EPISODE · Mar 19, 2025 · 3 MIN
Akt II Szene 3 Part 4 Dämmerung im Graben
from Neues vom Leckfrosch · host Fockmaster
Nach einem Gedicht von Ludwig Bäumer (Geboren 1.9.1888 in Melle, gestorben 29.8.1928 in Berlin; Student, Schriftsteller, Kriegsteilnehmer.) Uns ist keine Wiederkehr gesegnet und unserm Weinen kein Amen zärtlicher Munde, die einmal vor Süße brachen. Wir sind längst mehr als dreimal verleugnet. In unseren Gebärden fielen alle Sehnsüchte zusammen, alle die waren in unsern Müttern und Vätern. Wir stehn vor unsern Bahren und fangen Tode auf, damit wir zu Ende werden. Denn das ist unser Sinn: Wir sind Kinder einer Zucht ohne das Sträuben von Kindern gegen ihre Zucht. Stärkelos! Wir haben die Augen die im eigenen Gehirn wühlen und Schmerzen saugen. Wir sind längst mehr als dreimal verleugnet und müssen mehr als einen Gott betäuben. Uns ist keine Wiederkehr gesegnet und unserm Weinen kein Amen zärtlicher Munde, die einmal vor Süße brachen. Unsere Mütter versagten, die uns beklagten: Wir staunen über die, die den Weg der Mütter kamen. Und das verlässt uns nicht. – Vielleicht wenn wir einmal wissen, dass wir Kinder des Irrtums sind und darum Unverzeihliche der Zeit. Vielleicht dann … Was? … Stärkelos … Und viele fielen, und wir sehnen uns in reine Kissen.
What this episode covers
Nach einem Gedicht von Ludwig Bäumer (Geboren 1.9.1888 in Melle, gestorben 29.8.1928 in Berlin; Student, Schriftsteller, Kriegsteilnehmer.) Uns ist keine Wiederkehr gesegnet und unserm Weinen kein Amen zärtlicher Munde, die einmal vor Süße brachen. Wir sind längst mehr als dreimal verleugnet. In unseren Gebärden fielen alle Sehnsüchte zusammen, alle die waren in unsern Müttern und Vätern. Wir stehn vor unsern Bahren und fangen Tode auf, damit wir zu Ende werden. Denn das ist unser Sinn: Wir sind Kinder einer Zucht ohne das Sträuben von Kindern gegen ihre Zucht. Stärkelos! Wir haben die Augen die im eigenen Gehirn wühlen und Schmerzen saugen. Wir sind längst mehr als dreimal verleugnet und müssen mehr als einen Gott betäuben. Uns ist keine Wiederkehr gesegnet und unserm Weinen kein Amen zärtlicher Munde, die einmal vor Süße brachen. Unsere Mütter versagten, die uns beklagten: Wir staunen über die, die den Weg der Mütter kamen. Und das verlässt uns nicht. – Vielleicht wenn wir einmal wissen, dass wir Kinder des Irrtums sind und darum Unverzeihliche der Zeit. Vielleicht dann … Was? … Stärkelos … Und viele fielen, und wir sehnen uns in reine Kissen.
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Akt II Szene 3 Part 4 Dämmerung im Graben
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