OUT OF THE ZNÜNI-BOX  Spiel- und Lernprojekte für Kindergarten / Schule

PODCAST · education

OUT OF THE ZNÜNI-BOX Spiel- und Lernprojekte für Kindergarten / Schule

Wie sieht ein Unterricht aus, in dem Kinder mitdenken, mitplanen und mitgestalten dürfen?In diesem Podcast spricht Schulleiterin Petra Mächler mit den beiden Kindergartenlehrpersonen Ursula Flammer und Andrea Eichmüller über projektartiges Arbeiten im Zyklus 1. Die beiden bringen konkrete Beispiele aus ihrem Unterricht mit und zeigen, wie sich Spiel- und Lernprojekte lebendig und alltagsnah umsetzen lassen.Im Zentrum steht dabei ein Perspektivenwechsel: weg vom lehrpersonenzentrierten Unterricht – hin zu einer kindzentrierten Lernkultur. Eine Kultur, in der Kinder ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und in einer Umgebung lernen, die an ihren Interessen, Kompetenzen und ihrem Entwicklungsstand anknüpft.Weitere Folgen von "Out of the Znüni-Box" widmen sich Themen wie Willkommensgesprächen, Elternabende, gelingenden Übergängen oder der Präsenz der Lehrperson im Schulalltag.Out of the Znüni-Box – raus aus dem Gewohnten. Auf dem Weg zu einer Schule, die Kinder (und Eltern) s

  1. 32

    32. Neurodiversität – Anders, nicht falsch! Teil2

    Als Lehrpersonen lohnt es sich, einen genaueren Blick auf Neurodiversität zu werfen, also darauf, dass Kinder alle auf ihre eigene Art denken, lernen und reagieren. Wer das versteht, kann Verhalten viel entspannter einordnen und die Kinder passend, respektvoll und unterstützend begleiten. In dieser Folge vertiefen wir das Thema Neurodiversität und richten den Fokus auf den Schulalltag: Wie können unterschiedliche Denk-, Lern- und Wahrnehmungsweisen so berücksichtigt werden, dass möglichst viele Kinder davon profitieren? Wir sprechen darüber, warum Wissen über neurodivergente Kinder für Lehrpersonen zentral ist – und weshalb Haltung oft entscheidender ist als Methode. Denn der Unterschied zwischen „Das Kind will nicht“ und „Das Kind kann gerade nicht“ verändert den gesamten Blick auf Verhalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis von Stress- und Schutzreaktionen (Fight, Flight, Freeze, Fawn) und der Rolle der Amygdala. Wenn wir verstehen, was im Gehirn unter Belastung passiert, wird klar: Verhalten ist oft keine bewusste Entscheidung, sondern eine Reaktion auf Überforderung. Sicherheit, Beziehung und klare Strukturen sind deshalb die Grundlage für Lernen. Wir erzählen, wie der Schulalltag so gestaltet werden kann, dass er Sicherheit gibt statt Stress auszulösen: – klare Start- und Endpunkte – überschaubare Aufgaben („Mini-Missionen“) – transparente Strukturen – Sprache, die unterstützt statt beschämt – und: Bewegung als Form der Selbstregulation Unser Fazit: Ein Schulalltag, der auf neurodiverse Kinder abgestimmt ist, hilft nicht nur einzelnen, sondern allen. Wenn wir Unterschiede als normal betrachten, entsteht ein Lernumfeld, in dem Kinder sich sicher fühlen und ihr Potenzial entfalten können. Anders sein ist nicht falsch – anders ist normal. Buch: „Lily, Ben und Omid – Drei Kinder machen sich auf den Weg, ihren sicheren Ort zu finden“ Hier findest du die passenden Filme dazu und den Erklär-Film von Marianne Herzog: „Was geht in meinem Kopf ab - Psychoedukation über hirnorganische Vorgänge unter Belastung» https://www.marianneherzog.com/filme/ https://share.google/rMdvwFg61nOoZQocN https://www.youtube.com/watch?v=dWEIJrl8fSc Weiterbildung ADHS im Schulkontext: www.andersdenkenhatstil.ch

  2. 31

    31. Neurodiversität - Anders, nicht falsch! Teil1

    Marco bekommt einen Schreianfall, weil er aufräumen soll. Anna ruft im Sitzkreis ständig dazwischen. Ahmed verliert ein Spiel und wirft vor Wut einen Stuhl um. Mala verweigert jeden Auftrag. John sucht noch einen Platz, während alle anderen längst arbeiten. Kommt dir das bekannt vor? Dann bist du mitten im Thema dieser Folge. Petra spricht mit Ursula und Andrea darüber, was hinter solchen Situationen stecken kann und warum wir Verhalten oft falsch deuten, wenn wir nur auf das schauen, was sichtbar ist, nicht aber auf das, was im Gehirn passiert. Was bedeutet Neurodiversität? Neurodiversität beschreibt die Vielfalt aller Gehirne. Jeder Mensch hat: • eine eigene Art zu denken • eine eigene Art zu lernen • eine eigene Art, Reize und Gefühle wahrzunehmen Das ist Vielfalt – Vielfalt ist normal. Eine Klasse ist also nicht gleich – sie ist vielfältig. Und was heisst neurodivergent? Damit sind Kinder gemeint, deren Wahrnehmung und Informationsverarbeitung vom Durchschnitt abweichen, zum Beispiel bei ADHS, Autismus, Hochsensibilität, Hochbegabung, Lese- oder Rechenschwierigkeiten. Wichtig: Anders, nicht falsch! Ausserdem zeigt die Forschung immer deutlicher: Wir bewegen uns in Spektren, nicht in starren Schubladen. Warum ist „Das Kind will nicht“ oft ein Irrtum? Weil Verhalten ein Ausdruck von inneren Prozessen ist. Ein Kind, das: • reinruft, ist meist nicht respektlos • nicht beginnt, ist selten faul Häufig stecken Stress, Überforderung oder fehlende Regulationsmöglichkeiten dahinter. Viel besser: Das Kind kann gerade nicht. Neurodivergente Kinder brauchen Passung. Wir sprechen unter anderem über: - Motivation & Dopamin: Warum „Du solltest jetzt“ oft nicht reicht - Time Blindness: Wenn es nur „jetzt“ oder „später“ gibt - Reizfilter: Wenn alles gleichzeitig wichtig ist - Impulsivität & die „Gehirnbremse“ - Hyperaktivität als Versuch der Selbstregulation - Stimming: Warum Wippen oder Summen helfen kann - Schwierigkeiten in Empathie unter Stress – und Überempfindsamkeit bei Hochsensibilität - Emotionale Ausbrüche und geringe Frusttoleranz - Rejection Sensitivity: Kritik fühlt sich wie Ablehnung an - Masking: funktionieren nach aussen, erschöpft sein innen - Hyperfokus als riesige Stärke Stressreaktionen oder Überlebens- bzw. Schutzreaktionen des autonomen Nervensystems: Freeze, Flight, Fawn oder Fight: Wenn das Nervensystem übernimmt Freeze – Erstarren Das Kind wirkt blockiert oder wie abgeschaltet. Es sagt nichts mehr, bewegt sich kaum oder kann nicht handeln. Das Nervensystem zieht die Notbremse. Flight – Flucht Das Kind geht aus der Situation. Es zieht sich zurück, läuft weg, vermeidet oder macht nicht mehr mit. Abstand soll Sicherheit bringen. Fight – Kampf Das Kind geht in den Widerstand. Wut, Trotz, Diskussionen oder Aggression können auftreten. Kontrolle soll die Gefahr verringern. Fawn – Anpassen / Gefallen wollen Das Kind versucht, durch Harmonie sicher zu bleiben. Es beruhigt, stimmt zu, hilft, wirkt lieb und kooperativ und stellt eigene Bedürfnisse zurück. Sicherheit durch Anpassung. Neurodiversität bedeutet auch Ressourcen. Viele dieser Kinder bringen mit: • enorme Kreativität • ungewöhnliche Lösungswege • intensives Denken • grosse Ausdauer bei Interesse • feines Wahrnehmen Wenn Beziehung, Umgebung und Aufgabe passen, entstehen beeindruckende Fähigkeiten. Und dann trifft das auf Schule… • Starre Zeitstrukturen • Viele Reize • Schnelle Wechsel • Hohe Anforderungen an Selbstorganisation, Impulskontrolle und soziale Interpretation Für manche Kinder ist das täglicher Hochleistungssport. Unser Ziel dieser Folge Verstehen statt bewerten. Einordnen statt bestrafen. Unterstützen statt beschämen.

  3. 30

    30. Es wurde schon immer so gemacht – aber warum eigentlich? oder: Wenn Loslassen Entwicklung ermöglicht. Teil 2

    Dies ist der zweite Teil zu diesem Thema, weil wir gemerkt haben, dass all eure und unsere Gedanken, Erfahrungen und Beispiele nicht in eine einzige Folge passen. Vieles bewegt uns – und euch – wenn es ums Loslassen im Schulalltag geht. In der Schule halten wir an vielen Gewohnheiten fest. Nicht, weil sie helfen, sondern weil sie vertraut sind und uns Sicherheit geben. Auch in dieser Folge sprechen wir darüber, was wir loslassen können und sollten, weil es nicht mehr zeitgemäss ist, nicht mehr funktioniert oder vielleicht noch nie funktioniert hat. Loslassen ist manchmal unbequem. Aber es schafft Raum für Neues. Inspiriert durch zahlreiche Rückmeldungen aus Instagram und Facebook greifen wir konkrete Beispiele aus der Praxis auf und ergänzen sie mit unseren Erfahrungen. Themen dieser Folge u. a.: • Freispiel anders gestalten • Geburtstage feiern: Jahreszeiten-Geburtstage statt langer Einzelrituale • Elternarbeit neu gestalten • Kreissequenzen verkürzen – selbstbestimmtes Lernen stärken • Znüni neu gedacht: ein freiwilliges Bistro statt gemeinsamer Essenszeit • Warum wir auf manche Spiele, Regeln, Themen und Materialien verzichten • Lernen ohne Einheitsaufträge, Arbeitsblätter oder „Osterhasenpädagogik“ • Offene Fragen, offene Aufgaben, offene Lernwege • Beziehung, Autonomie, Relevanz und Selbstwirksamkeit als Grundlage für Lernen Manches darf bleiben. Manches darf gehen. Und manches entsteht erst, wenn wir den Mut haben, Platz zu machen. Eine Folge über das Loslassen im Schulalltag und darüber, wie dadurch neue Möglichkeiten für Lernen und Entwicklung entstehen.

  4. 29

    29. Es wurde schon immer so gemacht – aber warum eigentlich?

    Ganz ehrlich: Manche Routinen, Rituale, Inhalte und Regeln fühlen sich irgendwann einfach nicht mehr sinnvoll an. Trotzdem bleiben sie bestehen – aus Gewohnheit, aus Zeitmangel oder weil es eben „schon immer so war“. In dieser Folge sprechen wir genau über solche kleinen Alltagsdinge und Situationen im Schulalltag und nehmen sie unter die Lupe. Was darf weg? Mit euren Instagram- und Facebook-Inputs sowie Beispielen aus unserem eigenen Schulalltag schauen wir auf überholte Gewohnheiten, kleine Aha-Momente und die befreiende Erkenntnis, dass manches ohne schlechtes Gewissen aus der «Znüni-Box» fliegen darf. Diese Episode lädt ein zum Reflektieren, Schmunzeln und Weiterdenken. Denn Veränderung beginnt im Kleinen – oft genau dort, wo wir uns fragen: Macht das eigentlich noch Sinn? Hast du weitere Anregungen zum Thema? Dann schreib uns gerne auf Facebook oder Instagram «Out of the Znüni-Box». Ein zweiter Teil wird folgen. Falls du die in dieser Folge erwähnte Podcastfolge ebenfalls anhören möchtest: mal ehrlich – «Viele Ernährungs-Mythen sind Chabis». https://open.spotify.com/episode/0MzNlbPila1rX8hfWrJQkI?si=4725679a2aed44da Wir sind ein unabhängiger, selbst finanzierter Podcast. Unser Ziel ist es, die Kindergartenstufe als entscheidende Bildungsphase sichtbar zu machen, denn sie legt die Grundlagen für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Wir möchten Austausch fördern, Impulse für Veränderungen geben, unterschiedliche Perspektiven zeigen und der Kindergartenstufe die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient.

  5. 28

    28. Advent ohne Pflichtgefühl – wir wagen es!

    In vielen Kindergärten wird die Adventszeit zur Geduldsprobe – für Kinder und Lehrpersonen. Täglich lange, feierliche Rituale – die Kinder fragen sich eher: „Wann gibt’s endlich Znüni?“ statt „Feiern wir morgen wieder Advent?“ In dieser Folge sprechen wir darüber, warum es völlig in Ordnung ist, auf überlange Advents-Rituale zu verzichten (Spoiler: Es gibt kein Gesetz, das dich dazu verpflichtet!). Stattdessen bekommst du konkrete Impulse, wie du die Adventszeit lebendig und kindgerecht gestalten kannst – ohne Sitzfleisch-Marathon. Mach dich bereit für ehrliche Gedanken und praktische Tipps – für eine Adventszeit, die allen Freude macht: auch Kindern, die schnell gelangweilt sind, nicht stillsitzen können oder aktiv mitgestalten möchten. Übrigens: Der in der Folge erwähnte Kinderkochherd ist der „Heiliger Elektroherd“. Er kostet etwa CHF 360.–. In der nächsten Folge sprechen wir zum Thema: „Was hast du aus deinem Kindergarten-/Schulalltag verbannt, weil es einfach nicht mehr passt oder sich nicht mehr sinnvoll anfühlt?“

  6. 27

    27. Kartonprojekt «Unterwegs – Fortbewegung selbst gemacht» Teil3

    Im dritten und letzten Teil unserer Serie nehmen wir euch mit zum Abschluss unseres spannenden Kartonprojekts. Zum Projektende reflektierten die Kinder in ihren Projektgruppen ihre Erfahrungen: • Das ist uns gut gelungen – darauf sind wir stolz. • Das war schwierig. • Das haben wir gelernt. Ein kleines Highlight bildete die Gestaltung kurzer Stop-Motion-Filmchen: Unter der fachkundigen Begleitung des Medienverantwortlichen unserer Schule entstanden kleine, liebevoll animierte Filme. Jedes Fahrzeug wurde fotografiert, digital verkleinert und ausgeschnitten. Anhand eines selbst entwickelten Storyboards erfanden die Kinder eine kurze Geschichte und gestalteten mit der Collagentechnik das passende Hintergrundbild. So erwachten die Karton-Fahrzeuge in ihren Mini-Filmen zum Leben. Den feierlichen Abschluss bildete eine Werkschau, zu der Eltern und Geschwister eingeladen waren. Dabei präsentierten die Kinder stolz ihre Arbeiten und gaben Einblick in den Entstehungsprozess. Das Projekt erwies sich als vielfältig, handlungsorientiert und lernwirksam – eine wunderbare Möglichkeit, kreative Gestaltung, technische Neugier und sprachliche Ausdrucksfähigkeit miteinander zu verbinden.

  7. 26

    26. Kartonprojekt "Unterwegs – Fortbewegung selbst gemacht“ Teil2

    Im zweiten Teil hört ihr, wie die Kinder in den Projektgruppen ihr Fortbewegungsmittel genauer definieren und planen – indem sie es zunächst zeichnerisch festhalten. Im Schreibbüro füllen sie anschliessend gemeinsam mit der Lehrperson den Projektplan aus: Das wollen wir herstellen Dieses Material benötigen wir Dabei hilft uns Besonderes… Danach sprechen wir gemeinsam über den Umgang mit den Werkmaterialien – von Kabelbindern, Heissleim und Ahlen bis zu Malerklebeband und vielem mehr. Zusammen mit den Kindern legen wir wichtige Regeln und Abmachungen für die gemeinsame Projektarbeit fest. Und dann ist es so weit: Aus den Plänen wird Wirklichkeit – das Kartonprojekt nimmt Gestalt an.

  8. 25

    25. Kartonprojekt "Unterwegs - Fortbewegung selbst gemacht" Teil1

    In unserer neuen Folge stellen wir euch ein kreatives und praxisnahes Projekt für das letzte Quartal im Schuljahr vor: das Kartonprojekt „Unterwegs - Fortbewegung selbst gemacht“. Wir geben euch bereits jetzt einen Einblick, damit ihr genügend Zeit habt, dieses Projekt bei euch einzuplanen. Auf Facebook und Instagram unter «OUT OF THE ZNÜNIBOX» findet ihr zudem einige Bilder zu den Projektarbeiten der Kinder. Der Ablauf eines solchen Projekts kann wie gewohnt in folgenden Schritten gestaltet werden: 1. Projektidee, Projektdefinition, Problemstellung 2. Projektplanung: Einen Plan erstellen, den Verlauf visualisieren und wichtige Punkte notieren. Das Ziel ist für alle klar. Wichtig: so viel wie möglich Selbstorganisation und Eigenverantwortung zulassen. 3. Durchführung: Möglichst viele Sinne ansprechen sowie soziales und kooperatives Lernen fördern. 4. Reflexion und Feedback 5. Produkt präsentieren, reflektieren, Rückmeldungen einholen 6. Auswertung Unsere Projektidee: Jedes Kind entscheidet sich für ein Fortbewegungsmittel, das es gemeinsam mit bis zu zwei weiteren Kindern aus Karton herstellen möchte. Jede Gruppe zeichnet ihre Vorstellung des Fortbewegungsmittels auf und füllt zusammen mit der Lehrperson den Projektplan aus: Das wollen wir herstellen /Material/ Besonderheiten … In dieser Folge erzählen wir – zwei Kindergartenlehrpersonen gemeinsam mit unserer Schulleiterin –, wie wir in dieses Projekt gestartet sind und warum das Lernfeld im projektorientierten Arbeiten so vielfältig, kindgerecht und motivierend ist.

  9. 24

    24. Mehr Bewegung im Schulalltag

    Wusstest du, dass das Wort „Bewegung“ aus dem Althochdeutschen stammt und ursprünglich so viel bedeutete wie „etwas in Gang setzen“ oder „etwas verändern“? Schon damals war klar: Bewegung ist mehr als nur körperliche Aktivität – sie steht für Antrieb, Entwicklung und Veränderung. Und genau darum geht es in dieser Folge: Bewegung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Baustein für erfolgreiches Lernen und eine gesunde Entwicklung – besonders bei Kindern. Denn Körper und Geist sind keine Gegenspieler. Sie arbeiten zusammen. Wer sich bewegt, lernt besser – und bleibt dabei auch noch glücklicher. Eine häufig zitierte Faustregel aus der Pädagogik besagt: Ein Kind kann etwa so viele Minuten stillsitzen, wie sein Alter plus sechs. Das bedeutet: Ein 4-jähriges Kind: ca. 10 Minuten Ein 7-jähriges Kind: ca. 13 Minuten Ein 10-jähriges Kind: ca. 16 Minuten Diese Zeitspanne bezieht sich vor allem auf die konzentrierte Aufmerksamkeit in ruhiger Haltung, z. B. beim Zuhören im Unterricht oder beim Stillsitzen am Tisch. Danach braucht der Körper einen Reiz, einen Impuls – kurz gesagt: Bewegung, um den Geist wieder aufzuwecken. Denn Körper und Kopf gehören zusammen. Warum Bewegung in der Schule also nicht die Kür, sondern die Pflicht sein sollte – und wie wir mehr davon in den Schulalltag bringen – genau darum geht es in dieser Folge.

  10. 23

    23. Projekt "Sammelsurium- Das Museum der selbstgemachten Dinge" Teil 3

    Im dritten und letzten Teil unseres Projekts erzählen wir, wie wir «Sammelsurium – Museum» gemeinsam mit den Kindern abgeschlossen haben – natürlich mit einem ganz besonderen Museumsabend für die ganze Familie. Du erfährst: Welche Rolle die Kindergartenkinder am Abend übernehmen, wie die Veranstaltung organisiert wurde und warum projektorientiertes Arbeiten Kinder in ihrer Resilienz stärkt. Denn: Kinder werden resilient, wenn sie sich als wirksam erleben, ein positives Selbstbild entwickeln, lernen, mit Stress umzugehen und Probleme aktiv zu lösen – all das steckt in diesem Projekt! In unserem Podcast sprechen wir über unsere Museumsausstellung „Puppen“ und das Thema Hautfarbe. Weil wir es wichtig finden, dass wir uns alle mit dem Thema Diskriminierungssensibilität auseinandersetzen, haben wir hier den Text notiert, den wir auch beim Museumsabend in der Ausstellung neben den Puppen ausgelegt hatten. (Der Text stammt aus dem Buch „Gib mir mal die Hautfarbe“) Es gibt unterschiedliche Hautfarben Menschen kommen mit unterschiedlichen Hautfarben zur Welt. Nur die wenigstens von uns würden behaupten, dass nicht alle Hautfarben normal sind. Unsere Gesellschaft gibt uns jedoch viele kleine, unausgesprochene Hinweise darauf, dass nicht alle Hautfarben normal sind. Implizit verbreitet, ist der Sprachgebrauch des Wortes «hautfarben». Obwohl dieser Begriff eigentlich für viele Farben stimmen würde, wird er für helles Rosa-Beige gebraucht. So genutzt impliziert er, dass diese Farbe die «richtige» Hautfarbe ist und andere Farben das Abweichende sind. Indem wir unterschiedliche Hautfarben-Stifte zur Verfügung stellen und den Begriff «hautfarben» durch treffendere Farbbezeichnung ersetzt, können wir diesbezüglich schon viel erreichen. Ein weiteres Beispiel sind Pflaster. Manchmal sind sie durchsichtig oder weiss, für jüngere Kinder gibt es Pflaster mit Motiven darauf. Oftmals sind sie hellrosa-beige, um möglichst unauffällig auf den Wunden platziert werden zu können. Braue und dunkelbraune Pflaster werde in Europa erst seit 2021 produziert und angeboten.

  11. 22

    22. Projekt "Sammelsurium - Das Museum der selbstgemachten Dinge" Teil 2

    Im zweiten Teil unserer Reihe rund um das Projekt "Sammelsurium – Museum" tauchen wir tiefer in die Praxis ein: Warum ist das gemeinsame Ausfüllen des Projektplans ein zentraler Punkt? Wie sieht ein konkreter Projektmorgen aus? Wir sprechen über die Struktur, die Herausforderungen – und darüber, warum Projektarbeit für alle Kinder bereichernd ist.

  12. 21

    21. Projekt "Sammelsurium - Das Museum der selbstgemachten Dinge" Teil 1

    Wir planen und gestalten gemeinsam ein "Museum der selbstgemachten Dinge". Ein ideales Projekt für das vierte Quartal! In dieser Folge tauchen wir in die faszinierende Welt der Museen ein und zeigen einen möglichen Einstieg ins Thema. Wir sprechen über die Freude am Sammeln, die Bedeutung von Ausstellungen und darüber, wie wir die Ideen der Kinder aufgreifen und gemeinsam planen, damit sie ihre eigenen, einzigartigen Ausstellungsstücke gestalten können. Begleitet wird unser Projekt vom Bilderbuch „Ein Museum nur für mich“ von Emma Lewis, das uns inspirierende Impulse liefert und den Einstieg ins Thema spielerisch unterstützt.

  13. 20

    20. Gemeinsam verantworteter Unterricht - Teamteaching oder "Zäme gahts besser"

    „Ein Hoch auf den gemeinsam verantworteten Unterricht! In dieser Folge erfährst du, warum der gemeinsam verantwortete Unterricht sinnvoll, zeitgemäß und richtig ist. Wir tauchen ein in das Konzept des gemeinsam verantworteten Unterrichts, das an unserer Schule gelebt wird Zentrale Aspekte: ✅ Zusammenarbeit im Team – Unterrichtspartnerschaften und eine enge Abstimmung sorgen für starke Lehr- und Lernbeziehungen. ✅ Inklusive Schulkultur – Vielfalt wird als Stärke gesehen, Ressourcen stehen der gesamten Klasse zur Verfügung. ✅ Flexibler und kindgerechter Unterricht – Die Bedürfnisse der Schüler: innen stehen im Mittelpunkt, nicht starre Strukturen. ✅ Unterstützende Schulleitung – Sie schafft einen vertrauensvollen Rahmen und sorgt für gute Arbeitsbedingungen. Wie sieht das in der Praxis aus? Welche Herausforderungen gibt es? Und was bedeutet das für die Zukunft der Schule? All das und mehr besprechen wir in diesem Podcast. Link: Werkzeug Zusammenarbeit "Für eine starke integrative Schule" file:///C:/Users/User/Downloads/werkzeug-zusammenarbeit.pdf Auszüge aus dem Handbuch unserer Schule zum Thema «Gemeinsam verantwortet Unterricht» • Die Klassen werden mit Unterrichtspartnerschaften geführt. Der Unterricht und die Zusammenarbeit werden gemeinsam verantwortet. • Schulkultur und Unterricht, Planung, Einsatz der Ressourcen, Unterrichtszusammenarbeit, Austausch und Intervision sind wesentliche Inhalte der Zusammenarbeit. • Die Schule ist ein Ort, an welchem die Schüler:innen sowie die Lehrpersonen gerne und mit Freude leben, lernen, spielen und arbeiten. • Lernen, Spielen und Arbeiten folgen einem kindgerechten Rhythmus. Wichtiger als Zeitstrukturen sind die Bedürfnisse der Schüler:innen und die Inhalte. • Personelle Ressourcen (Fächer, DaZ, ISF, Therapien, …) werden nach Möglichkeit in der Regelklasse mit wenigen Beteiligten eingesetzt. • Wir favorisieren eine Didaktik, in der die Schüler:innen selbsttätig und zunehmend eigenverantwortlich planen, handeln, lernen und sich einschätzen können. Umgang mit Ressourcen: Geht es um Ressourcen, stehen an erster Stelle die Menschen mit ihren sozialen Fähigkeiten, ihrem Wissen und Können und ihren Erfahrungen. Im Fokus der Schule stehen starke Lehr- und Lernbeziehungen. Gelingt die Zusammenarbeit der Lehrpersonen, profitieren auch die Schüler: innen und das gesamte System. Das gelingt, wenn die Chemie der Unterrichtspartnerschaften stimmt und die Lektionen und Klassenverantwortung einer Klasse auf möglichst wenige Mitarbeitende verteilt werden. In diesem Zusammenhang ist eine horizontale Verteilung der Lektionenressourcen von grosser Bedeutung. Eine Schulische Heilpädagogin oder Heilpädagoge arbeitet idealerweise nicht in vielen verschiedenen Klassen, sondern bildet ein Team mit ein bis zwei Lehrpersonen. Die Ressourcen für IF, DaZ und ISR sind nicht exklusiv einem Kind oder einer Gruppe zugewiesen, sondern stehen der ganzen Klasse zur Verfügung. Sie stärken die Partnerschaft der Lehrenden und Lernenden und machen dadurch Inklusion in der Klasse und in der Schule möglich. Vereinbarte Zusammenarbeit Der Begriff „Gemeinsam verantworteter Unterricht“ impliziert, dass die gemeinsame Verantwortung für den Unterricht wichtiger ist, als gemeinsam im Zimmer zu stehen. Die Zusammenarbeit ist verbindlich geklärt in den Bereichen Planung, Durchführung und Evaluation des Schulalltags. Die Unterrichtssettings richten sich nach den aktuellen Bedürfnissen der Klasse und der beteiligten Lehrpersonen und folgen keinen strikten Rollenverteilungen. Die Unterrichtspartnerschaften sind von der Schulleitung achtsam geführt und begleitet. Rolle der Schulleitung:Neben dem Bereitstellen der erwähnten Zusammenarbeitsgefässe gibt die Schulleitung einen Rahmen vor, der Vertrauen schafft und auf Verbindlichkeiten basiert. Sie unterstützt die Mitarbeitenden mit einem offenen Ohr, mit einer wertschätzenden, toleranten und gelassenen Haltung und mit situativen und lösungsorientierten Hilfestellungen.

  14. 19

    19. "Das-kann-ich-Tag" Teil 2

    In diesem zweiten Teil erfährst du, wie der „Das-kann-ich-Tag“ gestaltet und umgesetzt werden kann. Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: 1️⃣ Vorstellungsrunde 2️⃣ Arbeitsphase 3️⃣ Präsentation und Reflexion Lehrmitteltipp Reflexion: „Denkbilder – mit Kindern das Lernen reflektieren“ Dieses Lehrmittel » zeigt auf, wie Lehrpersonen Kinder anleiten können, über das eigene Lernen nachzudenken und sich darüber mit anderen zu unterhalten. Die Denkbilder sind eine ideale Unterstützung, um den «Das-kann-ich-Tag» mit einer Reflexionsrunde abzuschliessen.

  15. 18

    18. "Das-kann-ich-Tag" Teil 1

    In dieser inspirierenden Projektidee erfährst du, wie jedes Kind an einem «Das-kann-ich-Tag» seine Kompetenzen in einem selbstgewählten Lernfeld gezielt erweitern kann. Das Projekt gewinnt durch Wiederholung an Tiefe und befähigt die Kinder zunehmend, sich aktiv an ihrem individuellen Lernprozess zu beteiligen. Der «Das-kann-ich-Tag» besteht aus zwei Teilen: einem Vorbereitungs- und Planungstag sowie einem Durchführungstag. Im ersten Teil dieser Folge erhältst du praktische Anleitungen, wie du den Vorbereitungs- und Planungstag gestalten kannst. ________________________________________ Kurzfassung der Vorbereitung des «Das-kann-ich-Tags»: Die Lehrperson bespricht mit jedem Kind individuell folgende Fragen: • Was möchtest du lernen? Was ist dein Ziel? Gemeinsam wird auf einem persönlichen Portfolioblatt festgehalten: • Das möchte ich lernen: • Dazu benötige ich folgendes Material: • Dabei hilft mir: • So möchte ich es lernen: ________________________________________ Überfachliche Kompetenzen: Die Kinder lernen: • Ziele für Aufgaben und Problemlösungen zu setzen sowie Umsetzungsschritte zu planen. • Lern- und Arbeitsprozesse durchzuführen, zu dokumentieren und zu reflektieren. • Unterstützung und Hilfe einzuholen, wenn nötig. • Einen Arbeitsplatz einzurichten und das eigene Lernen zu organisieren. ________________________________________ Förderung zentraler Lernaspekte: • Lernen mit Zielen • Eigenverantwortliches Lernen • Partizipation • Reflexion über das eigene Lernen ________________________________________ Das Kind entwickelt: • Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen. • Eigenständig Lernprozesse zu gestalten. • Effektive Lernstrategien zu entwickeln.

  16. 17

    17. Lernstrategien im Zyklus 1 – Sinnvoll oder unnötig?

    Brauchen Kinder im Zyklus 1 wirklich Lernstrategien? Ja, unbedingt! In dieser Episode erfährst du, warum Lernstrategien nicht nur für den Erwerb von Fachwissen, sondern auch für die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen (Life Skills) wie Problemlösen, Kreativität und Durchhaltevermögen bedeutend sind. Eine denkanregende Folge für alle, die Kinder im „Spielen-ist-Lernen“-Alter begleiten! Praktische Tipps: Wie können Lernstrategien gefördert werden? Mit Kindern bewusst über das Lernen und ihre Lernstrategien ins Gespräch kommen. Dem freien Spielen viel Raum geben. Der zentrale Lernmodus von Kindern im Zyklus1 ist das beiläufige Lernen. Kinder in diesem Alter erleben Spielen und Lernen als Einheit. Ab ca. 5 Jahren geht das beiläufige Lernen langsam in ein bewusstes Lernen über. Das Spiel bleibt dabei bis zum achten Altersjahr die zentrale Form des Lernens. Kindliche Neugierde wertschätzen und fördern: Bestehende Neugier bewahren oder gezielt aufbauen. Vielfältige Lern- und Denkwege bestärken: Kinder zu kreativen Lösungen ermutigen. Mut zu ungewöhnlichen Fragen fördern: Neue Ideen und originelle Ansätze wertschätzen. Durchhaltewillen und Ausdauer stärken: Beharrlichkeit loben und gezielt unterstützen. Sorgfalt fördern: Achtsamkeit im Umgang mit Menschen und Materialien betonen. Üben als positiven Prozess erleben: Erfolgserlebnisse durch Wiederholungen sichtbar machen. Leistungen wertschätzen: Außergewöhnliche Erfolge loben, aber auch kleine Fortschritte anerkennen. Fehler als Lernchancen begreifen: Den Mut zu Fehlern, Experimentierfreude und Risikobereitschaft fördern. Entdeckendes Lernen ermöglichen: Raum für Erkundung und eigenständiges Lernen schaffen. Offene, interessante Aufgaben stellen: Spannende Fragestellungen entwickeln, die zum Nachdenken anregen. Ein positives Lernklima schaffen: Kinder ermutigen, stolz auf ihre Leistungen und Bemühungen zu sein. Flow-Erlebnisse ermöglichen: Momente schaffen, in denen Kinder vollkommen in ihre Aufgaben eintauchen können – das Gegenteil von Langeweile und Unterforderung. Kreativität fördern: Gelegenheiten für kreativen Ausdruck schaffen, z. B. verbal, körperlich oder zeichnerisch. Eigenständiges Lernen unterstützen: Kinder Unterrichtssequenzen selbst gestalten lassen. Humor und Toleranz zeigen: Eine positive und entspannte Lernatmosphäre schaffen. Kooperatives Lernen fördern: Gemeinsam Lösungen finden und voneinander lernen. Model-Lernen nutzen: Vorbilder schaffen, an denen Kinder sich orientieren können.

  17. 16

    16. Projekt Weihnachtsgeschenke

    Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, und wie jedes Jahr fragst du dich vielleicht: Welche Weihnachtsgeschenke kann ich mit den Kindern für ihre Eltern basteln? Wie lässt sich aus dieser Frage ein spannendes Klassenprojekt gestalten? In dieser Podcast-Folge erhältst du konkrete Ideen und Anregungen für das Projekt «Individuelle Weihnachtsgeschenke». Dieses Projekt ist kein gewöhnliches Vorhaben – es ist eine „Out-of-the-Box“- Idee für «Menschen mit Klasse😉», die ihren Kindern mehr Raum zum Mitdenken und Mitplanen geben möchten. Der Ablauf des Projekts umfasst folgende Schritte (Allgemeine Umschreibung eines Projekts) - Projektidee und Definition der Fragestellung - Projektplanung: Einen Plan erstellen, den Verlauf visualisieren, wichtige Punkte notieren – das Ziel ist klar - Durchführung: Soziales und kooperatives Lernen - Reflexionsphasen - Präsentation des Produkts, Reflexion und Feedback Unter anderem werden in diesem Projekt diese Bereiche gefördert (Entwicklungsorientierte Zugänge, Lehrplan 21) Motorik: Die Kinder erweitern ihre feinmotorischen Fertigkeiten Wahrnehmung: Über die Wahrnehmung treten Kinder mit sich selbst und ihrer Lebenswelt in Kontakt. Die Kinder • lernen, Wahrnehmungen zu beschreiben und zu vergleichen; • fokussieren ihre Aufmerksamkeit und üben das genaue Beobachten. Zeitliche Orientierung: Die Kinder • feiern markante Punkte im Jahreslauf (Geburtstage und andere Feste); • denken Handlungsabfolgen aus, führen sie durch und reflektieren sie; • schätzen und messen die Zeitdauer von Handlungen. Fantasie und Kreativität: Die Kinder können • wahrgenommene Dinge neu denken und weiterentwickeln. Lernen und Reflexion: Die Kinder erweitern ihre reflexiven Fähigkeiten unter anderem dadurch, dass sie ... • über sachbezogene und soziale Tätigkeiten und Ziele nachdenken; • ihr Tun und Lernen planen und ihre Aufmerksamkeit auf das Erreichen von Zielen richten; • verschiedene Darstellungen eines Lerninhaltes oder Vorgehens besprechen. Sprache und Kommunikation: Die Kinder • erklären und begründen, beschreiben und präsentieren; • erweitern ihren Wortschatz und bauen ihre Ausdrucksmöglichkeiten aus. Eigenständigkeit und soziales Handeln: Die Kinder • entwickeln Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und können diese einschätzen; • übernehmen zunehmend die Verantwortung für das eigene Handeln; • lernen, Überlegungen von andern in das eigene Denken einzubeziehen (Perspektivenübernahme); • erweitern ihre Frustrationstoleranz.

  18. 15

    15. Übergang – Willkommensgespräche – Sind Elternabende noch zeitgemäss? Teil 2

    In dieser Folge werfen wir einen Blick darauf, warum es sinnvoll ist, Willkommensgespräche in den ersten Schulwochen anzubieten und fragen: Sind Elternabende eigentlich noch zeitgemäß? Wir stellen den Versuch vor, Willkommensgespräche anstelle eines klassischen Elternabends zu führen. Was sind die Vorteile und die möglichen Nachteile dieser Methode? Ablauf eines Willkommensgesprächs (statt Elternabend). Dauer: 1 Stunde pro Elternpaar. - Begrüssung - Vorstellung: Wir Lehrpersonen stellen uns kurz vor, falls wir den Eltern nicht schon bekannt sind. - Einblick in unsere pädagogische Arbeit: Was zeichnet für uns eine gute Schule bzw. ein guter Kindergarten aus? Was ist und wichtig? Welche Schwerpunkte setzen wir? Woran arbeiten wir gerade? - Allgemeine Informationen zum Kindergarten-/Schulalltag. Diese Infos werden individuell auf das jeweilige Elternpaar abgestimmt. (Erstes oder drittes Kind😊) - Übergang zum Kind: Wir haben von jedem Kind eine kurze Aufnahme mit dem iPad gemacht, in der es auf die Frage „Was möchtest du deinen Eltern gerne zeigen?“ antwortet. Diese Aufnahme wird gezeigt. - Die Eltern erzählen von ihrem Kind: Wie ist das Kind gestartet? Erzählt es vom Kindergartenalltag? Was spielt das Kind zuhause gerne? Hat es spezielle Interessen? Welche Informationen sind sonst noch wichtig? Wir ergänzen das Gespräch mit unseren Beobachtungen und Einschätzungen. (Unterlagen „Überfachliche Kompetenzen“) und lassen Aussagen aus den Coaching-Gesprächen mit dem Kind (sogenannte "Schildchrötli-Gspräche") einfließen. Mehr dazu findest du in diesem Video: Coaching-Gespräche mit Kindern – „Rendezvous Elementarbildung“ (Folge 32) https://www.youtube.com/watch?v=1MSA9ScWrTw - Schlussteil: Welche Wünsche und Anliegen haben die Eltern an die Schule? Diese werden auf Karten notiert und in der Garderobe aufgehängt.

  19. 14

    14. Übergang Elternhaus-Schule: Herausforderung und Lerngelegenheit

    Freust du dich auf den Kindergarten? In dieser Podcastfolge sprechen die Schulleiterin Petra Mächler und die Lehrerinnen Ursula Flammer und Andrea Eichmüller über das Thema "Übergänge/Transitionen". Welche Erwartungen und Herausforderungen bringen Übergänge mit sich? Welche Lerngelegenheiten bieten sich? Und welche Faktoren begünstigen einen erfolgreichen Start ins Schulsystem? In verschiedenen Studien zur frühkindlichen Bildungsforschung zeigt sich, dass ein guter Übergang in den Kindergarten für den Schulerfolg zentral ist und ein Scheitern das Gegenteil befürchten lässt. Der Eintritt in den Kindergarten ist nicht nur individuell, sondern auch systemisch von großer Bedeutung. Übergänge sind prägende Erlebnisse – für das Kind, die Eltern und die Lehrpersonen. Sie erfordern viel Energie und sind nicht darauf ausgelegt, möglichst reibungslos zu verlaufen. Vielmehr bieten sie wertvolle Lernmöglichkeiten und unterstützen das Kind dabei, wichtige Kompetenzen zur Bewältigung von Übergängen zu entwickeln. Eltern zu sensibilisieren, ihnen Ängste zu nehmen und ihnen zu vermitteln, dass sie gemeinsam mit ihrem Kind diese Herausforderung meistern können, ist von großer Bedeutung. Der Stolz, den die Kinder nach einer gelungenen Ablösung empfinden, ist eine wichtige Erfahrung, die sie ein Leben lang begleiten wird. Mehr dazu hörst du in dieser Podcastfolge. Zusätzliche Informationen findest du auf unserer Facebook-Seite. https://www.facebook.com/groups/370211172052510

  20. 13

    13. «Kind-der-Woche» und «Positives Feedback»

    Wie kann mit dem Ritual «Kind-der-Woche» das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt werden? Warum erhöhen positive Feedbacks die soziale Akzeptanz unter Kindern? Petra, Ursula und Andrea unterhalten sich über die Vorteile der positiven Feedbacks im Schulalltag. Kleiner Aufwand – grosse Wirkung 😊. «Kind-der-Woche»: Das Selbstwertgefühl der Kinder wird durch das Ritual „Kind der Woche“ (KdW) gefördert. Das KdW erhält während einer Schulwoche besondere Aufgaben und Privilegien und leistet auf diese Weise einen besonderen Beitrag. Gleichzeitig schenken ihm die Lehrpersonen und Mitschüler:innen besondere Aufmerksamkeit. Am Ende der Woche erhält das Kind von den anderen Kindern und von der Lehrperson Komplimente - eine «Warmen Dusche» und erfährt so, dass seine Fähigkeiten wahrgenommen werden und es geschätzt wird. Positives Feedback erhöht die soziale Akzeptanz unter Kindern: Gute Beziehungen zu Gleichaltrigen sind wichtig für die schulische und psychosoziale Entwicklung von Schülerinnen und Schülern. Lehrpersonen können die Qualität dieser Beziehungen beeinflussen, wie Studien zeigen. Die Kinder stützen sich bei der Wahl ihrer Gspändli nämlich darauf, wie gut sich das Kind mit der Lehrperson versteht. Der Fachbegriff dafür lautet «soziale Referenzierung». Dies bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler eher diejenigen Gleichaltrigen bevorzugen, von denen sie annehmen, dass sie eine positive Beziehung zur Lehrperson haben. Kinder, deren Beziehung zur Lehrperson als konfliktreich wahrgenommen wird, werden eher gemieden. Mehr dazu unter: https://www.bildungschweiz.ch/detail/positives-feedback-erhoeht-die-soziale-akzeptanz-unter-kindern

  21. 12

    12. Jahreszeitengeburtstag - Ein Mini-Projekt

    Jahreszeiten-Geburtstage als Mini-Projekt: In dieser Episode tauchen wir in das Konzept der Jahreszeiten-Geburtstage ein. Wie kann dieses Mini-Projekt gemeinsam mit den jeweiligen Geburtstagskindern gestaltet und umgesetzt werden? Ursula und Andrea teilen ihre Erfahrungen und geben praktische Tipps zur partizipativen Planung und Durchführung von Jahreszeiten-Geburtstagen.

  22. 11

    11. In Kursen lernen -Mitenand und vonenand lerne - Teil 3

    Im dritten und letzten Teil des Projekts "In Kursen lernen – Mitenand und voneinander lerne" teilen Ursula und Andrea ihre Erfahrungen damit, wie sie Feedback in den Kursablauf integrieren und dadurch für die Kinder Zeit und Raum schaffen, um über ihr Lernen nachzudenken und ihre Gedanken zu formulieren. Sie berichten sowohl vom Gelingen als auch von den Stolpersteinen. Abschließend zeigen sie, wie das Projekt mit der feierlichen Übergabe eines persönlichen "Kurs-Buchs" abgeschlossen werden kann. Wie gewohnt, führt Schulleiterin Petra Mächler kompetent durch den Austausch. Eine Zusammenfassung sowie weitere Materialien zu dieser Projektidee findest du auf der Facebookseite: https://www.facebook.com/groups/370211172052510/

  23. 10

    10. In Kursen lernen - Mitenand und vonenand lerne - Teil 2

    Kinder brauchen einen Schulalltag, den sie mitgestalten können. Solche Übungsfelder tragen dazu bei, dass sie zu eigenständig denkenden und handelnden Persönlichkeiten heranwachsen. Mit der Projektidee von Sibylle Raimann "In Kursen lernen – miteinander und voneinander lernen" können die Kinder den Unterricht mitgestalten und ihr Wissen einbringen. Oft sind die Kinder Expert:innen in gewissen Themen und geben ihr Wissen und Können gerne weiter. Ursula und Andrea befragen die Kinder, zu welchem Thema sie einen Kurs geben möchten. Du hörst in diesem zweiten Teil, wie sie mit den Kindern einen Kurstag vorbereiten und gestalten. Viel Inspiration beim Reinhören.

  24. 9

    9. In Kursen lernen - Mitenand und vonenand lerne - Teil 1

    Wie kannst das Lernen spielerisch zum Thema gemacht werden? In ihrem Lehrmittel „Mit Kindern im Dialog“ stellt Sibylle Raimann unter anderem das ansprechende Projekt „In Kursen lernen – Kinder geben Kurse“ vor. Ursula und Andrea setzen diese tolle Idee mit ihren Kindergartenklassen um und erzählen in diesem ersten Teil, wie sie mit dem Thema gestartet sind.

  25. 8

    8. Präsenz

    «Die Kraft der Präsenz - Warum sie im Schulalltag mehr bedeutet als bloße Anwesenheit» Willkommen in dieser Podcast-Folge, in der wir uns eingehend mit dem Thema "Präsenz im Schulalltag" beschäftigen und dabei entdecken, warum Präsenz weit über die einfache physische Anwesenheit hinausgeht. Warum sind Präsenz und zwischenmenschliche Beziehungen so entscheidend für den Lernerfolg unserer Kinder? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Präsenz und der "Neuen Autorität"? Und wie kannst du deine Präsenz mithilfe der "Marte Meo"-Methode gezielt verbessern? Wir laden dich herzlich dazu ein, in diese Episode reinzuhören. Wir freuen uns, wenn du uns deine Gedanken mitteilst auf Instagram «out_of_the_znuenibox» oder auf unserer Facebookseite.

  26. 7

    7. Zäme zum Ziel - Teil 2

    Gemeinsam wurde der erste «Zäme zum Ziel»-Anlass geplant. Wie genau gestaltet sich nun die Durchführung? Wie reflektieren die Lehrpersonen mit den Kindern, ob und wie das Ziel erreicht worden ist? Wie werden die einzelnen Projekte abgeschlossen? Dies und einiges mehr hörst du in dieser Folge. Einige Unterlage und Impressionen passend zu diesem Projekt findest du auf unserer Facebookseite «Out of the Znüni-Box» https://www.facebook.com/groups/370211172052510/permalink/370243752049252/

  27. 6

    6. Zäme zum Ziel - Teil 1

    Petra Mächler und Andrea Eichmüller präsentieren in dieser Folge den Einstieg in das von Andrea mehrmals erprobte Spiel- und Lernprojekt "Zäme zum Ziel". In diesem Projekt werden kindergerecht und spielerisch die überfachlichen Sozialkompetenzen, wie Dialog- und Kooperationsfähigkeit – das Austauschen und Zusammenarbeiten mit anderen Menschen – geübt und gestärkt. Ein Projekt, das den unterschiedlichen Entwicklungsständen und Fähigkeiten der Kinder durch kooperatives Arbeiten gerecht wird.

  28. 5

    5. Praktische Grundlagen für Projektorientiertes Arbeiten: Ablauf-Ziele-Inhalt

    In dieser Folge unterhalten sich Petra, Ursula und Andrea vertieft zum Thema "Projektarbeit- Projektorientiertes Arbeiten". Wie sieht ein Projekt-Ablauf aus? Was zeichnet projektartiges Arbeiten aus? Welche Kompetenzen werden gefördert und gestärkt? Projektbasiertes Lernen ist pädagogische Arbeit, die «zu denken gibt» (nachdenken, ausprobieren, Fehler analysieren und korrigieren, Vorwissen aktivieren und nutzen...) Ablauf Projektarbeit: 1. Projektidee/Projektdefinition/Problemstellung (durch Lehrpersonen oder Kinder) 2. Gemeinsam vorbereiten und planen 3. Durchführen, reflektieren, Feedback geben 4. Präsentieren und abschliessen 5. Auswerten

  29. 4

    4. Wunsch-Lernorte/Wunsch-Atelier Teil 4

    Im letzten Teil der Folge «Wunsch-Lernorte» werden folgende Punkte beleuchtet: Wie kann ein Wunsch-Lernort-Morgen ablaufen? Wie ist der Wunsch-Atelier-Morgen von Ursula gestaltet? Wie sieht die Start-, Schluss- und Reflexionsphase aus? Welche Herausforderungen entstehen und welche Überlegungen und Planungen lassen das Projekt gelingen? Die beiden Lehrpersonen Ursula Flammer und Andrea Eichmüller unterhalten sich mit ihrer Schulleiterin Petra Mächler über ihre Erfahrungen mit dem Projekt «Wunsch-Lernorte/Wunsch-Atelier» Auf der Facebookseite «Out oft the Znüni-Box» sind einige zum Projekt passende Unterlagen zu finden. https://www.facebook.com/groups/370211172052510/permalink/370243752049252/ Hier ein allgemeiner Ablauf für den Aufbau eines Projekts: 1. Projektidee. 2. Gemeinsam vorbereiten, planen. 3. Durchführen, reflektieren. 4. Abschliessen und auswerten. Projektorientiertes Arbeiten heisst: Wir erarbeiten gemeinsam eine Aktivität, in dem die Kinder möglichst selbsttätig, eigenverantwortlich und spielerisch lernen. (Mitdenken – mitgestalten – mitfühlen - gemeinsam Lernziele formulieren - Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen - ihre Stärken und Interessen stehen im Fokus - individuelle Lernprozesse - gemeinsam evaluieren)

  30. 3

    3. Wunsch-Lernorte/Wunsch-Atelier Teil 3

    Bevor ein partizipativ entstehendes Projekt starten kann, braucht es viele Kinderköpfe, die mitdenken (und sie denken gerne mit). Gemeinsam werden Detailfragen geklärt: Wie sollen die Wunsch-Lernorte/Wunsch-Ateliers bespielt und bearbeitet werden? Welche Abmachungen und Regeln sind wichtig, damit sich alle wohlfühlen und freudvoll lernen können? Welche überfachlichen Kompetenzen werden wo geübt? Petra, Ursula und Andrea nehmen euch mit in die nächste spannende Phase des Projekts. Auf der Facebookseite «Out oft the Znüni-Box» findet ihr einige zum Projekt passende Unterlagen: https://www.facebook.com/groups/370211172052510/permalink/370243752049252/

  31. 2

    2. Wunsch-Lernorte/Wunsch-Atelier Teil 2

    Zum Projektstart sammelten die Kinder Ideen für ihre Wunsch-Lernorte/Wunsch-Ateliers. Wie geht es nun weiter? Welche Lernorte werden ausgewählt? Können alle Wünsche der Kinder berücksichtigt werden? Ursula und Andrea erzählen von der nächsten Projektphase.

  32. 1

    1. Wunsch-Lernorte/Wunsch-Atelier Teil 1

    Kinder im Zyklus 1 weisen eine große Vielfalt an Interessen, Fähigkeiten und Entwicklungsständen auf. Wie können wir einen Schulalltag gestalten, der diesen Unterschieden gerecht wird? Eine Antwort darauf kann sein: Die Stärken und Interessen der Kinder ins Zentrum stellen. Genau dieser Ansatz steht im Lern- und Spielprojekt «Wunsch-Lernort/Wunsch-Atelier» im Mittelpunkt. Die beiden Lehrpersonen stellen in den ersten Podcastfolgen vor, wie sie dieses spannende Projekt in Kooperation mit den Kindern planen, durchführen und abschliessen. In der ersten Folge erzählen Ursula und Andrea wie sie in das Projekt «Wunsch-Lernort/Wunsch-Atelier» eingestiegen sind und beschreiben, wie freudig und motiviert die Kinder gemeinsam mit den Lehrerinnen auf den Weg gingen. Das Projekt ist ein gutes Beispiel für folgende Aussage aus dem «8-Schritt-Model - kompetenzorientiertes Lernen im Zyklus 1»: Lernprozesse bei Kindern sind dann besonders effektiv und nachhaltig, wenn sie stark interessenorientiert und intrinsisch motiviert sind und in einem aktiv-handelnden Setting stattfinden.

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ABOUT THIS SHOW

Wie sieht ein Unterricht aus, in dem Kinder mitdenken, mitplanen und mitgestalten dürfen?In diesem Podcast spricht Schulleiterin Petra Mächler mit den beiden Kindergartenlehrpersonen Ursula Flammer und Andrea Eichmüller über projektartiges Arbeiten im Zyklus 1. Die beiden bringen konkrete Beispiele aus ihrem Unterricht mit und zeigen, wie sich Spiel- und Lernprojekte lebendig und alltagsnah umsetzen lassen.Im Zentrum steht dabei ein Perspektivenwechsel: weg vom lehrpersonenzentrierten Unterricht – hin zu einer kindzentrierten Lernkultur. Eine Kultur, in der Kinder ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und in einer Umgebung lernen, die an ihren Interessen, Kompetenzen und ihrem Entwicklungsstand anknüpft.Weitere Folgen von "Out of the Znüni-Box" widmen sich Themen wie Willkommensgesprächen, Elternabende, gelingenden Übergängen oder der Präsenz der Lehrperson im Schulalltag.Out of the Znüni-Box – raus aus dem Gewohnten. Auf dem Weg zu einer Schule, die Kinder (und Eltern) s

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Andrea Eichmüller, Ursula Flammer, Petra Mächler

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