hauptwerk des bedeutenden Philosophen des 17. Jahrhunderts auseinandersetzt. Die beiden verbindet ein streng deterministisches Weltbild und ein personaler Gottesbegriff.
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26
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen
Wie wir im Januar 2024 begonnen haben, so setzen wir unseren Podcast dieses Jahr fort: Mit einem Gedicht des Expressionismus. Jakob van Hoddis‘ „Weltende“ entstand 1910 unter dem Eindruck der Hysterie, welche die Annäherung des Halleyschen Kometen an die Erde auslöste.
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25
Aus ihren Liebesbanden/War keine Rettung mehr
Wie letztes Jahr zur Weihnachtszeit steht heute eine Ballade im Vordergrund. Clemens Brentanos „Zu Bacharach am Rheine“ erzählt die Geschichte einer von ihm ureigen erfundenen Figur, der Lore Lay. Mit seinem Gedicht schuf er eine neue Mythologie, die Ovids „Metamorphosen“ mit dem sagenumwobenen Rheinfelsen und romantischer Poetologie verbindet.
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24
Weit wallt und wogt der Hader
Auf einen expliziten Hörerwunsch sprechen wir heute zum dritten Mal über ein Gedicht, das im Kontext des Ersten Weltkriegs entstand. Walter Flex’ „Wildgänse rauschen durch die Nacht“ ist eine Mischung aus Volkslied, protestantischem Kirchenlied und naturmagischer Ballade, das in der Vertonung Robert Götz’ bekannt wurde. Das Gedicht steht zu Beginn der Novelle „Der Wanderer zwischen beiden Welten“, in der Flex den Tod seines Kameraden Ernst Wurche literarisch verarbeitet.
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23
Wie Sterne in der Nacht
Heute ist eine ganz besonders emotionale Folge. In ihrem Mittelpunkt steht Joseph Wulf, Holocaust-Überlebender, Historiker und auch Autor des heutigen Gedichts „Zunenshtraln“, das Hoffnung inmitten des Elendes von Auschwitz vermittelt.
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22
Dies Stück Fleisch / war einmal ein Kind
Mit „Auf den Tod des Generalbundesanwalts Siegfried Buback“ von Erich Fried thematisieren wir heute ein wichtiges Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte. Die Ermordung Bubacks durch die RAF bildet den Auftakt des Terrorjahres 1977, welches im sogenannten Deutschen Herbst gipfelte.
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21
Lösest endlich auch einmal/Meine Seele ganz
Nun ist es endlich so weit, wir kommen zu DEM deutschen Dichter, Johann Wolfgang Goethe, und seinem Gedicht „An den Mond“. Wir beleuchten seinen Entstehungskontext, seine verschiedenen Fassungen und auch „An den Mond / nach meiner Manier“ von Charlotte von Stein, zu der Goethe eine ganz besondere Beziehung verband. Mehr dazu in unserer Folge.
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20
Ich packe meinen Optimismus ein
Mascha Kalékos „Auf einen Café-Tisch gekritzelt“ ist ein Gedicht, das heute noch genauso geschrieben werden könnte. In dieser Folge beleuchten wir die Geschichten des berühmten Romanischen Cafés, dem zweiten Zuhause vieler Literat:innen der Weimarer Republik, sowie das Ende einer Großstadtliebe an eben jenem Ort.
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19
Deutschland, wir weben dein Leichentuch
Heinrich Heines Gedicht „Die schlesischen Weber“ ist das bekannteste einer Vielzahl von Weber-Gedichten, die als Reaktion auf den Aufstand im Eulengebirge am 4. und 5. Juni 1844 entstanden. Es deutet die Ereignisse in Anlehnung an Marx als gezielten Klassenkampf des Proletariats.
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18
Feierliches Waldesschweigen
Heute knüpfen wir thematisch an unsere erste Folge „Alle Straßen münden in schwarze Verwesung“ an. Wieder geht es um ein Gedicht von der Front des Ersten Weltkriegs, diesmal „Lauscherposten“ von Gorch Fock. Falls euch der Name bisher nur durch das Segelschulschiff bekannt ist, hier erfahrt ihr mehr darüber, wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt.
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17
Ist ja ‘ne interessante Mischung
May Ayims Gedicht „afro-deutsch I“ ist inzwischen 40 Jahre alt und immer noch oder wieder erschreckend aktuell. Die Dichterin und Aktivistin war wichtiges Mitglied der von Audre Lorde inspirierten afro-deutschen Bewegung der 80er und 90er Jahre und verarbeitete in ihrer Lyrik den alltäglichen Rassismus der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Die Aufzeichnung von "afro-deutsch I" stammt aus der ARD Audiothek https://www.ardaudiothek.de/episode/kurz-und-gut/may-ayim-afro-deutsch/radio3/13163857/
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16
Zornschrei der Geschändeten
In dieser Folge werfen wir noch einmal einen Blick auf Hiroshima, aber aus der japanischen Perspektive. Kurihara Sadakos „Wenn wir Hiroshima sagen“ legt den Fokus auf die Kriegsverbrechen Japans, deren Aufarbeitung sie als Voraussetzung für die Anteilnahme am Schicksal der Bevölkerung Hiroshimas sieht.
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15
Im Wald des Vergessens
Heute befassen wir uns mit „Hiroshima“ von Marie Luise Kaschnitz, welches Fragen nach Schuld und Verantwortung bezüglich der Atombombenabwürfe über Japan im August 1945 aufwirft. Dazu beleuchten wir knapp Ursachen und Folgen dieses schrecklichen Ereignisses, und gehen dem nach, wer „den Tod auf Hiroshima warf“.
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14
Weil wir dieses Land verbessern / Lieben und beschirmen wir‘s
Dies ist Teil 2 der Folge zum „Lied der Deutschen“ und widmet sich seiner Rezeptionsgeschichte vom Vormärz bis zur Wiedervereinigung sowie einem besonderen Gedicht, das Bezug auf das „Deutschlandlied“ nimmt, und zwar Bertolt Brechts „Kinderhymne“ – vielleicht die bessere Nationalhymne?
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13
Einigkeit und Recht und Freiheit
Ich habe euch abstimmen lassen und viele wollten eher bekanntere Gedichte hören. Also dachte ich, welches Gedicht bzw. Lied kennen alle Deutschen (und wissen vermutlich recht wenig darüber)? Deswegen beschäftigen wir uns heute mit Hoffmann von Fallerslebens „Lied der Deutschen“. Diese Folge ist Teil 1 einer Doppelfolge.
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12
Und sieh, ob noch die Raben/Herfliegen um den Berg
Heute beschäftigen wir uns gleich mit zwei Friedrichs. Einmal mit Friedrich I., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches im 12. Jahrhundert, und dann mit Friedrich Rückerts Gedicht „Barbarossa“, welches sich mit dem Mythos, der sich um Friedrich I. rankt, auseinandersetzt.
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11
In Männer-Hertzen wohnt nicht Hertz und Muth allein
Im Zeitalter der Aufklärung gab es einige heute größtenteils wenig bekannte (weibliche) Stimmen, die sich für Gleichberechtigung und Frauenbildung einsetzten. Eine von ihnen war Christiana Mariana von Ziegler, die in dem heute behandelten Gedicht die Frage stellt, „Ob Einer Dame erlaubet In Waffen sich zu üben“.
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10
Unter euch verginge / dürftig unser süßes Mädchentum
Unsre Folge widmet sich Rilkes Sappho, Einer großen Dichterin alter Zeiten. Dieser dunklen Griechin Fragmente birgen Manches Moderne.
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9
Player with Railroads
Na nu, eine neue Veröffentlichung mitten im Monat? In dieser Folge ist einiges anders als sonst. Ich habe dabei besonders an diejenigen gedacht, die meinen, mit Lyrik eher wenig anfangen zu können. Unser heutiges Gedicht stammt nämlich vom Computerwissenschaftler Peter Samson und verrät uns einiges über die Ursprünge des Hacking im Modelleisenbahnbau. Aber keine Sorge, am 01.09. geht es wie gewohnt weiter.
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8
Heldin, die dem Glauben starb
Wir begeben uns mit der heutigen Folge in die Zeit der Französischen Revolution und sprechen über Charlotte Corday, die Mörderin Jean-Paul Marats, welche Titelgeberin einer der Gedichte aus Gertrud Kolmars Balladenzyklus „Robespierre“ ist.
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7
Aller ende / Ende das fest!
Die heutige Folge ist zwar ungewohnt lang, dafür aber umso spannender. Darin präsentiere ich Sophie und euch den Gedichtzyklus „Algabal“ von Stefan George, der von Heliogabalus, einem römischen Kaiser des frühen 3. Jahrhunderts inspiriert ist. Kleiner Hinweis: Ich werde für Heliogabalus das geschlechtsneutrale Pronomen „xier“ verwenden. Die Gründe dafür erkläre ich euch zu Beginn.
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6
Unsre Heimat ist nicht hier
Diese Folge widmet sich der Geschichte einer unerfüllten Liebe, und zwar zwischen Mathilde Wesendonck und Richard Wagner, die für beide eine große Quelle der Inspiration war und aus der unter anderem das heute behandelte Gedicht "Im Treibhaus" entstand.
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5
Nun tanzen die Ratten im Geklirr
Das kurze, symbolisch aufgeladene Exilgedicht „Mein blaues Klavier“ von Else Lasker-Schüler beklagt den Niedergang von Kunst und Kultur unter der Naziherrschaft und steckt voller spannender intertextueller Referenzen, weshalb ich es mir für unsere heutige Folge ausgesucht habe.
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4
Nû alrêst lebe ich mir werde
Wenn ihr mich auf Mittelhochdeutsch singen hören wollt, solltet ihr diese Folge nicht verpassen, denn es geht um Walther von der Vogelweides „Palästinalied“, welches die Teilnahme an einem Kreuzzug thematisiert.
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3
Mit letzter Tinte
Heute begeben wir uns mit Günter Grass’ „Was gesagt werden muss“ in die unmittelbare Vergangenheit. In seinem Prosagedicht kritisiert der Literaturnobelpreisträger die deutschen U-Boot-Lieferungen an Israel und warnt vor einem Krieg zwischen Israel und Iran.
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2
Die Freiheit nur ist Siegeslohn
In der heutigen Folge stelle ich Sophie das patriotische Gedicht „Zur Kriegserklärung“ von der bedeutenden Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters vor. Es thematisiert den Deutsch-Französischen Krieg und dessen Beitrag zur nationalen Einheit.
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1
Alle Straßen münden in schwarze Verwesung
In unserer ersten Folge spreche ich, Franziska, mit meiner Schwester Sophie über „Grodek“ von Georg Trakl. Ein kurzes, bildgewaltiges und verstörendes Gedicht, das eine Schlacht zu Beginn des Ersten Weltkriegs thematisiert. Entschuldigt bitte die schlechte Tonqualität. Die nächste Folge wird besser, versprochen! Diese wird wie alle weiteren Episoden am jeweils Ersten des nächsten Monats erscheinen. Wir freuen uns schon :)
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