Bunte Röcke: Warum britische Soldaten "Redcoats" heißen (#18)
from Geschichte 10 Minuten Hosted by Alexander und David
Bis zum Ersten Weltkrieg zogen Soldaten in auffällig bunten Uniformen in die Schlacht, Rot für England, Blau für Preußen, Grün für Russland, Weiß für Österreich und Frankreich. Der bis heute in Irland gebräuchliche Begriff "Redcoat" für britische Soldaten geht auf die 1645 gegründete New Model Army zurück, die als erste britische Armee einheitlich rote Röcke trug, ursprünglich aus rein ökonomischen Gründen, weil der rote Farbstoff damals besonders günstig war. Während sich die Uniformen im 18. Jahrhundert zunehmend körperbetont und damit unpraktisch entwickelten, brachte erst die Einführung von Mehrladewaffen und rauchlosem Pulver das endgültige Ende der bunten Röcke: Wer auffiel, war ein leichtes Ziel. Ausgerechnet Frankreich hielt am längsten an seinen farbenfrohen Uniformen fest, bis der Erste Weltkrieg und ein unterbrochener Farbstoff-Import aus Deutschland auch dort das letzte Kapitel der bunten Militärmode einläuteten. Titelbild: Bild eines britischen Soldaten 1742 (24th Regiment of Foot); Wikimedia Commons / gemeinfrei
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