EPISODE · Jan 12, 2025 · 23 MIN
Harald Sturm: Markenidentität im digitalen Zeitalter meistern
from OÖ ungefiltert · host OÖ Magazin
Harald Sturm, ein erfahrener Medienprofi und erfolgreicher Unternehmer aus Oberösterreich, war zuletzt Gast bei OÖ Ungefiltert, wo er Einblicke in die Welt der Markenidentität gab. Sturm leitet die Agentur „Sturm erprobt“ und besitzt umfangreiche Erfahrung aus seiner Arbeit im Medien- und Vertriebsbereich, die bis ins Jahr 1992 zurückreicht. Im Gespräch betonte Sturm die Bedeutung der Markenidentität als fundamentales Element für den Erfolg eines Unternehmens. Oft werde der Fokus zunächst auf das äußere Erscheinungsbild einer Marke gelegt – also auf den „Look and Feel“. Wichtiger sei jedoch, was hinter diesem äußeren Eindruck steckt, nämlich das Verhalten und die Werte der Marke. Eine klare Identität schaffe Identifikation sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden. Dabei spiele es eine maßgebliche Rolle, dass das Verhalten einer Marke konsistent und kohärent sei, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Eine zentrale Aussage von Sturm bezieht sich auf eine von Forbes zitierte Studie: Gefällt einem Kunden eine Marke, tendiert er dazu, ihr treu zu bleiben. Loyalität sei somit ein entscheidender Faktor. Der Knackpunkt liege dabei in den Werten der Marke, die in ihrer Kommunikation und Interaktion erlebbar gemacht werden müssten. Diese Werte sollten mit denen der Zielgruppe übereinstimmen, um eine langfristige Bindung zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs reflektierte Sturm seine eigene berufliche Reise. Diese führte ihn von der Medienarbeit hin zu einer intensiveren Beschäftigung mit Markenstrategien. Er erläutert, dass die stärksten Kundenbeziehungen immer jene seien, bei denen eine grundlegende Harmonie bestünde, basierend auf gemeinsamen Werten und Verhaltenstypologien. Ein besonders interessanter Aspekt war die Diskussion um die internen Prozesse der Markenbildung. Laut Sturm ist es wichtig, Mitarbeiter nicht nur von außen beeinflussen zu wollen, sondern tiefgreifende interne Verbindungen zu schaffen. Markenworkshops, in denen gemeinsam Visionen und Missionen erarbeitet werden, sollten immer auf einer soliden Basis der Identitätsfindung gründen. Er machte deutlich, dass echte Zustimmung und Motivation bei den Mitarbeitern erst dann erreicht werden, wenn diese die Identität der Marke genauso leben und verstehen. Sturm führte zudem aus, dass Markenarbeit durch alle Ebenen eines Unternehmens gelebt werden müsse – von der Führung bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter. Poster mit Visionen an den Wänden allein reichten nicht aus, um das Herz der Mitarbeiter zu berühren. Es müsse eine tiefere Verbindung geschaffen werden, die sowohl Kopf, Herz als auch Bauch anspreche. Ein Thema, das viele Zuhörer interessierte, war die Frage der Mitarbeitermotivation und -bindung in Zusammenhang mit Markenidentität. Laut Sturm sei eine starke und klare Markenidentität durchaus ein Faktor, der zur Reduktion der Mitarbeiterfluktuation beitragen könne. Wenn ein Mitarbeiter von Anfang an genau wisse, worauf er sich bei einem Unternehmen einlasse, sei die Chance höher, dass die Beziehung lange und erfolgreich bestehen könne. Entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass die interne Realität des Unternehmens mit dem übereinstimmt, was nach außen kommuniziert wird. Auch das Thema Rebranding erörterte Sturm ausführlich. Er wies darauf hin, dass ein Rebranding immer gut durchdacht und dem Unternehmen angepasst sein müsse, um nicht bestehende Kunden zu verlieren oder zu irritieren. Ein zu großer Sprung könne die Wiedererkennbarkeit und das Vertrauen in eine Marke stark beeinträchtigen, wie es das Beispiel eines großen Keksherstellers gezeigt habe.
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Harald Sturm, ein erfahrener Medienprofi und erfolgreicher Unternehmer aus Oberösterreich, war zuletzt Gast bei OÖ Ungefiltert, wo er Einblicke in die Welt der Markenidentität gab. Sturm leitet die Agentur „Sturm erprobt“ und besitzt umfangreiche Erfahrung aus seiner Arbeit im Medien- und Vertriebsbereich, die bis ins Jahr 1992 zurückreicht. Im Gespräch betonte Sturm die Bedeutung der Markenidentität als fundamentales Element für den Erfolg eines Unternehmens. Oft werde der Fokus zunächst auf das äußere Erscheinungsbild einer Marke gelegt – also auf den „Look and Feel“. Wichtiger sei jedoch, was hinter diesem äußeren Eindruck steckt, nämlich das Verhalten und die Werte der Marke. Eine klare Identität schaffe Identifikation sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden. Dabei spiele es eine maßgebliche Rolle, dass das Verhalten einer Marke konsistent und kohärent sei, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Eine zentrale Aussage von Sturm bezieht sich auf eine von Forbes zitierte Studie: Gefällt einem Kunden eine Marke, tendiert er dazu, ihr treu zu bleiben. Loyalität sei somit ein entscheidender Faktor. Der Knackpunkt liege dabei in den Werten der Marke, die in ihrer Kommunikation und Interaktion erlebbar gemacht werden müssten. Diese Werte sollten mit denen der Zielgruppe übereinstimmen, um eine langfristige Bindung zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs reflektierte Sturm seine eigene berufliche Reise. Diese führte ihn von der Medienarbeit hin zu einer intensiveren Beschäftigung mit Markenstrategien. Er erläutert, dass die stärksten Kundenbeziehungen immer jene seien, bei denen eine grundlegende Harmonie bestünde, basierend auf gemeinsamen Werten und Verhaltenstypologien. Ein besonders interessanter Aspekt war die Diskussion um die internen Prozesse der Markenbildung. Laut Sturm ist es wichtig, Mitarbeiter nicht nur von außen beeinflussen zu wollen, sondern tiefgreifende interne Verbindungen zu schaffen. Markenworkshops, in denen gemeinsam Visionen und Missionen erarbeitet werden, sollten immer auf einer soliden Basis der Identitätsfindung gründen. Er machte deutlich, dass echte Zustimmung und Motivation bei den Mitarbeitern erst dann erreicht werden, wenn diese die Identität der Marke genauso leben und verstehen. Sturm führte zudem aus, dass Markenarbeit durch alle Ebenen eines Unternehmens gelebt werden müsse – von der Führung bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter. Poster mit Visionen an den Wänden allein reichten nicht aus, um das Herz der Mitarbeiter zu berühren. Es müsse eine tiefere Verbindung geschaffen werden, die sowohl Kopf, Herz als auch Bauch anspreche. Ein Thema, das viele Zuhörer interessierte, war die Frage der Mitarbeitermotivation und -bindung in Zusammenhang mit Markenidentität. Laut Sturm sei eine starke und klare Markenidentität durchaus ein Faktor, der zur Reduktion der Mitarbeiterfluktuation beitragen könne. Wenn ein Mitarbeiter von Anfang an genau wisse, worauf er sich bei einem Unternehmen einlasse, sei die Chance höher, dass die Beziehung lange und erfolgreich bestehen könne. Entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass die interne Realität des Unternehmens mit dem übereinstimmt, was nach außen kommuniziert wird. Auch das Thema Rebranding erörterte Sturm ausführlich. Er wies darauf hin, dass ein Rebranding immer gut durchdacht und dem Unternehmen angepasst sein müsse, um nicht bestehende Kunden zu verlieren oder zu irritieren. Ein zu großer Sprung könne die Wiedererkennbarkeit und das Vertrauen in eine Marke stark beeinträchtigen, wie es das Beispiel eines großen Keksherstellers gezeigt habe.
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