EPISODE · Jul 29, 2026 · 1H 17M
Eishockey: NHL & die Montreal Canadiens von 1917 bis 1927
from Sportarchiv: Sportgeschichte: Geschichten aus Fußball, American Football, Basketball und Eishockey · host Tim Besgen, Stefan Sander
Geburt der NHL aus dem Streit in der NHA Im November 1917 trafen sich die Klubbesitzer in Montreal, um den Ärger mit Toronto-Eigner Eddie Livingstone zu beenden. Am 26. November wurde die National Hockey League gegründet, indem der Spielbetrieb der NHA ausgesetzt und eine neue Liga ohne Livingstone aufgebaut wurde. Die erste NHL-Saison 1917/18 Zunächst spielten Montreal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und die Toronto Arenas. Quebec stieg wegen Geldproblemen aus, und die Toronto-Mannschaft trat erst namenlos, dann als Arenas an. Gespielt wurde in zwei Saisonhälften in der Westmount Arena mit natürlichem Eis. Der Kader der Canadiens und der harte Spielstil Montreal setzte auf Georges Vézina im Tor sowie auf körperlich starke Verteidiger wie Joe Hall, Bert Corbeau und Billy Coutu. Im Angriff führten Newsy Lalonde, Joe Malone und Didier Pitre das Team. Joe Malone wurde mit 44 Toren in 20 Spielen erster Scoring-Leader der NHL. Brand, Finalserie und erster Titel Am 2. Januar 1918 brannte die Westmount Arena ab, die Wanderers gaben auf. Toronto gewann die zweite Saisonhälfte, besiegte Montreal im NHL-Finale und schlug danach auch die Vancouver Millionaires um den Stanley Cup. Spanische Grippe und abgebrochene Finalserie 1919 1918/19 gewann Montreal die erste Hälfte, Ottawa die zweite. Die Canadiens setzten sich gegen Ottawa durch und trafen auf die Seattle Metropolitans. Die Stanley-Cup-Serie wurde bei 2:2 abgebrochen, nachdem mehrere Canadiens an der Spanischen Grippe erkrankten; Joe Hall starb wenig später. Neue Eigentümer, neue Spieler, neue Rekorde Nach George Kennedys Tod übernahm das sogenannte Trio Musketiere die Canadiens. Léodon Diron baute ein neues Scouting-Netz auf. Mit Aurel Joliat und später Howie Morenz kamen neue Angreifer, während Georges Haynesworth als Nachfolger von Vézina verpflichtet wurde. Der erste Stanley-Cup-Erfolg als NHL-Team 1923/24 gewannen die Canadiens gegen Ottawa die NHL-Meisterschaft und besiegten danach Vancouver und Calgary. Damit holten sie erstmals als NHL-Team den Stanley Cup. Wandel in der Liga bis 1926/27 Mit Boston, Chicago, Detroit und New York wuchs die NHL auf zehn Teams. Die Western League brach zusammen, der Stanley Cup wurde nun nur noch zwischen NHL-Teams vergeben. Die Canadiens gewannen mit Georges Haynesworth, Herb Gardiner und später Cecil Hart wieder an Stärke, scheiterten aber 1926/27 an den Ottawa Senators im Final der Canadian Division.
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