EPISODE · Mar 18, 2026 · 1H 23M
#20 2026 Wie politisch ist der Song Contest? - mit Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder
from Ganz offen gesagt · host Stefan Lassnig, Alkis Vlassakakis, Marco Schreuder
In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ diskutiert Stefan Lassnig mit den Hosts des Song Contest-Podcasts "Merci Chérie", Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder, wie der Eurovision Song Contest von einer technischen Fernsehexperimentierbühne zu einem hochpolitischen europäischen Großereignis wurde. Anhand der ESC-Geschichte von den 1950er-Jahren bis heute zeigen sie, wie sich Kalter Krieg, Prager Frühling, Zypern-Konflikt, Jugoslawienkrieg, russische Angriffe auf Georgien und die Ukraine, sowie der Gaza-Krieg im Wettbewerb und in den Teilnahmeentscheidungen der Länder niederschlagen. Die Gäste erklären, warum der ESC offiziell „unpolitisch“ bleiben muss, aber in Wahrheit ständig von Weltpolitik, Boykotten, Senderregeln und medienpolitischen Entscheidungen der EBU beeinflusst wird – etwa beim Ausschluss Russlands und Belarus oder beim Umgang mit Libanon und China. Großen Raum nimmt die queere Geschichte des ESC ein: von früh queercodierten Chansons wie „Nous les amoureux“ über Drag-Momente, AIDS-Stille und Life Ball bis zu Páll Óskar, Dana International, Marija Šerifović, Conchita Wurst und der Ausstellung „United by Queerness“ in Wien. Sie sprechen über ESC als „Familienshow“ und queeren Safe Space, über Voting-Blöcke, kulturelle Märkte und nationale Rivalitäten, die mehr mit Popkultur als mit „Freunderlwirtschaft“ zu tun haben, und darüber, wie Social Media und TikTok das ESC-Publikum verjüngt haben. Die Runde diskutiert das Spannungsfeld zwischen Inklusion und Ausschluss: Soll man autoritäre Staaten und homofeindliche Regime aus Prinzip ausschließen oder sie gerade über den ESC mit queerer Sichtbarkeit und kulturellem Austausch konfrontieren? Zum Schluss verraten Alkis und Marco ihre Favoriten für Wien – mit Siegchancen für Finnland, persönlichen Sympathien für Griechenland und einem soliden Platz im oberen Mittelfeld für Österreichs „Cosmó“ – und empfehlen ESC-Fans ihren Podcast „Merci Chérie“ und die Ausstellung „United by Queerness“ als Vertiefung. Links zur Folge: Podcast "Merci Chérie" Ausstellung "United by Queerness" Buch "Postwar Europe and the Eurovision Song Contest" von Dejan Vuletic (Amazon) Podcastempfehlung der Woche: "Braune Kinderzimmer" Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt:Werde Unterstützer:in auf SteadyKaufe ein Premium-Abo auf AppleKaufe Artikel in unserem FanshopSchalte Werbung in unserem PodcastFeedback bitte an [email protected] und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at
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What this episode covers
Stefan Lassnig spricht mit den Hosts des Song Contest-Podcasts „Merci Chérie“ Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder darüber, wie sehr der Eurovision Song Contest seit 1956 ein politischer Spiegel Europas ist – vom Kalten Krieg über Jugoslawienkrieg und Ukrainekrieg bis zum ESC 2026 in Wien. Sie erzählen, wie Weltpolitik, Konflikte um Israel und Russland, Boykotte und medienpolitische Entscheidungen der EBU den Contest prägen, obwohl er offiziell als unpolitische Unterhaltungsshow gilt. Zugleich geht es um den ESC als Bühne queerer Sichtbarkeit, um Ausgrenzung und Inklusion – von codierten Liebesgeschichten bis zu Conchita Wurst, Dana International und aktuellen Debatten über Pride-Flaggen und nicht-binäre Acts.
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#20 2026 Wie politisch ist der Song Contest? - mit Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder
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