Also sprach Zarathustra - Teil 2 - Kapitel 36-38 - Von den Erhabenen - Vom Lande der Bildung - Von der unbefleckten Erkenntniss episode artwork

EPISODE · Aug 18, 2025 · 3 MIN

Also sprach Zarathustra - Teil 2 - Kapitel 36-38 - Von den Erhabenen - Vom Lande der Bildung - Von der unbefleckten Erkenntniss

from Friedrich Nietzsche Podcast in Deutsch · host Chris Longliveenduro

Von den Erhabenen Untertitel: Die Unvollkommenheit des rein asketischen GeistesGeschichte: Zarathustra beschreibt einen "Erhabenen", einen "Büsser des Geistes", der finster und humorlos aus dem Wald der Erkenntnis zurückkehrt, behängt mit hässlichen Wahrheiten. Ihm fehlt das Lachen und die Schönheit. Zarathustra lehrt, dass dieser Erhabene seine Erhabenheit überwinden muss. Seine Schönheit wird erst anheben, wenn er sich von sich selbst abwendet und lernt, seine Erkenntnis mit Anmut und Lächeln zu tragen.Aussage: Reine, asketische und ernste Erkenntnis ist unvollkommen. Wahre Größe zeigt sich nicht nur in der Tiefe des Wissens, sondern auch in der Leichtigkeit, Schönheit und Anmut, mit der dieses Wissen gelebt wird. Der Geist muss lernen zu lächeln und zu spielen, um seine letzte Vollendung zu finden.Vom Lande der Bildung Untertitel: Kritik an der historisierenden und oberflächlichen Kultur der GegenwartGeschichte: Zarathustra kehrt aus der Zukunft zurück zu den "Gegenwärtigen" im "Lande der Bildung". Er muss lachen über das, was er sieht: Menschen, die wie mit fünfzig Klexen bemalt sind, vollgeschrieben mit Zeichen der Vergangenheit, aber ohne eigene Substanz. Sie sind "wandelnde Widerlegungen des Glaubens selber" , unfruchtbar und nur noch ein "Gemälde von Allem, was je geglaubt wurde". Er wendet sich von ihnen ab und richtet seine Hoffnung auf das unentdeckte Land seiner "Kinder".Aussage: Nietzsche kritisiert hier die moderne Kultur, die er als "Bildung" bezeichnet. Sie ist historisierend, eklektisch und oberflächlich. Der moderne Mensch schmückt sich mit den Versatzstücken aller vergangenen Kulturen, ohne selbst noch schöpferische Kraft oder einen eigenen Glauben zu besitzen. Er ist innerlich leer und unfruchtbar.Von der unbefleckten Erkenntniss Untertitel: Gegen die begierdelose, "reine" Betrachtung der WeltGeschichte: Zarathustra vergleicht die "Rein-Erkennenden" mit dem Mond: Sie sind lüstern nach der Erde, aber ihre Liebe ist voller Scham und schlechten Gewissens. Sie geben vor, das Leben ohne Begierde betrachten zu wollen, was er als Heuchelei entlarvt. Wahre Erkenntnis und Schönheit entstehen dort, wo man mit allem Willen wollen muss, wo man bereit ist zu lieben und unterzugehen. Er stellt ihnen die Liebe der Sonne entgegen, die "Unschuld und Schöpfer-Begier" ist.Aussage: Das Ideal einer rein objektiven, leidenschaftslosen Erkenntnis ist eine lebensfeindliche Illusion. Es entspringt einer unterdrückten Lüsternheit und einem schlechten Gewissen gegenüber den eigenen Trieben. Wahre Erkenntnis ist leidenschaftlich und schöpferisch; sie will die Welt nicht nur betrachten, sondern sie ergreifen und gestalten.

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Also sprach Zarathustra - Teil 2 - Kapitel 36-38 - Von den Erhabenen - Vom Lande der Bildung - Von der unbefleckten Erkenntniss

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