EPISODE · Aug 11, 2025 · 2 MIN
Also sprach Zarathustra - Kapitel 15-17 - Vom Freunde - Von tausend und Einem Ziele - Von der Nächstenliebe
from Friedrich Nietzsche Podcast in Deutsch · host Chris Longliveenduro
Vom Freunde Untertitel: Freundschaft als Weg zum ÜbermenschenGeschichte: Zarathustra beschreibt das Wesen der wahren Freundschaft. Der Freund ist für den Einsiedler der "Dritte", der das Gespräch vor der Tiefe bewahrt. Ein Freund ist nicht jemand, dem man sich unterwirft, sondern jemand, in dem man seinen "besten Feind" ehren soll. Man muss ihm widerstreben können, um ihm nahe zu sein. Die Freundschaft soll eine Sehnsucht nach dem Übermenschen sein. Er kritisiert, dass Frauen noch nicht zur Freundschaft fähig sind, da in ihnen zu lange Sklave und Tyrann versteckt waren und sie nur die Liebe kennen.Aussage: Freundschaft ist höher als Kameradschaft. Sie ist eine Beziehung zwischen zwei starken, unabhängigen Individuen, die sich gegenseitig herausfordern und auf dem Weg zur Selbstüberwindung unterstützen. Sie ist ein gemeinsames Streben nach einem höheren Ziel, dem Übermenschen.Von tausend und Einem Ziele Untertitel: Die Schöpfung von Werten und das fehlende Ziel der MenschheitGeschichte: Zarathustra hat viele Völker und ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Gut und Böse gesehen. Jedes Volk hat seine eigene "Tafel der Güter", die seine Überwindungen und seinen Willen zur Macht repräsentiert. Der Mensch ist das "schätzende" Tier, das erst Sinn in die Dinge legt. Bisher gab es tausend Völker und somit tausend Ziele, aber der Menschheit als Ganzes fehlt noch das eine, gemeinsame Ziel.Aussage: Moral ist nicht universell, sondern eine Schöpfung der Völker, die ihrem jeweiligen "Willen zur Macht" Ausdruck verleiht. Werte werden nicht gefunden, sondern geschaffen. Die große Aufgabe der Zukunft ist es, der gesamten Menschheit ein gemeinsames, übergeordnetes Ziel zu geben – dieses Ziel ist der Übermensch.Von der Nächstenliebe Untertitel: Kritik der Nächstenliebe und das Plädoyer für die FernstenliebeGeschichte: Zarathustra kritisiert die traditionelle Nächstenliebe. Sie sei oft nur eine schlechte Liebe zu sich selbst und eine Flucht vor der eigenen Einsamkeit. Er rät stattdessen zur "Nächsten-Flucht" und zur "Fernsten-Liebe". Höher als die Liebe zum Nächsten ist die Liebe zum Zukünftigen und Fernsten, zum Übermenschen. Man solle in seinem Freund den Übermenschen als seine Ursache lieben.Aussage: Die christliche Nächstenliebe ist eine Tugend der Schwäche. Sie klammert sich an das Nahe und Gegenwärtige. Zarathustra fordert stattdessen eine "Fernstenliebe": die Liebe zu einem zukünftigen, höheren Ideal (dem Übermenschen), das man erschaffen will. Der wahre Freund ist der, der einem hilft, dieses ferne Ziel zu erreichen.
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