Orange 94.0

PODCAST

Orange 94.0

ORANGE 94.0 - das freie Radio in WienDas Radioprogramm setzt sich aus Wortsendungen in mehr als 20 verschiedenen Sprachen und einem vielseitigen Musikprogramm abseits des Mainstreams zusammen. Die Redakteur_innen agieren im Freien Radio großteils ehrenamtlich und widmen sich brisanten Themen, die in der Medienlandschaft wenig Gehör finden. Zivilgesellschaftlich relevante Diskurse treffen im öffentlichen Medium Radio auf neue, kritische und diverse Hörer_innenkreise. Zugleich werden alternative Öffentlichkeiten im Kosmos Freies Radio gestärkt. Dabei setzt sich das Freie Radio für Chancengleichheit und ein offenes Miteinander ein und wendet sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung.ORANGE 94.0 legt großen Wert auf Transparenz bei der Vergabe von Sendeplätzen und der damit verbundenen Nutzung von Ressourcen. Neben Sendezeit, Infrastruktur und technischem Support bietet das Freie Radio Radiomachenden kostengünstige Weiterbildung an.<d

  1. 100

    68. Dead Air with a Viennese Orange Twist

    13.05.2026 - auralising your dreams

  2. 99

    Kulturforschung für die Ohren #1: Coming from far. Being a Guest in Dancehall Culture

    12.05.2026 - Eine Sendereihe gestaltet von Studierenden der Uni Wien in Lehrveranstaltungen mit Katharina Gartner Coming from far. Being Guest in Dancehall Culture Kulturforschung für die Ohren #1 Von Christina Teufl, Paula Pospichal und Marica Zvonarits Der...

  3. 98

    Obdachlosigkeit im Alter

    Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema der Obdachlosigkeit im Alter, bringt Zahlen und Fakten, zudem wird ein Verein für Strassenmedizin vorgestellt. Wir begleiten ein Team von Sozialarbeiterinnen, Medizinstudentinnen und Strassenmedizinerinnen bei einer Routinerunde entlang einer U-Bahn und sprechen mit einem Betroffenen.

  4. 97

    Vorbereitet Statt Überrascht &#8211; So retten Sie Ihre Daten und Accounts

    Ransonware Digitale Vorsorge Datensicherung, Notfallstrategie, Sicherheitstips für Smartphone Nutzer Warum sind Updates wichtg Gmail und Facebook Accounts zurückbekommen

  5. 96

    Pint of Science 2026 – Behind the Scenes

    Aktuelle Forschung im Lokal um die Ecke In dieser Ausgabe von „auf-hören – ungeniert konfrontiert“ dreht sich alles um das Wissenschaftsfestival Pint of Science Austria und die diesjährige Ausgabe, die vom 18. bis 20. Mai 2026 in sechs Städten in Österreich stattfinden wird. Zu Gast im Studio waren Lisa Recnik und Magdalena Engl aus dem ehrenamtlichen Team hinter Pint of Science. Sie geben im Interview spannende Einblicke hinter die Kulissen des Festivals, sprechen über die Organisation und darüber, wie man Wissenschaft aus Universitäten und Laboren direkt in Lokale, Pubs und Bars bringt. Außerdem stellen sie das diesjährige Programm in Wien vor: Besucher*innen erwartet einmal mehr eine große Vielfalt aktueller Forschungsthemen – von Naturwissenschaften über Medizin bis hin zu gesellschaftlichen und technologischen Fragestellungen. Weitere Informationen und Tickets: https://pintofscience.at/ Unsere Folge mit Lisa zu Pint of Science 2023: https://o94.at/programm/sendung/id/2128492 Nachbericht zu Pint of Science 2023: https://o94.at/programm/sendung/id/2128493

  6. 95

    Das Projekt Tierschutz Unterricht an Schulen

    Zwei Tierschutzlehrerinnen erklären den Ablauf. In Guntersdorf im Bezirk Hollabrunn in NÖ war plötzlich Aufregung. Der Bürgermeister behauptete, beim Tierschutzunterricht seien 6-10 jährige Kinder einer Volksschule vegetarisch gemacht worden, Eltern hätten sich beschwert. Deshalb sei er nun mit den Schüler:innen in einen Schweinebetrieb gegangen, um das Bild der Fleischproduktion gerade zu rücken. Seltsam nur, als TV-Stationen den Bürgermeister dazu interviewen wollten, verweigerte er das Gespräch. Die Tierschutzlehrerin, die in dieser Schule war, erzählt in der Radiosendung, was wirklich geschah. Es ging um Haustiere und die Ähnlichkeit zu Nutztieren. Es wurden keine Bilder blutiger Schweine gezeigt, wie behauptet wurde. Es war alles völlig harmlos und faktenbezogen. Und der Unterricht fand im Oktober 2025 statt.

  7. 94

    freshVibes 082: Zwischen Sudan und Österreich – Community, Kunst und Menschenrechte

    In unserer Mai-Sendung richten wir den Blick auf Community, Kreativität und gesellschaftliche Verantwortung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Veranstaltung „Reimagining Libraries: Community, Inclusion, and Decolonization“ an der Universität Wien. Gemeinsam mit der Initiative Book Bunk wird darüber gesprochen, wie Bibliotheken als offene Räume für Austausch, Teilhabe und kulturelle Vielfalt neu gedacht werden können. Außerdem besuchen wir die 6. Tage der afrikanischen Literaturen des Vereins Chiala Afrika. Die sechste Ausgabe des Festivals fand unter dem Motto „Literatur &amp; Subversion&#8220; in Graz, Steiermark, statt, um afrikanische Literatur als Ausdruck von Widerstand und Wandel zu würdigen und neu zu positionieren. Ein weiterer wichtiger Teil der Sendung beschäftigt sich mit der aktuellen humanitären Krise im Sudan. Dazu führen wir ein Gespräch über die Situation vor Ort und die Arbeit des Vereins „Medizin- und Nothilfe Sudan Wien“, der medizinische Hilfe, Medikamente und Unterstützung für Gesundheitsprojekte im Sudan organisiert. Darüber hinaus thematisieren wir die Petition rund um Joseph und Victoria, deren Geschichte viele Menschen bewegt und Fragen von Solidarität und Bleiberecht in Österreich sichtbar macht. Begleitet wird die Sendung von Musik aus der afrikanischen Diaspora sowie internationalen Sounds zwischen Afrobeat, Soul und Contemporary Vibes passend für einen abwechslungsreichen Start in den Mai.

  8. 93

    Freiheit und Gleichheit? Große Errungenschaften, aber für wen?

    Veranstaltungsankündigung zum Thema: Arbeit und Reichtum im Kapitalismus Montag 11. Mai 19:00 in Graz RESOWI-Zentrum, Hörsaal 15.11 Universitätsstraße 15 Dienstag 12. Mai 19:00 in Wien Werkl im Goethehof Schüttaustraße 1, 1220 Wien Dass man mit Arbeit keinen Reichtum anhäufen kann, gehört zum marktwirtschaftlichen Erfahrungsschatz. Zumindest nicht mit der eigenen Arbeit eigenen Reichtum. Mit anderer Leute Arbeit reich zu werden, ist in der Marktwirtschaft allerdings ganz normal: Automobilunternehmen, Lieferdienste, Smartphone-Kapitale häufen gigantische Umsätze und Gewinne an, mit der Arbeit von Dienstkräften, die man in gewisser Verdrehung der Tatsachen „Arbeitnehmer“ nennt, obwohl die doch ihre Arbeit, Lebenszeit und Lebenskraft bei der Erstellung der Dinge und Dienstleistungen hergeben. Im Interesse derjenigen, die seltsamerweise „Arbeitgeber“ genannt werden. Das sorgt laut Marx für eine „ungeheure Warensammlung“. Für die lässt sich die Marktwirtschaft gerne feiern, und sie hat es nötig. Denn die von ihren Fans über den grünen Klee gelobte Wirtschaftsweise bringt es nicht nur zu Reichtümern, sondern zu allerlei Phänomenen, die gern als „Schattenseiten“ verharmlost, als „Probleme“ umgedeutet und überhaupt als „Missstände“ vom ökonomischen System getrennt werden. So wird immerhin der Kapitalismus vor der Armut, die er durch seinen Reichtum produziert, in Schutz genommen. Klarstellungen dazu auf der Veranstaltung. https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buecher/arbeit-reichtum Freiheit und Gleichheit? Große Errungenschaften, aber für wen? [Die Linke ist tot, es lebe die Linke! (Platypus) – Die Linke ist albern! (Marx)] Erinnerung an eine klassische Absage an diesbezügliche Ideale: „Andrerseits zeigt sich ebensosehr die Albernheit der Sozialisten (namentlich der französischen, die den Sozialismus als Realisation der von der französischen Revolution ausgesprochen Ideen der bürgerlichen Gesellschaft nachweisen wollen), die demonstrieren, daß der Austausch, der Tauschwert etc. ursprünglich (in der Zeit) oder ihrem Begriff nach (in ihrer adäquaten Form) ein System der Freiheit und Gleichheit aller sind, aber verfälscht worden sind durch das Geld, Kapital etc. Oder auch, daß die Geschichte bisher noch verfehlte Versuche gemacht, sie in der ihrer Wahrheit entsprechenden Weise durchzuführen, und sie nun, wie Proudhon, z. B. den wahren Jakob entdeckt haben, wodurch die echte Geschichte dieser Verhältnisse an der Stelle ihrer falschen geliefert werden soll. Ihnen ist zu antworten: daß der Tauschwert oder näher das Geldsystem in der Tat das System der Gleichheit und Freiheit ist und daß, was ihnen in der näheren Entwicklung des Systems störend entgegentritt, ihm immanente Störungen sind, eben die Verwirklichung der Gleichheit und Freiheit, die sich ausweisen als Ungleichheit und Unfreiheit. Es ist ein ebenso frommer wie dummer Wunsch, daß der Tauschwert sich nicht zum Kapital entwickle oder die den Tauschwert produzierende Arbeit zur Lohnarbeit. Was die Herren von den bürgerlichen Apologeten unterscheidet, ist auf der einen Seite das Gefühl der Widersprüche, die das System einschließt; auf der andren der Utopismus, den notwendigen Unterschied zwischen der realen und idealen Gestalt der bürgerlichen Gesellschaft nicht zu begreifen und daher das überflüssige Geschäft vornehmen zu wollen, den ideellen Ausdruck selbst wieder realisieren zu wollen, da er in der Tat nur das Lichtbild dieser Realität ist.“ (Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, S. 160) Noch deutlicher: „Die Sphäre der Zirkulation oder des Warenaustausches, innerhalb deren Schranken Kauf und Verkauf der Arbeitskraft sich bewegt, war in der Tat ein wahres Eden der angebornen Menschenrechte. Was allein hier herrscht, ist Freiheit, Gleichheit, Eigentum und Bentham. Freiheit! Denn Käufer und Verkäufer einer Ware, z.B. der Arbeitskraft, sind nur durch ihren freien Willen bestimmt. Sie kontrahieren als freie, rechtlich ebenbürtige Personen. Der Kontrakt ist das Endresultat, worin sich ihre Willen einen gemeinsamen Rechtsausdruck geben. Gleichheit! Denn sie beziehen sich nur als Warenbesitzer aufeinander und tauschen Äquivalent für Äquivalent. Eigentum! Denn jeder verfügt nur über das Seine. Bentham! Denn jedem von den beiden ist es nur um sich zu tun. Die einzige Macht, die sie zusammen und in ein Verhältnis bringt, ist die ihres Eigennutzes, ihres Sondervorteils, ihrer Privatinteressen. Und eben weil so jeder nur für sich und keiner für den andren kehrt, vollbringen alle, infolge einer prästabilisierten Harmonie der Dinge oder unter den Auspizien einer allpfiffigen Vorsehung, nur das Werk ihres wechselseitigen Vorteils, des Gemeinnutzens, des Gesamtinteresses. “ (Marx, MEW 23, S. 189 f.) Die gute Nachricht lautet damit: „Freiheit und Gleichheit“ existieren bereits, im „Geldsystem“, sie sind schon verwirklicht, diesbezügliche Anstrengungen und Hoffnungen sind deplatziert: Die Freien und Gleichen interagieren heftig, und vollbringen dadurch den Gemeinnutzen. Die schlechte Nachricht lautet, diese edlen Prinzipien sind von zweifelhaftem Nutzen, zumindest für den größten Teil der Betroffenen. Die Teilnehmer der kapitalistischen Erwerbsgesellschaft sind allesamt frei und gleich darin nämlich, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, nur ihren individuellen Bedürfnissen folgen zu dürfen – die alle am Gelderwerb hängen, weswegen sich das Verhältnis von Gelderwerb als das Mittel für allfällige Bedürfnisse überwiegend umdreht, und der Gelderwerb zur primären Notwendigkeit, zum dominierenden Bedürfnis wird. Immerhin: Keiner darf gegen seinen Willen in den Dienst an fremden Interessen gezwungen werden, niemand muss das Seine, sein Eigentum, gezwungenermaßen hergeben. Darin, in dieser ihrer gesetzlich geschützten Position, sind sie alle gleich. (Vom Steuerzahlen und Kriegsdienst wird hier noch abgesehen, die Obrigkeit genehmigt sich natürlich die genannten Zugriffe.) Die Verwirklichung von Freiheit und Gleichheit gestaltet sich als „Ungleichheit und Unfreiheit“, indem alle sich als Eigentümer betätigen müssen, gleichgültig bzw. rücksichtslos dagegen, ob sie über ein solches verfügen oder nicht, und sich gegebenenfalls selber zu Markt tragen müssen. Die Gleichheit sollizitert den Klassengegensatz, die Abhängigkeit der Eigentumslosen, die für ihr kleines und klein bleibendes Eigentum arbeiten müssen, und dafür auf die besitzende Klasse angewiesen sind, die durch die gekaufte fremde Arbeitskraft ihr Eigentum vermehrt. Darum lautet bei Marx die Fortsetzung der zitierten Polemik aus dem „Kapital“ – den Weg in die „Ungleichheit und Unfreiheit“ – so: „Der ehemalige Geldbesitzer schreitet voran als Kapitalist, der Arbeitskraftbesitzer folgt ihm nach als sein Arbeiter; der eine bedeutungsvoll schmunzelnd und geschäftseifrig, der andere scheu, widerstrebsam, wie jemand, der seine eigne Haut zu Markt getragen und nun nichts andres zu erwarten hat als die – Gerberei.“ (MEW 23, S. 191) Schon die Erfinder von Freiheit und Gleichheit: „Soziale Unterschiede“ sind ok! Man bewundert daher völlig zu Recht den Weitblick der Erfinder von Freiheit und Gleichheit, namentlich der damaligen Französischen Nationalversammlung, die schon in ihrer ersten Fassung der „angebornen Menschenrechte“ anno 1789 jeder Verwechslung dieser edlen Prinzipien mit sozialer Gleichmacherei eine unmissverständliche Absage erteilt hat, durch das Menschenrecht auf den gemeinen Nutzen: „Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten. Soziale Unterschiede dürfen nur im gemeinen Nutzen begründet sein.“ (Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen, Artikel 1, zitiert nach wikipedia ) Dass die „Rechte“ gleich sind, ist eine Sache – aber vor jeder Begeisterung bezüglich dieser Gleichheit ist doch zu fragen, worin bestehen sie denn, diese Rechte, was ihr Inhalt ist, was wird denn da gewährt, denn daran hängt doch deren Qualität und Bekömmlichkeit; und wieso werden noch vor der Konkretisierung der „gleichen Rechte“ umstandslos die „sozialen Unterschiede“ affirmiert? Folgt im nächsten Artikel: „Das Ziel jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unveräußerlichen Menschenrechte. Diese Rechte sind Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Unterdrückung.“ (Artikel 2) Wir nehmen zur Kenntnis: Die herbeizitierte und vereinnahmte „Natur“ bewirkt aus sich heraus genau so wenig wie vorher die „Geburt“ – es braucht eindeutig eine „politische Vereinigung“, um diesen Rechten die gebührende Geltung zu verschaffen. Diese „politische Vereinigung“ ist mithin das Subjekt, das die „Menschenrechte“, den „gemeinen Nutzen“ und damit die „sozialen Unterschiede“ organisiert, durch die Sicherheit von Person und Eigentum. Es übt dafür mit Recht Gewalt, und es separiert durch diese Rechte die gerade noch als „gleich“ beschrifteten Menschen in unterschiedene nationale Kollektive: „Der Ursprung jeder Souveränität ruht letztlich in der Nation. Keine Körperschaften, kein Individuum können eine Gewalt ausüben, die nicht ausdrücklich von ihr ausgeht.“ (Artikel 3) Woraus sich ergibt: Die „Menschenrechte“ in ihrer praktischen Ausprägung, als die von der jeweiligen Souveränität gewährten Grundrechte, die existieren als „Bürgerrechte“, sie kommen den anerkannten Staatsbürgern zu, vulgo den Inländern, dem großen Rest der Menschen außerhalb jedenfalls nicht. Wer im nationalen Territorium nicht anwesend sein darf, kommt nicht in ihren Genuss. (Aber immerhin ist sogar die Deportation von unerwünschten Migranten unter Respekt vor deren Rechten durchzuführen, das bricht sich im Alltag darauf herunter, dass jede Remigration nach Vorschrift abzuwickeln ist – und die Vorschriften sind auch danach; Anschauungsmaterial ist jeder aktuellen Berichterstattung zu entnehmen.) Jedenfalls ist auch der Umgang mit Menschen ohne die angeborenen Bürgerrechte sehr wohl in der angekündigten Gleichmacherei aufgehoben: „Nur das Gesetz hat das Recht, Handlungen, die der Gesellschaft schädlich sind, zu verbieten. … Das Gesetz ist der Ausdruck des allgemeinen Willens. … Es soll für alle gleich sein, mag es beschützen, mag es bestrafen.“ (Artikel 5 bzw. 6) Alle Figuren im Machtbereich des Souveräns sind seiner Gewalt unterworfen, auch in diesem Sinn sind alle gleich; sein Recht gilt für alle. Das bedeutet natürlich nicht, dass jedes Gesetz für jeden gilt. Das unveräußerliche Menschenrecht auf „Sicherheit“ bezieht sich auf den Umgang der Freien und Gleichen untereinander – es schützt aber nicht vor dem Gesetz. Der Menschenrechtsstaat unterscheidet im weiteren Vollzug nicht nur Inländer und Ausländer als Inhaber sehr unterschiedlicher Rechte und Pflichten. Auch der Klassengesellschaft mit den „sozialen Unterschieden“, mit einer besitzenden und einer arbeitenden Klasse erweist die Rechtsordnung ihren Respekt: Im Steuerrecht ebenso wie im Unternehmens- und Arbeits- und Sozialrecht usw. werden die verschiedenen Einkommensquellen Arbeit und Kapital sachlich differenziert behandelt, wegen des „gemeinen Nutzens“. Und, nicht zuletzt am natürlichen Unterschied der Geschlechter befestigt keineswegs die Geburt oder die Natur, sondern der Gesetzgeber unterschiedliche Rechtsfolgen, und macht sich auf diese Weise um die Ausgestaltung einer waldursprünglichen Natur zum gesellschaftlich verankerten „Gender“ verdient. (Siehe auch: „Freiheit und Gleichheit: Der Schutz von Person und Eigentum“ https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-i#section15) Noch einmal die Würdigung der Denkfigur selbst: Das, was „der Mensch“ angeblich von Geburt und Natur je schon ist, das wird er erst durch eine Herrschaft, die ihn zu dem macht, ihm erst zu den Rechten verhilft, die ihm ohnehin eigen sind. Dadurch, dass sie sich hoheitlich quasi an die ihr unterworfenen Menschen anschmiegt, ihnen entspricht, ihnen gerecht wird, dadurch geht die Herrschaft absolut in Ordnung und ist mit „Unterdrückung“ nicht zu verwechseln; unbeschadet dessen, was sie in der Entfaltung von Recht und Eigentum alles heraufbeschwört. (Siehe auch: „Die Legitimation staatlicher Gewalt durch das Menschenrecht“ https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/menschenrecht#section2) „Gleiches“ gleich und „Ungleiches“ ungleich – was denn nun? In sehr allgemeiner Form ist ein Gleichheitsgrundsatz ein Pfeiler moderner Rechtsordnungen. Nachdem so ein bürgerlicher Staat viel zu tun hat, wenn der Tag lang ist, befasst er sich u.a. mit verschiedensten kollidierenden Ansprüchen von Menschen – die sich mit ihren Interessen in aller Regel nur noch so befassen, dass sie laufend benörgeln, der Staat verstoße gegen seine eigenen Prinzipien, vor allem in Sachen Gleichheit. Doch diesbezüglich ist längst alles gesagt: „Als Gleichheitsprinzip bezeichnet man den naturrechtlichen Grundsatz, alle Menschen gleich zu behandeln, wenn eine Ungleichbehandlung sich nicht durch einen sachlichen Grund rechtfertigen lässt. … Im österreichischen Verfassungsrecht ist der Gleichheitssatz in Art. 7 des Bundes-Verfassungsgesetzes (B-VG) und Art. 2 des Staatsgrundgesetz 1867 als Staatsbürgerrecht verankert. Er verpflichtet den Staat grob gesprochen ‘gleiches gleich, ungleiches ungleich’ zu behandeln. Dies bedeutet für den einfachen Gesetzgeber das Verbot einer sachlich nicht gerechtfertigten Bevorzugung oder Benachteiligung von bestimmten Personen(gruppen).“ https://www.rechteasy.at/wiki/gleichheitssatz/ Ungleichheit ja bitte, aber nur „sachlich“! Wie ist das nun mit „den Frauen“ und „den Männern“? Alles eine Frage der Macht und ihrer sachlichen Rechtfertigung! Dazu zwei Anekdoten: Im vorigen Jahrhundert wurde in Einführungsvorlesungen gern und augenzwinkernd an die Rationierung von Zigaretten unmittelbar nach Kriegsende erinnert – Männern stand ein größeres Glimmstängelkontingent zu, weil Frauen … damals ungleich waren, irgendwie. Ein aktueller Erfolg der Angleichung der Geschlechter sieht so aus: „Das für Männer beim Bundesheer geltende Zopfverbot ist Geschichte. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat am Donnerstag angeordnet, die entsprechende Verordnung ‘unverzüglich’ aufzuheben. Da es Soldatinnen erlaubt ist, einen Pferdeschwanz zu tragen, sahen die Höchstrichter eine ‘Benachteiligung aufgrund des Geschlechts’. Künftig dürfen also auch Soldaten lange Haare haben.“ (https://orf.at/stories/3425726/) Bisher wurde davon ausgegangen, langes Haar sei eine der Frau nun einmal („natürlich“?) immanente Eigenheit, während zumindest beim uniformierten Mann das Kurzhaar artgerecht sei; natürlich darf beim Militär weiterhin die Haarpracht „den Sitz der Kopfbedeckung nicht behindern“. Wenn man sich da in die ungemein spannende Frage „gleich“ oder „ungleich“ hineingrübelt, übersieht man womöglich den entscheidenden Punkt: Egal wie die Sache ausgeht, es handelt sich um eine politische Entscheidung, eine Festlegung, die gegebenenfalls von der zuständigen staatlichen Rechtsabteilung (dem VfGH) bestätigt oder verworfen wird. Und, ebenfalls egal wie die Sache ausgeht, die Elementarform der legitimatorischen Idee besteht nach wie vor darin, die jeweilige Gleich- bzw. Ungleichheit würde nicht erst politisch hergestellt, festgelegt, sondern wäre vorgefunden, und die Behandlung würde sich an vorfindlichen Eigenheiten orientieren. [Exkurs: Bevor sich jemand über eine ganz gleiche Gleich-Behandlung der Frisur freut oder sie komisch findet, wäre wieder zu klären, worum es bei der fraglichen Behandlung überhaupt geht, welche Zwecke von der handelnden Instanz an den Behandelten jeweils vollstreckt werden. Immerhin läuft in Österreich gerade eine Debatte über eine angekündigte Verlängerung des (nur für Männer) verpflichtenden Wehrdienstes, nun immerhin auch für männlich gelesene Langhaarige. Im Vergleich mit Deutschland fällt auf, dass hier öffentlich wahrnehmbare Einsprüche der betroffenen Jugend gegen ihre Verwendung als Kanonenfutter (aktuell vmtl. besser: Drohnenfutter) völlig fehlt. Die Sache wird unter die üblichen Geplänkel der Parteienkonkurrenz subsumiert, auch da darf die „Gleichheit“ und die Gerechtigkeit nicht zu kurz kommen, weil die ÖVP auch den Zivildienst verlängern will, damit der weiterhin länger dauert als der Wehrdienst – als moralischer und praktischer Minuspunkt für die „ungleichen“ Drückeberger. Der Vollständigkeit halber: Die Verwendung der männlichen Jugend als Menschenmaterial geht freiheitlich und gleichheitlich und menschenrechtlich völlig in Ordnung, zumindest legitimations-mäßig. Denn wenn es so sein sollte, dass „der Mensch“ zu seiner Menschwerdung die staatliche Herrschaft unabdingbar braucht, weil erst diese ihm die ihm ohnehin von Natur und Geburt verliehenen Rechte auch realiter spendiert, dann muss dieser so hinkonstruierte „Mensch“ auch bereit sein, für diese „seine“ Herrschaft – also für die unhintergehbare Bedingung seiner eigenen menschlichen Existenz – ins Gras zu beißen. Dumm gelaufen, die ganz Angelegenheit. Exk. Ende.] Das erwähnte Gleichheitsprinzip gilt schon längere Zeit nicht nur für die staatliche, sondern auch für die privatautonome Menschenbehandlung, vor allem in der Wirtschaft: „Seit 1979 gibt es in Österreich Bestimmungen zur Gleichbehandlung … Heute gibt es nicht mehr nur ein Diskriminierungsverbot beim Entgelt, sondern reicht das Gleichbehandlungsgebot von der Bewerbungsphase bis zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Darüber hinaus gilt das Diskriminierungsverbot auch bei der Berufsberatung, Berufsausbildung, Umschulung und bei selbständiger Tätigkeit. Die wichtigste Änderung erfolgte 2004. … Das Gleichbehandlungsgesetz schützt Menschen in der Arbeitswelt seither vor Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters und der sexuellen Orientierung. … So sind Ungleichbehandlungen auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit in den Bereichen Bildung, soziale Vergünstigungen, Sozialschutz sowie beim Zugang zu und der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen untersagt. … Ein wichtiger Bereich stellt hier z. B. der Diskriminierungsschutz beim Wohnraum dar.“ („Gleichbehandlungsrecht in Österreich“ https://www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at/Themen/rechtliches/gleichbehandlungsrecht-in-oesterreich.html) Das Diskriminierungsverbot nimmt seinen Ausgang in der Ökonomie, rein individuell-sachfremde Präferenzen von Arbeitgebern oder Vorgesetzten sollen irrelevant sein, wenn es doch ums Benutzen und Benutzt-Werden geht, beide Seiten sollen ihrem Interesse folgen, und keinen diesbezüglich nebensächlichen Neigungen. Darin ist reflektiert, dass Lohnarbeit eben doch kein sachlich-technisches Verhältnis ist, wie das von Rohstoff zu Maschine, sondern ein Machtverhältnis zwischen Menschen samt persönlicher Abhängigkeit der Untergebenen, was der Dienstgeber aber nicht „missbrauchen“ dürfe, wenn es doch rein um seinen ökonomischen Vorteil gehen soll. Bzw. müssen sich Arbeitgeber und Vermieter halt sachliche Begründungen zurechtlegen, oder gar keine Begründung mitteilen – wenn etwa jemand einen Job oder eine Wohnung nicht bekommt, weil von der Ausgangslage her klar ist, dass von mehreren Interessenten nur einer zum Zug kommen kann. Nachdem auch die im Ausbildungs- und Sozialwesen gängigen Über- und Unterordnungsverhältnisse viel Spielraum zu übergriffiger Ausnutzung bieten, legt der Gesetzgeber auch hier Wert auf die jeweilige Sachlichkeit. Und weil die untersagten Praktiken durch Verbote natürlich nicht verhindert werden, dürfen Betroffene sogar klagen. Das passiert in der Regel allerdings erst während oder nach der Auflösung eines Dienstverhältnisses, weil eine Konfrontation vor dem Arbeitsgericht das „Vertrauen“ des Dienstgebers beschädigt, auf das er ein Recht hat. Der aktuelle spektakuläre Fall in Österreich spielt in einer etwas anderen Sphäre, es geht bzw. ging um eine gehobene Position im öffentlichen Dienst (Leitung Finanzamt); ein hochrangiger Politiker wurde erstinstanzlich verurteilt, weil er einem Parteifreund an besser qualifizierten Konkurrenten vorbei einen Posten zugeschanzt hatte, wodurch diese diskriminiert wurden. Auch da besteht die Rechtslage, und – daher spektakulär – zum ersten Mal auch die Rechtsprechung nach dem Strafrecht, auf dem vorgesehenen geordneten Verfahren. Und nun zu etwas ganz anderem! Es gibt eine Abteilung in Sachen Gleichbehandlung von Frauen und Männern, da hat sich mittlerweile und so halbwegs herumgesprochen, wie Gleichheit auf Gleichgültigkeit, Rücksichtslosigkeit und echte Schädigung hinausläuft, nämlich in der medizinischen Diagnostik und Therapie: Da war die durchschnittliche männliche Physis die längste Zeit das Maß aller Dinge, weswegen bei Frauen manche Symptome systematisch falsch diagnostiziert und behandelt wurden. Ja, mir ist klar, so war das mit der Forderung nach „Gleichheit“ natürlich nicht gemeint – aber wie war oder wie ist es denn gemeint? Ein sachlich notwendiger Einschub: In dem Sinn würde ich gern dem häufig gedankenlosen Gleichheitsgedöns eine kleine Aufgabe übertragen: Wer unbedingt und gewohnheitsmäßig weiterhin nach Gleichheit seufzen bzw. deren Abwesenheit beklagen möchte, möge doch erst mal erklären, wer denn warum und inwiefern bzw. worin „gleich“ sein soll; bzw. wer auf welcher Basis von wem „gleich“ behandelt werden möchte. Außerdem wäre schon zu überlegen, warum aus der jeweiligen, als eigentlich angelegt vorgestellten, als versprochenen, eigentlich sein-sollenden Gleichheit bis dato nichts geworden ist!

  9. 92

    Sonic Thinking &#8211; fünf Audio Papers (Superscience Me Spezial)

    Wie wird Wissen produziert? Und wie zirkuliert es? Geleitet von diesen Fragen haben sich Studierende der Abteilung Kunst- und Kulturwissenschaften der Universität für angewandte Kunst mit dem Format des Audio Papers und der Praxis des Field Recordings beschäftigt. Im Rahmen des Seminars „Sonic Thinking“ unter der Leitung von Kristina Pia Hofer sind fünf Audio Papers entstanden, die die Studierenden in diesem Beitrag präsentieren und in einem Gespräch gemeinsam reflektieren.

  10. 91

    Post Covid Society &#8211; Kapitel IV

    Das vierte Kapitel der Post Covid Society zum Thema &#8218;dark glamour&#8216; fand am 24.01.2026 im kv.r. (Hernalser Hauptstraße 86) statt. Julia Grillmayr las einen neuen von ihr verfassten Text mit dem Titel &#8218;Creature (of the night) Comfort&#8216; und Monsterheart präsentierte eine Auswahl ihrer düstersten Lieder, inklusive Stücke aus ihrem neuen Album &#8218;Melody Maker&#8216;, erschienen bei Siluh Records. Sie hören hier einen Mitschnitt der Lesung und des Konzerts. Post Covid Society ist ein Ort für Wörter und Klänge. Für Menschen mit Post Covid oder mit anderen Einschränkungen; und für alle die, die sich einfach mal hinlegen wollen. Alles findet nämlich immer im Liegen statt. Lokale Autor:innen, Künstler:innen und Musiker:innen widmen sich in sechs Kapiteln auf ihre ganz persönliche Art den Themen der jeweiligen Kapitel. Das nächste Kapitel findet am 4.4. in den Westbahnstudios statt. Mehr Infos findet ihr hier: https://shift.wien/projekte/post-covid-society/ Das Projekt wird von shift finanziert.

  11. 90

    03/05/2026 &#8211; Positive stories of communal experiences

    Starting with the book &#8222;Try Anarchism for Life -The Beauty of our Circle&#8220; by Cindy Barukh Milstein this slot of the anarchist &amp; anti-authoritarian Radio Marathon asks participants of the international radio gathering for stories of beauty and joy, love and solidarity from their life and praxis as anarchists. Don&#8217;t lose that sparkle! Look out for links to the whole anarchist &amp; anti-authoritarian Radio Marathon, it&#8217;s 7 hours long!

  12. 89

    Warum wir streiten (Teil 1)

    In der ersten Folge dieser Staffel von „Beziehungssache – Wie wir Nähe gestalten“ schauen Barbara Volfing und Beziehungsexpertin Sophie Pogats auf die Grundlagen: Was genau ist ein Konflikt – und wann wird daraus ein Streit? Warum ziehen sich manche Menschen zurück, während andere laut werden? Und was hat das alles mit unseren Erfahrungen und Prägungen zu tun? Außerdem wird klar: Konflikte zu vermeiden schafft keine Harmonie – sondern oft Distanz. Denn echte Nähe entsteht nicht dort, wo alles glatt läuft, sondern dort, wo wir lernen, mit Unterschieden umzugehen. Ein besonderer Blick gilt den sogenannten „apokalyptischen Reitern“ – Kommunikationsmustern, die Beziehungen nachhaltig schädigen können, wenn wir sie nicht erkennen. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, was in Konflikten wirklich passiert – und warum sie ein wichtiger Teil lebendiger Beziehungen sind.

  13. 88

    Jugend gestaltet Brigittenau: Stimmen vom Parlament „Word Up!“

    Luise aus der Mädchenredaktion war für euch beim Jugendparlament „Word Up!“, das am 16. April 2026 bei Backbone über die Bühne ging. Dort kommen junge Menschen zusammen, um ihre Ideen und Forderungen einzubringen – von besserer Infrastruktur und mehr Grünflächen über soziale Anliegen bis hin zu Projekten der Jugendkultur. Welche Veränderungen wünschen sich Jugendliche konkret für die Brigittenau? Wo sehen sie Verbesserungsbedarf – und wie wollen sie ihren Bezirk aktiv mitgestalten? Luise hat sich vor Ort umgehört und mit Jugendlichen gesprochen. Außerdem hat sie Stimmen aus der Erwachsenenperspektive eingefangen, darunter von Ines Garnitschnig von der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie von Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm. Herausgekommen ist ein vielstimmiger Beitrag über Mitbestimmung, Ideenreichtum und die Frage, wie junge Menschen ihre Umgebung verändern können. Links: https://www.jugendzentren.at/themen-projekte/word-up/ https://www.backbone20.at/

  14. 87

    [O-Ton] MAYDAY Wien 2026

    1600–1900 Personen beteiligen sich am 1. Mai 2026 in Wien an der MAYDAY-Parade für ein gutes Leben für alle, heuer unter dem Motto „Die Zukunft erkämpfen“. Aufnahme der Reden auf der Auftaktkundgebung am Christian-Broda-Platz und der Schlusskundgebung im Linsepark: Begrüßung und Aufruftext Initiative Sommerpakete KSV-LiLi Feminism Unlimited Wien Aktionskomitee Bildung im Mittelpunkt Bündnis „Solidarisch gegen die Bezahlkarte Niederösterreich“ – Demozug – 4lthangrund Riders Collective Zwangsräumungen verindern IG Bildende Kunst &nbsp;

  15. 86

    O94News &#8211; Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 1.5.2026

    Themen: F4F kritisiert klimaschädliche Förderungen | Was braucht Qualitätsjournalismus in Österreich? | Proteste gegen Atomkraft 40 Jahre nach Tschornobyl | Live-Interview: Mayday-Kundgebung zum 1. Mai Sendungskoordination: Stefan Resch &nbsp; F4F kritisiert klimaschädliche Förderungen Unter dem Motto „Geld für die Zukunft statt für Fossile“ riefen Fridays for Future, Global 2000 und Greenpeace am 24. April zum Protest auf. Anlässlich der laufenden Budgetverhandlungen forderten sie das Ende von Finanzspritzen für Öl und Gas. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier &nbsp; Was braucht Qualitätsjournalismus in Österreich? Qualitätsjournalismus ist ein Grundpfeiler des demokratischen Systems. Qualitätsjournalismus ist aber auch teuer und steht wirtschaftlich unter steigendem Druck. Deshalb muss sich die öffentliche Hand mit Förderungen engagiern, befanden Expert*innen bei einer Podiusmdiskussion an der Universität Wien Beitragsgestaltung: Elisabeth Judmaier und Maria Wallner &nbsp; Proteste gegen Atomkraft 40 Jahre nach Tschornobyl Am 25.April 1986 ereignete sich der bisher größte und schwerwiegendste Kernreaktorunfall der Geschichte im Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Folgen dieses Unfalls sind bis heute – 40 Jahre später – weiterhin sichtbar. Im Gedenken an dieses Unglück veranstaltete die Wiener Plattform Atomkraftfrei am 25. April 2026 eine Demonstration um auf die Gefahren der Kernenergie aufmerksam zu machen und an Bevölkerung und Politik für eine Abkehr von der Kernenergie zu appellieren. Beitragsgestaltung: Sophia Tietjen mit Aufnahmen von Elisabeth Judmaier und Maria Wallner &nbsp; Live-Interview: Mayday-Kundgebung zum 1. Mai Der erste Mai hat als Tag der Arbeit lange Tradition. Eine von mehreren Kundgebungen, die am Kampftag durch Wien ziehen ist die MAYDAY-Demonstration. Wir schalten Live zu den Organisator*innen der Demo. Interviewführung: Stefan Resch

  16. 85

    15 Jahre Freispruch im Tierschutzprozess

    Im Gespräch mit einem der Angeklagten. Am 1. Oktober 2006 begann die Ermittlung gegen die Tierschutzszene in Österreich wegen Bildung einer kriminellen Organisation. Im April 2007 wurde dafür eine SOKO Tierschutz gegründet. Am 21. Mai 2008 gabe es 23 später noch 10 martialische Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von 10 Personen mit 105 Tagen U-Haft. Im März 2010 begann der Prozess am LG Wr. Neustadt. Am 2. Mai 2011, nach 98 Prozesstagen, wurden alle Angeklagten in allen Punkten freigesprochen. Mehr Infos unter: tierschutzprozess.at

  17. 84

    Das trunkne Schiff

    Arthur Rimbaud, Das trunkne Schiff, in der Übersetzung von Theodor Däubler &nbsp; Ich bin im verschlummerten Flusse hinuntergeschwommen, Da fühlt’ ich mich plötzlich von Schiffsziehern nimmer gelenkt. Zu Zielscheiben hatten sie Rothäute heulend genommen: An Pfähle genagelt, in qualvoller Nacktheit verrenkt. &nbsp; Ich ließ alle Mannschaften hinter mir streiten, Sie führten Getreide aus Flandern und englische Baumwolle mit. Es ging, wie ich wollte, in strömende Weiten, So wie ich zu mir, dem Gelärm von Matrosen, entglitt. &nbsp; Ja ich, den Winter im Wesen, beflog das Gewoge, Stürzte mich leibhaft und taub, wie ein kindlicher Hirnbrei, Dahin über treibende Halbinseln, Höllenprologe: Ins Tohuwabohu der siegreichen Weltsudelei. &nbsp; Die Seehosen haben mein See-Sang-Erwachen gesegnet. So leicht wie ein Stöpsel betanzt’ ich die Flut, Die da heißt: „von den Leichen Ertrunkner durchregnet“. Zehn Nächte lang! Ohne ein Haschen nach äugender Glut. &nbsp; Oh, süß wie den Kindern das Fleisch ihres Apfels am Abend, So drang in die Kußschale grünliches Wasser um mich, Die Speipfützen blauten hinweg; und, im Holzgeripp schabend, Wusch mich’s vom Wein: Steuergriff, Ruder ließ ich im Stich. &nbsp; Damit aber war ich der Dichtung im Meer hingegeben: Es hat mich ein glitzerndes Sternengestöber durchzuckt: Machte mich habhaft ergrünender Bläue. Bei bleichem Erbeben Von Wellen wird oft ein Ertrunkner, der hinsinnt, verschluckt. &nbsp; Ich war, wo die Blauheiten leiserer Rhythmen, Ein bleiches Geriesel bei morgendem Rot, Dem bittersten Gären der Liebe sich widmen: Viel stärker wie Sprit, höchstes Blutaufgebot! &nbsp; Und ich weiß nun von Himmeln, die blitzend zerspringen, Von Seehosen, Ebbe vom Strom. Den Abend. Ich weiß Das Tagen, ein Schwärmen von Tauben mit glitzernden Schwingen: Gewahre was Menschen der seltenste Preis! &nbsp; Dann sah ich sie niedrig, die Sonne, wie Unterweltschrecken! Gestaffel von lila Geglüh. Und Schauspielern, gleißend beschuht, Auf sehr alten Bühnen, begegnet’ ich, fallenden Recken: Ein zitterndes Faltenspiel rollte empor aus der Flut. &nbsp; Mir träumte von Küssen, die langsam auf Wellen sich legten, Die Nächte erschienen mir grün im erstaunenden Schnee, Unsagbare Säfte, die kreisten, im Blute sich regten: Ein gelblich und blaues Erwachen wie leuchtende See. &nbsp; Den trächtigen Monaten bin ich gefolgt. Einer Horde von Kühen. Hysterischen. Auch Böen beim Ansatz zum Riff. Da ahnte ich nicht des Marienmonds Füße, die blühen. Der Ozean atmete schwer. Ein Büffel: sein Wutübergriff! &nbsp; O wüßtet ihr: kenternd gelangt’ ich auf Floridas Hügel, Wo Augen von Panthern die Blumen beblitzten; ich spürte die Haut Von Menschen. Regenbogenbespannte trugen wir Zügel. Noch unter dem Seehorizont: dort wo ein Wassergezappel erblaut. &nbsp; Die Sümpfe: ich sah sie. Unsagbare Netze. Im Schilfe erschimmelt der Urtag als Fund; Bei windstillem Wetter der Einsturz: gewitternde Hetze; Katarakthaft die Ferne beim Fall in den Schlund. &nbsp; Und Gletscher. Versilberte Sonnen. Entzündete Himmel. Gescheiterte, schrecklich in Tiefen der bläulichen Bucht. Ein riesiger Seeschlangenknoten im Wanzengewimmel, Von Bäumen durchspickt und umstunken von Sucht. &nbsp; Die goldenen Fischreisen hätt’ ich so gerne den Kindern Im Blauen gezeigt, es sang mir der Fische Geleit. Wie sollt’ ich ein Segnen von schäumenden Blumen verhindern? Sie kamen: dann trug mich ein Windschwang, zur Liebe bereit. &nbsp; Ermüdet vom Pole, der Märtyrer tropischer Zonen, Umseufzte mich süßeres Schaumesgetreib Mit gelblichen Schattenbetastern von Traumanemonen: Und da beugt sich das Knie wie ein regloses Weib. &nbsp; Besudelt vom Kote blondäugiger Vögel im Wassergezänke, Eine Halbinsel, wälzt’ ich mich, Spiel meines treibenden Bretts; Oder Ertrunkne, beim Rückwärtsruck, glitten, durch Ränke, Hinab in den Schlaf und zerzausten mein dünnes Genetz. &nbsp; So ward ich zum Wrack unterm Haar einer Klippe, Im Gischte vom Sturm in die Luft ohne Vögel gezischt. Mein Schiffsgeripp hätte, besoffen im Wogengewippe, Vom Grunde kein Monitor, Segler der Hansa gefischt. &nbsp; Frei und auch rauchend, mit lila Gewölk übersponnen, Habe ich Mauern von Himmeln aus Scharlach durchlocht, Und süßeste Labsal entquoll mir, dem Dichter geronnen, In die sich ein Blauauswurf, Sonnengealge verflocht. &nbsp; Ich lief von elektrischen Möndchen besprenkelt, geleitet Von Seepferdchen zugweis und schwarz: ich, das irrende Brett. Ein Himmelsgefetz hat der Juli sich peitschend bereitet: Durch brennenden Trichter stürzte er ab, blau ins Violett. &nbsp; Ich zitterte: dort fünfzig Meilen von mir das Gestöhne Vom brünstigen Maelstrom: Ich selber Verspinner von Blau, Das ewig unsagbar Unregsamkeit hergibt, entwöhne Mich schwer von der Brüstung Europas, dem alten Verhau! &nbsp; Ich sah der Gestirne Gemeer, habe Inseln und Himmel Für Wahnwitzerbrüche geöffnet. Hinfiebernd: gekannt. Du kommende Kraft, goldner Vögel Millionengewimmel Entschlummerst du da, in die schlundhaften Nächte verbannt? &nbsp; Ich habe unendlich geweint! Denn der Morgen bringt Grauen. Der Mond ist Verbrecher: die Sonne zu herb! In beißender Liebesluft mußte ich schaudernd erlauen: Entstünde im Kiele ein Leck: und ich wüßte, ich sterb’! &nbsp; Ersehnt ich ein Wasser Europas, so wär’ es ein Tümpel. Verdunkelt und frostig: ein Kindlein am Abend dabei! Es kauerte dort und entließe mein Schiffchen mit Wimpel, Das sauste durch Fluten so sacht wie ein Falter im Mai. &nbsp; Nicht länger ertrag’ ich euch, Wellen, Betraufer mit Trauer. Was sollen mir Baumwollenbringer, mein Kielwasserraub, Die Durchfahrt im Prunke von Fahnen und Flammen voll Schauer! Nicht schwimme ich mehr mit der Strandaugen scheelem Verlaub. &nbsp; (Vertonung aus: Radio Irreparabel / Sendereihe von Mathis Zojer)

  18. 83

    Prekär arbeiten, prekär studieren? FAKTory on air

    Für viele Studierende wird das Studium selbst zum Nebenjob: Rund 69 Prozent arbeiten nebenbei – viele davon sogar mehr als 20 Stunden pro Woche. Oft geht’s gar nicht anders, um die eigenen Lebenshaltungskosten zu decken. Gleichzeitig stehen Pflichtpraktika und erste Berufserfahrungen an – und viele wissen dabei gar nicht genau, welche Rechte sie eigentlich haben. Was müsste sich ändern, damit Studium und Arbeit besser zusammenpassen? Und wer ist dafür verantwortlich? Auf diese und andere Fragen versuchen Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Studierendenvertretung Antworten zu finden. Mit dabei: Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Selina Wienerroither, ÖH-Vorsitz Martin Unger vom Institut für Höhere Studien Jens Schneider, Rektor der TU Wien Die Diskussion wurde von der ÖH und der FAKTory organisiert und am 18.03. in der FAKTory aufgezeichnet.

  19. 82

    Papara Takes Her Tools Out &#8211; csharp minor

    Papara takes her tools out, sets the table and invites you for a dance. Every session is a unique improvised sound performance, with various instruments and vocals. Our discussions while playing, to understand where we might be heading, make up a part in the process which we cherish as much as just flowing within. Papara consists of five members: Chattip Metchanun, Daniela Kuich, Franky Daubenfeld, Marcia Schmidt and Selana Türgen. From time to time we will invite guests to play with us. This session was pre-recorded in the sound studio of the painting department one week prior to the show on Tuesday evening. Selana and Dani doing the vocals with Dani also on the guitar, Chattip on the drum machine and Marcia on the synth and thermine. Franky could not join us this time.

  20. 81

    Original audio: Genocide survivor and author Dimitrie Sissi Mukanyiligira reads in Vienna Bookstore Bibliobox

    Today Dimitrie Sissi Mukanyiligira was the special guest of the Diversity Bookstore Bibliobox in Vienna The Author of „Do Not Accept To Die“, a motivational speaker, an gender activist. She’s a Rwandan woman, wife, mother, and genocide survivor. With an MBA in Project Management and a Master of Science in Gender and Development, she’s been with the World Bank since 2005. Dimitrie’s memoir details her survival of the 1994 Genocide against Tutsi when she was 22. Today she travels the world to speak about the atrocities that happened to her and to her family.  &nbsp;

  21. 80

    Österreichs Ur- und Naturwälder in Gefahr

    Bei einer Pressekonferenz von Global 2000 am 23.4.2026 wurde ein Rechtsgutachten zu gültigen EU-Recht zum Schutz der Ur- und Naturwälder auch in Österreich vorgestellt. Angefertigt wurde das Gutachten von Cornelia Ziehm, einer Anwältin in Berlin. Dominik Linhard, der Wald-Experte von Global 2000, zeigte auf, dass Österreich beim Schutz der Ur- und Naturwälder säumig ist und der Publizist und Naturschützer Matthias Schickhofer gab einen Überblick darüber, wo es in Österreich noch solche Wälder gibt. Gestaltung der Sendung: Margit Wolfsberger Foto von Tommy auf Pixabay

  22. 79

    Graz: Tage der Afrikanischen Literaturen &#8211; 6. Ausgabe zum Nachhören

    Die 6. Tage der afrikanischen Literaturen fanden dieses Jahr am 17. und 18. April in Graz, Österreich statt. Als Fortsetzung des Vorjahresthemas „Literatur und Subversion“ beleuchtetenn wir heuer unter dem Titel „Subversion und Perspektiven“, Möglichkeiten in der Gegenwart Handlungen zu setzen um die Vision einer besseren Zukunft realisierbar zu machen. Wir haben alle Beiträge aufgenommen. Lesungen aller Autor:innen sowie Diskussionen sind ins deutsche simultan übersetzt worden. Wir wünschen Ihnen bestes Zuhören und freuen uns auf ihr Feedback. &#8211; The 6th African Literature Days took place this year on April 17th and 18th in Graz, Austria. Following last year’s theme, &#8222;Literature and Subversion&#8220;, this year’s event—titled &#8222;Subversion and Perspectives&#8220;—explored ways to take action in the present to make the vision of a better future a reality. We have recorded all the sessions. Readings by all participating authors, as well as the discussions, have been simultaneously translated into German. We hope you enjoy listening and look forward to receiving your feedback.

  23. 78

    Welttag für „Versuchstiere“

    Was ist der aktuelle Stand von Tierversuchen in Österreich? Wegen großer Geheimniskrämerei in der Tierversuchsszene ist es sehr schwer, an aussagekräftige Informationen zu kommen. Die Auskunft über Tierversuche wird in aller Regel verweigert, weil das angeblich ein Datenschutzproblem wäre. Zumindest die Gesamtzahl wurde verfügbar gemacht. Über die Hälfte der betroffenen Tiere waren laut aktuellen Zahlen Mäuse. Aber auch klassische „Nutztiere“ werden in Versuchen verwendet. Leider wurden auch auffallend viele Versuche durchgeführt, die Tiere schwer belasten &#8230;

  24. 77

    David Cuka, documentary photographer, activist, trans man from Albania

    Loneliness and strength. Queer lives are often heavy. We carry the weight of a world that judges, excludes, and calls for violence— and too often, that violence becomes real. Queer people are still being attacked and killed. But there is also another struggle—the one inside: the fight to accept ourselves, often without support, often alone. And still—we exist, we create, we speak. This episode features David Cuka, documentary photographer, activist, and trans man from Albania, and his project 999 Queer Portraits—a growing archive of queer lives, voices, and stories. This is a self-organized project, without financial support. If you can, please support this important initiative: https://gofund.me/9dd3d18a4 999 Queer Portraits — voices, faces, stories. David Cuka is a documentary photographer and activist whose work focuses on human rights, gender identity, and social justice, documenting queer and marginalized communities across different contexts. Follow the project: https://www.instagram.com/999portraits/ You can listen to this and all previous episodes at: https://cba.fro.at/podcast/zenergija Follow: FB | IG @radiozenergija &nbsp; &nbsp;

  25. 76

    [O-Ton] Demo „St. Marx für immer“ am 23.4.2026 in Wien

    Rund 400 Personen demonstrierten am 23. April 2026 in Wien, um ihre Trauer und Wut über die Räumung der Freifläche St. Marx am 9. April auf die Straße zu tragen. Solidarisch wandten sich die Demonstrant*innen auch gegen alle Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich. Nach dem Bahnhof Wien Mitte waren es rund 420 bis 430 Demonstrant*innen. Aufnahme der Auftaktkundgebung in der Viehmarktgasse bei St. Marx, der Zwischenkundgebung vor dem Bahnhof Wien Mitte und der Reden auf der Schlusskundgebung am Heldenplatz. &nbsp; Informationen über St. Marx: https://stmarx.at/ https://stmarx.wien/ https://www.igkulturwien.net/ig-kultur-wien/news/st-marx-geraeumt

  26. 75

    Emerging Fields &#8211; Dr. Advenit Makaya

    We broadcast a recording of the interview with Dr. Advenit Makaya, Senior Mechanical Engineer at the European Space Agency (ESA). The conversation took place in the frame of the course Emerging Fields in Architecture, TU Wien (WS 2025). Students were investigating current and future challenges in planning and building within a broader social, ecological and technological context. For this series, they asked researchers, creative people and experts from different disciplines and research fields about the following questions: What kind of future do we want to create? What role(s) does architecture play in this? What tools and technologies are available to us? What visions exist, and where are they leading us? What can we learn from other disciplines for a sustainable architecture? What lessons can be drawn from the past for future projects? This interview explores the relation between space technologies and architecture, mainly focusing on how innovations developed for extreme environments can influence the development of design and construction on Earth and how the future would be in space. In conversation with Dr. Makaya, the episode discusses the challenges of building in space, the role of advanced manufacturing such as 3D Printing and in-situ resource utilization and the potential transfer of these technologies to sustainable construction on our planet and forth. The discussion reflects on how research conducted for space missions can inspire new approaches to materials, fabrication and resilient design. The interview invites listeners to consider how knowledge from aerospace engineering may contribute to the future of architecture and building technologies overall. Sinan Ilker and Can Abdullahoğlu conducted the interview and produced this broadcast as part of the course Emerging Fields in Architecture at the Vienna University of Technology (TU Wien). More information about Dr. Advenit Makaya and ESA: https://www.esa.int More information about the lecture: https://www.tuwien.at/ace/news/news/metal-3d-printing-in-orbit-a-european-achievement-and-building-block-towards-manufacturing-in-space * Radio Spaceuriosity at Radio Orange 94.0 Every 2nd TUE of the month A broadcast by Sandra Häuplik-Meusburger and Verena Holzgethan http://o94.at/radio/sendereihe/spaceuriosity/ Live Stream: http://o94.at/live/ cultural broadcasting archive: https://cba.fro.at/series/spaceuriosity and on spotify

  27. 74

    &#8222;Vom Antisemitismus, der keiner sein will&#8220;

    Der Essayist und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth hat ein Buch über die Metamorphosen des neuen Antisemitismus geschrieben, in dem er identitätspolitische Diskursmoden, ideologische Verzerrungen und deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 aufs Korn nimmt. Ingo Pohn-Lauggas hat für das aka|radio mit ihm darüber gesprochen und sich vor allem für seine Kritik an der Verstrickung des postkolonialen Denkens in diesen Antisemitismus interessiert. Link zur Sendung: Vom Antisemitismus, der keiner sein will (Edition Tiamat)

  28. 73

    Keine Bücher ist auch keine Lösung

    Heute ist der Weltbuchtag und das war unser Input für die heutige Radiosendung? Was macht das Lesen mit uns? Was wird gelesen? Wer und wie schreibt man Bücher? Hört rein! Gemacht von: Rashid, Moritz und Katharina Schreibt uns gerne eine E-Mail unter: [email protected] Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen! &nbsp; Playlist / Zusatzinfo: Killer Queen von Queen, © EMI &#8211; 1975 Foo fighters von everlong, © Roswell Records &#8211; 1997 September von Earth, Wind &amp; Fire, © ARC/Columbia &#8211; 2023 Virtual Insanity von Jamiroquai, © Sony Soho Square &#8211; 1996 &nbsp; Mitschnitte: Führung Literatur Museum Österreich

  29. 72

    JULIEN COLOMBET INVITE ELISE HOFNER (LES MEDUSES DU RADEAU)

    22.04.2026 - JULIEN COLOMBET INVITE ELISE HOFNER (LES MEDUSES DU RADEAU)

  30. 71

    FEM*POWERMENT: Nur ja heißt ja

    &#8222;Nur Ja heißt Ja“ – aber was heißt das eigentlich im Alltag? Wer entscheidet, ob Zustimmung wirklich gegeben war? Und warum fühlen sich so viele Betroffene vom Recht allein gelassen? In der FAKTory ging es genau um diese Fragen: Wie wird Zustimmung rechtlich bewertet, wo stößt das System an seine Grenzen – und was würde sich durch das „Nur Ja heißt Ja“-Prinzip ändern? Die Veranstaltung brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen und machte ein komplexes Thema verständlich und zugänglich. Mit: Franziska Eckstein, Institut für Strafrecht und Kriminologie, Universität Wien Melanie Kocsan Göschl, Frauen und Gleichstellungspolitik, Arbeiterkammer Wien Maria Sagmeister, Forschungsplattform GAIN, Universität Wien Moderation: Natalia Zelewska, Fakultätsvertretung Jus Die Veranstaltung wurde am 19.03.2026 in der FAKTory aufgezeichnet.

  31. 70

    Unsere Zeitung &#8211; Nina Maron &#038; Michael Wögerer zu Gast

    Michael Wögerer und Nina Maron erzählen im Gespräch mit Margit Wolfsberger von ihrem gemeinsamen Projekt &#8222;Unsere Zeitung&#8220; und das Kunstprojekt Kunst&amp;Kante, das 2026 Frauen der Geschichte vor den Vorhang holen will. Mehr Informationen: https://www.unsere-zeitung.at/

  32. 69

    WiderstandsChronologie 21. März bis 18. April 2026

    #NoTrump #Kirchweger #Peacewave #JosephUndVictoriaSollenBleiben #AfghanistanKrieg #LobauBleibt &nbsp; Willkommen bei der WiderstandsChronologie, einem Rückblick auf ausgewählte Kundgebungen und Demonstrationen der letzten 4, 5 Wochen. &nbsp; 21. März 2026: „Hände weg von Kuba“ 260–290 Personen beteiligten sich am 21. März 2026 in Wien an einer Kuba-Solidaritätsdemonstration – für ein Ende der US-Blockade. *** 22. März 2026: Femi(ni)zid-Gedenken am Karlsplatz Rund 25 Personen versammelten sich laut Informationen von Kevin am 22. März am („ehemaligen“) Karlsplatz, um den letzten Femi(ni)ziden zu gedenken. Mit Straßenkreiden wurden Sprüche auf den Platz gemalt. In der Mitte war, umgeben von Teelichtern, ein Gedenktuch ausgelegt, das aus kleineren Tüchern zusammengenäht war, auf denen jeweils ein Femi(ni)zid seit 2025 aufgelistet war. Am 22. März wurden drei kleine Tücher dazugenäht, denn so viele Femi(ni)zide gab es seit dem letzten Gedenken schon wieder. (gekürzt) *** 26. März 2026: Keine Kundgebung gegen hohe Fahrpreise Zu einer Kundgebung gegen die hohen Fahrpreise der öffentlichen Verkehrsmittel vor der Uni Wien, zu der u. a. die ÖH aufgerufen hatte, kamen nur rund 10 Leute, darunter offenbar keine*r von den Aufrufenden. Die „Menge“ zerstreute sich nach rund einer halben Stunde. Wie ich später erfahren habe, war die Kundgebung wenige Stunden zuvor abgesagt worden. *** 28. März 2026: „Wir alle sind Minnesota“ 80–90 Personen demonstrierten am 28. März 2026 mit der Plattform für eine menschliche Asylpolitik anlässlich des internationalen Tags gegen Rassismus vom Bahnhof Ottakring stadteinwärts zum PAZ Hernalser Gürtel und zum Yppenplatz. *** 28. März 2026: „No Tyrants, No Kings, No Trump“ Gleichzeitig mit den riesigen No-Kings-No-Trump-Demonstrationen in den USA protestierten am 28. März 2026 auch in Wien rund 300 Personen am Karlsplatz gegen den US-Präsidenten und richteten ihm aus: You’re fired! [Redenausschnitt] Die Kundgebung zum Nachhören: ⇒ https://cba.media/766333 *** 1. April 2026: Demo gegen Krieg gegen Iran Rund 350 Personen demonstrierten am 1. April auf der Mariahilfer Straße gegen den Krieg gegen den #Iran, gegen Imperialismus, gegen die islamische Republik gegen Mullahs, gegen Schahs, für Selbstbestimmung der Menschen im Iran und – wenns nach Reden und Sprechchören geht – nicht zu vergessen: gegen Israel. *** 2. April 2026: Spontankundgebung gegen Baustart der Lobauautobahn Nachdem am 1. April 2026 ein erster Bagger mit Vorbereitungen für den Bau des „Lobauautobahn“-Abschnitts Groß Enzersdorf–Süßenbrunn begonnen hatte demonstrierten am 2. April um 9 Uhr in der Früh zig bis hunderte Menschen vor dem Verrkehrsministerium gegen den Bau. *** 2. April 2026: Gedenken an Ernst Kirchweger und andere Opfer rechter Gewalt 55–60 Personen gedachten am 2. April 2026 in Wien bei der Oper Ernst Kirchweger und aller anderer Opfer rechter Gewalt. Ernst Kirchweger war am 2. April 1965 an den Verletzungen gestorben, die ihm ein FPÖ/RFS-Aktivist am 31.3.1965 während einer Anti-Borodajkewycz-Demonstration zugefügt gehabt hatte. [Redenausschnitte] Aufruf: ⇒ https://gfoa.noblogs.org/post/2026/03/15/erinnern-heisst-kaempfen/ Die Kundgebung zum Nachhören: ⇒ https://cba.media/767089 *** 6. April 2026 Oster-Friedensmarsch und Peacewave-Festival Rund 250 Personen beteiligten sich am 6. April 2026 in Wien am Ostermarsch bzw. Friedensmarsch vom Schwedenplatz zum Peacewave-Festival für mehr Toleranz, Umweltschutz und Weltfrieden am Heldenplatz. Auf den Heldenplatz zum Peacewave-Festival kamen dann noch rund 100 Menschen mehr. [Redenausschnitte] *** 9. April 2026: Räumung der Freifläche St. Marx Am 9. April 2026 wurde die Freifläche St. Marx geräumt. Um 8 Uhr in der Früh standen Polizist*innen der Sondereinheit WEGA vor der Tür der auf der Freifläche aufgebauten Hütte. Aktivist*innen in der Hütte konnten diese zwar sicher verlassen, das Areal wurde daraufhin aber eingezäunt, die aufgebaute Infrastruktur wie Hütte und Turm wurde mit einem Bagger zerstört. Am Rande einer spontanen Protestkundgebung gelang es einzelnen Personen, kurzzeitig wieder auf das inzwischen eingezäunte Gelände zu gelangen. Eine habe es geschafft, bis zum Turm zu gelangen, weshalb der Bagger (vorübergehend) gestoppt worden sei, berichtete „St. Marx für alle“. Sechs oder acht Personen wurden vorläufig festgenommen. Sie wurden laut „St. Marx für alle“ am Abend oder am darauffolgenden Vormittag wieder freigelassen. *** 10. April 2026: Kundgebung gegen Abschiebung der Tiroler*innen Joseph und Victoria O. nach Nigeria Rund 500 Menschen demonstrierten am 10. April 2026 vor dem Innenministerium in der #Wien​er Herrengasse gegen die #Abschiebung der Tiroler*innen Joseph und Victoria O. nach Nigeria. [Redenausschnitte] Aufnahme der Reden auf der Kundgebung: ⇒ https://cba.media/768173 Petition „Joseph und Victoria sollen in Österreich bleiben!“: ⇒ https://mein.aufstehn.at/petitions/joseph-und-victoria-sollen-in-osterreich-bleiben *** 11. April 2026: Kundgebung gegen Luft- und Bodenangriffe des pakistanischen Militärs auf Afghanistan Rund 60 Personen – fast ausschließlich in Österreich wohnende Afghan*innen – protestierten am 11. April 2026 vor der UNO-City (Muhammad-Asad-Platz) gegen die Luft- und Bodenangriffe des pakistanischen Militärs auf Afghanistan, insbesondere auf zivile Ziele, bei denen bis jetzt schon hunderte Zivilist*innen ihr Leben verloren haben. [Redenausschnitt] Die Reden auf der Kundgebung zum Nachhören: ⇒ https://cba.media/768264 *** 18. April 2026: Antifaschistische Fahrraddemo Eine antifaschistische Fahrraddemo zog am 18. April zu Orten rechtsextremer Betätigung we beispielsweise Buden deutschnationaler Burschenschaften. *** 18. April 2026: Kundgebung gegen die Lobauautobahn in Essling Rund 500–700 Personen protestierten am 18. April 2026 im Jazzpark in Wien-Essling gegen den Bau der Lobau-Autobahn und gegen einen im kommenden Jahr drohenden Baustart für den ersten Abschnitt. [Redenausschnitte] Die Reden auf der Kundgebung zum Nachhören: ⇒ https://cba.media/769557 *** Das war die Mitte-April Ausgabe der WiderstandsChronologie. Wie immer fehlte auch diesmal wieder einiges. Mehr und vollständige Aufnahmen von Kundgebungen gibt es im Internet auf nochrichen.net  oder widerstandschronologie.wien. Auf Radio ORANGE 94.0 wird die WiderstandsChronologie an jedem dritten Montag im Monat um 20:30 ausgestrahlt. Auf Wiederhören.

  33. 68

    Schluss mit der endlosen Kopftuchdebatte / Bamileke Genozid Museum / Wiener Aktionsplan gegen Rassismus

    &gt; ZARA stellt zum ersten mal den Rassismus Report Online &gt; Eröffnung in den USA des Genozidmuseums über die Völker der Bamiléké aus Kamerun &gt; Der Wiener Aktionsplan gegen Rassismus wurde vorgestellt &gt; Schluss mit der endlosen Kopftuchdebatte &nbsp; &nbsp;

  34. 67

    Radio im besten Alter &#8211; Mittagspause &#8211; DER WIENER OHRWURM OLDIES CHOR + CAKEWALK DIMES

    Obfrau Sabine Hainzl schildert über die Entstehung und Ziele Im Mai 2025 kam es zur Gründung des Chores und die Entstehung des gleichnamigen Vereins. Natürlich wird über Termine, Proben, Altersstruktur, Chorleitung und Mitglieder in der Sendung und auch über www.wienerohrwurmoldies.at informiert. Ab ca. der hälfte der Sendung hören sie aus der neuen CD des Trios CAKEWALK DIMES z. B. &#8222;I got Rhythm&#8220; etc. und die nächsten Konzerttermine. www.cakewalk-dimes.at

  35. 66

    Alle mögen Schmetterlinge! Viel-Falter Monitoring

    &#8222;Wissen macht Leute&#8220; dreht sich heute nur zum Teil um Berghexen, Mauerfüchse und Landkärtchen, also Schmetterlingsarten in Österreich. Zu Gast ist Johannes Rüdisser von der Uni Innsbruck, der das Projekt Viel-Falter Monitoring vorstellt. Aber auch wenn die bunten Schmetterlinge verständlicherweise die Stars der Citizen Scientists sind und so bildhafte Namen wie &#8222;Faulbaum-Bläuling&#8220;, &#8222;Schachbrett&#8220; oder eben Berghexe tragen, sind die Falter für den Landschaftsökologen und Biodiversitätsforscher nur Mittel zum Zweck. Zu welchem? Das hört ihr (Achtung, cliffhanger!) im Interview. Über Indikatorarten, Probleme des Naturschutzes und wie man Vielfalt misst, darum dreht sich die fünfundvierzigste (!) Ausgabe unseres Citizen Science Podcasts. Auf der Österreichischen Citizen Science Konferenz haben wir unter anderem darüber gesprochen, wie man Schmetterlinge am besten schützt und ihr erfahrt natürlich, wie man sich an der Schmetterlingsforschung beteiligen kann! Österreich forscht-Tipp des Monats: Petra Siegele vom OEAD stellt den diesjährigen Citizen Science Award vor, an dem heuer einige Österreich forscht Projekte beteiligt sind. So etwa das Projekt Biodiversität am Friedhof, das wir mit &#8222;Wissen macht Leute&#8220; letztes Jahr auf dem Friedhof besucht haben. Die Themen &#8222;beauty bias&#8220;/charismatische Arten und Zeigerarten bzw. Indikatoren haben wir bei “Wissen macht Leute” schon häufiger aufgegriffen und sie werden uns bestimmt noch eine Weile begleiten. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald eine Sonderfolge dazu? Bis dahin verweisen wir gerne auf vergangene Sendungen, die den &#8222;Indikator-Komplex&#8220; aus verschiedenen Disziplinen gestriffen haben. Hier kann man mehr dazu aus phänologischer Perspektive erfahren. Und tierischer wird’s in unserer Sendung zu StadtWildTieren! Aktuelle Projekte, bei denen Sie mitforschen können, finden Sie auf der Website von Österreich forscht: www.citizen-science.at. Österreich forscht ist die österreichische Citizen Science Plattform, die von der BOKU University koordiniert wird. Wenn Sie Allgemeines zu Citizen Science erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unsere erste Sendung. Wir freuen uns auch über Fragen, Anregungen oder Feedback an [email protected].

  36. 65

    Erinnerungen an Christa Ludwig &#8211; Zum fünften Todestag der Sängerin

    Ein halbes Jahrhundert lang stand Christa Ludwig als eine der gefragtesten Sängerinnen auf den Bühnen und Podien dieser Welt. Die Liste der Musiker und Musikerinnen, mit denen sie zusammenarbeitete, liest sich wie das Who is Who dieser Epoche, kaum ein prominenter Name fehlt. Am 24. April 2021 verstarb sie im Alter von 93 Jahren. Drei Jahre zuvor entstand anlässlich ihres 90. Geburtstages ein Radiogespräch, das aufgrund technischer Mängel damals nicht gesendet werden konnte. Mittlerweile gibt es dank Auphonic Tools, mit deren Hilfe das Material in einen sendefähigen Zustand gebracht werden konnte. Christa Ludwig spricht über Höhen und Tiefen ihrer langen, außerordentlich erfolgreichen Laufbahn, schildert unter anderem, wie schwer ihr Lampenfieber zu schaffen machte, welches Verhältnis sie mit Luigi Nono verband und weshalb sie zuletzt kaum mehr in Konzerte oder Opern ging. Diese Sendung wurde mit Hilfe von Auphonic produziert. Playlist (Serviervorschlag): Gioacchino Rossini: Der Barbier von Sevilla &#8211; Frag ich mein beklomm&#8217;nes Herz Gioacchino Rossini: Duetto buffo di due gatti &#8211; mit Walter Berry und Gerald Moore Johann Sebastian Bach: Matthäus Passion &#8211; Erbarme Dich Georges Bizet: Carmen &#8211; Habanera (deutsch gesungen) Franz Schubert: Der Erlkönig Wolfgang Amadé Mozart: Cosi fan tutte Wolfgang Amadé Mozart: La Clemenza di Tito, &#8218;Deh per questo istante&#8216; Wolfgang Amadé Mozart: Le nozze di Figaro &#8211; Non so più cosa son Ludwig van Beethoven: Fidelio &#8211; Abscheulicher &#8230; Komm Hoffnung Gustav Mahler: Das Lied von der Erde &#8211; Finale Richard Strauss: Der Rosenkavalier &#8211; Marie Theres Richard Wagner: Siegfried &#8211; Erda Christa Ludwig: Das letzte Konzert in Wien (2003)

  37. 64

    Markus Jäger: Sein Kuss im Regen

    Markus Jägers dritter Roman erzählt die Geschichte einer unwahrscheinlichen schwulen Liebe. Benjamin, Innsbrucker, Mitte dreißig, lebt seit einigen Jahren in Wien. Dort arbeitet er als Sanitäter. Obwohl seine Eltern sich scheiden ließen, hat er eine Kindheit und Jugend erlebt, die ihm ein unerschütterliches Grundvertrauen ermöglicht haben. Im Theater lernt er eines Tages Konstantin, den Direktor des Hauses, kennen. Konstantin ist Ende vierzig und stammt aus einer Familie, in der Verdrängung dafür gesorgt hat, dass er einzig in seiner Arbeit Lebensinhalt empfindet. Als er dem lebensfrohen Tiroler begegnet, beginnt Konstantin zu erkennen, dass es nie zu spät ist, wieder Vertrauen zu fassen. Er lernt durch Benjamin, sich fallen zu lassen &#8211; in die Liebe und das Leben. Im Laufe einiger Monate kreuzen sich ihre Alltagswege und Sehnsüchte immer öfter, und beide Männer stellen fest: Auch unterschiedliche Wurzeln im Leben hindern die Liebe nicht daran, sich ihren Weg zu bahnen. Markus Jäger: Sein Kuss im Regen D 2025, 256 S., Broschur

  38. 63

    Junge Stimmen für die Zukunft

    Was bedeutet Gleichberechtigung heute – und wie sieht die Zukunft für Mädchen und junge Frauen aus? Die Schüler:innen der 3FSA und 3FSB der Islamischen Fachschule Wien wollten genau das wissen – und vor allem: ihre eigenen Stimmen hörbar machen. Im Rahmen des Fachs „Projektmanagement“ haben sie sich mit Themen wie Bildungschancen, Rollenbildern, Zukunftsvorstellungen und Frauenrechten beschäftigt. Aus intensiven Diskussionen im Klassenzimmer wurde ein Radiobeitrag, der nach draußen geht – dorthin, wo Meinungen aufeinandertreffen. Für die Sendung waren sie mit Petra Unger auf einem Stadtspaziergang zur Mädchen- und Bildungsgeschichte unterwegs und haben die Ausstellung „Alles in Arbeit“ im Dommuseum Wien besucht. Außerdem haben sie Passant:innen befragt, eigene Jingles produziert und kreative Frauenporträts gestaltet. Dabei holen sie beeindruckende Frauen aus der Geschichte ins Hier und Jetzt – darunter Johanna Dohnal, Mariette Blau, Gertrud Herzog-Hauser, Anna Boschek, Maria Tusch, Emilia Flöge, Rosa Jochmann, Brigitte Bierlein, Theresia Schlesinger und Caroline von Perin-Gradenstein. Eine vielstimmige Sendung über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Frauenrechten – und darüber, warum es wichtig ist, die eigene Stimme zu erheben. Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der OeAD-Initiative „Kultur:Bildung“ umgesetzt.

  39. 62

    [O-Ton] Kundgebung gegen die Lobauautobahn am 18.4.2026 in Essling

    Rund 500–700 Personen protestierten am 18. April 2026 im Jazzpark in Wien-Essling gegen den Bau der Lobau-Autobahn und gegen einen im kommenden Jahr drohenden Baustart für den ersten Abschnitt. 2 Dateien zur Auswahl: Aufnahme der Reden auf der Kundgebung (ohne Musik) Aufnahme der kompletten Kundgebung (mit Musik – aus urheberrechtlichen Gründen kann diese Datei nur als Stream angehört, aber nicht downgeloadet werden)

  40. 61

    Diese Stadt gehört schon längst nicht mehr uns&#8230;

    Sendungsmitschnitt: &#8222;Lobau bleibt!&#8220; und &#8222;St. Marx für alle&#8220; zu Gast bei Radio Widerhall Letzte Woche wurden in Wien 2 Großprojekte gestartet: 1) Die Vorarbeiten für die Lobau-Autobahn haben begonnen. Seit mehreren Jahrzehnten protestieren Aktivist:innen gegen dieses Vorhaben. Wir haben immer wieder berichtet. 2) Das Geländer von St. Marx für alle- nein zur Halle! wurde geräumt, es gab mehrere polizeiliche Anzeigen. Heute sprechen wir mit 2 Aktivist:innen der Initiativen über den aktuellen Stand: * Der Lobautunnel ist noch nicht genehmigt, trotzdem wird gebaut. * Die Veranstaltungshalle in St. Marx wird nicht für uns Wiener:innen gebaut. Was können wir in dieser Stadt eigentlich mitentscheiden? Wie geht der Protest weiter und wie können wir den Protest unterstützen? Infos unter: lobaubleibt.at https://stmarx.wien/ &nbsp; &nbsp;

  41. 60

    O94News &#8211; Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 17.4.2026

    Themen: Proteste gegen die droehende Abschiebung von Victoria und Joseph | GraL – Rassismussensible Lehrer*innenbildung | NGOs warnen vor Kürzungen bei internationalem Engagement | Neuer AHS-Lehrplan | Gastbeitrag: Wie geht es nach den Wahlen in Ungarn weiter? Sendungskoordination: Stefan Resch Proteste gegen die droehende Abschiebung von Victoria und Joseph Die Geschwister Victoria und Joseph sind in Tirol aufgewachsen, in die Schule gegangen und haben ihre Ausbildungen absolviert. Trotzdem droht den beiden die Abschiebung nach Nigeria, in ein Land, zu dem sie keinen Bezug mehr haben und niemanden mehr kennen. Dagegen demonstrierten in Wien rund 500 Menschen vor dem Innenministerium. Alle Reden auf der Kundgebung können unter https://cba.media/768173 nachgehört werden. Beitragsgestaltung: Franziska Knörr, mit Aufnahmen von Gerhard Kettler. &nbsp; GraL – Rassismussensible Lehrer*innenbildung Rassismus ist ein strukturelles Problem, das sich auch in der Schule niederschlägt. Lehrer*innen sollen im Zuge ihrer Ausbildung das Rüstzeug bekommen, damit umzugehen. Wie das gelingen kann erforscht die die Forschungsgruppe GraL – Kurz für Gelingensbedingungen rassismussensibler Lehrer:innenbildung. Die Gruppe von der Universität Bielefeld in Deutschland hat ihre Arbeit auch in Wien vorgestellt. Beitragsgestaltung: Michael Haderer, mit Aufnahmen der FAKtory via ViennaRec &nbsp; NGOs warnen vor Kürzungen bei internationalem Engagement Österreich plant im Zuge des Doppelbudgets 2027/28 Kürzungen bei internationalen Entwicklungsgeldern und humanitärer Hilfe. Dagegen protestiert der Dachverband „Globale Verantwortung&#8220; mit 39 heimischen NGOs. Sie warnen: Wer heute bei Krisenprävention und Entwicklungszusammenarbeit spart, bekommt die Folgekosten morgen in vielfacher Höhe zurück. Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier &nbsp; Neuer AHS-Lehrplan Ab dem Schuljahr 2027/28 soll in den Gymnasien ein neuer Lehrplan gelten. Neu dazu kommen sollen laut Bildungsminister Wiederkehr „21st century skills“ etwa ein stärkerer Fokus auf KI in der Informatik. Medien und Demokratie soll als gänzlich neues Fach eingeführt werden, dafür allerdings lebende Fremdsprachen und Latein reduziert werden. Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz, Lena Beck, Janis Steinhöfler &nbsp; Gastbeitrag: Wie geht es nach den Wahlen in Ungarn weiter? Am 12. April hat Ungarn nach 16 Jahren Viktor Orbán und seine Partei Fidesz abgewählt, Péter Magyar und die Partei Tisza werden die neue Regierung des Landes bilden. Bei aller Freude über das Wahlergebnis unter den Gegner*innen Orbáns sind noch viele Fragen offen. Unsere Kolleg*innen von Radio Corax in Halle über die Erwatungen an die neue Regierung mit Gina Böni gesprochen. Sie lebt als freie Journalistin in Budapest. Das gesamte Interview kann unter https://www.freie-radios.net/141928 nachgehört werden.

  42. 59

    Dorothea Jaburek

    17.04.2026 -

  43. 58

    Effekte der Ungarn-Wahl in ganz Europa

    Tierrechtsaktivisten diskutieren die Folgen des Regimewechsels. Die FPÖ in Österreich hat Orbans Ungarn üblicherweise als Vorbild dargestellt. Und Orban war dafür bekannt, die Zivilgesellschaft, die freien Medien möglichst einzuschränken und die Korruption geriet in Ungarn immer mehr außer Rand und Band. Außerdem war Orban sehr verbunden mit sowohl Putin als auch Trump, die ja beide offenbar geregelte demokratische Abläufe gering schätzen. Auf internationalen Tierschutzkonferenzen zeigt sich deutlich, dass es im europäischen Vergleich keine strukturierten Tierschutzinitiativen in Ungarn gibt. Der neue Ungarische Premierminister Péter Magyar mit seiner Tisza-Partei hat sich zumindest klar pro-Europäisch positioniert – auch wenn selbst seine Standpunkte im konservativen Spektrum liegen. Kann er dazu beitragen, nicht nur in Ungarn sondern sogar noch weiter in Europa demokratische Strukturen zu stärken?

  44. 57

    Ženergija Special — VBKÖ: When Archives Speak

    I feel a deep joy in archiving those who archive the archive— in holding this moment, here and now, with people who are building something for the future: memories, traces, and the enduring marks of queer-feminist artistic strength and creativity. This special Ženergija episode is dedicated to my residency project VBKÖ: When Archives Speak. A collage of voices, sounds, and moments—this show brings together fragments recorded during the opening of the renovated VBKÖ space on March 14, and the exhibition Polyphonic Archive, Entangled Voices, which you can visit until May 2, 2026. In this episode, you heard voices of visitors, artists, and collaborators—sharing thoughts, impressions, and pieces of the archive—voices that together create a living, breathing memory of that day. With deep gratitude, I would like to thank everyone who contributed—if I may have misspelled a name, please forgive me: Alma, Alisa, Julia, Helena, Ludmila, Camil, Stefanie, Oliver, Lucia, Alejandro, Anne, Guillermo, and many others who became part of this collective sound archive. Within this collage, you also heard fragments of installations by Tahereh Nourani (Archive of Futures), as well as fragments from works by Vinko Nino Jaeger, including Unter deinem Schatten and Hollenstein und Kameradinnen, engaging with the question: where are the queer people in the VBKÖ archive? A special thank you to the artists and collaborators who shared their work, thoughts, and presence in this residency: Pêdra Costa, Daniel Hill, Vinko Nino Jaeger, Eszter Katalin, Tahereh Nourani, Christina Werner, Georgia Holz, Veronika Hösch, and the VBKÖ members. Thank you to Tahereh Nourani for the beautiful jingle, to Andrej Ostroški for the design, and to the incredible team who made this show possible—Marija Jociūtė and my dear collaborator MJ from Allystreet Studios. Don’t miss their show O-Sounds 94.0 on Radio Orange. &nbsp; More info: https://cba.fro.at/podcast/zenergija Follow: FB | IG @radiozenergija #WhenArchivesSpeak #VBKOE #Ženergija #SoundArt #FeministArchives &nbsp;

  45. 56

    Atmo Berlin

    Andere Stimmen hören – 78 – Sounds aus der StaBi, von der Straße und aus dem Bus, Berlin April 2026. &nbsp; &nbsp;

  46. 55

    Einfach Kind sein, trotz Zwangsarbeit

    1927 erkrankt der deutsche Missionar Otto Fuhrmann in Namibia an Malaria. Seit Zustand verschlechtert sich, doch das nächste Spital ist Tagesmärsche entfernt. Weil kein Fahrzeug zur Verfügung steht, um ihn schneller in die Nähe eines Arztes/einer Ärztin zu bringen, stirbt er an den Folgen der Erkrankung. In diesem Moment wird die „Idee MIVA“ geboren: Missionare mit Fahrzeugen und Kommunikationseinrichtungen zu versorgen. Bis heute lebt diese Idee weiter, unter dem Namen der 1949 gegründeten Organisation MIVA. Der Zugang zu ihrer Arbeit hat sich jedoch grundlegend geändert. Heute findet sich ihr Wirken beispielsweise auf dem Marché Dantokpa in Bénin, es ist der größte Freiluftmarkt Westafrikas. Auf einer Fläche von über 20 Hektar wird dort praktisch alles gehandelt – von Lebensmitteln über Stoffe, Glühbirnen, Kosmetikartikeln, bis hin zu Nutztieren. Unter den Verkäufer*innen befinden sich auch die Vidomegons, wie sie vor Ort genannt werden; Tausende von jungen Mädchen, die von Menschenhandel betroffen sind und zu dieser Arbeit gezwungen werden. Die MIVA kooperiert mit zwei lokale Einrichtungen der Don Bosco Schwestern, um den jungen Mädchen Schutz und Hilfe zu bieten. Direkt auf dem Markt, in der Baraque S.O.S., können die Mädchen Pause machen, verschnaufen und einfach einmal Kind sein. Mit Fahrzeugen, finanziert durch Beteiligung der MIVA, werden Ausflüge organisiert und der Transport zwischen den Einrichtungen erleichtert. Davon erzählt Emilie Tavernier-Popp von der oberösterreichischen Organisation MIVA. Sie war für eine Projektreise vor Ort. Im Interview mit Radio Afrika TV erzählt Emilie, wie die Mädchen beim Aufbau eines selbstbestimmten Lebens unterstützt werden sollen und welche unerwarteten Herausforderungen die lokale Religion Voodoo für ihre Arbeit bedeutet.

  47. 54

    Zum Imperialismus des 21. Jahrhunderts, oder: Die ganz neue Weltordnung

    Gecancelt. Der Podcast „Kein Kommentar“ wurde von Radio Helsinki ab sofort aus dem Programm genommen. Der zuständige „Programmrat“ hat nämlich überlegt, ob „Kein Kommentar bei uns noch reinpasst“ und die Streichung beschlossen: „Der Hauptgrund dafür ist die Verwendung von Narrativen des Kremls.“ – Nun, dass im Zuge der Analyse eines Krieges die „Narrative“ der Kriegsparteien „verwendet“ werden, ist m.E. zwingend. Kommt halt darauf an, wie und wofür. Im folgenden Beitrag etwa sind das Narrative der Trump-Administration. Ein paar zusätzliche Bemerkungen zu den Vorwürfen und Hinweise auf Alternativen folgen am Ende. Zum Imperialismus des 21. Jahrhunderts, oder: Die ganz neue Weltordnung Eine Zwischenbilanz der ersten Schritte „Ein Präsident des Friedens zu sein, der ‘ziel- und endlose Kriege’ beendet, eine gescheiterte Politik des ‘Regimewechsels’ mit anschließendem ‘utopischem Nation-Building’ verwirft, die Rolle eines ‘Weltpolizisten’ ablehnt, der sich den ‘idealistischen’ Auftrag aufhalst, die ‘Probleme der Welt’ mit den eigenen militärischen Zerstörungspotenzen zu lösen, und sich stattdessen auf den Schutz der eigenen Heimat konzentriert – dieses Versprechen löst Trump auf vielleicht überraschende, aber auf jeden Fall eindrucksvolle Weise ein. Im Sommer 2025 lässt er ein iranisches Atomprogramm, das nicht einmal in die Nähe von Waffentauglichkeit kommen darf, mit einem massiven Bombenangriff „auslöschen“, jedenfalls dezimieren. Im Herbst verwandelt er die Karibik und den östlichen Pazifik in einen Schauplatz für einen „Open end“-Krieg gegen Drogenkuriere – jedenfalls gegen Seeleute, die es sein könnten. Zu Weihnachten schenkt er seinen christlichen Anhängern einen Raketenangriff auf eine IS-Dependance im Norden von Nigeria mit der Aussicht auf weitere Einsätze in diesem ‘besonders bedenklichen Land’. [„Dies war laut Aussage des Präsidenten in den sozialen Medien eine Vergeltungsmaßnahme für die Ermordung von Christen durch die militante Gruppe, und sie erfolgte ‘in einem Ausmaß, wie es seit vielen Jahren, ja sogar seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen wurde’. Trump erklärte: ‘Sie wollten es früher tun. Und ich sagte: Nein, lasst uns ein Weihnachtsgeschenk machen.’“ (Politico.com, 26.12.25)] Zu Beginn des neuen Jahres lässt er das venezolanische Staatsoberhaupt Nicolás Maduro in einem spektakulären Überraschungsangriff entführen und wie einen gewöhnlichen Schwerverbrecher vor ein US-Gericht zerren; die venezolanische Ölindustrie erklärt er anschließend zum US-Besitzstand und seine eigene Regierung zur weisungsbefugten Instanz über den venezo­­lanischen Staat: ‘Wir werden das Land mit einer Gruppe führen, und wir werden sicherstellen, dass es ordentlich geführt wird.’ (Trump, 3. 1. 2026) Gleich im Anschluss werden weitere Anschläge und Regierungsumstürze in Lateinamerika sowie die Annexion von Grönland angekündigt, weil Amerika das braucht und auch kann. Nachdem die iranische Führung Trumps Ultimatum, innerhalb von zwei Wochen einen ‘fairen Deal’ mit den USA zu machen, immer noch mit Verhandlungen verwechselt, die etwas anderes als die totale Kapitulation beinhalten könnten, lässt Trump den Gottesstaat personell und materiell enthaupten. Das alles haben seine angeblich kriegsmüden Anhänger wohl nicht kommen sehen. Dass Trump sie damit nur in den wenigsten Fällen aus der Bahn wirft,  zeugt freilich nicht von prinzipienlosem Gehorsam der Follower gegenüber ihrem Leader, vielmehr von der innigen Einigkeit zwischen oben und unten über die Essenz aller patriotischen Kriegsmüdigkeit. Die besteht in einem beleidigten Recht auf Erfolg in allen Gewaltaffären, die die Führung auf die Tagesordnung setzt – und zwar auf einen, der der Nation nutzt. Wobei in Amerika, der größten Kriegsmacht der Weltgeschichte, der einschlägige Erfolgsmaßstab naturgemäß etwas höher hängt: Seine Kriege – gleich welcher Größenordnung – müssen nicht nur Siege bringen, sondern die eigene erdrückende Überlegenheit demonstrieren und reproduzieren. So konventionell ist die MAGA-Bewegung also doch. Ihre Anhänger sind jedenfalls keine Fremdkörper im Land der Freien und Tapferen, eher Fundamentalisten des ‘Common Sense’ einer Supermacht, die die USA nun einmal sind.“ (https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trumps-hemisphaere) Deswegen – und offenbar nur deswegen – sind dann doch manche Fans ernstlich irritiert, sobald sich die Schlächterei im Iran etwas in die Länge zieht. Die „Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika“ vom November 2025 darf wohl als das nachgereichte Gründungsdokument der US-amerikanischen Anspruchshaltung gelten, die der Imperator als sein abgrundtief beleidigtes ebenso wie zutiefst befriedigtes Ehrgefühl nicht nur bis zum Erbrechen zur Schau stellt, sondern tatkräftig praktiziert. Weswegen er auch im Vorwort dieser Doktrin deren bereits erzielte Erfolge auflisten kann: „Im Rahmen der Operation Midnight Hammer haben wir die iranischen Anlagen zur Urananreicherung zerstört. Ich habe die in unserer Region operierenden Drogenkartelle und brutalen ausländischen Banden zu ausländischen terroristischen Organisationen erklärt. Und innerhalb von nur acht Monaten haben wir acht heftige Konflikte beigelegt – darunter zwischen Kambodscha und Thailand, Kosovo und Serbien, der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda, Pakistan und Indien, Israel und Iran, Ägypten und Äthiopien, Armenien und Aserbaidschan – und den Krieg im Gazastreifen beendet, wobei alle lebenden Geiseln zu ihren Familien zurückkehren konnten.“ (https://uncutnews.ch/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy-de.pdf) Es soll also nunmehr in einigen losen Folgen darum gehen: Der Imperialismus des 21. Jahrhunderts. Etwas abstrakt lässt sich eine Konstante amerikanischer Machtentfaltung festhalten bzw. auch dies er Erfolgsbilanz eindeutig entnehmen: Die „Konfliktbeilegung“ im Americafirst-Modus gehorcht einem durchaus traditionellen Muster, nämlich „si vis pacem, para bellum“. Konfliktbeilegung ist Unterwerfung unter amerikanische Ansprüche, andernfalls ist der Friede zu Ende. Ein paar Erinnerungen an die neuen Normalitäten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Oh wie schön ist Panama! Bis Ende 1999 war die Panamakanal-Zone US-amerikanisches Hoheitsgebiet; unter Bill Clinton wurde das Territorium der Souveränität Panamas unterstellt. Trump hält das für einen Riesenfehler, der im Grunde genommen wieder rückgängig gemacht gehört. Bislang begnügen sich die USA nach einigen unmissverständlichen Ansagen damit, wieder Truppen dort stationieren zu können, Sonderkonditionen für amerikanische Schiffe erpresst zu haben, chinesische Unternehmen vom Betrieb der Häfen auszuschließen und die Beteiligung Panamas an der chinesischen Seidenstraßen-Initiative abzusagen. Die „nationale Sicherheitsstrategie“ erläutert dazu im Abschnitt „Westliche Hemisphäre: Die Trump-Ergänzung zur Monroe-Doktrin“ folgendes: „Konkurrenten außerhalb der Hemisphäre haben große Fortschritte in unserer Hemisphäre gemacht, sowohl um uns derzeit wirtschaftlich zu benachteiligen als auch auf eine Weise, die uns in Zukunft strategisch schaden könnte. Diese Übergriffe ohne ernsthaften Widerstand zuzulassen, ist ein weiterer großer strategischer Fehler der USA in den letzten Jahrzehnten. Die Vereinigten Staaten müssen in der westlichen Hemisphäre eine herausragende Stellung einnehmen, um unsere Sicherheit und unseren Wohlstand zu gewährleisten – eine Voraussetzung, die es uns ermöglicht, uns in der Region selbstbewusst zu behaupten, wo und wann immer dies erforderlich ist. Die Bedingungen unserer Allianzen und die Bedingungen, unter denen wir jegliche Art von Hilfe leisten, müssen davon abhängig gemacht werden, dass feindliche Einflüsse von außen zurückgedrängt werden – von der Kontrolle über militärische Einrichtungen, Häfen und wichtige Infrastrukturen bis hin zum Kauf von strategischen Vermögenswerten im weitesten Sinne.“ (ebd.) Die Phase der allgemeinen „Globalisierung“ des Kapitals auf Basis des jeweiligen nationalen Egoismus, des Strebens nach dem nationalen ökonomischen Nutzen aller Beteiligten mit den bekannt unterschiedlichen Resultaten, die ist vorbei und begraben; jeder ökonomische Handel und Wandel beginnend in Lateinamerika unterliegt der US-amerikanischen Oberaufsicht und ist genehmigungspflichtig. Mit den „Konkurrenten von außerhalb“ ist natürlich in erster Linie China gemeint, aber von der Geographie her liegt auch Europa ziemlich außerhalb „unserer Hemisphäre“, nämlich derjenigen der USA. Der Riesenerfolg: Venezuela! Seit der Präsidentschaft von Hugo Chavez mit Ende der 90er Jahre ist Venezuela für die USA ein Schurkenstaat, der durch diverse Sanktionen und Boykotte zum Aufgeben erpresst werden sollte. Dessen Programm, auf Basis der Einnahmen aus dem venezolanischen Ölexport sozialstaatliche Maßnahmen zu finanzieren, um auf diese Weise und mit einigen Wirtschaftslenkungsmaßnahmen die dortigen Volksmassen überhaupt erst für eine Benutzung nach dem Vorbild von sog. „Industriestaaten“ instand zu setzen, passt nicht zu den amerikanischen Plänen für die Region. Über den Wirkungen der amerikanischen wirtschaftskriegerischen Maßnahmen ist zwar der ursprüngliche sozialpolitische Aufbruch längst Geschichte, der General Chavez und sein Nachfolger Maduro haben sich und ihr erodiertes Projekt immerhin an der Macht behaupten können. Mit der Wahl von Americafirst fiel der Beschluss, nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Die Beschuldigungen der venezolanischen Regierung sind mannigfaltig, da kann sich jede geneigte Öffentlichkeit die Rosinen herauspicken: Drogenhandel? Öldiebstahl? Autokratentum? Fehlt nur der unerlaubte Waffenbesitz … Wie auch immer, der Drogenhandel und der Öldiebstahl haben sich als die relevanten Vorwürfe herauskristallisiert, und als ebenso markant – im Vergleich mit früheren US-Interventionen – darf die Liste der Anliegen gelten, um die es dezidiert nicht geht: Es geht nicht darum, das dortige Volk zu „befreien“, und durch einen Regime-Wechsel als Übergangsphase weiterführend mit freien Wahlen und einer gelungenen Demokratie zu beglücken; kann durchaus sein, dass dergleichen irgendwann passiert, aber der leitende Zweck ist ein anderer. Die in Verhandlungen im Vorfeld durchaus angebotene diesbezügliche Kapitulationsbereitschaft des Maduro-Regimes reicht jedenfalls nicht aus: „Venezolanische Regierungsvertreter, die darauf hofften, den Konflikt ihres Landes mit den USA zu beenden, boten der Trump-Regierung in monatelangen Gesprächen eine Mehrheitsbeteiligung an Venezuelas Öl- und anderen Bodenschätzen an, wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen berichten. Das weitreichende Angebot blieb auf dem Tisch, als die Trump-Regierung die Regierung von Präsident Nicolás Maduro in Venezuela als ‘Drogenkartell’ bezeichnete, Kriegsschiffe in der Karibik zusammenzog und begann, Boote zu sprengen, die laut amerikanischen Beamten Drogen aus Venezuela transportierten. Im Rahmen eines Abkommens, das zwischen einem hochrangigen US-Beamten und den wichtigsten Beratern von Maduro diskutiert wurde, bot der venezolanische Machthaber an, alle bestehenden und zukünftigen Öl- und Goldprojekte für amerikanische Unternehmen zu öffnen, amerikanischen Unternehmen Vorzugsverträge zu gewähren, den Fluss der venezolanischen Ölexporte von China in die Vereinigten Staaten umzukehren und die Energie- und Bergbauverträge seines Landes mit chinesischen, iranischen und russischen Firmen zu kündigen.“ (Venezuela’s Maduro Offered the U.S. His Nation’s Riches to Avoid Conflict &#8211; The New York Times ) Das berichtet diese Zeitung im Oktober des vergangenen Jahres. Zur „Einsicht“, dass die Ölvorkommen und Bodenschätze in Venezuela inzwischen nur noch zu amerikanischen Konditionen zu fördern und zu vermarkten sind, hatte sich Maduro schon auf Basis des status quo ante vorgearbeitet, also der diversen US-Sanktionen, plus der realistischen Einschätzung, dass weder Russland noch China imstande oder willens seien, auch gegen die USA auf den bisherigen Beziehungen zu bestehen. Nichtsdestotrotz erhöht die US-Regierung das schon existierende Kopfgeld auf Maduro, lässt eine Flotte auffahren – immerhin zwei Flugzeugträger samt Begleitschiffen –, blockiert bzw. konfisziert einige Tanker, zerstört zunehmend kleinere Schiffe, die zu Drogentransporten ernannt werden in der Umgebung im Rahmen kleinerer kriegerischer Handlungen, und lässt schließlich Maduro selbst kidnappen und einem Gericht vorführen. Die erwähnte ohnehin vorhandene Kapitulationsbereitschaft Maduros plus Kopfgeld dürfte bei der Rekrutierung von Hilfswilligen vor Ort schon eine Rolle gespielt haben. Wer es bisher nicht gewusst hat: Auswärtige Staatsoberhäupter sind Verbrecher und werden als solche behandelt, sobald sie den USA im Wege sind. Die Übernahme Venezuelas (Trump: „We are going to run the country …“) durch die US-Regierung ist schon der ganze Regime-Wechsel, der gebraucht wird; das alte Personal kann im Großen und Ganzen weitermachen wie bisher, nur unter US-Direktiven. Die nicht nur ideologisch von außerhalb eine Zeitlang verhätschelte venezolanische Opposition – darunter eine waschechte Nobelpreisträgerin, die sich Trump förmlich zu Füßen geworfen hat – ist enttäuscht, aber, ganz ehrlich, diese Typen haben zwanzig Jahre lang in Venezuela nichts zusammengebracht, was einem Aufstand auch nur entfernt ähnlich schaut, und damit bewiesen, dass sie kein gutes Blatt in der Hand haben, genau genommen gar keines. Auch Flüchtlinge aus Venezuela, unter Joe Biden noch geduldet als menschliche Beweise für das Unrechtsregime vor Ort, sind spätestens jetzt in den USA überflüssig und also abmarschbereit. Mindestens so wichtig wie das Ergebnis im engen Sinn sind allerdings die minutiöse Vorbereitung und die exzessive Feier im Nachhinein, also „die Hebelwirkung eines gelungenen Militäreinsatzes: auf den südlichen Hinterhof, die ganze Hemisphäre, die Alliierten, die Welt. Von Anfang an macht die Trump-Regierung deutlich, dass der Nutzen des präsidentiellen Kidnappings in der nützlichen Neuausrichtung dieses Staates und dieses Stücks Ölindustrie überhaupt nicht aufgeht. Die gefeierte ‘Effizienz’ der ‘chirurgischen’ Militäroperation liegt jedenfalls nicht darin, dass diese so klein ausgefallen ist, Amerika sehr wenig Blut und Reichtum riskiert und geopfert hat. Sie liegt eben im besonders günstigen Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag: eine ‘Demonstration der militärischen Leistungsfähigkeit der USA, die dafür sorgt, dass künftig niemand uns in die Quere kommen will’ (Vance bei Fox News, 8.1.26)“. (https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trumps-hemisphaere) Grönland ist nicht vom Tisch! Beflügelt von diesem epochalen Erfolg, hat Trump sich und die Welt in Europa beim Weltwirtschaftsforum in Davos daran erinnert, dass zu „unserer Hemisphäre“ nach den Landkarten von Americafirst etwas weiter nördlich auch noch ein „Stück Eis“ gehört. Angesicht einer derartigen, lächerlichen Kleinigkeit versteht Trump die Kleinlichkeit Dänemarks bzw. Europas einfach nicht, wenn dortige Figuren daraus eine Prinzipienfrage machen wollen. Wie dem auch sei: „Ich strebe sofortige Verhandlungen über den Erwerb Grönlands durch die USA an – so, wie wir im Laufe unserer Geschichte viele andere Territorien erworben haben, so wie auch viele europäische Nationen dies getan haben. Daran ist nichts falsch. Einige verfügten einst über großen, immensen Reichtum, über riesige Gebiete überall auf der Welt. Dann haben sie den Rückzug angetreten. Jetzt sitzen sie wieder dort fest, wo sie angefangen haben.“ (Trump in Davos, 21. 1. 2026) In Europa wurde vor allem die großzügige Absage an Gewalt durch den Präsidenten registriert, ohne seine berühmte Sprunghaftigkeit zu vergessen: „Trump bekräftigte, die USA bräuchten das ‘Eigentumsrecht’ der Insel, um Grönland schützen zu können: ‘Wir können Grönland nicht auf Miete verteidigen.’ Dänemark solle den USA den ‘kleinen Gefallen’ tun und dem Verkauf zustimmen. ‘Alles was ich möchte, ist ein Stück Eis. Kalt und kaum besiedelt. … Das ist eine sehr kleine Bitte’, sagte Trump und fügte hinzu: ‘Wir haben nie um etwas gebeten und wir haben nie etwas bekommen. Wir werden wahrscheinlich auch nichts bekommen, es sei denn, ich entscheide mich, übermäßige Gewalt anzuwenden, wodurch wir, offen gesagt, nicht mehr aufzuhalten wären.’ Dies werde er aber nicht tun. ‘Ich muss keine Gewalt anwenden, ich will keine Gewalt anwenden, ich werde keine Gewalt anwenden’, sagte er.“ (Weltwirtschaftsforum in Davos: Donald Trump will &#8222;keine Gewalt&#8220; bei Übernahme Grönlands anwenden | DIE ZEIT ) Keine Gewalt, das ist schön. Weniger Beachtung fand die ausdrückliche Würdigung des guten, alten Kolonialismus als Vorbild für internationales Benehmen – „Einige – europäische Nationen – verfügten einst über großen, immensen Reichtum, über riesige Gebiete überall auf der Welt. Dann haben sie den Rückzug angetreten. Jetzt sitzen sie wieder dort fest, wo sie angefangen haben.“ Berührungsängste mit dieser Vergangenheit kennt die Mannschaft von MAGA jedenfalls nicht. Im übrigen sieht sich der Präsident mit Blick auf Grönland in keiner Weise unter Zeitdruck – denn nicht die USA sind in einer Zwangslage und haben Handlungsbedarf. Fortsetzungen zum Imperialismus des 21. Jahrhunderts werden folgen. Vor allem ist zu klären, wie sich die Kriege zum Anspruch des künftigen Friedensnobelpreisträgers verhalten, Kriege nur noch zu beenden. Als aktueller Vorgriff darf angemerkt werden, dass sich Trump gerade durch die exzessive Feier des venezolanischen Erfolgs die Latte ziemlich hoch gelegt hat. Die den aktuellen verbrecherischen, völkerrechtswidrigen Aaaangriffskrieg gegen den Iran begleitenden „kritischen“ Nörgeleien strategischer Besserwisser aus Europa – dilettantisch, planlos, chaotisch, nicht durchdacht usw. soll das Gemetzel sein, Verweise auf das Völkerrecht wurden ohnehin von Trump persönlich längst gecancelt – diese Nörgeleien sind nichts anderes als das enttäuschte Echo des genuin Trump’schen Triumphalismus, der von der maßlosen Überlegenheit der USA und von der alternativlosen Unterwerfung aller Adressaten ausgeht. Manche Kommentatoren scheinen angesichts dessen ehrlich überrascht davon, dass auch ein Trump, sogar ein Trump einen Krieg auch führen muss, um Kriegsziele zu erreichen! * Die Zensur von „Kein Kommentar“ &#8230; &#8230; soweit es des Sendebereich des „Programmrats“ von Radio Helsinki betrifft, hat eine ganz kleine Vorgeschichte, eine Mail Mitte März: „Ein:e Programmrät:in hat die Replysendung gehört, (siehe https://www.freie-radios.net/140913). Fazit: Verkehrte Weltsprech, böse Ukraine, böse EU. Russland wird nicht kritisiert. Der Begriff “Kriegswilligkeit” wird polemisch eingesetzt. Auch gewisse Quellen wie zB die putinfreundliche Weltwoche kommen nicht gut an. Wir ersuchen dich das Thema Ukrainekrieg nicht mehr zu behandeln in der Sendung.“ Gewisse Quellen kommen beim Programmrat „nicht gut an“! Das geht ja wohl gar nicht! Die diesbezüglichen Vorlieben bzw. Abneigungen des Programmrats sind doch wohl das Maß aller Dinge! Wie wäre es wenigstens mit einer Liste erlaubter Quellen? Die Frage ist ein wenig peinlich, aber ist für den Programmrat die Benutzung einer „Quelle“ wirklich gleichbedeutend damit, sich mit der Quelle zu identifizieren? Ein Beispiel. Im „Kurier“ habe ich folgendes gelesen: „Recht und Macht: Wie US-Sanktionen den IStGH und seine Richter behindern. Internationaler Strafgerichtshof: Konten und Kreditkarten gesperrt, Mailverbindung gekappt, Amazon liefert nicht mehr. Mit welch drakonischen Sanktionen die USA gegen unliebsame Richter in Europa vorgeht.“ (25.11.2025) Nun, die EU-Kommission legt ein analoges Vorgehen gegen Kritiker des Ukrainekrieges an den Tag – das habe ich halt zuerst aus der „Weltwoche“ erfahren; anschließend haben vor allem Schweizer Medien nachgezogen, weil ein Schweizer Ex-Offizier davon betroffen war, ein kurzer Suchbefehl „Sanktionen gegen Baud“ liefert bis heute keinen link auf selbsternannte hiesige „Qualitätszeitungen“, zumindest nicht auf den ersten Seiten: EU-Sanktionen gegen Schweizer Ex-Nachrichtenoffizier Jacques Baud: Die Medien berichten in einer Mischung aus Zustimmung und Warnung Da halte ich es nicht für ehrenrührig, für den Hinweis auf diese Tatsache auch die Weltwoche als Quelle anzuführen. Fällt eine solche Meldung über Sanktionen der EU gegen Dissidenten womöglich unter den beim Programmrat offenbar unerwünschten Vorwurf „böse EU“, im Programmrat-Sprech? Nun, eine Tatsache ist etwas anderes als ihre moralische Einordnung, auch wenn im Mainstream-Nachrichtenwesen die Vermischung gang und gäbe ist, und Tatsachen je nach erwünschter Moral hochgespielt oder totgeschwiegen werden. „Gut“ und „böse“ sind Kategorien der Propaganda, aber keine Kategorien der politischen Analyse. Diese Formulierungen kommen daher nicht vor; die Umkehrungen, also eventuell das Lob der guten EU oder der Ukraine, allerdings auch nicht. Da „schließt“ der oder die Programmrät:in – meiner Vermutung nach – aus der Abwesenheit des gewünschten Lobs auf das Gegenteil, also das Verdikt „böse“. Mit Verlaub – solche Plattitüden sind mir echt zu hanebüchen. „Der Begriff “Kriegswilligkeit” wird polemisch eingesetzt.“ Das ist beabsichtigt! Von einem Verbot polemischer Formulierungen war mir bisher jedenfalls nichts bekannt, auch hier wäre wohl eine vom Programmrat abgesegnete Liste erlaubter „Begriffe“ wirklich hilfreich … (In der Formulierung „Kriegstüchtigkeit“ ist das inzwischen eine Forderung an die Bürger in Deutschland!) Ich habe mich – zugegeben etwas leichtsinnig – auf eine Erinnerung verlassen: Die aktuelle selbsternannte „Koalition der Willigen“ (Großbritannien, Frankreich, Deutschland et al.) ist eine offenkundige Anlehnung an eine frühere Koalition der Kriegswilligen. Nämlich an den verbrecherischen, völkerrechtswidrigen blablabla „Angriffskrieg“ jener damaligen Koalition gegen den Irak unter George Bush junior, erfunden wurde die Bezeichnung vom damaligen US-Verteidigungsminister, weil Deutschland und Frankreich als NATO-Länder damals nicht mitmachen wollten – das bloße Mitmachen ohne Einfluss war beiden zu minder; die Ukraine und Polen hingegen wollten sich nützlich machen und waren dabei. Der Programmrat tut sich offenbar schwer, was Kritik betrifft. Eine solche erläutert nämlich, WAS an einer anderen Position moniert wird. Statt dessen regiert hier der Vergleich mit dem eigenen oder einem gerade noch tolerierten Weltbild, und moniert wird, DASS eine Abweichung vorliegt – von einer anderen Sicht der Dinge, die aber hier als Norm gelten will, gegen die verstoßen wird. Die etwas ungelenke Formulierung „verkehrte Weltsprech“ bringt das m.E. treffend zum Ausdruck. Klar, dann ist „Kein Kommentar“ halt „verkehrt“, gemessen an den Bedürfnissen des Programmrats – na und? Dass eine Kritik an Russland heutzutage quasi den Stellenwert einer Eintrittskarte hat, ohne die nichts geht, war mir auch nicht bekannt. * Wer sich selbst ein Urteil über die Kontroverse bilden will, muss sich wohl die Mühe machen und ins Material einsteigen. Wer auch weiter Polemiken jenseits des Helsinki-Programmrat-Weltbildes zur Kenntnis nehmen will, möge https://99zueins.de/ ansteuern. Ich habe auch einen account auf https://substack.com/ angelegt, werde mal schauen, was das bringt. Ein Literaturtipp für den Programmrat: Das Redaktionsstatut von Radio Helsinki (https://helsinki.at/wp-content/uploads/Redaktionsstatut_2015.pdf) und die Charta des Freien Rundfunks Österreichs. (https://helsinki.at/ueber-uns/#Charta_Freier_Rundfunk) Interessante Lektüre.

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    No More Kings

    In the rusted-out valley of Blackwood, West Virginia, the air tastes like coal dust and the future looks like a graveyard. Leo, the school’s videographer, was supposed to film the &#8222;Reclamation&#8220;—a patriotic rebirth of his hometown. But when the promise of &#8222;No More Wars&#8220; leads to a drone-strike suite in the school woodshop and a new &#8222;Special Operation&#8220; in Iran, Leo realizes he’s filming a tragedy. This is the 41-minute recovered audio log of a town that decided to stop being a &#8222;brick&#8220; and started being the storm. 00:00 – 07:00 | Chapter 1: The Copper and the Rot Leo introduces Blackwood, the most toxic town in the East. We meet the cast, hear the industrial hum of the mine, and learn why the &#8222;Sushi-Pizza&#8220; joint is the only thing worth living for. 07:01 – 15:30 | Chapter 2: The Integrity Directive The trade war shifts into high gear. Federal &#8222;Tariffs&#8220; begin to choke the town, and Mr. Sterling introduces the new &#8222;Frontier Patriot&#8220; curriculum. The school stops being a place of learning and starts being a processing plant. 15:31 – 25:00 | Chapter 3: The Persian Promise The &#8222;Special Operation&#8220; in Iran is announced. The promise of &#8222;No More Wars&#8220; is sold to the students, while Leo documents the drones moving into the woodshop and the body bags moving into the railhead. 25:01 – 33:45 | Chapter 4: The Shaving of Vince A turning point. Leo films his best friend’s draft-day haircut. The sanitized &#8222;video game&#8220; war meets the reality of a 17-year-old boy losing his identity to a machine. 33:46 – 37:00 | Chapter 5: The Glass Reclamation The revolt begins. Mary and Leo lead the students into the &#8222;Throne Room&#8220; to dismantle the drone suite. The &#8222;X&#8220; appears, and the &#8222;Interrogation of Mary&#8220; reveals the true cost of the tariffs. 37.00 – 41:00 | Chapter 6: No More Kings Leo’s final broadcast from the hills. The town goes dark, the stars come out, and the &#8222;Last Bell&#8220; tolls. A final message to the kids left behind: The camera is always rolling.

  49. 52

    Politically Correct Comedy Club: Money, Money, Money

    Drei Comedians des PCCC (Politically Correct Comedy Club) sprechen über ihre schrägsten Jobs, Alltagsgeschichten und Kindheitsträume. Kroot Juurak, Rosalinda und Denice Bourbon geben persönliche Einblicke in ihr Leben und bringen das Publikum mit vielfältigen Anekdoten rund um Alltag und Geld zum Lachen. Mit: Kroot Juurak &#8211; Künstler:in, Stand-up Comedian, (Tango)-Tänzer:in, Wien Rosalinda &#8211; Autorin, Podcasterin, Comedian, Wien Denice Bourbon &#8211; Queer-feministische Performance Künstlerin, Sängerin, Autorin, Show-Moderatorin, Kuratorin, Stand-up Comedian, Wien Die Veranstaltung “PCCC Money, money, money” hat am 12.03.2026 in der FAKTORY stattgefunden. Bearbeitet von: Selina Berger

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    Folge 31: Wer bin ich in diesem Land?

    Identität(en), Zugehörigkeit und Politische Bildung Wer gehört dazu – und wer nicht? Für viele Kinder entscheidet sich das im Schulalltag – über Sprache, Erwartungen und darüber, ob sie gehört werden. In dieser Folge sprechen wir über Identität und Zugehörigkeit im Klassenzimmer und darüber, welche Rolle Politische Bildung dabei spielt. Identität ist politisch. Und deshalb ein zentrales Thema für Politische Bildung. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft erleben viele junge Menschen Mehrfachzugehörigkeiten: Sie wachsen mit verschiedenen kulturellen Prägungen auf und bewegen sich zwischen Herkunft, Sprache und Zugehörigkeit – zu Österreich, Europa und darüber hinaus. Zugehörigkeit ist kein Gefühl, sondern eine strukturelle Frage. Und Schule ist der Ort, an dem sie täglich entschieden wird: Wo gehöre ich dazu? Welche Sprache darf ich sprechen? Und wie werde ich wahrgenommen? Gerade für Kinder mit Migrations- oder Fluchterfahrungen ist das oft mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Zu Gast in dieser Podcast-Folge sind: Catherine CARRÈ-KARLINGER – Expertin für Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und für Demokratiebildung Sina FARAHMANDNIA – Vorsitzender Vielmehr für alle! &#8211; Verein für Bildung, Wohnen und Teilhabe Kenan Dogan GÜNGOR – Soziologe, Direktor von think.difference – Kompetenz für migrationsgeprägten Wandel Ursula MAURIC – Institut für Urban Diversity Education (I:UDE), Pädagogische Hochschule Wien Arbeitsbereich: Politische Dimensionen, Bildungsnetzwerk voXmi (Bundeskoordination),Strategiegruppe Globales Lernen / Global Citizenship Education, Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG) weiterführende Informationen

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