EPISODE · Mar 27, 2026 · 53 MIN
Gegengemeinschaften: Neue revolutionäre Subjekte?
from Critical Theory in Context · host Centre for Social Critique in Berlin
Das klassische revolutionäre Subjekt ist von der Bildfläche verschwunden. Was ihm nachfolgte, wurde vom Kapitalismus absorbiert. Doch wer tritt heute an die Stelle des Proletariats, um die Verhältnisse, in denen der Mensch ein geknechtetes Wesen ist, umzuwälzen? Der Philosoph Daniel Loick schlägt hierfür das Konzept der „Gegengemeinschaften“ vor. Jenseits der Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft schließen sich die Unterlegenen gegen Diskriminierung und Marginalisierung im alltäglichen Kampf zusammen. Dabei entsteht ihre Überlegenheit, die sie prädestiniert, gegen die herrschenden Verhältnisse aufzubegehren und neue Infrastrukturen der Fürsorge und somit der Rettung des menschlichen (und nicht-menschlichen) Wohlergehens zu bilden. Doch was verbirgt sich hinter der paradox anmutenden „Überlegenheit der Unterlegenen“? In dieser Folge spricht Sabine Nuss mit Rahel Jaeggi ausgehend vom Konzept der Gegengemeinschaften über das Potenzial neuer kollektiver Handlungsfähigkeit, die Fallstricke des Gemeinschaftsbegriffs und das Bild des unermüdlich grabenden Maulwurfs. Anlass dieser Folge war die Veranstaltung „Krise und kollektive Handlungsfähigkeit. Ein Gespräch zur Politik von Gegengemeinschaften“ vom 22. Januar 2026 in Berlin, mit Daniel Loick, Rahel Jaeggi und Thomas Seibert, moderiert von Charlie Ebert. Der Mitschnitt der Veranstaltung findet sich unter: https://criticaltheoryinberlin.de/en/event/krise-und-kollektive-handlungsfaehigkeit-ein-gespraech-zur-politik-von-gegengemeinschaften/
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Das klassische revolutionäre Subjekt ist von der Bildfläche verschwunden. Was ihm nachfolgte, wurde vom Kapitalismus absorbiert. Doch wer tritt heute an die Stelle des Proletariats, um die Verhältnisse, in denen der Mensch ein geknechtetes Wesen ist, umzuwälzen? Der Philosoph Daniel Loick schlägt hierfür das Konzept der „Gegengemeinschaften“ vor. Jenseits der Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft schließen sich die Unterlegenen gegen Diskriminierung und Marginalisierung im alltäglichen Kampf zusammen. Dabei entsteht ihre Überlegenheit, die sie prädestiniert, gegen die herrschenden Verhältnisse aufzubegehren und neue Infrastrukturen der Fürsorge und somit der Rettung des menschlichen (und nicht-menschlichen) Wohlergehens zu bilden. Doch was verbirgt sich hinter der paradox anmutenden „Überlegenheit der Unterlegenen“? In dieser Folge spricht Sabine Nuss mit Rahel Jaeggi ausgehend vom Konzept der Gegengemeinschaften über das Potenzial neuer kollektiver Handlungsfähigkeit, die Fallstricke des Gemeinschaftsbegriffs und das Bild des unermüdlich grabenden Maulwurfs. Anlass dieser Folge war die Veranstaltung „Krise und kollektive Handlungsfähigkeit. Ein Gespräch zur Politik von Gegengemeinschaften“ vom 22. Januar 2026 in Berlin, mit Daniel Loick, Rahel Jaeggi und Thomas Seibert, moderiert von Charlie Ebert. Der Mitschnitt der Veranstaltung findet sich unter: https://criticaltheoryinberlin.de/en/event/krise-und-kollektive-handlungsfaehigkeit-ein-gespraech-zur-politik-von-gegengemeinschaften/
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