EPISODE · Sep 30, 2025 · 1H 4M
Folge #1: Montage und Lebensform. Mit Ulrike Edschmid und Roman Widder
from auto:montage · host Literaturforum im Brecht-Haus
Ulrike Edschmid steht wie keine zweite Erzählerin für ein autobiografisch orientiertes Schreiben mit ausgeprägtem Formbewusstsein. Ihre schmalen, aus kristallklaren Sätzen gebauten Romane über Weggefährten, Liebschaften oder Verwandte zeichnen sich durch strenge Rhythmen und eine virtuose Konstellierung von Lücken und Brüchen aus. Edschmids Texte sind Kunstwerke der Verdichtung und der Aussparung, die durch ihre Sorgfalt der Verantwortung Rechnung tragen, die ihnen aus der Darstellung eines anderen Lebens erwächst. Die Kritik hat Ulrike Edschmids Romane hoch gelobt und im Rahmen der Konjunktur autofiktionaler Schreibweisen neu entdeckt. »Das Verschwinden des Philipp S.« (2013) wurde auf die SPIEGEL-Liste der 100 wichtigsten Bücher seit 1925 aufgenommen. 2022 erhielt Edschmid den Günter-Grass-Preis. Ihr zuletzt erschienener Roman »Die letzte Patientin« (2024) stand im selben Jahr auf der Shortlist des Wilhelm-Raabe-Preises. Mit Roman Widder spricht sie über die Frage, ob die Literatur für die Wirklichkeit überhaupt zuständig ist, über die unmerklichen Übergänge zwischen dokumentarischer und fiktionaler Form, über filmische Erzählverfahren und darüber, was es bedeutet, Teil der Geschichte zu sein. Redaktion: Iuditha Balint, Barbara Bausch, Eva Blome, Diego León-Villagrá, Roman Widder Zum Buch: Ulrike Edschmid »Die letzte Patientin« (Suhrkamp, 2024)
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Ulrike Edschmid steht wie keine zweite Erzählerin für ein autobiografisch orientiertes Schreiben mit ausgeprägtem Formbewusstsein. Ihre schmalen, aus kristallklaren Sätzen gebauten Romane über Weggefährten, Liebschaften oder Verwandte zeichnen sich durch strenge Rhythmen und eine virtuose Konstellierung von Lücken und Brüchen aus. Edschmids Texte sind Kunstwerke der Verdichtung und der Aussparung, die durch ihre Sorgfalt der Verantwortung Rechnung tragen, die ihnen aus der Darstellung eines anderen Lebens erwächst. Die Kritik hat Ulrike Edschmids Romane hoch gelobt und im Rahmen der Konjunktur autofiktionaler Schreibweisen neu entdeckt. »Das Verschwinden des Philipp S.« (2013) wurde auf die SPIEGEL-Liste der 100 wichtigsten Bücher seit 1925 aufgenommen. 2022 erhielt Edschmid den Günter-Grass-Preis. Ihr zuletzt erschienener Roman »Die letzte Patientin« (2024) stand im selben Jahr auf der Shortlist des Wilhelm-Raabe-Preises. Mit Roman Widder spricht sie über die Frage, ob die Literatur für die Wirklichkeit überhaupt zuständig ist, über die unmerklichen Übergänge zwischen dokumentarischer und fiktionaler Form, über filmische Erzählverfahren und darüber, was es bedeutet, Teil der Geschichte zu sein. Redaktion: Iuditha Balint, Barbara Bausch, Eva Blome, Diego León-Villagrá, Roman Widder Zum Buch: Ulrike Edschmid »Die letzte Patientin« (Suhrkamp, 2024)
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Folge #1: Montage und Lebensform. Mit Ulrike Edschmid und Roman Widder
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