Dublin, Dobrindt, Deutschland: Wer darf bleiben, wer muss gehen? episode artwork

EPISODE · Jun 8, 2025 · 1H 1M

Dublin, Dobrindt, Deutschland: Wer darf bleiben, wer muss gehen?

from Politik aufs Ohr · host Sina Beckmann

In dieser Folge von „Politik aufs Ohr“ wird es persönlich, kontrovers und sehr grundlegend. Bevor wir uns in die komplexen Fragen rund um Migration, Asylrecht und die europäische Dublin-Verordnung stürzen, nehmen wir euch mit in unsere Woche: von kommunalpolitischen Terminen in Niedersachsen bis hin zu ganz persönlichen Entscheidungen – darunter auch der Parteiaustritt von Manuel aus den Grünen. Und trotzdem: Unsere Gespräche bleiben, wie sie immer waren – ehrlich, differenziert und überparteilich.Der Schwerpunkt dieser Episode liegt auf der neuen Migrationspolitik in Deutschland. Wir diskutieren, warum die Dublin-Verordnung in der Praxis immer weniger funktioniert, welche Herausforderungen sich daraus für Deutschland und die EU ergeben – und warum sich ausgerechnet an einem Einzelfall, dem Fall dreier Somalier, eine hitzige politische Debatte entzündet. Dabei geht es nicht nur um rechtliche Feinheiten, sondern auch um sehr grundsätzliche Fragen: Wie kann Migration gesteuert werden, ohne an Humanität zu verlieren? Wie fair ist die derzeitige Lastenverteilung innerhalb der EU? Und welche Verantwortung trägt Deutschland?Doch Migration ist längst kein rein europäisches Thema mehr. Wir werfen auch den Blick nach Afrika und diskutieren die enormen sozialen und wirtschaftlichen Dynamiken, die den Migrationsdruck verstärken. Klimawandel, fehlende Perspektiven, koloniale Altlasten – all das spielt in die aktuelle Entwicklung hinein. Dabei wird klar: Ohne eine konsequente und langfristige Entwicklungspolitik, die echte Perspektiven schafft, werden wir das Thema nicht in den Griff bekommen.Natürlich sprechen wir auch über die Rolle der Kommunen, die mit der Integration der Geflüchteten oft alleine gelassen werden, über Sprachbarrieren, die den Einstieg ins Arbeitsleben erschweren, und über bürokratische Hürden, die Integration unnötig verkomplizieren. Und wir hinterfragen, ob politische Erzählungen sich nicht viel stärker auf Chancen konzentrieren sollten – gerade auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel, den viele Unternehmen längst spüren.Zwischen all diesen politischen Debatten schwingen immer wieder die grundsätzlichen Fragen mit: Wie schaffen wir es, Migration als Chance und nicht nur als Belastung zu begreifen? Wie steuern wir Zuwanderung so, dass sie fair, pragmatisch und menschlich bleibt? Und warum gelingt es uns in Deutschland so selten, gute Ansätze auch gut zu erzählen?Diese Folge zeigt einmal mehr, dass es in der Migrationspolitik keine einfachen Antworten gibt – aber sehr wohl viele Stellschrauben, an denen wir drehen könnten und müssten.

In dieser Folge von „Politik aufs Ohr“ wird es persönlich, kontrovers und sehr grundlegend. Bevor wir uns in die komplexen Fragen rund um Migration, Asylrecht und die europäische Dublin-Verordnung stürzen, nehmen wir euch mit in unsere Woche: von kommunalpolitischen Terminen in Niedersachsen bis hin zu ganz persönlichen Entscheidungen – darunter auch der Parteiaustritt von Manuel aus den Grünen. Und trotzdem: Unsere Gespräche bleiben, wie sie immer waren – ehrlich, differenziert und überparteilich.Der Schwerpunkt dieser Episode liegt auf der neuen Migrationspolitik in Deutschland. Wir diskutieren, warum die Dublin-Verordnung in der Praxis immer weniger funktioniert, welche Herausforderungen sich daraus für Deutschland und die EU ergeben – und warum sich ausgerechnet an einem Einzelfall, dem Fall dreier Somalier, eine hitzige politische Debatte entzündet. Dabei geht es nicht nur um rechtliche Feinheiten, sondern auch um sehr grundsätzliche Fragen: Wie kann Migration gesteuert werden, ohne an Humanität zu verlieren? Wie fair ist die derzeitige Lastenverteilung innerhalb der EU? Und welche Verantwortung trägt Deutschland?Doch Migration ist längst kein rein europäisches Thema mehr. Wir werfen auch den Blick nach Afrika und diskutieren die enormen sozialen und wirtschaftlichen Dynamiken, die den Migrationsdruck verstärken. Klimawandel, fehlende Perspektiven, koloniale Altlasten – all das spielt in die aktuelle Entwicklung hinein. Dabei wird klar: Ohne eine konsequente und langfristige Entwicklungspolitik, die echte Perspektiven schafft, werden wir das Thema nicht in den Griff bekommen.Natürlich sprechen wir auch über die Rolle der Kommunen, die mit der Integration der Geflüchteten oft alleine gelassen werden, über Sprachbarrieren, die den Einstieg ins Arbeitsleben erschweren, und über bürokratische Hürden, die Integration unnötig verkomplizieren. Und wir hinterfragen, ob politische Erzählungen sich nicht viel stärker auf Chancen konzentrieren sollten – gerade auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel, den viele Unternehmen längst spüren.Zwischen all diesen politischen Debatten schwingen immer wieder die grundsätzlichen Fragen mit: Wie schaffen wir es, Migration als Chance und nicht nur als Belastung zu begreifen? Wie steuern wir Zuwanderung so, dass sie fair, pragmatisch und menschlich bleibt? Und warum gelingt es uns in Deutschland so selten, gute Ansätze auch gut zu erzählen?Diese Folge zeigt einmal mehr, dass es in der Migrationspolitik keine einfachen Antworten gibt – aber sehr wohl viele Stellschrauben, an denen wir drehen könnten und müssten.

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Das denkt Deutschland – Über Meinung und Medien WELT Wie unterscheidet sich die Generation Z tatsächlich vom Rest der Bevölkerung? Wendet sich die Politik von den Menschen ab, oder die Menschen sich von der Politik? Und tickt die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland immer noch unterschiedlich?In "Das denkt Deutschland" sprechen Thorsten Thierhoff, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes forsa, und WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt jede Woche über das Auseinanderdriften von öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Anhand von konkreten Themen und auf Basis von empirischen Befragungsdaten widmen sie sich in jeder Folge den aktuellen Debatten."Das denkt Deutschland - Über Meinung und Medien" erscheint jeden Mittwoch um 16 Uhr – überall da, wo es Podcast gibt und auf welt.de/dasdenktdeutschland. Ein Podcast von forsa und WELT. Die wundersame Rapwoche Mauli & Staiger Fragen und Antworten über Liebe, Leben und Politik. Manchmal auch Rap.WICHTIG: Für alle mit einem IQ über 120 oder unter 70. Based Bros [email protected] Basierte Brüder blabbern über bizzare Politik, brisante Neuigkeiten und besondere Erlebnisse.Brachial, berauschend, bodenständig.Wir labern über eine Pallete an Dingen, welche uns bewegen, amüsieren. interessieren und tangieren. Einfach so, weil wir es können. Es handelt sich hierbei um einen unregelmäßigen Amateurpodcast, in dem wir unseren Senf zum Aufnahmezeitpunkt, kredenzen. Stellt jedoch nur ein Abbild unserer aktuellen Meinung dar.Website |Fediverse |Email Critical Infinity Podcast - Kritisches Denken im Sprachnachrichten Dialog Human Nagafi & Patrick Breitenbach Human Nagafi und Patrick Breitenbach hinterfragen per Sprachnachrichten die Ideologien, Diskurse und Strukturen unter der schimmernden Oberfläche von Politik, Alltag und Popkultur.

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How long is this episode of Politik aufs Ohr?

This episode is 1 hour and 1 minute long.

When was this Politik aufs Ohr episode published?

This episode was published on June 8, 2025.

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In dieser Folge von „Politik aufs Ohr“ wird es persönlich, kontrovers und sehr grundlegend. Bevor wir uns in die komplexen Fragen rund um Migration, Asylrecht und die europäische Dublin-Verordnung stürzen, nehmen wir euch mit in unsere Woche: von...

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