Hallstatt Salzberg Portal des Förderstollens episode artwork

EPISODE · Sep 24, 2021 · 4 MIN

Hallstatt Salzberg Portal des Förderstollens

from Welterbe Hallstatt · host Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard Pilz

Das Auffahren eines neuen Horizonts, das heißt: die Inangriffnahme einer neuen Abbauebene, bedeutet immer ein wichtigen Schritt in der Entwicklung eines Bergbaubetriebs, von dem am Tage, das heißt: Außen, nur die Stolleneingänge, die sogenannten "Mundlöcher", in Erscheinung treten. Daher ließ man bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein der Gestaltung und Ausführung dieser Stollenportale besondere Sorgfalt angedeihen. Der Franz-Joseph-Horizont des Hallstätter Salzbergbaus wird über zwei Mundlöcher erschlossen, die in einer Seehöhe von 735 Metern auf beiden Seiten der Mühlbachschlucht liegen. Durch den orografisch links gelegenen Förderstollen wurde sowohl das taube Ausbruchsmaterial und die Rückstände des Laugwerkbetriebs, der sogenannte "Werklaist", in den Mühlbach verstürzt als auch die gewonnene Sole über die dort bereits bestehende Soleleitung zum Sudhaus Ebensee abgeführt. Der Gewölbebogen des Mundlochs ist statisch ideal in Form einer umgekehrten Kettenlinie gekrümmt, wobei die Stärke des Gewölbes durch exakt behauene formschlüssige Quader, deren Köpfe abwechselnd glatt und bossiert sind, klar ablesbar wird. Ein dreigeteiltes Giebelfeld mit gekehltem Kranzgesimse wirkt optisch dem Lasten des Gebirgsdrucks auf dem Stollen entgegen. Das Quadermauerwerk des Portals ist aus Blöcken von lokal gewonnen Kalkstein gefügt, sodass aus dem Spannungsfeld zwischen Kunstform und Naturfarbe, zwischen Einfügung und stolzer Selbstbehauptung eine Signifikante der Kulturlandschaft entsteht.

Das Auffahren eines neuen Horizonts, das heißt: die Inangriffnahme einer neuen Abbauebene, bedeutet immer ein wichtigen Schritt in der Entwicklung eines Bergbaubetriebs, von dem am Tage, das heißt: Außen, nur die Stolleneingänge, die sogenannten "Mundlöcher", in Erscheinung treten. Daher ließ man bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein der Gestaltung und Ausführung dieser Stollenportale besondere Sorgfalt angedeihen. Der Franz-Joseph-Horizont des Hallstätter Salzbergbaus wird über zwei Mundlöcher erschlossen, die in einer Seehöhe von 735 Metern auf beiden Seiten der Mühlbachschlucht liegen. Durch den orografisch links gelegenen Förderstollen wurde sowohl das taube Ausbruchsmaterial und die Rückstände des Laugwerkbetriebs, der sogenannte "Werklaist", in den Mühlbach verstürzt als auch die gewonnene Sole über die dort bereits bestehende Soleleitung zum Sudhaus Ebensee abgeführt. Der Gewölbebogen des Mundlochs ist statisch ideal in Form einer umgekehrten Kettenlinie gekrümmt, wobei die Stärke des Gewölbes durch exakt behauene formschlüssige Quader, deren Köpfe abwechselnd glatt und bossiert sind, klar ablesbar wird. Ein dreigeteiltes Giebelfeld mit gekehltem Kranzgesimse wirkt optisch dem Lasten des Gebirgsdrucks auf dem Stollen entgegen. Das Quadermauerwerk des Portals ist aus Blöcken von lokal gewonnen Kalkstein gefügt, sodass aus dem Spannungsfeld zwischen Kunstform und Naturfarbe, zwischen Einfügung und stolzer Selbstbehauptung eine Signifikante der Kulturlandschaft entsteht.

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Officially Speaking: An Umpire's Point of View... for Coaches, Players and Fans Too by @LukeBrianTour Officially Speaking brings an umpire's unique point of view to coaches, players and fans, as well as the everyday umpire working 8-12 games every weekend your assignor can squeeze out of you. Former Minor League turned college umpires Luke Hamilton & Brian Hertzog (@LukeBrianTour) will take you around the world, talking with sports officials from all corners of the globe. From 6,900 feet up, overlooking beautiful Lake Hallstatt in Austria, to our unintentional around-the-world trip home after umpiring rubber baseball in Taipei, you'll find it here on the podcast as well as our YouTube Channel! Evangelische Impulse Hallstatt-Obertraun Reinhard Pilz/Dankfried Kirsch In diesem Podcast aus der Pfarrgemeinde Hallstatt-Obertraun sprechen wir über Gott und die Welt.Viele spannende Themen werden beleuchtet, zerpflückt, betrachtet und sollen schließlich Impulse sein und Anstoß geben.Wir freuen uns auf Feedback und Motivation. hERZschlag Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. Hammer Leute. Hammer Stories. Hammer was zum Hören. Denn dieser Podcast erzählt echt und kernig, mit Blick nach vorn und ganz viel hERZ von Menschen, Machern und Möglichkeiten des Erzgebirges. Ihr Pulsieren prägt und gestaltet die Welterbe-Region, macht sie lebendig und liebenswert, vereint Tradition und Innovation, schafft Dynamik. Fühl den Puls und spüre diesen unvergleichlichen hERZschlag. Hör rein, abonniere den Podcast und schenk uns dein Herz!Der Podcast ist eine Produktion von Erzgebirge – Gedacht. Gemacht. und damit des Regionalmanagements Erzgebirge. Das ist eine Initiative des Erzgebirgskreises und der elf größten Städte des Erzgebirges. Unser Ziel ist dabei die Herzen der Menschen zu erreichen. Sowohl das der Menschen in der Region, als auch das der Menschen außerhalb, um noch mehr für das Erzgebirge zu begeistern. Mönchsgeflüster – Klostergeschichten aus dem Mittelalter Badisches Landesmuseum Der Podcast über Alltagsleben, Politik und Kultur im Mittelalter. Mönchsgeflüster ist mehr als ein Geschichtspodcast: Hier berichten Wissenschaftler*innen aus der Archäologie, Kunstgeschichte, den Geschichts- und Sprachwissenschaften aus ihrem je eigenen Blickwinkel über eine bunte Auswahl spannender Themen. Der Podcast entsteht im Rahmen der Großen Landesausstellung "Welterbe des Mittelalters – 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau" und legt daher einen Schwerpunkt auf Themen der Kloster- und Kirchengeschichte.Die Große Landesausstellung "Welterbe des Mittelalters – 1300 Klosterinsel Reichenau" war vom 20. April bis 20. Oktober 2024 im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz und auf der Klosterinsel Reichenau zu sehen.

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This episode is 4 minutes long.

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This episode was published on September 24, 2021.

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