Wissen aktuell

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Wissen aktuell

«Wissen aktuell» berichtet über Neuigkeiten aus Forschung und Wissenschaft, primär aus der Schweiz, die für den Alltag Bedeutung haben oder einen Meilenstein in der Forschung darstellen.                                  

  1. 14

    Patient «Roger» stellt Hirnforschung auf Prüfstand

    Die Hirnforschung hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Mit den so genannten bildgebenden Verfahren wie der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie kann man heute auf den Millimeter genau bestimmen, welche Hirnareale bei welcher geistigen Tätigkeit aktiv sind. So werden Gefühle, wird das Gedächtnis oder das Selbstbewusstsein im Gehirn dingfest gemacht und feinsäuberlich kartiert. Doch manchmal bringen Patienten mit verletzten Gehirnen die Theorien der Forscher arg durcheinander, wie eine neue Studie im Fachblatt PLOS ONE zeigt.

  2. 13

    Auch der Vater hat Einfluss!

    Wer gesunde Kinder haben will, sollte früh damit beginnen: Je älter die Eltern sind, desto eher leiden ihre Kinder an erblichen Krankheiten oder Behinderungen. Vor allem den Müttern ist das heute bewusst. Doch auch das Alter der Väter beeinflusst die Gesundheit der Kinder. Das haben in letzter Zeit verschiedene Studien angedeutet. Bestätigt wird es nun durch die erste umfassende Untersuchung zur Frage, wie gesund die Babies von älteren Vätern und Müttern sind.

  3. 12

    Psychische Krankheiten sind Hirnkrankheiten

    Im 19. Jahrhundert wurde sie gross - die Idee, wonach alle psychischen Störungen Ausdruck eines kranken Gehirns seien. Auch der grosse Traumdeuter und Psychoanalytiker Sigmund Freud war überzeugt, dass sich seine Theorie dereinst auf neuronale Prozesse zurückführen lasse. Generationen von Hirnforschern versuchen seither die Ursachen von Schizophrenien, Depressionen und Ängsten dingfest zu machen. Doch die Natur psychischer Störungen ist flüchtig und komplex. Dennoch arbeitet eine junge Generation an den Grundlagen für Medikamente und Therapien, die auf jeden Patienten individuell zugeschnitten sind.

  4. 11

    Der Lügendetektor

    Es ist ein uralter Menschheitstraum: eine Methode finden, wie man die Lügen der Mitmenschen zuverlässig entlarven kann. Der «Lügendetektor» verspricht seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, diesen Traum zu erfüllen. Doch die Geschichte der Lügendetektion ist oft mehr von Wunschdenken als von Wissenschaftlichkeit geprägt, bis heute.

  5. 10

    Trickfilmfiguren zum Leben erwecken

    Die Informatikprofessorin Olga Sorkine hat schon vieles erreicht. Doch ihr grösster Traum hat sich noch nicht erfüllt: Sie möchte ihren Kindern dereinst am Computer mit wenigen Handgriffen den bösen Wolf oder die 7 Zwergen in dreidimensionaler Optik auf den Bildschirm zaubern können. Damit Olga Sorkine ihren Traum verwirklichen kann, feilt die Nachwuchsforscherin heute an komplizierten mathematischen Formeln. Denn Trickfilme mit 3-D-Effekt sind nichts anderes als ein spielerisches Abbild reiner Mathematik. Der wissenschaftliche Lebenslauf der jungen russisch-israelischen Informatik-Expertin ist eine nicht endend wollende Aufreihung von Arbeiten und Publikationen. Sie ist 30 Jahre alt, mathematisch hochbegabt, Professorin an der ETH Zürich und ausgezeichnet mit ziemlich allen Preisen, die es in ihrem Metier überhaupt gibt.

  6. 9

    Tod durch Kindbettfieber

    Die ersten Geburtskliniken wurden in Europa vor rund 200 Jahren gebaut. Sie richteten sich vor allem an arme Frauen, die sich keine Hausgeburt mit einer Hebamme leisten konnten. In den Kliniken mussten sie oft als Versuchskaninchen herhalten, an denen die Studenten sich das Wissen als Geburtshelfer aneigneten. Die Sterberate in den Klinken war hoch - im Allgemeinen Krankenhaus in Wien starb im Schnitt jede siebte Frau am Kindbettfieber. Erst der Arzt Ignaz Semmelweis entdeckte 1847 in Wien die Ursache: Die Hände der Ärzte infizierten die Frauen. «Lebendige Phantome» von Jürgen Schlumbohm (Wallstein Verlag)

  7. 8

    Alfred Wegener und die Bewegung der Kontinente

    100 Jahre ist es her, dass der Meteorologe Alfred Wegener in Frankfurt vor eine Hundertschaft Geologen trat und deren fixes Weltbild nachhaltig erschütterte. Nein, die Erde schrumpft nicht wie ein vertrocknender Apfel und die Gebirge sind nicht dessen Runzeln. Nein, die Kontinente sind nicht seit Anbeginn der Zeiten am selben Ort. Sie driften. Wegener entwarf den Traum der Kontinentalverschiebung. Und es dauerte über 50 Jahre, bis auch der letzte Geologe angesichts der wissenschaftlichen Fakten zugeben musste, dass Wegener recht hatte.

  8. 7

    Musizieren - mit links?

    Ob mit links oder rechts - für die Musikhochschulen ist die Frage nach der Händigkeit von Musikern nicht so wichtig. Die Studierenden werden in aller Regel auf rechtshändigen Instrumenten ausgebildet. Musikinstrumente auf höchster Qualitätsstufe gibt's, bis auf wenige Ausnahmen, allein für Rechtshänder. Auch im Orchester streichen zum Beispiel die Geiger alle in dieselbe Richtung. Für Linkshänder ist das aber kein Nachteil. So lautet das Urteil einer Studie von deutschen Musikwissenschaftlern. Denn Linkshänder sind Rechtshändern beim Training der schwächeren Seite weit überlegen. Sie sind also richtiggehend im Vorteil. Entsprechend sind sie unter professionellen MusikerInnen auch deutlich übervertreten.

  9. 6

    Küssen – rein wissenschaftlich

    Wir küssen uns, weils Spass macht. Das meinen wir. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Sich küssen macht nämlich auch biologisch, evolutionstechnisch und hormonell Sinn. «Es gibt wissenschaftlich gesehen 3 Gründe, warum wir uns küssen», sagt der Gehirnforscher Manfred Spitzer. «Muss es auch. Weil wir uns ansonsten beim Austausch von Körperflüssigkeiten nur gegenseitig anstecken könnten.» Grund 1 Beim Küssen testen wir, ob das Gegenüber auch als Vater oder Mutter der zukünftigen Kinder taugt. Wir prüfen die im Speichel enthaltenen Immunabwehrgene. Wenn diese die Eigenen ergänzen, kann ein gesundes Kind entstehen. Grund 2 Beim Austausch von Speichel nimmt die Frau das männliche Sexualhormon Testosteron auf. Dies steigert bei ihr die Lust auf Sex. Biologisch gesehen macht dies Sinn für den Mann. Er kann sich so fortpflanzen. Grund 3 Küssen macht aber auch für die Frau Sinn. Beim Küssen schütten wir das Bindungshormon Oxytocin aus. Es bindet uns aneinander. Es besteht also die Hoffnung, dass die Frau das Kind nicht alleine grossziehen muss.

  10. 5

    Die chinesischen Aufforstungspläne

    Chinas Rohstoff-Bedarf ist enorm. Auch jener nach Holz. Fast 10 Prozent der weltweiten Holzexporte gehen heute nach China. Die eigenen Wälder geben schlicht zu wenig her. Das Land forstet seit Jahrzehnten im grossen Stil auf. Ziel ist es über genügend eigene Holzreserven zu verfügen. Die Wälder sollen aber auch vor Erosion, Überschwemmungen und Sandstürmen schützen. Doch viele der bereits angepflanzten Wälder sind in erbärmlichem Zustand. Die Monokultur-Plantage mit standortfremden oder gentechnisch veränderten Bäumen sind instabil. Sie produzieren Holz von schlechter Qualität und knicken bei Stürmen, Schnee und Regen über grosse Flächen ein wie Streichhölzer. Nun suchen chinesische Forstexperten Hilfe bei europäischen Berufskollegen. Denn in Europa hat man vor 100 Jahren dieselben Fehler gemacht und unterdessen daraus gelernt.

  11. 4

    Ohren, Nase, Brust: Für Schönheit unters Messer

    Am Freitag wird der amerikanische Schauspieler Silvester Stallone 66 Jahre alt. Er wurde vor allem durch seine Rolle im Actionfilm «Rocky» bekannt. Heute ist er, nebst anderen, der Inbegriff misslungener und vor allem zu häufiger Schönheits-Operationen. Doch wie sieht es bei den Schweizer Männern mit Schönheits-OPs aus? Die häufigsten Operationen sind Ohren- und Nasenkorrekturen und Augenlidstraffungen. Eine relativ häufige Operation bei jungen Männern ist diejenige aus Gründen der «Gynäkomastie»; also dann, wenn die Männer zu grosse Brüste haben. Welche kosmetischen Operationen sonst noch gemacht werden, darüber spricht Yves Brühlmann, plastischer Chirurg und Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Plastisch-Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie.

  12. 3

    Reisen an die Grenze der Physik

    Das neue Wissenschaftsbuch «Reisen an die Grenzen der Physik» zeigt, wie Kosmologen und Teilchenphysiker die sogenannte dunkle Energie oder dunkle Materie erforschen. Dunkle Materie ist eine Form von Materie, die man nicht kennt und die bislang nicht nachgewiesen werden konnte. Das Buch führt die Leserschaft an die extremsten Orte der Welt. Orte, die von atmosphärischen und anderen Einflüssen weitgehend verschont sind und sich deshalb besonders gut für die Forschung eignen. «Reisen an die Grenzen der Physik» ist für Nichtphysiker geschrieben. In der Form eines Erlebnisberichts, in dem die Reiseerfahrung des Autors, die Beschreibung der Labors und ihrer speziellen Bedingungen Platz finden. Ebenso wird Wissen zur Kosmologie und Teilchenphysik gut vermittelt.

  13. 2

    Weniger Tiere in Tierversuchen

    Im Jahr 2011 sind fast 100‘000 Tiere weniger in Tierversuchen eingesetzt worden als im Vorjahr, zeigt die Tierversuchs-Statistik vom Bundesamt für Veterinärwesen. Hauptgrund für die starke Abnahme ist der Wegfall eines Praxisversuchs mit grossen Geflügelherden. «Der Druck der Öffentlichkeit ist ein Grund dafür, dass es immer weniger Tierversuche gibt», sagt Regula Kennel vom Bundesamt für Veterinärwesen. «Die Forscher sind immer mehr gefordert, alternative Testmethoden zu entwickeln.» Um ein Tierversuch durchführen zu können, müssen Forscher belegen, dass die Vorteile, welche die Gesellschaft aus den Tierversuchen zieht, die Nachteile, welche die Tier durch die Versuche erleiden, klar überwiegen. Zudem müssen sie aufzeigen, dass keine Alternativmethoden bekannt sind. Kontrollorgane sind die kantonalen Bewilligungsbehörden und das Bundesamt für Veterinärwesen. Ganz ohne Tierversuche? Tierversuche werden heute vor allem durchgeführt, wenn ein ganzer Organismus dafür gebraucht wird. Wie zum Beispiel in der Neurologie oder der Immunologie. Wenn die Zahl der Tierversuche immer weiter zurückgeht, stellt sich automatisch die Frage: Ob es schon bald keine Tierversuche mehr geben wird. «Komplett auf Tierversuche zu verzichten, ist kaum möglich. Unser Ziel ist es, die Zahl weiter zu reduzieren», heisst es beim Bundesamt für Veterinärwesen.

  14. 1

    «Über d Schwiiz do flüüged Bräme»

    Die Bremsen gehen um im Land. Das nasskalte Wetter im Frühsommer und die warmen Temperaturen danach sind ausgesprochen günstig für die lästigen Insekten. Muss man mit einer Plage rechnen? Vor allem Menschen, die stark schwitzen oder sich nach einem kühlen Bad draussen nicht abtrocknen, werden Opfer der Bremsen. Ein Experte für Schädlingsbekämpfung erklärt, wie man sich die stechenden Insekten am besten vom Leib hält und warum nur die Weibchen zustechen.

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