Sozusagen

PODCAST · education

Sozusagen

Sozusagen! Für alle Liebhaber, nicht für Rechthaber der deutschen Sprache. Mit Gesprächen, Glossen, Kommentaren über neue und alte Phänomene unserer Sprache.

  1. 79

    Können Kommas Leben retten?

    Warum Schülerinnen und Schüler unbedingt die Kommasetzung lernen sollen - und wie das gelingen kann.

  2. 78

    In die Sprache zurückfinden: Magdalena und ihr Schlaganfall

    Magdalena ist 32, als sie ihre Sprache verliert: Schlaganfall. Mit viel Kraft findet sie die Worte wieder - so gut, dass sie nun davon erzählen kann.

  3. 77

    Warum in der Türkei immer mehr Deutsch gesprochen wird

    Die Welt spricht Englisch? Vielleicht. Aber Europa spricht Deutsch. Überwiegend zumindest.

  4. 76

    „Sprechen“ von Daniela Dröscher: Wie das Missverstehen beim Verstehen hilft

    Als Autorin schreibt Daniela Dröscher erfolgreich Romane, doch mit dem gesprochenen Wort kämpfte sie jahrelang.

  5. 75

    Wie lerne ich professionelles Sprechen, Clemens Nicol?

    "Mut zur Wampe!", fordert der professionelle Sprecher und Sprechtrainer Clemens Nicol. Denn: Ohne entspannten Bauch kein entspannter Atem, und das ist der Schlüssel zu gutem Sprechen.

  6. 74

    Institutsprosa? Warum Schreibschulen in Deutschland lange verdächtig waren

    Saša Stanišic war an einer, Julie Zeh auch, und Clemens Meyer sowieso.

  7. 73

    Kann denn Liebe Sünde sein? Der Schlagertexter Bruno Balz

    Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau'n. Oder: Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern: Jahrhunderthits, geschrieben von einem so unbekannten wie brillanten Texter.

  8. 72

    Wieso das -ß- aus Sulzbach-Rosenberg kommt

    Manche sagen Eszett, andere scharfes S: Gemeint ist der Buchstabe -ß-, den so nur wir im deutschen Sprachraum verwenden - meist in der "Sulzbacher Form" (im Bild die Nr. 4), die 1667 in Bayern erfunden wurde, in Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz.

  9. 71

    Wieso das -ß- aus Sulzbach-Rosenberg kommt

    Manche sagen Eszett, andere scharfes S: Gemeint ist der Buchstabe -ß-, den so nur wir im deutschen Sprachraum verwenden - meist in der "Sulzbacher Form" (im Bild die Nr. 4), die 1667 in Bayern erfunden wurde, in Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz.

  10. 70

    Der Thesaurus linguae Latinae in München - der größte Zettelkasten der Welt

    Der Thesaurus linguae Latinae ist das weltweit umfassendste Wörterbuch der lateinischen Antike:

  11. 69

    Schreiben in finsteren Zeiten: Literatur unterm Hakenkreuz

    Deutschland 1933-1945: Deutschsprachige Autorinnen und Autoren dieser Zeit verstummten, wurden verfolgt, manche warfen sich den Nationalsozialisten an den Hals, manche verließen das Land

  12. 68

    Wenn das W zum Endgegner wird - über das Stottern

    "Lass dir Zeit!" hört David Hugendick oft, wenn wieder ein verhaltensauffälliger Konsonant seinen Redefluss stört.

  13. 67

    Ladinisch - die unbekannte Sprache der Olympischen Spiele

    Wenige Tage noch, dann geht's los - Olympische Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo.

  14. 66

    Das Goethe-Institut - wo die Welt unsere Sprache lernt

    Pflegekräfte aus Vietnam, Informatiker aus Kolumbien, Mechatronikerinnen aus Mexiko: Das Goethe-Institut ist der zentrale Akteur bei der Gewinnung von Fachkräften im Ausland.

  15. 65

    Schriftarten von Goethe bis heute

    Schrift spielt in unserer Kultur eine wesentliche Rolle.

  16. 64

    »Sondervermögen«: Was macht ein Wort zum Unwort?

    Das Unwort des Jahres 2025 lautet »Sondervermögen«.

  17. 63

    Was verrät Literatur über unsere Gegenwart, Steffen Martus?

    Dass Literatur schlauer macht, dass sie uns Welten eröffnet oder dass wir durch sie die Welt, in der wir leben, erst richtig sehen lernen, das ist eine Pathosformel, ein Klischee, das immer wieder bemüht wird.

  18. 62

    Wie Gaea Schoeters so gut Deutsch gelernt hat

    Deutsch lernen mit dem "Tatort": Die belgische Autorin Gaea Schoeters ("Trophäe", "Das Geschenk") erzählt uns, wie sie in unsere Sprache fand - und auch, wieso Fleischwurst ein Text-Problem sein kann und wie sie fühlt, ob Bücher gut übersetzt sind.

  19. 61

    Österreichisches Deutsch: Kampf um Anerkennung

    Seit rund 300 Jahren wird über die Definition und Anerkennung des Österreichischen Deutsch als Standard diskutiert - bis heute.

  20. 60

    Linguistik der Lüge

    Lügt man eigentlich, wenn man ein Toupet trägt? Das würden die meisten vermutlich verneinen. Im Normalfall sprechen wir erst von einer Lüge, sobald die Täuschung in Worte gegossen und die Unwahrheit gesprochen oder geschrieben ausformuliert ist.

  21. 59

    Sprachschöpfer Jean Paul - Ein Gespräch zum 200. Todestag

    Irrer Typ, dieser JEAN PAUL (1763-1825): Las wie ein Verrückter (alles), schrieb wie ein Besessener (55.000 Seiten), wurde geringgeschätzt (Schiller, Goethe) und hochverehrt (Celan, viele viele Leserinnen und Leser). Ein Sprachmagier war er, ein Sprachschöpfer und Sprachegroßrausbringer: Begriffe wie "Angsthase" und "Weltschmerz" kennen wir durch Jean Paul, sie sind sozusagen die Schaumkronen auf seinem wildbewegten Meer aus Sprache. Zum 200. Todestag dieses Schriftstellers am 14.11. ein Gespräch mit Barbara Hunfeld von der Forschungsstelle Jean Paul an der Universität Würzburg.

  22. 58

    Die Telefonistin als Spracharbeiterin

    Wer vor gut 100 Jahren ein Telefonat führen wollte, gelangte zuerst in die Zentrale. Dort meldete sich eine Telefonistin, die die gewünschte Verbindung aufbaute, bei Fragen half und zudem Auskünfte gab - als Herz und vor allem Stimme dieser neuen Technologie Telefon. Über die Sprach- und Kommunikationsarbeit dieser Telefonistinnen spreche ich mit der Schweizer Forscherin Larissa Schüller. Ihre frisch veröffentlichte Grundlagenarbeit heißt "Kommunikationsarbeit in Telefonzentralen. Eine Wissensgeschichte körperlicher und sprachlicher Praktiken des frühen 20. Jahrhunderts".

  23. 57

    Sind so viele Hände

    Unser Sprachmagazin heute brüderlich mit Herz und vor allem Hand. Knut Cordsen macht sich Gedanken über dieselbige, die in der Politik so gerne ausgestreckt, gereicht und ausgeschlagen wird. Spracharbeit als Handarbeit.

  24. 56

    Des is fei schäi: Christine Ganslmayer über das Fränkische

    Vorurteile über die Franken gibt es reichlich, etwa die oft zitierte Wortkargheit. Damit räumt die Linguistin und Sprachhistorikerin Christine Ganslmayer jetzt aber auf - in ihrem Buch "Fränkisch. Des is fei schäi" (Duden Verlag). Mit uns spricht sie über innere Mehrsprachigkeit durch Dialektwissen, über die jiddischen Einflüsse in den fränkischen Dialekten und über das berühmte Schäuferla.

  25. 55

    Je erratischer, desto mächtiger: Was leisten eigentlich Laien?

    Ob wir in der Bahn sitzen oder kochen, Radio hören oder zur Wahl gehen - Experten sind wir dabei nicht. Das meiste, was wir im Alltag tun, tun wir als Laien. Der Soziologe Fran Osrecki hat dieser Figur nun eine eigene Studie gewidmet. Seine These: Gerade der uninformierte, der desinteressierte Laie ist ein Motor moderner Vergesellschaftung. Und das vor allem im politischen Raum. Warum - das erklärt er im Sozusagen-Gespräch.

  26. 54

    Als die Schwiegertochter noch "Schnur" genannt wurde

    Muhme und Base, Eidam und Schnur: Deutsche Verwandtschaftsbezeichnungen, die einem in der Literatur noch begegnen, im echten Leben aber schon nicht mehr. Der Buchautor Matthias Heine hat sich jetzt auf die Spur solcher kuriosen Begriffe begeben - und erzählt in seinem neuen Buch 181 Wortgeschichten von Aar über Nietenhose bis Zuchthäusler ("Verschwundene Wörter", Duden Verlag).

  27. 53
  28. 52
  29. 51

    Krise des Lesens: Bald eine „Kulturtechnik der Wenigen“?

    Das Lesen steckt in der Krise. Nach Belegen dafür muss man nicht lange suchen. Die Buchverkäufe sind in den letzten zehn Jahren fast um ein Drittel zurückgegangen. Und auch die Lesefähigkeit nimmt ab. Jeder fünfte Deutsche scheitert an längeren Texten, sagen aktuelle Studien. Sogar die Unis sind von dieser Entwicklung betroffen. Was bedeutet das für die Geisteswissenschaften, für die das Lesen ja eine Art Existenzbedingung ist? Welche Medien haben Texten und Büchern den Rang abgelaufen? Und wie sieht die Zukunft des Lesens angesichts dieser Entwicklungen wohl aus? All das sind Fragen, denen sich der Berliner Medienwissenschaftler Christoph Engemann in seinem neuen Essay stellt ("Die Zukunft des Lesens", Matthes & Seitz). Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

  30. 50

    Nein und Amen: Maike Schöfer über die große Kraft eines kleinen Wortes

    In ihrem neuen Buch »Nö! Eine Anstiftung zum Neinsagen« schreibt die Berliner Pfarrerin Maike Schöfer aus queerfeministischer Perspektive über die vielen Facetten des NEIN. Warum feiern wir das Ja-Wort, aber nicht das Nein? Und warum fällt uns Nein sagen oft so schwer? Im Interview erzählt Maike Schöfer, warum das Nein eines der feministischsten Worte ist, die wir haben - und warum in jedem Nein auch ein hoffnungsvolles Ja steckt.

  31. 49

    Nach Mannheim in die Emosprachschmeicheldusche

    In Mannheim entsteht gerade das Forum Deutsche Sprache, ein "einzigartiger Ort, um die deutsche Sprache gemeinsam zu erleben und zu erforschen". 2028 soll es eröffnen - und schon jetzt ist Kuratorin Pamela Pachl zu uns ins Studio gekommen. Sie erarbeitet zusammen mit vielen KollegInnen die Dauerausstellung und berichtet uns von sozialen Robotern, geöffneten Fenstern und einer "Emosprachschmeicheldusche".

  32. 48

    Sprache in Bombennächten

    Krieg verändert das ganze Leben. Augenblicklich verändert er die Wahrnehmung, er schärft das Bewusstsein, denn das Leben wird plötzlich durch die existenzielle Ausgesetztheit zu einem Balanceakt. Alle Veränderungen betreffen natürlich auch die Sprache. Die Rhetorik verschärft sich in Zeiten des Krieges. Sprache wird zum Mittel politischer Aufstachelung und Diffamierung, aber in Sprache formiert sich auch Widerstandsgeist. In der Ukraine steht die Sprache zudem unter direkter Attacke. Christine Hamel hat mit dem Dichter, Literaturkritiker und Übersetzer Ostap Slyvynsky über Wörter im Krieg gesprochen.

  33. 47

    Was können wir von Vögeln über Sprache lernen, Onur Güntürkün?

    Tauben, Delfine und Krokodile: Der Hirnforscher Onur Güntürkün ist der Entstehung des menschlichen Denkens auf der Spur und forscht dabei nicht nur am Menschen. Bei Versuchen mit Tauben fand er unter anderem heraus, dass sie in der Lage sind, englische Vokabeln zu lernen und dabei ähnliche Strategien nutzen wie Grundschulkinder. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus den USA zeigen zudem: Auch das Gehirn von Wellensittichen erzeugt bei der Lauterzeugung Muster, die denen des Menschen sehr ähnlich sind. Hat die Hirnforschung jahrzehntelang auf die falschen Hirne geschaut, wenn es um die Entstehung von Sprache ging? Und was können wir von Vögeln über die menschliche Sprache lernen?

  34. 46

    „Aktivistisch“: Wie ein Wort zum Kampfbegriff wird

    Eine "woke Aktivistin" sei sie und daher ungeeignet für das Amt einer Verfassungsrichterin. Das wurde Frauke Brosius-Gersdorf in den letzten Tagen oft vorgeworfen. Das ist falsch, diskurslinguistisch allerdings interessant. Im Gespräch erläutert Prof. Kersten Roth die politischen Implikationen der Aktivismus-Schelte - und: Wieso sich der Vorwurf gegen Brosius-Gersdorf letztlich gegen den wissenschaftlichen Diskurs als solchen richtet.

  35. 45

    Schlüssel zum alten Ägypten: Der "Stein von Rosetta"

    Alte Rätsel lösen, geheimnisvolle Schriften entziffern: Gibt es was Spannenderes? Um das Jahr 1800 wollten Europas Wissenschaftler die ägyptische Bilderschrift entschlüsseln, die Hieroglyphen. Damit kamen sie aber erst weiter, als ihnen der "Stein von Rosetta" in die Hände fiel. In dieses damals etwa 2000 Jahre alte Fragment einer Stele waren drei Textblöcke gemeißelt - in Hieroglyphen, in Altgriechisch und in einer damals noch unbekannten Schrift. Altgriechisch immerhin konnten die Wissenschaftler. In den anderen zwei Texten vermuteten sie den gleichen Inhalt - und so half ihnen dieser legendäre Stein, das Rätsel der Hieroglyphen endlich zu lösen.

  36. 44

    Bayerns Vorschulkinder und ihre Sprachtests

    "Allen Kindern in Bayern die bestmöglichen Startchancen zu Beginn ihrer Schullaufbahn ermöglichen" - diesen Anspruch formuliert Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). Besonders wichtig dabei: die Sprache. Deswegen waren nun bayernweit einige zehntausend angehende Vorschulkinder beim Deutschtest. Knapp 24.000 dieser Buben und Mädchen müssen (und dürfen) jetzt in den "Vorkurs Deutsch". Wir fragen Simone Fleischmann vom Lehrerverband BLLV, ob die dafür verantwortlichen Schulen das leisten können - oder ob hier eine an sich gute Initiative zu scheitern droht.

  37. 43

    Von Linguine und Linguistik: DUDEN-Chefredakteurin Dr. Laura Neuhaus

    Wie schafft es ein Wort in den Duden? Warum können diskriminierende Wörter noch im Duden nachgeschlagen werden? Und was haben Spaghetti und Linguine mit der Arbeit der Duden-Chefredakteurin zu tun? Das alles verrät Dr. Laura Neuhaus, seit Ende letzten Jahres die neue Leiterin der Duden-Redaktion, in dieser Folge "Sozusagen!" über die Rolle des wichtigsten Standardwerks der deutschen Sprache.

  38. 42

    Warum so viele Letten jetzt Deutsch lernen

    Heute schon über Lettland nachgedacht? Nein? Dachten wir uns. Lohnt sich aber! Denn Lettlands Sprachenlandschaft ist in Bewegung: Russisch wird von der Regierung immer weiter an den Rand gedrängt, es verstummt im Radio und verschwindet aus den Stundenplänen. Dafür ist Deutsch groß im Kommen: Immer mehr Lettinnen und Letten lernen unsere Sprache - und geben dafür erstaunliche Gründe an.

  39. 41

    Diese Computerlinguistin kämpft gegen Verschwörungstheorien

    Ein Browser-Plugin, das Verschwörungstheorien sofort erkennt und uns warnt? Genau die Welt von Stephanie Evert. Sie ist Professorin für Korpus- und Computerlinguistik in Erlangen - und erzählt uns von ihrem Fach, das Informatik und Sprachwissenschaft zusammenbringt.

  40. 40

    Theater ohne Text: Regisseurin Marie Schleef braucht zum Sprechen keine Worte

    Einen preisgekrönten, literarischen Text auf die Theaterbühne bringen - ohne, dass auf der Bühne ein einziges Wort gesprochen wird? Regisseurin Marie Schleef hat genau das für das Staatstheater Wiesbaden gemacht. Den Gewinnertext des Bachmannpreises aus dem Jahr 2023 inszenierte sie komplett ohne gesprochenen Text. In der Geschichte "Er putzt” von Valeria Gordeev folgen wir der Hauptfigur Konstantin beim leidenschaftlich gründlichen Reinigen der Küche. In Schleefs Inszenierung wird die Geschichte über ASMR-Geräusche und langsame Bewegungen erzählt. Ein Gespräch über das Festhalten des deutschen Theaters an seinen Klassikern, das Suchen und Finden weiblicher Texte und darüber, dass Sprache nicht immer etwas mit Worten zu tun haben muss.

  41. 39

    Neue Verletzlichkeit: Wie in Podcasts über Politik gesprochen wird

    Wie geht es dir? - Oder: Machst du eigentlich Therapie? - Solche Fragen stellen wir normalerweise Freundinnen und Freunden. In letzter Zeit werden sie aber immer öfter auch an Politikerinnen und Politiker gerichtet. Vor allem in Gesprächspodcasts herrscht ein Ton der Intimität, die Erwartung, dass die Spitzenpolitik aus der Rolle tritt, sich menschlich zeigt. Woher kommt das - und was verrät diese Erwartung über unser Verständnis von politischer Repräsentation? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit dem Soziologen Julian Müller von der Leuphana Universität in Lüneburg.

  42. 38

    "Irgendwie so total spannend" - Interview mit dem Autor Wolfgang Kemp

    Als Kunsthistoriker habe er immer eine besondere Beziehung zur Sprache gehabt - weil er damit Bilder zu beschreiben versuchte. Kemp beobachtet einen großen Hang zu Füllwörtern und einen Trend, das Deutsche immer mehr wie eine Amtsprache klingen zu lassen. Julie Metzdorf hat mit Wolfgang Kemp über sein Buch "Irgendwie so total spannend - Unser schöner neuer Sprachgebrauch" gesprochen.

  43. 37

    Wie bitte lernen Kinder so viele Sprachen?!?

    Wie viele Sprachen kann man gleichzeitig lernen? Mit dieser Frage beginnt eine Pressemitteilung der Uni Potsdam. Es geht darin um die Arbeit der Psycholinguistin Natalie Boll-Avetisyan in Ghana. Sie hat dort erforscht, wie viele Sprachen Kleinkinder Tag für Tag zu hören bekommen - und auch, ob darin der Grund liegen könnte für das erstaunliche Sprachentalent, das in Ghana viele Erwachsene an den Tag legen. Also, Frau Professorin: Wie viele Sprachen kann man gleichzeitig lernen?

  44. 36

    Worte als Waffen: Putins Kriegsrhetorik

    Nichts von dem, was Wladimir Putin tut, ist überraschend - man muss ihm nur gut zuhören. Das meint Riccardo Nicolosi, Professor für slavische Sprach- und Literaturwissenschaften. Er hat die Reden des russischen Präsidenten analysiert und seine Ergebnisse als Essay mit dem Titel "Putins Kriegsrhetorik" veröffentlicht. Mit uns begibt er sich auf rhetorische Spurensuche: Ist Putin ein guter Redner? Wie legitimiert er den Angriffskrieg auf die Ukraine? Und hören wir gut genug zu?

  45. 35

    Braucht der BR Nachrichten auf Bairisch?

    "Narichten op Platt" - Nachrichten auf Plattdeutsch: Die sendet Tag für Tag der Norddeutsche Rundfunk in Hamburg. Wieso denn eigentlich? Wer soll das verstehen? Und vor allem: Kann sich der Bayerische Rundfunk da eventuell was abschauen? Wir sprechen (auf hochdeutsch!) mit unserem lieben NDR-Kollegen Jürgen Fitschen, und das ist dann auch unser bayerisch-norddeutscher Beitrag zum 75. Geburtstag der ARD: Einander zuhören, voneinander lernen. Grüße nach Hamburg!

  46. 34

    Los, beleidige mich! Ein Battlerap-Star berichtet

    Sein Kampfname klingt wie Papa Schlumpf. Sein Leben ist der "Battle Rap", also: die Kunst der Beleidigung. Sein Buch darüber ist fertig ("Battle Rap", Ventil Verlag). Und was ihn an dieser Form der Sprachkunst so fasziniert, das erzählt er uns jetzt: Der Rapper Papi Schlauch alias Rafael Schmauch. Berlin, was geht!

  47. 33

    Warum Tunesien von uns alte Sprachaufnahmen erhält

    Im Ersten Weltkrieg (1914-1918) waren in Deutschland viele Kriegsgefangene inhaftiert, Etliche von ihnen stammten aus Afrika. Eine Gruppe Sprachwissenschaftler machte sich das damals zunutze und nahm mit den Gefangenen Beispielsätze in deren Sprachen auf. Was die Probanden eigentlich erzählen wollten, interessierte die "Königlich Preußische Phonographische Kommission" allerdings herzlich wenig. Diese kaum bekannte, hochinteressante Geschichte haben wir vor gut fünf Jahren in unserem Sprachmagazin erzählt - und nun ist in die Sache Bewegung gekommen, einige der Tonaufnahmen aus dem Kolonialarchiv wurden an ein Institut in Tunesien übergeben. Späte Gerechtigkeit? Die Kulturwissenschaftlerin Anette Hoffmann ordnet das für uns ein.

  48. 32

    Tendenziell rechts? Zur Bildsprache der Künstlichen Intelligenz

    Trump als Linebacker, Elon Musk als römischer Gladiator: Wer heute noch auf X unterwegs ist, dem oder der begegnen solche Bilder immer wieder. Im Trump-Lager liebt man Bild-KIs und die satten, hyperrealistischen Heldenbilder, die sie entwerfen. Und nicht nur die Rechtslibertären in den USA, auch die extreme Rechte in Deutschland hat einen Narren gefressen an KI-Bildgeneratoren. Kein Wunder, sagt der Kulturwissenschaftler Roland Meyer. Seiner Meinung nach gibt es eine "ideologische und ästhetische Affinität" zwischen der politischen Rechten und generativer KI. Warum, erklärt er im Sozusagen-Interview.

  49. 31

    Die Sprache der Außenpolitik

    "Die Sprache der Außenpolitik ist mein Handwerkszeug", sagt unser heutiger Gast Jörg Lau. Als Zeit-Journalist schreibt er über all die Konflikte, die uns von Woche zu Woche mehr beschäftigen: Lau schreibt über den Krieg in der Ukraine und den Zeitenwechsel in Europa, über entfesselte Großmächte und deutsche Versuche, der Weltlage beizukommen. Dabei versucht er, Floskeln und Phrasen zu vermeiden. Keine "Augenhöhe", keine "Gewaltspirale" und kein "Weckruf" - sondern lieber Begriffe, die "die ohnehin unübersichtliche Weltlage nicht weiter vernebeln, sondern sie ordnen und verständlich machen." Zu Laus Selbstversuch gibt es nun auch ein Buch von ihm: "Worte, die die Welt beherrschen: Was die Phrasen der Außenpolitik wirklich bedeuten" (Droemer Knaur).

  50. 30

    Übersetzung von "Mein Kampf": Wo Hitlers Sprache heute weiterwirkt

    "Remigration", "Wir werden sie jagen", "Systempresse" und Immigranten als "Ungeziefer", das es "auszurotten" gilt: In Europa wie auch in Übersee sind demagogische Reden und nationalsozialistisches Vokabular in den politischen Diskurs zurückgekehrt. Der Übersetzer Olivier Mannoni kennt sich damit aus: Er hat viele Werke zur NS-Zeit ins Französische übertragen - darunter die gut 700 Seiten von "Mein Kampf". Die Herausforderung: Für eine kritische Ausgabe sollte er Hitlers konfusen Sprachstil nicht glätten, sondern wortwörtlich ins Französische übersetzen. Mehr als acht Jahre hat dieser Prozess gedauert, und er war begleitet von einer hitzigen gesellschaftlichen Debatte. Über diese Erfahrung hat Olivier Mannoni einen Essay geschrieben: In "Hitler übersetzen" geht es um die Frage, wie man mit emblematischen NS-Texten umgehen soll - und auch: Was man aus ihnen lernen kann.

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Sozusagen! Für alle Liebhaber, nicht für Rechthaber der deutschen Sprache. Mit Gesprächen, Glossen, Kommentaren über neue und alte Phänomene unserer Sprache.

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