Deonyme: Wenn ein Name zum Wort wird (#08)
from Geschichte 10 Minuten Hosted by Alexander und David
Manche Wörter, die wir täglich benutzen, waren ursprünglich echte Namen: Ein Deonym ist ein aus einem Eigennamen entstandenes Wort. Die Würze von Julius Maggi rettete tausenden Kindern das Leben, weil sie pasteurisierte Milch verbreitete, brachte ihm aber trotzdem Anfeindungen ein. Der irische Gutsverwalter Charles Boycott wurde 1880 so konsequent gemieden, dass sein Name bis heute für "boykottieren" steht. Ein Lübecker Buchdrucker namens Johann Ballhorn verewigte sich unfreiwillig im Wort "verballhornen", weil eine von ihm gedruckte Gesetzesüberarbeitung missglückte. Und selbst Mercedes und Audi tragen Namensgeschichten in sich, benannt nach der Tochter eines Kunden beziehungsweise dem lateinischen Imperativ von "horchen". Eine kleine Reise durch Wörter, die eigentlich Menschen waren. Titelbild: Unsplash
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