EPISODE · Aug 23, 2025 · 2 MIN
Also sprach Zarathustra - Teil 3 - Kapitel 52-54 - Vom Vorübergehen - Von den Abtrünnigen - Die Heimkehr
from Friedrich Nietzsche Podcast in Deutsch · host Chris Longliveenduro
Vom Vorübergehen Untertitel: Der Ekel vor der großen Stadt und die Notwendigkeit des WeiterziehensGeschichte: Zarathustra kommt an das Tor der "großen Stadt", wo ihn der "Affe Zarathustras" (ein Narr, der ihn nachahmt) aufhält. Der Narr warnt ihn vor der Stadt, einem Ort, wo alles falsch und faul ist, wo der Geist zu Wortspiel verkommt und der Pöbel herrscht. Zarathustra weist den Narren zurück, weil dessen Verachtung selbst aus dem Sumpf kommt. Doch er stimmt dem Ekel vor der Stadt zu und formuliert eine neue Lehre: "wo man nicht mehr lieben kann, da soll man - vorübergehn!".Aussage: Die große Stadt ist ein Symbol der modernen Dekadenz, des Lärms und der geistigen Verflachung. Man darf sich jedoch nicht von einem bloß reaktiven, hasserfüllten Ekel leiten lassen. Die richtige Haltung für den höheren Menschen ist es, an dem, was verfallen und nicht mehr liebenswert ist, einfach vorüberzugehen, ohne sich davon vergiften zu lassen.Von den Abtrünnigen Untertitel: Die Feigheit derer, die zum Glauben zurückkehrenGeschichte: Zarathustra beklagt, dass viele seiner ehemaligen Anhänger "wieder fromm geworden" sind. Ihre Erkenntnis war nicht stark genug, ihre Tapferkeit nur von kurzer Dauer. Aus Müdigkeit und Feigheit sind sie zurückgekehrt zum Beten. Er nennt ihr Beten eine "Schmach". Er vergleicht sie mit verschiedenen Typen von lichtscheuen Menschen und spottet über ihren wiedererweckten Glauben. Er stellt fest, dass die alten Götter sich einst selbst zu Tode gelacht haben.Aussage: Viele, die den Weg der geistigen Freiheit beginnen, sind zu feige, ihn zu Ende zu gehen. Bei den ersten Schwierigkeiten oder aus Bequemlichkeit flüchten sie zurück in den alten Glauben. Diese "Abtrünnigkeit" ist ein Zeichen von geistiger Schwäche.Die Heimkehr Untertitel: Die Einsamkeit als Heimat und die Reinheit der HöheGeschichte: Zarathustra kehrt in seine Höhle zurück und begrüßt die Einsamkeit als seine wahre Heimat. Er unterscheidet zwischen "Verlassenheit", die er unter den Menschen spürte, und der heilsamen "Einsamkeit" bei sich selbst. Unten bei den Menschen ist alles Reden umsonst, alles ist Lärm und übler Atem. Hier oben in der Stille und bei den reinen Gerüchen fühlt er sich erlöst vom Geruch alles Menschenwesens.Aussage: Für den schaffenden Geist ist die Einsamkeit keine Last, sondern die notwendige Bedingung für Reinheit, Klarheit und Kreativität. Die Gesellschaft der Menschen ("da unten") ist oberflächlich und verunreinigend. Die Heimkehr in die Einsamkeit ist eine Rückkehr zu sich selbst und zur wahren Stärke
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Also sprach Zarathustra - Teil 3 - Kapitel 52-54 - Vom Vorübergehen - Von den Abtrünnigen - Die Heimkehr
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