EPISODE · Mar 24, 2022 · 39 MIN
5. Special - Servant Politics im Gespräch mit Jens König (Coach und Führungskräfte-Entwickler)
from Soziologische Perspektiven · host Claudia Lutschewitz
Jens König spricht u.a. über: - Politik ist ein vielschichtiger Begriff (verbindliche Entscheidungen - Entscheidungen, die auf demokratisch legitimierte Macht beruhen) - Politik ist Demokratie - das sind wir ALLE! - Politik ist Macht, Ordnung, Konsens und Konflikt - Wir brauchen dringend eine Demokratiesierung unserer Demokratie! - Politik und der politische Betrieb sind ein Spiegel unserer selbst. - Politiker*innen bekommen vieles nicht auf die Reihe, weil wir selbst vieles nicht auf die Reihe bekommen => wir haben die Politiker*innen, die wir verdienen. - Das "Draufhauen" auf Politiker*innen spiegelt unseren Ärger über uns selbst. - Wir verstehen Demokratie als eine Art Dienstleister - Anspruchshaltung auf umgehende und schnelle Versorgung - Politiker*innen müssen mehr als Souverän verstanden werden. - Die Politiker*innen, die politischen Parteien brauchen frischen Wind! - Politik behandelt Bürger*innen mitunter wie kleine Kinder! (Paternalistisches Politikverständnis) - Wir brauchen mehr Verbundenheit, Verständnis, mehr Partizipation, Kommunikation und Vertrauen - Zukunft kommt nicht auf uns zu, sondern wir sind die Zukunft - es hängt von uns ab, wie die Welt von morgen aussieht. (Selbstwirksamkeit) - Eine Welt voller Unsicherheit, Unbeständigkeit, voller Komplexität, voller Mehrdeutigkeit - es gibt kein Schwarz oder Weiß mehr =>Jede Lösung wirft neue Probleme auf => unsere Selbstveränderung ist Teil der Veränderung der Welt. - Wir haben den Krieg gebraucht, um zu verstehen, dass wir verletztlich sind, dass das Zeitalter der fossilen Rohstoffe vorbei ist => wir müssen Dinge selbst erkennen und wir müssen selbstbestimmt Lösungen finden => weniger angstbesetzt darauf reagieren. - Wir müssen uns selbst als Teil des Prozesses sehen und verstehen für die Zukunft - wir selbst sind die Zukunft! - Politiker*innen sind unsere Stellvertreter, nicht unsere Blitzableiter. - Die Kultur der Gemeinsamkeit kann nur funktionieren, wenn wir die maximale Unterschiedlichkeit und Verschiedenheit akzeptieren - davon lebt die DEMOKRATIE (zuhören, hinterfragen) => Widersprüche aushalten können + selbstkritisch sein. - Einvernehmen - zeitgemäße Haltung auch für die Ausübung politischer Macht (Respekt, Kommunikation, Entscheidungen auch dann mittragen, wenn man anderer Meinung ist und/ aber man sich darüber vorher ausgetauscht hat => Verstehen) - "Ich sehe das anders, doch wir haben diskutiert!" => Die Idee der Bürgerräte / Bürgerinitiativen ist wichtig! (konsultative Form der Demokratie) - eine notwendige Ergänzung der repräsentativen Demokratie. => es ist ein beiderseitiger Prozess! - Jugendorganisationen sind Teil der Parteien und damit auch Teil des Problems -> Parteien müssen offener sein/werden. - Unsere Demokratie muss widerstandfähiger werden - der Ukraine Krieg zeigt uns das. (Wir haben wieder einen Feind, der den Blick auf uns selbst richtet - warum haben wir diesen Feind nicht gesehen? Warum haben wir den Krieg nicht kommen sehen? - Wir müssen Ambivalenz aushalten - warum ist as so? Haben wir eine Vorstellung davon, dass wir als Gesellschaft widerstandfähiger werden müssen? - Resilienz ist die Fähigkeit unsere Verwundbarkeit nicht als Waffe gegen uns einzusetzen. - Es zählt mehr der Schmerz, den man ertragen kann, als der Schmerz, den man anderen zuführen kann. => der Krieg wird alles verändern! "Wir müssen uns auf ein neues Zeitalter einstellen - warum hat es den Krieg gebraucht, diese Entscheidung zuzulassen?"
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