Stilles Örtchen: Woher "Geld stinkt nicht" wirklich kommt (#40)
from Geschichte 10 Minuten Hosted by Alexander und David
Die Toilette ist eines der ältesten Tabuthemen der Menschheit, weshalb wir über ihre Geschichte oft nur aus Umwegen erfahren. In Rom saß man in Gesellschaft auf öffentlichen Latrinen mit Platz für bis zu 20 Personen, während Kaiser Vespasian eine Latrinensteuer einführte und seinem Sohn mit dem Satz "Geld stinkt nicht" bis heute eine geflügelte Redewendung schenkte, in Frankreich und Italien erinnern öffentliche Toiletten bis heute mit ihrem Namen an ihn. Im Mittelalter dienten Erker und Sickergruben als Toiletten, während am englischen Königshof unter Heinrich VIII. ein hochrangiger Höfling, der Groom of the Stool, für die intimste aller Aufgaben zuständig war und dadurch zu einem der wichtigsten Berater des Königs wurde. Erst ab dem 17. Jahrhundert setzte sich das erste Wasserklosett langsam durch, während einfache Plumpsklos in Teilen Europas bis weit ins 20. Jahrhundert Alltag blieben. Der Auftakt einer zweiteiligen Reise durch die Geschichte des stillen Örtchens.
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