EPISODE · Jul 4, 2022 · 58 MIN
Doro - Veränderungen und Notwendigkeiten auf den griechischen Inseln
from mit Milch und Zucker · host mit Milch und Zucker
Triggerwarnung: Schilderung von Pushbacks, Gewalt, sexualisierter Gewalt (04:05) Wir kommen jetzt einmal zwei tage zur Ruhe, denn das haben wir bitter notwendig. (06:14) Samstags werden die Portionen nach Personen abgewogen. (08:45) Sie haben positive Asylbeschiede aber warten monatelang auf ID Karten und Passports. Das ist zermürbend. (09:40) Das System ist krank und kaputt. Das kann man schon so ansprechen. (11:43) Es glaubt niemand mehr an diese Versprechungen. (12:37) Natürlich stellen sie dann einen neuen Asylantrag. (14:13) Die Leute kommen, weil sie keine andere Möglichkeit haben. (15:05) Die Leute werden von Textilunternehmen ausgebeutet und wie Sklaven behandelt. (15:23) Die Leute glauben, dass es in Europa ein Menschenrecht gibt. (16:53) Die meisten probieren es fünf, sechs Mal, weil sie keine andere Wahl haben. (18:20) Europa weiß schon, dass das ein Terrorregime ist, aber es ist ihnen wurscht. (19:31) Man kann sagen: „Ok, ich mach die Augen zu und es interessiert mich nicht was dort los ist“ oder man sagt: „Das ist jetzt die Herausforderung an die Welt.“ (20:35) Stell dir vor, am Attersee geht ein Boot unter und von 20 Leuten werden nur 2 gefunden. (21:42) Es wäre alles da, der Wille fehlt. (22:27) Es muss jeder für sich sagen, wie weit wollen wir hier gehen. Welche Grausigkeiten wollen wir akzeptieren und was ist inakzeptabel? (23:36) Wenn die Coast Guard oder die Polizei mitbekommt, dass ein Boot ankommt, dann wird die Schattenpolizei ausgeschickt, oder nennen wirs beim Namen, ein Schlägertrupp. (26:15) Diese zynisch genannten Rettungsinseln, muss man sich wie große Plastikkörbe vorstellen. (27:34) Es ist eine kollektive Schuld, die wir da auf uns laden. Wir können nicht mehr sagen „Das haben wir nicht gewusst.“ (28:31) Wenn 12 Polizisten sagen, sie haben nicht gewusst was „Asyl“ auf Englisch heißt, dann kann sich jeder sein eigenes Bild davon machen. (29:55) Es ist wahnsinnig dringend für mich darüber zu sprechen. (30:08) Wir dürfen das nicht dulden. (31:35) Was versteht der Innenminister unter robusterem Vorgehen? (37:07) Es gibt keinen Diskurs und es wird alles so hingenommen. (40:01) Ich finds nicht mehr gut, wenn die Zivilgesellschaft alles macht. (42:23) Wir helfen nicht, damit sie ewig in dem Dorf bleiben, sondern damit sie ein eigenständiges Leben führen können. (44:02) Geld haben wir genug. (47:11) Es soll sich niemand persönlich angegriffen fühlen, außer er macht wieder das Kreuzerl bei der ÖVP. (50:42) Die meisten haben schon ein, zwei Pushbacks hinter sich, aber sie wissen nicht, was sie sonst tun sollen. (54:16) Dass so viele Menschen auf der Flucht traumatisiert werden ist die Schuld der europäischen Asylpolitik.
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