EPISODE · Mar 17, 2025 · 1H
AM42: Ottonisch-byzantinische Beziehungen und eine Kaiserin für den Westen
from Anno Mundi – Von Byzantinern und Griechen · host Günter L. Fuchs
Als im 10. Jahrhundert der Aufstieg der sächsischen Ottonen seinen Lauf nahm und sich deren Einflussgebiet auf der Italienischen Halbinsel immer weiter nach Süden ausbreitete, kam es unweigerlich zur Auseinandersetzung mit den Oströmern. Diesen war nicht nur die territoriale Expansion Ottos I. in Richtung Kalabrien und Apulien ein Dorn im Auge, sondern auch die Anmaßung des Sachsenherrschers, den römischen Kaisertitel zu führen. Trotz der militärisch angespannten Lage erfolgte ein regelmäßiger Austausch an Gesandten, zu denen auch Bischof Liutprand von Cremona zählte, der uns dank seiner Aufzeichnungen einen Einblick sowohl in das Leben eines Diplomaten als auch in das Konstantinopel des 10. Jahrhunderts gibt. Woran er scheiterte, sollte wenige Jahre später doch noch Wirklichkeit werden: Für den ottonischen Thronfolger wurde eine oströmische Braut gefunden, die im Westen bekannteste Byzantinerin – Kaiserin Theophanu.
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