EPISODE · Oct 27, 2022 · 56 MIN
10 I HiKoPod I Mittelalterarchäologie in Berlin gestern und heute
from HiKoPod – der Wissenschaftspodcast der Historischen Kommission zu Berlin · host Historische Kommission zu Berlin e.V.
Auf dem Stadtgebiet der heutigen Metropole Berlin existierten vier mittelalterliche Städte, von denen zwei slawische Burgen als Vorläufer besaßen und zwei als sogenannte Gründungsstädte angesprochen werden können. Während sich in Spandau im Westen und in Köpenick im Osten bereits im 9. und 10. Jahrhundert bedeutende spätslawische Burgen mit dazugehörenden Siedlungen herausgebildet hatten, blieb der Raum dazwischen, das heißt das mittelalterliche Stadtgebiet der beiden Städte Berlin und Cölln in spätslawischer Zeit zunächst nahezu siedlungsleer. Doch mit der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von westlichen Herrschaftsträgern getragenen Siedlungsexpansion gelangte der am heutigen Mühlendamm befindliche Spreeübergang in den Blick der neuen Machtinhaber und Siedler. An dieser Stelle entwickelten sich Berlin und Cölln um 1200 zu prosperierenden Städten, wobei Berlin die erfolgreichere Siedlung war. Ein Beweis, dass die Stadt wirtschaftlich und infrastrukturell an Potenz gewann, ist auch der 2021/22 archäologisch ergrabene Bohlendamm am Molkenmarkt. Von diesem Sensationsfund ausgehend wird im Gespräch die Grabungsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte von Berlin mit jener von Spandau verglichen. Anhand des in der Spandauer Zitadelle befindlichen, beeindruckenden Archäologischen Fensters wird von der Genese Spandaus ebenso berichtet wie von den Vorzügen dieser In-Situ-Präsentationen. Sie tauchen ein in spektakuläre archäologische Funde und Befunde im Land Berlin, deren Einbettung in die große mitteleuropäische Urbanisierungsphase im hohen Mittelalter sowie in die Ursprünge Berlins. Hören Sie rein!
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Auf dem Stadtgebiet der heutigen Metropole Berlin existierten vier mittelalterliche Städte, von denen zwei slawische Burgen als Vorläufer besaßen und zwei als sogenannte Gründungsstädte angesprochen werden können. Während sich in Spandau im Westen und in Köpenick im Osten bereits im 9. und 10. Jahrhundert bedeutende spätslawische Burgen mit dazugehörenden Siedlungen herausgebildet hatten, blieb der Raum dazwischen, das heißt das mittelalterliche Stadtgebiet der beiden Städte Berlin und Cölln in spätslawischer Zeit zunächst nahezu siedlungsleer. Doch mit der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von westlichen Herrschaftsträgern getragenen Siedlungsexpansion gelangte der am heutigen Mühlendamm befindliche Spreeübergang in den Blick der neuen Machtinhaber und Siedler. An dieser Stelle entwickelten sich Berlin und Cölln um 1200 zu prosperierenden Städten, wobei Berlin die erfolgreichere Siedlung war. Ein Beweis, dass die Stadt wirtschaftlich und infrastrukturell an Potenz gewann, ist auch der 2021/22 archäologisch ergrabene Bohlendamm am Molkenmarkt. Von diesem Sensationsfund ausgehend wird im Gespräch die Grabungsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte von Berlin mit jener von Spandau verglichen. Anhand des in der Spandauer Zitadelle befindlichen, beeindruckenden Archäologischen Fensters wird von der Genese Spandaus ebenso berichtet wie von den Vorzügen dieser In-Situ-Präsentationen. Sie tauchen ein in spektakuläre archäologische Funde und Befunde im Land Berlin, deren Einbettung in die große mitteleuropäische Urbanisierungsphase im hohen Mittelalter sowie in die Ursprünge Berlins. Hören Sie rein!
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