Die Bank
from Schlockback Hörbuch und Poetry
Die Bank Seit ich denken kann ist sie schon da steht ruhend an einer Wegkreuzung Lädt ein zum pausieren, zum verweilen Tief in einem unendlich großen Wald Ich besuche sie täglich, seit vielen Jahren Ich war mit ihr jung und werd mit ihr alt Sie ist gefühlt meine Bank Nicht in dem Sinne, dass sie mir gehört Egal wie viele auf ihr sitzen Besitzen wird sie niemand Sie schenkt einem Zeit auf ihr zu verweilen Ihr warmes verwittertes Holz dass so viele Schicksale kennt Von Menschen, die auf ihr saßen Sich stritten, versöhnten, küssten Sich trennten und Bünde fürs Leben schlossen Sie ist stummer Zeuge all ihrer Geschichten Doch ich habe in all den vielen Stunden meine Zeit nur allein auf ihr verbracht Der Platz neben mir blieb immer leer Denn sie, deren Namen meine Liebe trägt ist fort, sucht ihr Glück ohne mich weil sie es bei mir nicht fand So werde ich auch in Zukunft auf ihr sitzen und erzählen mal mit Worten, oft mit Schweigen Nicht auf den Tisch, nein auf die Bank werde ich meine geheimsten Karten legen und ihr die Farben meiner Sehnsucht offenbaren Meine Bank wird noch da sein wenn ich längst auf der anderen Seite bin Im Land der Unendlichkeit Fester Wohnsitz Ewigkeit Vielleicht erzählt sie anderen von mir hoffentlich auch ein wenig positives © Schlockback
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