EPISODE · Aug 13, 2025 · 3 MIN
Also sprach Zarathustra - Kapitel 21-23 - Von Kind und Ehe - Vom freien Tode - Von der schenkenden Tugend
from Friedrich Nietzsche Podcast in Deutsch · host Chris Longliveenduro
Von Kind und Ehe Untertitel: Die Ehe als Wille zur Schöpfung des ÜbermenschenGeschichte: Zarathustra stellt einem jungen Mann, der heiraten und Kinder haben möchte, die Frage, ob er ein Mensch sei, der sich ein Kind wünschen darf. Ist er ein Siegreicher, ein Selbstbezwinger?. Er definiert die Ehe als den "Willen zu Zweien, das Eine zu schaffen, das mehr ist, als die es schufen". Dieses Ziel ist der Übermensch. Er kritisiert die meisten Ehen als "Armuth der Seele zu Zweien".Aussage: Ehe und Fortpflanzung sind keine Selbstzwecke und sollten nicht aus Bedürftigkeit oder Einsamkeit angestrebt werden. Sie erhalten ihre wahre Berechtigung nur als bewusster schöpferischer Akt, der auf die Hervorbringung eines höheren Menschen, des Übermenschen, abzielt.Vom freien Tode Untertitel: Der Tod als Vollendung eines sinnerfüllten LebensGeschichte: Zarathustra lehrt, dass viele zu spät und einige zu früh sterben. Die Lehre lautet: "stirb zur rechten Zeit!". Wer sein Lebensziel erreicht hat, soll den "freien Tod" wählen, einen Tod, der aus eigenem Willen kommt und zur Vollendung des Lebens wird. Dieser "vollbringende Tod" wird zu einem Stachel und Gelöbnis für die Lebenden. Er kritisiert den Tod Jesu als zu früh und unreif.Aussage: Der Tod sollte nicht passiv erlitten, sondern aktiv als Vollendung eines Lebens gestaltet werden. Ein selbstbestimmter Tod zur rechten Zeit ist der Gipfel eines Lebens, das sein Ziel erreicht hat. Dies steht im Gegensatz zum langsamen, unfreiwilligen Dahinsiechen, das Zarathustra verachtet.Von der schenkenden Tugend Untertitel: Die Tugend des Gebens und der Abschied von den JüngernGeschichte: Am Ende des ersten Teils verabschiedet sich Zarathustra von seinen Jüngern an einem Kreuzweg. Er erklärt ihnen das Wesen der "schenkenden Tugend", der höchsten Tugend. Sie ist wie Gold: ungemein, unnützlich und leuchtend. Ihr Wesen ist das unersättliche Verlangen, die in der Seele angehäuften Reichtümer zu verschenken. Er fordert seine Jünger auf, ihm und der Erde treu zu bleiben. Schließlich schickt er sie fort und rät ihnen, sich gegen ihn zu wehren und ihn sogar zu verleugnen, um sich selbst zu finden. Erst dann will er zu ihnen wiederkehren.Aussage: Die höchste Tugend ist nicht empfangend, sondern gebend und überfließend. Sie entspringt einem inneren Reichtum. Ein wahrer Lehrer will keine blinden Anhänger, sondern ermutigt seine Schüler, ihren eigenen Weg zu finden, selbst wenn das bedeutet, sich gegen den Lehrer zu stellen. Die Selbstfindung ist die Voraussetzung für eine echte Wiederbegegnung.
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Also sprach Zarathustra - Kapitel 21-23 - Von Kind und Ehe - Vom freien Tode - Von der schenkenden Tugend
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