EPISODE · Dec 16, 2021 · 27 MIN
"Ins Feuer werf' ich dieses Buch" - als in Salzburg und Thalgau Bücher brannten
from Schattenorte · host Simona Pinwinkler, salzburger nachrichten
Schattenorten auf der Spur: Auf dem Schörghubbühel in Thalgau und auf dem Residenzplatz in Salzburg wurden im Jahr 1938 mehr als 2000 Bücher vernichtet."Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen", schrieb Heinrich Heine bereits 1821. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 fanden die beiden groß angelegten öffentlichen Bücherverbrennungen des heutigen Österreichs im Bundesland Salzburg statt: Am 30. April auf dem Residenzplatz in der Landeshauptstadt und zur Wintersonnenwende am 21. Dezember auf dem Schörghubbühel in Thalgau (Flachgau). Die SN-Redakteurin Simona Pinwinkler sucht beide Orte auf und spricht mit dem Germanisten Karl Müller und dem Lokalchronisten Bernhard Iglhauser über Fanale während des NS-Regimes.Literatur zu dieser Folge:Karl Müller, „Fort mit dem volksfremden ,Geistesgut‘!“ Zu einigen Aspekten von Kulturvernichtung – Versuch einer Einführung. In: Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Michaela Wolf (Hrsg.): „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Bücherverbrennungen in der Vergangenheit, Gegenwart und in der Erinnerung, Graz 2020, S. 45-64.Bernhard Iglhauser: „Hut ab vor diesen Bekennern“ – Thalgau 1914-1945. Selbstverlag, Thalgau 2008. Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:https://pustet.at/de/buecher.cp/schattenorte/1254 Haben Sie Fragen oder Anregungen zu dieser Folge? Oder kennen Sie weitere „Schattenorte“ in Salzburg, dann schreiben Sie uns an: [email protected] SN-Podcasts zum Nachhören finden Sie unter www.sn.at/podcast
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"Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen", schrieb Heinrich Heine bereits 1821. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 fanden die beiden groß angelegten öffentlichen Bücherverbrennungen des heutigen Österreichs im Bundesland Salzburg statt: Am 30. April auf dem Residenzplatz in der Landeshauptstadt und zur Wintersonnenwende am 21. Dezember auf dem Schörghubbühel in Thalgau (Flachgau). Die SN-Redakteurin Simona Pinwinkler sucht beide Orte auf und spricht mit dem Germanisten Karl Müller und dem Lokalchronisten Bernhard Iglhauser über Fanale während des NS-Regimes. Literatur: Karl Müller, „Fort mit dem volksfremden ,Geistesgut‘!“ Zu einigen Aspekten von Kulturvernichtung – Versuch einer Einführung. In: Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Michaela Wolf (Hrsg.): „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Bücherverbrennungen in der Vergangenheit, Gegenwart und in der Erinnerung, Graz 2020, S. 45-64. Bernhard Iglhauser: „Hut ab vor diesen Bekennern“ – Thalgau 1914-1945. Selbstverlag, Thalgau 2008.
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