Donald Betts - Robert Schumann Scenes from Childhood Op. 15 - VII. Dreaming episode artwork

EPISODE · Aug 11, 2008

Donald Betts - Robert Schumann Scenes from Childhood Op. 15 - VII. Dreaming

from freemusicpodcast.de · host Torsten Philipp

Die Public Domain wächst Zwar können Kompositionen frei genutzt werden, wenn deren Autoren länger als 70 Jahre tot sind. Dann werden diese Werke nämlich gemeinfrei und können von allen Menschen beliebig verwendet werden. Dies betrifft aber nur die Noten und wenn Vati Klaus seine Videos aus dem letzten Polenurlaub kostenfrei und ganz legal mit Musik von Chopin unterlegen möchte, muss er entweder selber in die Tasten greifen oder nach Aufnahmen suchen, die älter als 50 Jahre sind. Denn die Aufnahmen eines Musikstückes unterliegen genau wie die Noten eines Musikstückes einer Schutzfrist. Diese beträgt bei Aufnahmen 50 Jahre ab dem Datum der Aufnahme. Über eine Verlängerung dieser Schutzfrist auf 95 Jahre denkt die EU-Kommission übrigens gerade nach. Damit es aber auch tatsächliche Musikaufnahmen gemeinfreier Noten gibt, die schon vor dem Verstreichen dieser Schutzfrist von 50 Jahren gemeinfrei sind und somit für alle kostenlos zu verwenden sind, hat Aaron Dunn die Initiative Muspen gegründet. Diese bezahlt Musiker dafür Werke von Komponisten, die länger als 70 Jahre tot sind, einzuspielen und in die Public Domain zu geben. Das Geld für das Einspielen der Stücke und die Aufnahme der Musik stellen Menschen zur Verfügung, die auf der Musopen-Seite beliebige Beträge für das Einspielen bestimmter Musikstücke spenden können. Sobald ein bestimmter Betrag erreicht ist, werden Musiker engagiert, die das Musikstück einspielen. Auch eigene Vorschläge, für welche Stücke gespendet werden soll, können auf der Seite gemacht werden. Weil ich dieses Projekt sehr interessant finde, habe ich Aaron Dunn, Initiator des Projektes, ein paar Fragen dazu gestellt: Torsten: Aaron, woher wisst ihr, wie teuer die Aufnahmen werden und was passiert wenn Sie teurer werden als geplant? Aaron Dunn: Wir wissen es nicht. Ich bin selber Musiker, also frage ich entweder andere Musiker nach Ihrer Schätzung oder ich überschlage es auf Basis früherer Erfahrungen. Wenn gespendetes Geld überhaupt einmal übrig bleibt, so wird es für spätere Aufnahmen verwendet. Das kam schon ein paar Mal vor. Bisher ist es allerdings noch nicht passiert, dass sich während der Aufnahmen der Preis erhöht hat. Entweder stimmt ein Musiker zu für x Dollar ein Musikstück zu spielen oder wir fragen einen Anderen. Torsten: Wo und wie nehmt ihr die Stücke auf? Aaron Dunn: Oft suchen wir Musiker an Konservatorien auf. Dort nehmen Sie typischerweise selber auf oder kennen jemanden, der das für sie tun kann. Torsten: Was halten die Musiker, die die Stücke einspielen davon, dass Ihre Aufnahmen in der Public Domain landen? Aaron Dunn: Einige sind sehr empfänglich für diese Idee, andere müssen erstmal darüber nachdenken. Die meisten Musiker müssen um ihren Lebensunterhalt kämpfen, daher fühlen sie sich bei dem Gedanken nicht wohl ihre Musik zu verschenken. Ich versuche ihnen zu erklären, dass das ganze Geld, das sie gerade verdienen Einnahmen aus Live-Konzerten sind. Die meisten Künstler spielen live und verkaufen ihre CDs nach den Konzerten. Das Publikum bezahlt natürlich weiterhin Eintritt um den Künstler live zu erleben und sie kaufen die CDs. Wie auch immer, alle finden es gut, dass damit eine öffentliche Ressource verfügbar gemacht wird, die auch von anderen Studenten weltweit genutzt werden kann. Ein Pianist den ich kenne spielt in einer Kirche und verkauft seine CDs nach jedem Auftritt. Dass er Musik verschenkt, tut dem kein Abbruch. Eher steigert es seine Präsenz im Internet. Torsten: Wer sind die Leute, die Geld für die Aufnahmen geben? Aaron Dunn: Viele sind unabhängige Filmmacher. Dann sind es auch viele Leute, die die Seite unterstützen. Einige sind Geschäftsführer großer Firmen, was überraschend ist. Ich denke, jeder mag einen Verein, der die Welt mit Musik versorgt. Torsten: Was hast Du studiert und wie hat das Deinen Entschluss beeinflusst Musopen zu gründen? Aaron Dunn: Ich habe Musik in Skidmore College bei meinem Professor Anthony Holland studiert. Meine Liebe zu klassischer Musik und die sinkende Popularität klassischer Musik war meine ursprüngliche Inspiration Musopen zu gründen. Alle meine musikalischen Einflüsse, einschließlich meines Professors und anderer Lehrer, haben mich weiter unterstützt und inspiriert. Auch die Öffentlichkeit war sehr ermutigend. Täglich bekomme ich jede Menge E-mail, so dass ich kaum noch zur Arbeit an der Webseite komme. Torsten: Wie geht ihr vor von dem Moment in dem das Geld für eine Aufnahme zur Verfügung steht bis zur Veröffentlichung? Aaron Dunn: Wir überprüfen zuerst einmal, ob das Geld auch tatsächlich da ist. Manchmal passiert es, dass Spenden gepostet werden, aber das Geld nicht bei uns ankommt. Dann rufen wir einige Musiker und Konservatorien an und fragen ob sie die Aufnahmen für den gesammelten Betrag oder weniger einspielen würden. Wenn das Stück dann aufgenommen ist, überprüfen wir die Aufnahmequalität und stellen es auf die Seite. Torsten: Was denkst Du über Trittbrettfahrer, die die Musik für kommerzielle Zwecke nutzen? Aaron Dunn: Ich habe die Lieder teilweise auch unter die Public Domain Lizenz gestellt, damit die Nusik auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden kann. Wenn verschenkte Musik von mehr Menschen gehört werden kann, so werden sich auch mehr Menschen für diese Musik interessieren. Die meisten klassischen Kompositionen sind ja in der Public Domain und das Ziel von Musopenist es, tatsächliche Aufnahmen dieser Musik als Public Domain zugänglich zu machen. Die Alternative wäre es eine Creative Commons Lizenz zu nutzen. Creative Commons ist ein wundervolles Projekt und eine Alternative zur Public Domain. Aber ich denke, dass Leute, die keine Technik-Freaks sind, durch die vielen bei Creative Commons möglichen Lizenztypen etwas verwirrt werden. Public Domain vermeidet da alle Konfusion. Allerdings sollte dazu noch bemerkt werden, dass der Begriff “Public Domain” abhängig von der Gerichtsbarkeit in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Musopen-Site mit der Möglichkeit für neue Musik zu spenden Donald Betts – Robert Schumann: Kinderszenen, Op. 15 – VII. Dreaming gefunden auf Musopen.com veröffentlicht unter der Public Domain sj2tv The Public Domain is growing Of course, compositions can be used freely when their authors are dead for longer than 70 years. Such works fall into the public domain. Which means that this work can be freely copied, distributed, adapted, performed, commercially used and so on without asking for permission or without paying any royalty fees. But this applies only to the sheet music and when Daddy wants to use Chopin as background music for the last holiday videos which he plans to publish for his friends on youtube he has either to do the piano by himself, find a recording that is older than 50 years or wait till the terms of copyright for these recordings have expired. That’s because there is not only a term of copyright for written music but also for recordings. And these terms say that recordings are protected for 50 or more years depending on the jurisdiction you are in. By the way: the European Union thinks about extending these terms from 50 years to 95 years for their member states. Now in order to provide recordings of music that are in the public domain, Aaron Dunn has founded the nonprofit charity Musopen, which pays musicians for playing and recording public domain sheet music and makes them giving the recordings into the public domain. The money for playing and making the recordings comes from people who can donate amounts of any size at the Musopenwebsite. As soon as the amount for playing and recording a certain piece of music is reached, Musopen will hire musicians, who play the music, record it and publish it under a public domain license. Via the webstite people can bring own suggestions for pieces of music they want to be recorded and published into the public domain. Because I think this is an amazing procect, I asked some questions to Aaron Dunn, founder of Musopen: Torsten: How do you know how expensive the recordings will become? What happens if during the recording process they become more expensive than expected and you have not enough money from the bidders? Aaron: We dont, I’m a musician myself so I either ask other musicians to give an estimate or guess one based on past experience. If anything money ends up being left over, it will be applied to other music, if it needs to be increased later, that happens sometimes too. We’ve never had a price increase during a recording process, a musician will agree for x dollars for a piece of music, otherwise we will approach another musician. Torsten: Where and how do you record the pieces? Aaron: We locate musicians at conservatories or professonals. They typically either can record themselves or know someone who can do it for them. Torsten: What do the artists you pay for playing think about the idea of making the recorded music public domain? Aaron: Some are very receptive to it, some require time to think about it. The hardest part is that many struggle to make a living off of their music, so to give it away for free makes them uncomfortable, they feel as if they lose their life source. I try to explain to them that all the money they currently make is from live converts, and donating music wont effect them. Most artists perform live, then sell CDs after the concert. That audience will still pay for the ticket to hear the performer live, and buy CDs, having recordings online will simply expose their names to a larger audience. However, all like that this is primarily to provide a public resource and can be used by students around the world. All end up agreeing to record because this never hurts their normal ways of making money. One pianist I know performs in a church and sells his CDs after each performance. He can still do this even after giving all his music away, and if anything he will only now increase his exposure online. Torsten: Who are the people who give money for making the recordings happen? Aaron: Many are independent film makers. The rest are typically supporters of the site. Some, are CEOs of large companies, which are the most surprising. I think everyone likes the idea of a nonprofit sharing music to the world. Torsten: Aron, what did you study and how did this influence you in your decision to start musopen.com? Aaron: I studied music at Skidmore College with my professor Anthony Holland. My love of classical music and its current decline in popularity was the original inspiration. All my musical influences including that professor and other teachers I’ve had further encouraged and inspired me. After that, the public has been extremely encouraging, I get so many emails each day, it keeps me working on the site. Torsten: Can you describe the process of recording the music from when the needed amount for one piece is collected to the day the piece get’s published on the website? Aaron: When a piece reaches the limit on /bid we first verify that we have recieved the money, as some post donations but never actually send money. We then call various musicians and music conservatories with offers to record at that price or less. Once its recorded, we check the recordings quality, then add it to the site. Torsten: What do you think about freeriders who use the music on your website for commercial purposes? Aaron: Part of the reason why I insist in a public domain license is so the music can be used for commercial purposes as well as educational, personal. If giving music away for free allows more people to hear it, perhaps those people will be exposed to it and interested. Public domain music, such as most classical music, is already in the public domain, Musopen’s goal is to ensure you can actually find a PD copy. The alternative is using creative commons licenses. Creative commons is a wonderful project and the best alternative to a PD work, but I’ve found most non tech savvy people are confused as to the different types of licenses, and PD removes all the confusion. Musopen-Site with bidding system So I just want to add, that the term “public domain” might have different meanings in different jurisdinctions. Donald Betts – Robert Schumann: Scenes from Childhood, Op. 15 – VII. Dreaming found on Musopen.com published into the Public DomainFile Download (0:00 min / 0 MB)

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