PODCAST · education
KIT Wissen – Faszination Forschung 2015
by Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
In Interviews, Berichten, Diskussionen und Reportagen vermittelt »KIT Wissen« Einblicke in das wissenschaftliche Geschehen an einer der großen Forschungseinrichtungen Europas.Darüber hinaus machen KIT-Experten aktuelle Themen verständlich vom Elementarteilchen bis zum Euro-Rettungsschirm.Musikalisch unterfüttert wird das Ganze durch handverlesene Klassik, Jazz und Chansons.
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KIT Wissen - Sendung vom 31. Dezember 2015
Sendung vom 31. Dezember mit Susanne Radosavljevic. Themen: Die volle Ladung - Radio KIT Wissen blickt zurück
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Metastasenbildung unterbinden - KIT Forscher entwickeln Therapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs - Beitrag bei Radio KIT am 17.12.2015
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten. Die Überlebensrate liegt bei nur 5%. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis 2030 weltweit 21 Millionen Menschen an diesem Krebs erkranken. Eine Entdeckung am Institut Toxikologie und Genetik (ITG) macht jetzt erstmals Hoffnung auf eine wirksame Therapie. Dort hat man festgestellt, dass eine Segmentierung des bereits in den 90er Jahren am KIT entdeckten Proteins CD44v6 die Bildung der gefürchteten Metastasen hemmen kann. Radio KIT-Reportern Jennifer Warzecha hat mit Prof. Dr. Véronique Orian-Rousseau vom Institut für Toxikologie und Genetik am KIT gesprochen. Interview von Jennifer Warzecha
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Stadtfüchse & Großstadtbienen - Die Stadt als ökologische Nische - Beitrag bei Radio KIT am 17.12.2015
Städte sind komplexe Ökosysteme, sagt der KIT-Geoökologe Dr. Stefan Norra vom Institut für Angewandte Geowissenschaften. Aufgrund der besonderen Bedingungen, die im urbanen Umfeld vorkommen, bieten Städte Rückzugmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere und besitzen so auch ein großes Potential für die Erholungsmöglichkeiten der Stadtbewohner. Welche spezifischen Eigenschaften die ökologischen Nischen gerade in Karlsruhe haben, hat Radio KIT-Reporterin Maria Varlamova erfahren. Ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2015, das der „Stadt der Zukunft“ gewidmet war. Interview von Maria Varlamova
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Wasserstress - KIT koordiniert das „Netzwerk Wasserforschung“ - Beitrag bei Radio KIT am 17.12.2015
Wasser könnte der begehrteste Rohstoff des 21. Jahrhunderts werden. Die Nachfrage nach Wasser in Industrie und Landwirtschaft nimmt ständig zu. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung. Heute schon lebt ein Drittel der Weltbevölkerung unter „Wasserstress“, sowohl was die Menge als auch was die Qualität des zur Verfügung stehenden Wassers angeht. Wissenschaftler sprechen bereits von möglichen Kriegen um das kostbare Nass. Diese Lücke zwischen Wasserangebot und – nachfrage ist ein zentrales Thema der Umweltforschung. Die Forschungsaktivitäten in Baden-Württemberg in diesem Bereich zu vernetzen ist Aufgabe des neu gegründeten „Netzwerks Wasserforschung“ des Landesforschungsministeriums. Koordiniert wird der Forschungsverbund vom KIT, wo Wasser traditionell einen wissenschaftlichen Schwerpunkt bildet. Radio KIT Reporterin Kathrin Kreusel hat mit dem Sprecher des Netzwerks, Professor Harald Horn, und Frau Dr. Ulrike Scherer, Leiterin der Geschäftsstelle und Koordinatorin für die Wasserforschung am KIT, gesprochen. Beitrag von Kathrin Kreusel
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Die Industrieländer müssen vorausgehen - Klimapolitik nach der COP21 - Beitrag bei Radio KIT am 17.12.2015
In einem Radio-KIT Gespräch nach dem Ende der Pariser COP21 zeigte sich KIT-Klimaforscher Prof. Andreas Fink nur teilweise zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen. Seine persönlichen Erwartungen seien nicht vollständig erfüllt. Vor allem die konkrete Festschreibung der CO2-Reduktion lasse zu wünschen übrig. Allerdings sei die Konferenz auch nicht die letzte Chance, die Katastrophe abzuwenden. Jetzt seien vor allem Industriestaaten gefragt, sie müssten in spätestens 15 Jahren dem Rest der Welt ganz praktisch vor Augen führen, dass eine Wirtschaft ganz ohne CO2-Emissionen möglich ist. Interview von Natalie Blaser
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Der Druck darf nicht nachlassen! - UN-Klimakonferenz verabschiedet Pariser Protokoll - Beitrag bei Radio KIT am 17.12.2015
Was bedeutet der Erfolg der COP21 wirklich? Ist es tatsächlich der Anfang vom Ende der Ära fossiler Brennstoffe, wie Kumi Naidoo von Greenpeace erklärte? Die Finanzierung des Ausstiegs aus den fossilen Energieträger für die Entwicklungsländer zumindest hängt immer noch weitgehend vom Wohlwollen der Industriestaaten ab. Aber auch kritische Wissenschaftler wie der Direktor des Potsdamer Instituts für Klimaforschung, Prof. Hans-Joachim Schnellnhuber, begrüßen nachdrücklich, dass das Pariser Protokoll eine geringere durchschnittliche Erwärmung des Weltklimas als 2 Grad Celsius anvisiert. Wenn dieses ehrgeizige Ziel tatsächlich umgesetzt würde, müssten die CO2 Emissionen innerhalb weniger Jahrzehnte gegen Null gehen. Viele Klima-Wissenschaftler hoffen jetzt, dass die Wirtschaft das Pariser Signal versteht und eine massive Verlagerung der Investitionen in den Bereich der Erneuerbaren Energien stattfindet. Das hätte dann den Effekt einer Self-Fulfilling-Prophecy. Die Frage der raschen Implementierung der Vereinbarungen ist auch für den Leiter des Süddeutschen Klimabüros am KIT, Dr. Hans Schipper, entscheidend für den Erfolg der internationalen Klimapolitik nach Paris. Im Interview mit Radio-KIT –Redakteurin Jennifer Warzecha äußert Dr. Schipper Zweifel, ob das 1,5 Grad Ziel überhaupt noch zu erreichen ist und fordert die Zivilgesellschaft auf, nicht mit dem Druck auf die Politik nachzulassen. Aus politischer Sicht sei es auf jeden Fall ein Erfolg gewesen, weil die internationale Gemeinschaft zwei Wochen lang über das Thema Klimaschutz beraten habe, aus wissenschaftlicher Sicht aber hätte man sich eine genauere Festschreibung der Ziele gewünscht. Interview von Jennifer Warzecha
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KIT Wissen - Sendung vom 17. Dezember 2015
Sendung vom 17. Dezember mit Susanne Radosavljevic. Themen: Der Druck darf nicht nachlassen! - UN-Klimakonferenz verabschiedet Pariser Protokoll, Die Industrieländer müssen vorausgehen- Klimapolitik nach der COP21, Wasserstress - KIT koordiniert das „Netzwerk Wasserforschung“, Stadtfüchse & Großstadtbienen - Die Stadt als ökologische Nische, Metastasenbildung unterbinden - KIT Forscher entwickeln Therapie gegen Bauchspeichelkrebs
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KIT Wissen - Sendung vom 3. Dezember 2015
Sendung vom 03. Dezember mit Joshua Bayless. Themen: „Wir müssen uns beeilen“ - Die UN-Klimakonferenz tritt auf der Stelle, Zwei-Grad-Ziel bereits verfehlt? - KIT Klimaexperte fordert rechtsverbindlichen Vertrag nach dem Vorbild des Kyoto-Protokolls, Ohne finanzielle Mittel keine Nachhaltigkeit - Professor Armin Grunwald zur COP21, Ohne finanzielle Mittel keine Nachhaltigkeit - Professor Armin Grunwald zur COP21
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Welche Rolle spielt der Jetstream? - Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht - Beitrag bei Radio KIT am 03.12.2015
Er gilt als eine Art Schnellstraße für Flugzeuge. Der Jetstream beeinflusst aber auch ganz entscheidend das Wetter rund um den Globus. In der Reihe „Wissen auf den Punkt gebracht“ erklärt der Klimaforscher Professor Peter Knippertz die Starkwindbänder unserer Erde. Beitrag von Kathrin Kreusel
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Ohne finanzielle Mittel keine Nachhaltigkeit - Professor Armin Grunwald zur COP21 - Beitrag bei Radio KIT am 03.12.2015
Technologische Innovationen sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Umgang mit dem Klimawandel, das ist die Überzeugung von Professor Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung (ITAS). Zwar seien die Technologien für mehr Effizienz bereits vorhanden, jedoch scheitere die Umsetzung oft an sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Ein Beispiel hierfür sei der Wohnungsbau. Für die Klimapolitik bedeute das, ohne einen ganzheitlichen Ansatz, der auch Finanzierungsmöglichkeiten und Technologietransfer einschließe, sei kein Erfolg möglich. Gemeinsam mit dem Wirtschaftswissenschaftler Jürgen Kopfmüller hat Prof. Grunwald den Band „Nachhaltigkeit“ im Campus-Verlag veröffentlicht. Interview von Joshua Bayless
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Zwei-Grad-Ziel bereits verfehlt? - KIT Klimaexperte fordert rechtsverbindlichen Vertrag nach dem Vorbild des Kyoto-Protokolls - Beitrag bei Radio KIT am 03.12.2015
Der Leiter des Süddeutschen Klimabüros Dr. Janis Schipper ist überzeugt, dass das Ziel, die Erwärmung des Weltklimas auf zwei Grad zu begrenzen, mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits heute nicht mehr realistisch ist. Eine Reihe von Forschungsergebnissen zeige, dass man damit rechnen müsse, diese Grenze zu überschreiten mit allen Konsequenzen, die das für Extremwetterereignisse haben werde. Im Gespräch mit Radio KIT erklärt Dr. Schipper, dass allein ein rechtsverbindlicher Vertrag nach dem Modell des Kyoto-Protokolls als Erfolg der COP21 gewertet werden könne. Dann komme es darauf an, wie viele Länder ein solches Dokument schließlich ratifizieren würden. Interview von Jennifer Warzecha
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Wir müssen uns beeilen - Die UN-Klimakonferenz tritt auf der Stelle - Beitrag bei Radio KIT am 03.12.2015
Nach den ersten Tagen der COP21 in Paris ermahnte der französische Außenminister Laurent Fabius seine Amtskollegen aus 195 Ländern. Die Verhandlungen müssten einen Zahn zulegen, bis zum Wochenende müsste ihm ein erster Entwurf eines möglichen Vertrages vorliegen. Bisher habe es in keinem der strittigen Punkte des 55 Seiten umfassenden Verhandlungspapiers wirklich Fortschritte gegeben, bedauerte der Sprecher der US-Delegation Daniel Reifsnyder. Dass es tatsächlich fünf vor zwölf ist, betont auch Prof. Andreas Fink vom Institut für Klimaforschung und Meteorologie im Interview mit Radio KIT. Der Experte für tropische Wirbelstürme weist daraufhin, dass es im ablaufenden Jahr in Deutschland 27 Wirbelstürme gegeben habe. Darunter einen in Rostock mit einer Windgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern. Europa sei dabei, sich durch den Klimawandel zu einer Tornadoregion zu entwickeln. Ein Interview von Radio-KIT-Redakteur Joshua Bayless.
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KIT Wissen - Sendung vom 19. November 2015
Sendung vom 19. November mit Joshua Bayless. Themen: Wasserkühlung - Die Rolle der Ozeane im Klimawandel, Nicht nur für Besserverdienende - Carbon verstärkte Kunststoffe im Automobilbau, Nicht nur für Amazon - Verpackungsroboter vereinfacht Onlinehandel, Dunkle Materie Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht
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Dunkle Materie - Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht - Beitrag bei Radio KIT am 19.11.2015
Diese Woche beantworten wir die Frage, was die „dunkle Materie" so geheimnisvoll macht. Schließlich besteht rund 80% des Universums aus einem Stoff, den bisher noch nie jemand gesehen hat. Interview von Josh Bayless
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Nicht nur für Amazon - Verpackungsroboter vereinfacht Onlinehandel - Beitrag bei Radio KIT am 19.11.2015
Es wird verpackt, was das Zeug hält. Nachdem immer mehr Einkäufe nicht mehr im Laden sondern per Mausklick getätigt werden, boomen nicht nur die Paketdienste. Auch die Schäden durch unsachgemäße Verpackung nehmen zu. Zeit also für den Verpackungsroboter, der am Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme entwickelt wurde. Patrizia Attar hat mit dem Erfinder Maximilian Hochstein gesprochen. Ein Beitrag aus der Reihe „WMK funkt“ des Studiengangs Wissenschaftskommunikation am KIT. Interview von Patrizia Attar
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Nicht nur für Besserverdienende - Carbon verstärkte Kunststoffe im Automobilbau - Beitrag bei Radio KIT am 19.11.2015
In der Luftfahrt kämpft man seit langem um jedes Gramm, um das man ein Flugzeug leichter bauen kann. Im Automobilbau hat diese Entwicklung auch unter dem Aspekt der Umstellung auf Elektromobilität erst jetzt so richtig begonnen. Soll sie erfolgreich sein, müssen auch bei tragenden Elementen der Fahrzeugstruktur wie dem Unterboden, dem Dach oder den unterschiedlichen Fahrzeugsäulen künftig Alternativen für Stahl und Aluminium gefunden werden. Das Mittel der Wahl sind heute sogenannte Hochleistungs-Faserverbundkunststoffe. Bei ihnen werden Kohlenstofffasern in Kunststoffe wie Duromere oder Polyamide eingeschlossen. Bisher sind sie allerdings nur etwas für teure Luxus-Automobile. Die Nachwuchsgruppe „Green Mobility“ am Lehrstuhl für Leichtbautechnologie des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik will sie für die Massenproduktion tauglich machen. Stefan Fuchs hat mit der Leiterin Frau Dr. Luise Kärger gesprochen. Interview von Stefan Fuchs
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Wasserkühlung - Die Rolle der Ozeane im Klimawandel - Beitrag bei Radio KIT am 19.11.2015
Im Vorfeld der UN-Konferenz zum Klimawandel, COP21, in Paris wird Radio KIT die wichtigsten Problemfelder und Erwartungen Revue passieren lassen, die mit diesem Klimagipfel verbunden sind. Die Scientific Community der Klimaforscher ist sich so einig wie selten zuvor: das jetzt von den Terroranschlägen überschattete Treffen in Paris bietet die letzte historische Gelegenheit, eine irreversible Veränderung des Weltklimas abzuwenden. Klimaforschung bildet mit dem neu gegründeten KIT-Zentrum Klima und Umwelt einen international anerkannten Schwerpunkt in Karlsruhe. Während der COP21 wird Radio KIT deshalb verstärkt Stimmen der hier forschenden Experten zu Wort kommen lassen und sie um eine Kommentierung des Konferenzgeschehens bitten. In die Vorbereitungsphase zu Paris fiel Ende Oktober eine KIT Climate Lecture zur besonderen Rolle der Ozeane im Klimawandel, die von Prof. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gehalten wurde. 90% der zusätzlichen Wärme wurden in den vergangenen vier Jahrzehnten von den Wassermassen der Weltmeere absorbiert. Damit haben die Ozeane als gewaltiger Wärmepuffer funktioniert, der einen noch abrupteren Anstieg der Temperaturen an der Oberfläche verhindern konnte. Durch Wellenbewegungen, unterschiedliche Salzkonzentrationen und Strömungen konnte warmes Oberflächenwasser mit kälterem Tiefenwasser vermischt werden. Die zugrundeliegenden Durchmischungsprozesse sind noch weitgehend unverstanden. Professor Latif verwies auf die Ausdehnung des Volumens der Wassermassen durch diesen Erwärmungsprozess. Neben der Eisschmelze sieht er darin einen zweiten wichtigen Faktor für den beängstigend raschen Anstieg der Meeresspiegel. Schließlich sei die Auswirkung wärmerer Ozeane auf die Funktion der großen Meeresströmungen wie Golf- und Humboldtstrom ungeklärt. Was wiederum zu regional sehr unterschiedlichen Klimaentwicklungen führen könnte. Ein Interview von Radio KIT - Redakteurin Jennifer Warzecha.
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KIT Wissen - Sendung vom 5. November 2015
Sendung vom 5. November mit Susanne Radosavljevic. Themen: Hotspots in Karlsruhe - KIT Forscherin zieht Bilanz des Hitzesommers, Stress in der City - Messung psychischer Belastungen in der Stadt, Wie entsteht ein Hurrikan - Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht
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Wie entsteht ein Hurrikan? - Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht - Beitrag bei Radio KIT am 05.11.2015
Anfang Oktober tobte „Joaquin“ vor der amerikanischen Küste und sorgte für starke Regenfälle und Überschwemmungen. Wenig später erreichte Hurrikan „Patricia“ das mexikanische Festland und zerstörte Dutzende Häuser. Die befürchtete Katastrophe durch den bisher größten Hurrikan blieb zum Glück aus. Noch bis Anfang Dezember dauert die Hurrikan-Saison im Atlantischen Ozean. Radio KIT erklärt wie diese Monsterstürme entstehen. Interview von Kathrin Kreusel
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Stress in der City - Messung psychischer Belastungen in der Stadt - Beitrag bei Radio KIT am 05.11.2015
Auch wenn man nicht in einer Megacity lebt, sondern nur in einer mittleren Stadt wie Karlsruhe: Lärm, Verkehr, Luftverschmutzung und gelegentlich auch der Nahkontakt mit anderen Menschen sind Stressfaktoren. Wie stark dieser Stress auf die Stadtbewohner wirkt und wie gut sie damit umgehen können ist Gegenstand einer Studie, die gegenwärtig von der Forschungsgruppe für Angewandte Psychologie des Instituts für Sport-und Sportwissenschaft am KIT durchgeführt wird. In einer Kooperation mit dem Psychoepidemiologischen Zentrum am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim soll durch ambulante Messgeräte der Stress im urbanen Alltag gemessen und bewertet werden. Laura Schmidt hat Markus Reichert zu den Einzelheiten des Forschungsprojekts befragt. Ein Beitrag aus der Reihe „WMK funkt“ des Studiengangs Wissenschaftskommunikation am KIT. Interview von Laura Schmidt
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Unberechenbare Wellen - Herausforderung für die Wettervorhersage - Beitrag bei Radio KIT am 05.11.2015
Die Sieben-Tage-Vorhersage des Wetters ist heute zuverlässiger als die Zwei-Tage-Vorhersage zu Beginn der Computerära in den sechziger Jahren. Aber trotz stetig wachsender Rechenkapazitäten gibt es immer noch große Herausforderungen für die Prognosefähigkeit der Meteorologie. Das Wetter ist das Ergebnis eines hochkomplexen gelegentlich chaotischen Zusammenspiels extrem vieler unterschiedlicher Faktoren, das in vielen Aspekten noch nicht voll verstanden ist. Kleine Ungenauigkeiten der Modelle führen zu sehr ungenauen Prognosen. Insbesondere die Lokalisierung und Berechnung wellenförmiger Luftbewegungen stellen gegenwärtig eine Hürde für eine größere Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen dar. Hier will ein neuer Sonderforschungsbereich Abhilfe schaffen, der in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität in München, der Johannes Gutenberg Universität in Mainz, der technischen Universität München, der Universität Heidelberg und dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt durchgeführt wird. Radio KIT Redakteurin Kathrin Kreusel hat mit Prof. Peter Knippertz vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT über die vereinten Anstrengungen von Meteorologen, Wolkenphysikern, Informatikern und Mathematikern gesprochen. Beitrag von Kathrin Kreusel
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Hotspots in Karlsruhe - KIT Forscherin zieht Bilanz des Hitzesommers - Beitrag bei Radio KIT am 05.11.2015
Karlsruhe findet sich regelmäßig unter den heißesten Städten Deutschlands. Immer wieder stellt die Fächerstadt neue Temperaturrekorde auf. In diesem Sommer hat das Institut für Klimaforschung und Meteorologie Temperaturspitzen bis zu 40,8 Grad Celsius gemessen. Die Forscher, die sich für die Auswirkungen des Klimawandels auf das lokale Klima im urbanen Umfeld interessieren, sind überzeugt, dass diese Werte weiter ansteigen werden. Für die betroffenen Städte bedeutet das eine enorme Belastung. Sie gelten als Wärmeinseln, in denen sich die Hitze tagsüber stark speichert und die diese Wärme dann sehr viel langsamer wieder abgeben als Wälder oder landwirtschaftlich genutzte Flächen. In der Innenstadt ist es deshalb deutlich wärmer als im Umland. Aber auch innerhalb der Stadt liegen die Temperaturen an verschiedenen Standorten oft um einige Grade auseinander. Wie ausgeprägt diese Unterschiede sind hat Julia Hackenbruch vom Süddeutschen Klimabüro am Institut für Meteorologie und Klimaforschung erforscht. Im Sommer nahm sie an verschiedenen Punkten in der Karlsruher Innenstadt Messungen vor. Über die Ergebnisse hat sie mit der Radio KIT Redakteurin Kathrin Kreusel gesprochen. Beitrag von Kathrin Kreusel
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KIT Wissen - Sendung vom 22. Oktober 2015
Sendung vom 22. Oktober mit Jennifer Warzecha. Themen: Die Zukunft gehört den Nomaden - KIT-Geographen erforschen die Multilokalität, Zuhause in der Sprache? - Zur Zukunft des Dialekts, Heute erzeugt, morgen unverständlich? - Die Rettung des digitalen Erbes
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Heute erzeugt, morgen unverständlich? - Die Rettung des digitalen Erbes - Beitrag bei Radio KIT am 22.10.2015
Die Datenflut nimmt exponentiell zu. Aus den unterschiedlichsten Quellen speist sich gegenwärtig ein mächtiger Strom, der nicht nur immer größere Kapazitäten der Speicherung in Anspruch nimmt. Angesichts des Tempos der Innovationen im Bereich der Informationstechnologien wächst die Sorge, dass diese Daten schon in der nahen Zukunft gar nicht mehr lesbar sein werden. Einfach weil es die dafür notwendigen Programme und technischen Schnittstellen nicht mehr gibt. Die langfristige Sicherung des digitalen Erbes ist eine Aufgabe, die sich das Center of Digital Tradition (CODIGT) am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft (ZAK) zu Eigen gemacht hat. In der Reihe von Beiträgen von Studierenden des KIT-Studiengangs Wissenschaftskommunikation hat Pia Stejskal mit dem Geschäftsführer Dr. Ralf Schneider gesprochen. Interview von Pia Stejskal
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Zuhause in der Sprache? - Zur Zukunft des Dialekts - Beitrag bei Radio KIT am 22.10.2015
Heimat ist in diesen Tagen ein Megathema. Auch auf der Frankfurter Buchmesse beschäftigte man sich intensiv mit diesem so schwer zu beschreibenden Gefühl des Zuhauseseins. Das wird manchmal mit einer bestimmten „heimatlichen“ Küche oder einer Landschaft in Verbindung gebracht, aber auch die Sprache selbst kann ein Gefühl des Zuhauseseins erzeugen. Das gilt für die sogenannten Standardsprachen, sehr viel mehr aber noch für die Mundart oder den Dialekt. „Hochdeutsch ist eine Sache des ausdauernden Sprechtrainings, dem sich etwa Nachrichtensprecher unterziehen“, sagt Dr. Monika Hanauska. Sie ist Dozentin für Mediävistik an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften. Radio KIT-Reporterin Jennifer Warzecha hat sie gefragt, ob die zunehmende Sehnsucht nach Heimat auch zu verstärktem Kommunizieren im Dialekt führen wird. Das Gespräch ist der zweite Teil der Radio KIT Serie zur „Heimat“. Interview von Jennifer Warzecha
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Die Zukunft gehört den Nomaden - KIT-Geographen erforschen die Multilokalität - Beitrag bei Radio KIT am 22.10.2015
Es sind nicht nur die Flüchtlinge in den Krisenregionen weltweit, die millionenfach ihre Heimat verlieren. In den entwickelten Ländern ist das Gefühl, irgendwo wirklich verwurzelt und zuhause zu sein, ebenfalls zunehmend gefährdet. Etwa weil der Job eine immer größere geographische Flexibilität fordert, und Menschen zeitlich nur noch ganz begrenzt an einem bestimmten Ort arbeiten: ist das Projekt abgeschlossen, ziehen die Arbeitsnomaden weiter. Gelegentlich entscheiden sich aber Menschen auch ganz freiwillig für eine Nomadenexistenz. Ein Beispiel sind die Rentner, die den mitteleuropäischen Winter im warmen Spanien oder in Thailand verbringen. Prof. Caroline Kramer vom Institut für Geographie und Geoökologie (IfGG) hat das Phänomen der sogenannten Multilokalität unter anderem an den Studierenden in Karlsruhe untersucht, die in ihrer Mehrheit in den Anfangssemestern zwischen ihrem Heimatort und Karlsruhe pendeln. „Wenn sich die Oststadt in den Semesterferien teilweise entvölkert, bedeutet das eine Herausforderung für die Stadt und ihre Mobilitäts- und Kommunikationssysteme“, beschreibt die Geographin die Folgen der multilokalen Lebensformen für die Stadt. „Die Infrastruktur wird durch die hohe Mobilität mehr belastet. Mehr Energie wird verbraucht, durch Zweitwohnungen am Arbeitsort steigt der Flächenbedarf. Ganze Stadtviertel verändern sich und ihr Bildungs-, Kultur- und Einzelhandelsangebot, wenn sie etwa von Studierenden und pendelnden Angestellten erschlossen werden, die in der Woche ein- und an den Wochenenden ausfliegen.“ Stefan Fuchs hat mit Frau Prof. Kramer über Vor- und Nachteile der Multilokalität in Zeiten der kontinentalen Wanderbewegungen gesprochen. Interview von Stefan Fuchs
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KIT Wissen - Sendung vom 8. Oktober 2015
Sendung vom 8. Oktober mit Susanne Radosavljevic. Themen: Bye, bye Dieselmotor? - Das technologische Dilemma hinter dem VW Skandal, Knips mal die Tapete an! - OLEDs – flächendeckend Licht, Ein Zuhause in der Sprache? - Prof. Alexander Waibel über „Heimat“ und Mehrsprachigkeit, Spracherkennung - Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht.
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Spracherkennung - Radio KIT Wissen auf den Punkt gebracht - Beitrag bei Radio KIT am 08.10.2015
Spracherkennung ist ein Fachbegriff aus der angewandten Informatik. Sie gehört zum Forschungsfeld der Computerlingustik und hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine rasante Entwicklung erfahren. Inzwischen können Smartphones, Computerbetriebssystem und Autos mit Sprachbefehlen gesteuert werden. In der Reihe „Wissen auf den Punkt gebracht“ hat Radio KIT mit Prof. Alexander Waibel einen internationalen Experten nach dem Stichwort „Spracherkennung“ befragt. Interview von Jennifer Warzecha
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Ein Zuhause in der Sprache? - Prof. Alexander Waibel über „Heimat“ und Mehrsprachigkeit - Beitrag bei Radio KIT am 08.10.2015
Wenn Menschen aus beruflichen Gründen alle paar Monate den Wohnort wechseln müssen, wenn Hunderttausende durch Krieg und Armut aus ihrem Zuhause vertrieben werden, stellt sich die Frage nach der „Heimat“ besonders dringlich. Ist es der Ort der Kindheitserinnerungen? Der Duft des Lieblingsessens? Ist Heimat überhaupt mit einem Gefühl des Zuhauseseins verbunden oder vielleicht doch ein eher rational zu erklärendes Konstrukt? Der Informatiker und Robotiker Prof. Alexander Waibel ist selbst ein interkontinentaler Pendler. Er lehrt und forscht nicht nur am KIT im Bereich Spracherkennung und Maschinelles Übersetzen sondern auch an der Carnegie Mellon Universität in den USA. Als Beitrag zur ARD-Themenwoche „Heimat“ hat er KIT-Reporterin Jennifer Warzecha im ersten Teil eines zweiteiligen Interviews verraten, was „Heimat“ für ihn bedeutet.
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Knips mal die Tapete an! - OLEDs – flächendeckend Licht - Beitrag bei Radio KIT am 08.10.2015
Ultraflach, biegsam und umweltfreundlich - organische Licht emittierende Dioden kurz OLEDs eröffnen ganz neue Möglichkeiten im Umgang mit Licht. OLEDs bilden keine punktförmigen Lichtquellen sondern leuchtende Flächen. Ihr Licht ist angenehm warm und extrem sparsam. Erste OLED-Bildschirme wurden schon vorgestellt. Aber auch von OLED-Tapeten ist die Rede. In der Reihe von Beiträgen von Studierenden des KIT-Studiengangs Wissenschaftskommunikation hat Lennart Grabisch Sebastian Raupp befragt, was es mit dieser weiteren Revolution im Bereich der Leuchtmittel auf sich hat. Interview von Lennart Grabisch
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Bye, bye Dieselmotor? - Das technologische Dilemma hinter dem VW Skandal - Beitrag bei Radio KIT am 08.10.2015
Bye, bye Dieselmotor? Das technologische Dilemma hinter dem VW Skandal Am Institut für Kolbenmaschinen des KIT verfolgt man in diesen Tagen den sich rasant ausweitenden VW Skandal mit durchaus gemischten Gefühlen. Auf dem Campus Ost ist man überzeugt, dass die Entwicklung der Verbrennungsmotoren-Technologie in Richtung Sparsamkeit und Umweltverträglichkeit noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt ist. Mit Hochdruck arbeiten die Wissenschaftler des IFKM sowohl an der Reduktion von schädlichen Emissionen im Verbrennungsraum selbst, als auch an der Verbesserung der Neutralisierung von Emissionen im Abgas. Für den Leiter der Forschungsgruppe Motorensysteme und Abgasnachbehandlung, Dr. Uwe Wagner, liegt es deshalb auf der Hand, dass der VW-Konzern diesen Anstrengungen mit der ominösen Cheating Software für den Dieselmotor vom Typ EA189 einen gewaltigen Bärendienst erwiesen hat. Er will auch eine gewisse Mitverantwortung der Autokäufer nicht ganz ausschließen. Die hätten eigentlich wissen können, dass gerade die Sparsamkeit dieser Motoren zur erhöhten Emission von Stickoxyden führen müsse. Nur durch eine aufwendige Nachbearbeitung in Katalysatoren - bei manchen Modellen auch mit Harnsäure als einem zusätzlichen Betriebsmittel - könnten diese gesundheitsschädlichen Substanzen wieder aus dem Abgas herausgefiltert werden. Das habe der VW-Konzern seinen Kunden augenscheinlich nur im Testbetrieb auf dem Prüfstand zumuten wollen, nicht aber im Dauerbetrieb im Alltag. Der KIT-Experte sieht deshalb bei der Nachrüstung möglicherweise noch weitere große Probleme auf den Konzern zukommen. „Niemand weiß, ob die Katalysatoren nach der Umstellung der Software bei einer Rückrufaktion im Dauerbetrieb über die ganze Lebensdauer des Fahrzeuges auch wirklich funktionieren werden. Schließlich wurden sie ja nur für den gelegentlichen Einsatz in Testsituationen ausgelegt“. Dr. Wagner glaubt dennoch an eine Zukunft der Dieselmotoren. Voraussetzung sei aber, bestehende technologische Ansätze zur Serienreife zu entwickeln, bei denen schon im Verbrennungsraum möglichst gar keine Stickoxyde entstehen. „Dann muss man sie auch nicht mehr mit hohem Aufwand aus dem Abgas herausholen“, meint Dr. Wagner im Exklusivinterview mit Radio KIT. Interview von Stefan Fuchs
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KIT Wissen - Sendung vom 24. September 2015
Sendung vom 24. September mit Susanne Radosavljevic. Themen: Atemberaubende Leichtigkeit - Aufbau des Karlsruher Neutrino-Experiments in der Zielgeraden, Doping im Kopf - Am besten mit Kaffee, Wie der Schnabel gewachsen ist - Wissen auf den Punkt gebracht
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Wie der Schnabel gewachsen ist - Wissen auf den Punkt gebracht - Beitrag bei Radio KIT am 24.09.2015
In unserer Reihe „Wissen auf den Punkt gebracht“ erklärt die Germanistin Dr. Monika Hanauska in dieser Woche, was man unter „konzeptueller Mündlichkeit“ versteht.
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Doping im Kopf - Am besten mit Kaffee - Beitrag bei Radio KIT am 24.09.2015
Wer möchte nicht gern ein Einstein sein? Spielerisch die Gehirnakrobatik der höheren Mathematik meistern und Sprachen quasi im Schlaf lernen? Selbst in angesehenen Wissenschaftszeitschriften wie „Nature“ werden da auf unverantwortliche Weise Erwartungen geweckt, man könne mit bekannten chemischen Substanzen Cognitive Enhancement erreichen, das heißt die intellektuelle Leistungsfähigkeit quasi dopen. Studien des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse warnen vor diesen Versprechungen. Nicht nur, dass die heute bekannten Pharmaka erhebliche physische und psychische Nebenwirkungen haben, sie sind auch so gut wie wirkungslos. Das Uralt-Dopingmittel Koffein ist allemal effektiver. In der Reihe von Beiträgen von Studierenden des KIT-Studiengangs Wissenschaftskommunikation hat Marcel Lauble mit dem Human Enhancement Experten des KIT Christopher Coenen gesprochen.
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Atemberaubende Leichtigkeit - Aufbau des Karlsruher Neutrino-Experiments in der Zielgeraden - Beitrag bei Radio KIT am 24.09.2015
Das Karlsruher Tritium Neutrino Experiment (KATRIN) ist ein Großversuch der Superlative. Bereits 2006 wurde der weltweit größte Vakuumbehälter um die halbe Welt verschifft, um dann in einem spektakulären Transport die sieben Kilometer von der Rheinrampe im kleinen Örtchen Eggenstein-Leopoldshafen auf den Campus Nord des KIT transportiert zu werden. Eine Wegstrecke, die das 200 Tonnen schwere Behältnis nur im Schritttempo zurücklegen konnte, weil es teilweise bis auf wenige Zentimeter an den Häusern entlang schrammte. Am 11. September erreichte nun mit der ebenfalls tonnenschweren Tritiumquelle der letzte ganz große Puzzlestein von KATRIN den Campus Nord. Am Ende wird sich das Versuchslabor 70 Meter lang über mehrere Gebäude erstrecken. Noch ein gutes halbes Jahr werden die Aufbau- und Kalibrierungsphasen dauern, dann erst werden all die Mühen belohnt werden und KATRIN wird den Elementarteilchenphysikern die sehnsüchtig erwarteten Daten liefern. Mit dem tonnenschweren Fangnetz begeben sie sich dann auf die Jagd. Ironischerweise eine Jagd nach den absoluten Leichtgewichten unter den bekannten Elementarteilchen. Neutrinos sind schwer zu fassen. Sie haben keine elektrische Ladung und so gut wie keine Masse. Deshalb gehen sie spurlos durch alle Materie einschließlich des menschlichen Körpers. Dabei ist die Sonne eine unerschöpfliche natürliche Neutrinoquelle. 100 Milliarden davon kommen auf der Erde pro Sekunde auf dem Quadratzentimeter an. Die Masse dieser mysteriösen Teilchen ist bisher ein Rätsel. Manche Theoretiker vermuteten sogar, dass Neutrinos gar keine Masse haben. Sicher ist bisher nur, dass sie kleiner als 2 Elektronenvolt (eV) sein müssen. Das bisher leichteste Teilchen, das Elektron, bringt es immerhin auf 511.000 eV. Wenn im nächsten Jahr auf dem Campus Nord die Messungen beginnen, wird sich ziemlich schnell herausstellen, ob der riesige Aufwand ausreicht, um die Neutrinomasse zu bestimmen, oder ob zur Enttäuschung der Physiker wieder nur ein Kleiner-Als dabei herauskommt. Wie auch immer, die gewaltigen Datenmengen, die KATRIN über fünf Jahre erzeugen wird, könnten den Weg freimachen für eine neue Physik, es könnte sich beispielsweise herausstellen, dass es gleich mehrere Neutrinotypen gibt. Selbst die Einsteinsche Relativitätstheorie könnte ins Wanken geraten. Obwohl sich die Meldungen des OPERA Experiments aus dem Jahr 2011, dass Neutrinos schneller als das Licht unterwegs seien, inzwischen als Messfehler erwiesen haben. Wissenschaftsjournalist Stefan Fuchs im Gespräch mit Dr. Kathrin Valerius. Sie leitet die Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe des Karlsruher Tritium Neutrino Experiments. Interview von Stefan Fuchs
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KIT Wissen - Sendung vom 10. September 2015
Sendung vom 10. September mit Britta Hagemann und Joshua Bayless. Themen: Triumph über den Raum - Erlebte Technikgeschichte der Eisenbahn, Warten auf das Dampfross - Faszinationskraft historischer Technik, Lok 58 311 - Reise in die Vergangenheit, Wir fahren mit der Eisenbahn - 95 Tonnen Dienstgewicht
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Wir fahren mit der Eisenbahn - 95 Tonnen Dienstgewicht - Beitrag bei Radio KIT am 10.09.2015
Die Güterlok 58 311 ist im Besitz der Ulmer-Eisenbahnfreunde Sektion Ettlingen und wird von diesen ehrenamtlich gewartet. Sie zieht bei dieser Fahrt Personenwagen aus den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Hans-Peter Fantoli ist der Zugführer des historischen Dampfzuges. Damit obliegt ihm die Verantwortung für die Sicherheit und ordnungsgemäße Abwicklung dieser Zugfahrt. Er kennt nicht nur die Lok mit ihren immerhin 95 Tonnen Dienstgewicht genau, sondern weiß auch um die Besonderheiten einer Dampflokfahrt und die Schwierigkeiten, die dabei bewältigt werden müssen. Interview von Britta Hagemann
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Lok 58 311 - Reise in die Vergangenheit - Beitrag bei Radio KIT am 10.09.2015
Die Lokomotive 58 311 ist eine Rarität unter den in Deutschland erhalten gebliebenen Dampflokomotiven. Sie wurde 1921 von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe unter der Fabriknummer 2153 gebaut. Der 1. Weltkrieg hatte gezeigt, dass ein einheitliches in großen Stückzahlen gebautes Modell für die Ersatzteilbeschaffung große Vorteile hatte. Nach einem Entwurf von Henschel wurden schließlich bis Kriegsende noch knapp 200 Exemplare der robusten Güterlokomotiven gebaut. In der Folge wurden dann von den badischen, sächsischen, württembergischen und preußischen Staatsbahnen weitere 1200 Lokomotiven in Dienst gestellt. Interview von Britta Hagemann
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Warten auf das Dampfross - Faszinationskraft historischer Technik - Beitrag bei Radio KIT am 10.09.2015
An einem ganz gewöhnlichen Sonntagabend gegen sechs sitzen sie auf einer Bank auf Bahnsteig eins und warten auf den Zug. Aber nicht auf irgendeinen, sondern auf die Dampflok 58 311 der Ulmer Eisenbahnfreunde, die auf der Rückfahrt von Pforzheim in Bretten Halt machen sollte. Interview von Britta Hagemann
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Triumph über den Raum - Erlebte Technikgeschichte der Eisenbahn - Beitrag bei Radio KIT am 10.09.2015
Mit der Erfindung der dampfgetriebenen Schienenfahrzeuge entwickelten sich Handel und Transport im Zuge der industriellen Revolution in bisher nicht gekannten Ausmaßen. Das veränderte auch das Selbstverständnis des Menschen. Dampflokomotiven revolutionierten das Reisen. Sie machten die Sehnsucht flüchtig und leiteten die Ära des Massentourismus ein. Bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein waren Dampflokomotiven der Inbegriff moderner Technik, die Eisenbahn und ihre mächtigen Bauwerke, Schienenstränge, Brücken und Tunnel verkörperten den menschlichen Triumph über den Raum. Von moderneren Antriebstechniken wie Diesel – und Elektrolok verdrängt, fährt seit 1977 keine Dampflok mehr im regulären Schienenbetrieb der DB. Vergessen sind die rußigen Schönheiten aber nicht, die Faszination der Dampfeisenbahn ist ungebrochen. Man kann sie gelegentlich sogar wieder auf den Schienen bewundern, denn Vereine wie die Ulmer Eisenbahnfreunde befahren mit ihren Museumsstücken regelmäßig bestimmte Strecken. Dass das Fahren mit dem Dampfzug etwas ganz besonderes ist, hat Radio KIT Redakteurin Britta Hagemann erfahren. Während ihrer ungewöhnlichen Kurzreise von Bretten nach Karlsruhe hat sie mit Eisenbahnfans und einem Zugführer gesprochen. Prof. Rolf-Ulrich Kunze erläutert den technikgeschichtlichen Hintergrund. Der KIT-Historiker ist Deutschlands einziger Modellbahnhistoriker und Experte für die Geschichte der Eisenbahntechnik. Interview von Britta Hagemann
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Uber & Co. - Zur Rolle der Shared-Economy in der Mobilität - Beitrag bei Radio KIT am 27.08.2015
Das Credo aller Vertreter der sogenannten Shared-Economy lautet, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, je mehr Ressourcen geteilt werden. Durch die verstärkte Nutzung von IT-Technologien auch im Bereich der Mobilität verändert das Konzept in letzter Zeit unübersehbar das Leben in den Städten. Anbieter von Sharing-Plattformen, wie „Stadtmobil“ oder der höchst umstrittene Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen „Uber“ haben einen wachsenden Einfluss auf das Mobilitätsverhalten. David Bethge sprach mit dem Mobilitäts-Experten Dr. Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen. Interview von David Bethge
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Participatory Sensing - Handy-App ermöglicht Karten für Feinstaubbelastung - Beitrag bei Radio KIT am 27.08.2015
Jedes Handy eine eigene Messstation, das steckt hinter dem neuen Buzz-Wort „Participatory Sensing“. Wenn viele messen, lässt sich aus den vielen Einzelmessungen eine hochauflösende Karte erstellen. In diesem Fall über die Feinstaubbelastungen, die erwiesenermaßen zu einem starken Anstieg der Atemwegserkrankungen geführt haben. Bisher gab es nur ganz wenige Messstationen, mithilfe einer von KIT-Informatikern entwickelten App wird potentiell jedes Smartphone die Belastungen vor Ort messen können. Constanze Schöning im Gespräch mit Vincent Diener. Ein Experteninterview aus der Reihe „WMK funkt“ von Studierenden des Studiengangs Wissenschaftskommunikation des KIT. Interview von Constanze Schöning
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„Blue Sky“ & Vernetzung - Vizepräsident Prof. Detlef Löhe zum Wissenschaftsstandort Karlsruhe - Beitrag bei Radio KIT am 27.08.2015
Das Humboldtsche Bildungsideal ins 21. Jahrhundert übersetzt, so könnte man die bundesweit einzigartige Fusion der Universität mit dem Forschungszentrum Karlsruhe zum KIT auf den Punkt bringen. Prof. Detlef Löhe zeigte sich im Gespräch mit Radio KIT überzeugt, dass die Verbindung einer Großforschungseinrichtung mit einer Universität die Humboldtsche Einheit von Forschung und Lehre auf ideale Weise in die durch internationale Vernetzung geprägte Wissenschaftslandschaft des 21. Jahrhunderts überträgt. So habe man etwa während des Studiums Gelegenheit, in einem der weltweit größten Labore, dem Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien, mitzuarbeiten, wo es um die Messung hochenergetischer kosmischer Strahlung geht, oder seine Kreativität beim KATRIN-Experiment einzubringen, das sich auf den Spuren einer neuen Physik bewegt, oder in der KIT-Wolkenkammer die Entstehung von Wolken zu beobachten. Ohne die internationale Kooperation und die technologischen und finanziellen Möglichkeiten des KIT würde dies alles nur graue Theorie bleiben. Der KIT-Vizepräsident für Forschung und Information identifizierte aber auch neue Herausforderungen für den Wissenschaftsstandort Karlsruhe. Die alte Unterscheidung zwischen Grundlagen- und Anwendungs-Forschung erweise sich immer deutlicher als obsolet. Was heute noch Grundlage ist, könne sich morgen schon als die rettende Technologie erweisen, die beispielsweise das Gelingen der Energiewende ermögliche. Deshalb müsse auch „Blue-Sky Research“ möglich sein, wo nicht von Anfang an klar sei, wohin die Reise geht. „Das ist ein wichtiger Punkt fürs KIT, nicht alle Freiräume zuzupflastern, sondern auch genügend Luft im System zu lassen“. Das Gespräch mit Prof. Löhe führte Susanne Radosavljevic. Interview von Susanne Radosavljevic
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KIT Wissen - Sendung vom 27. August 2015
Sendung vom 27. August mit Jennifer Warzecha. Themen: „Blue Sky“ & Vernetzung - Vizepräsident Prof. Detlef Löhe zum Wissenschaftsstandort Karlsruhe, Uber & Co - Zur Rolle der Shared-Economy in der Mobilität, Participatory Sensing - Handy-App ermöglicht Karten für Feinstaubbelastung
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Erneuerbar chemisch speichern - Methan-Produktion aus Ökostrom - Beitrag bei Radio KIT am 13.08.2015
Was macht man mit dem Solarstrom wenn er wie in diesem heißen Sommer sehr viel üppiger fließt, als er verbraucht werden kann. Von Speicherseen bis zur Batterie im E-Mobil gibt es viele Konzepte, das Problem der Vorratshaltung von Ökostrom zu lösen. Mit der Pilotanlage DemoSNG wurde jetzt erstmals ein chemisches Speicherverfahren umgesetzt. Der überflüssige Ökostrom wird mit einem Wirkungsgrad von 60 Prozent in Methan umgewandelt. Das kann dann ganz einfach in das bestehende Gas-Netz eingespeichert werden. Ein Experteninterview aus der Reihe „WMK funkt“ von Studierenden des KIT-Studiengangs Wissenschaftskommunikation. Interview von Jo-Lukas Hoffmann
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Kühlende Vulkane - Klimatologen weisen bremsende Wirkung von Vulkanausbrüchen auf die Klimaerwärmung nach - Beitrag bei Radio KIT am 13.08.2015
Lange Zeit konnte man den Einfluss von Vulkanausbrüchen auf das Weltklima nur vermuten. So wurde der Ausbruch des Vulkans Laki auf Island in den Jahren 1783 bis 84 für kalte und verregnete Sommer in Mitteleuropa verantwortlich gemacht, die zu Hungersnöten führten und letztlich den Volksaufstand gegen die Bourbonen in Frankreich auslösten, der als Französische Revolution in die Geschichte eingegangen ist. Der Ausbruch des indonesischen Tambora führte 1816 im Nordosten Amerikas und im Westen und Süden Europas zu einem ungewöhnlich kalten Jahr ebenfalls mit Missernten und Hungersnöten. Die Messkampagne des „Caribic Flying Observatory“ bringt nun wissenschaftliche Gewissheit. Seit Dezember fliegt der am KIT entwickelte Messcontainer regelmäßig auf Linienflügen der Lufthansa in der für die Klimaerwärmung so wichtigen Schicht oberhalb 6 Kilometer Höhe mit. Kombiniert mit Lasermessungen von Staubpartikeln von einem Satelliten aus ergeben die Messungen jetzt für die Zeit zwischen 2008 und 2011 einen spürbaren Kühlungseffekt durch die Eruptionsfahnen von Vulkanen. In dieser Zeit war es zu einer Häufung von Ausbrüchen vor allem im tropischen Gürtel der Erde gekommen, wo die herausgeschleuderten Gase und Partikel die größten Chancen haben, sehr große Höhen zu erreichen und dort auch über längere Zeit zu verweilen. Sie reflektieren das Sonnenlicht und tragen verstärkt zur Wolkenbildung bei. Auf zwischen 5 und 10% wird die Bremswirkung der Vulkaneruptionen auf den allgemeinen Trend zur Klimaerwärmung von den Wissenschaftler in einem jetzt im Fachjournal „Nature Communications“ erschienenen Artikel eingeschätzt. Also vergleichsweise gering und keineswegs geeignet, den Generaltrend der Klimakatastrophe wesentlich zu beeinflussen. Überhaupt werde die Aussagekraft der globalen Temperaturdurchschnittswerte überschätzt, meint der Klimatologe und Mitautor Dr. Andreas Zahn, „die Erde erwärmt sich sehr ungleichmäßig in der Arktis beispielsweise schneller als in den Tropen“. Interview von Stefan Fuchs
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KIT Wissen - Sendung vom 13. August 2015
Sendung vom 13. August 2015 mit Britta Hagemann. Themen: Kühlende Vulkane - Klimatologen weisen bremsende Wirkung von Vulkanausbrüchen auf die Klimaerwärmung nach, Erneuerbar chemisch speichern - Methan-Produktion aus Ökostrom, Digitale Heinzelmänner - Wann kommen die humanoiden Roboter
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Digitale Heinzelmänner - Wann kommen die humanoiden Roboter - Beitrag bei Radio KIT am 13.08.2015
Die Roboter haben ihre festen Stellplätze in den Fabrikhallen verlassen, wo sie fleißig Autoteile und anderes zusammenschweißten. Die neue Generation wird Einzug halten in unseren Haushalten, in Krankhäusern und Pflegeheimen. Dafür brauchen sie jede Menge neue Fähigkeiten, die sie gerade mühsam erlernen. Kira-Maria Hetberg im Gespräch mit dem Robotiker Dr. Nikolaus Vahrenkamp vom Institut für Anthropomatik. Ein Experteninterview aus der Reihe „WMK funkt“ von Studierenden des KIT-Studiengangs Wissenschaftskommunikation des KIT. Interview von Kira-Marie Hetberg
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Januar, Februar, März … - Wissen auf den Punkt gebracht - Beitrag bei Radio KIT am 30.07.2015
Diese Woche erklären wir den Ursprung unserer Monatsnamen in unserer Reihe „Wissen auf den Punkt gebracht“. Interview von Britta Hagemann
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Köpfe, Kapital und Unternehmenskultur - Gründen am Beispiel der „Teekampagne“ - Beitrag bei Radio KIT am 30.07.2015
Eine gute Idee ergibt noch lange kein marktfähiges Produkt. Der zukünftige Unternehmer braucht sehr viel mehr. Köpfe, Kapital und, - man höre und staune -, (Unternehmens-)Kultur. Manche Kenner der Gründerszene sagen, es käme mehr auf den Zusammenhalt im Team als auf die zündende Idee an. Und welche Rolle spielt das zur Verfügung stehende Investitionskapital? Radio KIT-Reporterin Jennifer Warzecha hat Prof. Günter Faltin vom Arbeitsbereich Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin und Initiator der als Gründungswunder bekannt gewordenen Teekampagne nach dem gegenwärtigen Wissensstand in punkto Unternehmensgründung befragt. Interview von Jennifer Warzecha
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In Interviews, Berichten, Diskussionen und Reportagen vermittelt »KIT Wissen« Einblicke in das wissenschaftliche Geschehen an einer der großen Forschungseinrichtungen Europas.Darüber hinaus machen KIT-Experten aktuelle Themen verständlich vom Elementarteilchen bis zum Euro-Rettungsschirm.Musikalisch unterfüttert wird das Ganze durch handverlesene Klassik, Jazz und Chansons.
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Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
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