[Do, 16.4.2026 – am Ende der Linienstraße] episode artwork

EPISODE · Apr 17, 2026 · 3 MIN

[Do, 16.4.2026 – am Ende der Linienstraße]

from es regnet · host Markus Pfeifer

Ich traf Frau Modeste im Trio an der Linienstraße. Es gibt am Ende der Linienstraße nicht mehr viel. Der Trubel des Rosa-Luxemburg-Platzes ist längst abgeebbt, die Straße mündet hier als Sackgasse in die große Karl-Liebknecht-Straße und geht in Wind und Verkehr auf, dahinter beginnt die osteuropäische Steppe. Aber dort in dem letzten Haus, dort gibt es gleich drei Lokale, eng beieinander, Tür an Tür, als würden sie sich Widrigkeiten widersetzen. Ich war um 5 Minuten verspätet. Als ich ankam, war Frau Modeste aber auch noch nicht da, also setzte ich mich an die Bar und bestellte ein Bier. Es verging ein bisschen Zeit. Da sie sich nicht meldete, zweifelte ich plötzlich, ob ich überhaupt im richtigen Lokal saß. Vor vielen Jahren war ich nämlich einmal mit Frau Casino im Kuchi in der Gipsstraße verabredet. Ich kannte das Lokal nicht, bog jedoch in die Gipsstraße, sah ein Lokal, das irgendwas mit „Kuchi“ hieß, und setzte mich hinein. Was ich zu jenem Zeitpunkt nicht wusste, war die Tatsache, dass ich in einem Lokal namens "Next to Kuchi" saß und das "Kuchi" sich direkt nebenan befand. Frau Casino saß längst im richtigen Lokal, und so verbrachten wir mindestens eine Viertelstunde damit, dass wir, nur durch eine Hausmauer getrennt, auf Stühlen saßen und aufeinander warteten. Irgendwann schrieb sie mir eine Nachricht mit der besorgten Frage, wo ich mich befände. Nunja. Das war die Frage, die ich eigentlich ihr stellen wollte. Um nicht diesem Missverständnis aufzusitzen, fragte ich die Bedienung, ob das hier schon das „Trio“ sei. Die Frage wurde bejaht. Kurz darauf kam Frau Modeste auch zur Tür herein. Sie trug ein Kleid in einem schönen, satten Grün. Darüber einen Trenchcoat. Ich bestellte Szegediner Gulasch. Es schien mir das angemessene Gericht, um die Abwahl von Viktor Orbán zu zelebrieren. Frau Modeste aß hingegen die Königsberger Klopse. Eigentlich hätte ich mich auch dafür entschieden, aber die Freude über den Ausgang der Wahl, wog etwas mehr. Ich weihte sie jedoch in mein Vorhaben ein, meine Deutschwerdung feierlich zelebrieren und eine Königsberger-Klops-Party veranstalten zu wollen. Es ist eine seltsame Wahl, mit einem Gericht aus der ostpreußischen Hauptstadt die deutsche Staatsbürgerschaft zu feiern, aber sie stimmte mir zu, dass Königsberger Klopse etwas ausgesprochen Deutsches sind. Nach dem Essen zogen wir eine Tür weiter in die Bar "3". Ein großer, schmuckloser, abgedunkelter Raum mit einem großen, wirklich großen Tresen in der Mitte. Sie schenken dort Bier nach traditioneller kölscher Art ein, also in 2‑cl-Gläser, die sie direkt aus einem prominent auf der Bar platzierten Holzfass zapften und sofort nachschenkten, wenn das Glas leer war. Wenn man kein Nachfüllen mehr wünscht, muss man den Bierdeckel auf das Glas legen. Ich vergaß das mit dem Bierdeckel ein paar Mal zu oft. In der Bar gab es keine Tische und keine Stühle. Man kann am einladenden Tresen auf Hockern sitzen, oder in den Fenstern auf großzügigen Fensterbänken. Wenn man zu zweit sitzt, ist das wirklich sehr angenehm, ich sitze liebend gerne am Tresen, sobald eine dritte Person hinzukommt, muss diese Person halt stehen. Das ist aber auch nicht schlimm. So verbringt man ja das Leben. Manchmal sitzend und manchmal stehend.

Ich traf Frau Modeste im Trio an der Linienstraße. Es gibt am Ende der Linienstraße nicht mehr viel. Der Trubel des Rosa-Luxemburg-Platzes ist längst abgeebbt, die Straße mündet hier als Sackgasse in die große Karl-Liebknecht-Straße und geht in Wind und Verkehr auf, dahinter beginnt die osteuropäische Steppe. Aber dort in dem letzten Haus, dort gibt es gleich drei Lokale, eng beieinander, Tür an Tür, als würden sie sich Widrigkeiten widersetzen. Ich war um 5 Minuten verspätet. Als ich ankam, war Frau Modeste aber auch noch nicht da, also setzte ich mich an die Bar und bestellte ein Bier. Es verging ein bisschen Zeit. Da sie sich nicht meldete, zweifelte ich plötzlich, ob ich überhaupt im richtigen Lokal saß. Vor vielen Jahren war ich nämlich einmal mit Frau Casino im Kuchi in der Gipsstraße verabredet. Ich kannte das Lokal nicht, bog jedoch in die Gipsstraße, sah ein Lokal, das irgendwas mit „Kuchi“ hieß, und setzte mich hinein. Was ich zu jenem Zeitpunkt nicht wusste, war die Tatsache, dass ich in einem Lokal namens "Next to Kuchi" saß und das "Kuchi" sich direkt nebenan befand. Frau Casino saß längst im richtigen Lokal, und so verbrachten wir mindestens eine Viertelstunde damit, dass wir, nur durch eine Hausmauer getrennt, auf Stühlen saßen und aufeinander warteten. Irgendwann schrieb sie mir eine Nachricht mit der besorgten Frage, wo ich mich befände. Nunja. Das war die Frage, die ich eigentlich ihr stellen wollte. Um nicht diesem Missverständnis aufzusitzen, fragte ich die Bedienung, ob das hier schon das „Trio“ sei. Die Frage wurde bejaht. Kurz darauf kam Frau Modeste auch zur Tür herein. Sie trug ein Kleid in einem schönen, satten Grün. Darüber einen Trenchcoat. Ich bestellte Szegediner Gulasch. Es schien mir das angemessene Gericht, um die Abwahl von Viktor Orbán zu zelebrieren. Frau Modeste aß hingegen die Königsberger Klopse. Eigentlich hätte ich mich auch dafür entschieden, aber die Freude über den Ausgang der Wahl, wog etwas mehr. Ich weihte sie jedoch in mein Vorhaben ein, meine Deutschwerdung feierlich zelebrieren und eine Königsberger-Klops-Party veranstalten zu wollen. Es ist eine seltsame Wahl, mit einem Gericht aus der ostpreußischen Hauptstadt die deutsche Staatsbürgerschaft zu feiern, aber sie stimmte mir zu, dass Königsberger Klopse etwas ausgesprochen Deutsches sind. Nach dem Essen zogen wir eine Tür weiter in die Bar "3". Ein großer, schmuckloser, abgedunkelter Raum mit einem großen, wirklich großen Tresen in der Mitte. Sie schenken dort Bier nach traditioneller kölscher Art ein, also in 2‑cl-Gläser, die sie direkt aus einem prominent auf der Bar platzierten Holzfass zapften und sofort nachschenkten, wenn das Glas leer war. Wenn man kein Nachfüllen mehr wünscht, muss man den Bierdeckel auf das Glas legen. Ich vergaß das mit dem Bierdeckel ein paar Mal zu oft. In der Bar gab es keine Tische und keine Stühle. Man kann am einladenden Tresen auf Hockern sitzen, oder in den Fenstern auf großzügigen Fensterbänken. Wenn man zu zweit sitzt, ist das wirklich sehr angenehm, ich sitze liebend gerne am Tresen, sobald eine dritte Person hinzukommt, muss diese Person halt stehen. Das ist aber auch nicht schlimm. So verbringt man ja das Leben. Manchmal sitzend und manchmal stehend.

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Lebe deine Wahrheit Larissa Geiges Was heißt es eigentlich die eigene Wahrheit zu leben? Und wie finde ich sie überhaupt?Für mich bedeutet es, die ehrlichste Version von mir selbst zu sein. All die Masken abnehmen, mit denen wir durch unser Leben gehen, den Menschen zu leben, der man im Kern ist.Wir dürfen immer entscheiden welchen Weg wir gehen. Den Eigenen oder den, den andere für uns gewählt haben. In diesem Podcast nehme ich dich mit auf meine Reise und wünsche mir, dass du viele wertvolle Impulse für dich und deinen Weg mitnehmen kannst. Ich teile mit dir welche Schritte ich auf dem Weg zu meiner Wahrheit gegangen bin und welche Prozesse ich auch heute noch durchlaufe. Ich teile meine Struggles und Ängste mit dir und meine Erkenntnise aus all den Phasen, durch die ich noch gehe und schon gegangen bin.Ich freue mich sehr, wenn du Teil hiervon bist und ich dich auf deinem Weg zu deiner ganz eigenen Wahrheit ein Stück begleiten darf.Alles Liebe für dich,deine Larissa Das denkt Deutschland – Über Meinung und Medien WELT Wie unterscheidet sich die Generation Z tatsächlich vom Rest der Bevölkerung? Wendet sich die Politik von den Menschen ab, oder die Menschen sich von der Politik? Und tickt die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland immer noch unterschiedlich?In "Das denkt Deutschland" sprechen Thorsten Thierhoff, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes forsa, und WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt jede Woche über das Auseinanderdriften von öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Anhand von konkreten Themen und auf Basis von empirischen Befragungsdaten widmen sie sich in jeder Folge den aktuellen Debatten."Das denkt Deutschland - Über Meinung und Medien" erscheint jeden Mittwoch um 16 Uhr – überall da, wo es Podcast gibt und auf welt.de/dasdenktdeutschland. Ein Podcast von forsa und WELT. Alben für die Ewigkeit audiowest, Freddy Kappen, Stephan Kleiber, Dieter Kottnik Es gibt Alben, die sind etwas Besonderes. Da ist nicht einfach nur Musik drauf – sondern Musik, die bleiben wird. Vielleicht für immer. Es sind Alben, die die Geschichte der Rock- und Popmusik um entscheidende Entwicklungen bereichert haben. Die nicht nur Erfolg, sondern auch Wirkung haben. Und hier stellen wir sie vor.Bei uns könnt Ihr zeitlose Klassiker der Musikgeschichte kennenlernen. Oder sie noch einmal neu erleben und sozusagen ein zweites Mal kennenlernen. Ihr erfahrt die Geschichten, die hinter diesen Alben stecken: Wann und wo sind sie entstanden? Was lässt sie hervortreten aus der Menge? Warum sind sie so, wie sie sind? Und was ist das Besondere an ihnen? Und: Natürlich spielen wir auch Musik. Jede Menge sogar — denn darum geht‘s ja bei uns. LA LUZ DEL MISTERIO CON JULIO BARROSO LA LUZ DEL MISTERIO Es el 1er podcast del Misterio en habla hispana desde 1993 y el programa genuino del misterio que se emite desde el centro de Londres, desde el centro de Europa, en London Radio World para todo el universo. Desde hace 31 años, cada semana puedes descargarte las emisiones desde iVoox, iTunes, Spotify, You Tube & Amazon. Y vive el misterio, antropología, astroarqueología, viajes desconocidos, criminología... Vive el Misterio. Pasa, ponte cómodo y disfruta...Si deseas apoyarnos: https://www.ivoox.com/ajx-apoyar_i1_support_29070_1.htmlContacta con nosotros a través de:[email protected] Estamos en Facebook, Instagram & Twitter.Si deseas apoyarnos: https://www.ivoox.com/ajx-apoyar_i1_support_29070_1.htmlhttps://www.ivoox.com/luz-del-misterio-especial-peru-nazca-i-audios-mp3_rf_43511668_1.html

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This episode is 3 minutes long.

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This episode was published on April 17, 2026.

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Ich traf Frau Modeste im Trio an der Linienstraße. Es gibt am Ende der Linienstraße nicht mehr viel. Der Trubel des Rosa-Luxemburg-Platzes ist längst abgeebbt, die Straße mündet hier als Sackgasse in die große Karl-Liebknecht-Straße und geht in Wind...

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