Kontrafunk: Menschenbilder

PODCAST · society

Kontrafunk: Menschenbilder

Kants philosophische Grundfragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – werden hier verhandelt. Der katholische Publizist und Schriftsteller Giuseppe Gracia erörtert im Dialog mit jeweils einem Gast die Momente der Anfechtung und des Seelenheils, die unser Leben kennzeichnen.

  1. 145

    Menschenbilder: Abschied.

    Dies ist die letzte Ausgabe der „Menschenbilder“ mit Giuseppe Gracia. Der Moderator verlässt das Format und übernimmt neue Aufgaben als Herausgeber des Magazins „Schweizer Monat“. Nach zwei Jahren und zahlreichen gemeinsamen Sendungen verabschieden sich Giuseppe Gracia und die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer mit dem Thema „Abschied“ von ihren Zuhörern.

  2. 144

    Menschenbilder: Wer hat Angst vor der KI?

    Der Schweizer Philosoph und Autor Michael Rüegg beschäftigt sich mit Technik, Religion und Politik. Giuseppe Gracia diskutiert mit ihm über den Hype um KI, die Angst vor der digitalen Apokalypse, über den Unterschied zwischen Geist und Maschine und Rüeggs These, dass auch die beste KI in Zukunft nur liebloses Mittelmaß liefern wird.

  3. 143

    Menschenbilder: Wer hat Angst vor der EU?

    Ein EU-Beitritt hat in der Schweiz gemäß Umfragen keine Chance. Dennoch wird in naher Zukunft über neue EU-Verträge abgestimmt. Dabei hat kaum jemand gelesen, was auf den über 2200 Seiten (plus 20.000 Ausführungsbestimmungen) steht. Ronnie Grob, Chefredakteur des Autorenmagazins „Schweizer Monat“, spricht mit Giuseppe Gracia über den Unterschied zwischen der Schweiz und der EU sowie über die Frage, ob die Stimmbürger überhaupt fähig sein werden, das unüberschaubare Vertragswerk als Gegenstand einer Abstimmung zu verstehen.

  4. 142

    Menschenbilder: Vom Wert der Psychoanalyse (WDHL)

    Lange Zeit war die Psychoanalyse populär, wurde in den letzten Jahren aber aus dem akademischen Mainstream verdrängt. Kritisiert wird an der von Sigmund Freud begründeten Methode eine Reduktion des Menschen auf ein reines Triebwesen und die Gefahr eines psychischen Determinismus. Welchen Wert kann die Psychoanalyse heute dennoch haben? Was ist ihr Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft? (Wiederholung vom 23. Feburar 2025)

  5. 141

    Menschenbilder: Was wir von Verschwörungstheorien lernen können

    Fast so alt wie die menschliche Fantasie sind Verschwörungstheorien. Mit den heutigen Social Media erleben sie ein exponenzielles Wachstum. So abwegig viele Verschwörungstheorien sind, leben sie doch vom Bedürfnis nach Wahrheit und Vertrauen. Daraus lässt sich lernen. (Wiederholung vom 21. Januar 2024)

  6. 140

    Menschenbilder: Wie frei sind wir wirklich?

    Freiheit ist ein Wort, das wir ganz selbstverständlich benutzen. Auch im politischen Diskurs wird Freiheit verteidigt oder unter gewisse Einschränkungen gestellt, wenn es um Grundrechte oder den Schutz vor Diskriminierung geht. Aber wie frei sind wir wirklich in unserem Denken und Handeln? Woher wissen wir, dass wir nicht manipuliert werden oder uns selbst etwas vormachen? 

  7. 139

    Menschenbilder: Misstrauen und Vertrauen

    Was bedeutet Vertrauen in Menschen oder ins Leben? Was bedeutet Misstrauen? Bedingen sich diese Haltungen? Ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen beiden wichtig, weil übermäßiges Misstrauen zu Angst führen kann, während zu viel Vertrauen anfällig für Enttäuschungen macht?

  8. 138

    Menschenbilder: Gewaltfreie Sprache?

    Die Rede von der „gewaltfreien Kommunikation“ ist verbreitet. Dazu gibt es mittlerweile Lehrgänge. Aber sind beleidigende, wütende oder abwertende Äußerungen wirklich mit Gewalt gleichzusetzen? Ist eine Messerstecherei oder eine Vergewaltigung ebenso Gewalt wie ein Schimpfwort, ein verbaler Ausrutscher? Was bedeutet die Verunklärung des Unterschieds zwischen physischer Gewalt und Sprechhandlung für die Gesellschaft? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Jeannette Fischer.

  9. 137

    Menschenbilder: Instinkte – Natur oder Kultur?

    Nach allgemeiner Vorstellung sind Instinkte angeborene, ungelernte Verhaltensweisen. Genetisch festgelegt, dienen sie etwa der Arterhaltung oder dem Überleben. Stimmt das oder steckt mehr dahinter? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Jeannette Fischer.

  10. 136

    Menschenbilder: Sind wir Sadomasochisten?

    Sadomasochismus bezieht sich in der Regel auf sexuelle Lustempfindungen durch die Zufügung oder das Erleben von Schmerz, Macht oder Demütigung. Stimmt das? Oder ist das Phänomen größer? Leben wir sogar allgemein in einer sadomasochistischen Kultur, ohne dass es uns bewusst ist? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikerin Jeannette Fischer.

  11. 135

    Menschenbilder: Warum begehren wir, was wir begehren?

    Etwas wollen, erstreben, herbeiwünschen oder nach jemandem Verlangen haben: so wird menschliches Begehren oft umschrieben. Was bedeutet das eigentlich? Liefern wir uns den Launen unserer Lust aus, wenn wir das Begehren so wichtig nehmen, oder ist das für ein Leben in Fülle gerade entscheidend? 

  12. 134

    Menschenbilder: Familie – Grundbaustein der Gesellschaft oder Mythos

    Im klassisch bürgerlichen Wertekanon gilt die Familie als Grundbaustein einer stabilen Gesellschaft. Wie steht es um den Wert der Familie in Zeiten hoher Trennungsquoten, zunehmender Vereinzelung und emotionaler Verwahrlosung durch Social Media?

  13. 133

    Menschenbilder: Blinde Flecken

    In der Psychologie deuten „blinde Flecken“ auf Eigenschaften, Gefühle und Verhaltensweisen, die einem nicht bewusst sind, anderen jedoch auffallen. Sie entstehen oft durch Verdrängung schmerzhafter oder beschämender Erfahrungen. Wie lassen sich blinde Flecken erkennen? Wie können wir daran reifen?

  14. 132

    Menschenbilder: Krieg als Gesundbrunnen für den überschuldeten Staat

    Fast  überall in der EU, auch in Deutschland, leidet die Wirtschaft unter  Steuererhöhungen und einem staatlichen Schuldensumpf. Das Versagen der  finanzpolitischen Systeme führt in die Überschuldung, so dass der Krieg  als Gesundbrunnen für den Staat erscheint. Giuseppe Gracia im Gespräch  mit Benjamin Mudlack, Wirtschaftsinformatiker, Geldexperte und Buchautor.

  15. 131

    Menschenbilder: Feste und ihre Bedeutung

    Feiern hat die Bedeutung, besondere Ereignisse oder Erfolge festlich zu begehen, um Erreichtes zu geniessen, soziale Bindungen zu stärken oder Traditionen zu pflegen. Das Fest bietet eine Abwechslung vom Alltag und fördert das Wir-Gefühl. Oder steckt mehr dahinter?

  16. 130

    Menschenbilder: Selbstverantwortung und Kontrolle über mein Leben – wie realistisch ist das?

    Wie kann ich mein Leben unter Kontrolle halten? Lässt sich das Leben überhaupt kontrollieren? Müssen wir den Wunsch nach Kontrolle überwinden? Ein Gespräch über die Selbstverantwortung und wie realistisch diese ohne die Kontrolle über das eigene Leben ist. 

  17. 129

    Menschenbilder: Ist das Leben trügerisch und ungerecht?

    Zum Alten Testament gehört ein radikales Buch namens „Kohelet“, das alles infrage stellt, was einer Mehrheit der Menschen lieb ist. Der Text leugnet, dass das Leben einen tieferen Sinn ergibt oder dass es sich lohnt, nach Liebe, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit zu streben. Das Leben wird als willkürlich geschildert, ohne bleibenden Wert. Ist das ein vergessener Realismus aus der Antike, der uns etwas lehren kann? 

  18. 128

    Menschenbilder: Allmacht, Gott und Christentum

    Jeder weiß, dass Allmachtsfantasien ungesund sind, trotzdem dominieren sie Politik, Wirtschaft und Religion. Gehört die Allmachtsfantasie zu Judentum und Christentum, oder ist sie etwas anderes? Die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer organisiert vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 im Schweizer Kloster Schönthal (Langenbruck) zum Thema Macht und Ohnmacht Referate und Gespräche.https://www.kommaund.ch/moa

  19. 127

    Menschenbilder: Die Empörungsgesellschaft

    Politik und Medien geben täglich Anlass, sich zu empören. Krieg und Krisen, Unrecht und Verrat, Lügen und Manipulation: Die Liste ist lang, die Empörung groß. Leben wir in besonders gestörten Zeiten, oder ist die Welt gar nicht schlimmer als früher? Sind wir das Problem, weil wir süchtig sind nach der täglichen Dosis Empörung?

  20. 126

    Menschenbilder: Ist Selbstbestimmung eine Illusion?

    Als Autonomie bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung durch den freien Willen des Menschen. Das Gegenteil wäre die Fremdbestimmung. Heute wird der freie Wille von der Neurowissenschaft geleugnet, außerdem zweifeln seit Corona viele an der Fähigkeit der Selbstbestimmung. 

  21. 125

    Menschenbilder: Wie triebgesteuert sind wir?

    Nach gängiger Vorstellung sind Triebe angeborene Kräfte, die uns oft unbewusst lenken. Stimmt das? Was bedeuten Triebtheorien für unsere Vorstellung von Freiheit und Verantwortung? 

  22. 124

    Menschenbilder: Penisneid und Feminismus

    Penisneid ist ein psychoanalytischer Begriff, der von Sigmund Freud geprägt wurde. Angeblich beschreibt er das Gefühl von Mädchen und Frauen, dass sie durch das Fehlen eines Penis benachteiligt seien. Aber stimmt das? Oder ist mit Penisneid etwas anderes gemeint, etwas, wovon der Feminismus auch heute noch lernen kann? 

  23. 123

    Menschenbilder: Innere Ruhe und Frieden in Zeiten des digitalen Lärms

    Die Postmoderne ist geprägt von digitaler Beschleunigung, von einem Alltag zwischen Leistung und Konsum. Was geht verloren, wenn die Stille als Ort der Sammlung verloren geht? Kann ein Leben gelingen ohne Ruhe, ohne inneren Frieden? Ist ohne Gebet Vertrauen in Gott möglich, in den Grund des Lebens? 

  24. 122

    Sommerfestival – Menschenbilder: Braucht es das Christentum noch?

    Hat eine säkulare Wohlstandsgesellschaft Kirche und Christentum noch nötig? Kann die Freiheit auf Religion verzichten? Wieso gibt es auf der Welt so viel Böses, wenn Gott so gut ist? Was sind die Schattenseiten der Aufklärung und wie kommt es heute, auch in Westeuropa, zur Verachtung des Menschen und der Demokratie? Diese und andere Fragen werden reflektiert. (Wiederholung vom 18. Juni 2023)

  25. 121

    Sommerfestival – Menschenbilder: Gibt es die Hölle?

    Die Vorstellung von der Hölle hat im 21. Jahrhundert ihren Schrecken, ja ihr ganzes Dasein verloren. Was aber, wenn es doch eine Hölle gibt? Was ist mit dem Begriff gemeint? Geht es um einen Ort der Strafe oder, wie die moderne Theologie sagt, um einen Seelenzustand der vollkommenen, selbstverschuldeten Abgeschnittenheit von Gott und der Quelle des Lebens? Kann das Leben selbst zur Hölle werden, oder sind das alles nur Märchengeschichten?

  26. 120

    Sommerfestival – Menschenbilder: Warum brauchen wir Sündenböcke?

    Seit den Zeiten des Alten Testaments gibt es Sündenböcke, auf die gesellschaftliche Abgründe übertragen werden, damit eine Mehrheit sich moralisch sauber fühlt. Sind Menschen frustriert oder unglücklich, richten sie ihre Aggression auf wehrlose Personen oder Gruppen. Dies kann auch mittels einer durch Machteliten verbreiteten Ideologie geschehen, die ein Feindbild entwickelt mit dem Ziel der Selbststabilisierung und Neutralisierung von Opposition. Ist das auch heute so? (Wiederholung vom 28. Juli 2024)

  27. 119

    Sommerfestival – Menschenbilder: Leben wir noch in einer Demokratie?

    Man hört oft, die Demokratie sei in der Krise – oder schlimmer: Es herrsche längst keine Demokratie mehr, sondern die internationalen Programme einer nicht gewählten Klasse von Reichen und selbsternannten Weltgestaltern. Verschwörungstheorie oder Hinweis auf reale Defizite? Was bedeutet Demokratie, was ist ihr gesellschaftlicher und humaner Wert etwa im Vergleich zur Anarchie? (Wiederholung vom 9. Februar 2025)

  28. 118

    Menschenbilder: Die Gefahren der Projektion

    In der Psychologie versteht man unter Projektion einen Abwehrmechanismus, der eigene, unerträgliche Gefühle und Wünsche einem anderen Menschen zuschreibt und sie dort stellvertretend verfolgt und bekämpft. Was bedeutet das für die politische Kultur? Ist der Hass auf Andersdenkende und der Kampf gegen „Nazis“ oder „Demokratiefeinde“ eine Projektion derer, die in ihrer moralischen Hybris selbst zum Totalitären neigen? 

  29. 117

    Menschenbilder: Die dunkle Seite der Inklusion

    Inklusion bedeutet für viele, die Gesellschaft so zu gestalten, dass alle gleichberechtigt teilhaben können. Doch sind die damit verbundenen politischen Programme und Forderungen wirklich positiv? Gibt es eine dunkle, ja totalitäre Seite der Inklusion? 

  30. 116

    Menschenbilder: Prostitution verbieten?

    In Frankreich ist es seit 2016 verboten, sexuelle Dienste zu kaufen. Das sogenannte nordische Modell, 1999 in Schweden eingeführt, behandelt Sexkunden grundsätzlich als Kriminelle. Aber ist Sex gegen Geld immer Missbrauch, ein Verbrechen? Ist bezahlter Sex auch dann Gewalt, wenn es um Frauen geht, die ihren Körper als Instrument einer Dienstleistung betrachten, jenseits eines Zwangs?

  31. 115

    Menschenbilder: Sexualität und Kultur

    Was bedeutet die Kommerzialisierung und Pornografisierung der menschlichen Sexualität in der heutigen Welt des Konsums? Ist das eine Befreiung? Oder ist die sexuelle Revolution gescheitert? 

  32. 114

    Menschenbilder: Schatten des Islam

    Im Buch „Schatten des Islam“ (Neopubli-Verlag, 2019) konfrontiert Dr. Dieter Gellhorn, Mediziner und Philosoph, die westliche Kultur der letzten 800 Jahre mit dem Islam. Gellhorn sieht in dieser Religion eine Gefahr für die Freiheit und beschreibt ihre „Verteidigungsaggressivität“ beim Versuch, eine geschlossene Gesellschaft zu erhalten. Wie groß sind die Hoffnungen auf einen reformierbaren Islam?

  33. 113

    Menschenbilder: Bindung und Freiheit, ein Widerspruch?

    Ist Bindung ein emotionales Band, das Menschen miteinander verbindet? Gibt es auch Bindung zu Institutionen, zum Beispiel zum Staat oder zu einer politischen Gruppe? Was sagt die Bindungstheorie? Was ist der Unterschied zwischen Bindung und Beziehung? 

  34. 112

    Menschenbilder: Monogamie – Machtkonstrukt oder Ausdruck wahrer Liebe?

    Die lebenslange sexuelle Treue in der Monogamie ist für Kritiker unnatürlich und veraltet. Ist Monogamie eine Konvention, die den Sexualtrieb und damit den Menschen selbst unter Kontrolle bringen soll? Oder ist sie, wie die Verteidiger sagen, die Höchstform der Beziehungskultur, die Verwirklichung wahrer Liebe und Ganzhingabe? 

  35. 111

    Menschenbilder: Schuld und Sühne

    Was heißt das, wenn jemand gegenüber einem anderen Mensch schuldig wird? Was ist Schuld? Braucht es die Sühne dazu, Schuld loszuwerden? Oder ist beides nur eine gesellschaftliche Konvention, dazu da, Menschen unter Kontrolle zu halten? 

  36. 110

    Menschenbilder: Krieg und Frieden

    Nach dem niederländischen Denker Baruch de Spinoza ist Friede nicht Abwesenheit von Krieg, sondern Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit. Stimmt das? Ist ein solcher Friede möglich? Oder gehört Krieg zur Natur des Menschen? 

  37. 109

    Menschenbilder: Milliarden für den Krieg: Ist Frieden out?

    Angesichts des Ukraine-Krieges will die EU Hunderte Milliarden für Waffen und Militär ausgeben. Im Nahen Osten herrscht ebenfalls Krieg. Sind Frieden und Versöhnung eine Illusion, eine Träumerei für Weltfremde? Giuseppe Gracia im Gespräch mit Andi Kunz, Präsident der 2010 in Winterthur gegründeten Stiftung Noiva, die sich für Frieden und Versöhnung im Nahen Osten einsetzt. Am 10. Mai organisiert die Stiftung in Winterthur eine Versöhnungskonferenz, zu der jeder eingeladen ist: https://www.noiva.ch/ist-frieden-out/

  38. 108

    Menschenbilder: Vom Wert der Religion

    Nicht wenige Menschen sehen in der Religion die Ursache für Fanatismus und Krieg, andere betrachten Christentum und Judentum als geistige Grundlage der westlichen Zivilisation. Wird der Mensch erst frei und aufgeklärt ohne Religion, oder verliert der Mensch ohne Religion im Gegenteil seine Freiheit und wird zum Spielball weltlicher Mächte? 

  39. 107

    Menschenbilder: Können wir frei sein, ohne uns zu unterwerfen?

    Machtverhältnisse durchziehen unser Leben. In Zeiten von Polarisierung und Krieg stellt sich die Frage nach der Ursache. Dazu organisiert die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 im Schweizer Kloster Schöntal (Langenbruck) Referate und Gespräche. Zur Einstimmung auf den Anlass spricht sie mit Giuseppe Gracia über die Frage, ob es Freiheit ohne Unterwerfung geben kann.

  40. 106

    Menschenbilder: Freiheit ohne Bindung, Freiheit durch Bindung?

    Nach gängiger Definition ist Bindung ein emotionales Band, das Menschen miteinander verbindet und das bereits Säuglinge brauchen, um zu überleben. Und doch denken heute viele, nicht frei sein zu können, wenn sie sich binden. Stimmt das? Ist menschliche Freiheit Bindungslosigkeit? Oder ist Freiheit im Gegenteil nur in der Bindung zu finden? 

  41. 105

    Menschenbilder: Individualismus und Herdentrieb

    Die Gegenwart gilt als Zeitalter von Individualismus und Narzissmus. Immer mehr Menschen verlassen tradierte Glaubensgemeinschaften oder klassische Lebensmodelle wie Ehe und Familie. Sie misstrauen großen Institutionen und wollen nach eigenen Vorstellungen leben. Gleichzeitig folgen sie oft dem Herdentrieb, gefüttert durch die Narrative der Mainstream-Medien. Corona, Klima, LGBTQ, Migration – wie immer das Thema: Der angebliche Individualist ist ganz schnell bereit, das eigenständige Denken zu dispensieren, wenn der Ausschluss aus der Herde droht. Warum ist das so, was können wir dagegen tun? 

  42. 104

    Menschenbilder: Vernunft, Freiheit und Glaube

    Christentum und Judentum sind die geistesgeschichtliche Geburtsstunde der Menschenrechte. Dennoch ist Religion heutzutage eher negativ besetzt. Die Kirchen und andere Institutionen, die Religion als Machtinstrument einsetzen, tragen am schlechten Ruf Mitschuld. Wie könnte eine neue, befreiende Sicht insbesondere auf das Christentum aussehen? 

  43. 103

    Menschenbilder: Wozu brauchen wir Ehrfurcht?

    Im religiösen Sinn ist Ehrfurcht das erschreckende Staunen, das Menschen erfasst, wenn sie Gott begegnen. Rein weltlich gesehen ist Ehrfurcht eine Hochachtung vor der Würde des Mitmenschen und der Natur. Brauchen wir Ehrfurcht als Hüterin einer humanen Welt? Führt fehlende Ehrfurcht in einen Bankrott der Menschlichkeit?

  44. 102

    Menschenbilder: Glaube, Freiheit und Psychoanalyse

    Die christliche Religion gilt vielen als seelische Grundlage des Westens. Dennoch wird das Christentum als Religion aus dem öffentlichen Diskurs und dem Bildungssystem verdrängt. Ganz ähnlich ergeht des seit einigen Jahren der Psychoanalyse. Ist das ein Zufall, oder hat es tiefere Gründe?

  45. 101

    Menschenbilder: Warum das Vermeiden von Leid unmenschlich ist

    Ein Staat, der sich dafür zuständig fühlt, unser Leben möglichst leidfrei zu gestalten, und eine Kultur des Individualismus, der danach strebt, sich einen lebenslangen Safe Space zu errichten, führt beides weder zu Glück noch zu einem leidfreien Humanismus, sondern zu Depression und Entmenschlichung. Was sind die Gründe? Warum ist ein gutes, authentisches Leben nicht möglich ohne Verzicht, Anstrengung und Leiderfahrung? Warum sind Neid, Unzufriedenheit und Suizidalität die Folge von Leidvermeidung? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Schweizer Schriftstellerin Monika Hausammann, bekannt für ihre Politthriller unter dem Pseudonym «Frank Jordan».

  46. 100

    Menschenbilder: Toxische Weiblichkeit

    Heute wird oft vom toxischen Mann gesprochen. Aber gibt es auch toxische Frauen? Was zeichnet diese aus? Und stimmt die feministische Erzählung, dass die Gesellschaft menschlicher wäre, wenn mehr Frauen an der Macht säßen?

  47. 99

    Menschenbilder: Vom Wert der Psychoanalyse

    Lange Zeit war die Psychoanalyse populär, wurde in den letzten Jahren aber aus dem akademischen Mainstream verdrängt. Kritisiert wird an der von Sigmund Freud begründeten Methode eine Reduktion des Menschen auf ein reines Triebwesen und die Gefahr eines psychischen Determinismus. Welchen Wert kann die Psychoanalyse heute dennoch haben? Was ist ihr Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft? 

  48. 98

    Menschenbilder: Zwischen Leibvergessenheit und Körperboom

    Fitnesscenter, Gender, Gesundheitswahn: Was bedeuten diese Trends für unser Verhältnis zum Körper? Warum sprechen wir heute fast nur noch vom Körper und nicht mehr vom Leib? Der Vorwurf der Leibvergessenheit in der westlichen Philosophie, etwa im Vergleich zum Fernen Osten, ist alt. Was hat es damit auf sich, und wie würde ein ganzheitlicher Umgang des Menschen mit seiner Leiblichkeit aussehen? 

  49. 97

    Menschenbilder: Leben wir noch in einer Demokratie?

    Man hört oft, die Demokratie sei in der Krise – oder schlimmer: Es herrsche längst keine Demokratie mehr, sondern die internationalen Programme einer nicht gewählten Klasse von Reichen und selbsternannten Weltgestaltern. Verschwörungstheorie oder Hinweis auf reale Defizite? Was bedeutet Demokratie, was ist ihr gesellschaftlicher und humaner Wert etwa im Vergleich zur Anarchie? 

  50. 96

    Menschenbilder: Der Kampf um Israel

    Immer waren die Juden eine Minderheit unter den Völkern, ein Zwerg im Schatten vorbeiziehender Imperien. Dennoch gibt es kein Volk, das seit 3000 Jahren so gehasst wird. Warum? Auf der Suche nach Antworten zeigt Giuseppe Gracia in seinem neuen Buch „Wenn Israel fällt, fällt der Westen“ (Fontis, 2025), warum Judenhass keinen Nahost-Konflikt braucht, um Millionen zu erreichen, keinen Islam, keine Nationalsozialisten und kein kommunistisches Regime. Warum der Kampf gegen diesen Hass ein Kampf um die Seele der westlichen Welt ist. Über diese Themen spricht Gracia mit Gerardo Raffa, Redaktionsleiter der Newsplattform „Audiatur-Online“.

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