EPISODE · Feb 8, 2025 · 19 MIN
Hab keine Angst vor Trauma
from Becoming Nobody. · host Ragna Pingel
Mein Freund war gerade auf einer Fortbildung und es ging an einer Stelle um innere Kindarbeit. Der Seminarleiter betonte dann, wie wichtig es sei, dass wenn Gefühle in der inneren Kindarbeit hoch kommen, man als Therapeut sehr vorsichtig sein müsse und erklärte verschiedene Wege, wie die Gefühle abgemildert werden können. ich kann dieser vorsichtigen Haltung nichts abgewinnen. Ich gehe so nicht vor. Wenngleich ich absolut die Grenze oder Belastbarkeit meiner Klienten beachte. Meiner Erfahrung nach ist es aber so: wenn das Thema dran ist, ist es dran und es ist eine große Erleichterung die Wunde in ihrer ganzen Tiefe zu sehen und zu versorgen. Und nicht nur die Oberfläche davon. Das wäre ja wie ein Operateur, der eine eitrige Wunde nur zum Teil reinigt. Weil es sonst zu intensiv sein könnte. in meiner Erfahrung herrscht eine große Angst vor psychischen Schmerz. Vor Traumata. Vor Ohnmacht. Vor all den Gefühlen, die in der Tiefe versteckt sind. Lieber lassen wir sie durch unseren Körper sprechen. Und leiden unter unseren (psychosomatischen) Beschwerden, statt uns einmal wirklich unserem inneren Erleben zu stellen, das ja sowieso im Inneren da ist. Und diese unversorgte Wunde und das Verstecken kosten unglaublich viel Kraft. Alle reden ja davon, wie erschöpft sie sind. Ein großer Energieräuber in deinem Energiesystem sind alte, vergangene Wunden (aus diesem oder vergangen Leben oder aus deiner Ahnenlinie), die noch offen sind, die eitern, die schmerzen UND versteckt werden müssen. Und leider wird dieses Vermeidungsverhalten, diese Vorsicht eben von der Therapeutenszene auch verstärkt. Aus eigner Angst. Und ehrlich gesagt, müssen wir noch nicht mal zu uns Therapeuten kucken. Wie oft höre ich: "na, ich habe es ihr nicht gesagt, weil ich sie ja nicht verletzten möchte!" Wir sind so oft hilflos und gefühlte Kindergartenkinder im Umgang mit traurigen, verletzten, überforderten, schwachen, ohnmächtigen oder schambehafteten Gefühlen. Ich plädiere dafür: trau dich. Frag freundlich, ob du ehrlich deine Wahrnehmung mal deiner Freundin schildern darfst. Schau als Therapeut/Coach/Partner nicht weg. Das heißt natürlich auch nicht, dass du mit der Brechstange irgendetwas aufbrechen musst. ich spreche davon, wenn die Themen im eh im Raum sind, das du sie beim Schopfe packst. Die Wunde will gesehen werden. Verstanden werden will. Der psychische Schmerz gehalten werden will. Schau nicht weg. Nicht bei deinen Kindern. Nicht bei deinen Freunden. Nicht bei deinen Patienten. Trau dich. Du weißt ja, das Einzige, was heilt ist die Realität. Hab keine Angst davor. Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, ich begleite dich gerne dabei. Nichts wird so viel Energie freisetzten, deine Beziehungen verbessern und dein Leben verändern, wie deine inneren Wunden liebevoll zu versorgen, zu heilen.
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Mein Freund war gerade auf einer Fortbildung und es ging an einer Stelle um innere Kindarbeit. Der Seminarleiter betonte dann, wie wichtig es sei, dass wenn Gefühle in der inneren Kindarbeit hoch kommen, man als Therapeut sehr vorsichtig sein müsse und erklärte verschiedene Wege, wie die Gefühle abgemildert werden können. ich kann dieser vorsichtigen Haltung nichts abgewinnen. Ich gehe so nicht vor. Wenngleich ich absolut die Grenze oder Belastbarkeit meiner Klienten beachte. Meiner Erfahrung nach ist es aber so: wenn das Thema dran ist, ist es dran und es ist eine große Erleichterung die Wunde in ihrer ganzen Tiefe zu sehen und zu versorgen. Und nicht nur die Oberfläche davon. Das wäre ja wie ein Operateur, der eine eitrige Wunde nur zum Teil reinigt. Weil es sonst zu intensiv sein könnte. in meiner Erfahrung herrscht eine große Angst vor psychischen Schmerz. Vor Traumata. Vor Ohnmacht. Vor all den Gefühlen, die in der Tiefe versteckt sind. Lieber lassen wir sie durch unseren Körper sprechen. Und leiden unter unseren (psychosomatischen) Beschwerden, statt uns einmal wirklich unserem inneren Erleben zu stellen, das ja sowieso im Inneren da ist. Und diese unversorgte Wunde und das Verstecken kosten unglaublich viel Kraft. Alle reden ja davon, wie erschöpft sie sind. Ein großer Energieräuber in deinem Energiesystem sind alte, vergangene Wunden (aus diesem oder vergangen Leben oder aus deiner Ahnenlinie), die noch offen sind, die eitern, die schmerzen UND versteckt werden müssen. Und leider wird dieses Vermeidungsverhalten, diese Vorsicht eben von der Therapeutenszene auch verstärkt. Aus eigner Angst. Und ehrlich gesagt, müssen wir noch nicht mal zu uns Therapeuten kucken. Wie oft höre ich: "na, ich habe es ihr nicht gesagt, weil ich sie ja nicht verletzten möchte!" Wir sind so oft hilflos und gefühlte Kindergartenkinder im Umgang mit traurigen, verletzten, überforderten, schwachen, ohnmächtigen oder schambehafteten Gefühlen. Ich plädiere dafür: trau dich. Frag freundlich, ob du ehrlich deine Wahrnehmung mal deiner Freundin schildern darfst. Schau als Therapeut/Coach/Partner nicht weg. Das heißt natürlich auch nicht, dass du mit der Brechstange irgendetwas aufbrechen musst. ich spreche davon, wenn die Themen im eh im Raum sind, das du sie beim Schopfe packst. Die Wunde will gesehen werden. Verstanden werden will. Der psychische Schmerz gehalten werden will. Schau nicht weg. Nicht bei deinen Kindern. Nicht bei deinen Freunden. Nicht bei deinen Patienten. Trau dich. Du weißt ja, das Einzige, was heilt ist die Realität. Hab keine Angst davor. Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, ich begleite dich gerne dabei. Nichts wird so viel Energie freisetzten, deine Beziehungen verbessern und dein Leben verändern, wie deine inneren Wunden liebevoll zu versorgen, zu heilen.
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