UHiversum Talks

PODCAST · science

UHiversum Talks

Ein Podcast aus der Wissenschaft

  1. 58

    #58: Schulbuchforschung - damit Mathelernen kein Buch mit sieben Siegeln bleibt (mit Prof. Dr. Henning Sievert)

    Soll Matheunterricht in der Schule Spaß machen? Und wenn ja: Warum erleben so viele Kinder schon in der Grundschule Mathematik eher als zäh, stressig oder schlicht unverständlich? In dieser Folge spricht Prof. Dr. Henning Sievert mit Moderatorin Sara Reinke darüber, welche Schlüsselrolle Schulbücher spielen, wenn es darum geht, wie Kinder über Zahlen denken lernen. Außerdem blicken wir in der Folge auf aktuelle Debatten wie die Verlagerung des schriftlichen Dividierens, auf die Rolle des Auswendiglernens und auf die provokante Frage, ob Kinder in Zeiten von Smartphones und KI überhaupt noch rechnen lernen müssen. Zum Schluss wird es praktisch: mit konkreten Hinweisen für Lehrkräfte bei Auswahl und Nutzung von Schulbüchern – und mit alltagstauglichen Tipps für Eltern, die ihr Kind beim Rechnenlernen unterstützen wollen.Zur PersonProf. Dr. Henning Sievert lehrt und forscht am Institut für Mathematik, Mathematikdidaktik und Informatikdidaktik der Universität Hildesheim. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist dabei die Schulbuchforschung. In einer Längsschnittstudie haben Sievert und seine Forschungskolleg*innen rund 1.700 Grundschul-Kinder von der Einschulung bis zum Ende der dritten Klasse begleitet und untersucht, wie sich die Verwendung unterschiedlicher Schulbücher auf den Lernerfolg im Fach Mathematik auswirkt. Moderation: Sara ReinkeSchnitt: Philo Schäfer & Akira BehrmannEinspieler: Akira BehrmannIllustration: Philo Schäfer

  2. 57

    #57: Gefühl schlägt Fakten - Warum Kriminalitätsfurcht oft irrational ist (Mit Dr. Marie von Seeler)

    Viele kennen es: man geht nachts eine dunkle Straße entlang oder steht allein in einer leeren U-Bahn-Station und plötzlich ist da dieses diffuse Angstgefühl. Es könnte jemand kommen. Es könnte etwas passieren. Vielleicht spielt das Kopfkino auch einen ganz konkreten Film ab: einen brutalen Angriff, einen Überfall, eine Person, die einen auf die Gleise stößt. Solche Dinge passieren – aber vermutlich viel seltener als die meisten von uns denken. Denn die Verbreitung von Angst vor Kriminalität folgt nicht immer der tatsächlichen Kriminalitätssstatistik. In dieser Folge spricht Moderatorin Sara Reinke mit der Psychologin Dr. Marie von Seeler darüber, wie persönliche Erfahrungen, Medienberichterstattung und politischer Diskurs Kriminalitätsfurcht beeinflussen und wie ein rationaler Umgang damit aussehen kann. Zur PersonMarie von Seeler studierte Psychologie an den Universitäten Freiburg und Zürich. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Hildesheim. Dort promovierte sie zum Thema Kriminalitätsfurcht. Seit August 2025 ist sie als schulpsychologische Dezernentin beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Hannover tätig. Das Wichtigste, was sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Kriminalitätsfurcht für sich selbst gelernt hat, ist, dass Ängste stark kontextabhängig sind: Je nach Situation, Umgebung und eigenen Erfahrungen können sie trotz rationalem Wissen sehr real und belastend wirken.Moderation: Sara ReinkeSchnitt: Philo Schäfer & Akira BehrmannEinspieler: Philo Schäfer & Felix KrummeIllustration: Philo Schäfer

  3. 56

    #56: Hört diesen Podcast auf keinen Fall! (Mit Prof. Dr. Bettina Kluge)

    Den Link auf diese Podcast-Folge solltet ihr wirklich nicht anklicken – außer ihr wollt wissen, warum ihr ihn trotzdem unbedingt anklicken müsst.„Clickbaiting“ heißt die Methode, mit der Medienschaffende Überschriften, Teaser und Vorschaubilder so zuspitzen, dass sie maximale Aufmerksamkeit ziehen und euch zum Weiterklicken bringen – mit spannenden Infos, starken Emotionen und manchmal auch mit gezielter Irreführung. Und genau so entsteht der Sog, der euch am Ende sogar durch die Paywall führt: noch ein Klick, noch ein Detail – und plötzlich geht’s um den ganzen Beitrag oder gleich ums Abo.In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Bettina Kluge, Sprach- und Übersetzungswissenschaftlerin. Sie zeigt aus wissenschaftlicher Perspektive, wie Clickbaiting Mediennutzung, Journalismus und Wissenschaftskommunikation verändert – und wie wir als Nutzende lernen können, solche Mechanismen zu erkennen und reflektierter damit umzugehen.Zur PersonProf. Dr. Bettina Kluge ist Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Spanisch) am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation und nebenberufliche Vizepräsidentin für Internationales und Chancengleichheit an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben zu Medienlinguistik und Kommunikation in den Sozialen Medien auch Migrationslinguistik, Interaktionale Soziolinguistik, Anredeforschung, Kontrastive Pragmatik, audiovisuelle Übersetzung, insbesondere Voice-over-Übersetzung sowie Fachkommunikationswissenschaft. Moderation: Sara ReinkeSchnitt: Philo Schäfer & Akira BehrmannEinspieler: Felix KrummeIllustration: Philo Schäfer

  4. 55

    #55: In Liebe, dein Chatbot – Wenn Menschen sich in eine KI verlieben (mit Prof. Dr. Holger Herma und Dr. Sascha Oswald)

    Millionen Menschen führen täglich Gespräche mit Chatbots, digitalen Assistenten und lernenden Systemen, die nicht nur zuhören, sondern auch emotional reagieren – oder zumindest so tun. Aber: Wenn uns eine KI das Gefühl gibt, verstanden, gesehen und geliebt zu werden, ist das dann „echte“ Liebe? Oder nur eine perfekte Simulation? Das ist das Thema in dieser Podcastfolge mit den Soziologen Prof. Dr. Holger Herma und Dr. Sascha Oswald. Gemeinsam wollen wir herausfinden, was passiert, wenn Maschinen unsere intimsten Bedürfnisse zu erfüllen scheinen – und was das über uns als Menschen aussagt.Zur PersonProf. Dr. Holger Herma ist außerplanmäßiger Professor im Fach Soziologie an der Universität Hildesheim. Er ist Verantwortlicher für den Forschungsschwerpunkt „Soziologie des Subjekts, der Sprachhandlungen und der Kommunikation in digitalen Medien“. In Forschung und Lehre setzt er sich unter anderem mit den Bezugsräumen des Selbst und dem Thema der Bildungsungleichheit auseinander. Zur Person: Dr. Sascha Oswald Sascha Oswald hat in Konstanz Soziologie studiert und sich in seiner Promotion am Beispiel Instagram mit dem „Ich und Wir im digitalen Raum“ auseinandergesetzt. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Kultur- und Mikrosoziologie; Medien- und Kommunikationssoziologie; Visuelle Soziologie; Soziologie des Körpers und des Sports sowie die Geschlechter- und Sexualitätsforschung. Seine Beziehung zur KI beschreibt er als “es ist kompliziert”.Moderation: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Felix KrummeIllustration: Philo Schäfer

  5. 54

    #54: Die (Forschungs-)Frage meines Lebens - Was ist Autorität? Mit Prof. Dr. Meike Sophia Baader

    Autorität. Ein Begriff, der uns in der familiären Erziehung, im Klassenzimmer, im Hörsaal, im Beruf oder auch auf der politischen Bühne begegnet. Auf den ersten Blick scheint man gleich zu wissen, was damit gemeint ist, doch ganz so einfach ist es, wie immer in der Wissenschaft, eben doch nicht. So ist „als Autorität wahrgenommen zu werden" nicht gleichbedeutend mit „autoritär handeln" - und die Bedeutung beider Formulierungen hängt zudem stark vom Kontext ab. Das sagt die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Meike Sophia Baader, die sich seit vielen Jahren in ihrer Forschung mit diesem Thema befasst und als titelgebende Frage für diese Folge gewählt hat: Was ist Autorität?Zur PersonProf. Dr. Meike Sophia Baader ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, die Forschung zu sexualisierter Gewalt sowie Forschungsfragen rund um Demokratie, Bildung, Pädagogik und Erziehung in verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Kontexten. Mit dem Autoritätsbegriff hat sie sich, inspiriert nicht zuletzt durch ihren akademischen Lehrer, den jüngst verstorbenen Frankfurter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, bereits im Studium erstmals wissenschaftlich befasst. Damals noch ohne zu wissen, dass dieses Thema sie über lange Strecken ihres weiteren akademischen Lebenswegs hinweg immer wieder begleiten würde. Im Interview: Prof. Dr. Meike Sophia BaaderModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannIllustration: Philo Schäfer

  6. 53

    #52: Faszination Horror: Warum wir lieben, was uns gruselt - mit Dr. Volker Pietsch

    Eine heruntergekommene Tankstelle an einer einsamen, nächtlichen Landstraße. Flackerndes Licht. Ein irgendwie seltsamer Tankwart. Und dann … In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Volker Pietsch Institut für deutsche Sprache und Literatur über das Genre Horrorfilm. Was macht Horrorfilme so spannend – und manchmal sogar gesellschaftlich relevant? Wir sprechen über das Spiel mit der Erwartungshaltung, die unterschiedlichen Gefühlsebenen, die der Horror anspricht und über die Frage, warum das Genre immer wieder für eine Überraschung gut ist.Hinweis: Die zu Beginn und Ende dieser Folge geschilderte Filmsequenz entstammt dem Slasher-Film Düstere Legenden (Originaltitel Urban Legend) von Jamie Blanks aus dem Jahr 1998. Die Szene ist aus der Erinnerung nacherzählt und kann in einigen Details vom Original abweichen. Zur Person:Dr. Volker Pietsch arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen und die Genreforschung. Mit Horrorfilmen befasst er sich aber nicht nur in seiner wissenschaftlichen Arbeit – auch privat ist er ein großer Fan von Kultfilmen wie Hausu oder modernen Werken wie Titane. Für ihn ganz persönlich ist das wichtigste Kriterium eines gelungenen Horrorfilms die Verunsicherung der Wahrnehmungsmuster.Im Interview: Volker PietschModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Felix KrummeIllustration: Philo Schäfer

  7. 52

    #51: Wie gelingt es, Kinder für Kunst zu begeistern? - Die Frage meines Lebens - mit Prof. Dr. Bettina Uhlig

    Mit der Podcastfolge 51 starten wir in die zweite Staffel der Reihe UHiversum Talks und haben dafür eine kleine Neuerung mitgebracht: Wie bisher wollen wir in den einzelnen Episoden mit jeweils einem oder mehreren Wissenschaftler*innen der Universität Hildesheim über Themen aus ihrer Forschung sprechen. In loser Folge werden wir ab sofort zusätzlich ab sofort einzelne Forschende in aller gebotenen Tiefe und Ausführlichkeit selbst erzählen lassen, welcher übergeordneter Fragestellung sie in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn immer wieder begegnet sind.Das kann ein noch ungelöstes Rätsel sein oder ein Thema, das sich im Lauf der Zeit immer wieder aus neuen Blickwinkeln präsentiert hat. Es kann eine Frage sein, die jemanden veranlasst hat, sich überhaupt der Forschung zuzuwenden. Oder eine Art selbst gestellte Lebensaufgabe, ein Thema, das einen nicht mehr loslässt und für das man unbedingt noch Antworten finden möchte.Den Auftakt zu dem Format „Die Frage meines Lebens“ (FmL) macht heute Prof. Dr. Bettina Uhlig. Sie ist Professorin für Kunstpädagogik und Didaktik der Bildenden Kunst an der Universität Hildesheim und hat sich für eine Frage entschieden, die sie schon seit vielen Jahren aus verschiedenen Blickwinkeln wissenschaftlich untersucht: Wie gelingt es, Kinder für Kunst zu begeistern?Das ist also der Titel dieser ersten Folge in der Reihe „Frage meines Lebens“. Und als kleinen Spoiler hat uns Bettina Uhlig dafür bereits mitgegeben: Allein mit vielen bunten Bildern wird das in der Regel nichts.Zur Person: Prof. Dr. Bettina Uhlig ist Professorin für Kunstpädagogik und Didaktik der Bildenden Kunst an der Universität Hildesheim. Sie erforscht, wie man Kindern Kunst vermittelt und beschäftigt sich mit Bildsprache und Bildpraxis von Kindern. Außerdem arbeitet Uhlig zur Zeichen- und Bilderbuchdidaktik. Ein weiteres ihrer Themen: Das Philosophieren mit Kindern.Im Interview: Bettina UhligModeration: Sara Reinke, Ineke NithackSchnitt: Akira Behrmann, Felix KrummeEinspieler: Ineke Nithack, Akira BehrmannIllustration: Philo Schäfer

  8. 51

    #50 Teil 2: Hold My Mic – das Staffel-Finale der Wissenschaftsfragen - mit 25 Wissenschaftler*innen

    Seit Juni 2021 erscheint die Podcastreihe "UHiversum Talks - der Podcast #ausderWissenschaft". Für die Jubiliäumsfolge zum 50. Erscheinen haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt und unsere bisherigen Podcast-Gäste gebeten, sich gegenseitig Fragen zu stellen. Und zwar so, dass jede Person zunächst die an sie gestellte Frage beantwortet und dann selbst eine Frage stellt an einen zugelosten Gesprächspartner oder einer Gesprächspartnerin. Man gibt also quasi ein virtuelles Mikrofon wie einen Staffelstab immer an die nächste Person weiter. Entstanden ist ein wirklich außergewöhnlicher Staffellauf der Wissenschaftsfragen quer durch alle Fachbereiche und Forschungsgebiete der Universität Hildesheim, zu hören in einer Doppelfolge. Dies ist der zweite Teil.Teilgenommen haben diesmal 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim, die bereits einmal in der Podcastreihe UHiversum Talks zu Gast waren.Im Interview: 25 Wissenschaftler*innenModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannIllustration: Tessa Kaehler

  9. 50

    #50 Teil 1: Hold My Mic – das Staffel-Finale der Wissenschaftsfragen - mit 25 Wissenschaftler*innen

    Seit Juni 2021 erscheint die Podcastreihe "UHiversum Talks - der Podcast #ausderWissenschaft". Für die Jubiliäumsfolge zum 50. Erscheinen haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt und unsere bisherigen Podcast-Gäste gebeten, sich gegenseitig Fragen zu stellen. Und zwar so, dass jede Person zunächst die an sie gestellte Frage beantwortet und dann selbst eine Frage stellt an einen zugelosten Gesprächspartner oder einer Gesprächspartnerin. Man gibt also quasi ein virtuelles Mikrofon wie einen Staffelstab immer an die nächste Person weiter. Entstanden ist ein wirklich außergewöhnlicher Staffellauf der Wissenschaftsfragen quer durch alle Fachbereiche und Forschungsgebiete der Universität Hildesheim, zu hören in einer Doppelfolge. Dies ist der erste Teil.Teilgenommen haben diesmal 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim, die bereits einmal in der Podcastreihe UHiversum Talks zu Gast waren.Im Interview: 25 Wissenschaftler*innenModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannIllustration: Tessa Kaehler

  10. 49

    #49: "Queere Geschichten erlauben Empathie" - mit Sonja Thomaier

    Im Juni ist Pride Month – eine Zeit, in der auf die Rechte und Lebensrealitäten queerer Menschen aufmerksam gemacht wird. In Hildesheim gab es in diesem Jahr eine Premiere: Zum ersten Mal fand hier ein Christopher Street Day statt. Und auch die Universität Hildesheim setzte ein Zeichen: auf dem Campus wehte erstmals die Regenbogenflagge. In einer Doppelfolge der Podcastreihe UHiversum Talks sprechen wir aus diesem Anlass über queeres Leben in der Wissenschaft. In Teil 2 ist Sonja Thomaier zu Gast, wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Universität Hildesheim. Mit dabei sind außerdem Philo Schäfer und Akira Behrmann aus der Stabsstelle Kommunikation und Medien, die ihre eigenen queeren Perspektiven einbringen.Zur Person: Sonja ThomaierAls wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Universität Hildesheim forscht Sonja Thomaier unter anderem zu systematischer Theologie in den USA, feministischer Theologie, politischer Theologie, Befreiungstheologie und Queer Theory.Im Interview: Sonja Thomaier, Philo Schäfer & Akira BehrmannModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Philo SchäferIllustration: Tessa Kaehler

  11. 48

    #48: "Der aktuelle Backlash bedroht die Forschungsfreiheit in den Queer Studies" - mit Simone Tichter

    Im Juni ist Pride Month – eine Zeit, in der auf die Rechte und Lebensrealitäten queerer Menschen aufmerksam gemacht wird. In Hildesheim gibt es in diesem Jahr eine Premiere: Zum ersten Mal findet hier ein Christopher Street Day statt. Und auch die Universität Hildesheim setzt ein Zeichen: auf dem Campus weht erstmals die Regenbogenflagge. In einer Doppelfolge der Podcastreihe UHiversum Talks sprechen wir aus diesem Anlass über queeres Leben in der Wissenschaft. In Teil 1 ist Simone Tichter zu Gast, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Hildesheim und Projektkoordinatorin der Gender-Werkstatt. Mit dabei sind außerdem Philo Schäfer und Akira Behrmann, die ihre eigenen queeren Perspektiven einbringen.Zur Person:Simone Tichter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Hildesheim und Projektkoordinatorin der Gender-Werkstatt. Dort entsteht ein Angebot für Forschende, das es ermöglicht, Geschlechteraspekte in der eigenen Forschung zu reflektieren und produktiv zu machen.Simone Tichter forscht zu Ungleichheiten im akademischen Publikationswesen und interessiert sich neben der Geschlechterforschung für Schreibforschung und -didaktik. Als ausgebildete Schreibberaterin liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Vermittlung von wissenschaftlichem Arbeiten und Schreiben. Im zweiten Teil der Doppelfolge zum Pride Month ist Sonja Thomaier zu Gast bei UHiversum Talks. Als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Universität Hildesheim forscht Thomaier unter anderem zu Queer Theology, systematischer Theologie in den USA, feministischer Theologie, politischer Theologie, Befreiungstheologie und Queer Theory. Die Folge erscheint am 30. Juni. Im Interview: Simone Tichter, Philo Schäfer & Akira BehrmannModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Philo SchäferIllustration: Tessa Kaehler

  12. 47

    #47: Wie Sprache das Denken prägt - ein Gespräch über interkulturelle Philosophie - mit Prof Dr. Sool Park

    Ein weiser, bärtiger Mann vor einem riesigen Bücherregal – so stellt man sich vielleicht am ehesten einen Philosophen vor. Philosophische Traditionen im asiatischen oder auch im afrikanischen Raum sind dagegen im westlichen Kulturraum weit weniger bekannt. In einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Kolleg-Forschungsgruppe wollen Hildesheimer Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Expert*innen aus aller Welt dazu beitragen, diesen eurozentrischen Blick auf ihre Disziplin aufzubrechen. In dieser Folge spricht einer der Antragsteller der Kolleg-Forschungsgruppe, Juniorprofessor Dr. Sool Park, darüber, welche Herausforderungen damit verbunden sind, philosophische Ideen zwischen verschiedenen Sprachen zu transportieren. Eine Besonderheit in der Forschungsgruppe besteht außerdem darin, auch philosophische Traditionen außerhalb der Schriftsprache zu betrachten.Zur Person:Prof. Dr. Sool Park, geboren 1986 in Südkorea, studierte Philosophie, Mathematik und Komparatistik in München. Er lehrte Philosophie an der Koreanischen Militärakademie und promovierte anschließend 2021 an der Universität Hildesheim. Seit Oktober 2023 ist er Juniorprofessor für Interkulturelle Philosophie an der Universität Hildesheim. Er forscht vor allem zur deutschen und ostasiatischen Philosophie und ist als Übersetzer philosophischer und literarischer Werke tätig. So übersetzte er bereits Werke von Wittgenstein, Nietzsche, Novalis, Trakl und Hölderlin.Selbst aus Südkorea stammend, hatte Sool Park in seinem Philosophiestudium in München keine Kontaktpunkte zu außereuropäischer Philosophie. Erst während seiner Promotion in Hildesheim beschäftigte er sich mit philosophischen Traditionen aus Ostasien und Indien. An den meisten deutschen Universitäten wird fast ausschließlich Philosophie aus Europa gelehrt. Währenddessen hat sich das Philosophieinstitut der Universität Hildesheim der Forschung und Lehre von Interkultureller Philosophie verschrieben – und bezieht damit bedeutende Philosoph*innen und Traditionen rund um den Globus in den Kanon mit ein.Im Interview: Prof. Dr. Sool ParkModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Philo Schäfer, Laura Marina BadeIllustration: Tessa Kaehler

  13. 46

    #46: Umweltgifte im Blick - Wo Jogger husten und Fische Hormone schlucken - mit Dr. Jan Hinrichs

    „Mega-Smog: Schockierende Giftglocke verpestet Deutschland“ – so lautete kürzlich die Schlagzeile eines deutschen Online-Nachrichtenportals. Durch die zu diesem Zeitpunkt herrschende Inversionswetterlage war bundesweit besonders in den Ballungsräumen die Luft besonders stark mit durch Feinstaub, Stickoxide und andere bodennahe Emissionen belastet. In vielen Regionen wurde sogar vor körperlicher Aktivität im Freien gewarnt. Wie es generell mit der Luftqualität in Deutschland und insbesondere in Hildesheim aussieht und wie sich die Messwerte in den vergangenen Jahren verändert haben, darüber spricht Chemiker Dr. Jan Hinrichs vom Institut für Biologie und Chemie der Universität Hildesheim in dieser Folge der Podcast-Reihe UHiversum Talks.Zur Person:Dr. Jan Hinrichs leitet seit 2016 die von ihm aufgebaute Arbeitsgruppe Umweltchemie am Institut für Biologie und Chemie der Universität Hildesheim, welche mit umwelt- und nachhaltigkeitsbezogenen Themenschwerpunkten befasst und zur Stärkung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Lehramtsausbildung beiträgt. Auf Basis seiner fachlichen Schwerpunkte in der Organik und Analytik entwickelt Hinrichs in der AG Umweltchemie vorrangig umweltchemische und -analytische Fragestellungen zum anthropogenen Eintrag organischer Spurenstoffe in die Umwelt und deren Auswirkungen auf die Gewässergüte. Gemeinsam mit Studierenden untersucht er in verschiedenen Projekten lokale Umweltbelastungen in Wasser und Luft.Im Interview: Dr. Jan HinrichsModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Akira BehrmannIllustration: Tessa Kaehler

  14. 45

    #45: Von Mäusen und Menschen: Wie heimische Nagetiere auf Veränderungen ihrer Lebensräume reagieren - mit Prof. Dr. Anja Günther

    „Um heimische Tierarten schützen zu können, müssen wir sie erforschen“. Das sagt Dr. Anja Günther, Professorin für Zoologie und Tierökologie am Institut für Biologie der Universität Hildesheim. Sie erforscht verschiedene heimische Nagetierarten von der Hausmaus über Rötelmaus, Waldmaus, Gelbhalsmaus bis zur Ratte und versucht dabei insbesondere herauszufinden, wie sich deren Leben durch menschlichen Einfluss verändert. Der besondere Fokus ihrer Arbeit liegt dabei auf dem Verhalten einzelner Tiere, woraus sich wiederum Rückschlüsse auf ganze Populationen oder Tierarten ziehen lassen. Zur PersonDr. Anja Günther ist Professorin für Zoologie und Tierökologie am Institut für Biologie der Universität Hildesheim. Sie erforscht wie Nagetieren sich Umweltveränderungen und besonders an menschlich geprägte Umgebungen anpassen. Mehr zu Prof. Dr. Anja GüntherIm Interview: Dr. Anja GüntherModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Akira BehrmannIllustration: Tessa Kaehler

  15. 44

    #44: Kann das nicht die KI für mich lösen? Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Matheunterricht – mit Dr. Judith Huget

    „Später wirst du auch nicht immer einen Taschenrechner mit dir rumtragen“, sagten Eltern früher gern, wenn sie ihre Kinder zum Kopfrechnen anhalten wollten. Doch im Zeitalter der Smartphones hat sprichwörtlich jedes Kind nicht nur einen Taschenrechner, sondern ein hochpotentes Technik-Tool in der Hosentasche, das jede Gleichung für sie lösen könnte – wenn sie es denn korrekt bedienen. Und mehr noch: Mithilfe Künstlicher Intelligenz lassen sich nicht nur Lösungen generieren, sondern auch neue Fragestellungen entwickeln. Welche Erleichterungen, aber vielleicht auch neue Verantwortungen das für Lehrerinnen und Lehrer in der Unterrichtsvorbereitung bedeutet, darüber spreche ich heute mit der Mathematikdidakterin Dr. Judith Huget, die in diesem Wintersemester als Gastwissenschaftlerin an der Uni Hildesheim lehrt.Zur PersonDr. Judith Hugets Lehr-und Forschungsgebiet ist die Didaktik der Mathematik für die Sekundarstufe. In ihrer aktuellen Arbeit befasst sie sich unter anderem mit den Chancen und Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Mathematikunterricht und in der Unterrichtsvorbereitung. Im WiSe 2024/25 lehrt sie als Gastwissenschaftlerin an der Universität Hildesheim.Im Interview: Dr. Judith HugetModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Akira BehrmannIllustration: Tessa Kaehler

  16. 43

    #43: Blick zurück nach vorn. Wie koloniale Perspektiven im Geschichtsverständnis überwunden werden können - Prof. Dr. Franziska Rein und Dr. Andreas Hübner

    Dass historische Ereignisse immer aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden können – und erzählt werden sollten – ist eine Erkenntnis, die sich im Geschichtsunterricht an den Schulen nur langsam durchsetzt. Heute spreche ich mit der Hildesheimer Geschichtsdidaktikerin und Prof. Dr. Franziska Rein und ihrem Kieler Kollegen Dr. Andreas Hübner darüber, wie es gelingen kann, Lernenden Historisches so zu vermitteln, dass verschiedene mögliche Blickwinkel berücksichtigt werden. Dabei geht es auch darum, zu erkennen, welches oft eher nicht-bewusste gedankliche Erbe aus der Kolonialzeit viele Menschen lange über die Schulzeit hinaus mit sich herumtragen und welche Überlegungen es gibt, künftige Generationen dafür besser zu sensibilisieren.Zur PersonProf. Dr. Franziska Rein ist Professorin für Geschichtsdidaktik an der Universität Hildesheim. Als studierte Sonderpädagogin legt sie in Lehre und Forschung einen besonderen Fokus auf die Frage, wie inklusive Teilhabe an historischer Bildung für Schüler*innen unabhängig von Herkunft, individuellen Voraussetzungen und Vorerfahrungen gelingen kann.Dr. Andreas Hübner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Kultur- und Globalgeschichte, Nordamerikastudien und das historische Lernen im Anthropozän, also dem Zeitalter, in dem menschliches Sein und Handeln die innere und äußere Struktur der Welt maßgeblich beeinflussen und verändern.Referierte und weiterführende Literatur in der Podcastaufnahme:Bernhard, Philipp (2024): Geschichtsvermittlung postkolonial. Eine geschichtsdidaktische Vermessung Postkolonialer Theorie, Göttingen, open access,⁠https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/paedagogik-soziale-arbeit/schulpaedagogik/58939/geschichtsvermittlung-postkolonials⁠.Grewe, Bernd-Stefan (Hrsg.) (2016): Geschichtsdidaktik postkolonial, Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, Jg. 15, Göttingen.Hasters, Alice (2024): Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten, 4. Auflage. München.Ogette, Tupoka; Vester, Patricia (2023): Tag für Tag aktiv gegen Rassismus. München.Popp, Susanne; Bernhard, Philipp; Schumann, Jutta (2021): Ein geschichtsdidaktisches Plädoyer für die obligatorische Verankerung globalgeschichtlicher Perspektiven in den Geschichtscurricula, in: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, Jg. 20., Göttingen, S. 18-32.Pop up Pavillon in Kiel zur Erforschung von Straßennamen:Forschungswerkstatt #kielerforschen - Wen interessieren schon Straßennamen, unter der Leitung von PD Dr. Sabine Moller und Rabea Bahr,https://www.zbbs-sh.de/2024/07/02/forschungswerkstatt-kielerforschen-wen-interessieren-schon-strassennamen/Quellenangaben zu den Einspielern:Danquah, Sarah; De Maizière, Henriette (2024): Verlag streicht N-Wort aus Jim-Knopf-Büchern. ZDF heute,https://www.zdf.de, abgerufen am 06.01.2025.Mätschke, Jens (2016): Rassismus in Kinderbüchern: Lerne, welchen Wert deine soziale Positionierung hat! https://doi.org/10.1007/978-3-658-14721-1_15, Springer eBooks S. 249–268, abgerufen am 06.01.2025.Im Interview: Prof. Dr. Franziska Rein und Dr. Andreas HübnerModeration: Sara ReinkeSchnitt: Akira BehrmannEinspieler: Akira BehrmannIllustration: Tessa Kaehler

  17. 42

    #42: Trumps Triumph und seine Folgen - mit Prof. Dr. Markus Heide

    Der Ausgang der Präsidentschaftswahl 2024 in den USA hatte sich lange vorher mindestens als Option abgezeichnet - und hat doch viele kalt erwischt. Was die amerikanische Bevölkerung, aber auch Menschen in der ganzen Welt von Donald Trumps zweiter Amtszeit zu erwarten haben, dazu gibt in dieser Folge Prof. Dr. Markus Heide eine Einschätzung aus seiner Sicht als Kulturwissenschaftler und Amerikanist. Es handelt sich um die dritte Folge zur US-Wahl in der Podcastreihe UHiversum Talks: Bereits im April und Mai 2024 war Prof. Dr. Markus Heide als Gesprächspartner zu diesem Thema zu Gast. Zu der Zeit standen sich noch der Republikaner Donald Trump und der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden im Wahlkampf gegenüber. Im Juli hatte Joe Biden den Staffelstab an Kamala Harris übergeben. Zum Nachhören: #34: Das Rennen um das Weiße Haus - Teil 1 #35: Das Rennen um das Weiße Haus - Teil 2 Zur Person Prof. Dr. Markus Heide ist Kulturwissenschaftler und Amerikanist. Er lehrt und forscht an den Instituten für englische Sprache und Literatur sowie für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Von 2014 bis 2020 lehrte und forschte Markus Heide an dem Swedish Institute for North American Studies der Uppsala Universität in Schweden, wo er neben Literatur- und Kulturgeschichte auch zu dem politischen System und die politische Geschichte der USA arbeitete. Er hat mehrere Fachbeiträge zu Kultur, Literatur, Politik und Filmgeschichte der Vereinigten Staaten und Kanadas publiziert, darunter Beiträge zu Populismus in den USA und zur politischen und kulturellen Situation in den Grenzgebieten der USA und Mexikos sowie der USA und Kanadas.   Quellenangaben zu den Einspielern in dieser Folge: Wahlbeteiligung: CNN Politics. (2024). Election 2024: Presidential results. Abgerufen am 2. Dezember 2024, von https://edition.cnn.com/election/2024/results/president?election-data-id=2024-PG&election-painting-mode=projection-with-lead&filter-key-races=false&filter-flipped=false&filter-remaining=false. NBC News. (2024, 2. Dezember). Exit polls. Abgerufen am 2. Dezember 2024, von https://www.nbcnews.com/politics/2024-elections/exit-polls. University of Florida. (2024, 27. November). 2024 General Election Turnout. Abgerufen am 2. Dezember 2024, von https://election.lab.ufl.edu/2024-general-election-turnout/. Rede Trump: Nicholls, F. (2024, 6. November). Read Donald Trump’s victory speech in full. Newsweek. Abgerufen von https://www.newsweek.com. Rede Harris: Staff, T. (2024, 7. November). Read Vice President Kamala Harris’ full concession speech. TIME. Abgerufen von https://time.com.

  18. 41

    #41: Gemeinsam stark. Kraft tanken in der Gruppe - mit Ruth Emanuel und Prof. Dr. Nicolas Kurpiers

    Wer sich traurig oder einsam fühlt, zieht sich oft von anderen zurück. Auch Menschen, die schwer erkranken oder im familiären Umfeld eine solche Erkrankung erleben, haben in einem Alltag voller Arztbesuche, Therapien und stationärer Aufenthalte häufig nur noch wenig Kontakt mit anderen. Dabei können das Zusammensein mit anderen und gemeinsame Aktivitäten oft viel zu einem verbesserten Wohlbefinden und sogar zu einer verbesserten Gesundheit beitragen. Das bestätigen die beiden Gäste in Folge 41 der Podcastreihe UHiversum Talks aus zwei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Kulturwissenschaftlerin Ruth Emanuel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, hat gemeinsam mit Studierenden das Thema Einsamkeit aufgegriffen. Und Prof. Dr. Nicolas Kurpiers vom Institut für Sportwissenschaft beschäftigt sich in Forschung und Praxis mit sportlichen Rehabilitionsangeboten, die sich an krebserkrankte Kinder und deren Familien richten. Zur Person Ruth Emanuel  Ruth Emanuel ist wissenschaftliche Angestellte am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und hat im Sommer 2024 gemeinsam mit Studierenden in der KulturMühle Buchhagen eine Veranstaltung mit dem Titel „GEM-EINSAMKEITEN“ veranstaltet, in der es darum ging, gemeinsam Ideen gegen Einsamkeit – speziell Einsamkeit im ländlichen Raum zu entwickeln. In Lehrveranstaltungen und Publikationen befasst sie sich mit Themen rund um Kulturmanagement und Kulturarbeit in ländlichen Räumen und gemeinschaftliches Engagement, zum Beispiel in der Stadtentwicklung. Zur Person: Prof. Dr. Nicolas Kurpiers Nicolas Kurpiers ist Professor am Institut für Sportwissenschaft der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört unter anderem die Optimierung sportorientierter Therapiebegleitung bei malignen Erkrankungen. Kurpiers organisiert und leitet das Projekt „Winter- und Wassersport in der Rehabilitation krebskranker Kinder und ihrer Familien“, in dessen Rahmen erkrankte Kinder und deren Familienangehörige im Pitztal/ Österreich dosiert und angeleitet in die Aktivität kommen und ihre eigene Leistungsfähigkeit (wieder-)entdecken sollen, um dadurch ein Stück Normalität zurückzugewinnen. Die drei großen Säulen der Physis, der Psyche und des Sozialen stehen gleichermaßen im Fokus dieser rehabilitativen Maßnahme. Die Fahrt ist etwa zur Hälfte durch Spenden finanziert. Im Interview: Ruth Emanuel und Prof. Dr. Nicolas Kurpiers Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Einspieler: Elisabeth Schimpf Illustration: Tessa Kaehler

  19. 40

    #40: Was man tun kann, wenn Angst das eigene Leben beherrscht - mit Prof. Dr. Jan Richter

    Atemnot, Schwitzen, Zittern und das Gefühl von Kontrollverlust – so fühlt sich für viele Menschen eine aufkommende Panikattacke an. Bei Personen mit einer Angststörung treten solche und andere Symptome mehr oder weniger losgelöst von einer tatsächlichen Gefahrensituation auf oder übertrieben ausgeprägt, in Situationen mit eigentlich überschaubarem Risiko wie zum Beispiel im Fall der Flugangst. Warum sich Angst und Panikgefühle bei einigen Menschen so verselbstständigen und in extremen Fällen sogar dazu führen, dass sie ihren Alltag kaum noch bewältigen können, darum geht es in Folge 40 der Podcastreihe UHiversum Talks mit Dr. Jan Richter, Professor für Experimentelle Psychopathologie am Institut für Psychologie der Uni Hildesheim. Prof. Dr. Jan Richter ist Professor für Experimentelle Psychopathologie am Institut für Psychologie. Er erforscht Angststörungen und mögliche Therapieansätze und arbeitet somit an der Schnittstelle zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung. Sein Fachgebiet, die Psychopathologie, ist die Lehre von den Erkrankungen der Psyche und ein interdisziplinäres Teilgebiet der Psychiatrie und Klinischen Psychologie. Innerhalb dieses Forschungsfeldes befasst sich Richter unter anderem mit Ansätzen der Expositionstherapie, einer psychotherapeutischen Methode, bei dem die von einer Angststörung betroffene Person unter kontrollierten Bedingungen und mit therapeutischer Begleitung wiederholt mit dem angstauslösenden Objekt (zum Beispiel einer Spinne) oder der Situation (zum Beispiel im Flugzeug) konfrontiert wird, um so durch neue, korrigierende Lernerfahrungen dauerhaft die Angst zu reduzieren. Dieser Ansatz gilt als Methode der Wahl bei Angststörungen, ist jedoch weiterhin bei den einzelnen Personen unterschiedlich erfolgreich – warum das so ist, dieser Frage geht Richter in seiner Forschung nach. Spannend für die Zukunft könnten auch der Einsatz von Augmented-Reality-Technologien oder nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren bei der Weiterentwicklung der Therapieansätze sein. Im Interview: Prof. Dr. Jan Richter Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler, Tessa Kaehler Einspieler: Elisabeth Schimpf Illustration: Tessa Kaehler

  20. 39

    #39: Barrierefrei kommunizieren - mit Prof. Dr. Christiane Maaß und Sergio Hernández Garrido

    Es gibt Menschen, die nicht gut lesen können. Menschen mit geringen Deutschkenntnissen. Menschen, die eine intellektuelle Beeinträchtigung haben. Oder Menschen, die aus Altersgründen nicht mehr viele Informationen auf einmal erfassen können. Um solchen Menschen Zugang zu Informationen zu ermöglichen, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsstelle Leichte Sprache an der Universität Hildesheim daran, verständliche Varianten der deutschen Sprache zu erforschen, zu etablieren und ihre Anwendung zu professionalisieren. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Forschungsstelle Leichte Sprache sprechen in dieser Podcastfolge deren Gründerin, Prof. Dr. Christiane Maaß, und der Geschäftsführer der Forschungsstelle, Sergio Hernández Garrido über barrierefreie Kommunikation. Prof. Dr. phil. habil. Christiane Maaß ist seit 2011 Professorin für Medienlinguistik an der Universität Hildesheim sowie Direktorin und Gründerin der 2014 gegründeten Forschungsstelle Leichte Sprache. Christiane Maaß ist zudem Leiterin des Fachbereichs „Barrierefreie Gesundheitskommunikation“ des Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz und Sachverständige der Bundesinitiative Barrierefreiheit der Bundesregierung für “Digitales/Leichte Sprache”. Sergio Hernández Garrido ist seit 2019 Geschäftsführer der Forschungsstelle Leichte Sprache. Er hat zuvor an der Universität Hildesheim den Masterstudiengang Medientext und Medienübersetzung studiert und promoviert aktuell im Bereich der Barrierefreien Medizinkommunikation zum Thema „Verständlichkeitsoptimierung durch multicodale und multimodale Textformate für die Förderung der Gesundheitskommunikation in Kolumbien“. Die Forschungsstelle Leichte Sprache (FLS) am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Ziel der FLS ist es, einen Beitrag zur Erforschung und Etablierung der Leichten Sprache und weiterer verständlichkeitsoptimierter Varianten des Deutschen zu leisten und die damit verbundene Textpraxis zu professionalisieren. „Dafür führen wir verschiedene Forschungs- und Praxisprojekte durch“, heißt es auf der Website der FLS, die ihre Selbstbeschreibung auch in Leichter Sprache, Einfacher Sprache und Gebärdensprache anbietet. „Es interessiert uns, wie Texte aussehen müssen, damit sie in einer bestimmten Situation sehr gut für Nutzende mit besonderem kommunikativem Bedarf funktionieren.“ Im Interview: Prof. Dr. Christiane Maaß und Sergio Hernández Garrido Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler Einspieler: Noah Hensler, Laura Marina Bade Illustration: Tessa Kaehler

  21. 38

    #38: Wird die Demokratie abgewählt? Wie junge Menschen sich eine politische Meinung bilden - mit Prof. Dr. Marc Partetzke

    In Deutschland, aber auch in anderen Ländern wenden sich immer mehr junge Menschen Parteien und Gruppierungen zu, die demokratische Prinzipien missachten und ihnen sogar offen zuwiderhandeln. In dieser Folge von UHiversum Talks - der Podcast #ausderWissenschaft spricht Politikwissenschaftler und Didaktiker Prof. Dr. Marc Partetzke darüber, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sich eine eigene politische Meinung bilden und welche Rolle die Schule, aber auch das Umfeld oder die sozialen Medien auf die Entwicklung des Demokratieverständnis haben. Zur Person: Prof. Dr. Marc Partetzke Marc Partetzke hat in Jena die Fächer Deutsch und Sozialkunde für das Lehramt am Gymnasium studiert, wurde dort auch promoviert und ist seit 2020 Professor für Politikdidaktik und Politische Bildung an der Universität Hildesheim. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem politische Kultur und politische Bildung, politikdidaktische Ansätze und Prinzipien, narrationsbasierte politische Bildung und Emotionen in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachdidaktiken. Im Interview: Prof. Dr. Marc Partetzke Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler Einspieler: Noah Hensler, Elisabeth Schimpf Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke  

  22. 37

    #37: Genderstereotype im Netz - Wer nicht passt, wird gehasst mit PD Dr. Sylvia Jaki

    "Anlasslosen" Hass gibt es nicht, sagt Privatdozentin Dr. Sylvia Jaki. Das Empfinden von Hass gegenüber anderen Menschen oder Gruppen von Menschen hat immer eine Historie. Als Medienlinguistin analysiert Jaki, wie sich herabwürdigende Äußerungen und verbale oder visuelle Gewalt im Netz verbreiten - und was dagegen helfen kann. Ein Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegt auf genderbezogener Toxizität. Das können hasserfüllte Äußerungen gegenüber Frauen oder queeren Personen sein (seltener auch gegenüber Männern), aber auch sogenannte Silencing-Strategien, also die gezielte Nicht-Beachtung von Äußerungen bestimmter Personen(gruppen). Privatdozentin Dr. Sylvia Jaki lehrt und forscht am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit befasst sie sich aus medienlinguistischer Sicht unter anderem mit Vorkommen, Ursachen und Auswirkungen von Hass im Internet und mit der Frage nach geeigneten Gegenstrategien. Aktuell ist sie auch beteiligt am Zukunftsdiskurs GenDisS, in dem die Sensibilisierung gegenüber genderbezogener Diskriminierung im Fokus steht. Bundesarbeitsgemeinschaft »Gegen Hass im Netz«: Neue Studie: Wie Frauen im Internet systematisch angegriffen werden Beitrag auf stern.de "Was an mir rechtfertigt einen solchen Hass?": Georgine Kellermann und andere über Gewalt gegen Queere Bundeskriminalamt 2023: Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht neuen Höchststand Im Interview: Dr. Sylvia Jaki Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  23. 36

    #36: Durch die Ohren in den Kopf - was macht einen gelungenen Podcast aus? Mit Dr. Guido Graf

    In diesem Monat wird die Podcastreihe der Universität Hildesheim drei Jahre alt. Das feiern wir mit einer besonderen Folge, gewissermaßen einer Meta-Folge, denn in diesem Podcast geht es um das Podcastmachen selbst. Dazu sind wir diesmal zu viert im Studio: Sara Reinke als Initiatorin und Moderatorin der Podcastreihe, Laura-Marina Bade und Noah Hensler als studentische Hilfskräfte, die normalerweise hinter den Kulissen an der technischen Umsetzung mitwirken, sowie als wissenschaftlicher Experte Dr. Guido Graf, Literaturwissenschaftler, Podcaster und ehemaliger Radiojournalist.

  24. 35

    #35: Das Rennen um das Weiße Haus - Teil 2 der Doppelfolge zum US-Wahlkampf 2024 mit Prof. Dr. Markus Heide

    Der amerikanische Wahlkampf ist auch in den deutschen und europäischen Medien sehr präsent. Mit Prof. Dr. Markus Heide, Kulturwissenschaftler und Amerikanist, spricht Moderatorin Sara Reinke in dieser Doppelfolge der Podcastreihe UHiversum Talks über die kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der US-Wahl. In Teil 2 geht es darum, wie die US-Wahl aus deutscher bzw. europäischer Sicht wahrgenommen wird und sich auch über Amerika hinaus politisch auswirkt. Es handelt sich bei dieser Folge um den zweiten Teil einer Doppelfolge zum US-Wahlkampf. Schwerpunkt des Gesprächs ist die Bedeutung der US-Wahl aus deutscher bzw. europäischer Sicht. In Folge 34 der Podcastreihe UHiversum Talks, die Anfang April erschienen ist, stand die amerikanische Perspektive auf die Wahl im eigenen Land im Fokus. Eine weitere Podcastfolge mit Prof. Dr. Markus Heide zur Einordnung des amerikanischen Wahlergebnisses ist für Dezember 2024 geplant. Prof. Dr. Markus Heide ist Kulturwissenschaftler und Amerikanist. Er lehrt und forscht an den Instituten für englische Sprache und Literatur sowie für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Von 2014 bis 2020 lehrte und forschte Markus Heide an dem Swedish Institute for North American Studies der Uppsala Universität in Schweden, wo er neben Literatur- und Kulturgeschichte auch zu dem politischen System und die politische Geschichte der USA arbeitete. Er hat mehrere Fachbeiträge zu Kultur, Literatur, Politik und Filmgeschichte der Vereinigten Staaten und Kanadas publiziert, darunter Beiträge zu Populismus in den USA und zur politischen und kulturellen Situation in den Grenzgebieten der USA und Mexikos sowie der USA und Kanadas. Im Interview: Prof. Dr. Markus Heide Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler, Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  25. 34

    #34: Das Rennen um das Weiße Haus - Teil 1 der Doppefolge zum US-Wahlkampf 2024 mit Prof. Dr. Markus Heide

    Der amerikanische Wahlkampf ist auch in den deutschen und europäischen Medien sehr präsent. Mit Prof. Dr. Markus Heide, Kulturwissenschaftler und Amerikanist, spricht Moderatorin Sara Reinke in dieser und in der kommenden Folge der Podcastreihe UHiversum talks über die kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der US-Wahl. In Teil 1 steht die Bedeutung der Wahl für die Vereinigten Staaten selbst im Mittelpunkt. Es handelt sich bei dieser Folge um den ersten Teil einer Doppelfolge zum US-Wahlkampf. Schwerpunkt des Gesprächs ist die Bedeutung der Wahl für die Vereinigten Staaten selbst. In Folge 35 der Podcastreihe UHiversum Talks, die Anfang Mai erscheint, geht es um die Wahrnehmung der US-Wahl aus deutscher bzw. europäischer Sicht. Eine weitere Podcastfolge mit Prof. Dr. Markus Heide zur Einordnung des amerikanischen Wahlergebnisses ist für Dezember 2024 geplant. Prof. Dr. Markus Heide ist Kulturwissenschaftler und Amerikanist. Er lehrt und forscht an den Instituten für englische Sprache und Literatur sowie für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Von 2014 bis 2020 lehrte und forschte Markus Heide an dem Swedish Institute for North American Studies der Uppsala Universität in Schweden, wo er neben Literatur- und Kulturgeschichte auch zu dem politischen System und die politische Geschichte der USA arbeitete. Er hat mehrere Fachbeiträge zu Kultur, Literatur, Politik und Filmgeschichte der Vereinigten Staaten und Kanadas publiziert, darunter Beiträge zu Populismus in den USA und zur politischen und kulturellen Situation in den Grenzgebieten der USA und Mexikos sowie der USA und Kanadas. Im Interview: Prof. Dr. Markus Heide Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler, Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  26. 33

    #33: Kunst oder künstlich - wenn eine KI Romanhandlungen ersinnt mit Dr. Jenifer Becker

    Wer einen Roman schreibt, greift dafür in der Regel auf Erlebtes, Erfahrenes oder Erdachtes zurück. Leserinnen und Leser wiederum neigen häufig dazu, sich nicht nur mit den Figuren einer Romanhandlung mehr oder weniger stark zu identifizieren, sondern auch zur Autorin oder dem Autor gern gelesener Werke eine gewisse emotionale Verbundenheit zu spüren. Wie verändern sich das fiktionale Schreiben und die Rezeption von literarischen Texten, wenn am Entstehungsprozess eine KI beteiligt ist? Darüber spricht in dieser Podcastfolge die Autorin, Literaturwissenschaftlerin und nicht zuletzt Leserin Dr. Jenifer Becker. Im Interview: Dr. Jenifer Becker Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler, Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  27. 32

    #32: Bloß nicht verzetteln - Wie komplexe Projekte perfekt geplant werden mit Prof. Dr. Julia Rieck

    Wer schonmal ein größeres Projekt organisiert hat, zum Beispiel einen Hausbau, weiß, dass am Ende meist alles anders kommt als gedacht. Typischerweise wird es teurer und dauert länger. Manchmal fallen auch mitten in der Umsetzungsphase Personen oder ganze Firmen aus oder es treten unerwartete Komplikationen auf. Damit genau das eben nicht passiert, forscht Prof. Dr. Julia Rieck vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim dazu, wie komplexe Projekte mit vielen Variablen dennoch zuverlässig geplant werden können. Auch dann, wenn es schnell gehen muss, beispielsweise im Katastrophenmanagement. Die Gesprächspartnerin in dieser Folge: Prof. Dr. Julia Rieck leitet das Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik der Universität Hildesheim und ist Dekanin des Fachbereichs Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik. In ihrer Forschung befasst sich Rieck mit Fragestellungen aus den Bereichen Produktion, Logistik, Projekt- und Ressourcenplanung und Supply Chain Management. Zur Analyse und Bearbeitung von Praxisproblemen setzt Rieck mathematische Modellierung ein und überprüft und validiert die Durchführbarkeit der entwickelten Lösungsansätze anschließend in der betrieblichen Praxis. Neben Digitalisierungsprozessen spielen zunehmend auch KI-basierte Problemlösungsansätze eine Rolle für die anwendungsbezogene Forschungstätigkeit in ihrem Fachgebiet. Im Interview: Prof. Dr. Julia Rieck Moderation: Sara Reinke Schnitt: Noah Hensler, Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  28. 31

    #31: Besser lügen dank KI? Wie Spracherkennung Fake News entlarven hilft mit Prof. Dr. Thomas Mandl

    Führt der Einsatz von künstlicher Intelligenz dazu, dass im Netz künftig immer mehr nicht-überprüfbare Informationen kursieren? Oder kann künstliche Intelligenz sogar helfen, Fake News einzudämmen? Darüber spricht in dieser Folge der Informationswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Mandl mit Moderatorin Sara Reinke. Die Podcastreihe der Universität Hildesheim präsentiert sich mit Beginn des neuen Jahres unter dem neuen Titel "UHiversum talks" - die Folgennummerierung setzen wir fort. Der Gesprächspartner in dieser Folge: Prof. Dr. Thomas Mandl forscht und lehrt am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Mensch-Maschine Interaktionen (Softwareergonomie und Interface-Design), Information Retrieval (Evaluierung, Mehrsprachigkeit, Text Mining), Digital Humanities und Bildverarbeitung sowie Information Behavior. In mehreren aktuellen Projekten stehen die Veränderungen der Kommunikationstechnologien durch Künstliche Intelligenz und deren gesellschaftliche Folgen im Mittelpunkt seiner Forschung. Im Interview: Prof. Dr. Thomas Mandl Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  29. 30

    #30: „Irgendwann fliege ich auf“ - Das Impostor Syndrom mit Prof. Dr. Werner Greve

    „Hoffentlich merkt keiner, dass ich das hier eigentlich gar nicht kann!“ – diesen Gedanken hatte wohl insgeheim fast jeder schon einmal. Wer in einen neuen Job startet, befördert wurde oder sich einer neu hinzugewonnenen Führungsverantwortung gegenüber sieht, für den sind anfängliche Unsicherheit oder ein leises Gefühl von Überforderung wohl relativ normal. Aber wenn der Zweifel am eigenen Wissen und Können andauert und so massive Formen annimmt, das daraus ein echter Leidensdruck entsteht, dann könnte es sich um das sogenannte Impostor Syndrom handeln. Der Gesprächspartner in dieser Folge: Prof. Dr. Werner Greve forscht und lehrt seit dem Jahr 2001 am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklungspsychologie, hier forscht Greve insbesondere zu biographischen Wendepunkten und zum Umgang mit belastenden oder kritischen Lebensereignissen. Auch die Frage, wie wir uns selbst sehen und wie wir mit Informationen umgehen, die uns selbst betreffen, hat er in verschiedenen Zusammenhängen wissenschaftlich untersucht. Im Interview: Prof. Dr. Werner Greve Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke

  30. 29

    #29: Außer Kontrolle? Was Wissenschaft zur aktuellen Migrationsdebatte zu sagen hat mit Prof. Dr. Hannes Schammann

    Kriege, wirtschaftliche Not, Klimawandel – es gibt viele Gründe, warum Menschen in Deutschland Schutz suchen. Die Erstaufnahme, aber auch die Entwicklung langfristiger Perspektiven für Geflüchtete stellen Länder und Kommunen vor Herausforderungen. Der Hildesheimer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hannes Schammann und sein Team forschen unter anderem dazu, wie nachhaltige Lösungen zur Unterbringung und Verteilung von Geflüchteten angesichts immer neuer Krisenherde in der Welt aussehen können. Der Gesprächspartner in dieser Folge: Hannes Schammann ist Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Migrationspolitik an der Universität Hildesheim und leitet dort die Migration Policy Research Group. Zuvor war er Juniorprofessor in Hildesheim und arbeitete davor sechs Jahre in der migrations- und integrationspolitischen Praxis: als Projektleiter für Migration und Integration bei der Robert Bosch Stiftung, als Referent für Grundsatzfragen der Integration beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und als Koordinator für Integrationsprojekte bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Ev. Jugendsozialarbeit. Er hat zahlreiche Projekte rund um Migration und Integration konzipiert und begleitet. Noch heute arbeitet er eng mit der Praxis zusammen und hat an seiner Professur eine "Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik" eingerichtet. Im Interview: Prof. Dr. Hannes Schammann Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke Mehr zum Thema: An den Grenzen: Ausländerbehörden zwischen Anspruch und Alltag (Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung) Für 60% der Kommunen Aufnahme "noch machbar" - Online Umfrage unter deutschen Kommunen und Landkreisen "Wie gut ist das neue Asylrecht?" - Interview mit Prof. Dr. Hannes Schammann im Deutschlandfunk Migrationsforscher: Turnhallen und Zelte sind weiterhin die Ausnahme - TV-Interview mit Prof. Dr. Hannes Schammann im SWR Von Chancen und Grenzen - Streit um Zuwanderung - Phoenix-Runde mit Prof. Dr. Hannes Schammann

  31. 28

    #28: Jung sein in Zeiten der Pandemie: Die Langfristfolgen von Corona mit Dr. Severine Thomas

    Zu den Forschungsschwerpunkten von Dr. Severine Thomas gehört die Jugendforschung in ganz unterschiedlichen Facetten. Ab Anfang des Jahres 2020 hat sie gemeinsam mit einem Forschungsteam der Universität Hildesheim und der Goethe Universität Frankfurt mehrere Befragungsreihen zum Befinden von Kindern, Jugendlichen und Studierenden in der Corona-Pandemie veröffentlicht. Thema in Folge 28 der Podcastreihe #ausderWissenschaft ist aber auch ein jetzt neu beginnendes Forschungsprojekt zu den Langzeitfolgen der Pandemie. Die Hildesheimer Wissenschaftler*innen haben im Forschungsnetzwerk COFONI (COVID-19 Forschungsnetzwerk Niedersachsen) erneut vor allem die psychosozialen Folgen für junge Menschen im Blick. Die Gesprächspartnerin dieser Folge: Dr. Severine Thomas ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik in Forschung und Lehre, Universität Hildesheim. Der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ setzt sich zusammen aus dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim und dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Frankfurt in Kooperation mit der Universität Bielefeld. Entstanden sind darin bisher die bundesweite Studie JuCo zu den Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen sowie die bundesweite Studie KiCo zu den Erfahrungen und Perspektiven von Eltern und ihren Kindern während der Corona-Maßnahmen. In diesem Monat (Oktober 2023) startet das Projekt JuPaCo – Psychosoziale Langzeitfolgen für junge Menschen durch die SARS-CoV-2-Pandemie – als eines von vierzehn interdisziplinäre niedersächsischen Kooperationsprojekten zur Erforschung der medizinischen und gesellschaftlichen Langzeitfolgen der SARS-CoV-2-Pandemie im COVID-19 Forschungsnetzwerk Niedersachsen (COFONI). Daran beteiligt sind neben Dr. Severine Thomas auch Prof. Dr. Wolfgang Schröer vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim sowie Prof. Dr. Claudia Equit von der Leuphana Universität Lüneburg. Weitere Infos zur Studie findet ihr hier! Im Interview: Dr. Severine Thomas Moderation: Sara Reinke Schnitt: Onur Acar, Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke Folge 28 wurde produziert und erstveröffentlicht im Oktober 2023.

  32. 27

    #27: "Warum in die Ferne schweifen.." mit Jun.-Prof. Dr. Christoph Raab

    Moderne Landwirtschaft arbeitet mithilfe von Satellitenaufnahmen und Handy-Apps. Doch wie lassen sich solche Daten auch in Regionen nutzbar machen, in denen die Digitalisierung noch nicht so weit fortgeschritten ist und die Anschaffung von hochtechnisierten landwirtschaftlichen Geräten aus wirtschaftlichen Gründen keine Option ist? Der Gesprächspartner dieser Folge: Prof. Dr. Christoph Raab  ist Juniorprofessor für Angewandte Geoökologie am Institut für Geographie der Universität Hildesheim und Mitglied in einem internationalen Forschungsteam, welches die sozio-ökonomischen Effekte und Abhängigkeiten untersucht, die mit der Nutzungsveränderungen von landwirtschaftlichen Flächen im zentral- und südasiatischen Raum  einhergehen. Im Interview: Jun.-Prof. Dr. Christoph Raab Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke   Folge 27 wurde produziert und erstveröffentlicht im September 2023.

  33. 26

    #26: "Verzicht als ein positives Erlebnis erfahrbar machen"mit Dr. Dirk Hohnsträter

    Rund 10.000 Gegenstände besitzt statistisch gesehen (angeblich) jede und jeder Deutsche im Durchschnitt. Und auch die nicht-dinglichen Kaufentscheidungen sind häufig wenig rational. Dabei kann es durchaus ein gutes Gefühl sein, aus einer freien Entscheidung heraus mit leichtem Gepäck durchs Leben zu gehen, sagt Konsumforscher Dr. Dirk Hohnsträter von der Universität Hildesheim. Statt übermäßigem Konsum durch Reglementierungen und Verbote entgegenzuwirken, plädiert er dafür, im Rahmen einer freiheitlichen Orientierung Konsumverhalten geschickt zu lenken. Der Gesprächspartner dieser Folge: Kulturwissenschaftler Dr. Dirk Hohnsträter ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim und Leiter der Forschungsstelle Konsumkultur. Er befasst sich in seiner Arbeit unter anderem mit Themen wie ästhetischer Ökonomie und kulturellem Kapitalismus, Materialästhetik und Dingkultur sowie alternativen Ökonomien des Digitalen. Im Jahr 2021 hat er ein Sachbuch mit dem Titel „Qualität!“ über gut gemachte Gegenstände und deren Bedeutung für eine gelungene Lebensführung veröffentlicht. Aktuell forscht er vor allem zum Wandel des Alltagslebens. Im Interview: Dr. Dirk Hohnsträter Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke   Folge 26 wurde produziert und erstveröffentlicht im August 2023.

  34. 25

    #25: Umgang mit Wissenschaftsleugner*innen mit Prof. Dr. Beatrix Kreß und Prof. Dr. Joachim Griesbaum

    Wie reagiert man, wenn Menschen den Wert wissenschaftlichen Arbeitens nicht erkennen können oder erkennen wollen? Wenn sie anerkannte Forschungsergebnisse in Frage stellen oder selbst ganz gezielt pseudowissenschaftliche Falsch-Informationen streuen? Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Beatrix Kreß und Informationswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Griesbaum sprechen in dieser Folge der Podcastreihe #ausderWissenschaft über den Umgang mit Wissenschaftsskeptiker*innen und -leugner*innen. Die Gesprächspartner*innen dieser Folge: Prof. Dr. Beatrix Kreß vom Institut für Interkulturelle Kommunikation der Universität Hildesheim forscht unter anderem zu interkultureller Kommunikation (Schwerpunkte Slawistik, Germanistik) sowie zu den Themen Migration/Sprache und Mehrsprachigkeit, politische Sprache und Mediensprache. Prof. Dr. Joachim Griesbaum vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim hat als Forschungsschwerpunkte unter anderem Informationsverhalten/-kompetenz in Bezug auf Online-Medien, zum Beispiel Umgang mit Suchmaschinen. Weiterhin forscht er zu den Themen Social Media, Kommunikationsmöglichkeiten per Smartphone sowie zur Informationsüberflussgesellschaft und ihren Folgen. Im Interview: Prof. Dr. Beatrix Kreß und Prof. Dr. Joachim Griesbaum Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler Illustration: Tessa Kaehler Text: Sara Reinke   Folge 25 wurde produziert und erstveröffentlicht im Juli 2023.

  35. 24

    #24: Ein Moment geteilter Zeit: Junges Theater in einer schnelllebigen Welt - mit Prof. Dr. Maike Gunsilius

    Unterhaltung ist wichtig, Bildung erfolgt quasi nebenbei, ein pädagogischer Auftrag wäre fatal. Das sagt Prof. Dr. Maike Gunsilius über gelungenene Inszenierungen des modernen Kinder- und Jugendtheaters. In dieser Podcastfolge spricht sie unter anderem über die Herausforderung der Interaktion, den Umgang mit verkürzten Aufmerksamkeitsspannen und die zeitgemäße Aufbereitung von überkommenen Rollenbildern für ein junges Publikum. Die Gesprächspartnerin dieser Folge: Maike Gunsilius ist Professorin für die Ästhetik des Kinder- und Jugendtheaters am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim. Sie hat  Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und Theatre am Dartington College of Arts, England studiert und war von 2015 bis 2017 Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Performing Citizenship“ (HafenCity Universität Hamburg/Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg/FUNDUS THEATER/Forschungstheater und K3 –Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg), wo sie zu „Dramaturgien postmigrantischer Performance. Citizenship in kultureller Bildung und künstlerischer Forschung“ promovierte. Von 2019 bis 2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Participatory Art-based Research“ (HafenCity Universität Hamburg/FUNDUS THEATER/Forschungstheater und K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg). Seit 2003 hat sie als Dramaturgin und Performancemacherin an Theatern u. a. in Basel, Frankfurt, Hamburg sowie in freien Performanceprojekten und in Schulen gearbeitet und seit 2010 Dramaturgie und experimentelle Theaterformen u.a. an der HfMT Hamburg, der Universität Hamburg sowie der Fachhochschule Dortmund gelehrt. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Dramaturgien des zeitgenössischen, performanceorientierten Kinder- und Jugendtheaters sowie partizipative theatrale Forschung mit Kindern (und Erwachsenen). Im Interview: Prof. Dr. Maike Gunsilius Moderation: Sara Reinke Schnitt: Tessa Kaehler und Alexandro Huber Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Folge 24 wurde produziert und erstveröffentlicht im Juni 2023.

  36. 23

    #23: Einmal Holzweg und zurück: Wie man gekonnt Ziele über den Haufen wirft - mit Dr. Cathleen Kappes

    Beim Marathon unter vier Stunden bleiben. Eine Familie gründen. Die Promotion abschließen. Ein Café eröffnen. Wer sich solche Ziele setzt, verbindet diese mit einer bestimmten Vorstellung von sich selbst. Und tut sich nicht selten schwer, davon wieder abzulassen, wenn Dinge anders laufen als geplant. Warum man sich manchmal selbst im Weg steht und wie es doch gelingen kann, den inneren Fokus neu auszurichten, darüber spricht die Psychologin Dr. Cathleen Kappes in dieser Folge der Podcastreihe.   "Während meiner Zeit als studentische Hilfskraft träumte ich von einer Promotion und einer Wissenschaftskarriere. Dabei ging es mir weniger um die Wissenschaftskarriere und das Ziel, zu habilitieren, als vielmehr um das schöngeistige Aufblühen im Zusammenhang mit meinem Promotionsthema. Inzwischen weiß ich, dass mich dieser Lebensentwurf zerstört hätte; schon während meiner Masterarbeit stand ich unter enormem Stress, weil ich den Stress im Zusammenhang mit einer derart wichtigen Abschlussarbeit auch mit in mein Privatleben nahm: Ich brannte beinahe innerlich aus und stellte für mich fest, dass ich meinen Traum begraben sollte. Auch bezüglich meiner Karriere ergab eine Promotion zumindest zu der Zeit nicht wirklich Sinn. Mir fehlten der ‚Drive‘ und die Fokussierung auf eine lineare Wissenschaftskarriere, die Promotion betrachtete ich als Selbstzweck und nicht als Mittel zum Zweck. Mittlerweile habe ich mich umorientiert und bin außerhalb der Wissenschaft tätig. An diesem neuen Ort fühle ich mich angekommen, zumal es mir nun möglich ist, die Arbeit Arbeit sein zu lassen und nicht mein gesamtes Leben allein an dieser auszurichten." So, wie der/dem anonymen Verfasser*in dieses Erfahrungsberichts geht es an irgendeinem Punkt im Leben wohl vielen, doch nicht jede und jeder erkennt so klar den richtigen Zeitpunkt, einen Lebensentwurf über Bord zu werfen. Das ist auch gar nicht so leicht, denn oft hat man bereits viel Zeit und Aufwand in eine Zielsetzung investiert, bevor sich diese als unrealistisch herausstellt. Das sagt Dr. Cathleen Kappes, die zum Thema "goal disengagement" forscht. Die Gesprächspartnerin dieser Folge: Dr. Cathleen Kappes ist wissenschaftliche Angestellte am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim. Sie forscht unter anderem zur Entwicklung und Funktion von Emotionen, zu Coping-Strategien und dem Umgang mit kritischen Ereignissen sowie zur sozialen Informationsverarbeitung.  Im August 2022 hat sie gemeinsam mit Kaspar Schattke ein Paper unter dem Titel „You have to let go sometimes: advances in understanding goal disengagement“  veröffentlicht. Im Interview: Dr. Cathleen Kappes Moderation: Sara Reinke Schnitt: Thessa Kaehler und Alexandro Huber Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Folge 23 wurde produziert und erstveröffentlicht im Mai 2023.

  37. 22

    #22: Es wird uns eine Leere sein: Wie das Klassenzimmer wieder ein attraktiver Arbeitsort werden kann mit Prof. Dr. Jürgen Sander & Martin Do

    Bereits jetzt fehlen Schätzungen zufolge rund 12.000 Lehrkräfte an deutschen Schulen, laut Kultusministerkonferenz werden es bis 2025 rund 25.000 sein. Besonders groß ist die Lücke in den sogenannten Mint-Fächern, also im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich und in der Informatik. Woran das liegt, was man dagegen tun könnte und mit welchen Perspektiven Lehramts-Studierende auf ihren zukünftigen Beruf blicken, darum geht es in dieser Folge der Podcastreihe #ausderWissenschaft. Die Gesprächspartner dieser Folge: Jürgen Sander, Professor für Algebra und Zahlentheorie, ist Hauptberuflicher Vizepräsident der Universität Hildesheim für Studium, Lehre, studentische Belange und Digitalisierung und zugleich Leiter des Niedersächsischen Verbunds zur Lehrkräftebildung. Dinh Chien Do studiert an der Universität Hildesheim Deutsch, Geschichte und Politikwissenschaft im Master und ist nebenbei in diversen universitären Gremien aktiv, unter anderem ist er studentisches Mitglied im Senat und kümmert sich um die Geschäftsführung im Allgemeinen Studierendenausschuss AStA. Zum Ende seines Studiums muss er sich nun zunehmend damit auseinandersetzen, was danach kommen wird. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Jürgen Sander und Dinh Chien (Martin) Do Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Folge 22 wurde produziert und erstveröffentlicht im April 2023.

  38. 21

    #21 Lernen aus der Flut: Das Hochwasser im Ahrtal und was danach geschah mit Prof. Dr. Wolfgang Büchs

    Kurz nach dem Hochwasser im Ahrtal im Juli 2021 war der Biologe Prof. Dr. Wolfgang Büchs bereits einmal in der Podcastreihe #ausderWissenschaft zu Gast. Anderthalb Jahre später spricht der ausgewiesene Kenner der Region nun darüber, wie es im Ahrtal weiterging. Ein Gespräch über das Aufräumen und Weitermachen, neue Konzepte und alte Fehler, das Missverständnis vom "Jahrhunderthochwasser" und die Frage, warum bekannte Risiken weiter ignoriert werden. Das Buch „Spuren der Flut im Ahrtal 2021. Dokumentation, Analyse, Perspektiven“ der Autoren Wolfgang Büchs, Jürgen Haffke, Thomas Roggenkamp, Winfried Sander und Andreas Schmickler ist erschienen im Verlag Landschaft und Geschichte e.V. und kostet 34,50 Euro. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Wolfgang Büchs Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im März 2023.

  39. 20

    #20 Vor uns die Sintflut: Ziviler Ungehorsam in der Klimakrise mit Prof. Dr. Andreas Hetzel

    Sie nennen sich „Letzte Generation“ und meinen damit, dass die jetzt lebenden Menschen die letzten seien, die in der sich bereits abzeichnenden Klimakatastrophe das Schlimmste noch verhindern können: Unter anderem mit Straßenblockaden und Aktionen, bei denen sie sich selbst im öffentlichen Raum festkleben, versuchen Aktivist*innen, ein Umdenken und schnell verändertes Handeln von Politik und Gesellschaft herbeizuführen. Ob ziviler Ungehorsam tatsächlich das Mittel der Wahl ist, um auf die drängende Problematik aufmerksam zu machen, darüber spricht Prof. Dr. Andreas Hetzel vom Institut für Philosophie der Universität Hildesheim in Folge 20 der Podcastreihe #ausderWissenschaft. Er befasst sich in seiner Forschung unter anderem mit der Politischen Philosophie und Diskursen radikaler Demokratie sowie mit Themen der Umweltethik. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Andreas Hetzel Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Februar 2023.

  40. 19

    #19 Die Welt und was sie zusammenhält – Prof. Dr. Janis Fögele

    Muss man die höchsten Berge, längsten Flüsse und alle 195 Hauptstädte dieser Welt auswendig kennen oder reicht es, wenn das Smartphone smart genug ist? Prof. Dr. Janis Fögele, Professor für Geographie-Didaktik an der Universität Hildesheim spricht in Folge 19 der Podcastreihe #ausderWissenschaft darüber, wie sich der Geographieunterricht in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und was heute für die Betrachtung von Mensch-Umwelt-Beziehungen wichtig ist. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Janis Fögele Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro HuberText: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Januar 2023.

  41. 18

    #18 Leistungssport: Muskelkraft und Nervenstärke - Prof. Dr. Peter Frei (Teil 2 der Doppelfolge)

    Immer wieder nur um Zehntelsekunden schneller zu sein als andere, die eigentlich doch die gleichen körperlichen Voraussetzungen mitbringen und genauso hart trainieren. Wie kann es sein, dass das manchen Hochleistungsspitzensportler*innen - wie beispielsweise der Hildesheimer Bahnradfahrerin Emma Hinze - gelingt, während andere den Sprung aufs Treppchen jedes Mal knapp verfehlen? Welche Voraussetzungen dazu beitragen, sich vom Freizeitsport über den Leistungssport bis in den Hochleistungs- und Spitzensport emporzuarbeiten - und warum es „Couchpotatos“ eigentlich gar nicht gibt - darüber spricht Sportwissenschaftler Prof. Dr. Peter Frei in Folge 18 der Podcastreihe #ausderWissenschaft. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Peter Frei Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Dezember 2022.

  42. 17

    #17 Spitzenleistung auf Abruf – Bahnradprofi Emma Hinze (Teil 1 der Doppelfolge)

    Wie sieht das Leben einer erfolgreichen Leistungssportlerin aus? In dem ersten Teil der Weihnachtsdoppelfolge erzählt Emma Hinze, zehnfache Weltmeisterin im Bahnradfahren und Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2021, aus ihrem Leben. Wie die 25-jährige Hildesheimerin zu dem Sport gekommen ist, wie ihr Tagesablauf aussieht und wie eigentlich so eine Dopingkontrolle abläuft - darüber und über vieles mehr spricht sie mit Sara Reinke. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Emma Hinze Moderation: Sara ReinkeSchnitt und Illustration: Alexandro HuberText: Elisabeth Schimpf Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Dezember 2022.

  43. 16

    #16 Männerforschung in einer gendersensiblen Gesellschaft – Dr. Toni Tholen

    Männlichkeit ist ein Narrativ, das in verschiedenen Kontexten unterschiedlich erzählt wird. Das sagt Germanist und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Toni Tholen, der seit mehr als 30 Jahren zu traditionellen und modernen Männerbildern und Männlichkeitsnormen forscht. Er spricht in dieser Folge über Brustbehaarung, Nichtigkeitsgefühle und Allmachtsphantasien - und bekannte Persönlichkeiten, die diese drei Merkmale verbinden. Und er sagt: „Männer sind in patriarchalen Strukturen selbst auch Leidtragende.“ Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Dr. Toni Tholen Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Oktober 2022.

  44. 15

    #15 Wie kommt das Wissen an die Macht? – Prof. Dr. Michael Wrase

    Zwischen Erkenntnissen aus der Forschung und ihrer Umsetzung in praktisches Handeln steht oft ein politischer Wille. Und der kann in die eine oder in die andere Richtung weisen. Über die schwierigen Wechselwirkungen von "Wissen" und "Macht" spricht Prof. Dr. Michael Wrase in Folge 15 der Podcastreihe #ausder Wissenschaft. Corona-Pandemie, Klimawandel, Bildungsgerechtigkeit oder Wirtschaftskrise – das sind nur einige der großen Themen unserer Zeit, die sorgsam abgewogene politische Entscheidungen erfordern. Um diese zu treffen, ist die Wissenschaft gefragt: Forscherinnen und Forscher erklären, beraten und unterstützen die Politiker*innen. Sie errechnen Prognosen, entwickeln Modelle, weisen neue Wege auf. Mal relativieren sie in einer zu heiß geführten Debatte, mal mahnen sie eine Debatte überhaupt erst an. Was sie damit bewegen können und inwiefern politische Einflussnahme überhaupt Aufgabe der Wissenschaft ist, das ist das Thema, dieser Podcastfolge - und eines der (vielen) Forschungsthemen von Dr. Michael Wrase. Er ist Professor für Öffentliches Recht am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim und am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, kurz WZB. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Michael Wrase Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro HuberText: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im September 2022.

  45. 14

    #14 Mathe studieren: Für wen das die richtige Lösung ist – Prof. Dr. Sebastian Geisler

    In dieser Folge geht es um falsche Erwartungen, richtige Rechenwege und siebendimensionale Würfel. Mathematik-Didaktiker Prof. Dr. Sebastian Geisler spricht außerdem darüber, ob Lehrvideos auf Youtube im Mathe-Studium eine echte Hilfe sind und was es mit dem „Schock der ersten Wochen" auf sich hat. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Sebastian Geisler Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im August 2022.

  46. 13

    #13 Kommunale Verteilung von Schutzsuchenden: Ein Match für die Zukunft – Dr. Danielle Gluns

    Menschen, die aus Krisengebieten nach Deutschland flüchten, sind keine „Nummer im System", sagt Dr. Danielle Gluns, Leiterin der Forschungs- und Transferstelle Migrationspolitik am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim. Sondern sie kommen mit individuellen Identitäten, Biographien und Bedürfnissen, die es zu berücksichtigen gilt, wenn eine dauerhafte Integration gelingen soll. In dieser Podcastfolge erläutert die Migrationsforscherin, wie das reguläre Verteilverfahren von Geflüchteten innerhalb Deutschlands bisher organisiert ist und was daran zu verbessern wäre.Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Dr. Danielle Gluns Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Juli 2022.

  47. 12

    #12 Erinnerungskulturen: Wenn die Vergangenheit Fragen an die Zukunft stellt – Aljoscha Napp

    Was hat die Vergangenheit der Gegenwart zu sagen? Wo sehe ich mich selbst im Verhältnis zur Geschichte einer anderen Person? Wer sind Opfer, wer sind Helden - und kann ein einzelner Mensch beides zugleich sein? Wo endet Schicksal, wo fängt Verantwortung an? Wie hätte ich mich verhalten? Solche und ähnliche Fragen sind es, die Erziehungswissenschaftler wie Aljoscha Napp aufwerfen, wenn sie Jugendlichen zeitgemäß und partizipativ erinnerungskulturelle Themen nahebringen wollen. „Aus wissenschaftlicher Perspektive können wir insbesondere zur Reflexion über die NS-Geschichte und ihre Vermittlung anregen und neue Impulse in die Debatten und die pädagogische Praxis geben“, sagt Napp. „Erinnerungskultur darf kein inhaltsloser Selbstzweck sein, sondern muss aktiv in Bewegung gehalten werden, um aus der Vergangenheit auch Bezüge zur Gegenwart herstellen zu können."   Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Aljoscha Napp Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Juni 2022.

  48. 11

    #11 Frieden schaffen – mit Waffen? – Prof. Dr. Alexander Merkl

    Deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine waren und sind schwer umstritten. Die Positionierung der Deutschen Bischofskonferenz, die diese im März 2022 als „grundsätzlich legitim" erklärte, kam daher für viele überraschend und gab Anlass zu einem Gespräch mit Alexander Merkl, Juniorprofessor für theologische Ethik an der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem die Friedensethik sowie ethische Fragen der Europäischen Union. Er sagt: „Letztlich ist es eine Frage der Klugheit, der Abwägung und Unsicherheit, ob eine Waffenlieferung größeren Schaden hervorbringt, als keine Waffen zu liefern." Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Alexander Merkl Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im Mai 2022.

  49. 10

    #10 Wer will das denn wissen? – Prof. Dr. Bettina Lindner-Bornemann

    Was ist gute Wissenschaftskommunikation und wann ist sie weniger gut? Wer kommuniziert für wen (oder mit wem) und warum – das ist das Thema dieser Podcastfolge. Prof. Dr. Bettina Lindner-Bornemann, Juniorprofessorin für Wissenschaftskommunikation im Digitalen Zeitalter am Institut für Interkulturelle Kommunikation der Universität Hildesheim spricht darin mit Sara Reinke über Herausforderungen bei der Aufbereitung komplexer Themen, über Wissenschaftsskepsis und darüber, wie sich Sprache bei der Kommunikation von Wissenschaft verändert.Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Prof. Dr. Bettina Lindner-Borneman Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im April 2022.

  50. 9

    #9 Mit Leidenschaft für den Zweifel – Dr. Svea Korff

    Warum entscheiden sich Menschen, nach dem Studium noch eine Promotion anzuschließen und sich später vielleicht auf eine Professur zu bewerben? Und welche Gründe gibt es, diese akademische Laufbahn doch wieder zu verlassen? Darüber spricht in Folge 9 der Podcastreihe #ausderWissenschaft Dr. Svea Korff. Sie ist Geschäftsführerin des Graduiertenzentrums der Universität Hildesheim und berät Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen zum Thema Promotion. Als Wissenschaftlerin forscht sie auch selbst zu genau diesen Fragen. Dieser Podcast ist eine Produktion der Stabsstelle Kommunikation der Universität Hildesheim. Im Interview: Dr. Svea Korff Moderation: Sara Reinke Schnitt und Illustration: Alexandro Huber Text: Sara Reinke Diese Folge wurde produziert und erstveröffentlicht im März 2022.

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