radio AGORA 105 I 5

PODCAST

radio AGORA 105 I 5

Das freie Radio in Kärnten.radio AGORA 105 I 5 ist seit dem Sendestart 1998 ein medialer (Kunst- und Experimentier-) Raum für slowenisch-, deutsch-, zwei- und mehrsprachige Hörer_innen und Radiomacher_innen in Kärnten und der Südsteiermark und für zugewanderte Menschen, ihre Sprache und Kultur, mit dem Ziel, zur Förderung der Verständigung zwischen den Bevölkerungsgruppen beizutragen. Wir verstehen uns als mehrsprachiges Forum - mit einem Schwerpunkt auf Musik und Literatur aus dem Alpen-Adria-Raum - und als Plattform zur Mitgestaltung für Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen, sowie zivilgesellschaftlich engagierte Menschen und Initiativen aus der Region. Als Freies Radio sind wir Sprachrohr für in Gesellschaft und Medien marginalisierte und/oder diskriminierte Menschen und brisante Themen. Wir gestalten Programm, vermitteln Medienkompetenz, beteiligen uns an medienpolitischen Entwicklungen und sind Kooperationspartner für Kulturveranstalter_innen und Bildungseinrichtungen, sowie

  1. 100

    Feminizem v manjšini I Feminismus in der Minderheit

    14.05.2026 - Gostim mlado koroško slovenko, ki študira na Dunaju in aktivno sodeluje v programskih vsebinah KSŠŠD. Z Brino Kušej bova govorili predvsem o temah povezanih s programskim sklopom kluba z imenom Feministična pomlad in o tem, kako mladi...

  2. 99

    Čezmejni sprehod I Grenzüberschreitender Spaziergang

    13.05.2026 - Projekt »Twin City« Interreg SI-AT

  3. 98

    Commission takes aim at poverty

    13.05.2026 - The European Commission this week unveiled an “ambitious social plan” to eradicate poverty and boost social and economic inclusion. The package, presented on Wednesday (6 May), includes the first-ever EU anti-poverty strategy, which aims to...

  4. 97

    Sonusiade Süd Kärnten |Južna Koroška 2026

    13.05.2026 - Obiskali smo Glasbeno šolo v Celovcu in se pogovarjali z Janezom Gregoričem, glasbenikom in soustvarjalcem festivala „Sonusiade Süd Kärnten |Južna Koroška 2026“, o glasbi, mladih talentih in moči povezovanja. Wir waren in der...

  5. 96

    Sobother Suppentheater: Geisterreiter

    Sobother Suppentheater vabi na novo gostilniško gledališko predstavo Geisterreiter! Zgodba spremlja dva grobarja v vasi, kjer zaradi upadanja prebivalstva postaja njuno delo vse bolj negotovo. Ko v gostilni po naključju naletita na skrivnostno strupeno tekočino, se začnejo dogodki hitro in nepredvidljivo zapletati. Predstava bo zaživela v intimnem gostilniškem vzdušju – brez odra in odvečnih tehničnih učinkov, le z igro, svetlobo in naravnim tonom.   Das Sobother Suppentheater lädt zur neuen Theaterproduktion ein, unter der Leitung von Wolfgang Fasching. Die Handlung begleitet zwei Totengräber in einem Dorf, in dem – aufgrund des Bevölkerungsrückgangs – ihre Arbeit zunehmend unsicher wird. Als sie in der Gaststube auf eine mysteriöse giftige Flüssigkeit stoßen, geraten die Ereignisse rasch außer Kontrolle.  

  6. 95

    Spol in raznolikost v praksi: Pogovor z Darjo Mischkulnig-Stojanovsko

    Pogovarjali se bomo o temah, ki v izobraževanju in družbi postajajo vse pomembnejše, o spolu, raznolikosti in vključujoči praksi. V prostorih EqualiZa v Celovcu se nam pridružuje Darja Mischkulnig-Stojanovska, predavateljica in strokovnjakinja za področje spola in diverzitete. Wir sprechen über Themen, die im Bildungsbereich und in der Gesellschaft immer wichtiger werden Gender, Diversität und inklusive Praxis. Vor Ort in den Räumlichkeiten von EqualiZ in Klagenfurt ist Darja Mischkulnig-Stojanovska, Referentin und Expertin für Gender und Diversity. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja

  7. 94

    Vive l’Europe! #74 – Ko delo ni več dovolj: Evropa v boju proti revščini

    In der Europäischen Union, die als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen der Welt gilt, ist fast jeder fünfte Einwohner von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das betrifft rund 95 Millionen Menschen, die trotz fester Beschäftigung oder Sozialleistungen Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen. Um diese Herausforderungen systemisch anzugehen, befindet sich derzeit eine umfassende Europäische Strategie zur Armutsbekämpfung in Ausarbeitung. Evropska strategija za boj proti revščini je še v fazi priprave in usklajevanja, njen namen pa je povezati že obstoječe pobude – kot sta jamstvo za otroke in priporočila o minimalnem dohodku – v enoten okvir, ki bo države članice usmerjal v prizadevanjih po doseganju zastavljenega cilja: zmanjšanje števila revnih za 15 milijonov do leta 2030. O tem, kako poteka proces nastajanja  EU strategije za boj proti revščini in kakšne rešitve prinaša, smo se pogovarjali z Alexandrom Friedrichom, vodjo bruseljske pisarne organizacij Volkshilfe in AWÖ ter strokovnjakom za evropske socialne politike. Ich lebe und arbeite in Brüssel, leite dort das EU-Vertretungsbüro der Volkshilfe Österreich. Das heißt, ich bin Interessensvertreter oder auch Lobbyist, wie man das nennen würde, und mein Job ist es, die politischen Interessen der Volkshilfe Österreich gegenüber der europäischen Politik, das heißt der Kommission und dem Europäischen Parlament in erster Linie, aber auch gegenüber anderen Institutionen und anderer europäischer Verbände und Stakeholder, zu vertreten. Und da sind wir natürlich als Wohlfahrtsorganisation, als zivilgesellschaftliche Organisation, besonders an europäischer Sozialpolitik, Demokratieerhaltung und Gesellschaftspolitik und Gerechtigkeit interessiert. Ein Teil meiner Arbeit ist es natürlich, dass ich einerseits den Politikerinnen und Politikern, andererseits auch den Beamt*innen der Europäischen Kommission Feedback gebe für ihre Aktivitäten und Tätigkeiten. Das heißt: Wenn die Kommission Vorschläge vorlegt – etwa für die europäische Strategie gegen Armut, die derzeit im Rahmen der europäischen Säule sozialer Rechte erarbeitet wird – finden dazu Fachgespräche und regelmäßige Austauschsitzungen statt. In diesen bringen wir als Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft unsere fachliche Expertise und Perspektiven ein. Also wir können von Erfahrungen sprechen. Wir können sagen, was notwendig ist, wie sich gewisse Gesetzesvorschläge, die von europäischer Ebene kommen, dann in der Praxis auswirken würden und was vielleicht noch verändert werden sollte. Ali je strategija lahko sistemska prelomnica, ali le še en v vrsti dokumentov? Also hier ist natürlich noch ein bisschen Spekulation dabei. Die Strategie gegen Armut hätte ja bereits eben November 2025 von der Europäischen Kommission vorgestellt werden sollen. Das Ganze wurde dann vertagt auf den März, da ist sie auch nicht gekommen. Jetzt erwarten wir einen Entwurf dieser Strategie im Juni, also immer noch 2 Monate abzuwarten. Natürlich haben wir aber im Lauf der vergangenen Monate im Prozess dieser Erarbeitung gesehen, was hier an Maßnahmen vorgeschlagen werden soll. Dass auch neue Ziele gesetzt werden sollen, um Armut zu bekämpfen und Armut zu reduzieren, vor allem Kinderarmut, was auch uns als Volkshilfe Österreich sehr wichtig ist. Es bleibt die Hoffnung, dass es sich hier um einen Wendepunkt handelt, aber man muss ja auch dazu sagen, aufgrund der neuen Mehrheiten in Europa bei den Regierungen, die es gibt bei den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, dass der Schwerpunkt weg von Sozialpolitik, aber auch weg von Umweltpolitik geht, leider, und sich sehr viel wieder in Richtung Verteidigungspolitik aufgrund der geopolitischen Lage verschiebt und auch hier die Prioritäten verschoben werden. Wir hoffen natürlich, dass eine gute Strategie gegen Armut gemeinsam mit einem Aktionsplan, einem neuen, zur Umsetzung der sogenannten europäischen Säule sozialer Rechte— das ist ein Maßnahmenpaket, das 2017 von der Kommission vorgeschlagen wurde, also fast schon vor 10 Jahren, die allen Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Union eine ganze Reihe an sozialen Rechten ermöglichen soll. Und das unterstützt die Volkshilfe Österreich natürlich ganz besonders. Ob es jetzt wirklich ein Wendepunkt ist, das bleibt zu bezweifeln, aber es ist ein sehr wichtiges Symbol, dass die Europäische Kommission hier das Problem der wachsenden Armut immer mehr in den Vordergrund rückt und auch eine Strategie will, dass das auf europäischer Ebene angegangen wird. Denn unsere Probleme, die können nicht mehr nur auf nationaler Ebene gelöst werden. Die Welt wird komplizierter, die Probleme, die wir haben, werden vielschichtiger und deshalb ist es gut, dass wir auch für Dinge wie Klimaschutz, Fachkräftemangel vor allem in der Pflege, aber eben auch Armutsbekämpfung— und dazu kommen für vielleicht noch Wohnraum und dergleichen – europäische Lösungen finden. Das Thema ist uns natürlich besonders wichtig. Erst Ende April gab es eine neue Studie, die besagt, dass in Österreich mittlerweile 1,7 Millionen Menschen armutsgefährdet oder sogar armutsbetroffen sind, und das ist eigentlich ein neuer Höchststand und ist sehr erschreckend. Katere cilje lahko pričakujemo, da jih bo prinesla ali utrdila strategija za boj proti revščini? Die von mir bereits erwähnte große Initiative, die Europäische Säule sozialer Rechte, hat vor mittlerweile schon 9 Jahren mit einem ersten Aktionsplan 3 Ziele gesetzt, die sich auch auf die Reduktion der Armut in Europa festgelegt haben. Das Ziel war, die Armut komplett zu reduzieren, dass kein Mensch in der Europäischen Union armutsbetroffen ist. Aber wie ich ja vorher gesagt habe, allein in Österreich sind 1,7 Millionen Leute armutsgefährdet oder sogar armutsbetroffen. Und ein Ziel war es, bis ins Jahr 2035 die Zahl der von Armut betroffenen Menschen in Europa um 15 Millionen zu reduzieren. Das ist sehr viel, aber nicht komplett zu reduzieren und abzuschaffen. Aber das hat leider nicht geklappt. Da kam dazwischen noch die Covid-Pandemie, da kam der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und weitere geopolitische Probleme, die zu massiven Verteuerungen geführt haben und die sozioökonomische Situation vieler, vieler Haushalte in ganz Europa stark angespannt und erschwert hat. Und Dadurch ist leider eher tendenziell die Armutsgefährdung zumindest angestiegen als gesunken, obwohl sehr viele gute Initiativen und Vorschläge von der Europäischen Kommission gekommen sind. Insbesondere, was uns als Volkshilfe sehr wichtig ist, die Strategie für Kinder, also die europäische Kindergarantie, nennen wir sie landläufig. Wo vor allem Kinderarmut abgeschafft werden soll. Und das ist auch eines der Hauptziele unserer Arbeit als Volkshilfe Österreich. Kaj vemo in kateri so odločilni strukturni dejavniki, ki ljudi potiskajo v revščino in ki jih bo strategija predvidoma nagovarjala? Ja, also neben den individuellen Faktoren, das sind oft Schicksalsschläge, Erkrankungen, oft auch Trennungen oder Suchterkrankungen, die dazu führen, dass Menschen in Armut oder Obdachlosigkeit gelangen, gibt es natürlich auch strukturelle Faktoren, und die sind auf einer Makroebene sozusagen da, betreffen vor allem jetzt mal das Thema Wohnen. Das sehen wir in großen Städten wie in Berlin und anderen europäischen Städten, dass die Wohnkosten so drastisch steigen, aber nicht gleichzeitig die Löhne, die Einkommen in einemselben Ausmaß steigen, dass es einfach nicht mehr möglich ist, dass sich Leute ihre Wohnung weiter leisten und dann entweder in prekäre Wohngegenden vertrieben werden, die dann oft weniger, ja, sage ich mal, Luxus bieten. Und das ist einer der Faktoren. Und dann ist natürlich die geopolitische Lage, die Kriege, die Krisen, die es auf der ganzen Welt gibt, verteuern vor allem die Energiekosten und das macht alles andere teurer. Gleichzeitig müssen alle Staaten in ganz Europa massiv einsparen. Das heißt, Leistungen werden zurückgefahren, geschraubt. Viele Arbeitgeber bauen Personal ab, das heißt, der Arbeitsmarkt wird noch angespannter. Die Löhne steigen nicht oder kaum, das sieht man auch an den Abschlüssen, und all das führt dazu, dass diese Schere aus Teuerung— alles wird einfach immer teurer und die Löhne steigen nicht oder die Einkommen werden einfach geringer— dass diese Schere immer größer wird. Und das sind strukturelle Probleme, Die letztlich eben auch dazu führen, dass, wie bereits von mir vorhin angesprochen, die Zahl der armutsgefährdeten Leute in Österreich mittlerweile auf 1,7 Millionen, das sind fast so viele Menschen, wie in Wien leben, angestiegen ist. Pomembna točka je Evropsko jamstvo za otroke, kako lahko učinkovito ustaviti generacijski prenos revščine? Es freut mich, dass Sie auch die Europäische Kindergarantie angesprochen haben. Das ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die ganz gezielt dabei helfen soll, allen Kindern in der Europäischen Union ihre Grundrechte zu gewähren. Und da geht es noch nicht einmal um finanzielle Unterstützung, sondern es sind 4 grundsätzliche Dinge, die allen Kindern gewährt werden sollen, nämlich ein Dach über dem Kopf, der Zugang zu freier Bildung, ausreichende Ernährung und der Zugang zu guter gesundheitlicher und ärztlicher Versorgung. Und wenn diese Dinge, die vielen Kindern leider in der Europäischen Union nicht mal gewährt sind, wenn die garantiert sind, dann kann schon einmal sehr, sehr viel geholfen werden. Vor allem der Punkt des Zugangs zu Bildung ist ganz wichtig. In Österreich wird in Zusammenarbeit mit Sozialverbänden und auch der Regierung daran gearbeitet, diese Kindergarantie umzusetzen. Das ist in großen Teilen auch gewährleistet, wir haben ja Schulpflicht und de facto keine Obdachlosigkeit von Kindern, aber natürlich ist die materielle Armut ein sehr großes Problem in Österreich. Deshalb fordern und unterstützen wir als Volkshilfe Österreich die sogenannte Kindergrundsicherung, die auch jedem Kind eine quasi Mindestsicherung garantieren soll, die ein Auslangen garantiert. Glede na dostopne informacije, Strategija poudarja pristop ’najprej stanovanje‘ (Housing First). Katere ključne elemente dunajskega modela bi pri tem po vašem mnenju morala EU obvezno prevzeti? Grundsätzlich muss man sagen, dass es ein sehr positives Signal ist, dass die neue Europäische Kommission, die zweite unter Ursula von der Leyen, nun auch den Wohnungsmangel und die Wohnungsknappheit vor allem in urbanen Gebieten in ganz Europa am Schirm hat und hier versucht, europäische Lösungen zu finden. Natürlich blickt man da auf die Stadt Wien, die ein sehr positives Beispiel ist, aber auch auf skandinavische Länder. Der Housing-First-Ansatz, der kommt aus Finnland und besagt, dass um viele weitere Folgeprobleme, soziale, zu verhindern, es ganz, ganz wichtig ist, wenn Menschen in soziale Schieflage geraten, dass sie ihre Wohnung behalten können. Das ist, was Housing First besagt. Und der Wiener Ansatz wiederum ist ja, dass leistbarer und vor allem kommunal gestützter bzw. sogar kommunal geführter Wohnbau dazu beiträgt, dass Wohnen leistbar ist für alle und dass es auch eine soziale Durchmischung gibt. Beide Ansätze werden berücksichtigt. Das Europäische Parlament hat einen eigenen Unterausschuss nur zum Thema Housing, also leistbares Wohnen, eingerichtet und hier jetzt auch einen ersten Bericht abgeschlossen, und das ist einmal ein sehr gutes Zeichen, dass man hier nach europäischen Lösungen sucht und vor allem dabei unterstützt, voneinander zu lernen, dass sozusagen Best-Practice-Beispiele, und da gehört definitiv der Wiener Ansatz dazu, auch umgesetzt werden können. Das große Problem bei dem Ganzen ist natürlich das Geld. Es ist sehr, sehr teuer, neue Wohnungen zu bauen. Es gibt oft viel zu wenige Wohnungen und das wird mit dem EU-Budget auch sehr schwer möglich sein. Und es wird gerade verhandelt, der neue sogenannte mehrjährige Finanzrahmen, und vielleicht wird hier auch ein bisschen dabei sein, um Housing zu unterstützen. Kakšne popravke pri minimalnih plačah in varnosti dohodka so potrebne da bi z novo strategijo za boj proti revščini, delo ponovno postalo zanesljiva zaščita pred revščino? Ein ganz großer Erfolg der letzten Europäischen Kommission war, dass tatsächlich vom Parlament, von der Kommission und letztlich auch von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine sogenannte europäische Mindestlohnrichtlinie umgesetzt wurde bzw. beschlossen wurde. Die muss jetzt noch umgesetzt werden und die besagt bereits, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Mindestlöhne einführen müssen. Und was noch viel wichtiger ist, etwas, was es in Österreich zum Glück großteils überall schon gibt, ist, dass die kollektivvertraglichen Anstellungsverhältnisse bzw. Tariflöhne erhöht werden sollen. In kaum einem anderen Land in der Europäischen Union gibt es so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Kollektivvertrag haben, und das besagt diese Richtlinie. Natürlich ist die nur ein Anfang und betrifft nur Mindestlöhne, und nicht in jedem Land reicht der Mindestlohn zum Leben, das muss man leider sagen. Deshalb fordern wir einerseits, dass Mindestlöhne auch wirklich so hoch sind, dass Menschen davon menschenwürdig leben können. Und eine zweite Forderung, die wir haben, die aber leider momentan aufgrund der politischen Mehrheiten nicht sehr realistisch ist, ist, dass es ähnlich wie diese Mindestlohnrichtlinie— eine Richtlinie bedeutet auch, dass es gesetzlich bindend ist. Das sind dann keine Vorschläge der Europäischen Union, sondern es muss in nationales Recht umgesetzt werden. Und unsere Forderung und unsere Hoffnung ist, dass es nicht nur für Löhne eine Mindestlohnrichtlinie gibt, sondern dass es auch eine Richtlinie gibt für Mindestsicherung und Grundsicherungen in der Europäischen Union, dass auch Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis sind, beispielsweise Kinder oder Menschen mit Behinderung oder Pensionistinnen und Pensionisten oder Leute, die momentan keine Arbeit haben, dass die auch eine menschenwürdige Mindestsicherung bekommen. Revščina v 21. stoletju ni več omejena le na robne skupine družbe; postaja fenomen, ki lahko zaradi strukturnih kriz prizadene kogarkoli. Kako lahko evropska strategija pripomore k normalizaciji pogovora o socialni stiski in učinkovito razbije stigmo, ki ljudem pogosto preprečuje, da bi pravočasno poiskali pomoč? Armut hat viele Gesichter, Armut kann jeden betreffen. Armut ist oft ein Schicksal und keine Schande und nichts, wofür man sich schämen muss. Diese Stigmatisierung, die leider passiert, die muss natürlich verhindert werden. Und darf so nicht sein. Armut ist nicht etwas, was sich Leute proaktiv aussuchen, sondern da sind oft lange, oft sehr traurige Geschichten dahinter, die so weit führen, dass Personen in Armut leben. Ganz oft ist es einfach die Situation, es sind Leute, die haben einen Job, die haben teilweise einen guten Job, aber ganz, ganz oft sind alleinerziehende Menschen, meistens sind es Frauen, von Armut betroffen, obwohl sie einen Job haben, aber sich eben alleine um 2 oder mehr Kinder kümmern müssen und hier das Geld einfach nicht reicht. Und hier muss man ganz unbedingt aufklären und da sollen diese Programme, die die Europäische Union vorschlägt, auch dazu beitragen, dass es zu keiner Stigmatisierung kommt. Also unsere Hoffnung ist, dass wir hier Unterstützung bekommen in unserer Arbeit, die wir bereits jetzt leisten, um zu sagen: Armut kann jeden treffen und Armut ist nichts, wofür man sich schämen muss, dass das auch unterstützt wird von der Europäischen Union. Za komentar na nastajajočo Evropsko strategijo za boj proti revščini sem prosila tudi 10 avstrijskih evropskih poslancev iz različnih strani političnega odra. Svoje stališče so posredovali Andreas Schieder iz stranke SPÖ, ki je član politične skupine socialistov in demokratov v Evropskem parlamentu, in iz vrst zelenih ter skupine zelenih v EP najmlajša evropska poslanka Lena Schilling ter poslanec Tomas Weitz. Vsak izmed njih izpostavlja pomen izkoreninjena revščine, a hkrati v svoji izjavi izpostavi drugo težišče. Andreas Schieder. Die EU-Antiarmutsstrategie soll in Heidelberg 2026 präsentiert werden und wurde jetzt im letzten Jahr bis Herbst ’25 auch in einer Konsolidierungsphase intensiv diskutiert. Und das ist dringend notwendig, denn 2007 waren noch 79 Millionen Menschen armutsgefährdet und 2024 sind es bereits 93,3 Millionen Menschen in Europa, die armutsgefährdet sind. Und noch dramatischer ist die Zahl von rund 20 Millionen Kindern, die unter der Armutsgrenze aufwachsen und leben müssen. Und wenn man das in Relation setzt, vor allem auch mit dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, das in demselben Zeitraum von 15 Billionen Euro auf 18 Billionen Euro angestiegen ist, dann sieht man, dass die Verteilung in Europa weiterhin schlechter geworden ist. Auch die Arbeitslosigkeit ist eigentlich gesunken. Das sind Zahlen, wo eigentlich auch gerade Arbeitslosigkeit zur Bekämpfung der Armut besonders beiträgt. Und auch die Beschäftigungsquote ist in Europa im selben Zeitraum von 65% auf 76% angestiegen. Eigentlich alles sehr gute Zahlen, nur der Anstieg der Armut macht natürlich auch klar, man muss auf europäischer Ebene handeln. Es gibt aber auch aktuelle Herausforderungen, die dieses Problem der Armutsgefährdung und der Armut in Europa noch einmal zusätzlich verschärfen, nämlich die Auswirkungen des Klimawandels, die steigenden Lebenshaltungskosten, insbesondere steigende Lebensmittel- und Energiekosten, der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Arbeitsbereich, unzureichende finanzielle Reserven zur Abfederung auch wirtschaftlicher Schocks, die alle während Corona bereits aufgebraucht worden sind, und natürlich auch die Agenda von rechtsextremen extremen politischen Parteien, die nämlich dazu führen, dass alle sozialen Sicherungsnetze geschwächt werden und nicht gestärkt werden. Auch Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union zum ersten Mal sich zu diesem Ziel auch bekannt. Das ist ein wichtiges Zeichen, dass es gelungen ist, auch Ursula von der Leyen zu diesem Bekenntnis zu bringen, ein Erfolg für die europäische Sozialdemokratie. Wir fordern aber mehr. Als Sozialdemokraten im Europaparlament, nämlich Ungleichheiten abbauen, um Armut zu beseitigen und konkrete Maßnahmen zu setzen. Das heißt auch, dass wir uns auseinandersetzen müssen mit der unfairen Konzentration und Akkumulierung von Vermögen, mit der chronischen Unterinvestition im Sozialbereich, oder um es direkter zu sagen, den massiven Kürzungen im Sozialbereich, die auch dazu führen, dass es zu wenig Geld für die sozialen und gesundheitspolitischen Herausforderungen gibt. Hier müssen wir vor allem auch die Mittel des Europäischen Sozialfonds massiv aufstocken. Und wir müssen natürlich auch die verschlechternden Arbeitsbedingungen angehen und bekämpfen. Und vor allem mit Umschulungsprogrammen und Weiterbildungsprogrammen effizient auch Arbeitsgefährdung zu reduzieren und Beschäftigungschancen zu erhöhen. Und die Kinderarmut, die ein Himmel schreiende Ungerechtigkeit in Europa ist, durch bessere Kinderbetreuung und Bekämpfungsprogramme, gerade von Kinderarmut, dem Wohnschirm und dergleichen massiver zu bekämpfen. Und deswegen ist auch die soziale Wohnbaupolitik in Europa ein zentraler Punkt. Und daher braucht es auch europäische Mittel für soziale Wohnpolitik. Lena Schiling iz vrst zelenih, izpostavi pomen neenakomerno razporejenega premoženja. Armut ist in Europa kein Einzelfall. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, Mindestens 93,3 Millionen Menschen in der EU sind im Jahr 2024 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist jeder fünfte Europäer und Europäerin. Das muss man sich mal vorstellen. Das Europäische Parlament hat im Februar dazu einen Bericht beschlossen, der klar sagt: Armut, eine Frage der Grundrechte. Es ist eigentlich eine Katastrophe, dass wir das 2026 noch tun müssen. Und wir haben die EU-Kommission aufgefordert, Armut als Verletzung der Menschenwürde anzuerkennen und spätestens bis 2035 zu beseitigen. Nicht erst irgendwann 2050. Armut betrifft Menschen in ganz Europa konkret. Familien, die nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen. Pensionisten und Pensionistinnen, die beim Heizen sparen müssen. Junge Menschen ohne Perspektive. Armut ist eine Frage der Menschenrechte. Und deshalb braucht es das Ziel, bis spätestens 2035 Armut zu beenden. Aber Ziele reichen halt nicht. Wir brauchen verbindliche Maßnahmen. Die Kommission wird das hoffentlich in ihrer Strategie gegen Armut aufnehmen. Die soll im Mai kommen. Entscheidend ist jetzt aber, dass der Plan der EU-Kommission dann nicht bei Ankündigungen stehen bleibt, wie wir das so oft sehen, sondern die Ursachen von Armut tatsächlich angeht und alle politischen Ebenen in die Pflicht nimmt. Aber Armut entsteht nicht im luftleeren Raum. Die reichsten 3.600 Menschen in der EU besitzen so viel Vermögen wie die ärmsten 181 Millionen, also so viel wie die gesamte Bevölkerung von Deutschland, Italien und Spanien zusammen. Wenn wir über Armutsbekämpfung sprechen, müssen wir deshalb eigentlich auch über die unfaire Verteilung von Reichtum sprechen. Armut lässt sich nicht bekämpfen, ohne diejenigen stärker in die Pflicht zu nehmen, die am meisten profitieren. Es braucht endlich eine faire Besteuerung von Superreichen, auch in Österreich. Und wir dürfen die Klimakrise da auch nicht ausklammern. Die trifft nämlich die am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Steigende Energiepreise, Hitzewellen, Ernteausfälle, all das verschärft Armut massiv. Doch leider stecken Mitgliedsstaaten, Österreich ist hier ganz vorne, lieber Geld in fossile Subventionen als zum Beispiel billige Öffis oder den Heizungstausch. Für Österreich heißt das: Ungerechtigkeit muss endlich klar benannt werden. Während große Unternehmen und superreiche Erben profitieren, zahlen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Pensionisten und Pensionistinnen, Familien diese Rechnungen. Gleichzeitig fehlen Investitionen in Ausstieg aus fossiler Energie, aber für Autobahnen durch ein Naturschutzgebiet, ja, da bleibt Geld. Das ist eine Schieflage. Hier müssen wir hinschauen. Es braucht klare Maßnahmen gegen Kinderarmut, gegen die Klimakrise, echte Chancengleichheit und eine Politik, die richtige Prioritäten setzt. Die Frage, die wir uns am Ende stellen müssen: Auf wessen Seite steht die Politik? Auf der Seite der Menschen, die jeden Cent umdrehen müssen, oder auf der Seite derjenigen, die sich aus der Verantwortung entziehen? Tomas Weitz pa opozori na pomen konkretnih rešitev in politiki, ki bodo dejansko vplivale na življenja ljudi in ne bodo le mrtva črka na papirju.  Es ist klar zu begrüßen, dass die Kommission nun eine Antiarmutsstrategie vorgelegt hat, auch mit basierend auf einer Resolution des Europäischen Parlaments von Jänner dieses Jahres. Und diese Armutsstrategie benennt und erkennt klar, welche Ausmaße dieses Problem in der Europäischen Union hat. Bewusstsein, dass fast 20% der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union als armutsgefährdet gelten, etwa 7-8% der europäischen Bevölkerung gelten als arm. Die Analyse dieser Strategie ist durchaus brauchbar, denn sie erkennt eindeutig die verschiedenen Aspekte an, die zu Armut führen, und stellt auch entsprechend fest, wie das mit Wohnkosten zusammenhängt, mit Kosten des täglichen Lebens zusammenhängt, aber auch mit Diskriminierungen unterschiedlicher Art, auch mit Beeinträchtigungen, wo es für manche Bürger und Bürgerinnen, auch sehr schwierig ist, überhaupt einer Erwerbsarbeit nachzukommen. Und in diesem Kontext ist die Analyse dieser Armutsstrategie, dass vor allem über Erwerbsarbeit Armut entgegenwirken kann, zwar großteils richtig, verkennt aber, dass ein guter Teil jener Menschen, die arm sind oder armutsgefährdet sind, ja durchaus eine Arbeit haben, aber von dieser Arbeit eben nicht leben können. Aufgrund von Mietkosten, die exorbitant hoch sind und sehr stark steigen, Energiekosten, Lebensmittelkosten, Lebenserhaltungskosten und einfach auch dann zu geringen Gehältern für die Arbeit, die geliefert werden. Die Strategie erkennt an, dass Armut ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, das eben nicht nur für die Menschen, die natürlich vor allem für die Menschen, die von Armut betroffen sind, ein Problem darstellt, sondern auch für unsere Gesamtgesellschaft und auch für unsere Gesamtwirtschaft es das Ziel sein muss, möglichst alle Menschen aus der Armut herauszuholen, zu holen. Die Strategie benennt auch ein Ziel von 2050, bis dahin soll die Armut komplett abgeschafft werden. Bis 2030 sollen mindestens 15 Millionen Menschen weniger arm oder armutsgefährdet sein. Das ist richtig und ein hehres Ziel. Die Schwäche dieser Strategie ist allerdings, dass sie keine oder kaum konkrete Lösungsvorschläge auf den Tisch bringt, da ja die meisten Maßnahmen, die hier notwendig wären und notwendig sind, auf der nationalstaatlichen Ebene, zum Teil auch wie bei uns in Österreich in den Bundesländern entschieden werden. Und insofern die Handlungsmacht, die hier seitens der Europäischen Kommission gegeben ist, sehr, sehr limitiert ist. Man sieht das im Vorschlag, einen Preis für die beste Armutsbekämpfung auszuloben. Das ist zwar eine schöne symbolische Aktion, ändert aber an der Armutssituation vieler Menschen Grundsätzlich nichts. Also ja, gut analysiert, die Dinge benannt, anerkannt, dass Armut ein Problem ist, aber um wirklich zu konkreten Lösungen zu kommen und diese Ziele zu erreichen, da wird es noch einiges an konkreten Maßnahmen brauchen auf europäischer, aber vor allem auch auf nationalstaatlicher Ebene. Evropska strategija za boj proti revščini, ki je še v pripravi, je torej ključen dokument za premagovanje revščine, a kot smo slišali od naših sogovornikov – od Alexandra Friedricha do avstrijskih predstavnikov v Evropskem parlamentu – bodo odločilni konkretni ukrepi: od dostopnih stanovanj do stabilnih delovnih mest. Na koncu dneva socialne Evrope ne moremo meriti po številu sprejetih resolucij, temveč po tem, koliko ljudem bo dejansko uspelo stopiti z roba preživetja.   Kurzbiografie Alexander Friedrich ist derzeit Vorsitzender des Fachausschusses Europa beim BAGFW, dessen Leitung während der AWO-Präsidentschaft in den Jahren 2023 und 2024 wahrgenommen wird. Seit August 2022 leitet Alexander zudem das Europabüro in Brüssel sowohl für die Volkshilfe Österreich als auch für den AWO Bundesverband e.V. und pflegt Kontakte zu europäischen Dachverbänden wie SOLIDAR. Neben diesen Tätigkeiten ist Alexander seit 2014 als Dozent am FH-Campus Wien tätig und leitet dort Lehrveranstaltungen zu den Themen europäische Strategien und öffentliche Verwaltung. Zuvor war er als Büroleiter eines Gemeinschaftsbüros tätig, das mehrere Organisationen in Brüssel vertritt, sowie als Koordinator für Sozialwirtschaft bei SOLIDAR. Alexander hat einen Magister-Abschluss in Politikwissenschaft und Staatswissenschaften der Universität Wien.

  8. 93

    Wir erfinden unsere Stadt neu

    Eines Morgens wachen die Kinder auf und alle Erwachsenen sind verschwunden! Keine Lehrer_innen, keine Eltern, keine Bürgermeisterin. Was zuerst wie ein Traum klingt, wird schnell zum Abenteuer: Wer kümmert sich jetzt um die Stadt? Wer macht die Regeln? Und wo sind eigentlich alle hin? Die Schüler_innen der 3. Klasse der VS Lavantinum nehmen euch in ihrem Hörspiel mit in eine Welt voller Rätsel.

  9. 92

    Mesec dni do Festivala Borštnikovo srečanje – kaj prinaša 61. izvedba? I Noch ein Monat bis zum Festival „Borštnikovo srečanje“ – was bringt die 61. Ausgabe?

    Osrednji gledališki festival v Sloveniji letos obeležuje svojo 61. izvedbo. Festival Borštnikovo srečanje v 14 dneh ponudi več kot 50 različnih dogodkov, ki so povezani z gledališko ustvarjalnostjo. Ob strokovnih dogodkih, razstavah in koncertih pretežno na programu najdemo visoko kakovostne sodobne gledališke uprizoritve slovenske pa tudi tuje produkcije. Prisluhnite pogovoru z umetniškim direktorjem Alešem Novakom o tem, kakšen izbor Festival Borštnikovo srečanje v Maribor prinaša čez mesec dni. Das bedeutendste Theaterfestival Sloweniens feiert in diesem Jahr seine 61. Ausgabe. Das Theaterfestival „Borštnikovo srečanje“ bietet in 14 Tagen mehr als 50 verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Theater. Neben Fachveranstaltungen, Ausstellungen und Konzerten stehen vor allem hochwertige zeitgenössische Theateraufführungen slowenischer und ausländischer Produktionen auf dem Programm. Hören Sie sich das Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Aleš Novak an, in dem er darüber spricht, welches Programm das Theaterfestival „Borštnikovo srečanje“ in Maribor in einem Monat zu bieten hat.

  10. 91

    Im Fluss: Augentierchen, Eidechsen, Wüstenblumen | Alexandra Deutsch

    Im Fluss: Augentierchen, Eidechsen, Wüstenblumen Gespräch mit Alexandra Deutsch im Schloss Ebenau im Rosental/Kärnten „Im Fluss“ lautet der Titel der gemeinsamen Ausstellung von Alexandra Deutsch und Christine de Pauli im Schloss Ebenau/Galerie Walker im Rosental. Alexandra Deutsch, eine Künstlerin aus Wiesbaden, zeigt im weitläufigen Schloss eine Vielzahl dreidimensionaler Wand-Objekte aus geschöpftem Papier sowie zwei exotisch anmutende geknüpfte Wandteppiche. Kräftige Farben und pralle Formen dominieren ihre Werke, die durch wellenartige organische Linien für Veränderung und Energie stehen. In den abstakten Arbeiten gibt es viel zu entdecken: Augentierchen, Eidechsen, Wüstenblumen, terrassenförmige Landschaften und fließende Strömungen.  Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Die Ausstellung „Im Fluss“ zeigt bis 7. Juni 2026 Werke von Alexandra Deutsch und  Christine de Pauli im Schloss Ebenau/Galerie Walker im Rosental.  Das Gespräch mit Christine de Pauli („Meeresspiegelungen im Fluss“, Beitrag vom 15.4.) gibt es zum Nachhören hier https://cba.media/768769 und überall, wo es Podcasts gibt.

  11. 90

    KiKK OFF – za kulturo #49 – Demokratisierung durch Kultur / Demokratizacija skozi kulturo

    Die Kultur sowie die freie Kulturszene können eine bedeutsame demokratisierende Kraft sein. Doch Kultur kann auch für antidemokratische Zwecke instrumentalisiert werden – dessen ist sich insbesondere die extreme Rechte bewusst. Welche Rolle spielt Kultur also in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, und wie kann Demokratisierung durch Kultur gelingen? Diesen Fragen widmet sich die aktuelle Episode von „KiKK OFF za kulturo“. Kultura in neodvisna kulturna scena lahko predstavljata pomembno demokratizirajočo silo. Vendar pa se kultura lahko uporablja tudi za protidemokratične namene – tega se še posebej zaveda skrajna desnica. Kakšno vlogo ima torej kultura v času družbene polarizacije in kako lahko demokratizacija skozi kulturo uspe? Tem vprašanjem se posveča aktualna epizoda oddaje »KiKK OFF za kulturo«.

  12. 89

    Poletni tečaji v Tinjah – učenje, zabava in nova doživetja

    V Katoliškem domu prosvete Sodalitas v Tinjah tudi letos pripravljajo pester program poletnih tečajev za otroke in mlade. Od učenja jezikov do naravoslovja in računalništva, vsak lahko najde nekaj zase. Z nami je izobraževalna referentka Veronika Kušej. Im Katholischen Bildungshaus Sodalitas in Tainach wird auch heuer ein vielfältiges Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche angeboten. Von Sprachkursen bis hin zu Naturwissenschaften und Informatik, für jeden ist etwas dabei. Bei uns ist die Bildungsreferentin Veronika Kušej. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja

  13. 88

    Kristina Kočan – beseda in zvok

    Kristina Kočan, slovenska pesnica, prevajalka in predavateljica na Univerzi v Mariboru je ena od gostij letošnjega literarnega festivala Transport Literacki, ki ga v obmorskem Dźwirzynu organizira založba Biuro Literackie. Doslej je izdala štiri pesniške zbirke: Šivje (Litera, 2018), Kolesa in murve (Zavod Itadakimasu, 2014), Šara (Litera, 2008) in Selišča (Litera, 2021), ter večmedijsko knjigo s|prehod (Litera, 2018), ki vključuje izbor njene poezije, avdioposnetke uglasbene poezije in fotografije Bojana Atanaskoviča. Leta 2019 je pri Literi izšel tudi njen kratkoprozni prvenec Divjad. Prisluhnite njenemu festivalskemu branju iz zbirke Selišča, ki je letos izšla prav pri založbi Biuro Literackie v mojem prevodu. Branje spremljajo vrhunski jazz glasbeniki: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński in Michał Mike. Po branju sledi pogovor z avtorico. Moderacija in priprava: Agnieszka Będkowska-Kopczyk; glasba: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński, Michał Mike. Posnetek in slika: Biuro Literackie.   Kristina Kočan – Wort und Klang Kristina Kočan, eine Kristina Kočan, slowenische Dichterin, Übersetzerin und Dozentin an der Universität Maribor, ist eine der Gästinnen des diesjährigen Literaturfestivals Transport Literacki, das vom Verlag Biuro Literackie im Küstenort Dźwirzyno organisiert wird. Bisher hat sie vier Gedichtbände veröffentlicht: Šivje (Litera, 2018), Kolesa in murve (Zavod Itadakimasu, 2014), Šara (Litera, 2008) und Selišča (Litera, 2021), sowie das multimediale Buch s|prehod (Litera, 2018), das eine Auswahl ihrer Lyrik, Audioaufnahmen vertonter Gedichte und Fotografien von Bojan Atanaskovič enthält. Im Jahr 2019 erschien bei Litera auch ihr Kurzprosadebüt Divjad. Hören Sie ihre Festival-Lesung aus dem Band Selišča, der in diesem Jahr im Verlag Biuro Literackie in meiner Übersetzung erschienen ist. Die Lesung wird von herausragenden Jazzmusikern begleitet: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński und Michał Mike. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit der Autorin statt. Moderation und Gestalltung: Agnieszka Będkowska-Kopczyk; Musik: Jerzy Mazzoll, Piotr Komosiński, Michał Mike. Aufnahme und Photo: Biuro Literackie.  

  14. 87

    Čezmejno povezovanje in srečanje družin I Grenzüberschreitende Vernetzung und Familientreffen

    Na materinski dan grad Retzhof odpira vrata velikemu čezmejnemu praznovanju. Družinski dan brez meja, kjer slovenščina in nemščina zvenita z ramo ob rami bo ponujal številne ustvarjalne delavnice, glasbene nastope, gledališko predstavo, okroglo mizo in še kaj. Več o projektu Familie in dogodku Familientag izveste v prispevku Nike Škof. Am Muttertag öffnet das Bildungshaus Schloss Retzhof seine Tore für eine große grenzüberschreitende Feier. Ein Familientag ohne Grenzen, an dem Slowenisch und Deutsch Seite an Seite klingen, bietet zahlreiche kreative Workshops, Musikauftritte, eine Theateraufführung, einen runden Tisch und vieles mehr. Mehr über das Projekt „Familie“ und die Veranstaltung „Familientag“ erfahren Sie im Beitrag von Nika Škof.

  15. 86

    Pesem združuje I Das Lied verbindet

    Meje so na zemljevidih pogosto zarisane s krepko črto, v srcih ljudi pa jih najlažje brišeta kultura in druženje. Danes gostimo Sonjo Kuhar, Slovenko, ki svoj glas vadi v zboru Pavlove hiše. To ni le zbor, je stičišče dveh narodov in most čez nekdanjo ločnico. S Sonjo se bo Nika Škof pogovarjala o tem, kako je stopiti na ‚drugo stran‘ ne le kot obiskovalec, ampak kot soustvarjalec. Kako petje vpliva na doživljanje jezika, tako tujega kot lastnega in kako se skozi glasbeno harmonijo lahko spreminja dojemanje okolja in ljudi ob meji. Grenzen sind auf Landkarten oft mit einer dicken Linie gezeichnet, doch in den Herzen der Menschen lassen sie sich am leichtesten durch Kultur und Geselligkeit auslöschen. Heute begrüßen wir Sonja Kuhar, eine Slowenin, die ihre Stimme im Chor des Pavel-Hauses schult. Dies ist nicht nur ein Chor – es ist ein Treffpunkt zweier Nationen und eine Brücke über eine ehemalige Trennlinie. Nika Škof wird mit Sonja darüber sprechen, wie es ist, die „andere Seite“ nicht nur als Besucher, sondern als Mitgestalter zu betreten. Wie beeinflusst das Singen das Erleben der Sprache – sowohl der fremden als auch der eigenen – und wie kann sich durch musikalische Harmonie die Wahrnehmung der Umwelt und der Menschen an der Grenze verändern.

  16. 85

    deProfundis: čezmejni kulturno – turistični potencial

    Radi poročamo o zgodbah povezovanja, sodelovanja in prijateljevanja čez mejo in teh v radgonskem kotu res ne manjka. Ena takšnih uspešnih zgodb je tudi čezmejni projekt deProfundis, ki od leta 2023 povezuje Slovenijo in Avstrijo. Tokrat smo obiskali njihovo delavnico, kjer so domači ponudniki turizma, gostinstva in izobraževanja skupaj iskali nove priložnosti za razvoj trajnostnih doživetij.   Wir berichten gerne über Geschichten der Vernetzung, Zusammenarbeit und Freundschaft über die Grenze hinweg – und davon gibt es in der Region Radgona wirklich viele. Eine dieser erfolgreichen Geschichten ist auch das grenzüberschreitende Projekt deProfundis, das seit 2023 Slowenien und Österreich verbindet. Dieses Mal haben wir ihren Workshop besucht, bei dem lokale Anbieter aus Tourismus, Gastronomie und Bildung gemeinsam neue Möglichkeiten für die Entwicklung nachhaltiger Erlebnisse gesucht haben.

  17. 84

    MUFO 2026 – pregled programa

    Tokrat vam predstavimo glasbeni festival, ki se je letos odel v novo preobleko – Musikforum Klagenfurt I Glasbeni forum Celovec. Po novem se festival odvija tudi v starem mestnem jedru Celovca, na voljo pa nam so tudi običajni koncerti v velikih dvoranah. Vse podrobnosti smo poizvedeli od vodje festivala Jutto Mitteregger. Dieses Mal stellen wir Ihnen ein Musikfestival vor, das sich in diesem Jahr neu – das präsentiert – das Musikforum Klagenfurt. Das Festival findet nun auch in der Klagenfurter Altstadt statt, jedoch gibt es auch weiterhin die gewohnten Konzerte in den großen Sälen. Alle Einzelheiten haben wir von der Festivalleiterin Jutta Mitteregger erfahren.

  18. 83

    Apiterapija

    Ali ste vedeli, da lahko čebele zdravijo?  Med, propolis in celo čebelji zrak, vse to skriva moč narave. Kaj je apiterapija in kako vpliva na naše zdravje? Prisluhnite zanimivemu predavanju in odkrijte skrivnosti čebeljega sveta. Wussten Sie, dass Bienen heilen können? Honig, Propolis und sogar Bienenluft, all das steckt voller natürlicher Kraft. Was ist Apitherapie und wie wirkt sie auf unsere Gesundheit? Hören Sie ein spannender Vortag und entdecken Sie die Geheimnisse der Bienenwelt. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja Foto: Simon Kadula

  19. 82

    Pogovor z Eriko Hornbogner

    V oddaji bomo govorili o novostih, prihodnosti založništva in o tem, kako knjige povezujejo prostor med Alpami in Balkanom. Z nami bo Erika Hornbogner iz založb Wieser in Drava. In der Sendung sprechen wir über Neuerscheinungen, die Zukunft des Verlagswesens und darüber, wie Bücher den Raum zwischen den Alpen und dem Balkan verbinden. Zu Gast ist Erika Hornbogner von den Verlagen Wieser und Drava. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja

  20. 81

    Igra, barve in sladoled – po slovensko!

    Šolarji Ljudske šole Ratschendorf, ki se enkrat tedensko učijo tudi slovensko, so pripravili prav posebno oddajo. V treh razredih smo skupaj odkrivali različna znanja – spoznali smo zgodbo pesmice Marko skače, raziskovali raznolike barve in se naučili, kako po slovensko naročiti sladoled. Vabljeni k poslušanju in spoznajte, kako otroci na VS Ratschendorf usvajajo slovenščino!   Die Schüler_innen der Volksschule Ratschendorf, die einmal pro Woche auch Slowenisch lernen, haben eine ganz besondere Sendung vorbereitet. In drei Klassen haben wir gemeinsam verschiedene Inhalte entdeckt – wir haben die Geschichte des Liedes Marko skače kennengelernt, bunte Farben erforscht und gelernt, wie man auf Slowenisch ein Eis bestellt. Sie sind herzlich eingeladen zum Zuhören und zum Entdecken, wie die Kinder an der VS Ratschendorf Slowenisch lernen!

  21. 80

    Kubilius: “We need much more political unity in the leadership on defence issues”

    Andrius Kubilius, the European Commissioner for Defence and Space, answers questions from moderator Aušra Jurgauskaitė and a panel of Euranet Plus journalists at our Euranet Plus summit. As the EU faces its biggest security crisis since its creation, the first-ever “European commissioner” hat has been given to veteran Lithuanian politician Andrius Kubilius – a former prime minister and member of the European parliament. However, this comes with multiple headaches, the most pressing of which are the war in Ukraine, the growing threat posed by Russia to the continent, and the Trump administration’s ‘NATO 3.0’ vision. ‘Forged in crises’ The 2026 US National Defence Strategy shifts American defence priorities, redirecting the focus of the American powerhouse to the Indo-Pacific and the ‚Western hemisphere‘. Based on the premise that European nations are wealthy enough to ensure their own defence, the US is relegating its role on the European continent to a secondary position within NATO. NATO 3.0 is a new partnership in which the United States’ support is conditional on other alliance members meeting defence spending targets of at least five per cent of their GDP and reducing their dependency. The challenge for Europe is abysmal, but as Andrius Kubilius quoted Jean Monnet, the ‚father of Europe‘, as saying: ‚Europe will be forged in crises and will be the sum of the solutions adopted for those crises‘. So, the defence commissioner points out, Europeans must now stand on their own two feet and jointly find their own solutions to develop credible military capabilities. In fact, for decades, the United States has been the enabler of Europe’s defence, providing cutting-edge military capabilities, technologies and infrastructure. Between 80,000 and 100,000 U.S. troops are also stationed on the continent, a presence that US President Donald Trump has regularly threatened to withdraw. In this context, is the commissioner in favour of establishing a European army? asks Aušra. “If Americans start to remove those troops from the European continent, then we need to look also at how to replace them. And that is where it comes to this idea, or one of the possible solutions that we need to create a similar type of military force, a European military force, which could play a similar role. And that role is to be something like a rapid reaction force. […] We can call that a European army; we can call that a European rapid reaction force… but what we need to understand is that this is not a replacement of national European armies: it’s a replacement of the American troops which are now located on the European continent.” Unlocking potential In order to reduce its dependency on foreign suppliers, Europe has embarked on a rearmament wave. Brussels has proposed loans to support member states ramp up production and accelerate the scaling up of the EU defence industry. However, as Kubilius acknowledges during the debate, this defence industry is highly fragmented, the result of decades of uncoordinated defence policies and spending. SKAI journalist Marianna raises concerns about the coordination issues and delays that frequently arise in defence projects involving collaboration between several EU countries and wonders how the EU could improve cooperation between member states to speed up the implementation of these joint projects. While the EU has launched several initiatives meant to overcome these obstacles, Kubilius notes that it always all comes down to one and only issue: a lack of leadership in EU defence. “What is important to understand is that, in order really for Europe to be able to be much more successful in the development of big pan-European projects – like the Drone Defence Initiative, like the Eastern Flank Watch, or the Air Defence Shield – we need to have much more of political unity in the leadership of the European Union among member states on defence issues. That still needs to come.” Meanwhile, the European Union remains heavily dependent on the United States for its weapons supply. The issue now is that even increasing spending may not be enough right now. The war in Iran has depleted some US stockpiles, creating supply shortages. Europeans continue to rely heavily on Washington for both arms deliveries to Ukraine and their own rearmament. Mart, from Estonian Kuku Raadio, questions the bloc’s defence chief what short-term solutions are available under these circumstances to ensure the supply of weapons to Ukraine. “It appears that Ukrainians are much more able [than the EU] to quickly surge production of different weapons […]. What we need to see as a bigger issue, is that at the moment, despite all our investments into defence, Russia is outproducing us – quite heavily. And that really is a bad tendency. For example, in the production of cruise missiles, Russia is producing per year around 1,200 missiles. We, in the European Union, were able to produce around 300. Ukrainians last year started to produce cruise missiles, so-called Flamingos: this year they will produce around 700. The Russians are producing per year around 1,000 ballistic missiles, which were used to attack Ukraine. We are not producing [them] at all in Europe, [while] Ukrainians are starting to produce this year their own ballistic missiles.” This suggests that EU support for Ukraine could extend beyond simply supplying weapons to helping the country develop its own arms industry. So when Danièle, our colleague from Luxembourg’s Radio 100.7, asks the defence commissioner what he thinks of Ukrainian president Volodymyr Zelensky’s recent suggestion that Ukraine should join a common defence system, his answer is straightforward. “I see a lot of rationality in what President Zelensky was and is speaking about. […] First of all, we need to understand that, if Putin decides to start an aggression against NATO or EU member states, somewhere in the neighbourhood of Russia, as our military intelligence always is warning us, then we shall face a Russian battle-tested army, which is able to use millions of drones – Ukrainians are predicting that this year the Russians will be able to use around 7 or 8 million drones. So, the Russian army is today much stronger than it was back in 2022. And on our side, among EU members or members of NATO, we do not have such battle-tested experience, only Ukrainians have it. So, from that point of view, to look into possibilities of how to integrate both battle-tested Ukrainian industrial capabilities and military capabilities would be a very strong, a very big added value to the development of our European defence capabilities.” Towards a European defence union Andrius Kubilius believes that Ukraine should play a part in a genuine European Defence Union. But what is the underlying logic for achieving this? And what is the way forward? “We need to look at how to create some kind of a broader system of defence, which would be broader than the European Union, and which would also allow us to overcome such problems such as some countries, for the time being, not agreeing to have Ukraine as a member of NATO. That is why the idea which is called the European Defence Union […], that idea is what we are working on.” The Lithuanian commissioner advocates a bold vision involving the ratification of a new pan-European, intergovernmental treaty on defence. This approach offers numerous advantages, as he explains to Euranet Plus. “It will demand, maybe […] a new additional intergovernmental treaty, which would allow us to establish some kind of network of different member states, united for common defence:- having as a leadership, what we call a European Security Council; – being able to make decisions on a majority voting principle, not being blocked by anybody who wants to veto everything; – and then perhaps also such a treaty could have clear provisions also about the possibility of creating a European army, which we were talking before. So this idea of a European Defence Union, where among EU member states or next to EU member states, we could have also the United Kingdom, Norway, Ukraine, maybe some other countries, that’s what I see as a very important perspective.” Space mission: down to earth Kubilius is not only responsible for defence: space is also part of his portfolio. Our colleague Neža, from Austrian radio station Agora, asks him about the bloc’s space ambitions, particularly in light of NASA’s recent Artemis II milestone. Will we ever see European astronauts on the Moon? “We should not forget that some very important components in that mission were produced by Europeans. And this spaceship, Orion, would not be able to reach the Moon without the European propulsion system. I will not go into the details, but we can be proud that we were also part of that mission. Now, you know, I cannot predict when Europeans also, as astronauts, will land on the Moon, but we are quite active with the exploration of the Moon, and perhaps we shall expand our programmes using different robotic instruments.” When it comes to space policy, the commissioner calls for both feet to be kept on the ground. Although the Union may enter the space race later than the US, it has other strengths in space exploration. Its main focus is engineering, precision, and long-term systems, and it often produces technology of a very high standard, including for Moon exploration. This could involve robotic missions rather than human missions, for example. “Usually, we are not so good at some kind of „romantic“ – you know, „first movers into new frontiers” – we are good at coming up with good technologies in the development of those frontiers. That has happened, for example, with Galileo: we were late in starting to develop our navigation system, but now it’s the best system in the world. The same with Copernicus. So, I think that we shall be in the future on the Moon, maybe with a specific European approach. But definitely we need to understand that a totally new era in exploration of space has started with the Artemis II mission.”

  22. 79

    V Šiško prihajajo kultni The Necks I Die Kultband The Necks kommt nach Šiška

    V aprilski oddaji Urbani ritem na Radiu Agora se bomo potopili v živahen pomladni koncertni utrip. Sprehodili se bomo od razigranega humorja in rocka skupine Ana Pupedan v Gali hali na Metelkovi do brezčasne satire Ramba Amadeusa v Orto baru. Ujeli bomo elektroniko dueta Electric Rastrello v AKC NAMA v Škofji Loki, nato pa dvakrat zavili v Kino Šiška – najprej k legendarni francoski zasedbi Les Négresses Vertes, potem pa še k hipnotični Yasmine Hamdan. V Gali hali bodo nastopili tudi eksplozivni balkanski punk‑folk posebneži Kultur Shock, za konec pa v Šiški še meditativni improvizacijski nastop z avstralskim triom The Necks. In der April‑Sendung Urbani ritem auf Radio Agora tauchen wir in den lebhaften Frühlings‑Konzertpuls ein. Wir spazieren vom verspielten Humor und Rock der Gruppe Ana Pupedan in der Gala Hala auf Metelkova bis zur zeitlosen Satire von Rambo Amadeus im Orto Bar. Wir fangen die Elektronik des Duos Electric Rastrello im AKC NAMA in Škofja Loka ein und machen anschließend zweimal Halt im Kino Šiška – zuerst bei der legendären französischen Band Les Négresses Vertes und danach bei der hypnotischen Yasmine Hamdan. In der Gala Hala treten außerdem die explosiven Balkan‑Punk‑Folk‑Exzentriker Kultur Shock auf, und zum Abschluss erwartet uns in Šiška noch ein meditativ‑improvisatorischer Auftritt des australischen Trios The Necks.

  23. 78
  24. 77
  25. 76
  26. 75
  27. 74

    soziale Medien fressen liberale Demokratien

    Die überschießende Markt-Macht der Betreiber der großen Social-Media-Plattformen führt zu deutlich wahrnehmbaren Problemen für die europäischen Nutzerinnen und Nutzer. Wahlbeeinflussungen, Verletzungen der Privatsphäre und Angriffe auf die Würde der Europäerinnen und Europäer sind allerdings nichts, was man einfach hinnehmen muss. Walter Wratschko in seiner Rolle als Datenschutzexperte erklärt im Interview mit Mario Rausch die Problemfelder, aber auch die Lösungsmöglichkeiten.

  28. 73

    Faktum multikulturelles Europa – Erste Wahrnehmungen zu den Einsendungen des Aufsatzwettbewerbes

    Es ist ein Faktum: Es gibt ein multikulturelles Europa, Zuwanderung findet statt und negative Erfahrungen werden auf Seiten der einheimischen Bevölkerung und auf Seiten der zugewanderten Menschen gemacht. Betroffene haben im Aufsatzwettbewerb des „Club tre popoli“ und des „Europahauses Klagenfurt“ zahlreiche Vorschläge für ein gelungenes Zusammenleben gemacht. In dieser Sendung berichten Walter Wratschko und Mario Rausch über die Erkenntnisse aus den Einsendungen. 

  29. 72

    Ethik und Demokratie im Alpe Adria Raum – Interview mit Cornelia Stefan

    Cornelia Stefan ist eine österreichische Philosophin an der AAU, welche sich auf Ethik, Technik- und Kulturphilosophie mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz spezialisiert hat. Ausserdem lebt sie in Triest und beschäftigt sich mit der Frage, wie ein demokratisches Zusammenleben in EUropa nachhaltig funktionieren kann. Das ist die Bandbreite, über die wir in dieser Sendung plaudern werden.

  30. 71

    Landessieger beim Wettbewerb „United Music“ ESC

    Spremljali smo učenke in učence Gimnazije BORG Bad Radkersburg pri pripravi svojega glasbeno pevskega projekta, s katerim so postali zmagovalci državnega tekmovanja »United Music« in se bodo maja udeležili tekmovanja „Pesem Evrovizije“ 2026.   Wir begleiteten die Schülerinnen und Schüler des BORG Bad Radkersburg bei der Aufnahme ihres Musik- und Gesangsprojektes, mit dem sie den nationalen Wettbewerb „United Music“ gewonnen haben und im Mai am Eurovision Song Contest 2026 teilnehmen werden.

  31. 70

    KAZ im April

    Pogovor o mirovni platformi, avtorju Mladenu Saviću ter bolezni ME/CFS. To je le nekaj tem, ki jih najdete v aprilski številki novega kaz.-a. Kärntner Allgemeine Zeitung. Na 32 straneh so za vas zbrali številne zanimive članke. Naša gostja v studiu je Bettina Pirker. Ein Gespräch über die Friedensplattform, den Autor Mladen Savić sowie über das Leben mit ME/CFS. Das sind nur einige der Themen, die Sie in der Aprilausgabe der KAZ „Kärntner Allgemeinen Zeitung“ finden. Auf 32 Seiten wurden zahlreiche interessante Artikel für Sie zusammengestellt. Zu Gast im Studio ist Bettina Pirker.

  32. 69

    Izidor Stern razstavlja v Muzeju Ernsta Fuchsa

    Bela površina, plemenite kovine in besede, ki jih je treba napisati z roko. To je svet Izidorja Sterna. Nekaj dni pred odprtjem razstave »Weißes Arkadien« v vili Otta Wagnerja na Dunaju smo se z njim pogovarjali o dialogu s pokojnim Ernstom Fuchsom, o slovenskem jeziku in o tem, kaj pomeni vstopiti kot prvi zunanji umetnik v hišo, ki je sama po sebi umetnina. Weiße Fläche, Edelmetalle und Worte, die von Hand geschrieben werden müssen. Das ist die Welt von Izidor Stern. Wenige Tage vor der Eröffnung der Ausstellung »Weißes Arkadien« in der Otto Wagner Villa in Wien haben wir mit ihm über den Dialog mit dem verstorbenen Ernst Fuchs gesprochen, über die slowenische Sprache und darüber, was es bedeutet, als erster externer Künstler ein Haus zu betreten, das selbst ein Kunstwerk ist.

  33. 68

    Gedanken- und Körperloting

    Die Sendung DDS News widmet sich dem Thema geistige und körperliche Fitness. Radiomacherin Bianca Findenig begrüßt dazu den Gast Willi Pinter. In der Sendung spricht er über seine Arbeit, die er als Berufung versteht. Seit vielen Jahren motiviert er Menschen dazu, regelmäßig in Bewegung zu bleiben. Dabei erläutert er ausführlich die Vorteile von Bewegung sowie den Aufbau und die langfristige Erhaltung der körperlichen und geistigen Fitness.

  34. 67

    Franc Šivic – Zdravilni učinki čebeljih pridelkov

    Čebelar Franc Šivic razkriva, kako čebelji pridelki vplivajo na naše zdravje. Med, propolis in drugi naravni izdelki pomagajo pri zaščiti telesa in dobrem počutju. Ne zamudite zanimivega prispevka o moči narave. Der Imker Franc Šivic zeigt, wie Bienenprodukte unsere Gesundheit beeinflussen. Honig, Propolis und andere Naturprodukte unterstützen unseren Körper und unser Wohlbefinden. Verpassen Sie nicht diesen interessanten Beitrag über die Kraft der Natur. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja

  35. 66

    MurA KulturA

    Meja, ki povezuje, zvok, ki razmišlja ter sosedje, ki se spoznavajo – tako bi lahko povzeli projekt Mura Kultura. Preverili smo odmeve omenjenega projekta, v katerem so moči združili Zavod Muzej norosti, Pavlova hiša in Zavod Melem. Kako sta se v dvojezičnem duhu srečala grad Cmurek in Potrna ter kaj nam je o skupnem prostoru povedal unikaten glasbeno humanistični performans?  V prispevku Nike Škof. Eine Grenze, die verbindet, Klänge, die zum Nachdenken anregen, und Nachbarn, die sich kennenlernen – so ließe sich das Projekt „Mura Kultura“ zusammenfassen. Wir haben uns die Resonanz auf das genannte Projekt angesehen, bei dem das Institut „Museum der Verrücktheit“, das Pavlova-Haus und das Institut Melem ihre Kräfte gebündelt haben. Wie sind sich das Schloss Cmurek und Potrna im Zeichen der Zweisprachigkeit begegnet und was hat uns die einzigartige musikalisch-humanistische Performance über den gemeinsamen Raum erzählt?  In einem Beitrag von Nika Škof.

  36. 65

    „LIV, LOVE, LAUGH STRÖMQUIST“

    V prostorih Kammerlichtspiele v Celovcu nastaja predstava „LIV, LOVE, LAUGH STRÖMQUIST“, ki združuje humor, kritiko in izjemno igralsko energijo. Pogovarjali smo se z režiserko Sarah Rebecca Kühl ter igralcema Sabine in Miho Kristof-Kranzelbinder o procesu ustvarjanja, izzivih in aktualnosti teme. In den Proberäumen der Kammerlichtspiele in Klagenfurt entsteht ein Theaterstück, das Humor, Kritik und starke Schauspielkunst vereint. Wir haben mit Regisseurin Sarah Rebecca Kühl sowie den Schauspieler_innen Sabine und Miha Kristof-Kranzelbinder über den Entstehungsprozess, Herausforderungen und die Aktualität des Themas gesprochen. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja Foto: Natalija Hartmann

  37. 64

    MurArt: projekt, ki je povezal učence iz obeh strani Mure I Ein Projekt, das Schüler von beiden Seiten der Mur zusammengebracht hat

    Meje so včasih le črte na zemljevidu, spet drugič pa globoke vrzeli v naših glavah. Reka Mura, ki nas ločuje od sosedov, je bila dolgo simbol te razdalje, a projekt MurArt je eden izmed tistih, ki ju spreminjajo v skupno ustvarjalno igrišče. Gre za čezmejno sodelovanje v okviru programa Interreg Slovenija-Avstrija, kjer sta moči združila Zavod MIKSeR iz Radenec in Pavlova hiša iz Potrne I Laafelda. Njihov cilj je skozi ustvarjalnost in umetnost mladim pokazati, da ‚tisto tam čez‘ ni tujina, ampak prostor za nove prijatelje. Kako so povezali mlade z obeh strani meje, je preverila Nika Škof. Grenzen sind manchmal nur Linien auf der Landkarte, ein anderes Mal hingegen tiefe Gräben in unseren Köpfen. Der Fluss Mura, der uns von unseren Nachbarn trennt, war lange Zeit ein Symbol dieser Distanz, doch das Projekt MurArt gehört zu jenen Initiativen, die diese Distanz in einen gemeinsamen kreativen Spielraum verwandeln. Es handelt sich um eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen des Programms Interreg Slowenien-Österreich, bei der das Institut MIKSeR aus Radenci und das Pavelhaus I Pavlova hiša aus Laafeld I Potrna ihre Kräfte gebündelt haben. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen durch Kreativität und Kunst zu zeigen, dass „das dort drüben“ kein fremdes Land ist, sondern ein Ort, an dem man neue Freunde finden kann. Wie sie junge Menschen von beiden Seiten der Grenze zusammengebracht haben, hat Nika Škof untersucht.

  38. 63

    Meeresspiegelungen „Im Fluss“ | Christine de Pauli

    Meeresspiegelungen im Fluss – Zum 80. Geburtstag der Künstlerin Christine De Pauli Gespräch mit der Künstlerin zur Ausstellung „Im Fluss“ in Schloss Ebenau/Galerie Walker im Rosental „Wir müsssen uns das Staunen und die Freude an der Schönheit erhalten“ – Christine de Pauli Eindrucksvolle, zu staunender Stille einladende Gemälde entführen Kunstinteressierte im Schloss Ebenau (Galerie Walker) im Rosental südlich von Klagenfurt an das Meer. Christine de Pauli zeigt im Rahmen der Ausstellung „Im Fluss“ Werke, die von Gewässern und Musik inspiriert sind. Impressionistisch anmutende Kunstschönheit geprägt von bewegter, schimmender Tonalität in Meeresblau im reflexiven Spiel von Sonnenlicht und Wellen. Ein Gespräch mit der Künstlerin Christine de Pauli anlässlich ihres 80. Geburtstags. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner Anmerkung: „Im Fluss“ ist der Titel der Ausstellung im Schloss Ebenau im Rosental mit den Künstlerinnen Christine de Pauli und Alexandra Deutsch anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Galerie Walker. Das Gespräch mit Alexandra Deutsch folgt in der nächsten Sendung  am 20.5. bzw. zum Nachören nach Ausstrahlung hier: https://cba.media/773095  

  39. 62

    China: friend or foe?

    Amid global turmoil, Brussels seeks to take back control over the EU’s relationship with China. Next week, the European Commission will hold an ‘orientation debate on EU-China relations’. It will take place at the level of the College of Commissioners, meaning that it is a closed, strategic discussion intended to set political direction, in general terms, following recent tensions and shifts in the relationship between Brussels and Beijing. A changing world order Over the past decade, China has become more authoritarian domestically and more assertive internationally, with the European Union coming to view China as both a must-have partner and a fierce rival. But going forward, Brussels needs a coherent, proactive, long-term strategy for its relations with China, one that addresses issues related to the global order, human rights, economic security and also conflict prevention. Alicia García-Herrero is chief economist for the Asia-Pacific region at the major French corporate and investment bank Natixis. She is also a fellow at two think-tanks: Bruegel in Europe and the East Asian Institute in Singapore. She tells our colleagues at esRadio Castilla y León that while the EU really does need a better relationship with China, especially in light of its deteriorating relationship with the United States, China is not making this easy. Alicia García-Herrero, Chief Economist for the Asia-Pacific at Natixis (in Spanish): “China is not really offering Europe anything that, shall we say, improves either the economic conditions – that is, the relationship itself – or the net benefit to Europe from this relationship… since for the time being, such a benefit does not exist. But there is also the problem […] that China continues to support Russia in the war against Ukraine. And these two things – the fact that we are not gaining economically, we have a huge trade deficit, with companies making very little money in China, and also the security issue with Russia – mean that Europe wants to improve the relationship, but cannot quite see how to do so.” Yet, she goes on, if we look beyond the economy, there are certainly benefits to cooperation – and these benefits are mutual. Alicia García-Herrero, Chief Economist for the Asia-Pacific at Natixis (in Spanish): “There are certainly areas where we can cooperate. Everything I refer to as ‘global goods’, from space to climate change. There are so many areas where we need one another. I don’t want to hear it said even once more that we need China. No, we need one another.” A European Parliament delegation from the Committee on the Internal Market and Consumer Protection visited China last week (31 March to 2 April) – the first such trip in eight years. The visit may have focused on e-commerce, product safety and compliance with EU rules, but it is a clear sign that Beijing and Brussels are cautiously trying to renew dialogue. Indeed, Lithuanian Renew Europe MEP Petras Auštrevičius believes that China is on a mission to reshape how it is perceived in Europe. And he cautions the bloc against “political naivety” – in other words, against putting business interests before politics. He is speaking to Žinių Radijas. Petras Auštrevičius, Member of the European Parliament – Renew Europe, Lithuania (in Lithuanian): “The Chinese are trying to influence the views of Members of the European Parliament and, apparently, those of some member states as well. ‘Let’s trade, let’s be friends,’ they say, ‘those disagreements have been resolved, everything is fine now’. In other words, let’s sit down at the table as partners and forget about all that rivalry. Some, in my view, have already caught this ‘bug’, but I do not believe this is the right approach. In essence, it would be quite disastrous to forget that China is a strategic rival. Even more so if we consider its special relationship with Russia and the threats arising from this, especially for those member states on the eastern flank.” https://www.ziniuradijas.lt/laidos/euranet-plius/gyvenu-europoje-ar-europos-sajunga-nori-stiprinti-rysius-su-kinija-ka-darys-lietuva?video=1 Numerous commentators suggest that, more important than fostering closer links with the US and China, Europe must assert itself as a strong ‘third bloc’ in the changing world order – essentially forming a triangle with these powers. But conservative politician and former Portuguese foreign minister Paulo Portas believes this position – at least in the eyes of Beijing and Washington – may already have been filled. Speaking at a recent Social Democratic Party event covered by Renascença, Portas said that Europe is struggling to prevent itself from becoming a geopolitical “outsider”. Paulo Portas, Former Foreign Minister of Portugal (in Portuguese): “Stemming from this notion of a system of powers – which is a nascent idea that is gaining traction – there appears to be a concept circulating in certain circles close to the US administration of a ‘triangle of powers’. And this triangle of powers would basically consist of the United States, China and Russia. This is where the problem lies. First, because elevating Russia to the status of a superpower is a clear exaggeration. Unlike China, Russia has never diversified its economy. Oil, gas, gas, oil… occasionally a few diamonds, occasionally some gold, but essentially fossil fuels. […] And this triangle – the US, China and Russia – is evidently formed at Europe’s expense. The one not in the triangle is Europe.” https://rr.pt/noticia/politica/2026/03/10/paulo-portas-pede-estabilidade-e-avisa-que-aumento-de-salarios-so-com-mais-produtividade/462514/ So, Portas thinks the US view of the world order is tri-polar. Meanwhile, Alicia García-Herrero believes Beijing’s preferred world order is somewhat different: more like a bicycle wheel. Alicia García-Herrero, Chief Economist for the Asia-Pacific at Natixis (in Spanish): “Essentially, it’s a world where China dominates and has Russia, India, Brazil and Europe radiating out from the centre, which is China. This [hub-and-spoke scenario] doesn’t suit us at all, because we’d simply be one of the ‘spokes’ – that is, there’s a sort of central point where China is, and you’re a branch off this. And the idea is that there should be no interconnection between all these branches extending out from China. But that doesn’t suit us. We must build relationships with the rest of the world, with everyone, with as many countries as we can – with India, with Pakistan, with everyone – to create a network of connections.” In practical terms… In response to the somewhat uncomfortable position in which the EU finds itself, one practical approach it is taking is to develop a ‘de-risking‘ strategy aimed at reducing its dependence on foreign powers without completely disengaging. This strategy emphasises targeted risk management, diversification and strengthening the EU’s own capabilities. One area in which this is critical – if you’ll pardon the pun – is that of critical raw materials, in particular rare earths. The EU still depends almost solely on China for these, as confirmed by a European Court of Auditors report that has just been released. Keit Pentus-Rosimannus, a member of the ECA, talks to Kuku Raadio. Keit Pentus-Rosimannus, Member of the European Court of Auditors (in Estonian): “When it comes to rare earth metals, for example, China essentially has a monopoly. China currently dominates the market for all such critical materials. At the same time, I don’t like how this is sometimes over-mystified. What China has done is nothing superhuman – they just got started very early. It was back in the 1980s when China decided to invest heavily in the field of raw materials. And they have developed the entire production chain, from exploration and extraction through to processing, recycling and even reuse. So, the entire chain has been developed in China. But they aren’t really doing anything fundamentally different from what the EU is trying to do now; it’s just that we started much later.” But, Pentu-Rosimannus adds, Europe has finally woken up and seems more willing, now, to put its money where its mouth is. Keit Pentus-Rosimannus, Member of the European Court of Auditors (in Estonian): “Over the last two EU budgets, a total of 1.8 billion euros has been allocated to sectors related to critical raw materials. Now, following the publication of our report, the European Commission has pledged to mobilise an additional three billion euros over the next 12 months. This is not direct funding; it is support for these projects in the form of various guarantees. They can succeed, if they are given a little push and make a concerted effort.” https://kuku.pleier.ee/uudised/euroopa-julgeolek-algab-rahast-ja-toorainest 

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    Pride-Termine 2026 & Weltpolitik

    In der heutigen Folge gibt es für euch eine kleine Auflistung aller bestätigten Pride-Paraden in Österreich für das Jahr 2026, sowie einiger internationaler Pride-Termine. Darüber hinaus sprechen wir ein wenig über die neuesten Entwicklungen in den USA; einerseits allgemein- und weltpolitisch, andererseits auch speziell für die queere Community. Umrahmt wird das Ganze mit queerer Musik aus allen möglichen Genres.

  41. 60

    Vive l’Europe! #70 – Demokratie muss aktiv gelernt werden

    Zakaj demokracije ne moremo jemati kot samoumevne? Mladi v Avstriji vidijo prednosti demokratičnih sistemov, vendar imajo pogosto ambivalenten odnos do demokratičnih institucij. Ugotavljali bomo, kakšen pomen imajo izobraževanje, sodelovanje in medijska pismenost za krepitev zaupanja v demokracijo. Posebno pozornost pa namenimo vlogi šole kot prostora, kjer se demokracija ne le predstavi, temveč se jo tudi preizkusi v praksi. Demokratische Verhaltensweisen sind keine angeborene Eigenschaft, sie müssen geübt und täglich gelernt werden, um das Gemeinwesen aktiv zu gestalten – so eine jener Kernbotschaften die FH-Prof. Dr. Martin Klemenjak als Prinzipien einer demokratiepolitischen Bildung forciert. Einstellungen zur Demokratie interpretiert in dieser Reportage Martina Ott MA von der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg, die meint, dass die Schule auch Möglichkeiten bieten müsse, um demokratisches Handeln auszuprobieren. Eine intensivere Medienbildung fordert EU-Abgeordneter Hannes Heide, der einen Ausbau der EU-Mobilitätsangebote wünscht. Martina Ott, sie ist eine der Autorinnen der Studie „Lebenswelten 2025 – Einstellungen und Werte von Jugendlichen in Österreich“ der Pädagogischen Hochschulen Österreichs, verdeutlicht vorweg (einige) zentrale Ergebnisse zu Einstellungen zur Demokratie: Die Ergebnisse unserer Studie zeigen zum Bereich Demokratie von Jugendlichen in Österreich ein durchaus ambivalentes Bild. Jugendliche stehen grundlegend klar hinter demokratischen Grundwerten. Zum Beispiel geben über 80% der jungen Menschen an, dass sie der Meinung sind, dass man wählen gehen sollte, und ähnlich viele finden auch, dass es wichtig ist, einen Kompromiss bei unterschiedlichen Meinungen zu finden. Aber gleichzeitig sind sie mit der Art und Weise, wie Demokratie in Österreich funktioniert, mittlerweile etwas unzufriedener. Das bedeutet, dass 2020 rund 70% unserer Jugendlichen noch sehr oder eher zufrieden waren, und jetzt sinkt diese Zufriedenheit auf 42% im Jahr 2025. Das zeigt also zusammengenommen, dass Demokratie als Wert zwar stark ist, aber die konkrete Umsetzung doch deutlich kritisiert wird von Jugendlichen. Nachtrag: Etwa 15.000 Jugendliche der Altersgruppe 14 – 18 Jahre beteiligten sich an der Erhebung. Es zeigt sich also, dass die Akzeptanz demokratischer Werte zwar deutlich ausgeprägt sei, doch das Vertrauen in demokratische Institutionen sei eher „eingeschränkt“ – Erläuterungen der Sozialwissenschaftlerin Martina Ott lauten dazu: Die demokratischen Werte, wie Sie gerade gesagt haben, beispielsweise die Kompromissbereitschaft, wird klar unterstützt. Beim Vertrauen in die Institutionen sieht es aber anders aus. Während beispielsweise Wissenschaft einen sehr hohen Vertrauensindex aufweist, ist es beispielsweise auf nationaler Ebene in Bezug auf die Bundesregierung, die Parlamente oder insbesondere in die politischen Parteien weniger deutlich ausgeprägt. Interessanterweise vertrauen aber Jugendliche lokalen politischen Akteuren, wie beispielsweise BürgermeisterInnen, schon. Hier sagen 25%, dass sie diesem sehr vertrauen und weitere 43% eher. Also das Misstrauen ist hier sehr niedrig. Eine mögliche Erklärung zwischen dieser Ambivalenz zwischen hohen demokratischen Werten, aber dem Misstrauen zum Teil in die politischen Parteien, könnte beispielsweise darauf zurückzuführen sein, dass demokratische Werte mehr als die Parteienpolitik ist. Sie spiegeln nämlich Grundhaltungen einer Gesellschaft wider, die auch von Jugendlichen mitgetragen werden. Man kann zwar grundlegend für Demokratie sein, aber gleichzeitig gegenüber politischen Parteien eine gewisse Skepsis haben. Eine weitere Erklärung könnte die folgende sein: In unserer Studie geben nämlich 62% der Jugendlichen an, dass sie das Gefühl haben, dass sich Politiker nicht wirklich für sie interessieren und nicht auf das eingehen, was Menschen wie sie denken. Das zeigt nämlich in weiterer Folge, dass sie sich durch Politik weniger repräsentiert fühlen und auch nicht gehört fühlen. Das kann, und das zeigen andere Studien, langfristig das Vertrauen in politische bestehende Schwächen. Pointierter äußert sich zu den Ergebnissen der hier erwähnten Studie der EU-Abgeordneter Hannes Heide und meint: Die Ergebnisse dieser Studie sind höchst alarmierend. Es ist Feuer am Dach, wenn nur 42% der Jugendlichen mit der Demokratie zufrieden sind. Wenn das Vertrauen in politische Parteien bei 38%, ins Parlament bei 58% liegt. Nur 49% der jungen Menschen in Österreich sind demnach politisch interessiert. Und im Bewusstsein, dass 16-Jährige wählen können, heißt das für mich nichts anderes, als dass deutlich mehr politische Bildung an unseren Schulen notwendig ist. Zu konkreten Forderung etwas später. Vorerst noch weitere Vertiefungen zu Bewertungen der Demokratie – Martin Klemenjak beobachtet ebenso wie Martina Ott abnehmende Möglichkeiten zur Repräsentation von Jugendlichen, die zu der bereits angesprochen Demokratie-Unzufriedenheit führen: Also das heißt, junge Menschen erleben sich weniger repräsentiert vom politischen System und hier insbesondere, wie schon angekündigt, vom Nationalrat, vom Parlament oder auch von der Bundesregierung. Und das birgt aus meiner Sicht gesellschaftspolitischen Sprengstoff, denn wenn sich junge Menschen nicht repräsentiert fühlen, das Vertrauen zurückgeht, muss hier aus meiner Sicht unbedingt angesetzt werden. Einen dieser Ansätze, nämlich das Konzept einer demokratiepolitischen Bildung, die Martin Klemenjak sowohl in seiner Forschung als auch in der täglichen Lehrtätigkeit verwirklicht, benennt er – mit Verweis auf den Bildungs- und Demokratietheoretiker Oskar Negt und eine seiner Publikationen „Der politische Mensch. Demokratie als Lebensform“ – so: Also Negt geht davon aus, dass Demokratie die einzige politisch verfasste Gesellschaftsordnung ist, die gelernt werden muss und nach Negt beginnt das in der Elementarpädagogik, geht über die Schule, das Erwachsenenalter und bis ins hohe Alter hinein. Also man muss sagen, der Mensch ist demnach nicht als politisches Wesen geboren, sondern es gilt eben demokratische Verhaltensweisen zu üben und um dann in weiterer Folge eben politische Verhältnisse auch gestalten zu können. Wie gesagt, über die gesamte Lebensspanne. Was hier besonders wichtig ist, ist, dass es nicht darum geht, Faktenwissen zu lernen oder auswendig zu lernen, sondern Orientierungswissen zu erlangen. Und Negt verweist ja auch auf sechs Kompetenzen, die dann durch exemplarisches Lernen erworben werden. Und exemplarisch kann man da auch sagen, eine dieser zentralen Kompetenzen ist die Gerechtigkeitskompetenz, die mir ganz wesentlich erscheint, um Menschen dafür zu sensibilisieren, dass sie Recht von Unrecht unterscheiden können, oder auch zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, wie gesagt: Also Gerechtigkeitskompetenz als eine dieser zentralen Kompetenzen. Weiterführend zu diesen Gedanken, warum wir Demokratie permanent lernen müssen und das demokratische System sich prinzipiell von autoritären Formen unterscheidet, meint Klemenjak: Also Gesellschaften verändern sich ja, das ist gut, das ist richtig so, dass das nichts Statisches ist, was einmal erworben wurde, wo man einmal denkt, wir leben in einer Demokratie, und das korrespondiert ja auch damit, wie sich Demokratien in Autokratien oder in andere Formen entwickeln, dass das ständig, dass es nichts vererbt werden kann oder weitervererbt wird, sondern tagtäglich neu erkämpft werden muss, mit neuen Formen, ob das digital oder in anderen Formen ist. Genau das braucht es. Also es braucht quasi ein ständiges, tägliches Bemühen, um die Gesellschaft, um unser Gemeinwesen weiterzuentwickeln. Also natürlich auf der Ebene des Gemeinwesens, aber auch immer aufgrund von individuellen Bezugspunkten. Nun stellt sich die Frage, welche partizipativen Formen oder Modelle würden dieser Idee einer demokratiepolitischen Beteiligung gerecht werden? Es gibt unterschiedliche Ansätze. Denken wir an den Bürger*innenrat, an Demokratiewerkstätten oder auch an die Zukunftswerkstatt. Und gerade bei der letzten, bei der Zukunftswerkstatt möchte ich bleiben, die ja zurückgeht auf den Zukunftsforscher Robert Jungk und Kollegen, die hier vor allem in den 1960er Jahren, den 1970er Jahren ein Modell entwickelt haben, das sich vor allem dahingehend auflehnen soll, dass nicht Obrigkeiten und höhergestellte Personen die Entscheidung treffen, sondern das partizipativ getroffen werden soll. Und da wäre zum Beispiel dieses Phasenmodell der Zukunftswerkstatt zu nennen: die Kritikphase, die Utopiephase und die Realisierungsphase. Also, dass Menschen in ihrem Gemeinwesen den Status quo kritisieren, sagen, was nicht passt, was nicht in Ordnung ist, um dann Idealvorstellungen zu entwickeln. Also wenn es keine Restriktionen, keine Einschränkungen gibt, alles ist möglich, wie wäre so das ideale Gemeinwesen zu entwickeln, um dann im dritten Schritt herauszustreichen und sagen: Welche konkreten Maßnahmen sollen beispielsweise kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden? Das wäre so ein sehr taugliches Modell oder eine sehr taugliche Methode, um hier partizipativ zu arbeiten. Eine demokratiepolitische Schlussfolgerung, die der Studienautorin Martina Ott wesentlich erscheint, lautet: Für mich wäre eine Schlussfolgerung folgende: Nämlich, dass Demokratiebildung essenziell ist. Wir, also alle gemeinsam in einer Demokratie, müssen Demokratie für Jugendliche stärker erfahrbar und erlebbar machen. Wir müssen also Orte schaffen oder Orte, die vorhanden sind, dazu öffnen, dass man dort Demokratie einüben kann. Ideal wäre dafür die Schule. Schüler:innen sind sowieso in dieser Institution. In unserer Studie geben nämlich über 80% der Jugendlichen an, dass sie in der Schule demokratische Werte lernen. Beispielsweise, dass es unterschiedliche Meinungen zu einem Thema gibt, dass man verschiedene Meinungen begründen muss. Und auch rund 3/4 der Jugendlichen sagen, dass alle die gleichen Rechte haben. Eine ähnliche Größe gibt auch an, dass bei Entscheidungsfindungsprozessen diese nachvollziehbar sein müssen. Das ist wichtiges und essenzielles Wissen über Demokratie. Aber es ist noch kein demokratisches Handeln und Einüben. Denn unsere Ergebnisse zeigen auch, dass Jugendliche Schule weniger als Ort der echten Mitbestimmung erleben. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen stimmt nämlich voll oder eher zu, dass Entscheidungen komplett ohne sie getroffen werden und sie nicht nach ihrer Meinung gefragt werden und wenn, dann nur informiert werden. Genau hier muss man ansetzen. Es braucht konkrete Möglichkeiten, um sich einzubringen, um zu erleben, dass seine eigene Meinung zählt. Sie müssen in der Schule also die Möglichkeit haben, demokratisches Handeln auszuprobieren, einzuüben, manchmal erfolgreich zu sein und auch einmal zu scheitern. Das gehört dazu. Denn das Vertrauen in Demokratie ist essenziell. Dazu braucht es natürlich Wissen, aber es entsteht vor allem auch durch eigene Erfahrungen an Beteiligung. Mehr Medienkompetenz sei, nach Ansicht von EU-Abgeordneten Hannes Heide erforderlich, damit notwendiges Hintergrundwissen vertieft werden kann: Vermittlung von Medienkompetenz, Wissen und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Angeboten sind zentral. Umso mehr, als wir wissen, wo Jugendliche sich über Politik informieren, nämlich auf Internetplattformen. Und sie selbst fühlen sich dabei nicht wohl. Auf europäischer Ebene gibt es Studien, wonach mehr als 3/4 der jungen Europäerinnen und Europäer laut Selbsteinschätzung angeben, zu wenig digitale Kompetenzen zu haben. Die EU hat mit ihren Maßnahmen für Sicherheit und gegen Desinformation im Internet konsequent reagiert. Der Digital Services Act ist aus meiner Sicht das beste Beispiel dafür. Beispielhaft erwähnt der Europaabgeordnete das Beteiligungsmodell „Jugendcheck“ bei dem Jugendliche, bis hin zu Gesetzesbegutachtungen, in Entscheidungen eingebunden werden: Jugendvertreterinnen und -vertreter aus allen Mitgliedsländern sind in Entscheidungen zu bedeutenden europäischen Vorhaben, dazu gehören auch Gesetzeswerdungsprozesse, eingebunden. Der Aktionsplan der Europäischen Kommission gegen Cyberbullying oder der Kompass für europäische Kulturpolitik sind mit Beteiligung junger Bürgerinnen und Bürger entstanden. Und die EU zeigt, dass sie nicht abgekapselt agieren möchte. Sie bietet viele Informations- und Diskussionsformate an und viele Jugendliche beteiligen sich auch daran mit viel Motivation. Und vieles von dem, was sie engagiert an Zielen und Anregungen ausarbeiten, fließt tatsächlich in die Entscheidungsfindung ein. Damit solche Formate erfolgreich sein können, müssen sie sich noch viel mehr öffnen für junge Menschen im ländlichen Raum oder in der Peripherie. Denn gerade dort ist die Skepsis an und der Zugang zu politischen Prozessen größer als in den urbanen Zentren. Und daher sollten auch Mittel aus EU-Förderprogrammen zur Stärkung des ländlichen Raums viel mehr für Jugend- und Kulturprojekte genützt werden. Jugendliche sollen unterstützt werden, selbst Ideen einzubringen und auch verwirklichen zu können. Sozialpolitische Handlungsempfehlungen, damit sich der Demokratieindex generell aber insbesondere bei Jugendlichen verbessert, wären für Martin Klemenjak: Es braucht aus meiner Sicht nicht mehr Institutionenlehre, sondern es braucht partizipative Formate, Medienbildung, Demokratie und Partizipation, also solche Formen, wo das wirklich sehr praxisnah erlernt wird und auch gekoppelt jetzt, wenn es in Richtung KI zum Beispiel geht, also natürlich auch zu hinterfragen, zu schauen, was machen diverse Plattformen, was machen diverse Apps mit einem. Also denken wir jetzt zum Beispiel an Grok. Also hier einfach, was bedeutet das, wie funktionieren Algorithmen und so weiter. Und genau da ist das ein guter Ansatz jetzt, der in den Schulen geplant ist, aber es braucht aus meiner Sicht noch viel mehr für Jugendliche, aber natürlich auch für Erwachsene, für ältere Menschen, einfach zusätzliche Angebote von der Schule über die Erwachsenenbildung bis ins hohe Alter. Und schließlich, nochmals zurück auf die europäischen Ebene – es betrifft die EU-Jugend-Förderprogramme, die neben dem Aspekt der politischen Bildung auch die Sensibilität für europäische Grundwerte fördern kann: Unverzichtbar, um gesellschaftspolitisches Interesse zu wecken, ist es auch, die äußerst erfolgreichen Mobilitätsangebote der EU wie „Erasmus+“ oder das „Solidaritätskorps“ auszubauen. Noch mehr Jugendliche in Europa sollen so den Zugang zu diesen Programmen haben. Die politischen Verantwortlichen auf allen Ebenen, von Gemeinden, Ländern, Bund und EU müssen zusammenarbeiten und handeln, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei den jungen Bürgerinnen und Bürgern zurückzugewinnen. Letztlich geht es um unsere Demokratie und die ist und bleibt Grundlage unseres Wohlstandes.   Martina Ott izpostavi rezultate raziskave Lebenswelten 2025, ki kažejo na razkorak med vrednotami in zaupanjem. Demokracija kot vrednota je sicer močna, vendar je konkretna izvedba deležna precej kritik. Čeprav več kot 80 % mladih na splošno podpira demokratična načela, niso zadovoljni z demokracijo v Avstriji – delež zadovoljstva je namreč od leta 2020 upadel s 70 % na 42 %, pojasni sogovornica. Ključni problem je pomanjkanje občutka zastopanosti. 62 % mladih meni, da se politiki ne zanimajo zanje, kar vodi v nižje zaupanje v institucije, opozarja Ott. Podobno nevarnost opaža Martin Klemenjak: »Če se mladi ne čutijo zastopane, je to družbenopolitični dinamit.« Oba sogovornika se strinjata, da demokracija ni prirojena, temveč proces učenja in pridobivanja izkušenj traja vse življenje. Klemenjak zato zagovarja koncept demokratičnega izobraževanja kot stalne prakse. Ott pa dodaja, da šole sicer uspešno posredujejo znanje o demokraciji, vendar mladim premalo omogočajo dejansko sodelovanje in soudeležbo. Evropski poslanec Hannes Heide pa opozarja, da so rezultati študije alarmantni. Poudarja pomen političnega in medijskega izobraževanja ter vključevanja mladih v procese odločanja, tudi na ravni EU. Kor primer dobre prakse izpostavi novi evropski digitalni zakon, ki je nastal v sodelovanju z mladimi.  Vsi trije sogovorniki se strinjajo, da je za prihodnost demokracije ključno, da mladim omogočimo aktivno sodelovanje, saj je demokracija nekaj, kar si moramo izboriti vsak dan znova.   Kurzbiografie: Martina Ott, MA PhD ist Hochschulprofessorin am Institut für Bildungssoziologie der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Jugendforschung und Wohlbefindensforschung sowie im Bereich der schulischen Partizipation. FH-Prof. Dr. Martin Klemenjak lehrt seit 2008 an der Fachhochschule Kärnten – Fakultät Gesundheit & Soziales als Professor für Berufs- und Erwachsenenbildung sowie Politische Bildung. Er ist auch wissenschaftlicher Leiter des Hochschullehrgangs „Soziale Handlungskompetenzen für die Betriebsratstätigkeit“ an der Fachhochschule Kärnten ACADEMY und Mitinitiator der „Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung“. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen Berufliche Integration, Erwachsenenbildung, Politisches System Österreichs, Sozialpolitik und Politische Partizipation. EU-Abgeordneter Hannes Heide war ab 2003 in Bad Ischl/  Oberösterreich als Stadtrat für Kultur- und Jugend zuständig und wurde 2007 zum Bürgermeister gewählt. Er ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments für die sozialdemokratische Fraktion und u.a. Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT).   Weiterführende Informationen: Demokratieindex – V-Dem: https://worldpopulationreview.com/country-rankings/v-dem-democracy-index-by-country Link zur Studie „Lebenswelten 2025 der Pädagogischen Hochschulen Österreichs: https://jugendstudie.at/ Vollversion unter: https://jugendstudie-lebenswelten.weebly.com/uploads/5/9/1/0/59105493/lw25%C3%96_endf_kl.pdf   Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič

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    Živa zemlja – zdrava prihodnost

    Je mogoče, da zemlji najbolj pomagamo prav tako, da jo pustimo pri miru? Je prst najbolj živa in rodovitna takrat, ko vanjo ne posegamo? Na to vprašanje s svojimi dolgoletnimi raziskavami in izkušnjami odgovarja ddr. Ana Vovk. V pogovoru razkriva, zakaj zemlja ne potrebuje vedno naših posegov, temveč predvsem pravo podporo – ter kako ji lahko na preprost in naraven način pomagamo tudi sami.   Ist es möglich, dass wir dem Boden am meisten helfen, indem wir ihn in Ruhe lassen? Dass der Boden am lebendigsten und fruchtbarsten ist – genau dann, wenn wir nicht in ihn eingreifen? Genau das zeigt unsere heutige Gesprächspartnerin ddr.in Ana Vovk auf Grundlage langjähriger Forschungen und eigener Erfahrungen. Warum der Boden nicht immer unsere Eingriffe braucht, sondern vor allem die richtige Unterstützung – und wie wir ihm auf ganz einfache Weise helfen können – darüber spricht sie heute mit uns.  

  43. 58

    Noč knjige 2026

    Knjiga je tiha, vendar je njena moč glasna. Vsako leto aprila se ta moč razživi v posebnem praznovanju, ki ga poznamo pod imenom Noč knjige. Na Koroškem se je ta tradicija dobro ukoreninila. Tudi letos bodo knjige v drugi polovici aprila povezale vse generacije. Predsednik in poslovodja Slovenske prosvetne zveze Mitja Rovšek o tem, kaj nas čaka na Koroškem: od literarnega večera s Tonetom Partljičem v Šentjanžu v Rožu, do glasbeno-literarnega večera v Lepenski šoli, od predstavitve knjig v celovških knjižnicah in knjigarnah, vse do Pliberka. Das Buch ist still, doch seine Kraft ist laut. Jeden April erwacht diese Kraft in einem besonderen Fest, das wir unter dem Namen Nacht des Buches kennen. In Kärnten hat sich diese Tradition fest verwurzelt. Auch in diesem Jahr werden Bücher in der zweiten Aprilhälfte alle Generationen miteinander verbinden. Der Vorsitzende und Geschäftsführer des Slowenischen Kulturverbandes Mitja Rovšek darüber, was uns in Kärnten erwartet: vom Literaturabend mit Tone Partljič in St. Johann im Rosental bis zum Musik- und Literaturabend in der Lepener Schule, von der Buchpräsentation in Klagenfurter Bibliotheken und Buchhandlungen bis nach Bleiburg.

  44. 57

    Dvojezičnost kot ključ za medkulturno posredovanje: Portret Sebastiana Walcherja I Zweisprachigkeit als Schlüssel zur interkulturellen Vermittlung: Ein Porträt von Sebastian Walcher

    Slovenska skupnost na Štajerskem je v primerjavi s Koroško manjša, a vendar obstoječa. Sebastian Walcher, prevajalec, tolmač in moderator, je v Gradcu odraščal dvojezično in razvijal ljubezen do obeh jezikov in kultur, ki ju je pretvoril tudi v svoj poklic. Ob tem deluje tudi kot član odbora Pavlove hiše. Prisluhnite njegovemu pogledu na dogajanje v slovenski skupnosti na štajerskem pa tudi njegovi osebni zgodbi odraščanja z dvema jezikoma v okolju, ki ni dvojezično. Die slowenische Gemeinschaft in der Steiermark ist im Vergleich zu Kärnten zwar kleiner, aber dennoch vorhanden. Sebastian Walcher, Übersetzer, Dolmetscher und Moderator, wuchs in Graz zweisprachig auf und entwickelte eine Liebe zu beiden Sprachen und Kulturen, die er auch zu seinem Beruf machte. Zudem ist er als Vorstandsmitglied des Pavelhauses tätig. Hören Sie sich seine Sicht auf das Geschehen in der slowenischen Gemeinschaft in der Steiermark sowie seine persönliche Geschichte des Aufwachsens mit zwei Sprachen in einem nicht zweisprachigen Umfeld an.

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    Verena Gotthardt o življenju, pisanju in novi knjigi Die jüngste Zeit

    Nekatere knjige nastajajo počasi. Ne iz oklevanja, ampak iz prepričanja, da mora biti vse na svojem mestu. Die jüngste Zeit avtorice Verene Gotthardt je ena takih knjig. Koroška avtorica slovensko liriko in nemško prozo doživlja kot dva domača kraja. V pogovoru z njo bomo spregovorili o njeni novi zbirki kratkih zgodb, o tem, kako otroštvo v literaturi postane kaj več kot spomin, in o pisanju, ki ga zaznamujeta tako fotografski objektiv kot materinstvo. Manche Bücher entstehen langsam. Nicht aus Zögern, sondern aus der Überzeugung, dass alles seinen richtigen Platz haben muss. Die jüngste Zeit von Verena Gotthardt ist ein solches Buch. Die Kärntner Autorin erlebt die slowenische Lyrik und die deutsche Prosa als zwei Heimatorte. Im Gespräch mit ihr werden wir über ihren neuen Kurzgeschichtenband sprechen, darüber, wie Kindheit in der Literatur zu mehr als nur einer Erinnerung wird, und über ein Schreiben, das sowohl vom fotografischen Objektiv als auch von der Mutterschaft geprägt ist.

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    Trening civilnega poguma proti patriarhalnemu nasilju I Zivilcouragetraining gegen patriarchale Gewalt

    Kaj storiti, ko smo priča nasilju ali nadlegovanju?  V oddaji Spol tokrat gostimo Petro Leschanz, strokovnjakinjo na področju preprečevanja nasilja, s katero bomo podrobneje osvetlili serijo delavnic z naslovom „Trening civilnega poguma proti patriarhalnemu nasilju“. Petra Leschanz poudarja, da se civilnega poguma lahko naučimo. Ne gre za to, da postanemo heroji, temveč da razvijemo solidarnost in pridobimo znanja, kako posredovati in podpreti žrtve nasilja ob tem pa sami ostati varni. Was tun, wenn wir Zeugen von Gewalt oder Belästigung werden?  In der Sendung Geschlecht begrüßen wir diesmal Petra Leschanz, Expertin auf dem Gebiet der Gewaltprävention, mit der wir die Workshop-Reihe mit dem Titel „Zivilcouragetraining gegen patriarchale Gewalt“ näher beleuchten werden. Petra Leschanz betont, dass man Zivilcourage lernen kann. Es geht nicht darum, Helden zu werden, sondern Solidarität zu entwickeln und das Wissen zu erwerben, wie man eingreifen und Opfer von Gewalt unterstützen kann, während man selbst in Sicherheit bleibt.

  47. 54

    Portret Milene Pfeiler Weston I Milena Pfeiler Weston im Porträt

    Milena Pfeiler Weston je Slovenka, ki briše meje med ljudmi, ki živijo ob Muri. Študirala je v Celovcu in New Yorku, živela v Londonu, danes pa v domačih Apačah vodi cerkveni zbor in prevzema zborovsko taktirko tudi v Radgoni. Nika Škof bo med drugim z Mileno govorila o tem, kako njene izkušnje s Koroške spreminjajo štajersko glasbeno krajino. Milena Pfeiler Weston ist eine Slowenin, die Grenzen zwischen den Menschen, die an der Mur leben, aufhebt. Sie studierte in Klagenfurt und New York, lebte in London und leitet heute in ihrer Heimatstadt Apače einen Kirchenchor; zudem übernimmt sie den Dirigentenstab des Gesangvereins Bad Radkersburg. Nika Škof wird unter anderem mit Milena darüber sprechen, wie ihre Erfahrungen aus Kärnten die steirische Musiklandschaft verändern.

  48. 53

    Windungen Vijuge

    V naši oddaji gostimo kuratorico Tanjo Prušnik. Govorili bomo o razstavi Kraftlinien – Familienbande – Energijske linije – Družinske vezi, ki združuje umetnika dveh generacij: Wolfganga Walkensteinerja in Niclasa Anatola. O dialogu med sliko in skulpturo, o transformaciji in o družinskih vezeh. In unserer Sendung ist die Kuratorin Tanja Prušnik zu Gast. Wir sprechen über die Ausstellung Kraftlinien – Familienbande, die zwei Künstlergenerationen vereint: Wolfgang Walkensteiner und Niclas Anatol. Über den Dialog zwischen Malerei und Skulptur, Transformation und familiäre Verbindungen. Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja

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    Europe holds its breath as Hungary gears up to vote

    On 12 April, Hungarians will vote in what could prove to be an era-defining parliamentary election. But will they choose to stick or twist? Viktor Orbán’s Fidesz Party came to power in a landslide victory 16 years ago, just six years after his country joined the European Union. Since then, they have held onto power comfortably, rewriting the constitution and controlling the media landscape within Hungary, while really putting the cat among the pigeons at a European level. Growing distrust The 2026 edition of CPAC Hungary, a now-annual conference of conservative forces from across the globe, took place in Budapest on 21 March. At it, Orbán and his allies criticised Brussels, promoted national sovereignty and rallied eurosceptic forces. Recent reports from media and political sources raise even more questions. While claims that Péter Szijjártó, the Hungarian foreign minister, may have leaked details of important EU meetings to Russia have not been officially confirmed, in an interview with Žinių Radijas, chief advisor to the President of Lithuania Deividas Matulionis says that he cannot rule out the possibility. Deividas Matulionis, Chief Advisor to the President of Lithuania (in Lithuanian): “First of all, the relevant EU institutions should provide their assessment. It would not come as a surprise to me, but as of today I cannot say with 100 per cent certainty that it is true. However, considering Hungary’s current position, which can at times come as an unpleasant surprise, anything is possible. It is quite difficult to imagine that 30 or 40 years ago, Hungary was something of a beacon of freedom – there was the 1956 Hungarian Revolution, and later the country went on to implement some of the most decisive reforms in terms of both democracy and the market economy when the Soviet bloc was collapsing. Now, however, it has shifted towards a position that is, I would say, clearly divisive. We find that quite shocking.” The sheer level of distrust is prompting discussions about restricting Hungarian access to sensitive information, with former Lithuanian foreign minister Antanas Valionis accusing Hungary of trying to bring down the Union from within. Antanas Valionis, Lithuania’s Former Minister of Foreign Affairs (in Lithuanian): “Szijjártó hardly ever leaves Moscow – he is constantly travelling there, constantly in talks. […] Szijjártó and Orbán are, in fact, allies of Russia – one might say [Hungary is] a Trojan horse within the European Union, sent, so to speak, to demoralise it, weaken it and undermine it, leaving some kind of, I don’t know, free trade arrangement in place of the EU.” https://www.ziniuradijas.lt/laidos/euranet-plius/gyvenu-europoje-ar-orbano-vengrija-nebeslepia-noro-sugriauti-europos-sajunga?video=1 Who is Tisza? For this reason, rarely has a national election drummed up as great a sense of anticipation, or apprehension, abroad. The centre-right, pro-European Tisza Party, led by Péter Magyar, is now the main opposition force in Hungary. And, in an interview with France’s euradio, Matthieu Boisdron – a Central European specialist and a lecturer in contemporary history at the University of Nantes – dares to suggest that an opposition candidate might finally be in a position to unseat Viktor Orbán. But, he is asked, what does Magyar actually stand for? Boisdron acknowledges that there is no major break with Orbán in sight on any front, but underlines that Tisza does bring something new to the table. Matthieu Boisdron, Lecturer in Contemporary History at the University of Nantes (in French): “In terms of economic policy or social policy, there is no real break. Indeed, it is not entirely clear what [Péter Magyar] is proposing. What he does promise, however, is to resume meaningful discussions with the European Union and, in effect, to bring Hungary out of its isolation by ousting the current government – which is, incidentally, rightly regarded as corrupt, as we have seen in recent scandals – and to effectively return decision-making power to the people and restore a measure of democracy to this country, which is currently a dysfunctional democracy.” So, is this election also, in a way, a referendum on Hungary’s place within the EU? Matthieu Boisdron, Lecturer in Contemporary History at the University of Nantes (in French): “If you want to look at it like that. That is to say that these issues are not, I think, the main concern for Hungarian voters, who will first and foremost look at how much they have in their wallets, at inflation, and at the level of their social benefits. These things are what really matter to them. But yes, indeed, Hungary’s European partners do view this election in that light.” https://euradio.fr/emission/KLkz-euradio-a-nantes/7ZOM-legislatives-en-hongrie-orban-sous-la-menace-de-lopposition Luxembourg’s 100,7 has spoken in Budapest to András Kádár, co-chair of the Hungarian Helsinki Committee for human rights. Kádár notes that the tide does seem to be turning, with more and more Hungarians speaking out against the Orbán regime. Tisza’s very wide-ranging election manifesto is designed to appeal, he explains, to a broad coalition of voters, but many Tisza voters will have one thing in common. András Kádár, Co-Chair of the Hungarian Helsinki Committee (in English): “So, I think the strongest point of Mr Magyar’s agenda is the anti-corruption [part] and he has a very diverse voter base. So we have to understand that a lot of people will vote for him who don’t agree with each other on a lot of issues. It’s a very diverse group. The one thing that this group agrees on – from liberal left to sometimes far right, I think, among Tisza voters – is that the extent of corruption is unbearable. How the prime minister’s closest friends and family members have become increasingly enriched while the country is struggling economically. I think this is a common denominator.” But Viktor Orbán has always been good at uniting people against a common ‘enemy’, adds Kádár, whatever that enemy may be. András Kádár, Co-Chair of the Hungarian Helsinki Committee (in English): “There’s always an enemy. In the very beginning it was the IMF, and it was then George Soros who was told by the government to try to undermine European and Christian values by flooding Europe with refugees. Then it was the LGBTIQ community, and Brussels imposing its gender propaganda on Hungary and threatening our children. And now it’s Ukraine.” So, let’s start with the LGBTQI community. The Europeans spoke last week with Hungarian campaigner and novelist Krisztián Marton. They asked him how hopeful he was that a Hungary under Magyar would be a less homophobic place to live. Krisztián Marton, LGBTQI Campaigner and Novelist (in English): “I think they will definitely be less homophobic and won’t weaponise homophobia and won’t target the community. But I also fear that they won’t make actual efforts to repair the damage that the Orbán regime caused. And I think that this will be a topic that they will continuously avoid or ignore. Because I understand that in order to gain this mass following, they had to stay away from controversial and dividing topics. […] I don’t see them erasing any of the discrimination laws anytime soon. I think when the EU eventually overturns them, they will be like, yeah, we’re executing it. Because it’s not like even if they win, it’s not like Fidesz and their propaganda is just suddenly going to disappear. If anything, they will just be louder because now they don’t have to govern.” Marton describes the cautious optimism the LGBTQI community is feeling ahead of the upcoming election. Krisztián Marton, LGBTQI Campaigner and Novelist (in English): “It’s such a mixed bag, because on one hand, there’s this immense hope that this will finally happen, that the regime will change. But on the other hand, I don’t know, there’s this looming fear that this still won’t be enough. Even though Tisza is going really strong, it’s leading the polls. Who knows?” https://www.europeanspodcast.com/all-episodes/the-end-of-orban A call to arms? On the contrary Nowadays, though, the key selling point of Orbán’s manifesto is Ukraine, and he is leaning on it heavily, claiming that Brussels is trying to drag Hungary into the war. Indeed, fear of war is deterring many Hungarians from voting for the opposition, says Latvijas Radio. One such is Attila Pupos, a member of Hungary’s disadvantaged Roma community, who could arguably fare better under a Tisza government than they do currently. Attila Pupos, Hungarian Roma Man (in Hungarian): “I would be happier if Fidesz stayed in power because, if the others win, if Péter Magyar comes in, there will be war. We know that for sure. I don’t think Magyar is very good. I don’t know what the majority of people think, but in my opinion, Orbán would be better.” https://www.lsm.lv/raksts/zinas/arzemes/30.03.2026-bailes-no-kara-attur-daudzus-ungarijas-iedzivotajus-no-balsosanas-par-opoziciju.a640920/ In an interview with Kuku Raadio, Martin Roger, undersecretary for political affairs at the Estonian Foreign Ministry, underscores this point. Martin Roger, Undersecretary at the Estonian Ministry of Foreign Affairs (in Estonian): “The Hungarian prime minister and his party have made opposition to Ukraine their main issue. They are attempting to portray their lack of support for Ukraine and obstruction of certain decisions in the European Union as a guarantee of peace in Hungary. This anti-Ukrainian rhetoric has taken on such enormous proportions that it has become his main hobbyhorse. And I believe all of this will continue until 12 April, when the elections take place.” Roger is clearly frustrated by the knock-on effects on Europe of what he sees as essentially party politics. Martin Roger, Undersecretary at the Estonian Ministry of Foreign Affairs (in Estonian): “Right now, we have several important decisions pending: as I mentioned, the 90 billion euros in aid for Ukraine, the 20th package of sanctions, and enlargement, which has stalled. All of these things have come to a standstill because one European leader has decided to make Ukraine the centrepiece of his election campaign.” https://kuku.pleier.ee/uudised/ukraina-vastane-retroorika-on-ungari-valimiste-eel-votnud-tohutu-mootme All of which is highly beneficial to Russia, of course. And on this subject, as the elections approach, disinformation – already prevalent – is on the rise. Alexandre Alaphilippe is executive director of EU DisinfoLab, a Belgium-based not-for-profit that seeks to expose disinformation campaigns and foster a stronger information ecosystem. He tells our colleagues at Bulgarian National Radio what the Hungarian opposition is up against. Alexandre Alaphilippe, Executive Director of EU DisinfoLab (in French): “In Hungary, there is a combination of factors. There is Russian propaganda. We know there is also very strong support from MAGA for Viktor Orbán’s candidacy. And we also know that Hungary has a media apparatus that is tightly controlled by the current regime. So, is Russia the driving force here? No, there is a constellation of interests at play in the information ecosystem, which can easily be distorted.” https://old-news.bnr.bg/euranetplus/post/102246565/dezinformaciata-predi-izbori-staroto-normalno-v-nova-opakovka For now, the eyes of Europe – and a certain government across the Atlantic – are keenly focused on Budapest.

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    KiKK OFF – za kulturo #48 – Eine Frage der Cultural Democracy / Vprašanje kulturne demokracije

    Das Konzept der „cultural democracy“ verhandelt Fragen rund um die Zugänglichkeit kultureller Angebote, den gerechten Zugang zu kulturellen Ressourcen und Fördermitteln sowie die Verbindung von politischer und kultureller Partizipation. Gemeinsam mit zwei Mitgliedern des Redaktionsteams der Schwerpunktausgabe des IG Kultur-Magazins, Yvonne Gimpel und Stefanie Fridrik, erörtert KIKK OFF za kulturo das Konzept der „cultural democracy“ und seine praktische Dimension innerhalb und außerhalb Österreichs. Koncept »kulturne demokracije« obravnava vprašanja dostopnosti kulturnih ponudb, pravičnega dostopa do kulturnih virov in subvencij ter povezave med politično in kulturno participacijo. Skupaj z urednicama nove tematske številke revije IG Kultur, Yvonne Gimpel in Stefanie Fridrik, oddaja KIKK OFF za kulturo razpravlja o konceptu »kulturne demokracije« in njegovi praktični dimenziji v Avstriji in zunaj nje.

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