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Digitale Identität

Digitalität als Identitätsstifter oder Identitätsverwertung? Ich kann sein wer ich will! Wer ist ich? Was will Ich? Was kann Ich schaffen? Diskussion zur Rolle einer virtuellen Identität in Bezug auf künstlerische Praxis.

Episode 16 of the re:publica 18 - Arts & Culture podcast, hosted by Anika Meier, Rafael Horzon, Kristina Musholt, Kathrin Weßling, Andy Kassier, titled "Digitale Identität" was published on May 3, 2018 and runs 24 minutes.

May 3, 2018 ·24m · re:publica 18 - Arts & Culture

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Anika Meier, Rafael Horzon, Kristina Musholt, Kathrin Weßling, Andy Kassier Wir verhalten uns je nach Situation und treten als verschiedene Personen auf: Vorsichtig gegenüber einem Fremden, Überschwänglich auf Partys oder förmlich auf dem Amt. Im Netz ist es scheinbar nicht anders, auch auf LinkedIn, Facebook oder Twitter unterscheiden sich die Arten in denen wir kommunizieren. Der Unterschied ist, dass wir unsere Indifference verstetigt haben. Unsere Interaktion wird zum Werk und umso mehr Zeit und Finess legen wir in die Kuration unserer virtuellen Persönlichkeiten. Es gilt das Kredo Einnehmen und Beeindrucken, wir wollen ja gemocht und geschätzt werden. Doch welchen Wert hat Ich? Und was macht es mit mir, wenn Ich zur Ware wird? Sofort kommen uns Youtuber und andere Influencer in den Sinn. Was ist denn nun der Unterschied zwischen Kunst - und künstlicher Person, zwischen Bibis Beauty Palace und Joseph Beuys? Und bietet uns der Verzicht auf die körperliche Präsenz nicht erst die Chance Kunst oder gerade den Körper neu zu denken? Wie kann man sich eine kollektive Person vorstellen und was birgt sie für Möglichkeiten in sich? Erwächst aus einer neuen Form der Kommunikation, einer ohne körperliches Gegenüber überhaupt eine Person? Das Ich auf dem Amt, das Ich auf der Party hat das selbe Gesicht, die selbe Stimme. Ich auf Facebook und ich auf LinkedIn bin zwar der Selbe, aber das weiß ja niemand.

Anika Meier, Rafael Horzon, Kristina Musholt, Kathrin Weßling, Andy Kassier Wir verhalten uns je nach Situation und treten als verschiedene Personen auf: Vorsichtig gegenüber einem Fremden, Überschwänglich auf Partys oder förmlich auf dem Amt. Im Netz ist es scheinbar nicht anders, auch auf LinkedIn, Facebook oder Twitter unterscheiden sich die Arten in denen wir kommunizieren. Der Unterschied ist, dass wir unsere Indifference verstetigt haben. Unsere Interaktion wird zum Werk und umso mehr Zeit und Finess legen wir in die Kuration unserer virtuellen Persönlichkeiten. Es gilt das Kredo Einnehmen und Beeindrucken, wir wollen ja gemocht und geschätzt werden. Doch welchen Wert hat Ich? Und was macht es mit mir, wenn Ich zur Ware wird? Sofort kommen uns Youtuber und andere Influencer in den Sinn. Was ist denn nun der Unterschied zwischen Kunst - und künstlicher Person, zwischen Bibis Beauty Palace und Joseph Beuys? Und bietet uns der Verzicht auf die körperliche Präsenz nicht erst die Chance Kunst oder gerade den Körper neu zu denken? Wie kann man sich eine kollektive Person vorstellen und was birgt sie für Möglichkeiten in sich? Erwächst aus einer neuen Form der Kommunikation, einer ohne körperliches Gegenüber überhaupt eine Person? Das Ich auf dem Amt, das Ich auf der Party hat das selbe Gesicht, die selbe Stimme. Ich auf Facebook und ich auf LinkedIn bin zwar der Selbe, aber das weiß ja niemand.
re:publica 18 - Alle Sessions re:publica 18 Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - re:publica re:publica Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - Politics & Society re:publica Politik und Gesellschaft in all ihren Dimensionen sind mehr denn je ein Thema, dem wir uns auf der re:publica 2018 zuwenden wollen. re:publica 18 - Research & Education re:publica Wie können wir (digital) neu- lernen und weiter lernen? Research & Education präsentiert generationenübergreifende Konzepte, Ideen und Projekte im Bereich von Bildung und Wissenschaft.
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