EPISODE · May 28, 2026 · 10 MIN
4.4 Die Pole "Dramatik, Übertriebenheit" (hysterisch) versus "emotionale Zurückhaltung, Nüchternheit, sachlich"
from Persönliche Vorstellung: Mein Name ist Theo Fehr, Diplom-Psychologe und Heilpraktiker · host Dipl-Psychologe Theo Fehr, Psychologischer Psychotherapeut, HP, Astrologe
Der Pol "Emotionales Drama" = „hysterisch“ -Bei einem sehr hohen Wert neigt Ihr Verhalten oft dazu, emotional übertrieben, show-mäßig, aufmerksamkeitsheischend und dramatisch zu sein. Es kommt dann zu übersteigerten gefühlsmäßigen Reaktionen, deren Aufruhr sich auch im vegetativen Körpergeschehen als beeindruckende, jedoch meist medizinisch unbedenkliche Symptombilder wie panikartige Hyperventilationskrisen, Schweißausbrüche, Herz- und Kreislaufsensationen etc. widerspiegelt. Sie machen gerne aus einer Mücke einen Elefanten - dies ist Ihnen oft nicht einmal bewusst.Hier heißt die Formel „Lärm und Show für Zuwendung“, und oft war ein wenig zugewandter Vater in der Kindheit an der Entstehung dieses Musters beteiligt. Sie lernten damals, immer so gezielt hinzufallen, dass Sie sich erfolgreich die Knie aufschürfen konnten und hinreichend Grund hatten, zu weinen oder zu schreien, um die Aufmerksamkeit des Vaters (zumindest endlich dann!) auf sich zu ziehen. Nach unseren Untersuchungen gibt es entgegen der früheren psychoanalytischen Sichtweise keine Geschlechterbevorzugung für ein hysterisches Naturell. Männer sind also genauso viel und genauso wenig hysterisch wie Frauen. Dies sollten Sie bitte im Gedächtnis behalten, wenn Sie die folgenden Abschnitte lesen. Dort berichten wir über die Analyse dieser Struktur nach LOWEN, der sie vorwiegend noch im Rahmen der psychoanalytischen Tradition abhandelte, wo es im Wesentlichen nur „hysterische Frauen“ gab. In einem kleinen Mädchen kann ein strenger, autoritärer Vater eine ziemliche Angst vor Männern entstehen lassen. In diesem Fall wird die Wut, die infolge der Frustration durch die mangelnde Zuwendung entsteht, blockiert und zugleich verdrängt. Dies begünstigt eine ambivalente (gespaltene) Einstellung zu Männern im späteren Leben insgesamt. Als späteres Reaktionsmuster ergibt sich daraus: Aufreizen, Widerstand („Locken und Blocken“), dann Unterwerfung. Unter diesem Muster gibt es eine beeindruckende Palette von Symptomen - von Depressionen über vegetative Beschwerden (häufig unter Beteiligung der Atmung) und Unruhezustände, Angst-, Phobie- und Panikattacken, Beklemmungs- und Engegefühlen im Brustbereich, Schlafstörungen bis zu Hautproblemen. Davon ist ein größerer Teil jedoch - anders als bei den hilflosen Strukturen - unbewusst „hausgemacht“ und soll „die Show“ retten. Das heißt, dass die Symptome teilweise zu einem Programm gehören, das unbewusst im Körper abläuft und dazu dient, die Aufmerksamkeit der Umgebung auf sich zu ziehen. Als "emotional zurückhaltend-nüchterner Typ" tendieren Sie mehr zu Drosselung und Zurückhaltung Ihrer Gefühle. Ihre eher nüchterne und sachliche - mitunter fast verbissene - Art dient als Regulativ gegenüber der Schwierigkeit, sich emotional auszudrücken, mitzuteilen und Stimmungen oder Bedürfnisse im eigenen Körper wahrzunehmen und nach außen zu zeigen. Sehr wahrscheinlich war Ihre Erziehung konservativ bis repressiv unterdrückend. Nützlichkeit und Hilfsbereitschaft waren die Losungen, die Ihnen Ihre Eltern als „glückliches Leben“ verkauft haben.Irgendwann später im Leben fällt Ihnen plötzlich auf, dass Ihr als „Verantwortlichkeit“ oder „sachlicher Bezug“ getarntes recht „gesellschaftskonformes“ Gehabe ganz offensichtlich wenig geeignet ist, Ihnen die Erfüllung persönlicher Bedürfnisse zu bringen, die Sie lange Zeit vor lauter Nützlichkeit und Angepasstheit gar nicht wahrgenommen haben. Wir finden unter diesem Muster sowohl zwanghaft verantwortungsbewusste Menschen wie solche, die sich - bis zur Selbstverleugnung angepasst - entgegenkommend und zurücknehmend verhalten, weil sie es so gelernt haben. Diese Menschen sind meist sehr nutzbringend für das soziale Getriebe. Wo Sie mithelfen, laufen die Dinge reibungslos, und man möchte ungerne auf Sie verzichten. Ihr sachlich-unpersönliches und zweckmäßig angepasstes Verhalten neigt vielleicht zu Partnern, die ihrer Emotionalität dann umso stärker Ausdruck verleihen.
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