PODCAST · business
Gemeinsam Wirtschaft gestalten
by IKB Deutsche Industriebank AG
Herzlich Willkommen bei ,,Gemeinsam Wirtschaft gestalten - Der IKB-Podcast zu Konjunktur, Branchen & Investitionen''.Ob Konjunktur, Kapitalmärkte oder Weltwirtschaft: Wer heute unternehmerisch oder strategisch denkt, braucht Orientierung. In unserem neuen Podcast liefert unser Chefvolkswirt Dr. Klaus Bauknecht gemeinsam mit Expertinnen und Experten der IKB genau das: Klare Analysen, gut und fundiert aufbereitet. Immer freitags neu.Neu dabei: Alle zwei Wochen ergänzen Stimmen aus dem Vertrieb das Format. Unsere Sektorexpertinnen und -experten berichten praxisnah aus dem Mittelstand zu allen Themen, die Unternehmen konkret bewegen.Viel Spaß beim Hören!
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Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?
Aktuelle Prognose gehen weiterhin von globalem Wachstum und einer damit steigenden Ölnachfrage für 2026 aus. Ein physischer Engpass, beispielsweise durch Zerstörung bedeutender Ölinfrastruktur, würde jedoch einen deutlichen Ölpreisanstieg erfordern, um die Ölnachfrage zu dämpfen und somit ein neues Marktgleichgewicht herbeizuführen. Nur eine globale Rezession, die die Nachfrage nach Öl ausreichend reduziert, kann im Fall einer solchen Unterversorgung einen drastischen weiteren Ölpreisanstieg verhindern. Die aktuelle Maßnahme der Bundesregierung, Verbraucher und Unternehmen durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer zu entlasten, ist deshalb aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv. Sie verzögert notwendige Nachfrageanpassungen, sodass der Druck auf den Ölpreis bestehen bleibt. Auch wenn die jüngsten Inflationszahlen bereits den Anstieg im Ölpreis spiegeln, bleibt für die EZB somit entscheidend, ob und wie schnell sich eine realwirtschaftliche Abkühlung und damit gegenläufige, deflationäre Effekte ergeben.
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Weitgehend stabiler Ausblick trotz hoher Unsicherheiten
Geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und eine spürbar eingetrübte Stimmung setzen die Wirtschaft unter Druck. Viele Prognosen wurden zuletzt nach unten korrigiert, doch das Gesamtbild bleibt differenziert. In dieser Folge sprechen Klaus Bauknecht, Chefvolkswirt der IKB, und Johannes Sausen, Leiter Sektorvertrieb, über die aktuellen Entwicklungen und die Implikationen für Wachstum und Inflation. Gemeinsam ordnen sie ein, welche Konsequenzen sich für den privaten Konsum in Deutschland ergeben, warum sich der private Konsum trotz anhaltender Belastungen robuster als erwartet zeigt, und welche Faktoren dafür sprechen, dass ein drastischer Einbruch aktuell nicht zu erwarten ist.
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Immobilienmarkt im Wandel – zwischen Druck, Perspektiven und neuer Dynamik
Steigende Mieten, zu wenig Neubau und ein Markt im Umbruch – die Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen. In dieser Folge spricht Markus Hamm, Leiter Immobilienfinanzierung bei der IKB, über die aktuelle Marktsituation, ordnet zentrale Makrotrends ein und erklärt, warum der Wohnungsbau trotz hoher Nachfrage ins Stocken geraten ist. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf mögliche Lösungsansätze, beleuchten die gesellschaftlichen Auswirkungen und diskutieren die Perspektiven für den Büromarkt. Außerdem gibt Markus einen Ausblick auf die kommenden Jahre: von einer möglichen Stabilisierung ab 2026 über eine Belebung des Investmentmarktes bis hin zur Rückkehr zu einem nachhaltig funktionierenden Markt.
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Prognosen in unsicheren Zeiten - Was macht die EZB?
Im Schatten der globalen Unsicherheiten infolge des Iran-Konflikts wurden die Inflations- und Wachstumsprognosen zahlreicher Institute revidiert. Dennoch behält die EZB ihren neutralen geldpolitischen Kurs bei und nimmt keine Zinsanpassung vor. Zwar könnten zur Wahrung der geldpolitischen Glaubwürdigkeit und angesichts erhöhter Inflationsrisiken moderate Zinsschritte erforderlich werden, die realwirtschaftlichen Implikationen des Irankriegs sprechen jedoch gegen eine nennenswerte Straffung. Denn entscheidend ist nicht der kurzfristige Inflationsanstieg, sondern inwieweit Zweitrundeneffekte den Inflationsausblick belasten. Insgesamt verfügt die EZB vor dem Hintergrund eines moderaten Zinsniveaus über ausreichenden Spielraum, die weitere Datenentwicklung abzuwarten. Auch die US-Notenbank sowie die Bank of England üben sich hinsichtlich Zinsanpassungen vorerst in Zurückhaltung.
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Iran-Konflikt – Perspektiven für Weltwirtschaft und Geldpolitik
In Folge des Iran-Konflikts zeichnet sich eine deutliche Risikoaversion auf den Märkten ab. So kam es neben Korrekturen auf den Aktienmärkten und einem Ölpreisanstieg von um die 18% auch zu einem Anstieg der 10-jährigen US-Renditen sowie einer Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Das spiegelt die steigenden Inflationserwartungen für die USA wider, die als Nettoexporteur von Öl zwar nicht von Öl aus dem persischen Golf abhängen, deren Volkswirtschaft sich dennoch mit den global ansteigenden Rohölpreisen konfrontiert sieht. Sollte der Konflikt andauern, wäre ein Stagflationsszenario wahrscheinlich. Dahingegen würde ein andauernder Konflikt die Produzentenpreise Chinas in die Höhe treiben, was, neben der erwartbaren Abnahme der globalen Wachstumsdynamik, eine Ausweitung der chinesischen Produktionsüberkapazitäten bedingen würde. Auch wenn die steigenden Ölpreise kurzfristig einen Anstieg der Inflation mit sich bringen, sind Zweitrundeneffekte in Folge der resultierenden globalen Wachstumseintrübung selbst in einem Worst-Case Szenario unwahrscheinlich. Daher ist für die Eurozone weiterhin von einer neutralen Geldpolitik auszugehen, wobei auch im Fall eines Andauerns des Konflikts eher Raum für eine Zinssenkung als für Zinsanhebungen gegeben sein sollte.
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Welthandel: Verschiebung statt Fragmentierung
Die in Folge der protektionistischen US-Politik entstandenen wirtschaftspolitischen Spannungen zeigen bislang keinen Einbruch des Welthandels. Allerdings deuten die Daten zur globalen Exportentwicklung auf eine Verschiebung der Exportströme. Für China zeigt sich, dass ein deutlicher Rückgang der Exporte in die USA infolge der US-Importzölle. Dementgegen steht eine Intensivierung der Exportströme nach Europa, Südostasien, Lateinamerika und Afrika. Der Rückgang im US-Markt wird somit weitgehend durch eine Diversifizierung der Absatzmärkte kompensiert. Die Folge ist weniger eine Abnahme der chinesischen Exportleistung, sondern deutet auf eine geographische Reallokation hin. Auch für die deutschen Exporte steht die Abnahme der Exporte in die USA einer Zunahme der binneneuropäischen Exporte entgegen. Für Europa impliziert diese Umlenkung einen steigenden Wettbewerbsdruck, da chinesische Überkapazitäten verstärkt auf alternative Märkte drängen. Dies untermauert das Erfordernis einer investitionsfreundlichen und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit fördernden Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa.
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Hohe Unsicherheiten, Erholung dennoch spürbar
Die jüngsten Inflationszahlen für die Eurozone lagen mit 1,7 % zwar unterhalb des Inflationsziels, bestätigen jedoch das grundsätzliche Bild. Risiken für Inflation und Wachstum sind vielschichtig. Disinflationäre Effekte der Euro-Dollar Entwicklung machen eine weitere Zinssenkung denkbar. Aber auch gegenüber anderen Währungen hat der Euro spürbar aufgewertet. Diese Entwicklung bringt neben den grundsätzlichen angebotsseitigen Problemen weiteren Gegenwind für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporte. Demgegenüber steht der deutliche Aufwind der Auftragseingänge im Dezember des vergangenen Jahres.
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Forschungszulage als stabiles F&E-Finanzierungsinstrument
Innovation entscheidet heute stärker denn je über Wettbewerbsfähigkeit – doch vielen Unternehmen fehlt Planungssicherheit. In dieser Folge sprechen wir mit Gesa Köhn-Otto, Fördermittelexpertin der IKB, über die strategische Bedeutung der Forschungszulage. Sie erklärt, wie das Instrument funktioniert, was förderfähige Projekte ausmacht, welche Kosten berücksichtigt werden können und welche Neuerungen das Wachstumschancengesetz und das Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm (Investitionsbooster) mit sich bringen. Jetzt reinhören und ungenutzte Innovationsförderpotenziale entdecken.
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Notenbanken vor schwierigen Zeiten
Das hohe Maß an Verunsicherung im Kontext des Grönland-Konflikts und den damit verbundenen Zollandrohungen ließ die Inflationsbefürchtungen für die USA zuletzt wieder zunehmen. Studien zeigen, dass die zollinduzierten Preissteigerungen nahezu vollständig an den US-Konsumenten weitergegeben werden. Dennoch blieb der erwartete Inflationsschock durch die Zölle in den USA bislang aus. Eine Begründung für diese Beobachtung liegt in der Vielzahl an Ausnahmeregelungen. Der effektive Zoll ist zwar spürbar angestiegen, jedoch nicht in dem Maße, wie angesichts der Zollandrohungen zu erwarten war. Die Inflation im Euroraum lag zuletzt knapp unter dem 2%-Ziel der EZB. Und auch im laufenden Jahr ist mit einer Inflation unterhalb des Inflationsziels zu rechnen. Eine Betrachtung auf Länderebene zeigt, dass die Geldpolitik für Frankreich und Italien zuletzt zu restriktiv war. Somit besteht die Gefahr, dass der dort angemessene Zinssatz in den negativen Bereich rutschen könnte. Das Prognoserisiko scheint eher nach unten gerichtet. Gleichzeitig stellt die deutliche Euro-Aufwertung die EZB vor Herausforderungen.
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Gute Nachrichten zum Jahresauftakt
Die US-Wirtschaft überrascht mit starkem Wachstum, während die Inflation in Deutschland und der Eurozone weiter nachlässt. Zudem legten die Auftragseingänge in Deutschland kräftig zu. Gute Nachrichten – aber die US-Wirtschaft wird ihre Dynamik 2026 nicht halten können, damit sind Zinssenkungen der Fed weiter wahrscheinlich. In Deutschland und der Euro-Zone wird der Preisdruck weiter nachlassen – vor allem dank sinkender Energiepreise, auch wenn die Mieten in Deutschland den Preisdruck stützen. Dienstleistungspreise bleiben aufgrund kräftiger Lohnsteigerung hoch, aber der Anstieg verliert an Dynamik. Damit gibt es für die EZB keinen Anlass für Zinssenkungen. Insgesamt deutet vieles auf eine längere Zinspause der EZB hin. Das kräftige Plus der Auftragseingänge in Deutschland hat positiv überrascht. Von einer Trendwende zu sprechen, ist verfrüht – aber es ist ein klarer Lichtblick.
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Inflation, ifo, EZB – Viele Daten, viele Unsicherheiten
Während die Erwartungen der Unternehmen sich weiter verschlechtern und der ifo-Index erneut einen Rückgang verzeichnet, zeigen die Inflationsdaten aus den USA einen Rückgang des Preisanstiegs und befeuern die Hoffnung auf eine niedrige Inflation trotz robuster US-Wirtschaft im Schatten der Zollpolitik. Doch bereits die Arbeitsmarktdaten deuteten einen Rückgang der wirtschaftlichen Dynamik an. Und auch die Inflationszahlen könnten ein Vorbote einer Abkühlung sein. Im Euroraum bleibt führt die Dienstleistungsinflation entscheidender Inflationstreiber. Die EZB belässt den Leitzins zwar unverändert, hob allerdings ihre Prognose für die Inflation im kommenden Jahr auf 1,9% an.
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Ausblick 2026: Sechs Fragen und Antworten zu Konjunktur und Finanzmärkten
Was erwartet uns 2026? In unserem aktuellen Podcast beleuchten unsere Volkswirte die wichtigsten Fragen zu Konjunktur, Inflation und Geldpolitik. Sie erfahren, warum die globale Konjunktur kaum Impulse liefert, welche Risiken aus den USA und China drohen, und was das für die deutsche Wirtschaft bedeutet. Welche Herausforderungen ergeben sich darüber hinaus für Deutschland trotz des Sondervermögens, und warum ist kurzfristig kein Investitionsboom von den Unternehmen zu erwarten. Abschließend erhalten Sie einen Ausblick für Inflation, Zinsen und den US-Dollar, und wie die EZB und Fed reagieren werden.
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Rechenzentren als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit – Chancen und Herausforderungen im KI-Zeitalter
Kaum eine Branche wächst aktuell so rasant wie die digitale Infrastruktur. Rechenzentren bilden das Rückgrat künstlicher Intelligenz, Cloud-Dienste und Industrie 4.0 und werden damit zum entscheidenden Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem Standorte wie Frankfurt erleben einen regelrechten Boom. Gleichzeitig stehen Betreiber vor komplexen Herausforderungen: steigende Leistungsanforderungen, moderne Kühltechnologien und der Druck, energie- und ressourceneffizient zu arbeiten. Im Gespräch mit Sabine Steinbach, Abteilungsdirektorin Sektorvertrieb, und Dennis Rheinsberg, Head of Energy, Project & Export Finance, der IKB, beleuchten wir, warum Rechenzentren zu den digitalen Kraftwerken der Zukunft werden, welche Rolle Abwärmenutzung und Energieeffizienz spielen und wie Investitionen in Infrastruktur heute zum strategischen Vorteil von morgen werden.
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Wachstumsausblick Deutschland – Lokale Zuversicht vs. globale Unsicherheit
Im Spannungsfeld des Sondervermögens, der strukturellen Investitions- und Angebotshemmnisse und des geringen Potenzialwachstums für die deutsche Volkswirtschaft ist der Wirtschaftsausblick für das kommende Jahr ein viel diskutiertes Thema. Nicht zuletzt hat sich der Sachverständigenrat im Rahmen seines Jahresgutachtens kritisch zum Ausgabenpfad des Sondervermögens geäußert. Neben diesen standortspezifischen Themen stellt auch der Wettbewerbsdruck aus China deutsche Unternehmen vor Herausforderungen. Produktionsstätten deutscher Unternehmen im Ausland für das Ausland scheinen ein nicht umkehrbarer Trend. Insbesondere die attraktiven Standortbedingungen, wie geringere Lohn- und Energiekosten, wirken als Pull-Faktoren für die Unternehmen. Auch die von Donald Trump und den Zöllen ausgelösten Unsicherheiten begünstigen diese Entwicklung. Vor diesem Hintergrund diskutieren unsere Volkswirte, wie viel Wachstumsbeitrag die globale Nachfrage im kommenden Jahr für Deutschland leisten kann, welcher Ausblick sich für das exportgetriebene Verarbeitende Gewerbe ergibt und welche Rolle der Nachfragestimulus des Sondervermögens dabei spielt.
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Herausfordernde Zeiten für den Einzelhandel
Wie entwickeln sich Konsum und Einzelhandel in einem Umfeld geopolitischer Spannungen und anhaltender Diskussionen um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft? Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft sprechen Carolyn Ossig und Johannes Sausen über das aktuelle Konsumklima, die Entwicklung im Einzelhandel und die Aussichten für 2026. Dabei geht es um zentrale Themen wie die Rentabilität im Handel und die Veränderung des Kaufverhaltens zwischen stationär und online, aber auch um Chancen durch die Digitalisierung und um schnell wachsende Geschäftsmodelle. Ein spannender Einblick in die Trends der Branche – und was jetzt wirklich zählt, um Handel auch in Zukunft erfolgreich zu gestalten.
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US-Kreditrisiken und deutsche Industrie: Implikationen für die deutschen Exporte
In den USA häufen sich Zahlungsausfälle bei Autokrediten – häufig wird von einer schwerwiegenden Krise gesprochen, deren Auswirkung mit der der Subprime-Krise vergleichbar sei. Die betroffenen Kredite und Kreditverbriefungen für den US-Automarkt können allerdings hinsichtlich Komplexität und Volumen nicht mit den CDO-Defaults der Weltfinanzkrise verglichen werden, das systemische Risiko ist um ein Vielfaches geringer. Das makroökonomische Risiko ist dennoch vorhanden, wachsende Ausfälle dürften die Kreditvergabe bremsen und den privaten Konsum zusätzlich zu den Folgen der US-Zollpolitik belasten. Für deutsche Exporteure bedeutet das: Der US-Konsum wird keine bedeutende Stütze deutscher Exporte darstellen. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen einen Lichtblick in der deutschen Industrie, insbesondere die Produktion von Investitionsgütern zog im Vergleich zum Vormonat spürbar an. Aufgrund der schwachen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr kann jedoch allerhöchstens von einer Bodenbildung gesprochen werden. Hoffnung liegt weiterhin in den fiskalpolitischen Maßnahmen, die im kommenden Jahr für eine Stabilisierung und ein leichtes Wachstum der deutschen Wirtschaft sorgen sollten.
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Chinas Balanceakt und Deutschlands Reformlähmung
Die chinesische Konjunktur zeigte im dritten Quartal eine weitere leichte Eintrübung. Dennoch liegt das Wachstum für die ersten drei Quartale in 2025 mit 5,2 % über dem 5%-Jahresplan der chinesischen Regierung. Während die Industrieproduktion im September nach oben überraschen konnte und die Exporteffekte des Handelskonflikts mit den USA weitestgehend durch eine Zunahme der Exporte nach Europa und Südostasien kompensiert werden konnte, ist das Konsumwachstum nach wie vor zurückhaltend. Dies verstärkt den Wunsch Chinas nach einer Neuausrichtung des chinesischen Wachstumsmodells. Doch dabei spielt auch die Entwicklung der chinesischen Staatsverschuldung eine entscheidende Rolle. Denn bei einem signifikanten Primärdefizit, wie es in China der Fall ist, muss das Wachstum die effektive Schuldenlast übersteigen, um die Ausweitung der Schuldenquote zu begrenzen. Bei einer leicht rückläufigen Bevölkerungsentwicklung ist fraglich, ob ein konsumgestütztes Wachstumsmodell, wie es in den USA der Fall ist, ein ausreichend hohes Wirtschaftswachstum mit sich bringt. Für Deutschland bedeutet dies: Eine größere Relevanz Chinas als Handelspartner und günstige chinesische Produkte halten den Wettbewerbs- und Reformdruck für die deutsche Wirtschaft weiterhin hoch. Graduelle Feinjustierungen reichen aber bei Weitem nicht aus.
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„Die Autobahn für den Wasserstoff“ – Lars Schröder von der KfW im Podcast
Wie sieht eigentlich die Finanzierung der Energiewende aus? In dieser Folge ist Lars Schröder von der KfW zum ersten Mal im Podcast zu Gast. Seit 2016 ist er bei der KfW, heute als Projektmanager für inländische Finanzierungen tätig – und arbeitet an Konsortialkreditprogrammen für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Infrastruktur in Deutschland. Im Gespräch erklärt er, warum das neue Wasserstoffkernnetz so etwas wie die „Autobahn für den Wasserstoff“ ist, welche Rolle das Amortisationskonto dabei spielt und wie Milliardeninvestitionen für den Hochlauf von Wasserstoff mobilisiert werden. Außerdem geht es um technologische Herausforderungen beim Umbau des bestehenden Gasnetzes und die Frage, wie Politik, Privatwirtschaft und Banken gemeinsam die Transformation schaffen können. Ein Blick in die Zukunft unserer Energieversorgung. Jetzt reinhören!
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Deutscher Ausblick - Zwischen Herbstprojektion und Herbstrealität
Die Produktionszahlen zeigen es deutlich - die konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft geht nur sehr schleppend voran. Auch bei den Auftragseingängen ist das Bild gemischt, insbesondere die Auslandsaufträge verdeutlichen die strukturellen Probleme des deutschen Exportmodells. Demgegenüber steht die jüngste Herbstprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), die neben einer deutlichen Zunahme der Investitionen für die kommenden beiden Jahre in Folge der geplanten Erhöhung des Staatskonsums sowie der steuerlichen Entlastung des Privatsektors auch von einer sich belebenden Arbeitsmarktdynamik ausgeht. Doch damit anstelle von Stellenabbau und Produktionsverlagerung ins Ausland tatsächlich eine etwaige Belebung eintritt, braucht es deutliche Reformen. Make-up Politics reichen nicht aus, um die dringend erforderliche Steigerung der Ausrüstungsinvestitionen, auch und insbesondere durch den Privatsektor, nachhaltig zu gewährleisten. Der Herbst der Reformen wird darüber entscheiden, ob die Eckpfeiler für eine nachhaltige Investitionsdynamik gesetzt werden.
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Realitäten bremsen positiven Stimmungstrend
Der seit Januar anhaltende Aufwärtstrend des ifo-Geschäftsklimaindex hat sich nicht fortgesetzt. Der Index sank um über einen Punkt auf 87,7. Dabei trübten sich sowohl die Lagebeurteilung durch die Unternehmen, als auch die Geschäftserwartung ein. Die Unternehmen scheinen zunehmend enttäuscht vom Kurs der Bundesregierung. Am Ende braucht es eine glaubwürdige Politik, die durch Reformen nachhaltig Raum für verbesserte Rahmenbedingungen schafft. Die Umschichtung von Haushaltsposten in das verabschiedete Sondervermögen schafft hingegen das Gegenteil von Glaubwürdigkeit. So scheinen zwar viele Handlungserfordernisse für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland erkannt und teilweise auch adressiert, allerdings braucht es eine schnelle Umsetzung, aktive Deregulierung und klare Reformen zur nachhaltigen Entlastung des Bundeshaushalts, um die Investitionsbereitschaft der Unternehmen am Standort Deutschland zu fördern.
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ESG im Deutschen Mittelstand: Wie ist die aktuelle Situation?
Wo steht der deutsche Mittelstand in puncto ESG in 2025? Darum geht es in der aktuellen Folge unseres Podcasts "Gemeinsam Wirtschaft gestalten" mit Jennifer Adam und Dr. David Blass. Während viele Unternehmen beim Thema regulatorische Nachhaltigkeit noch auf der Bremse stehen, weil das Omnibus-Verfahren der EU für Unklarheit sorgt und die CSRD in Deutschland noch nicht greift, sind viele beim Thema unternehmerische Nachhaltigkeit bereits gut aufgestellt. Doch was bedeutet das konkret für Unternehmen, die noch am Anfang stehen? Welche Stolpersteine gibt es – und wie lassen sich Bürokratie und knappe Personalressourcen bewältigen? Für Banken sind ESG-Daten schon heute relevant – und in der Regel kreditbeeinflussend. Außerdem wagen wir einen Blick nach vorn: von der Rechtsunsicherheit in Europa über die globalen Entwicklungen rund um ISSB-Standards bis hin zur Frage, wann ein internationaler CO2-Preis die unternehmerischen ESG-Daten endgültig zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor macht.
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EZB hält sich Hintertür offen
Wie erwartet hat die EZB ihre Leitzinsen nicht angepasst. Ist damit der Zinssenkungskurs tatsächlich beendet? Vieles spricht dafür. In der aktuellen Folge unseres Podcast erläutert unsere Volkswirtin Dr. Carolin Vogt, warum es aber dennoch zu einer finalen Zinssenkung kommen könnte. Hier spielt insbesondere der Euro-Wechselkurs eine entscheidende Rolle.
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Zwischen Euphorie und Realität: Perspektiven für die IAA
Die IAA wird 2025 zur Bühne für die Mobilität der Zukunft: softwarezentrierte Fahrzeuge und neue OEMs, während autonomes Fahren und Concept Cars den Blick über das Tagesgeschäft hinaus schärfen. Eine Woche vor Beginn der Automobilmesse ordnen Richard Braunias und Stefan Kraus von der IKB Zahlen und Tendenzen ein. Chefvolkswirt Dr. Klaus Bauknecht liefert den konjunkturellen Rahmen. Für IAA-Interessierte: Besuchen Sie gerne unsere Podiumsveranstaltung mit dem VDA zum Thema "Globale Neuaufstellung der Wertschöpfungsketten: Strategien der deutschen Automobil-Zuliefererindustrie". Die Veranstaltung findet statt am 10. September vormittags in der Messe München statt. Kurzentschlossene können sich direkt an [email protected] wenden.
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Deutsche Konjunkturaufhellung und Risiken durch die Fed
Während sich die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft mit einem Minus von 0,3% im zweiten Quartal verhalten zeigte, entwickelt sich die Stimmung der Unternehmen weiterhin positiv. Risiken bestehen insbesondere im Hinblick auf die Abwertung des US-Dollars, die die deutschen Exporte zusätzlich zu den US-Zöllen belastet. Die geklärten Verhältnisse im US-Zollstreit sowie das geplante Ausgabenprogramm der Bundesregierung sollten der deutschen Wirtschaft in den kommenden Quartalen hingegen etwas Rückenwind geben. Entscheidend ist, dass die angekündigten fiskalpolitischen Maßnahmen in Investitionen deutscher Unternehmen und einer Steigerung des Potenzialwachstums münden, damit das nominale Potenzialwachstum die effektive Zinslast auch künftig übersteigt. Ansonsten wäre ein Primärüberschuss erforderlich, um einen signifikanten Anstieg des staatlichen Schuldenstands zu verhindern.
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Fördermittel richtig nutzen statt verschenken
In der aktuellen Folge unseres Podcasts spricht Moderatorin Carolyn Ossig mit Michael Vogt, Teamleiter Fördermittel bei der IKB, über Chancen und Herausforderungen rund um staatliche Förderprogramme. Gemeinsam beleuchten sie, welche Arten von Fördermitteln es gibt und wo Unternehmen oft auf Hürden stoßen. Außerdem geht es um aktuelle Förderprogramme, die besonders relevant sind, sowie typische Fehler, die sich vermeiden lassen. Zum Abschluss zeigt Michael Vogt, wie die IKB Unternehmen dabei unterstützt, Fördermittel erfolgreich zu nutzen statt zu verschenken.
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Zölle und Wechselkurse bestimmen Ausblick
Die jüngsten Zahlen zur deutschen Industrieproduktion deuten bislang nicht auf eine robuste konjunkturelle Erholung der Wirtschaft hin. Stimmungsindikatoren und Auftragseingänge lassen hingegen auf eine mögliche Trendwende hoffen, allerdings belasten externe Faktoren wie US-Zollpolitik und Euro-Aufwertung den Ausblick erheblich. Die protektionistischen Maßnahmen der USA werden neben direkten preislichen Wettbewerbsverlusten für deutsche und europäische Exporteure auch den US-Konsumenten und damit die US-Konjunktur belasten. Die seit Jahresbeginn um über 10 % gestiegene Euro-Notierung gegenüber dem US-Dollar verschärft diesen Effekt zusätzlich. Parallel dazu hat die Abwertung des Renminbi den Wettbewerbsdruck aus China intensiviert und die Absatzchancen europäischer Produkte auf dem chinesischen Markt reduziert. Diese Entwicklungen erhöhen den Deflationsdruck im Euroraum und eröffnen der EZB Spielraum für eine weitere moderate Zinssenkung. In den USA hingegen ist eine Steigerung der Inflation auf 4 % bis möglicherweise sogar 5 % denkbar, was reale Einkommen sinken und damit den US-Konsum unter Druck setzen dürfte. Die restriktive Geldpolitik der Fed dürfte daher nur graduell gelockert werden, abhängig von einer spürbaren Konjunkturabkühlung. An den Aktienmärkten zeichnet sich ein volatiles Wechselspiel zwischen Zinssenkungshoffnungen und ökonomischer Realität ab.
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Industriestandort Deutschland: Stimmt die Chemie?
In der neuen Folge von „Gemeinsam Wirtschaft gestalten“ werfen wir zusammen mit Chef-Volkswirt Dr. Klaus Bauknecht und Sven Anders, Head of Industrials, Mobility & Construction bei der IKB, einen genaueren Blick auf die Chemiebranche. Geringe Auftragseingänge, hohe Zölle und Energiekosten zeichnen ein desolates Bild für die hiesigen Chemiebetriebe. Was kann der deutsche Mittelstand angesichts dieser Situation unternehmen? Und wie könnte man aus volkswirtschaftlicher Sicht der Branche wichtige Impulse geben?
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Konjunkturausblick und Zolldeal
Die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft hat sich merklich abgeschwächt: Trotz eines BIP-Anstiegs von 0,7 % im zweiten Quartal beträgt das annualisierte Wachstum für das erste Halbjahr lediglich 0,3 %. Vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheiten im Inflationsausblick (Juni-Inflation: 2,7 %) und zunehmender preislicher Belastungen durch die Handelspolitik verbleibt die Federal Reserve vorerst im Wartemodus – eine geldpolitische Lockerung erscheint erst bei klarer Abschwächung von Konjunktur und Preisdruck wahrscheinlich. Die Zollstreitigkeiten der EU mit den USA zeigen deutliche Spuren in den Wachstumsdaten: Im zweiten Quartal erfolgte der erwartete Rückschlag in der Euro-Zone und in Deutschland nach dem positiven Schub der Vorzieheffekte. Positiver sieht das Bild aus, wenn man das gesamte Halbjahr betrachtet. Dann ergibt sich ein stabiler Konjunkturverlauf bzw. eine leichte Belebung. Doch wie geht es weiter, und wie ist der aktuelle Zolldeal zwischen den USA und der EU zu beurteilen?
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