#224 📕Charakter anziehen 🥻 | Mit dieser Technik kannst du  noch VIEL MEHR Bibelverse lernen!

EPISODE · Nov 15, 2023 · 15 MIN

#224 📕Charakter anziehen 🥻 | Mit dieser Technik kannst du noch VIEL MEHR Bibelverse lernen!

from Die 365 Bibelverse Challenge · host Frank Bosshart, Florian Wurm

Kol 3,12-13 So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. (SCH2000) Kommentar von MacDonald (CLV) 3,12 In Vers 10 hat Paulus gesagt, dass wir den neuen Menschen angezogen haben. Nun zeigt er uns, wie sich das in unserem täglichen Leben in die Praxis umsetzen lässt. Zunächst spricht er die Kolosser als die »Auserwählten Gottes« an. Das bezieht sich auf die Tatsache, dass sie von Gott in Christus vor Grundlegung der Welt erwählt worden sind. Gottes erwählende Gnade ist eines der Geheimnisse göttlicher Offenbarung. Wir glauben, dass die Schrift eindeutig lehrt, dass Gott in seiner Souveränität Menschen erwählt hat, zu Christus zu gehören. Wir glauben nicht, dass Gott jemals jemanden zur Verdammnis erwählt hat. Eine solche Lehre steht der Schrift völlig entgegen. So wie wir an Gottes auserwählende Gnade glauben, so glauben wir an die Verantwortung des Menschen. Gott rettet Menschen nicht gegen ihren Willen. Dieselbe Bibel, worin es heißt: ». . . auserwählt . . . nach Vorkenntnis Gottes« (vgl. 1. Petr 1,2; Anm. d. Übers.), sagt auch: »Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden« (vgl. Röm 10,13; Anm. d. Übers.). Als Nächstes spricht Paulus die Kolosser »als Heilige und Geliebte« an. Heilig bedeutet hier geheiligt oder für Gott von der Welt abgesondert. Wir sind von unserer Stellung her heilig, und wir sollten in unserem Leben auch in praktischer Hinsicht heilig sein. Weil Gott uns liebt, haben wir das Verlangen, ihm auf jede Weise zu gefallen. Nun beschreibt Paulus die christlichen Tugenden, die wir als Kleider »anziehen« sollen. »Herzliches Erbarmen« beschreibt das mitleidsvolle Herz. »Güte« spricht von selbstlosen Taten für andere. Es ist die Haltung der Zuneigung und des Wohlwollens. »Demut« bedeutet die Bereitschaft, auch niedrige Dienste zu verrichten und andere höher zu achten als sich selbst. »Milde« zeugt nicht von Schwäche, sondern von der Stärke, sich selbst zu verleugnen und allen Menschen gegenüber in göttlich zugeeigneter Gnade zu wandeln. Vine schreibt: Man nimmt allgemein an, dass jemand, der sanftmütig ist, sich nicht durchsetzen kann. Doch auch der Herr war »sanftmütig«, obwohl ihm die unendlichen Machtmittel Gottes zur Verfügung standen. Wenn man es negativ beschreiben will, dann ist Sanftmut das Gegenteil von Selbstbewusstsein und Eigeninteresse, es ist Zufriedenheit des Geistes, die weder in Hochstimmung versetzt noch verzweifeln lässt, einfach deshalb, weil sie sich überhaupt nicht mit dem Ich beschäftigt. Wenn »Demut« die »Abwesenheit von Stolz« ist, dann ist »Milde« die »Abwesenheit von Zorn«. Mit »Langmut« ist Geduld, die sich trotz provozierender Umstände nicht erbittern lässt, und ausdauerndes Ertragen von Beleidigungen gemeint. Es gehören Freude und eine freundliche Haltung anderen gegenüber dazu, die mit dem Ausharren in Leiden einhergehen. 3,13 »Ertragt einander« beschreibt die Geduld, die wir mit den Fehlern und Eigenarten unserer Geschwister haben sollten. Wenn wir mit anderen zusammenleben, ist es unausweichlich, dass wir ihre Fehler kennenlernen. Wir benötigen oft die Gnade Gottes, um die Eigenarten anderer zu ertragen, so wie es für sie schwer sein muss, mit unseren zurechtzukommen. »Und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.« Es gibt nur wenige Meinungsverschiedenheiten im Volk Gottes, die nicht schnell gelöst werden könnten, wenn man diesen Aufforderungen folgen würde. Vergebung sollte man anderen gegenüber üben, wenn sie sich uns gegenüber versündigt haben. Wie oft hören wir die Klage: »Aber der hat angefangen …« Das ist genau die Situation, worin wir vergeben sollen. Wenn der andere nicht angefangen hätte, dann gäbe es keine Ursache, Vergebung zu praktizieren. Wenn wir derjenige sind, der angefangen hat, dann sollten wir hingehen und um

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