EPISODE · Apr 16, 2026
Gesine Schwan: Wie vereint ist Deutschland wirklich?
from 2 alte wei(s)e Männer · host Thomas Kirchberg und Michael Reinhard
In dieser Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ sprechen Michael Reinhard und Thomas Kirchberg mit der Politikwissenschaftlerin Prof. Gesine Schwan über eines der großen deutschen Dauerthemen: das Verhältnis von Ost und West – und die Frage, warum auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung bei vielen Menschen noch immer das Gefühl bleibt, dass die Einheit unvollendet ist. Gesine Schwan gehört seit vielen Jahren zu den klügsten und klarsten Stimmen, wenn es um Demokratie, Gerechtigkeit und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft geht. Die Politikwissenschaftlerin, frühere Viadrina-Präsidentin und zweimalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, verbindet wissenschaftliche Schärfe mit großer politischer Erfahrung. Im Gespräch geht es um Erwartungen und Versprechen der Nachwendezeit, um enorme Fortschritte bei Infrastruktur und Lebensverhältnissen, aber auch um das, was sich nicht so leicht aufholen lässt: fehlende Anerkennung, mangelnde Repräsentation, biografische Brüche und das Gefühl vieler Ostdeutscher, nicht wirklich gehört oder mitgemeint zu sein. Gesine Schwan beschreibt, warum politische und wirtschaftliche Angleichung allein nicht ausreichen, wenn Respekt, Teilhabe und Sichtbarkeit fehlen. Außerdem geht es um die Frage, welche Defizite bis heute geblieben sind, warum das Thema „gleichwertige Lebensverhältnisse“ weit über Geld und Förderprogramme hinausgeht und welche Rolle ostdeutsche Erfahrungen in Politik, Gesellschaft und Führungsetagen spielen. Auch der Erfolg der AfD wird eingeordnet – nicht verkürzt als rein ostdeutsches Phänomen, sondern als Ausdruck tieferer politischer und gesellschaftlicher Spannungen. Zugleich ist diese Folge kein Abgesang auf die deutsche Einheit. Im Gegenteil: Gesine Schwan zeigt auch, wo Deutschland zusammengewachsen ist, was gelungen ist und warum es sich lohnt, weiter an einem Land zu arbeiten, das Unterschiede nicht verdrängt, sondern ernst nimmt. Es geht um Demokratie, um soziale Würde, um Zugehörigkeit – und um die Frage, wie aus formaler Einheit echte innere Verbundenheit werden kann. Eine kluge, ruhige und zugleich hochaktuelle Folge über Anerkennung, Gerechtigkeit und den Zustand unseres Landes. Und wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts nachlesen möchten: Unser neues Buch ist erschienen: „2 alte wei(s)e Männer: Mutmacher für schwere Zeiten – was hoffen lässt“ Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert 2 alte wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den sozialen Medien: Instagram https://www.instagram.com/2alteweissemaenner?igsh=bjNsOGxtcHFvZ3Vl&ut Facebook https://www.facebook.com/share/16qwKMqsxZ/?mibextid=wwXIfr Youtube https://youtube.com/@2alteweissemanner-rw6gw?si=DyDKBPUF3KohcL
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In dieser Folge von „2 alte wei(s)se Männer“ sprechen Michael Reinhard und Thomas Kirchberg mit der Politikwissenschaftlerin Prof. Gesine Schwan über eines der großen deutschen Dauerthemen: das Verhältnis von Ost und West – und die Frage, warum auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung bei vielen Menschen noch immer das Gefühl bleibt, dass die Einheit unvollendet ist. Gesine Schwan gehört seit vielen Jahren zu den klügsten und klarsten Stimmen, wenn es um Demokratie, Gerechtigkeit und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft geht. Die Politikwissenschaftlerin, frühere Viadrina-Präsidentin und zweimalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, verbindet wissenschaftliche Schärfe mit großer politischer Erfahrung. Im Gespräch geht es um Erwartungen und Versprechen der Nachwendezeit, um enorme Fortschritte bei Infrastruktur und Lebensverhältnissen, aber auch um das, was sich nicht so leicht aufholen lässt: fehlende Anerkennung, mangelnde Repräsentation, biografische Brüche und das Gefühl vieler Ostdeutscher, nicht wirklich gehört oder mitgemeint zu sein. Gesine Schwan beschreibt, warum politische und wirtschaftliche Angleichung allein nicht ausreichen, wenn Respekt, Teilhabe und Sichtbarkeit fehlen. Außerdem geht es um die Frage, welche Defizite bis heute geblieben sind, warum das Thema „gleichwertige Lebensverhältnisse“ weit über Geld und Förderprogramme hinausgeht und welche Rolle ostdeutsche Erfahrungen in Politik, Gesellschaft und Führungsetagen spielen. Auch der Erfolg der AfD wird eingeordnet – nicht verkürzt als rein ostdeutsches Phänomen, sondern als Ausdruck tieferer politischer und gesellschaftlicher Spannungen. Zugleich ist diese Folge kein Abgesang auf die deutsche Einheit. Im Gegenteil: Gesine Schwan zeigt auch, wo Deutschland zusammengewachsen ist, was gelungen ist und warum es sich lohnt, weiter an einem Land zu arbeiten, das Unterschiede nicht verdrängt, sondern ernst nimmt. Es geht um Demokratie, um soziale Würde, um Zugehörigkeit – und um die Frage, wie aus formaler Einheit echte innere Verbundenheit werden kann. Eine kluge, ruhige und zugleich hochaktuelle Folge über Anerkennung, Gerechtigkeit und den Zustand unseres Landes. Und wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts nachlesen möchten: Unser neues Buch ist erschienen: „2 alte wei(s)e Männer: Mutmacher für schwere Zeiten – was hoffen lässt“ Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert 2 alte wei(s)se Männer, teilt den Podcast und folgt uns in den sozialen Medien: Instagram https://www.instagram.com/2alteweissemaenner?igsh=bjNsOGxtcHFvZ3Vl&ut Facebook https://www.facebook.com/share/16qwKMqsxZ/?mibextid=wwXIfr Youtube https://youtube.com/@2alteweissemanner-rw6gw?si=DyDKBPUF3KohcL
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