Nachtclub ÜberPop

PODCAST · music

Nachtclub ÜberPop

Politik, Gesellschaft, Literatur oder Mode – wie das alles mit Popmusik in Verbindung steht, darüber sprechen wir mit Gästen aus dem Kulturbetrieb.

  1. 33

    Between The Lines: Pop und Mikrotonalität

    Als vor ein paar Wochen das kanadische Avant-Rock Duo Angine De Poitrine viral ging, waren es nicht nur die gepunkteten Kostüme und die langen Nasen, die für Diskussionen in den Chats der Musik-Kanäle auf der ganzen Welt sorgten. Auf dem Griffbrett des Gitarristen befinden sich 24 statt 12 Bünde, so enthalten die die Riffs der Band Viertelton-Intervalle - das kam in der Popmusik bislang kaum oder selten vor, auch wenn in den Tonsystemen der arabischen und indischen Musik seit jeher 24 oder mehr Noten zu finden sind. Das Zauberwort, das Angine De Poitrine an die Pop-Oberfläche geholt haben heißt: Mikrotonalität.Genau damit beschäftigt sich der Gast der heutigen Überpop-Ausgabe seit Jahren intensiv: Rami Olsen war Dozent der HfMT Hamburg für das Microtonal Ensemble, Korrepetitor des internationalen "Chor zur Welt" an der Elbphilharmonie und macht gerade den Doktor zur Frage wie mikrotonale Musik als Metapher benutzt werden kann um auch in nicht musikalischen Belangen systemischen Wandel zu katalysieren. Arbeitstitel: "Hear Between the Lines: Microtonality as a Practice of System Change".Auf seinem Debütalbum "Radical Tenderness", verschmelzen okzidentale Harmonien mit orientalischen Intervallen. Mit speziell angefertigten Gitarren mit austauschbaren Griffbrettern und harmonischer Mikrotonalität erschließt Rami Olsen neue, utopisch anmutende Klangräume. Mit ihm taucht Goetz Steeger in den mikrotonalen Kosmos ein, dabei spielen bei Weitem nicht nur die Töne eine Rolle, es geht ums Ganze: Mikrotonalität als Beschleuniger für einen Systemwandel!(00:00:00) Intro(01:37) Sarniezz(17:30) Ailawah(22:58) 3 Quarter Tone Pieces 2. Allegro(31:55) Match(40:26) Observans i Ultrarapid(46:25) Radical Tenderness(52:59) Toffee

  2. 32

    Feindbild Frau - Warum der Hass auf Frauen die Demokratie bedroht

    Gewalt gegen Frauen ist alltägliche Realität: körperlich, psychisch und digital. Sichtbar wird sie meist erst dann, wenn Betroffene den mutigen Schritt in die Öffentlichkeit wagen. Der Fall Collien Fernandes zeigt, wie hoch der Preis dafür ist. Während viele sich mit ihr solidarisieren, eskaliert parallel die digitale Hetze – so massiv, dass selbst das ZDF über Ostern die Kommentarfunktion unter einem Traumschiff‑Post deaktivieren musste.In ihrem neuen Buch "Feindbild Frau" analysiert Autorin Ingrid Brodnig, wie gezielte Online‑Angriffe funktionieren, warum Frauen aus der Öffentlichkeit gedrängt werden sollen und welche Folgen das für unsere demokratische Kultur hat. Im Gespräch beleuchten Siri Keil und Ingrid Brodnig, die Mechanismen hinter dieser Form von Gewalt – und welche Strategien helfen können, ihr wirksam entgegenzutreten. Die passende Musik dazu hat Ingrid Brodnig ausgesucht.

  3. 31

    Come As You Are - Musik als Raum für Begegnung

    Die Sessions bei denen Menschen unterschiedlicher Herkunft ihre Gemeinsamkeiten über die Musik entdecken und in denen mit Grooves und Patterns Brücken zwischen den Kulturen entstehen. Die Workshops und Band-Projekte bei denen Jugendliche lernen können, ihre Erlebnisse und Emotionen zu Pop-Songs oder Hip Hop Tracks zu verarbeiten; der Chor, in dem ukrainische Frauen durch gemeinsames Singen nicht nur Trost finden, sondern auch das lokale Publikum begeistern: Mit dem Kultur Macht Stark-Projekt in Mecklenburg Vorpommern, den Hamburger Welcome Sessions und dem Lübecker Chor Namysto stellt Goetz Steeger 3 interkulturelle Musikprojekte vor, die mit ihrer Arbeit Kollaboration, kulturelle Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.(00:00:00) Intro(02:06) People(12:42) Radical Tenderness(18:01) Dizzzy(26:16) R.O.S.T.O.C.K.(30:50) Zurück Im Dachbodenstudio(33:34) FC PIO(37:31) Familia Hussein(41:11) Und Dann War Krieg(45:11) Unser Brief(45:25) Match(51:10) (Who Was The One To) Start The War

  4. 30

    Bedingungen in der Musikbranche

    Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast: Miu (Musikerin; Pro Musik) und Johannes Everke (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft)Keine Kreativität ohne Kollaps? Musikerinnen und Musiker schlagen verstärkt Alarm, dass ihr Schaffen zunehmend von Erschöpfung und Existenzängsten geprägt ist. Für den Nachtclub Überpop ein Anlass, noch einmal genauer auf die Bedingungen zu schauen, unter denen Popkultur entsteht.Trotz des Dauerthemas der minimalen Streaming-Erlöse, trotz wachsender Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz und trotz der Kostenexplosionen im Live-Sektor hält sich hartnäckig das Versprechen von individuellem Erfolg durch Selbstoptimierung. Im Sinne von: Du kannst es schaffen, du musst nur härter arbeiten, besser musizieren, mehr posten. Die Musikerin Miu sagt allerdings ganz klar: "Kunst ist kein Nebenprodukt von Selbstausbeutung."Die Popkünstlerin setzt sich mit dem Verband Pro Musik für Artists in der Branche ein. Sie fordert faire Vergütung, verlässliche Infrastruktur und kulturpolitische Verantwortung. Miu ist ebenso zu Gast beim Nachtclub Überpop wie Johannes Everke, Geschäftsführer des BDKV, des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft. Mit Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop reden sie in der Sendung über die aktuelle Lage in der Musikbranche - und über Lösungen, wie sich Bedingungen verbessern und Artists unterstützen lassen.Sie sprechen über die Bereiche Live- und Recorded Music, über die Monopolisierung von Marktmächten und den Erhalt von Vielfalt, über Verbandsarbeit und kulturpolitische Forderungen - und über die Wertschätzung von Artists jenseits von Streaming- und Presave-Daten, Follower- und Vorverkaufszahlen.Miu sagt: "Es muss in Ordnung sein, dass eine Band oder ein Künstler vor 200, 300 Leuten spielt - und das muss irgendwie funktionieren. Nicht jeder muss der nächste Herbert Grönemeyer sein." Johannes Everke betont die Bedeutung der Live-Kultur, um "Gemeinschaftsgefühl, Identifikation, Identitätsbildung und Nähe zwischen Fans, Künstlerinnen und Künstlern" herzustellen.(00:00:00) Intro(02:28) Rock & Roll(14:10) Easy(26:43) Running Up That Hill (A Deal with God)(34:40) Crying at the Soundcheck(54:32) The Revolution Will Not Be Televised

  5. 29

    My Song, My Voice - My Choice?

    KI machte es möglich: Tribute-Songs für den rechtsextremen Influencer Charlie Kirk tauchten kurz nach dessen Ermordung u.a. auf Youtube auf und wurden millionenfach gestreamt. Gesungen wurden diese Fake-Tributes von den gefälschten Stimmen Ed Sheerans, Adeles oder Eminems. Ist das eine neue Dimension des Kulturkampfes in der Stars und deren Fans zum Spielball von politischer Propaganda geraten? Woran liegt es, dass von Künstlern wie Ed Sheeran kaum eine Reaktion auf den Missbrauch ihrer Stimmen zu vernehmen ist? Kursiert im Pop womöglich die Angst, den us-amerikanischen Markt zu verlieren, wenn man sich mit Trump und Co. anlegt?Sabrina Carpenter scheint davon zumindest nicht befallen zu sein: "Benutzen sie niemals meine Musik für ihre unmenschliche Agenda", teilte sie der Einwanderungsbehörde ICE mit, als die ihren Song "Juno" für einen Clip benutzte, der zeigt, wie Menschen gewaltsam auf offener Straße festgenommen werden. Der Missbrauch von Musik hat aber eine viel längere Tradition: Von den Nazis entstellte Volkslieder, der zur Wahlpropaganda umfunktionierte Pop-Hit oder die Dauerschleife von Metallica oder AC/DC-Riffs als Folter in Guantanamo. Doch durch KI und andere Entwicklungen scheinen Vereinnahmung und Missbrauch von Popkultur immer gängiger zu werden.Wie können Künstler*innen sich dagegen zur Wehr setzen? Ist durch KI eine Art Grauzone entstanden, bei der sich unumstößlich geglaubte Gegebenheiten wie der Schutz von geistigem Eigentum oder Identität sich in der Weite des digitalen Raumes auflösen? Über diese und andere Fragen sprach Goetz Steeger mit: Jenni Zylka - Schriftstellerin und Journalistin, Robert Rotifer - Journalist und Musiker und Matthies van Eendenburg - Rechtsanwalt, der Kunstschaffende und Medienunternehmen vertritt.(00:00:00) Intro(01:19) What Have They Done To My Song, Ma(11:45) Jolene(19:45) Juno(24:20) All American Bitch(28:14) Die Alten Lieder(31:52) Bella Ciao(36:12) Life Is Life(38:13) Leben Heißt Leben(39:36) Bombtrack(41:55) Torturin James Het Eld(48:02) Born In The USA(53:46) The Universal

  6. 28

    Neuanfänge

    Zum Jahresbeginn blickt Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop auf zwei neue popkulturelle Projekte, die 2026 in Hamburg an den Start gehen. Glimmer ist der Name eines Clubs, der im Hamburger Kreativquartier Oberhafen eröffnen wird - in einem ehemaligen Lokschuppen auf einer Fläche von 548 Quadratmetern. Mit Schwerpunkt auf Musik und Nachtleben, ergänzt durch Lesungen, Flohmärkte und Theater. Glimmer-Mitbetreiber Anton Burmester ist ebenso zu Gast im Studio wie Thomas Harsman von der Karsten Jahnke Konzertdirektion, seines Zeichens Kurator, Booker und Initiator des Amplifire Festivals. Dieses neue Open-Air für Rockmusik wird am 7. und 8. August auf dem Dockville-Gelände in Wilhelmsburg zu erleben sein. Mit Acts wie Frank Turner, Laura Jane Grace, Rauchen und Still Talk. Im Nachtclub Überpop sprechen sie über ihre Ideen und deren Umsetzung, über Mut und Teamwork, über Herausforderungen und Vorfreude. Zudem richtet sich der Blick immer wieder auf die Situation der Musikbranche insgesamt.(00:00:00) Intro(02:06) STEAM WALTZ(14:54) YOU WHA M8(23:19) Guts(36:37) ETP(50:47) Hunting Season(53:38) Bow Down

  7. 27

    Neurodivergenz in der Musikbranche

    Eine Sendung von Birgit Reuther, zu Gast: Anna Wydra (Musikerin) und Maria Preuß (Journalistin) vom NeNe Netzwerk für neurodivergente Music ProfessionalsBei neurodivergenten Menschen wird das Denken, Fühlen und Handeln in verschiedenen Formen als abweichend von der Norm erlebt. Sei es zum Beispiel durch ADHS, Autismus, Tourette, Hochsensibilität, Legasthenie oder Dyskalkulie. Und Forschungen deuten darauf hin, dass der kreative Sektor, vor allem die Musikbranche in besonderem Maße neurodivergente Personen anzieht. Warum ist das so? Welche Vorteile und Herausforderungen sind damit verbunden? Wie lassen sich neurodivergente Menschen ganz praktisch stärker in die Popkultur inkludieren? Und wie kann die Musikbranche womöglich als Plattform fungieren, um neu auszuloten, was vermeintlich normal ist und was nicht oder inwiefern diese Maßstäbe überhaupt wichtig sind? Darüber spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop beim Nachtclub ÜberPop mit der studierten Psychologin und Journalistin Maria Preuß sowie mit der Musikerin Anna Wydra aus Hamburg. Gemeinsam haben die beiden NeNe gegründet, ein Netzwerk für neurodivergente Music Professionals. Mit Musik von Mina Richman, Tori Amos, Anna B Savage, MIMI und Anna Wydra.(00:00:00) Intro(02:32) Nearly To The End(13:41) My Adderall(24:01) in FLUX(34:52) The Things In Between(42:44) Lonely Motherfucker(52:31) Silent All These Years

  8. 26

    Was Musik mit Kindern macht

    Kinderlieder sind nicht pillepalle - zumindest nicht per se. Sie verlangen von Musikerinnen und Musikern, gekonnt zu reduzieren. Einfach, eingängig, wirkungsvoll sollen die Lieder sein - und im Ideal auch noch tiefgründig. Musik spielt eine wichtige Rolle in der kindlichen Entwicklung. Sie hilft etwa beim Aneignen von Sprache, beim Verstehen und Ausdrücken von Gefühlen und sie kann sogar die Körperkoordination positiv beeinflussen, vorausgesetzt, man bewegt sich dazu.In dieser Überpop-Ausgabe gibt es Einblicke in die Theorie und Praxis des Kinderliedes und Erklärungen, wie Musik auf Kinder wirkt. Der mit dem Deutschen Kinderliederpreis ausgezeichnete Musiker Herr Jan und der Musikpädagoge Wilfried Gruhn teilen ihre Expertise zum Wer, Wie, Was, Der, Die, Das, Wieso, Weshalb und Warum der Kinderlieder.(00:00:00) Intro(01:13) Probier’s mal mit Gemütlichkeit(09:47) Frühling(20:38) Grummelbär(54:51) Wir bauen eine Stadt(55:48) Gibst du mir Steine(57:02) Das Feuerwehrlied

  9. 25

    Was brauchen Musikschaffende in Zukunft?

    Wie lässt sich auch morgen noch von Musik leben? Und wie kann gemeinsames Musikmachen in Zukunft funktionieren? Zwischen Bühne und Bürokratie, zwischen introvertiertem Kreativprozess und extrovertiertem Community-Building – was brauchen Musiker*innen, um ihre Karrieren langfristig aufzubauen? Was sind Trends und Tools, Fallstricke und Chancen? Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop nimmt die Hamburger Musikkonferenz Operation Ton zum Anlass, auf Bedingungen und Perspektiven popkulturellen Arbeitens zu schauen. Am 17. und 18. Oktober 2025 findet im Bunker an der Feldstraße die Future Music Convention Operation Ton statt. Ein Mix aus Masterclasses, Workshops, Artist-Talks, künstlerischen Realitätschecks, Networking, Konzerten und DJ-Sets. Mit dem Ziel: Information, Inspiration, Irritation. Im Fokus stehen Artists, Produzent*innen, DJs und Bands, Branchenprofis ebenso wie der Musikszene-Nachwuchs. Präsentiert wird Operation Ton von RockCity Hamburg. Geschäftsführerin Andrea Rothaug ist ebenso zu Gast im Studio wie Musikerin Catharina Boutari aka Puder und Thomas Fitschen, Künstler*innen-Berater und Versicherungsmakler. Wie lässt sich die Lust am Kreativprozess mit der Angst vor Finanzfragen vereinbaren? Was sind organisatorische Must-haves für Musikschaffende? Wie umgehen mit Panik und Perfektionismus? Und wie lässt sich künstlerische Solidarität herstellen, um sich kollektiv zu empowern? Die Profis im Studio geben praxisnahe Antworten und anregende Einblicke in den künstlerischen Alltag. Und sie blicken kritisch, konstruktiv und durchaus optimistisch nach vorne.Mit Musik von Mine, Sera Kalo, Oliver Anthony und Puder.

  10. 24

    Newcomer*innen auf dem Reeperbahn Festival

    Das Reeperbahn Festival feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum. Europas größtes Clubfestival hat sich als wichtige Plattform für aufstrebende Pop-Artists etabliert. Wie sucht das Organisationsteam die jungen Talente aus, die vom 17. bis 20. September auf St. Pauli spielen werden? Was bedeutet ein Auftritt beim Reeperbahn Festival für die Karriere? Und wie ist es generell um die Situation von Newcomer*innen bestellt zwischen gestiegenen Kosten und Selbstvermarktung in den sozialen Medien? Was sind die Themen, die junge Artists beschäftigen und die sie in ihren Songs zum Ausdruck bringen?In einer neuen Ausgabe des Nachtclub Überpop hat Moderatorin Birgit Reuther aka Biggy Pop drei spannende Gäste zu diesem Thema eingeladen: die Musikerinnen YAAMA und lina-mariah, beide diesjährige Gewinnerinnen des KRACH+GETÖSE-Preises von RockCity Hamburg und Haspa Musikstiftung. Ebenso mit dabei: Ariane Mohr aus dem Booking-Team des Reeperbahn Festivals. Als Senior Manager Music ist sie mitverantwortlich für die Programmauswahl.(00:00:00) Intro(01:58) I dropped the bottle(10:36) Date You Won’t Forget(20:59) Willow(34:01) Girl With A Gun, Angry(46:33) Ikebana Flower(53:46) Heavy

  11. 23

    <strong>Punk, Predigt und Passion – Theologe und Trompeter Ulf Werner</strong>

    Er ist ein Ruhepol und ein Rude Boy: Der Hamburger Ulf Werner spielte in den dunkelsten Kaschemmen Punkrock und erlebte dabei Gottesmomente. Jetzt ist er Pastor in der "Kirche der Stille" in Hamburg-Altona und immer wieder mit der Ska-Punk-Band Rantanplan auf Tour. Deren Bandleader Torben Möller-Meißner war zunächst skeptisch, als sich der tätowierte Theologiestudent 2009 als Trompeter und Background-Vokalist bei der Band bewarb. Doch Uwe Werner wurde ein tragender Säulenheiliger der Gruppe, die in diesem Jahr ihr 30. Bandjubiläum begeht. Jüngst hat Ulf Werner mit Rantanplan in New York ein neues Album aufgenommen - und eine Autobiografie geschrieben: Wilde Sehnsucht - Punk, Predigt und Passion. Der Rhythmus meines Lebens. Ein Nachtclub Überpop zu Rock und Religion.

  12. 22

    Mode, Popkultur, Gesellschaft

    Was hat Rapperin Ikkimel mit Popikone Falco gemeinsam? Weshalb ist Lana Del Rey ambivalent stilprägend? Was können wir von Meredith Brooks’ "Bitch" über weibliche Ausdruckskraft lernen? Und warum sollten wir mit Gloria Gaynors "I Am What I Am" viel mehr queere Fashion-Vorbilder hochleben lassen? In dieser Ausgabe des Nachtclub Überpop spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop über Mode, Popkultur und Gesellschaft. Es geht um Trends, Stile, Revivals und was sie über unsere heutige Zeit aussagen.Zu Gast ist Antonia Valentina Herbort, freiberufliche Journalistin, Expertin für Mode und Popkultur, Content Creatorin und Social-Media-Beraterin mit Spezialisierung auf die Gen Z. Unter dem Titel antoniavalentinahh veröffentlicht sie auf TikTok und Instagram kluge und humorvolle Analysen darüber, wie Looks, Soziales und Kultur zusammenhängen. Antonia und Biggy reden über: Nostalgie und Zukunft, konservative Strömungen und Feminismus, Macht und Mode, Zielgruppen und Schockstrategien, Körperbilder und Kunstfiguren, Vielschichtigkeit und Gleichzeitigkeiten.

  13. 21

    Saudi-Gaudi mit Beigeschmack - Junges Nachtleben und kultureller Wandel in Saudi-Arabien

    Kronprinz Mohammed bin Salman hat Saudi-Arabien den Aufbruch verordnet. Zur Modernisierung des Landes gehören auch ungewohnte Freiheiten für die junge Generation. In den Nachtclubs von Riad tanzen Frauen und Männer gemeinsam und ähnlich ungezwungen, wie es ihre Altersgenossen in westlichen Staaten tun. Verschleierung? Kleidungsvorschriften? Liberalisiert! Vieles hat sich verändert in den vergangenen Jahren: Doch die Freiheiten in der absoluten Monarchie mit Scharia-Fundament haben Grenzen.(00:00:00) Intro(00:04) Hala Nafseya(18:09) Daze(34:31) Al'Aswad(55:08) Mashkalni

  14. 20

    American Nightmare - US-amerikanische Kulturschaffende über Trump

    Oops!...He did it again! Neben Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zwingt er auch die Kultur in seine Dienste: US-Präsident Donald Trump hat sich an die Spitze des Kennedy Centers gesetzt. Es ist ein bedeutendes Zentrum der darstellenden Künste in Washington und das einzige seiner Art, das die Regierung der USA finanziell mitträgt, also öffentlich fördert. Trump inszeniert sich auch dort als eine Art Alleinherrscher und sagt Diversität in der Kunst den Kampf an. Diese sei "unamerikanisch und unangebracht." Auch das American Art Museum sowie die 21 Nationalmuseen der Smithsonian Institution sollten seiner Meinung nach künftig die Bevölkerung "stolz" machen und nicht etwa die Geschichte kritisch hinterfragen wie in der antirassistischen Ausstellung The Shape of Power. Woke war wohl gestern, gestern scheint heute zu sein in den USA unter Trump. Wie sehen das amerikanische Kulturschaffende im Norden? Zu Gast in dieser Ausgabe von Nachtclub ÜberPop sind die US-amerikanische Jugendtheater-Regisseurin Julia Hart und der  US-amerikanische Indie-Gitarrist Rick McPhail (Mint Mind, Hawel/McPhail).(00:00:00) Intro(01:31) More Or Less Free(11:05) Only The Young(21:19) If I Had A Hammer(28:11) Contemporary Jaguars(40:37) Tiny Fingers(53:25) Glow

  15. 19

    Verschwinden die Bands?

    Immer weniger große Bands tauchen in den Charts auf. Und in den Clubs und Konzerthallen sind vermehrt Solo-Artists zu erleben. Vor allem Sänger*innen und Rapper*innen mit Drumkit und Laptop sind auf dem Vormarsch. Und wenn eine Musikgruppe zu sehen ist, kommen da immer häufiger einzelne Instrumente vom Band. Warum ist das so? Geschieht das aus Kostengründen oder weil manche Musik eben einfach eher produziert als kollektiv erprobt wird? Findet da ein Paradigmenwechsel innerhalb der Musikbranche statt? Welchen Einfluss hat Social Media auf die Produktionen? Und was bedeutet das für das Konzerterlebnis, die Musikrezeption, die Branche, den Nachwuchs und auch den Instrumentenhandel? Darüber spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop in der aktuellen Ausgabe des Nachtclub Überpop mit zwei meinungsstarken Gästen: Musikerin Miu, die sich in den Vereinen RockCity und Pro Musik für bessere Bedingungen im Popbusiness einsetzt, und Tino Lange, Musikredakteur beim Hamburger Abendblatt sowie passionierter Konzertgänger. Mit Musik von Portishead, Florence + The Machine, Shirin David, 30 Seconds To Mars, Twenty One Pilots und Miu.(00:00:00) Intro(01:40) Glory Box(10:34) Heathens(22:25) Dark Place(34:22) Unsichtbar(45:54) Shake It Out(55:03) A Beautiful Lie

  16. 18

    Rehabilitation des Schlagers

    Dünn und dösig, schleimig, geleckt und unehrlich: In weiten Teilen der Gesellschaft dürfte eine Beschreibung des deutschen Schlagers so oder so ähnlich ausfallen - speziell unter den Rockmusiksozialisierten des 20. Jahrhunderts. Die These, dass Schlagerfans nicht gerade mit den Cool-Kids abhängen, erscheint jedenfalls nicht sonderlich gewagt. Man hört den Schlager, aber nicht selten heimlich, und schon gar nicht in erhabenen Weinschwenkerkreisen - abqualifiziert als Musik der nicht ganz so Hellen und der grölenden Dorfjugend. Das hat der deutsche Schlager nicht verdient. Er kann aufmüpfig sein, subversiv, visionär. Außerdem eignet er sich sehr gut als Fenster in die deutsche Kulturgeschichte. Der Autor Wolf Kampmann fasst es folgendermaßen zusammen: "Der deutsche Schlager ist nicht besser, als er ist. Er ist aber definitiv besser als sein Ruf." Wir wollen sprechen: über den deutschen Schlager und über Kampmanns neues Buch "Zeig mir den Platz an der Sonne - Eine deutsche Chronik in Schlagern". Eine Stunde lang, garniert auch mit eher selten gehörten Liedern. Ohne Hossa, ohne Heidschi Bumbeidschi.(00:00:00) Intro(00:58) Du hast mich(14:22) Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da(23:03) Lieb Vaterland(32:06) Kutte(49:38) Die Frau mit dem Gurt(52:27) Glashaus

  17. 17

    New Adult Literatur als neue Popkultur

    Wer sich auf den Buchmessen wie jetzt in Leipzig umschaut, der merkt schnell: New Adult Literatur wird immer mehr Platz eingeräumt. Die Romane, die Geschichten von jungen Erwachsenen erzählen, sind enorm beliebt. Der Grund dafür ist vor allem eine passionierte weibliche Fan-Gemeinde. Das Identifitkationspotenzial ist hoch. Denn im Genre New Adult werden verstärkt Stimmen junger Frauen und auch queerer Personen gehört. Insofern ist der New-Adult-Boom für die Literatur das, was Stars wie Taylor Swift und Billie Eilish für die Musik sind: eine neue weiblich(er) gelesene Popkultur. Doch was zeichnet New Adult genau aus? Welche Erzählformen gibt es? Wie wichtig ist die Community? Und was haben Liebesromane mit Feminismus zu tun? Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop spricht in der neuen Folge des Nachtclub Überpop mit zwei musikaffinen New Adult-Autorinnen aus Hamburg: Anabelle Stehl hat in den vergangenen vier Jahren elf Romane veröffentlicht und mit "Trusting Yourself" zudem ein Buch zum Thema Selbstachtung. Immer wieder greift sie auch soziale Themen in ihren Büchern auf. Thea Hong hat mit "Seoulicious" einen tollen Debütroman vorgelegt. Eine Selbstfindungsreise von Hamburg nach Seoul, in der es um koreanisches Essen und K-Pop geht, aber auch um Alltagsrassismus und das Gefühl, zwischen verschiedenen Identitäten hin- und hergerissen zu sein.  Mit Musik von Big Bang, Taylor Swift, BTS, The Protomen, Lennon Stella und Rina Sawayama.(00:00:00) Intro(03:20) Breakaway(12:24) Fantastic Baby(25:05) Dynasty(36:17) I Hate It Here(45:44) All of me(48:15) I’m Fine(54:38) Breaking Out

  18. 16

    soziales Vinyl - Wie sich Menschen über Platten finden

    Heute ein Doppelalbum. Auf der A-Seite: Besuch bei Jan Iso Jürgens. Er hat draußen in Buxtehude einen kleinen Plattenladen eröffnet, in dem es gar nicht unbedingt darum geht, viele Schallplatten zu verkaufen. Es ist eine gute Stube mit Kaffeetisch, umgeben von Vinyl. Ein unscheinbarer Abhängort, an dem sich Einheimische und Tagestouristen begegnen, Neugierige und Nerds. Zweite Seite: The Sophisticated Vinyl Association in Hamburg. Ein Raum mit 25.000 Schallplatten, in der Mitte ein Teppich, darauf ein Sofa. Hier empfängt Gregor Samsa Musikliebhaberinnen und -liebhaber, die offen für neue Erfahrungen sind. Man nimmt sich ein paar Stunden Zeit, bekommt Platten vorgestellt, redet darüber: Empfehlungen und Austausch. Nachtclub Überpop on the road. Zu Gast bei: Isovinyl (Buxtehude, Niedersachsen) The Sophisticated Vinyl Association (Hamburg)(00:00:00) Intro(15:20) November(28:05) Making Tapes For Girls(39:03) Babanato(54:10) Sunshine(57:20) Politics at the Bar

  19. 15

    "Fiesta Antifa" - Der Kampf der Musiker*innen gegen rechts

    Deutschland hat gewählt. Nach dem Ampel-Aus steht nun eine neue Regierungsbildung an. Nach diversen Terroranschlägen hat sich der Ton in der Migrationsdebatte deutlich verschärft. Die CDU erscheint manchen nach rechts gerückt zu sein und hat für einen Antrag auch Stimmen der AfD erhalten. Vielerorts in Europa - in Ungarn und Italien beispielsweise - sind konservative, rechtspopulistische oder gar postfaschistische Parteien an der Macht. In Österreich war der Rechtspopulist Herbert Kickl von der FPÖ als Sieger aus den jüngsten Nationalratswahlen hervorgegangen und zeitweise mit einer Regierungsbildung betraut, weil sich ÖVP, SPÖ und NEOS nicht auf eine Koalition einigen konnten. Die österreichische Indie-Rockband Ja, Panik um Sänger, Gitarrist und Texter Andreas Spechtl erhebt seit Jahren ihre Stimme und symbolisch die Faust gegen rechts. Aus Anlass der jüngsten Ereignisse veröffentlicht die Gruppe nun wöchentlich neue Protestsongs unter dem Titel Fiesta Antifa. "Für alle, die sich alleine fühlen, für alle, die Angst haben", sagt Spechtl. Er ist einer der Gesprächsgäste in dieser Ausgabe von Nachtclub ÜberPop. Genau wie die Hamburger Musikerin Catharina Boutari alias Puder, geboren in Österreich und als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter aufgewachsen im weltoffenen Köln. Sie gilt als "Göttin aus der Ideenmaschine" und engagiert sich ebenfalls gegen rechts - wie so viele andere Musikerinnen und Musiker. Der Sound des Widerstands am 28. Februar 2025 im Nachtclub ÜberPop mit Moderator Andreas Moll und seinen beiden Gästen ab 22:05 Uhr auf NDR Blue.(00:00:00) Intro(01:26) Komische Musik(09:33) Poem N_1(17:37) Which Side Are You On?(32:12) Facho De Mierda(41:21) Of Elephants & Monsters(52:16) Howl(56:33) Spices

  20. 14

    Queerness im Pop

    Einerseits scheint gerade eine neue Ära des queeren Pop zu erblühen - etwa mit Artists wie Chappell Roan und King Princess. Andererseits verschärft sich die Situation für queere Artists, unter anderem durch den Rechtsruck in der Politik. Inmitten dieser Gemengelage schaut der Nachtclub ÜberPop auf die queere Szene hierzulande. Wie ist die Stimmung bei Artists aus der LGBTQIA+-Community? Also bei Künstler*innen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer, intersexuell und asexuell sind und sich mit weiteren sexuellen und Geschlechtlichen Identitäten identifizieren, die nicht hetero- oder cisnormativen Vorstellungen entsprechen. Wie definiert sich die hiesige Szene? Wie schlagen sich Ängste, Wut und Erschöpfung, Hoffnung, Sehnsüchte und Utopien in Songs nieder? Ist queerer Pop zugleich immer auch aktivistisch? Und welche Rolle spielen die Allies, also die Verbündeten und Unterstützer*innen der queeren Community? Über diese und weitere Fragen spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop mit zwei Expert*innen: mit Finna, Musikerin, Produzentin und queerfeministische Aktivistin, sowie mit Andreas Seibert-Wussow, Redakteur und Autor beim Online-Magazin Musicspots und dort unter anderem zuständig für queere Popkultur. Mit Musik von Migati, THORD1S, Schrottgrenze, Lila Sovia, Mar.W und Qveen Herby.(00:00:00) Intro(03:09) 5D(11:35) Roman und Ines(25:36) Keine Liebe(37:55) You Know The Dill(48:43) Cornern(55:23) Game Changer

  21. 13

    Das Mittelalter im Metal

    Eine Sendung von Henning Cordes, zu Gast: Historiker Kilian Baur Mittelalter-Elemente in Rock und Metal: Die gibt es bereits seit Jahrzehnten. Man könnte fast behaupten, so ganz ohne Schwerter, Schilde und mittelalterlich inspirierte Fantasy-Anteile würde den Genres im Ganzen etwas fehlen. Nun gibt es aber nicht nur Altmetaller wie Ronnie James Dio, die im Musikvideo gelegentlich als Krieger im Fellkostüm herumliefen. Nicht wenige Bands sind mit völliger Hingabe dabei und verschreiben sich etwa dem Viking- oder Pagan-Metal. Die Grenzen, an denen Fun, Fantasy und ernstzunehmende Befassung mit mittelalterlichen Texten und Instrumenten verlaufen, sind nicht immer klar gezeichnet. Der Historiker Kilian Baur hat sich mit der Darstellung des Mittelalters im Metal beschäftigt - unter anderem in seinem Buch "Dark Medieval Times" - und er klärt auf: Was Sie schon immer über Mittelalter-Metal wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten.(00:00:00) Intro(01:26) Es fur ein Pawr gen Holcz(12:49) Biersegen(24:47) Heidrun(49:02) 793

  22. 12

    The Sound of Munich - zu Gast: Jens Poenitsch

    Mitte der 70er Jahre erobert er den Globus: der Munich Sound. Zwischen Tokio und San Francisco tanzt plötzlich alles zu den Beats aus Bayern. München wird zu einer der Musikhauptstädte der Welt. Aus einer Landeshauptstadt geprägt von internationalem Glam und regionaler Enge, Anarchismus und Katholizismus, Provinzialität und Weltoffenheit heraus erobert Produzentenlegende Giorgio Moroder mit seinen Musicland Studios und Stars wie Donna Summer, Silver Convention und Amanda Lear die Charts. Die Rolling Stones, Queen, BAP und viele andere Größen kommen in die Stadt, um ihre Songs durch den Munich Sound aufpolieren lassen. Musiker und DJ Jens Poenitsch war damals live dabei und weiß: Ohne Munich Sound gäbe es weder Euro-Disco noch moderne elektronische Musik. Über sein Buch Munich Sounds Better With You und popkulturelle Ereignisse in und aus München von 1975 über 1985, 1995, und 2005 bis heute spricht Moderator Andreas Moll mit Autor Jens Poenitsch.

  23. 11

    Popkultureller Jahresrückblick 2024

    Was sind die großen Musikthemen des Jahres? - In dieser Ausgabe des Nachtclub Überpop geht es um Trends und Tiefpunkte, um Mega-Events und das Clubsterben, um Haltung im Pop und den Einfluss von Social Media, um regionale Popkultur und globale Phänomene.  Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop hat zwei musikjournalistische Kolleg*innen ins Studio eingeladen, um popkulturelle Rückschau zu halten und das Musikjahr 2024 zu reflektieren. Zu Gast sind Carolin „Caro‟ Schwarz, Gründerin und Autorin des Blogs Musicspots, und Tino Lange, Redakteur im Kulturressort des Hamburger Abendblatts. Warum scheinen Künstlerinnen wie Taylor Swift und Adele die Veranstaltungsbranche zu dominieren? Und gilt das auch für weiblich gelesene Acts unterhalb des Mainstreams? Was waren die persönlichen Konzert-Highlights? Und wie sehr kann Popkultur auch stärken in dem auf vielen Ebenen herausfordernden Jahr 2024? Mit Musik von u.a. Nina Chuba, Marie Curry und Rosé.(00:00:00) Intro(01:20) Glatteis(14:33) Orcas featuring Milli Dance(21:32) Vampire(32:48) We Never Knew(44:17) Ode an den Bass(55:41) APT.

  24. 10

    Barrierefreiheit und Inklusion

    Können wirklich alle Menschen gleichberechtigt an Popkultur teilhaben? Also diese sowohl erleben als auch aktiv mitgestalten? Wird die Vielfalt, die sich gerade die Musikszene gerne auf die Fahnen schreibt, tatsächlich umfassend gelebt? In dieser Ausgabe des Nachtclub ÜberPop geht es darum, wie Menschen mit Behinderungen in der Popkultur und Veranstaltungsbranche wahrgenommen werden. Wie sie sich einbringen und wo sie eben sowohl architektonisch, als auch sozial auf Hürden stoßen. Es geht um Augenhöhe, Verantwortung, Chancen und freiheitliches Miteinander. Zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion in der Musik- und Veranstaltungsbranche spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop mit: Felix Brückner, Berater der Initiative Barrierefrei feiern sowie Gitarrist und Sänger der Hamburger Rockband Fheels. Ebenfalls zu Gast: Philine Burmeister, beim NORDEN Festival in Schleswig leitet sie die PR & Kommunikation und ist Beauftragte für Barrierefreiheit & Inklusion.  Mit Musik von Fheels, Station 17, Noga Erez und Big Ocean.(00:00:00) Intro(01:26) Empathy(13:50) Bienen am Fenster(26:16) Slow(39:54) End of the Road(54:42) Mr. Elephant

  25. 9

    Platten im Plattenbau & der Sound der Wiedervereinigung

    Lütten Klein, eine Plattenbausiedlung am Rande von Rostock. Wer hier wie Steffen Mau die Wendezeit erlebte, hat große historische Ereignisse wie den Untergang der DDR und die Wiedervereinigung im Lütten-Kleinen erlebt. Mit Konsum, Kinderspielplatz, Cola-Wodka und Clubkonzerten in Schulmensen war die Platte ein sozialistisches Biotop, Anschauungsmaterial für Soziologen damals und heute. Wie erlebte man die Zeit kurz vor dem Mauerfall vor 35 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern, in Rostock, in der Platte? Welche Platten wurden gespielt und warum? Wieso war es cooler, wie Till Lindemann (später Rammstein) oder Toni Kroos (später Real Madrid) in der Platte zu leben und aufzuwachsen als im historischen Stadtkern, der mehr und mehr verfiel? Der Plattenbau als Paradigma des Sozialismus. Inklusive Feeling B - Konzerten, Dienst bei der NVA und Abenteuern am Ostseestrand. In seinen lesenswerten und erkenntnisreichen Büchern Lütten Klein und Ungleich vereint beschreibt Steffen Mau als Augenzeuge, Autor und Experte die Wendezeit, Wiedervereinigung und Wirklichkeit von heute. Prof. Dr. Steffen Mau ist derzeit selbst so etwas wie der Popstar der Soziologie. Der Makrosoziologe von der Humboldt-Universität Berlin gilt als einer der wichtigsten Intellektuellen, die sich mit dem (Nicht-)Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland, Frakturen und Ossifikationen, aber auch anderen aktuellen gesellschaftlichen Triggerpunkten vom Lastenfahrrad über Migration bis zur Klimadebatte befassen. Mit Verve, Wortwitz und Wissen formuliert der Rostocker scharf und anschaulich - und verweist dabei immer wieder auch auf den Popdiskurs. (00:00:00) Intro(01:44) Heroes(21:17) Artig(31:40) Born in the GDR(46:41) Rauch Haus Song(54:07) Mein Rostock

  26. 8

    United States of Whatever - Der Vibe vor der US-Wahl

    Eine Sendung von Henning Cordes, zu Gast: Prof. Dr. Dustin Breitenwischer, Amerikanist, Universität Hamburg Politik durchdringt die Popkultur und umgekehrt – insbesondere vor den diesjährigen Präsidentenwahlen in den USA. Der Wahlkampf findet inmitten intensiver Debatten statt, über Themen wie Einwanderung, sich verändernde Familienstrukturen, Abtreibungsrechte und Kriminalität. Ein erbitterter Kulturkampf, so scheint es. Aber sind die Vereinigten Staaten wirklich so gespalten, wie es diesseits des Atlantiks so gern und oft dargestellt wird? Ist er noch vorhanden, der kulturelle Mainstream? Oder geht es nur noch ums Mobilisieren vieler zersplitterter Wählergruppen? Wir gehen auf die Suche nach dem Lebensgefühl in den USA vor der Wahl: über PR-Stunts und Stars als Wahlkampfhelfer, alternative Medien und Filterbubbles sowie allem, was sonst noch wichtig ist.(00:00:00) Intro(00:50) America, Fuck Yeah(14:40) Eat The Cat(25:12) Freedom(44:33) Fighter(52:41) Fight The Power(57:22) United States of Whatever

  27. 7

    Dem Trend zum Trotz: Der Club macht auf, der Club bleibt offen

    Eine Sendung von Henning Cordes, zu Gast: Fee Schlennstedt, geschäftsführende Gesellschafterin Nica Jazz Club und Thomas Lengefeld, Betreiberkollektiv Hafenklang Höhere Kosten, geringere Besucherzahlen, bürokratische Hürden und die Suche nach Fördermitteln: Die Klagen von Clubs und Konzerthallen sind seit einigen Jahren deutlich vernehmbar. Nicht wenigen droht das Ende oder sie sind dort bereits angekommen. Ausgerechnet in diesem Klima wagen einige das vermeintlich Wahnsinnige: Sie machen nicht zu; sie machen auf. In Kiel hat jüngst das traditionsreiche Tucholsky wiedereröffnet, in Hamburg levelte der Heiligengeistfeld-Bunker auf: Neben reichlich Grünpflanzen findet sich dort auch eine neue Konzert-Location - die Georg Elser Halle. In der Hamburger Altstadt folgt im November der Nica Jazz Club. Unterdessen kämpft das Hafenklang an der Elbe ums Überleben. Mit einem Crowdfunding wollte der alteingesessene Club das Schlimmste abwenden - und es scheint tatsächlich geklappt zu haben. Vorerst zumindest.(00:00:00) Intro(01:01) A Salty Salute(27:58) Fleurette Africaine(35:47) Tender Buttons(52:00) Goa

  28. 6

    Die Qual der Wahl – Popkultur und Politik im Osten

    Eine Sendung von Andreas Moll, zu Gast: Birgit Lohmeyer (Jamel rockt den Förster) und Michał Tomaszewski (Banda Communale) Die Landtagswahlergebnisse in den ostdeutschen Bundesländern Thüringen und Sachsen haben viele schockiert, wenige überrascht und führen in großen Teilen der Popkultur - auch und besonders im Osten - zu Nachdenklichkeit und Sorge. Gleichzeitig motivieren sie Künstlerinnen und Künstler, Veranstalterinnen und Festivalmacher, aufzustehen, sich zu engagieren und zu reagieren. So wie es ein Künstlerpaar aus Jamel in Mecklenburg schon seit 2007 tut. Mit seinem engagierten Festival gegen Rechtsextremismus namens Jamel rockt den Förster, das eben erst im August stattfand. Wir sprechen mit Veranstalterin Birgit Lohmeyer über ihr Lebensthema, den Kampf gegen rechts, und große Namen auf der Festivalbühne im kleinen Dorf. Im zweiten Teil der Sendung ist das antifaschistische Dresdner Musikprojekt Banda Comunale zu Gast. Klarinettist Michał Tomaszewski spricht über die Situation in Sachsen, den Sound und Sinn der Multikulti-Band aus der Landeshauptstadt nach den Wahlen dort - und vor den Wahlen in Brandenburg.

  29. 5

    K-Pop und Fankultur

    Musikfans hat es immer gegeben. Von den Beatles bis zu Britney Spears. Und heute: Harry Styles und Taylor Swift mobilisieren und energetisieren die Massen. Wir leben in einer Ära der Fankultur. Und K-Pop als Sammelbegriff für verschiedene popkulturelle Strömungen aus Südkorea hebt das Thema noch einmal auf das nächste Level - in Sachen Sound, Stil, Optik, Marketing, Promotion, Anknüpfungs- und Identifikationsmöglichkeiten und vor allem in Bezug auf die Kommunikation mit seinen Anhänger*innen. Die Hallyu, also die koreanische Welle, spült auch hierzulande zunehmend Bands, Boy- und Girlgroups auf die Bühnen. Laut des jährlichen Reports der Korea Foundation und des südkoreanischen Außenministeriums ist die Anzahl der K-Pop-Fans weltweit im Laufe des vergangenen Jahres auf 225 Millionen Menschen angewachsen. BTS mit seinen Fans, der Army, und Blackpink mit seinem Fandom Blink sind da lediglich die Spitze einer mittlerweile komplex ausdifferenzierten Bewegung. Im Nachtclub Überpop spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop über Pop- und Fankultur aus Südkorea. Was macht die Fan-Liebe aus, wie funktionieren die Mechanismen im K-Pop, was lässt sich daraus lernen und lassen sich die K-Pop-Fandoms zum Beispiel mit den Swifties vergleichen? Zu Gast ist Hannah Pfitzenmaier, Tourpromoterin der Karsten Jahnke Konzertdirektion in Hamburg, spezialisiert auf K-Pop und vor kurzem erst aus Seoul zurückgekehrt.  Mit Musik von Woosung, Taemin, Hwasa, BTS und Seventeen.(00:00:00) Intro(02:15) Face(11:35) Move(23:02) Maria(37:00) Blood, Sweat & Tears(44:20) Epilogue: Young Forever(54:34) I Don’t Understand But I Luv You

  30. 4

    Judenhass Underground

    In Subkulturen und Bewegungen, die ein emanzipatorisches Selbstbild für sich beanspruchen, verbreitet sich derzeit offenbar der Antisemitismus. Altbekannte Mythen scheinen in neuer Form wieder die Runde zu machen: bei Pride-Demos, in der Kunstszene, in Clubs und auf Konzerten. Der jüngst erschienene Sammelband "Judenhass Underground" widmet sich diesen Entwicklungen. Darin finden sich Texte verschiedener Autorinnen und Autoren. Beteiligt sind etwa Luisa Neubauer, Hengameh Yaghoobifarah und Ben Salomo. Wie der Antisemitismus im Underground funktioniert, wo findet man ihn findet und wer ihn verbreitet - all das in einer Stunde Nachtclub Überpop. Gast: Stefan Lauer (Herausgeber)(00:00:00) Intro(00:33) Mustard(45:56) Boorekas Las Vegas(50:45) Ethiopia

  31. 3

    Die Geschichte der Hamburger Schule neu erzählt

    Eine Sendung von Andreas Moll, zu Gast: Tobias Levin (Cpt. Kirk &.), Myriam Brüger (L'Age D'Or) sowie der Spiritus rector der Hamburger Schule, Bernd Begemann. Zu einer Zeit als Deutschpunk stumpfer und die Neue Deutsche Welle schlagerhafter wurde, entstand irgendwo dazwischen etwas Neues, Eigenes. Es bekam - umstritten, von wem - das hochgeistig und etwas elitär klingende Label "Hamburger Schule". Noch ohne Trainingsjacken, Seitenscheitel und deutschsprachige Texte herrschte im Hamburg der späten 80er/frühen 90er Jahre zunächst eine musikalisch wilde Mischung vor - Alternative neben Northern Soul, Punk neben Noise, Pop neben Instrumentalmusik. Erst nach und nach schälte sich der deutschsprachige, intellektuelle Diskurs­pop heraus (mit bedeutenden Bands wie Cpt. Kirk &. und Kolossale Jugend), der zum Markenzeichen - und Klischee - der Hamburger Schule wurde und Bands wie Blumfeld, Die Sterne oder Tocotronic zu überregionaler Bekanntheit führte. Zwischen Wendezeit und Jahrtausendwechsel prägten diese Gruppen - unterstützt durch damals relevante Musikmedien wie die Zeitschrift SPEX oder das Musikfernsehen VIVA 2 - den Popdiskurs in Deutschland. Ein Vierteljahrhundert später steht die Hamburger Schule wieder auf dem medialen Lehrplan. Zeitgleich erscheinen eine NDR/ARD-Fernsehdoku und ein Buch zum Thema. Sekundärliteratur mit dem schönen Titel "Der Text ist meine Party". Ein Nachtclub ÜberPop mit Andreas ("Du musst auf den Text achten!") Moll über die Geschichte der Hamburger Schule. Zu Gast: Tobias Levin (Cpt. Kirk &.), Myriam Brüger (L'Age D'Or) sowie der Spiritus rector der Hamburger Schule, Bernd Begemann. (00:00:00) Intro(01:33) 2 oder 3 Dinge, die ich von Dir weiß(21:58) Geldunter(37:39) Weiter(54:04) Viel zu glücklich, um es lange zu bleiben(56:03) Verstärker

  32. 2

    Trends & Herausforderungen der Festivalsaison 2024

    Die Open-Air-Saison steht vor der Türe. Auch im Norden werden wieder zahlreiche Festivals für diese besondere Mischung aus Live-Musik, kollektiver Euphorie, Sonnen- oder eben Schlammbad sorgen – sei es das Hurricane Festival bei Scheeßel im Juni oder die Fusion in Mecklenburg-Vorpommern, sei es das Deichbrand in Cuxhaven im Juli, das schleswig-holsteinische Wacken Open oder das Hamburger Dockville Open-Air im August. Doch Pandemie und Klimawandel, globale Krisen und gesellschaftliche Veränderungen stellen auch die eingespieltesten Organisationsteams von Festivals vor ganz besondere Aufgaben. Wie lässt sich vor allem junges Publikum ansprechen? Wie hoch können die Ticketpreise noch werden? Wie ist es um Geschlechtergerechtigkeit, Awareness und Barrierefreiheit bestellt? Wie wichtig sind Festivals für kulturelle Vielfalt? Und lösen Mega-Events wie Taylor-Swift-Konzerte womöglich das klassische Festival ab?  Über Fragen wie diese spricht Moderatorin Birgit Reuther alias Biggy Pop mit ihrem Gast Stephan Thanscheidt. Er gehört zum Vorstand des BDKV, des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, und ist Geschäftsführer des Veranstaltungsunternehmens FKP Scorpio, das unter anderem das Hurricane organisiert.(00:00:00) Intro(01:49) Elephant(12:08) Intergalactic(27:04) Am sichersten seid ihr im Auto(38:48) Blue(48:13) Frieden(55:26) Radio Rebelde

Type above to search every episode's transcript for a word or phrase. Matches are scoped to this podcast.

Searching…

We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.

No matches for "" in this podcast's transcripts.

Showing of matches

No topics indexed yet for this podcast.

Loading reviews...

ABOUT THIS SHOW

Politik, Gesellschaft, Literatur oder Mode – wie das alles mit Popmusik in Verbindung steht, darüber sprechen wir mit Gästen aus dem Kulturbetrieb.

HOSTED BY

NDR Blue

CATEGORIES

URL copied to clipboard!