EPISODE · Jan 26, 2025 · 22 MIN
Daniela Palk: Wie das Diakoniewerk die Inklusion vorantreibt
from OÖ ungefiltert · host OÖ Magazin
Daniela Palk, Vorständin des Diakoniewerks, war kürzlich Gast im Podcast "OÖ Ungefiltert". Das Diakoniewerk ist in sechs österreichischen Bundesländern sowie in Bosnien-Herzegowina, Rumänien und der Slowakei tätig. Mit rund 4000 Mitarbeitenden ist es vor allem in Oberösterreich stark vertreten. Daniela Palk reflektierte über ihre Karriere und die Mission der sozialen Organisation. Ihre akademische Laufbahn begann an der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, wo sie Soziologie studierte und schließlich promovierte. Bereits während ihres Studiums war sie berufstätig, was ihr half, sich klarer für eine Laufbahn in der Arbeit mit Menschen zu entscheiden. Nach der Matura zog es sie für ein Jahr als Au-pair nach Schweden. Dort entwickelte sie ein tiefes Interesse für das schwedische Modell der Inklusion und Altenhilfe, welches sie später auch in ihrer Dissertation erforschte. Bevor Daniela Palk Vorständin des Diakoniewerks wurde, sammelte sie umfassende berufliche Erfahrungen. Ihre Karriere begann sie in Schweden bei IKEA, bevor sie sich nach ihrer Rückkehr nach Österreich verschiedenen sozialen Projekten widmete. Seit 18 Jahren ist sie im Diakoniewerk tätig und verantwortet heute die sozialen Arbeitsfelder wie Behinderten- und Seniorenarbeit. Daniela Palk betont, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit und der Fokus auf die individuellen Gaben jedes Menschen sind. Das Diakoniewerk hat ein Leitbild, welches diese Werte stark verkörpert. Unter anderem zitiert Daniela Palk ihre Lieblingssätze daraus: "Jeder Mensch hat Gaben" und "Wir trauen jedem Menschen Verantwortung zu". Diese Werte richten sich nicht nur an die betreuten Menschen, sondern auch an die Mitarbeitenden. Ein bedeutendes Projekt des Diakoniewerks ist das Konzept "Seniorenarbeit innovativ gestalten". Es sieht eine Veränderung der Finanzierungslogik und eine stärkere Nachfragerposition der älteren Menschen vor, um diesen ein längeres Verbleiben in ihrem Zuhause zu ermöglichen. Trotz Bekanntheit des Konzepts in politischen Kreisen wurde es bisher noch nicht umgesetzt. Palk sieht darin eine Herausforderung, der das Diakoniewerk weiterhin mit Pilotprojekten begegnen wird. In der Behindertenarbeit setzt das Diakoniewerk ebenfalls auf Inklusion. Dies geschieht sowohl durch eigene Betriebe, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen tätig sind, als auch durch Kooperationen mit Handel, Gemeinden und anderen Institutionen. Trotz erzielter Erfolge gibt es Kritik an der Bezahlung, da diese Menschen oft nur ein Taschengeld für ihre Arbeit erhalten. Ein weiteres Projekt ist das "Community-Nurse-Programm", das über EU-Mittel finanziert wurde und Pflegefachkräfte ("Community Nurses") in verschiedenen Bundesländern einsetzte. Trotz positiver Rückmeldungen und nachgewiesener Wirkung steht die Weiterfinanzierung in vielen Regionen auf der Kippe. Das Diakoniewerk hat Anfang November sein 150-jähriges Bestehen gefeiert und dabei insbesondere auf seine Fähigkeit zur Anpassung und Innovation hingewiesen. Daniela Palk betont, dass die Organisation immer bereit sei, auf die Nöte der jeweiligen Zeit zu reagieren und Lösungen anzubieten. Trotz der Herausforderungen, die die Zukunft bringen mag, bleibt Palk optimistisch und glaubt an die Innovationsfähigkeit und die aktive Mitgestaltung durch das Diakoniewerk. Privat ist Daniela Palk eher zurückhaltend in sozialen Medien aktiv, obwohl sie beruflich Plattformen wie LinkedIn nutzt. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Kunst und Kultur, liebt es zu tanzen und genießt die Natur.
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Daniela Palk, Vorständin des Diakoniewerks, war kürzlich Gast im Podcast "OÖ Ungefiltert". Das Diakoniewerk ist in sechs österreichischen Bundesländern sowie in Bosnien-Herzegowina, Rumänien und der Slowakei tätig. Mit rund 4000 Mitarbeitenden ist es vor allem in Oberösterreich stark vertreten. Daniela Palk reflektierte über ihre Karriere und die Mission der sozialen Organisation. Ihre akademische Laufbahn begann an der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, wo sie Soziologie studierte und schließlich promovierte. Bereits während ihres Studiums war sie berufstätig, was ihr half, sich klarer für eine Laufbahn in der Arbeit mit Menschen zu entscheiden. Nach der Matura zog es sie für ein Jahr als Au-pair nach Schweden. Dort entwickelte sie ein tiefes Interesse für das schwedische Modell der Inklusion und Altenhilfe, welches sie später auch in ihrer Dissertation erforschte. Bevor Daniela Palk Vorständin des Diakoniewerks wurde, sammelte sie umfassende berufliche Erfahrungen. Ihre Karriere begann sie in Schweden bei IKEA, bevor sie sich nach ihrer Rückkehr nach Österreich verschiedenen sozialen Projekten widmete. Seit 18 Jahren ist sie im Diakoniewerk tätig und verantwortet heute die sozialen Arbeitsfelder wie Behinderten- und Seniorenarbeit. Daniela Palk betont, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit und der Fokus auf die individuellen Gaben jedes Menschen sind. Das Diakoniewerk hat ein Leitbild, welches diese Werte stark verkörpert. Unter anderem zitiert Daniela Palk ihre Lieblingssätze daraus: "Jeder Mensch hat Gaben" und "Wir trauen jedem Menschen Verantwortung zu". Diese Werte richten sich nicht nur an die betreuten Menschen, sondern auch an die Mitarbeitenden. Ein bedeutendes Projekt des Diakoniewerks ist das Konzept "Seniorenarbeit innovativ gestalten". Es sieht eine Veränderung der Finanzierungslogik und eine stärkere Nachfragerposition der älteren Menschen vor, um diesen ein längeres Verbleiben in ihrem Zuhause zu ermöglichen. Trotz Bekanntheit des Konzepts in politischen Kreisen wurde es bisher noch nicht umgesetzt. Palk sieht darin eine Herausforderung, der das Diakoniewerk weiterhin mit Pilotprojekten begegnen wird. In der Behindertenarbeit setzt das Diakoniewerk ebenfalls auf Inklusion. Dies geschieht sowohl durch eigene Betriebe, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen tätig sind, als auch durch Kooperationen mit Handel, Gemeinden und anderen Institutionen. Trotz erzielter Erfolge gibt es Kritik an der Bezahlung, da diese Menschen oft nur ein Taschengeld für ihre Arbeit erhalten. Ein weiteres Projekt ist das "Community-Nurse-Programm", das über EU-Mittel finanziert wurde und Pflegefachkräfte ("Community Nurses") in verschiedenen Bundesländern einsetzte. Trotz positiver Rückmeldungen und nachgewiesener Wirkung steht die Weiterfinanzierung in vielen Regionen auf der Kippe. Das Diakoniewerk hat Anfang November sein 150-jähriges Bestehen gefeiert und dabei insbesondere auf seine Fähigkeit zur Anpassung und Innovation hingewiesen. Daniela Palk betont, dass die Organisation immer bereit sei, auf die Nöte der jeweiligen Zeit zu reagieren und Lösungen anzubieten. Trotz der Herausforderungen, die die Zukunft bringen mag, bleibt Palk optimistisch und glaubt an die Innovationsfähigkeit und die aktive Mitgestaltung durch das Diakoniewerk. Privat ist Daniela Palk eher zurückhaltend in sozialen Medien aktiv, obwohl sie beruflich Plattformen wie LinkedIn nutzt. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Kunst und Kultur, liebt es zu tanzen und genießt die Natur.
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