Englische Originalfolge: Are Our Children Happier Without Social Media, Jonathan Haidt? episode artwork

EPISODE · Apr 29, 2026 · 51 MIN

Englische Originalfolge: Are Our Children Happier Without Social Media, Jonathan Haidt?

from Nur eine Frage · host DIE ZEIT

US-Psychologe Jonathan Haidt sieht die Kindheit bedroht: durch Smartphones, soziale Medien und KI-Teddybären. Auch Computer im Klassenzimmer seien falsch. Hat er recht?   Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.  In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem Sozialpsychologen Jonathan Haidt die Frage: »Sind unsere Kinder glücklicher ohne soziale Medien?«  Jonathan Haidt, 62, ist ein US-amerikanischer Sozialpsychologe und Professor an der renommierten NYU Stern School of Business. Sein 2024 erschienenes Buch Generation Angst über die Schäden, die Smartphones und soziale Medien bei Kindern anrichten, stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. 2026 ist sein Kinderratgeber Generation Glücklich erschienen, den er gemeinsam mit der US-Autorin Catherine Price verfasst hat.   Mehrere Länder haben damit begonnen, Smartphones aus dem Unterricht zu verbannen und ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zu erlassen. Maßgeblich dafür verantwortlich sein dürfte Haidt, der seit Jahren vor den Gefahren von Smartphones und sozialen Medien warnt und zu eben jenen Maßnahmen rät.   Im Podcast begründet er, warum er soziale Medien für so gefährlich für Jugendliche und Kinder hält: Auf Plattformen wie Snapchat oder Instagram sind Jugendliche Sextortion ausgesetzt, also sexueller Erpressung. Alleine Snapchat berichte von rund 10.000 Hinweisen auf Sextortion-Vorfälle – pro Monat, sagt Haidt. Auch Cyberbullying, also die Schikane durch Mitschüler, sei ein großes Problem für Jugendliche. Anders als früher, als sich Schikane vorwiegend im lokalen Umfeld bewegte, verstärken soziale Medien das Problem immens.    Das zweite Problem, das Haidt sieht: »Der durchschnittliche US-amerikanische Teenager verbringt fünf Stunden am Tag in sozialen Medien. In Deutschland ist die Zahl etwas geringer. Hinzu kommen drei bis fünf Stunden mit anderen Bildschirmaktivitäten.« Die Folgen: Jugendliche bewegen sich zu wenig, bekommen nicht mehr genügend Schlaf und knüpfen weniger echte soziale Kontakte.   Und letztlich sorgt sich Haidt noch um die indirekten Effekte sozialer Medien auf Jugendliche: Die Zahl der Angststörungen, Depressionen und Selbstverletzungen unter Jugendlichen habe seit dem Jahr 2010 massiv zugenommen. Für Haidt ist der Fall klar: Das ist genau die Zeit, als Smartphones sich auf der ganzen Welt ausbreiteten und Social-Media-Plattformen wie Facebook beliebt wurden.   Er sieht darin den Hauptgrund für die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen. Andere Forscher kritisieren diese Schlussfolgerung als vorschnell und verweisen auf mögliche andere belastende Faktoren wie die Klimakrise, die Finanzkrise und die Opioidkrise. Tatsächlich ist ein kausaler Zusammenhang zwischen Social Media und psychischen Erkrankungen nur schwer zu belegen – einfach, weil Smartphones überall sind und es keine Vergleichsgruppe gibt, die ohne diese Geräte lebt. Doch selbst wenn dieser Zusammenhang nur schwer beweisbar ist – »Social Media ist eine Plage für unsere Kinder«, sagt Haidt im Podcast.   Produktion: ifbbw, Pool Artists  Redaktion: Lisa Hegemann, Jens Lubbadeh  Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. Abonnieren Sie auch unseren N1F-Newsletter.  Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected]

US-Psychologe Jonathan Haidt sieht die Kindheit bedroht: durch Smartphones, soziale Medien und KI-Teddybären. Auch Computer im Klassenzimmer seien falsch. Hat er recht?   Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können.  In dieser Folge von Nur eine Frage stellen wir dem Sozialpsychologen Jonathan Haidt die Frage: »Sind unsere Kinder glücklicher ohne soziale Medien?«  Jonathan Haidt, 62, ist ein US-amerikanischer Sozialpsychologe und Professor an der renommierten NYU Stern School of Business. Sein 2024 erschienenes Buch Generation Angst über die Schäden, die Smartphones und soziale Medien bei Kindern anrichten, stand mehr als 100 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. 2026 ist sein Kinderratgeber Generation Glücklich erschienen, den er gemeinsam mit der US-Autorin Catherine Price verfasst hat.   Mehrere Länder haben damit begonnen, Smartphones aus dem Unterricht zu verbannen und ein Social-Media-Verbot für Jugendliche zu erlassen. Maßgeblich dafür verantwortlich sein dürfte Haidt, der seit Jahren vor den Gefahren von Smartphones und sozialen Medien warnt und zu eben jenen Maßnahmen rät.   Im Podcast begründet er, warum er soziale Medien für so gefährlich für Jugendliche und Kinder hält: Auf Plattformen wie Snapchat oder Instagram sind Jugendliche Sextortion ausgesetzt, also sexueller Erpressung. Alleine Snapchat berichte von rund 10.000 Hinweisen auf Sextortion-Vorfälle – pro Monat, sagt Haidt. Auch Cyberbullying, also die Schikane durch Mitschüler, sei ein großes Problem für Jugendliche. Anders als früher, als sich Schikane vorwiegend im lokalen Umfeld bewegte, verstärken soziale Medien das Problem immens.    Das zweite Problem, das Haidt sieht: »Der durchschnittliche US-amerikanische Teenager verbringt fünf Stunden am Tag in sozialen Medien. In Deutschland ist die Zahl etwas geringer. Hinzu kommen drei bis fünf Stunden mit anderen Bildschirmaktivitäten.« Die Folgen: Jugendliche bewegen sich zu wenig, bekommen nicht mehr genügend Schlaf und knüpfen weniger echte soziale Kontakte.   Und letztlich sorgt sich Haidt noch um die indirekten Effekte sozialer Medien auf Jugendliche: Die Zahl der Angststörungen, Depressionen und Selbstverletzungen unter Jugendlichen habe seit dem Jahr 2010 massiv zugenommen. Für Haidt ist der Fall klar: Das ist genau die Zeit, als Smartphones sich auf der ganzen Welt ausbreiteten und Social-Media-Plattformen wie Facebook beliebt wurden.   Er sieht darin den Hauptgrund für die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen. Andere Forscher kritisieren diese Schlussfolgerung als vorschnell und verweisen auf mögliche andere belastende Faktoren wie die Klimakrise, die Finanzkrise und die Opioidkrise. Tatsächlich ist ein kausaler Zusammenhang zwischen Social Media und psychischen Erkrankungen nur schwer zu belegen – einfach, weil Smartphones überall sind und es keine Vergleichsgruppe gibt, die ohne diese Geräte lebt. Doch selbst wenn dieser Zusammenhang nur schwer beweisbar ist – »Social Media ist eine Plage für unsere Kinder«, sagt Haidt im Podcast.   Produktion: ifbbw, Pool Artists Redaktion: Lisa Hegemann, Jens Lubbadeh Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. Abonnieren Sie auch unseren N1F-Newsletter. Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected].

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Englische Originalfolge: Are Our Children Happier Without Social Media, Jonathan Haidt?

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Alben für die Ewigkeit audiowest, Freddy Kappen, Stephan Kleiber, Dieter Kottnik Es gibt Alben, die sind etwas Besonderes. Da ist nicht einfach nur Musik drauf – sondern Musik, die bleiben wird. Vielleicht für immer. Es sind Alben, die die Geschichte der Rock- und Popmusik um entscheidende Entwicklungen bereichert haben. Die nicht nur Erfolg, sondern auch Wirkung haben. Und hier stellen wir sie vor.Bei uns könnt Ihr zeitlose Klassiker der Musikgeschichte kennenlernen. Oder sie noch einmal neu erleben und sozusagen ein zweites Mal kennenlernen. Ihr erfahrt die Geschichten, die hinter diesen Alben stecken: Wann und wo sind sie entstanden? Was lässt sie hervortreten aus der Menge? Warum sind sie so, wie sie sind? Und was ist das Besondere an ihnen? Und: Natürlich spielen wir auch Musik. Jede Menge sogar — denn darum geht‘s ja bei uns. Verfassungspod Verfassungsblog Wir nehmen uns die großen Themen vor, suchen die Leute, die davon wirklich etwas verstehen, und geben keine Ruhe, bevor wir der Sache nicht auf den Grund gegangen sind. Das Ergebnis: eine Podcast-Langstrecke, die sich wirklich lohnt.Jetzt auf Steady unterstützen! https://steadyhq.com/de/plans/7cdcee9d-d81e-4962-95b0-01b1b9ff9941 iChange Podcast – Für mehr Leichtigkeit Navanita & Khadro – Heart-Leadership, Mindset Mentoring & Authors Der «iChange Podcast» von Navanita und Khadro ist ein Podcast für alle Menschen, die die Wahrnehmung des Bewusstseins erweitern wollen. Wenn du dich für Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Leben, Lieben oder universelle Gesetze interessierst, findest du beim «iChange Podcast» viele spannende, inspirierende Geschichten und Interviews mit berühmten aber auch «normalen» Menschen, die über ihre Lebenserfahrungen und ihren Weg zum Erfolg berichten. Nicht nur auf der Tanz- oder Yogabühne waren Navanita und Khadro ein Paar; auch privat sind sie eng verbunden und es wäre nicht verwunderlich, wenn ihre Namen exemplarisch neben dem Wort «Liebe» stehen würden. Die beiden Seelenverwandten haben sich gefunden, um gemeinsam Menschen zu bewegen und Herzen zu berühren. Auch als Unternehmer sind sie erfolgreich und begleiten und führen Menschen zum Erfolg. Als Holistic Coaches - Ganzheitliche Lebensberater, unterstützen sie Menschen ihre Veränderungen konstruktiv zu nutzen und die Ursachen aufzude Soular Sisters Jana Liebig & Anka Goeker Zwei kosmisch verbundene Wassermann-Frauen, ein Podcast und unendlich Stoff zum reden.Jana ist Traumatherapeutin mit Herz & Tiefe, Anka kreative Brand- und Webdesignerin mit Blick für die Schönheit des Lebens. Zusammen sinnieren sie über innere Prozesse, Psychologie, spirituelle Aha-Momente, Selbstliebe und über das Leben - zwischen Sinnkrise und Magic Moments.Jana teilt dabei ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Traumatherapeutin, Anka bringt ihre kreative Perspektive als Brand- & Webdesignerin mit ein - mindestens genauso gerne reden (& judgen) sie aber auch über fünfzig offene Browser-Tabs, PMS-Mental-Breakdowns, warum man beim Meditieren plötzlich an das peinliche Referat in der fünften Klasse denkt und die Frage, warum das Leben manchmal einfach völlig absurd und dadurch irgendwie divinely aligned ist.Soular Sisters ist der Podcast für alles, was das Leben ausmacht – von früheren Leben über aktuelle Struggles bis hin zu visionären Zukunftsträumen. Sie garantieren für nichts, au

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This episode is 51 minutes long.

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This episode was published on April 29, 2026.

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US-Psychologe Jonathan Haidt sieht die Kindheit bedroht: durch Smartphones, soziale Medien und KI-Teddybären. Auch Computer im Klassenzimmer seien falsch. Hat er recht?   Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner...

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