EPISODE · May 7, 2026 · 1H 7M
Blind geworden. Nicht aufgegeben. - Mit Andrea_Blindlife
from Zimmer für 2 · host Stefanie Krause-Weise 6 Andrea_Blindlife
Manche Geschichten hört man nicht nebenbei. Diese hier gehört dazu. In dieser Folge von Zimmer für zwei spricht Steffi mit Andrea Blindline über ein Leben, das schon früh von Krankheit geprägt war und trotzdem nie aufgehört hat, nach vorne zu wollen. Andrea lebt seit ihrer Kindheit mit Diabetes. Was für viele abstrakt klingt, bedeutete für sie schon früh Krankenhaus, Einschränkungen und medizinische Eingriffe. Später kamen weitere massive Einschnitte dazu: eine Amputation, Nervenschäden, mehrere Herzinfarkte und schließlich 2019 ein Koma, aus dem aus drei Tagen drei Monate wurden. Andrea spricht darüber, was es heißt, drei Herzstillstände zu überleben, an der Herz-Lungen-Maschine zu hängen und danach in ein Leben zurückzukommen, das mit dem alten kaum noch etwas zu tun hat. Sie erzählt von dem Moment, in dem ihre Mutter gesagt bekam, dass sie es vermutlich nicht schaffen wird. Sie spricht über das Aufwachen, über Pflegebedürftigkeit, über den Verlust von Freiheit und über eine Nahtoderfahrung, die sie noch lange in Träumen begleitet hat. Doch damit war ihr Weg nicht vorbei. Ein Jahr später folgt eine Augen-OP. Andrea hatte vorher schon ein schlechtes Gefühl. Als sie aufwacht, ist plötzlich alles schwarz. Statt eines Auges wurden beide operiert. Kurz darauf wird sie blind entlassen. Zwei Wochen später wird ihr rechtes Auge entfernt. Auch darüber spricht sie offen. Nicht, um zu schockieren, sondern weil genau dort eine Wahrheit liegt, die viele Menschen lieber umgehen: Dass es Momente gibt, in denen das Leben nicht nur schwer ist, sondern brutal. Diese Folge bleibt aber nicht in der Härte stehen. Andrea erzählt auch von ihrem tiefen Loch danach. Von Rückzug, von Zweifeln, von starkem Zunehmen und von einer Schmerzmittelabhängigkeit, aus der sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter wieder herauskämpfen musste. Sie spricht darüber, was es bedeutet, trotzdem weiterzumachen. Hilfe zu suchen. Sich neu zu orientieren. Einen Blindenführhund an seiner Seite zu haben. Wieder Nähe zuzulassen. Sport als Rettung zu entdecken. 57 Kilo abzunehmen. Und sich nicht länger nur als das zu sehen, was einem passiert ist. Es geht in dieser Folge um Krankheit, Blindheit, Überleben und Würde. Aber es geht genauso um Disziplin, Bindung, Stolz, Rückhalt und um die Entscheidung, sich nicht von der eigenen Krankheit steuern zu lassen. Andrea spricht ehrlich über ihre Mutter, die für sie alles ist. Über den wiedergefundenen Kontakt zum Vater. Über Menschen, die geblieben sind. Und über die Frage, wie man ein neues Leben annimmt, ohne das alte ständig zurückzuwünschen. Diese Folge ist für alle, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn der Körper nicht mitmacht. Für alle, die sich nach einem harten Einschnitt selbst nicht mehr richtig kennen. Und für alle, die einen ehrlichen Beweis brauchen, dass Mut nicht laut sein muss, um echt zu sein. Hinweis: In dieser Folge werden persönliche Erfahrungen zu schwerer Krankheit, Koma, Herzstillständen, Sucht und Erblindung geschildert. Die Inhalte ersetzen keine medizinische, psychologische oder therapeutische Beratung. Bei akuten gesundheitlichen oder psychischen Krisen bitte unverzüglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, im Notfall über die 112. Werbung - Verlinkungen- Namensnennung 🎥 Video & Podcastproduktion: Storylens / Thomas Stähler www: https://www.storylens.de mail: [email protected] Hier kannst du uns natürlich auch finden: Instagram: Instagram: Stefanie: https://www.instagram.com/zimmer_fuer_2 Thomas von Storylens: https://www.instagram.com/thomas.staehler Website Steffi: zimmerfuerzwei.de Mail: [email protected] Andrea: https://www.tiktok.com/@andrea_blindlife https://www.instagram.com/andrea_blindlife
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