EPISODE · Jun 4, 2026 · 26 MIN
Das Konzept einer partnerschaftsbasierten Industriepolitik – Teil 2: Geoökonomische Allianzen
from WORLD.OS_Neue Partnerschaften für Europa · host Julius Murke
Industriepolitik prägt zunehmend die globale Wirtschaft. Doch es gibt ein grundlegendes Problem: Während Regierungen industriepolitische Strategien national planen, funktionieren die Industrien, die sie aufbauen wollen, längst über internationale Lieferketten, Innovationsnetzwerke, Datenräume, Talentpools und globale Märkte.In diesem zweiten Teil des Deep Dives zur partnerschaftsbasierten Industriepolitik gehe ich der Frage nach, warum nationale Industriepolitik allein in einer vernetzten Welt an ihre Grenzen stößt – und warum geoökonomische Allianzen zu einer der wichtigsten politischen Innovationen der kommenden Jahrzehnte werden könnten.Die Folge analysiert die Risiken einer unkoordinierten Rückkehr der Industriepolitik: globale Subventionswettläufe, Handelsfragmentierung, konkurrierende Technologiestandards und wachsende Ungleichgewichte zwischen großen Wirtschaftsmächten und Entwicklungs- sowie Schwellenländern. Denn viele Staaten verfügen weder über die fiskalischen Ressourcen noch über die technologische Tiefe oder Marktgröße, um alleine mit den USA oder China konkurrieren zu können.Die Episode behandelt unter anderem:• Warum moderne Industrieökosysteme grundsätzlich international sind• Die Grenzen und unbeabsichtigten Folgen nationaler Industriepolitik• Die Risiken von Subventionswettläufen, wirtschaftlicher Fragmentierung und technologischen Blöcken• Warum Entwicklungs- und Schwellenländer im neuen geoökonomischen Wettbewerb besonders unter Druck geraten• Was sich aus Airbus und anderen Beispielen koordinierter Industrieentwicklung lernen lässt• Warum „Partnering“ zur dritten Säule wirtschaftlicher Sicherheit werden könnte• Wie Industrieallianzen Schutz, Förderung und Innovation gleichzeitig stärken können• Warum Europa und der Globale Süden zunehmend gemeinsame geoökonomische Interessen entwickelnAnschließend untersucht die Folge konkret, wie partnerschaftsbasierte Industriepolitik praktisch aussehen könnte:• Lieferkettenpartnerschaften• Produktionspartnerschaften• Gemeinsame Nachfrage- und Beschaffungspartnerschaften• Innovationspartnerschaften• Datenpartnerschaften und vertrauenswürdige Datenräume• Talent- und Ausbildungspartnerschaften• Standardisierungs- und Regulierungspartnerschaften• Finanzierungs- und Investitionspartnerschaften• Resilienzpartnerschaften zur wirtschaftlichen SicherheitDie Episode argumentiert außerdem, dass sich auch die internationale Zusammenarbeit selbst verändern muss. Wirtschaftliche Sicherheit, technologische Fähigkeiten, Innovationsökosysteme und strategische Wertschöpfungsketten werden zunehmend zum Kern internationaler Partnerschaften.Die zentrale Botschaft lautet:Partnerschaften dürfen nicht länger nur ein Zusatz zur Wirtschaftspolitik sein. Wenn Industriepolitik zu einem zentralen Instrument geoökonomischer Konkurrenz wird, dann müssen Partnerschaften zum eigentlichen Betriebssystem wirtschaftlicher Sicherheit und industrieller Transformation werden.Die Zukunft gehört möglicherweise nicht den Staaten, die am meisten Geld ausgeben – sondern denen, die die stärksten Allianzen aufbauen.#Industriepolitik #Wirtschaftssicherheit #Geoökonomie #Industriestrategie #Partnerschaften #GlobalerSüden #Innovation #Technologiepolitik #Europa #InternationaleZusammenarbeit #WorldOSPodcast
What this episode covers
Industriepolitik prägt zunehmend die globale Wirtschaft. Doch es gibt ein grundlegendes Problem: Während Regierungen industriepolitische Strategien national planen, funktionieren die Industrien, die sie aufbauen wollen, längst über internationale Lieferketten, Innovationsnetzwerke, Datenräume, Talentpools und globale Märkte.In diesem zweiten Teil des Deep Dives zur partnerschaftsbasierten Industriepolitik gehe ich der Frage nach, warum nationale Industriepolitik allein in einer vernetzten Welt an ihre Grenzen stößt – und warum geoökonomische Allianzen zu einer der wichtigsten politischen Innovationen der kommenden Jahrzehnte werden könnten.Die Folge analysiert die Risiken einer unkoordinierten Rückkehr der Industriepolitik: globale Subventionswettläufe, Handelsfragmentierung, konkurrierende Technologiestandards und wachsende Ungleichgewichte zwischen großen Wirtschaftsmächten und Entwicklungs- sowie Schwellenländern. Denn viele Staaten verfügen weder über die fiskalischen Ressourcen noch über die technologische Tiefe oder Marktgröße, um alleine mit den USA oder China konkurrieren zu können.Die Episode behandelt unter anderem:• Warum moderne Industrieökosysteme grundsätzlich international sind• Die Grenzen und unbeabsichtigten Folgen nationaler Industriepolitik• Die Risiken von Subventionswettläufen, wirtschaftlicher Fragmentierung und technologischen Blöcken• Warum Entwicklungs- und Schwellenländer im neuen geoökonomischen Wettbewerb besonders unter Druck geraten• Was sich aus Airbus und anderen Beispielen koordinierter Industrieentwicklung lernen lässt• Warum „Partnering“ zur dritten Säule wirtschaftlicher Sicherheit werden könnte• Wie Industrieallianzen Schutz, Förderung und Innovation gleichzeitig stärken können• Warum Europa und der Globale Süden zunehmend gemeinsame geoökonomische Interessen entwickelnAnschließend untersucht die Folge konkret, wie partnerschaftsbasierte Industriepolitik praktisch aussehen könnte:• Lieferkettenpartnerschaften• Produktionspartnerschaften• Gemeinsame Nachfrage- und Beschaffungspartnerschaften• Innovationspartnerschaften• Datenpartnerschaften und vertrauenswürdige Datenräume• Talent- und Ausbildungspartnerschaften• Standardisierungs- und Regulierungspartnerschaften• Finanzierungs- und Investitionspartnerschaften• Resilienzpartnerschaften zur wirtschaftlichen SicherheitDie Episode argumentiert außerdem, dass sich auch die internationale Zusammenarbeit selbst verändern muss. Wirtschaftliche Sicherheit, technologische Fähigkeiten, Innovationsökosysteme und strategische Wertschöpfungsketten werden zunehmend zum Kern internationaler Partnerschaften.Die zentrale Botschaft lautet:Partnerschaften dürfen nicht länger nur ein Zusatz zur Wirtschaftspolitik sein. Wenn Industriepolitik zu einem zentralen Instrument geoökonomischer Konkurrenz wird, dann müssen Partnerschaften zum eigentlichen Betriebssystem wirtschaftlicher Sicherheit und industrieller Transformation werden.Die Zukunft gehört möglicherweise nicht den Staaten, die am meisten Geld ausgeben – sondern denen, die die stärksten Allianzen aufbauen.#Industriepolitik #Wirtschaftssicherheit #Geoökonomie #Industriestrategie #Partnerschaften #GlobalerSüden #Innovation #Technologiepolitik #Europa #InternationaleZusammenarbeit #WorldOSPodcast
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