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literaturundfeuilleton
by literaturundfeuilleton
literaturundfeuilleton wird von KomparatistInnen betrieben und hat sich der kritischen Auseinandersetzung mit Literatur verschrieben. Entstanden im Rahmen eines Seminars am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum (Sarah Herhausen erstellte den Blog in diesem Zusammenhang), hat sich literaturundfeuilleton seit 2011 zu einem eigenständigen, ambitionierten Online-Feuilleton entwickelt.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 045: Folklore
Folklore sind nicht nur Geschichten. Es sind Erzählungen. Sie wurden über Generationen hinweg weitergegeben. Oft mündlich. Manchmal wurden sie verändert. Aber sie waren nie bedeutungslos. Lange bevor es wissenschaftliche Erklärungen für Naturphänomene, Krankheiten oder den Tod gab, suchten Menschen nach Antworten und fanden sie in Mythen, Legenden und übernatürlichen Wesen. Diese Geschichten halfen dabei, das Unbekannte greifbar zu machen. Sie warnten, erklärten und schützten und manchmal erschreckten sie ganz bewusst.Doch Folklore ist nicht nur Angst. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft, aus der sie stammt, mit all ihren Werten, Moralvorstellungen, tiefsten Sorgen und Hoffnungen. In ihr begegnen wir nicht nur Monstern und Geistern, sondern auch uns selbst, unseren Urängsten, unserem Bedürfnis nach Kontrolle und unserer Faszination für das Unsichtbare.In dieser Folge widmen wir uns genau diesen Geschichten aus unterschiedlichen Kulturen, Zeiten und Perspektiven. Jede von ihnen ruft eigene Bilder des Unheimlichen hervor und bietet eigene Erklärungen für das, was im Dunkeln lauert.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 044: Schöpfungsmythen
Heute geht es um die ersten Geschichten, die Menschen einander erzählt haben: die Schöpfungsmythen. Sie beantworten die Fragen, die sich Menschen bis heute stellen: Warum ist die Welt so, wie sie ist? Woher kommen wir? Wer oder was hat uns erschaffen? Und was ist unser Zweck hier? Am Grundstein fast jeder Mythologie steht ein Schöpfungsmythos, der den Rahmen für alle anderen Geschichten, Werte und sozialen Strukturen bildet. Eine Schöpfungsgeschichte verwandelt das Chaos in Ordnung und bietet ein Modell menschlicher Kreativität: vom Anlegen von Feldern und dem Bauen von Häusern bis hin zu Kunst und Kindererziehung.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 043: Female Friendships
In einer Zeit, in der Beziehungskonstrukte und Dynamiken vermehrt und stärker reflektiert werden, priorisieren immer mehr junge Frauen ihre Freundschaften zu anderen Frauen. Jedoch ist die Freundschaft zwischen Frauen nach wie vor ein Thema, das in der Literatur oft von großen Liebesgeschichten überschattet wird.Was ist eine Freundschaft für uns? Es gibt Gelegenheitsfreundinnen, Arbeits- oder Schulfreundinnen. Diese Alltagsfreundschaften findet man in verschiedenen Lebensbereichen, in denen sich Lebensverhältnisse oder Interessen überschneiden. Die Freundschaften, die uns hier allerdings beschäftigen, sind die tieferen Verbindungen, die Herzensfreundschaften, die Zeit, Energie und Bereitschaft für Verletzlichkeit benötigen, um sich zu entfalten. So stellt sich die Frage: Was bedeutet es eigentlich, einer anderen Frau nah zu sein und können Freundschaften uns tragen, formen, oder vielleicht sogar begrenzen?Gemeinsam möchten wir der Frage nachgehen, wie Freundschaften Identität prägen, welche gesellschaftlichen Rollenbilder darin sichtbar werden und warum weibliche Freundschaften literarisch oft unterschätzt werden.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 042: Same procedure as every year
Ob Feuerwerk mit bunten Lichtern am Himmel, Wunderkerzen, Bleigießen, Glückskekse, gemeinsames Raclette mit den Liebsten, Weintrauben unterm Tisch essen oder mit einem Glas Sekt in der Hand das neue Jahr um Punkt 12 Uhr begrüßen – wir alle wissen, Silvester ist ein ganz besonderer Tag. Genauer gesagt der Letzte, und eben diesen Tag gebührend zu feiern, hat so einige Silvestertraditionen hervorgebracht. Silvester, das heißt doch im Grunde, das alte Jahr verabschieden und das neue Jahr einleiten – und da hat sicher jeder seine ganz persönlichen Wege und Traditionen. Warum also nicht auch mit einer Podcastfolge das Jahr 2025 beenden?Es ist eine kleine Folge geworden, in der wir weniger klassisch literarische Empfehlungen, sondern mehr Einblicke in unsere eigenen Überlegungen zum Thema Silvester und Neujahr geben. Ob ihr die Podcastfolge noch im Jahr 2025 vor dem Feuerwerk oder schon 2026 hört, ist natürlich ganz euch überlassen. So oder so wünscht euch die Redaktion einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 041: Tod und Vergänglichkeit
TW: In dem folgenden Beitrag geht es unter anderem um die Themen Tod und Sterben. Bei manchen Menschen könnten diese Themen triggernd sein und negative Reaktionen auslösen. Bitte sei achtsam, wenn das bei dir der Fall ist. Weitere Informationen und Hilfsangebote findest du am Ende des Beitrags. Sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen ist zugegebenermaßen ein unangenehmes Gefühl. Kein Mensch geht gerne zu Beerdigungen und doch ist mit Sicherheit jeder von uns schon mal auf einer gewesen. Der Tod ist also etwas, was uns alle betrifft, ein Thema, so alt wie die Menschheit, ja sogar noch älter. Quasi so alt, wie das Leben selbst. Weil der Tod ein ständiger Begleiter unserer Gesellschaft ist, der wie ein Schatten im Hintergrund lauert, bis er plötzlich hervortritt, ist es keine Überraschung, das er seit Menschengedenken auch in der Literatur Einzug findet. Literatur verleiht nun etwas, das eigentlich vergänglich ist, ein Fortbestehen in nachfolgenden Generationen. Literatur ist gewissermaßen etwas, das den Tod überwindet, die Vergänglichkeit übersteht und ewig bleibt. Keiner weiß, was nach ihm kommt, weswegen wir wohl so gerne darüber schreiben. Es gibt so viele literarische Auseinandersetzungen mit dem Tod, unserer Sterblichkeit und Vergänglichkeit, dass es schwerfällt, einzelne Bearbeitungen aus diesem übergroßen Becken der Vergänglichkeitsdarstellungen herauszufischen. Wir probieren’s heute aber trotzdem mal.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 040: Mord, Mörder, Ermordete
Mord ist eines der ältesten und zugleich radikalsten Themen der Literatur. Vom biblischen Brudermord von Kain an Abel über Shakespeare-Dramen bis hin zum modernen Thriller zieht sich der Mord wie ein (blut-)roter Faden durch Erzählungen aller Epochen. Die Motive sind vielfältig: Sei es Mord aus Eifersucht, aus Machtgier, aus Leidenschaft oder aus Rache, ein Mord als politisches Werkzeug oder als scheinbar sinnloser Akt. Der Blick lässt sich auch über die Literatur hinaus öffnen, denn nicht nur in Romanen und Dramen, sondern auch im Film spielt Mord oftmals eine zentrale Rolle. In dieser Folge unseres Podcasts widmen wir uns dem Mord als literarischem Motiv in seinen vielen Ausfertigungen. Wir fragen nach dem Mörder, nach den Opfern, nach den Rechtfertigungen und den Abgründen, die dahinter liegen. Dabei stellen wir fest: So vielfältig wie die Mordgeschichten selbst sind auch die Deutungen, die sie zulassen. Mal sind sie Schicksal, mal Rätsel, mal philosophisches Experiment oder bitterböse Gesellschaftskritik. Wir wünschen euch viel Spaß auf dieser literarischen Spurensuche!
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 039: Teufelspakte
Was wärst du bereit zu tun, um deine sehnlichsten Wünsche und Träume wahr werden zu lassen? Wie weit würdest du gehen, um das Unmögliche möglich zu machen? Alle heutigen Beiträge haben eines gemeinsam: Sie drehen sich um den Pakt mit dem Bösen. Der Teufel, mit dem man verhandelt, kann dabei die unterschiedlichsten Gesichter tragen. Am bekanntesten wahrscheinlich als Ziegenmännchen mit Hörnern und Herr der Unterwelt sind seine verlockenden Angebote schwer abzulehnen – Sei es ein Elixier , das deine Haut strafft oder magische Fähigkeiten, die dir Macht und Kontrolle verleihen. Es gilt: Alle Wünsche fordern einen Preis.Viel Spaß bei dieser teuflisch-schönen Folge!
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 038: Schauerliteratur
„Wusstest du, dass Schauerliteratur eigentlich gar nicht mit der Vorstellung an das viktorianische England entstanden ist? Ursprünglich spielten diese Gruselgeschichten in mittelalterlichen Burgen. Der Aberglaube des Mittelalters bot sich perfekt an, um Geschichten über Geister, Monster und Untote zu erzählen.“„Oh mein Gott, woher weißt du sowas überhaupt?“„Hey, das ist Allgemeinbildung! Schauerliteratur ist wirklich schon echt lang beliebt. Seit dem 18. Jahrhundert.“„Wirklich?“„Ja, klar! Menschen sind schon lange von der Angst fasziniert.“
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 037: Großstadtdschungel
Heute begeben wir uns in die Großstadt, in die Welt von Reklame und flüchtigen Begegnungen. Da wo Erfolg und Scheitern Nachbarn sind, wo gleichzeitig Träume wahr werden und wie Autos auf der Schnellstraße zerschmettern.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 036: Ab in die Natur!
Das Wetter wird grüner, die Sonne scheint – was macht man da am besten? Genau, man schnappt sich ein gutes Buch und setzt sich ins sanfte Grün. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch Wälder, Wiesen und mutierte Haie.Solvejg Nitzke nimmt uns mit in Charlotte Weitzes Rosarium. Mit Reemda, Nick, Rabea, Hauke, Jan und Thomas tauchen wir in die Videospielwelt von A New Beginning ein, bevor Celina euch in Marlen Haushofers Die Wand und in den Film Im Wasser der Seine entführt. Dann schwimmen wir weiter zu Leah mit Lisa J. Kriegs Drei Phasen der Entwurzelung oder die Liebe der Schildkröten. Last but not least gibt uns Viktoria das Waldlied von Gottfried Keller zum Besten.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 035: Bücher über Bücher
Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. – Heinrich HeineVielleicht könnt ihr anhand des Zitats schon erahnen, worum es in dieser Folge gehen wird. Oder – was noch viel wahrscheinlicher ist – ihr habt einfach den Folgentitel gelesen und wisst es eh schon, aber das ignoriere ich jetzt einfach mal. Also: Was ist das heutige Thema? Ganz genau: Bücher.Nun gut, das ist wirklich nicht verwunderlich, immerhin sind wir ein Literaturblog und Bücher stehen bei uns so ziemlich immer im Mittelpunkt. Aber heute gibt es quasi eine geballte Ladung Bücher, denn es geht um Bücher über Bücher. Denn natürlich thematisiert sich Literatur auch selbst. Das kann in den unterschiedlichsten Formen passieren und um uns das einmal genauer anzusehen, haben wir für euch verschiedene Werke mitgebracht.Leah spricht mit euch über Umberto Ecos Der Name der Rose. Viktoria hat für euch den Roman Agnes im Gepäck und Nicole lädt euch dazu ein, in Michael Endes Die unendliche Geschichte zu verschwinden. Viel Spaß beim Hören!
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 034: Schiffbruch
Stell dir vor: Weite, endlose See, das Knarren von Holz, der Wind pfeift – und plötzlich eine Katastrophe. Das Schiff sinkt. Die Ordnung der bekannten Welt versinkt in den Wellen und was bleibt, ist das nackte Überleben. Der Schiffbruch ist eines der ältesten und kraftvollsten Motive der Literatur. Er erzählt von dramatischen Verlusten, aber auch von Neuanfängen. Von Angst, Chaos und menschlicher Natur – und davon, was geschieht, wenn wir völlig auf uns selbst gestellt sind. In dieser Folge tauchen wir tief in vier große Werke ein, die den Schiffbruch nicht nur als äußere Katastrophe, sondern auch als existenzielle Grenzerfahrung erzählen. Was macht den Schiffbruch als Motiv so faszinierend? Warum kehren Autorinnen und Autoren immer wieder zu diesem Bild zurück? Und was sagen diese Geschichten über uns selbst aus? All das und mehr erforschen wir heute – also haltet euch fest, es könnte stürmisch werden!
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Podcast Literatur und Feuilleton – Erich Kästner Special
Ob jung oder alt; Gegensätze, Satire und ein kritisches Auge. Das alles vereint Erich Kästner in seinen Werken. Heute wäre sein 126. Geburtstag, also lasst uns doch zusammen einen Blick auf den Mann werfen, für den Menschen harmloser aussehen als sie sind. Dazu begeben wir uns auf eine literarische Reise à la Kästner mit ein paar Empfehlungen.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 033: Hässlichkeit
Die Literatur beschäftigt sich mit der Hässlichkeit auf verschiedenste Art und Weise. Wie auch im echten Leben, werden hässliche Figuren oft negativ angesehen. Sie übernehmen zum Beispiel die Rolle des Bösewichts oder die des Trottels, werden von ihrem Umfeld verstoßen oder trauen sich selbst nicht vor andere. Ein wohl recht bekanntes Beispiel ist der entstellte und unterwürfige Quasimodo aus Victor Hugos Roman Notre-Dame de Paris. Autoren und Autorinnen trauen sich häufig nicht, eine Hauptfigur hässlich und dennoch liebenswürdig und interessant zu schreiben. Dabei könnten sie doch gerade diese Chance nutzen, um ein Umdenken anzustoßen. Wir stellen euch heute viele unterschiedliche Formen hässlicher Figuren in der Literatur vor.
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Podcast Literatur und Feuilleton: Winter und Weihnachten
In einer Stube prasselt ein Feuer im Kamin, Tannenzweige verzieren die Tür, die Kugeln am Weihnachtsbaum funkeln, wie auch der Rest des festlich geschmückten Zimmers. Zimt- und Lebkuchenduft liegt in der Luft, die Welt ist für einen kurzen Moment still. Draußen rieseln – ganz zart – Schneeflocken vom grauen Dezemberhimmel – es ist Weihnachten. Taucht gemeinsam mit Nicole, Reemda, Leah, Nathalie und Viktoria in einige ausgewählte winter-weihnachtliche Geschichten, Erzählungen und Gedichte ein.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 031: Synästhesie
Bei roten Buchstaben habt ihr den Duft von Bergamotte in der Nase? Jazz erzeugt ein eckiges Gefühl in euren Fingerspitzen? Oder Goethe schmeckt grundsätzlich nach Fischstäbchen? Nein, uns sind die Sinne nicht durcheinandergeraten. Im Gegenteil: Wer synästhetisch veranlagt ist, verknüpft ganz automatisch Sinneswege, die sonst nicht zusammenarbeiten. Daraus können wunderbar bunte Empfindungen entstehen. Und natürlich auch literarische Werke: Reist im grauen November mit uns durch die Welt der Sinne, angefangen in der Romantik bis in die Gegenwart.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Halloween Special 2024
Ihr steht in einem dunklen Raum, das einzige Licht, das seine Krallen nach euren kalten Füßen ausstreckt, scheint durch einen Türspalt zu kommen, ihr geht langsam darauf zu. Streckt eine Hand aus, umfasst kaltes Metall. Leise knarzt die Tür, mehr Licht strömt herein. Erhellt eure angstverzerrten Gesichter. »Willkommen, liebe Gäste«, begrüße ich. »Kommt herein.« Ihr macht ein paar Schritte hinein, die Hände noch leicht zitternd. Ich bewege mich von dem Fernseher hinter mir weg. Langsam entblößt sich der Schrecken. Ihr schreit, die Gesichter erstarren im Angesicht des Horrors. Oh nein! Ein klischeebehafteter Horrorfilm! Aber es ist zu spät, um wegzulaufen, die Tür knallt hinter euch ins Schloss. Ich setze mich auf den staubigen, geflickten Sessel: »Was ist euer Lieblingshorrorfilm?«
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Podcast Literatur und Feuilleton – 030: Kinderliteratur
Nicole und Celina werden eingesogen in grelles Licht, ein warmes Nichts, das sie in ein buntes Alles zieht. Alles, was mal war. Wieder Kind sein, Erinnerungen betrachten, klar und doch verschwommen wie durch eine Seifenblase. Die erste Seifenblase zerplatzt. Sie sehen Reemda stehend vor einer riesigen Turmuhr. Ticktack, ticktack, die Zeit rennt, die Zeit steht.
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Podcast Literatur und Feuilleton – 029: Vampire
Ob totenbleich, Verbrennen in der Sonne oder Schlafen in Särgen – kaum eine andere Figur vereint eine solche Vielzahl an Mythen in sich wie der Vampir. Ein Wesen, das die menschliche Fantasie seit Jahrhunderten ängstigt, fasziniert und beflügelt und anscheinend einfach nicht sterben will – bis heute. Aber worin begründet sich der Mythos vom blutsaugenden Untoten, der nachts aus seinem Grab entsteigt, um die Lebenden heimzusuchen? Zu welchem Preis besteht sein unsterbliches Leben? Welche Entwicklungen durchläuft er in der Unendlichkeitseiner Existenz? Und ist die Beziehung zwischen dem Vampir und seiner Nahrungsquelle, den Menschen, wirklich nur von Angst und Abscheu geprägt?
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Podcast Literatur und Feuilleton – Extra 003: Von Bücherrausch und Partynächten – Der 14. Studierendenkongress Komparatistik in Berlin
Schwierige und vielleicht gar philosophische Frage für zwischendurch gefällig? Hier ist sie: Wo wollen wir hin mit unserer Gesellschaft? Wollen die jungen Menschen nur noch dem Hedonismus frönen oder wächst gerade nicht erst recht die neue Generation von Hustlern und Leistungserbringerinnen heran? Reemda hat sich für ein langes Wochenende nach Berlin begeben und für euch herausgefunden, was ausschweifende Partynächte und Literatur miteinander zu tun haben.
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Podcast Literatur und Feuilleton – 028: Science Fiction
Der Weltraum – unendliche Weiten... Bilder wie dieses entstehen sofort in unseren Köpfen, wenn wir den Begriff „Science Fiction“ hören. Doch – was befindet sich eigentlich in diesen unendlichen Weiten? Welche anderen Welten finden wir, wenn wir den Planeten unserer Heimat zurücklassen? Und, wenn wir in den Weltraum schauen – wer schaut dann zurück?
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 027: Gestörte Gesellschaften
Das Leben ist Chaos und manchmal passiert es, dass sich das Chaos ausbreitet. Davon bleiben auch vier Studentinnen der Ruhr-Uni Bochum nicht verschont. Sie sitzen fleißig an ihrer Seminarsitzung für dystopische Kinder- und Jugendliteratur in der Bibliothek, bis ihnen eine hellblaue Tür erscheint. Die Tür geht knarzend auf, dahinter steht, das kann nicht sein – Frau Nitzke! – sie winkt mit 3,5 CP. Die vier greifen danach und werden eingesaugt in das grelle Licht der dubiosen Tür. Die Bibliothek ist still, die Computer noch am Leuchten, da spuckt die Chaos-Tür sie nach wenigen Minuten wieder aus. Was sie gesehen haben? –Hungerspiele, eine Alien-Invasion, sprechende Tiere und einen kleinen ordnungsliebenden Roboter.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 026: Afroamerikanische Literatur
Amanda Gormans Gedicht The Hill We Climb beschäftigt sich mit ihrer Geschichte und der Geschichte von Millionen anderen Menschen – der afroamerikanischen Geschichte. Sie ist geprägt durch Sklaverei, Gewalt, Rassismus, Diskriminierung, Tod … und doch gibt es da Hoffnung. Hoffnung, die es zahlreichen Menschen ermöglicht hat, über die Geschichte und das Erbe ihres Volkes zu sprechen und darüber zu schreiben. So entstanden Gedichte, Romane, Kurzgeschichten, Essays und Verfilmungen. Über einige der wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter der Afroamerikanischen Literatur wollen wir heute sprechen.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 025: Comics in der Literatur
Gemeinsam tauchen wir dieses Mal in die literarische Welt der Comics ein. Wer sich jetzt jedoch auf eine bunte Podcastfolge mit dem lustigen Taschenbuch oder Asterix und Obelix freut, den müssen wir enttäuschen… oder vielleicht doch nicht? Wissenschaftlich lässt sich gar nicht so einfach definieren, was ein Comic eigentlich ist. Intuitiv würde jeder von uns wahrscheinlich die richtige Auswahl treffen und einen Comic anhand einer Mischung aus Bild und Text ausmachen, das wäre allerdings so, als würde Literatur durch die Buchstaben auf Papier definiert werden. Literatur ist doch weitaus mehr! Erfolgt sofort der Aufschrei. Und das zurecht! Aber dies gilt eben auch für Comics, deren Inhalte wesentlich breiter gefächert sind als Micky Maus und Co. es uns in den Regalen der Buchhandlungen glauben lassen wollen. Um uns in der komplexen und verwirrenden Welt der Comics zurecht zu finden, machen wir uns gemeinsam mit Will Eisner und Scott McCloud auf die Suche nach den Spuren des Comics und gehen anschließend auf Comic-Safari. Dabei werden wir uns mit Reemda vorsichtig der Flix-Adaption von Don Quijote nähern, bevor wir uns gemeinsam mit Celina auf die Lauer legen für Paul Austers Comic-Adaption von Stadt aus Glas. Gemeinsam mit Thomas machen wir daraufhin einen Abstecher zu Aber ich lebe von Barbara Yelin, Miriam Libicki und Gilad Seliktar, ehe Meike euch zurück in die Welt von Will Eisner führt.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 024: Ehebrecherische Ehefrauen
Heute geht es um ehebrecherische Frauen in der Literatur. Ehebruch als Motiv kann man seit der Antike wiederfinden. Wenn wir in die Zeit der griechischen Mythologie zurückspringen, so erinnern wir uns doch an den bekanntesten Ehebrecher des Olymps, Zeus, der seine Ehefrau Hera mit vielen Frauen betrog. Odysseus, der seine Frau Penelope mit der Zauberin Kirke betrog und an die Geschichte des Trojanischen Krieges, in dem die schöne Helena, die zu diesem Zeitpunkt bereits Ehefrau von Menelaos war, von dem trojanischen Königssohn Paris entführte wurde. Ehebruch passierte nicht nur von Seiten der Männer und genau darum soll es heute in unserer Folge gehen. Das Motiv des Ehebruchs genießt trotz moralischer Verwerflichkeit eine große Popularität in der Literatur. Wir stellen euch heute berühmte Ehebrecherinnen vor.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 023: Romantische Klassiker
Passend zum Valentinstag möchten wir euch in dieser Folge das Thema Liebe näherbringen. Bei dem tristen Februar-Wetter gibt es doch nichts Schöneres als es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen und einen romantischen Film anzusehen oder einen Liebesroman zu lesen. Egal ob als Single oder wenn man schon einen Partner oder eine Partnerin Zuhause hat, lassen einen die Geschichten träume. Natürlich ist einiges realitätsfern, aber ist es nicht genau das, was uns an den Liebesgeschichten so fasziniert? Bis zum Ende fiebert man mit den Charakteren mit, ob es noch ein „Happy End“ geben wird.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 022: Literatur und Mode
Mode bedeutet Transformation und Wandel. Sie ist aktuell und so schnell sie kommt, so schnell ist sie auch wieder weg – bis sie dann irgendwann wieder um die Ecke lugt. Mode ist die Art, wie wir uns kleiden, was gerade in ist. Sie findet sich aber auch in der Kunst oder, was für uns natürlich besonders interessant ist, in der Literatur wieder. Mode ist also etwas, dass für einen bestimmten Zeitraum eine Bedeutung im kulturellen Leben einnimmt. Wie wird sie also in literarischen Texten integriert und diskutiert? Was macht sie mit dem Text und mit den Figuren? Sind das alles Oberflächlichkeiten oder steckt mehr dahinter? Den Schuh ziehen wir uns heute an. Wir beginnen mit den Goldenen Zwanzigern und Vicki Baums Roman Menschen im Hotel. Hier beschäftigen wir uns mit dreierlei. Celina wird die Fragen klären, was Hollywood und die Filmbranche mit dem Roman zu tun haben und wie die Frauenfiguren dargestellt werden. Viktoria wird euch davon erzählen, was ein schicker Anzug so alles mit einem armen Buchhalter machen kann. Dann klären wir, was ein Teufel mit Prada zu tun hat. In einem anschließenden Gespräch diskutieren Chrissy und Celina über die Darstellung von Mode in den Printmedien. Zum Schluss trägt uns dann Noah ein Gedicht über ein ganz wichtiges essentielles Modestück vor. Also dann schauen wir mal, was wir hier so zurecht schneidern können.
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Podcast Literatur und Feuilleton - Folge 021: Weihnachtliche Traditionen
Die Weihnachtszeit kann sehr emotional sein, deshalb haben wir uns gedacht, dass wir die diesjährige Dezemberfolge gerne etwas persönlicher gestalten möchten. Darum sprechen wir heute über unsere Weihnachts-Traditionen oder über solche, die vielleicht auch keine sind. Filme, die nur in der Weihnachtszeit geschaut werden oder Bücher, die man nur in der dunkleren Jahreszeit zur Hand nimmt und was für einen sonst noch zur Adventszeit dazugehört. Also, schnappt euch einen Glühwein oder einen alkoholfreien Punsch, knabbert ein paar leckere Weihnachtskekse und lauscht unseren Traditionen, die jetzt in der Weihnachtszeit vor allem von einem Medium bestimmt werden: Dem Film. In dieser Folge besprechen wir die Filme Klaus (2019), Der kleine Lord (1980), Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973) sowie Meine schöne Bescherung (2007). Allen Zuhörenden wünschen wir auf diesem Wege besinnliche Feiertage!
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 020: Farben
Ob Rot, Blau oder Grün, wie alle anderen Stilmittel sind auch Farben innerhalb literarischer Texte nicht ohne Bedeutung, sondern symbolisch aufgeladen. Sie enthalten Emotionen und schaffen Atmosphären, die den Leser einfangen. Dabei können sie aber anders als in Opitz’ Gedicht kurz angedeutet nicht nur eine Bedeutung tragen, sondern gleich Mehreres implizieren.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 019: Zombies
Zombies sind ein moderner Mythos, ikonisch in sowohl Literatur als auch Film und dabei in verschiedensten Ausführungen vertreten. Aber woher kommt der Zombie eigentlich? Wie sieht der Zombie-Prototyp aus und wie hat er sich zu dem entwickelt, was wir heute unter dem Begriff „Zombie“ verstehen? Der Geburtsmoment des Zombiefilms lässt sich mit Victor Halperins „White Zombie“ von 1931 leicht festlegen, das „Wo“ und „Wann“ der ersten literarischen Überlieferung ist dabei allerdings weniger deutlich. Die frühe Zombieliteratur orientiert sich dabei aber ebenso wie Halperins Zombie Film an haitianischer Folklore, die während der US-Besetzung Haitis 1915–1934 durch die Aufzeichnungen verschiedenster Kulturtouristen ihren Weg in die westliche Literatur gefunden hat. In der heutigen Folge zeigen wir euch das literarisch-filmische Erbe der Zombies anhand von W. B. Seabroks The Magic Island, George A. Romeros The Night of the Living Dead sowie dem Film Train to Busan.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 018: Jüdische Figurendarstellungen in der Literatur
Jüdische Figurendarstellungen in der Literatur sind mindestens so reichhaltig wie die jüdische Geschichte selbst. Deshalb können wir uns in unserer heutigen Folge nur auf einen sehr kleinen Ausschnitt konzentrieren: Drei Figuren berichten uns von ihrem Schicksal. Ihr Leben verfolgen wir über den Verlauf von drei Texten. Für die heutige Folge haben wir uns einen besonderen Twist ausgedacht: Im Sinne der durch uns ausgewählten Texte lassen wir die Figuren für sich selbst sprechen. Eine jede Figur hält einen Monolog über ihr eigenes Schicksal, gepaart mit einem Auszug aus dem eigentlichen Text. In der heutigen Folge besprechen wir von William Shakespeare Der Kaufmann von Venedig, von Philip Roth Operation Shylock: A Confession, von Elmar Goerden Lessings Traum von Nathan dem Weisen sowie von Lion Feuchtwanger Die Jüdin von Toledo.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 017: Sommerliteratur
In der Sonne liegen, die Wärme genießen, ans Meer fahren – das sind alles Sachen, die wir ganz klar mit dem Sommer verbinden. Der Sommer ist für viele von uns die Jahreszeit um abzuschalten und einfach mal nichts zu tun oder aber auch die krassesten Abenteuer zu erleben. Man fährt in den Urlaub, verbringt Zeit mit Freunden und Familie, lässt lange Abende ausklingen, macht alles, wonach einem so ist. Der Sommer ist Freizeit und damit auch Freiheit. Für viele ist der Sommer deswegen nicht einfach nur eine Zeit, sondern ein Lebensgefühl. Für die Buch-Nerds da draußen gibt es im Sommer aber ein großes Problem – und zwar das sogenannte „Sommerloch“. Wirklich gute, anspruchsvolle Literatur findet man irgendwie kaum. Eher gibt’s im Handel seichte, leichte Bücher, in denen das Sommer-Feeling dann ganz gerne verarbeitet wird. Von Reisen nach Spanien, zu Road-Trips und Pool-Partys ist eigentlich alles mit dabei. Das Thema, was aber fast immer vorkommt, ist die Liebe. Autoren und Autorinnen haben schon früh einen Weg gefunden, den Sommer in ihre Werke miteinfließen zu lassen und zu beschreiben. Manchmal dient er ihnen als Inspiration – und dann machen sie aber etwas anderes daraus. Wir wollen sehen, ob Sommerliteratur und Sommer-Feeling untrennbar voneinander sind. Denn vielleicht gibt es auch Werke, die uns ein komplett anderes Bild vom Sommer vor die Augen führen. Dazu eröffnet Celina das Thema mit Hollie McNishs Gedicht „When we got to the beach“. Dann wird Thomas euch erzählen, was Shakespeares „A Midsummer Night’s Dream“ eigentlich mit dem Sommer zu tun hat. Ein Beispiel für eine nicht so schöne Anekdote an den Sommer stellt euch Vanessa mit Judith Hermanns „Sommerhaus, später“ vor. Zuletzt wirft Maja noch einen Blick auf die aktuellen Tische der Buchhandlungen. Denn „Malibu Rising“ von Taylor Jenkins Reid definiert die Sommer-Hitze nämlich nochmal auf ihre eigene Art und Weise. Und bleibt auch nach der Vorstellung der Texte gespannt: Abschließend sprechen wir darüber, was unser perfektes Sommer-Buch ausmacht und geben ein paar Lektüre-Tipps.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 016: Berühmte Detektive
„Die Detektivgeschichte ist als literarisches Genre eine im 19. Jahrhundert entstandene Untergattung des Kriminalromans, bei der die Rekonstruktion und die Aufklärung eines Verbrechens durch einen Detektiv im Mittelpunkt steht. Der Detektiv bedient sich bei der Aufklärung des Falles Indizien, Psychologie, Kombinatorik, Intuition und logischer Schlussfolgerung und steht als ‚Löser‘ von erstaunlicher Intuition, messerscharfer Logik, untrüglicher Schlauheit und Gewandtheit im Mittelpunkt des Interesses.“ So lautet die Wikipedia-Definition von Detektiverzählungen. Doch wie genau hat sich das Genre der Detektiverzählungen entwickelt und welche Detektive sind besonders wichtig für die literarische Rezeptionsgeschichte? Was macht eigentlich einen Detektiv aus? Mit genau diesen Fragen beschäftigen wir uns in den nachfolgenden Steckbriefen, die wir zu einigen Detektiven und Detektivinnen der literarischen Erzähltradition verfasst haben. Über Auguste Dupin, Hercule Poirot und Miss Marple bis zu den Drei Fragezeichen porträtieren wir Figuren, die die Wahrnehmung der Detektiverzählung bis heute prägen.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 015: Antikriegsliteratur
„All this happened, more or less. The war parts, anyway, are pretty much true.“ Kurt Vonneguts Roman The Slaughterhouse-Five or The Children’s Crusade beginnt mit einer Aussicht auf das, was sich in der Menschheitsgeschichte immer wiederholt: Krieg… Ein Wort, das in den allermeisten Menschen Unbehagen, Angst, Trauer oder Wut auslöst. Zerstörung, Bombardierung, Massaker, Lebensmittelknappheit, posttraumatische Belastungsstörung, Verzweiflung. Diese Wörter werden mit Krieg assoziiert. Krieg ist ein komplexes und verheerendes Ereignis. „Make Love not War.“ Viele von euch werden diesen Satz kennen. Er entstand 1967 und wurde von den Hippies als Slogan genutzt, als sie gegen den Vietnam- und den Kalten Krieg protestierten. Doch wie lassen sich Krieg und die Proteste gegen ihn in der Literatur darstellen? Das wollen wir in dieser Folge gemeinsam herausfinden.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 014: SKK, Leipziger Buchmesse und Das Debüt
Eine Podcastfolge in Literaturevents – nach dem Pandemie-bedingten Aussetzen vieler kultureller Veranstaltungen stürzen sich Reemda und Thomas für euch ins Literaturgetümmel und können euch einige Veranstaltungen ans Herz legen. Da ist zunächst der Studierendenkongress der Komparatistik, der im Jahr 2023 in Bremen stattfand. Und da war ja auch die Leipziger Buchmesse, über die sich Thomas mit Bozena Badura austauscht. Bozena ist zugleich einer der Hauptorganisatorinnen des Bloggerpreises Das Debüt – und die Vergabe dieses Preises findet am 3. Juni 2023 statt. Bozena und Thomas bringen euch näher, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass alljährlich der beste Debütroman gekürt wird, welche Rolle Bloggerinnen und Blogger dabei spielen und warum in diesem Jahr Ursula Knoll gewonnen hat.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 013: Spiegel
Heute der normalste Gegenstand der Welt, damals absoluter Luxus: Der Spiegel. Für uns ist es völlig normal, regelmäßig unser Aussehen kontrollieren zu können. Lange Zeit hatten die Menschen aber nicht mehr als ihre Spiegelung auf dem Wasser. Das eigene Spiegelbild kann durchaus faszinierend sein, und so hat der Spiegel auch seinen Weg in die Literatur gefunden. Und dort spiegelt er nicht nur, was ihm gegenübersteht. Er kann magisch sein, sprechen, eine Pforte in andere Welten sein und – täuschen. In dieser Folge nehmen wir euch mit in Märchenwelten, Schauergeschichten und altbekannte Klassiker. Viel Spaß!
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 012: Musik als Kriminalliteratur
Nachdem wir uns im Februar mit dem harmonischen Thema Liebe beschäftigt haben, gibt es in diesem Monat ein intermediales Kontrastprogramm: Heute soll es um die Frage gehen, ob das Geschichtenerzählen nur der Literatur vorbehalten ist oder ob auch andere Medien, namentlich die Musik, Geschichten erzählen können und dürfen. Sozusagen als Forschungsgegenstand haben wir uns dafür die musikalische Kriminalliteratur genauer angeschaut. Kann ein Song uns die Geschichte eines Verbrechens erzählen? Und wenn ja, ist Musik dann Literatur? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, schauen wir uns die verschiedenen Hauptakteure eines Krimis, also Ermittler, Opfer und Täter, einmal genauer an. Von Alligatoah über Taylor Swift bis hin zu Ice Nine Kills, Rammstein, Alec Benjamin und Eminem führt uns unsere heutige Podcastfolge in die musikalischen Abgründe menschlicher Untaten ein.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 011: Verbotene Liebe
Ein Blick und dann war es um sie beide geschehen. Wo die Liebe hinfällt, ist meist unergründlich. Wahrscheinlich kommt es genau aus diesem Grund immer wieder dazu, dass Menschen sich ineinander verlieben, obwohl ihre Mitmenschen genau das verhindern wollen. In einer Welt, die jahrhundertelang davon bestimmt war, dass Ehen zum Vorankommen der eigenen Familienbelange instrumentalisiert wurden, füllte die Liebe oftmals nur eine Nebenrolle aus. Und doch sind literarische Liebesbekundungen mindestens genauso alt wie Arrangements zur Verheiratung der Kinder. Und diese Liebesbekundungen waren übrigens schon seit der Antike nicht auf die Zweisamkeit von Mann und Frau gemünzt, sondern erfolgten ebenso zwischen zwei Männern wie zwischen zwei Frauen.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 010: Nixen, Sirenen und Meerjungfrauen
In dieser Folge begeben wir uns direkt ins kühle Nass – zugegeben, für Sommerurlaub ist es wohl noch etwas zu früh. Aber passend zum Sternzeichen des Wassermanns wollen wir heute mit Nixen, Meerjungfrauen und Sirenen durch die Literatur schwimmen. Zuerst klären wir die Unterscheidung dieser drei Wesen: Nixen, Sirenen und Meerjungfrauen. Danach beginnen wir mit dem ältesten unserer heutigen Texte: der homerischen Odyssee und den Sirenen, denen der Protagonist begegnet. Anschließend blicken wir auf das Kunstmärchen Undine von Friedrich de la Motte Fouqué. Auch der allseits bekannte Klassiker Die kleine Seejungfrau des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen darf in dieser Reihe natürlich auch nicht fehlen. Daneben tätigen wir einen Exkurs in die lyrische Darstellung von Unterwasserwesen mit Heinrich Heines Gedicht Die Loreley. Unser Abenteuer ins kühle Nass beschließt eine Reise zu den Mami Wata aus Natasha Bowens Roman Skin of the Sea. Viel Spaß mit der Folge!
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 009: Winter, Ende, Neuanfang und ein Bücherranking
Das Weihnachtsfest und der damit einhergehende Trubel sind vorbei. Wehmütig blicken der Eine oder die Andere auf die oftmals zwar stressigen, aber auch mit vielen schönen Momenten versehenen Tage. Und auf das Ende der Weihnachtstage folgt der Ausklang eines ereignisreichen Jahres. Deshalb möchten wir gern mit euch einen literarischen Rück- und Ausblick tätigen. Dabei machen wir einen Ausflug zu den Höhen und Tiefen des Berges an Büchern, die man so in einem Jahr liest. Oder genauer: Die ich dieses Jahr gelesen habe. Kira hat mich auf meinem Trip durch schöne und weniger schöne Leseerlebnisse live auf Instagram zu unserem Beitrag zum vierten Advent begleitet. Doch bevor es so weit ist, wollen wir – der Jahreszeit entsprechend – den Winter, das Ende des alten und den Beginn eines neuen Jahres gebührend zelebrieren.
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 008: Gute Geister
Na, Halloween gut überstanden? Falls Ihnen noch der Schock in den Gliedern steckt, können wir Sie heute beruhigen: Gegenstand der heutigen Folge sind gute Geister. Wie Geister und Gespenster zusammenpassen, was sie mit Haunted Houses und Weihnachten zu tun haben und welche Geschichten Sie auf jeden Fall lesen sollten – all das hören Sie in der heutigen Folge.
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Literatur und Feuilleton Podcast – Extra 002: LuF auf der Frankfurter Buchmesse 2022
Wir waren für euch auf der Frankfurter Buchmesse und haben einige Interviews mit Fachbesucher*innen geführt. Warum strömen die Menschen auf die Messe? Was lesen die Menschen derzeit? Und welche Bücher möchten die Menschen unseren Hörer*innen empfehlen?
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 007: Gespenster (Halloween Special)
Schon in wenigen Tagen ist es soweit: Dann klingeln wieder lauter kleine Geisterbräute, Hexen und Vampire an unseren Türen und verlangen nach Süßigkeiten. Woraus sich das Halloween-Fest tatsächlich entwickelt hat, ist nicht eindeutig geklärt. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es etwas mit alten keltischen Bräuchen zu tun hat. Man glaubte, dass zum Ende des Sommers die Seelen der Toten in ihre alten Häuser zurückgekehrt waren. Und auch böse Geister sollen die Zeit genutzt haben, sich auf der Erde zu verbreiten. Deswegen verkleideten sich damals schon manche Menschen gruselig oder steckten glühende Kohlen in ausgehöhlte Rüben und Kürbisse, um Geister und den Teufel abzuhalten. Heute wollen wir uns eine Gruselfigur anschauen: das Gespenst. So ungeklärt die Existenz von Geistern in der Realität ist, so vielfältig sind die Geisterformen in der Literatur. Heimsuchende, böse Geister, solche, die über ihr Schicksal klagen und Frieden suchen und solche, die riesigen Spaß daran haben, Menschen einen Schrecken einzujagen. Dazu sprechen wir über Gespenstertexte von Oscar Wilde, Edgar Allan Poe, Shirley Jackson, J. K. Rowling und Heinrich von Kleist.
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 006: Kulinarische Literatur
In der Literatur wie in der Realität verbindet die Menschen wohl nichts mehr als das gemeinsame Essen. Deshalb widmen wir uns dem gemeinsamen Speisen in der Literatur in einer extralangen Folge von literaturundfeuilleton. Dabei stellen wir uns Fragen wie: Wie schmecken Gerichte aus beliebten Fantasyromanen? Welche Rolle spielt Nahrung in verschiedenen Romanen? Und: Sind Kochbücher Literatur?
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 005: Literatur und Pest
Als der Schwarze Tod übers Land zieht, bleibt den Menschen nichts als beten. Wer von der Pest befallen und wer von ihr verschont wird, bleibt den Menschen ein Rätsel. 1348 ist das schicksalhafte Jahr, in dem die Pest – nicht zum ersten Mal – den europäischen Kontinent heimsucht. In dieser Folge erkunden wir mit euch die Pest in der Literatur. Zuerst präsentieren wir euch einen Überblick über Literatur und Pest und tätigen einen Querschnitt durch die Geschichte der Pestepidemien. Dabei stellen wir uns die Frage, was wir noch heute aus den Pesterzählungen vergangener Tage lernen können. Wie das Erzählen von der Pest überhaupt funktioniert, klären wir aber natürlich auch! Wir gewähren euch Einblicke in Texte von Thukydides, Giovanni Boccaccio, Daniel Defoe und Albert Camus.
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 004: Literaturpop
Bei unserem heutigen Thema werden sich sicherlich einige unter euch gefragt haben: Was ist Literaturpop überhaupt? Vielleicht ist ja die sogenannte Popliteratur bekannt, also eine Literatur, die sich mit populärkulturellen Phänomenen beschäftigt. Den genau umgekehrten Prozess möchten wir nun heute mit euch anschauen: Wann stellt populäre Musik einen Zusammenhang zu Literatur her? Wie können diese Zusammenhänge aussehen? Wie kann man Schreib- und Leseprozesse gesanglich darstellen? In insgesamt vier Teilen blicken wir auf Momente, in denen die Trennlinien zwischen den beiden Kunstformen populärer Musik und Literatur verwischen. Auf dem Beitragsbild zu sehen ist Taylor Swifts Bühnenshow, die unter anderem einen Balkon beinhaltet, während des Speak Now Concert in Heinz Field. Copyright Ronald Woan.
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 003: Zukunftsromane um 1900
Fiktionale Literatur beschäftigt sich grundsätzlich mit möglichen Welten. Zu diesen möglichen Welten zählen Vorstellungen davon, was uns in Zukunft erwarten könnte. Wie leben wir in 100 Jahren? Welche Technologien existieren dann? Hat sich die Welt zum Guten gewandelt oder droht gar der gesamten Menschheit der Untergang? So häufig, wie man in der Literatur den Blick zurück richtet, so oft schauen Literatinnen und Literaten auch nach vorn. In unserer heutigen Folge möchten wir über einen kleinen Ausschnitt der Literaturgeschichte sprechen, in dem Autorinnen und Autoren genau das getan haben: den Blick auf die Zukunft gerichtet.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Extra 001: Der SKK 2022 in Wuppertal
In Tagen der „Zeitenwende“ kommt zwangsläufig in vielerlei Hinsicht die Frage nach der Zukunft auf. Die Zukunft nach der Pandemie, nach dem Krieg oder vielleicht auch einfach die ganz individuelle Zukunft nach Abitur, Ausbildung oder Studium. Der 12. Studierendenkongress der Komparatistik fand in Wuppertal statt und zeigte, wie hilfreich es sein kann, mithilfe der Literatur in die Vergangenheit zu schauen, um Prognosen für unsere Zukunft aufstellen zu können. Und welches Medium – wenn nicht die Literatur – ist geeigneter, um Zukunftsvisionen experimentell und in Detailfülle durchzuspielen? Reemda Hahn hat den SKK besucht und die zwei Tage mit Block und Stift, aber auch mit dem Mikro begleitet.
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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 002: Der Wolf im Märchen
„Homo hominis lupus.“ Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Der Wolf dient Thomas Hobbes als Metapher für das Schlechte per se. Noch weiter zurück reicht die Redensart vom Wolf im Schafspelz, die wir bereits in der Bibel antreffen. In Europa wurde der Wolf ab dem 16. bis ins 18. Jahrhundert hinein systematisch ausgerottet. Die Verfolgung des Wolfs fällt zusammen mit einer literarischen Entwicklung: Ab dem 17. Jahrhundert werden zuvor mündlich tradierte Märchen schriftlich fixiert. Während in Westeuropa schon kleinen Kindern der Wolf als tierischer Teufel präsentiert wird, existieren jedoch auch positivere Darstellungen des Wolfs. Gemeinsam blicken wir auf auf französische, deutsche, russische und litauische Märchen sowie auf Goethes Reineke Fuchs.
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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 001: Mythos Medea
Königstochter, Liebende, Flüchtling, gehörnte Gattin, Zauberin, Kindsmörderin. Diese vielfältigen Eigenschaften vereint Medea auf sich. Ihr farbenprächtiger Charakter hat Dichterinnen und Dichter schon seit jeher dazu angeregt, ihre Geschichte immer und immer wieder neu zu erzählen. Medea – Opfer und Täterin zugleich? Auf ihr Leben blicken wir heute gemeinsam mit Texten von Seneca, Franz Grillparzer und Christa Wolf.
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ABOUT THIS SHOW
literaturundfeuilleton wird von KomparatistInnen betrieben und hat sich der kritischen Auseinandersetzung mit Literatur verschrieben. Entstanden im Rahmen eines Seminars am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum (Sarah Herhausen erstellte den Blog in diesem Zusammenhang), hat sich literaturundfeuilleton seit 2011 zu einem eigenständigen, ambitionierten Online-Feuilleton entwickelt.
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