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EPISODE · Jun 17, 2026 · 37 MIN

Feedback bekommen: Warum wir stärker reagieren als gewollt

from Perfectly Human · host Ninia Simon

Feedback bekommen klingt einfach und fühlt sich trotzdem oft falsch an. Nicht weil das Feedback schlecht war, sondern weil etwas in uns darauf reagiert, das wir nicht vollständig steuern können.Warum das kein Charakterfehler ist, was psychologisch dahintersteckt und was unsere Reaktionen uns eigentlich sagen wollen. Darum geht es heute.Hörst du Perfectly Human zum ersten Mal? Abonniere den Podcast und hör direkt in die ersten Folgen rein. Was du mitnehmen kannst:Warum wir Feedback oft nicht wirklich zum Verbessern suchen, sondern für Bestätigung, Sicherheit oder OrientierungWelche drei psychologischen Mechanismen dafür sorgen, dass Feedback uns manchmal stärker trifft als erwartetWie du deine Reaktion auf Feedback als wertvolle Information lesen kannst, statt sie zu unterdrückenEinen einfachen Dreischritt, um mit Feedback und den eigenen Emotionen darauf besser umzugehenWann Feedback unfair oder unangebracht ist, und wie du damit für dich umgehst EpisodenbeschreibungFast jeder kennt das: Du bekommst Feedback, vielleicht sogar gut gemeint und inhaltlich richtig, und trotzdem macht in dir etwas dich? Du rechtfertigst dich, ziehst dich zurück oder zweifelst plötzlich an dir selbst. Und hinterher fragst du dich: Warum habe ich eigentlich so reagiert?Das ist kein Zufall und kein Charakterfehler. Drei psychologische Mechanismen erklären, warum Feedback uns gerade dann stark trifft, wenn uns etwas wirklich wichtig ist: Self-Serving Bias, Selbstwertbedrohung und kognitive Dissonanz. Unser Gehirn reagiert nicht auf das Feedback selbst, sondern auf das, was es in uns berührt.Die Appraisal-Theorie von Lazarus zeigt: Nicht das Feedback bestimmt unsere Emotion, sondern wie wir es bewerten. Das verändert, was möglich wird. Unsere Reaktion ist dann nicht mehr nur etwas, das uns im Weg steht, sondern eine Information, die uns etwas über uns selbst sagt.Außerdem sprechen wir darüber, wann Feedback unfair oder unangebracht ist, wie man das erkennt und wie man bewusst entscheidet, was man annimmt und was man lässt.Timestamps00:01:31 Kontext00:04:51 Warum wir Feedback suchen, und was wir wirklich wollen00:09:32 Warum Feedback uns stärker trifft, wenn uns etwas wichtig ist00:15:32 Wie wir mit Feedback und unseren Reaktionen besser umgehen00:25:31 Umgang mit unfairem oder unangebrachtem Feedback00:36:23 Zusammenfassung00:38:36 Reflexion00:40:06 Abschluss Der Gedanke dieser EpisodeDeine Reaktion auf Feedback ist keine Schwäche. Sie ist Information.Mein Gedanke dazuIch nehme mir Dinge schnell zu Herzen. Feedback fällt mir nicht immer leicht, auch wenn ich fachlich genau weiß, was gerade passiert. Was mir mehr hilft als der Versuch, cooler zu werden: zu erkennen, dass meine Reaktion meistens nicht bedeutet, dass etwas mit mir nicht stimmt. Sie bedeutet oft nur, dass mir etwas wichtig ist. Gab es Feedback, das dich länger beschäftigt hat als erwartet? Etwas, das dich getroffen hat, und du weißt heute vielleicht, warum? Oder du weißt es immer noch nicht? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.Wenn du jemanden kennst, der das Gefühl kennt, auf Feedback zu reagieren und hinterher zu denken: warum eigentlich?, schick ihr oder ihm diese Folge.Bewerte Perfectly Human auf Apple Podcasts und bei Spotify. Das hilft enorm, damit mehr Menschen den Podcast finden. Forschung & KonzepteFeedback Seeking Behavior: Ashford, S. J., Blatt, R., & VandeWalle, D. (2003). Reflections on the looking glass: A review of research on feedback-seeking behavior in organizations. Journal of Management, 29(6), 773–799Self-Serving Bias: Mezulis, A. H., Abramson, L. Y., Hyde, J. S. & Hankin, B. L. (2004). Is there a universal positivity bias in attributions? A meta-analytic review of individual, developmental, and cultural differences in the self-serving attributional bias. Psychological Bulletin, 130(5), 711–747.Kognitive Dissonanz: Festinger, L. (1957). A Theory of Cognitive Dissonance. Stanford University Press.Appraisal-Theorie: Lazarus, R. S. (1991). Emotion and Adaptation. Oxford University Press. Hier findest du mich:Website: https://niniasimon.comPodcast & Newsletter bei Substack: https://niniasimon.substack.comInstagram: @niniasimonX: @niniasimonLinkedIn: https://linkedin.com/in/niniasimonNostr: https://njump.me/npub1e672333gatw7enzex6zckkwml5jkvra9ch3gzvyhfvv95jc8gj2q0zyu6r This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit niniasimon.substack.com

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